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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Wie schön, rein zufällig haben wir mit unserem Reisetermin nach Berlin ein interessantes Seminar erwischt. Ich habe mich vorab versichert, dass  mein Erscheinen auch dort willkommen ist.  🙂

Ein Morgenspaziergang ist immer gut – also den Bus Bus sein lassen und vom Berliner Hauptbahnhof per pedes die Lehrter Straße längs.

Herbstlich Abgefallenes, jede Menge – für manche immer noch nur Abfall.

Dabei muss man doch nur die Fachwelt aus Wasser, Boden, Luft ranlassen.

Berlin baut – kein Wunder, dass die Jüngste „Kraaaan“ kann.

Berlin baut – Altes wird vorm Restaurieren gesäubert.

Fast am Ziel, dem Veranstaltungsort Kulturfabrik. Was steht da an der Wand?

Beim Fotografieren holt mich jemand ein, will etwas sagen, lacht. Wir lachen beide, begrüßen uns als „alte“ Hamburger Kollegen.

Was er sagen wollte, wir stimmen überein: „… den Politikern auf die Füsse treten.“ – sollte es nicht so sein, dass die Politiker sich so wählernah und aus- und fortgebildet halten, dass sie selbst verantwortlich und zielgerichtet aktiv wären? – Leider sprechen die Wahlergebnisse mit sehr hoch bleibendem Protestwähleranteil eine andere Sprache. Das mit dem Spruch und den Füssen trifft also leider wohl weiter zu.

Drinnen – speziell im Hygienebereich. 🙂

Wir treffen mehr Bekannte, machen neue Bekanntschaften, erleben eine hochqualifizierte Veranstaltung mit guten Referenten, guter Diskussion. Da ich davon ausgehe, dass beim Veranstalter demnächst mehr online zu finden sein wird, verzichte ich auf Inhaltliches an dieser Stelle. Wenn mal wieder dieser Veranstaltungsort, die Kulturfabrik Moabit, winkt, komme ich gern wieder.

Zur Mittagspause gutes Wetter – ich verlasse die Kulturfabrik, Familiäres ruft.

Rückweg also – entlang am Alten und Neuen in Berlin.

Ich geniesse die alte Baumstadt Berlin – anderswo muss nachgebessert werden.

In der Tram geht`s vorbei am Mauerpark.

Zum Mittag nur ein Snack, am Abend – normalerweise nicht – wartet Ausgiebigeres.

Blau-gelb-rot mit Laterne, von der Kulturfabrik bin ich in der Kulturbrauerei gelandet.

Stürmisch geht`s ums Eck, bin gleich angekommen.

Im Hinterhof grüßt der Faulbaum – Erinnerung an unseren niedersächsischen Hausgarten.

 

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Nach erstem „Training“ an der ländlichen Mühlenau in Bönningstedt (Beiträge vom 20. Februar und 27. April 2017) sowie im städtischen Raum Pinneberg (Beitrag vom 5. August), den Gewässerlebensraum mit Kies zu verbessern, fand am 21. Oktober 2017 der erste Bach-Aktionstag mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt – ca. 60 Aktive fanden sich südlich der Brücke Mühlenstraße ein. An 10 Schüttstellen arbeiteten insgesamt 4 Gruppen, je eine Anglerverein Elmshorn-Barmstedt und NABU Pinneberg, zwei der Naturfreunde Pinneberg. Zwanglos schlossen sich Nachbarn und „Zugereiste“ aus benachbarten Gemeinden einer der Gruppen an.

Doch bevor es so weit war, wurde erstmal organisiert. Der Wasserverband Mühlenau und die Wasserbehörde Kreis Pinneberg hatten dem Vorhaben zugestimmt, die Stadt Pinneberg mit dem Bauhof (KSP – Kommunaler Servicebetrieb Pinneberg) den Kiestransport ans Gewässerufer übernommen und mit dem Regionalpark Wedeler Au für die Veranstaltung geworben. Auch der Umgang mit dem Kies wurde skizziert, damit die Mühlenau später nichts Unerwünschtes produziert.

Von der Schüttung zur Lenkbuhne: Waagerechtes Ufer vom Kies befreien, Böschung kiesgeschützt lassen, Unterwassernase harken – soweit das Schema.

Die Realität sieht dann an jeder Stelle wieder anders aus als das Schema.

Also: das Schema in die reale Schüttung eingetragen.

Alle Gruppenleiter sind informiert, es kann losgehen.

Herbstliches Pinneberg, der 21. Oktober ist angebrochen. Auf zum ersten Bachaktionstag Mühlenau.

Blick über die Brücke Mühlenstraße Richtung Mündung in die Pinnau – Halbtide am Pegel Uetersen. Das Wasser wird weiter sinken, gut für unsere Arbeit.

Mühlenau-aufwärts – unser Treff ist aufgebaut, Platz im Freien für weitere Bänke und Tische vorhanden.

Während der Begehung aller Schüttungen mit den Gruppenleitern treffen wir die Uferpatrouille – zwei Stockentenpärchen sehen das Gelände noch einmal „vorher“ an.

Nochmaliger Blick über die Brücke Mühlenstraße – der Wasserstand sinkt, die Strömung nimmt zu.

60 Aktive sind eingetroffen – wo sind sie, der Weg ist leer?

Gerade waren alle noch zum Gruppenfoto versammelt (Foto: Barbara Engelschall, Regionalpark Wedeler Au).

Nach Begrüßung durch Bürgermeisterin Urte Steinberg haben die Gruppen ihre jeweiligen Arbeitsstellen aufgesucht.

Buntes Treiben – eine Naturfreunde Pinneberg-Gruppe.

Die NABU Pinneberg-Gruppe an der nächsten Kurve.

Lenkbuhne in Arbeit, die „Unterwassernase“ entsteht.

Wichtiger Teilschritt: die waagerechte Fläche neben dem Weg steinfrei hinterlassen.

Eindruck kurz oberhalb der Mühlenbrücke.

Fleissige Hände sammelten auch jede Menge Müll – schöner wär`s, der wäre erst gar nicht hier „gelandet“.

Zurück am Treff – inzwischen ist die Verpflegung eingetroffen.

Die oberen Schüttstellen sind fertig bearbeitet – ganze Arbeit durch die Wathosen-gekleideten Angler des ASV Elmshorn-Barmstedt.

Hier finden die Kieslaicher ab sofort neue Laichplätze, jede Menge Wirbellose haben neuen, dreidimensionalen Lebensraum.

Wir werden unsere Taten nächstes Jahr untersuchen, sind schon ganz gespannt.

An der obersten Lenkbuhne verdeutlicht: Baumlos liegt das Ufer schutzlos, übermäßige Erosion haben wir hier erstmal minimiert.

Dieselbe Situation, Blick bachauf.

Besucher begutachten eine Naturfreunde-Lenkbuhne.

Uferschutz und neuer Lebensraum – eine Naturfreunde-Lenkbuhne in der Rechtskurve.

Weiter bachab sind durch das ablaufende Wasser (Ebbe) die Unterwassernasen leicht frei gefallen.

Wir werden diese unterschiedlichen Situationen über den Winter beobachten – jede Stelle wird sich über die Zeit verändern.

An der Mühlenbrücke wird der bei Tideniedrigwasser entstehende Abriss erkennbar.

Der gepflasterte Bereich unterhalb der Mühlenbrücke wird nun scharf überströmt – kein Aufsteigen strömungsschwacher Arten ist in solchem Zeitraum möglich.

Es gibt also weiter unter verschiedenen Aspekten viel zu tun – sieh an, ein Grünspecht auf dem Grün!

Großflächig ist die Mühlenau auch weiterhin durch bewegten Sand charakterisiert – kein Lebensraum für standorttypische Organismen des Moränenbachs.

Uralter, harter Wasserbau – in falsche Richtung gelegte Buhne: beim Überströmen wird das Wasser direkt in die Böschung gelenkt. Ein Glück, dass hier Baumwurzeln das Ufer sichern, sonst wäre der Wanderweg längst weg.

Wir sind zufrieden – unsere Ziele für heute, Strömungsbelebung, neuer Lebensraum und Sammelfunktion für das wichtige Nahrungsmaterial Blätter sind erreicht.

Es folgt die Abnahme durch Wasserverband und Wasserbehörde. Wir werden die Kiesbänke hier und bachauf 2018 beproben. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen für neue Taten bereit. Das Leitprojekt der Metropolregion Hamburg „Biotope verbinden und erleben“ wird über die Achse der Fliessgewässer Düpenau-Mühlenau-Pinnau sicherlich hoch produktiv entwickelt werden können.

 

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Dass das Schnellläufer-Tief Xavier nicht als Bahn-Bashing genutzt werden sollte, hat inzwischen vielleicht auch Schleswig-Holsteins Verkehrsminister (FDP) gemerkt.

Unzählige Kräfte aus betroffenen Firmen und Katastrophenschutz sind Tag und Nacht am Werk, Verkehrswege frei zu machen, Wasser zu pumpen und Vieles mehr. All denen kann man nicht genug danken.

Ausnahmsweise berichte ich mal nicht viel über Bäume, sondern über das Drum und Dran vor und nach Xavier. Es gab auch Wasser, von oben, von aussen (in dieser Jahreszeit sprechen wir hier eher von „viel Wasser“ als von „Sturmflut“, es gab aber doch eine von + 1,50 m über Thw) – aber auch „gut von innen“. Nicht gut ablaufendes Binnenwasser angesichts mehrfach überhöht stehen bleibender Ebbe-Wasserstände liess das Hinterland zunächst feuchter werden. Dann kam zu allem Ungemach auch noch Unglück in Form ausgefallener Pumpen hinzu. – Das Letzte zuerst: Feuerwehr und THW sowie die sich wieder normalisierenden Ebbe-Wasserstände lassen inzwischen aufatmen.

Die Lühe-Schulau-Fähre vor Tagen bei normalem Ebbe-Wasserstand, Elbe-aufwärts fahrend.

Wind, Wind, Wind – „viel Wasser“ vor dem Hafenmeisterhaus am Schulauer Hafen. Frühes Geschehen vor der üblichen Sturmflut-Saison.

Na, denn – Toi Toi Toi – Toilettenbesuch nur mit Watstiefeln möglich.

Zwei Schlepper, 1-2 weitere ebenfalls, sind zu einem Kohlefrachter unterwegs, der zum Kraftwerk Wedel soll.

Die Lühe-Schulau-Fähre dreht wegen Wind und auflaufend Wasser rückwärts vom Anleger weg.

Und macht sich auf den Weg ans Südufer der Elbe, die Lühe-Mündung.

Wenn man mal überlegt, wie hoch westlich der Westmole bei Flut Freiwasser steht …

… muss einen die turbulente Kraft des aufgewühlten Wassers wundern, wie viel Feststoff diese Wassersäule über die Mole transportiert (hier nur ein paar symbolische Flecken).

Immerhin ist trotz Xavier-verursachter Massen-Baumsägereien möglich gewesen, das Fluttor vor der vorerst höchsten Flut plus 1,50 m über Thw zu schliessen.

Direkt nebenann, hoch hinterm Schulauer Deich – Hochwasser-Eindruck. Aaaaber …

… Das ist ein typisches Beispiel selbstverschuldeter Hochwassergeschehnisse: fehlende Vorsorge, fehlende Unterhaltung – hier: Keine Reinigung der Abflusssysteme erfolgte vor – jährlich wiederkehrender – kritischer Saison.

Solch tägliches „Normalgeschehen“ lässt Hydrologen, Feuerwehren und andere Allgemeinbildner schlicht verzweifeln. Das Bashing in den „(un?!)sozialen Medien“ ist programmiert – 4 Finger der Hand weisen auf die Basher zurück!

Blick über den Yachthafen – die Silhouette des kleinen Tideauwaldrests scheint keine neuen Verluste anzuzeigen.

Blick in die Baustelle des Sperrwerks Wedel – Binnenelbe und Wedeler Au werden hierüber entwässert. Mögen die vorübergehend eingebauten Rohre gut dimensioniert sein.

Eisenocker, Wasserein- / -austritt – neben der Erneuerung des Betons sind auch Dichtungsarbeiten erforderlich.

Mit halbem Ohr hören wir von nebenan einen Marschkenner mit einem Baustellenverantwortlichen sprechen. Es besteht Sorge, das Binnenwasser nicht loszuwerden.

Das Binnenwasser steht hoch – und es kommt, ausnahmsweise regnet es gerade nicht – massiver Zulauf aus dem Einzugsgebiet.

Binnendeichs der Binnenelbe – die Schafe sind vom Hauptdeich in die innere Marsch umgesiedelt. Silberreiher und Graugänse gesellen sich dazu.

Ich habe mich neulich nicht geirrt. Erste Gruppen Nonnengänse grasen neben Graugansschwärmen im Aussendeich.

Ein einsamer (?) Fleischrindbulle im Aussenbereich – dem gefällt es dort offenbar nicht so Recht. Gerade hat er den plus 1,50 m Thw-Hochwasserstand hinter sich. Da sah es – im Schwarz der Nacht – hier ganz anders aus.

Der Bulle wird uns weiter unten wieder begegnen.

Das Areal-Abgrenzungs-Getöse der Graugänse lässt die Nonnengänse den Platz wechseln.

Langer Damm – es geht heimwärts. Oha – was liegt da hinter Eichen?

Eine alte Freundin, landschaftsprägende alte Trauerweide, ist gestürzt.

Sie war in etlichen Blog-Beiträgen, sonnenbeschienen in verschiedenen Jahreszeiten zu sehen – vorbei.
Der Pegel muss auch gerichtet werden.

Über den Einstiegs-Mäander des Saatlanddamms geht`s weiter.

Erstaunlich, die sturmerprobte, von Ackernutzung auf nassem Gelände bedrängte Esche steht, im Gegensatz zu gerupften Kolleginnen recht unbeeindruckt.

Hinter Marsch und Geest braust das nächste stürmische Regenwetter heran. Nix wie weg hier!

Fortsetzung in der nächsten Sonnen-Phase.

Ausserhalb des Sperrwerks Binnenelbe / Wedeler Au, fast Tidehochwasser, Thw. – Da ist ja doch noch eine Fleischrindherde im Aussenbereich, wo wir den Bullen, s.o., sahen.

Wir sind westwärts hinter dem Deich geradelt, Richtung Fährmanssand. Und da ist er nun!

Der Bulle hatte offenbar vom aufgestockten Tide-Geschehen so die Nase voll, dass er den Graben zwischen Aussenbereich und Deichvorland durchquert hat. Auf der Deichkrone fühlt er sich offenbar am wohlsten.

Da sind auch seine Angehörigen – offenbar vertraut die Leitkuh darauf (so sagt die Wasserstandsvorhersage), dass kommende Tidehochwasserstände (weit) unterhalb des überlebten Sturmflutstands bleiben.

Möge die Vorhersage Recht behalten – heutige Kenntnis: sie hat!

Der Bulle aber orientiert sich – und schliesst sich Freizeitwanderern auf dem Deich an – Richtung heimatlichem Stall, nehmen wir an.

Inzwischen haben Wetter, Feuerwehr und THW dafür gesorgt, dass sich die Zustände normalisieren. Herzlichen Dank dafür!

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Der Vormittag ist vorüber, s. voriger Beitrag. Mal sehen, wie wir an den Feierabend kommen.

Auch in einer zertifizierten Bildungseinrichtung kommt die Zeit, Mittagspause zu machen.

Die Wathosen haben Pause.

… und warten am Rand des Wildparks im WasserCamp auf ihren Nachmittagseinsatz.

Was haben wir für einen Tag erwischt! Die Amerikanische Eiche am Restaurant gibt einen frühen, bunten Herbsteindruck.

Es grüßt die Wildpark-Wildsau im Eingangsbereich.

Der von Kinderhänden blank gerubbelte Otter glänzt in der Sonne.

Mittagspause auch für die Kormorane – Gefieder trocknen ist angesagt.

Die WasserCamp-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer entspannen sich je nach Altersgruppe – vertikal …

… und horizontal.

Nach gutem Essen und Trinken gehe ich zurück im lichten Schatten des Erlenauwalds zum Ort unserer Aktivitäten.

Gehörnt – sieh an, mein Namensvetter – bzw. die Installation seines abgeworfenen Geweihs.

Im vorigen Beitrag hatte ich von zwei großen, auf der Uferkante liegenden Kieshaufen berichtet (die dann erstaunlich fix per Hand zielgerichtet in der Osterau positioniert wurden). – Wie ich inzwischen erfahren habe, lag diese, anders abgesprochene Ausgangslage an Maschinenausfällen. Jetzt konnten mit Ersatzmaschine verbliebene Kiesmengen angeliefert werden.

Siehe da, neuer Kies …

Bachab der obersten, zur Lenkbuhne gestalteten Kies-Position ist die letzte, verbliebene Kiesmenge zu einem Strömungslenker geschüttet.

Unsere oberste Kies-Position – wie auch andernorts hat die Kies-Crew ganze Arbeit geleistet. Wirbellose in Massen sowie laichende Forellen und Neunaugen können wir demnächst hier erwarten.

Der oberste Kies, oben mittig sowie der neue (links) schützen Ufer und die Alt-Erlen hervorragend. Rechts im Bild Wassercamper, wieder bei der Arbeit.

Routiniert – Restarbeiten am Kies.

Was fasziniert diese Damhirsch-Kuh so?

Ah, eine Gruppe WasserCamper – hier werden Wasserproben genommen, untersucht und besprochen.

Beprobung der Gewässerlebewelt.

Besprechung der Ergebnisse, Vorbereiten der Präsentationen.

LandArt der besonderen Art – Treibselsammler in herbstlicher Nachmittagssonne.

Auch die Treibselsammler-Crew hat hervorragende Arbeit geleistet, verarbeitet letzte Hölzchen und Stöckchen.

Da kann ich mich zufrieden auf den Rückweg machen.

Ich verlasse den Osterau-Wanderweg – sein Umfeld sieht ganz anders aus, als das gestern noch der Fall war.

Das Auto steht bereit zur Rückfahrt.

Dann, liebe Beteiligte und weitere Interessierte, alles Gute – bis zum nächsten WasserCamp, 2018.

 

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Im vorigen Beitrag sind die Absprachen zur Kiesanlieferung und -Positionierung beschrieben. Nun also hat das Wassercamp der Unterelbeschulen zum 10. Mal im Wildpark Eekholt begonnen mit Gewässeruntersuchungen am ersten Veranstaltungstag. Erstmals soll am 2. Tag mit Kies und Holz restauriert, der Lebensraum der Osterau für Wirbellose und Fische verbessert werden.

Horizonte – fast am Wildpark angekommen. Keine „unberührte Natur“ Eekholt (Eichenholz) neben Intensivkultur Mais.

Noch morgendliche Ruhe, die Ausrüstung liegt bereit.

Die Beprobungsgerätschaften des Vortags.

Vorweg wird informiert, was wir eigentlich vorhaben.

Gut gewappnet für die Holzarbeiten.

Was ist jetzt angesagt – „Latschen“?!

Es geht los, der Holztransport gehört dazu. Der Kies wartet an der Osterau auf uns.

Oha, der Fotograf zittert – ganz sooo war die Kiespositionierung nicht abgesprochen. Mals sehen, ob noch von irgendwo Maschinen zu aktivieren sind.

„Hölzchen und Stöckchen“, Treibselsammler aus Holz sind Teil unseres Vorhabens.

Wir testen mal den Gewässergrund und die Stöckchen.

Bis kurz über Mittelwasserführung wird der Haselstecken mit Vorschlaghammer in die Gewässersohle gerammt. Kleine Ursache, große Wirkung – Induzieren von Strömungsturbulenz.

Stück für Stück wächst der Treibselsammler.

Alle Hölzchen und Stöckchen sind hier eingebracht – Strömungsbild, „das Brechen des Spiegels“, bewegter Bach.

Jetzt wird die Endhöhe – knapp über Mittelwasser, zum Ufer leicht erhöht, eingestellt.

Noch einmal in der Totale: Kein Aufstau. „Das Brechen des Spiegels“ macht das Fliessgewässer turbulent.

So sieht – an anderer Stelle – ein fertiger Treibselsammler aus.

Wir werden die Entwicklung unserer Einbauten über die Zeit gespannt beobachten. Ob sie sich so zeigen werden, wie bei gewässerwart dargestellt, oder halten sie Überraschungen bereit?

Mal gucken, was die Kiese und ihre Bearbeiter machen.

Die oberste Position – die eifrige Kies-Crew hat sehr gut gearbeitet, Ufer profiliert und Kies-Nase, Lenkbuhne, geharkt.

Weiter Osterau-abwärts – Überraschung, keine Maschine nötig, beide Riesenkieshaufen sind weggearbeitet, meine Hochachtung!

Unglaublich, wie schnell – an 4 Positionen – mehr als 2 Lkw Kies in Form gebracht wurden.

Pause – Mittagspause – manche wollen gar nicht wieder an Land kommen.

Wo gut gearbeitet wird, soll auch ordentlich Pause gemacht werden. Essen und Trinken warten. – Mehr zu diesem Tag im nächsten Beitrag.

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Die „Unterelbeschulen“ sind seit Langem für bessere Gewässerlebensräume im Elbe-Einzugsgebiet Schleswig-Holsteins aktiv. So halten sie z.B. jährlich ein Wassercamp in der Bildungseinrichtung Wildpark Eekholt ab. Dieses Jahr, 2017, wird das 10. Jubiläum begangen. Neben Gewässeruntersuchungen wird erstmals mit Kies und Holz restauriert. Der Wildpark, der Gewässerpflegeverband Osterau und die zuständige Wasserbehörde haben zugestimmt.

Bevor das Restaurieren des Gewässerlebensraums mit über 75 Schülerinnen und Schülern kommenden Freitag startet, wurden heute Absprachen zum maschinellen Vor-Bekiesen getroffen – dazu im Folgenden ein paar Fotos.

Wildpark Eekholt – den Eisvogel sieht man hier nicht nur auf Schildern.

Geeignetes Gerät für weichen Boden bringt geeigneten Kies zu den Einbringorten ans Ufer.

Wo möglich, wird direkt vom Wagen / Anhänger geschüttet.

Unter anderem ist unser Ziel, (noch) vorhandene alte Uferbäume zu schützen. Weitere sollen Ansiedlungsmöglichkeit neu finden, ggf. werden auch einige gepflanzt.

Der artenreiche Insektenbestand der Osterau wird in seiner Populationsstärke durch unsere Lebensraumverbesserungen aus Kies und Holz wesentlich vergrößert. Fische, aber auch Vögel und Fledermäuse werden hiervon profitieren.

Eine Startschüttung als Beispiel – solche Kiese werden wir kommenden Freitag profilieren, um die Osterau weiter zu beleben.

Innerhalb der Gehege werden später Restaurierungen durch den Wildpark selbst vorgenommen.

Genug für heute – das hölzerne Adlerauge bleibt wachsam.

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Vor meinen längeren Eder- und Ederseewanderungen standen Einladungen. Ein Bauernhof und ein Treffen mit guter Aussicht auf den Edersee waren recht lebendig.

Aufmerksamer Hahn mit Hühnern auf dem Mist – gleich kommt ein Konkurrent.

Den Konkurrenten lasse ich weg – statt dessen hier Gänse und Laufenten.

Aus dem Sauerland – die Wildsau im Garten.

Tierische Werbung für den Nationalpark Kellerwald in Bad Wildungen.

Bad Wildungen – das ist ja ein dicker Hund!

Kellerwaldzentrum – Wildsau und Waschbär (und noch viel mehr), gefilzt.

Nun aber zur schönen Aussicht – findet manch einer gar nicht (angesichts des folgenden Motivs), ich schon.

Im Diesigen nur schwach erkennbar – jede Menge Kormorane in Jagdformation und -aktivität.

Nach offensichtlich erfolgreichem Fang sammelt sich der gut 200 Tiere starke Schwarm zum Trocknen direkt an der Uferkante, über dem inzwischen wieder überstauten Edertalsperren-Modell.

Später wird die Sicht klarer – schon beeindruckend, solch Profi-Fischer.

Einen Rothirsch und einen Fischadler hebe ich mir für den nächsten Edersee-Beitrag auf.

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Dieses Jahr ist mit der Steuerung der Edertalsperre etwas schief gelaufen. Schon bevor die Tourismus-Saison so richtig begann, war der See extrem leer. Irgendwie hat irgendwer offenbar das Verdunsten von Schnee im oberen Einzugsgebiet unterschätzt und gemeint, riesigen Speicherraum für eine Schneeschmelze vorhalten zu müssen … – Vielleicht lag auch gar nicht so viel Schnee?

Dafür ist nun im September der See nach regnerischem Sommer so schnell angestiegen, dass die Hopfenberge nahe der Sperrmauer nicht mehr von Land aus erreicht werden können. Etliche Meter ist das Verbindungsstück, die „Durchfahrt der Schleppbahn bei der Stollenmühle“ schon wieder unter Wasser. (Zu dieser Örtlichkeit mehr in einem späteren Beitrag.)

Das Gebiet des Edersees ist aber immer einen Besuch wert. Von den vielen Wanderwegen im Umfeld wähle ich vom Urwaldsteig den Knorreichenstieg von Asel aus.

Der Urwaldsteig – Zeichen am altem Ahorn. Die Vielzahl an Baumarten und die weite Spanne ihres Alters machen das Besondere dieses langen Wanderweges aus.

Hier geht`s seitwärts in die Büsche. Es sind nicht alles (Knorr)Eichen, die am Wegrand stehen.

Heute interessiert mich – für die Planung des Folgetages – aber vor allem der Wasserstand des Edersees. „Atlantis“ – die Eder fliesst noch munter unter der trocken gefallenen Aseler Brücke.

Wohl denen, die bei plötzlich einsetzendem Schlagregen dort unten einen Unterstand gefunden haben.

Wohl mir, dessen Regenhut und -jacke in der nachfolgenden Sonnenpartie schnell trocknen.

Tags drauf – St. Kilian, der Tylenturm und Korbachs Rathaus stehen vor grauem Horizont.

In der zunächst angesteuerten Werbebucht fliegen die Schwalben tief, der Regen fliegt im 45-Grad-Winkel. – Weg hier!

Beim Rotkreuzlager gehe ich durch Buchenwald Richtung Eder. Der Regen hat mäandernde Rinnen ins Laub gewaschen.

Aaaah, DAS ist doch mal was! Mein Blick geht Eder-abwärts Richtung Asel Süd.

Die Aseler Brücke von flussauf gesehen – gestern stand ich noch oben am Waldhang gegenüber, Horizont.

Wenn man die riesigen, von der Eder freigespülten Geröllflächen sieht, wundert es nicht, dass die Eder einst DER Lachs-Laichfluss der Weser war.

Auch weiter aufwärts im frei fliessenden Fluss sind solche Geröllflächen überall zu bemerken. Mitglieder des englischen Königshauses, die Familie Mountbatten („Battenberg“) angelte im 19. Jahrhundert dort noch mit der Fliege auf Lachs.

Ich klettere den Hang hinunter. Der Blick zurück zeigt den Uferrand bei Vollstau – dort dann im Wasser flottierende Weidenwurzeln, die hervorragende Verstecke für Kleintiere und Fische bieten.

Eine schicke Landschaft und ein inzwischen – nach Abwasserreinigung – schicker Fluss. Auch die Eder sollte allerdings endlich vom Übermaß agrarischen Düngers befreit werden.

Noch sind die Wälder grün, aber schon die Farben der Pflanzensukzession im trocken gefallenen Seebett begeistern.

Und da kommt er, ein 65 cm langer Ederhecht – immerhin.

Wie die IG Edersee fachkundig darstellt, ist der Hecht heutzutage einer der wichtigsten Fische in der Edertalsperre.

Schon höre ich die Stimmen „Aber der Hecht ist doch so grätenreich!“. – Richtig zubereitet – längs filetiert, bitte nicht quer zerstückeln, das „vermehrt“ die Gräten – ist der Hecht auf dem Teller (im Link weit genug runterrollen) nur von wenigen anderen Arten zu schlagen.

Man stelle sich vor, die obere Eder würde dem Lachs wieder zugänglich gemacht …

Zum Abschied erfreut mich noch eine Lenkbuhne am Steilhang einer Eder-Aussenkurve.

Auch hier hat sich also herumgesprochen, wie ökologisch optimierter Erosionsschutz mit Lenkbuhnen funktioniert.

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Sympathisch, bunt, goldrichtig“ – das Motto für den Hessentag 2018. Nein, das zog mich nicht in meine Geburtsstadt, sondern die Einladung zu einem Vortrag bei den Lions Korbach – Waldecker Land über instream-Restaurieren. Der Forellenbach ist möglich – überall, wo Grundwasser unsere Fliessgewässer speist.

Mit der Kurhessenbahn bin ich gut von Kassel-Wilhelmshöhe nach Korbach gelangt. Die Anfahrt Hamburg-KS-Wilhelmshöhe mit dem ICE ist heutzutage ja ein Klacks.

Erste Herbstzeichen – frühes Rot beim Ahorn.

Erste Herbstzeichen – leuchtendes Gelb an Esche (habe nicht näher hingesehen – glaube, es ist wohl eher eine Robinie).

Blick aus der alten Neustadt – St. Kilian steht noch, der Umgang wird restauriert.

Blick auf St. Nikolai – mein kurzer Schulrückweg vom alten Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“.

Aber wie bin ich da hingekommen?! Irgendwie scheint mir in Korbach gegenwärtig der Fußgänger den Baustellen gegenüber völlig nachrangig zu sein.

Baustelle DB, der Korbacher Hauptbahnhof.

Bahnsteig Hauptbahnhof – völlig frei. Kein Unterstand, kein Windschutz – und das in dieser Jahreszeit mit „gut Wind“ und im 45-Grad-Winkel treibendem Regen (habe gerade mal Glück gehabt).

Angst vorm schwarzen Mann? Alles gesperrt. – Pardon, das ist ja ein offizielles Verkehrszeichen. Über unwegsames rau-geschottertes, auf Umweg-Länge maximiertes Terrain darf der Rollkoffer malträtiert werden. Meine Güte!

Jenseits der Gleise – Bahnhofsumfeld als einzigartige Baustelle. Wenn`s mal fertig ist, wird`s bestimmt schön – hoffen wir mal.

Das alte, bunte Kleinpflaster hat offenbar ausgedient.

Es weicht „großzügiger“ Plattierung – grau – grauer …

Irgendwie will mir das Ganze nicht zum Motto des Hessentags 2018 passen – „Sympathisch, bunt, goldrichtig“. – Vielleicht verstehe ich das alles aber auch bloß nicht.

Was ich noch weniger verstehe: Angesichts der Restaurierung des Kuhbachs bachauf ist eine Öffnung der verrohrten Strecke beim Umbau der Fußgängerzone Bahnhofstraße unterblieben – eine vergebene Chance, die andernorts nach Möglichkeit genutzt wird. Schade, eigentlich!

Das Westende der Baustelle ist erreicht – beeindruckend.

Später. – Der Vortrag wurde allgemein gelobt – herzlichen Dank für das Interesse.

Mein Korbacher Schwerpunkt wird 2018 das Schulzentrum sein – nicht mehr ganz neuer Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“, das 50jährige Abitur-Jubiläum wird rufen.

Mal sehen, ob die Zeitplanung so liegt, dass ich auch den Hessentag 2018 noch „mitnehmen kann“. Auf jeden Fall soll die Edertalsperre nebenbei eins der Besuchsziele sein, wie auch dieses Jahr – mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

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Die Elbe ist keine Wetterscheide sagen Meteorologen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen.

Dass Örtliche ein anderes Empfinden entwickeln, muss die Beitragsüberschrift vielleicht nicht unbedingt bestätigen, steht aber den Meteorologenaussagen auch nicht zwanghaft entgegen.

Gestern war wieder so ein Tag, zu erleben zwischen Geest und Marsch.

Tief hängende Tief-Wolken über der Geest – Radeln oder nicht Radeln, das ist hier die Frage!

Am Elbe-Hauptdeich bei Fährmannssand sieht die Sache ganz anders aus.

Aber nur, wenn man nicht nach Norden guckt.

Oha! – Freuen wir uns, im Sonnigen zu radeln.

Südwestlich des Deichs, Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt liegt bis zur seeschifftiefen Fahrrinne frei.

Stadtkulisse Wedel zwischen Wetterfronten.

Silbern glitzert die Sonne auf der Elbe, kurz vorm Elbstrand querab des Schulauer Hafens.

Sieh an, Herbstwinde haben die Elbe offenbar bei der vorigen Flut über die Normalmarke gebracht. Allerlei Treibsel liegt als Strandgut an der Westseite des Schulauer Hafens.

Schaumsaum zwischen Ruhe und Wellenaufruhr – der Wind steht gegen ablaufendes Wasser.

Traumstrand Elbinsel, Schaumkronen auf der Elbe.

Ähnliches wie vor.

Küste vs. Geest – Sonne und Tiefschwarz.

Hilft ja nix – wir müssen wieder nach Hause.

 

Glück gehabt – wir sind zwischen zwei Schauern in der Sonne geradelt. Das „zwischen“ wird uns heute hoffentlich auch gelingen. Das mit der Sonne eher nicht – heute keine Wetterscheide Elbe, gestern zumindest scheinbar, vielleicht auch anscheinend.

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