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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Wie seit Jahren gut eingeübt, reise ich zum zweiten Mal auch in diesem Jahr als Gastvortragender zu einem Bildungsurlaub Elbe der Volkshochschule Hamburg. Da das Wetter gut ist, nehme ich genug Zeit mit, den Fortgang an der Baustelle Kreetsand an der Norderelbe anzusehen. Hier hat eine Planergruppe mit breitem fachlichem Hintergrund gewirkt – möge es immer und überall so sein.

Zu Kreetsand ein persönlicher Jokie, den vielleicht nicht jeder witzig findet. Als in den 1980ern die Notwendigkeit bestand, die Qualität des zu baggernden Hafenschlicks zu beschreiben – Labors übten sich in neuer Analytik, Ringversuche folgten, Verwaltung und Politik entwickelten Rahmenbedingungen für Müll bis Sondermüll – habe ich, später andere, alle solche Flächen beprobt und untersuchen lassen. Bald stellte sich heraus, dass die übermäßige Belastung von Hafenschlick mit Schwermetallen (mit wachsender Untersuchungserfahrung der Labore kamen Organische Schadstoffe hinzu) eine weitere landwirtschaftliche Nutzung solcher, aus nassen Marschwiesen durch Aufhöhung als Ackerflächen gewonnenen, großflächigen Areale nicht mehr zuliess. Sofort wurde Nahrungsmittelerzeugung für den Menschen eingestellt, spätere Erkenntnisse brachten auch die Futtermittelproduktion auf diesen Flächen an ihr Ende. – Damals, lang ist`s her, schlug ich vor, angesichts der Einzwängung des Tidegewässers Elbe solche Flächen dem Fluss zurückzugeben. Angesichts unserer mit der TU Hamburg-Harburg und Wirtschaftsunternehmen entwickelten Methoden zur Sand-und-Schlick-Trennung könnten die Schadstoffbodenanteile Richtung Deponie gehen, während die sauberen unterliegenden Aufhöhungssande baulich genutzt werden könnten. – Von Zweifel bis Hohn gingen die Reaktionen aus unterschiedlichsten Blickpunkten und Beweggründen – war wohl noch zeitlich zu dicht an der kaum bewerkstelligten Realisierung der sturmflutsicheren Hauptdeiche, die kurzstreckig dicht an die Elbe gelegt worden waren.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass meine Ideen, die verlacht wurden, immer die Allerbesten waren. Genug davon sind inzwischen umgesetzt worden – so gerade diese Baustelle: aus dem ehemaligen Hafenschlick-Acker wird wieder für die Tide offener Raum für die Elbe mit Flora und Fauna. Bei allen damit verbundenen Kosten muss allerdings auch erwähnt werden, dass dies angesichts der für die Elbe verlorenen Flächen erst einem Tropfen entspricht. Angesichts des verschärften Tidegeschehens durch gut hundert Jahre Wasserstraßenausbau und der bereits absehbaren Klimaänderungsfolgen muss und wird weit mehr geschehen (müssen).

Quer über die Marsch der Elbinsel Wilhelmsburg fahre ich, vorbei an bunten Salat- und Gemüsefeldern Kreetsand entgegen.

Wie üblich – sehr wichtig bei solch gutem Exkursionswetter – parke ich im Baumschatten am alten Einlagedeich, gleich querab der Deichbude.

Der Blick über den Deich zeigt, dass ich gerade Tideniedrigwasser erwischt habe, Tiefpunkt der Ebbe.

Blick nach Norden, Richtung Baustelle in breit – Deich, neuer Flutraum, Tide-Auwaldreste, Norderelbe.

Da, zur Baustelle wandere ich hin.

Gerade ist wenig der Massen Großgerät zu sehen, aber es herrscht emsiges Treiben.

Manch einer meint angesichts der riesigen Sandberge, dort auf der Baustelle bewege sich nichts. Dieser statische Eindruck des Kurzbesuchers trügt. Ich bin überrascht, wie viel seit meinem vorigen Besuch Anfang Juni schon wieder geschehen ist.

Zur Zeit ist auf Google Earth übrigens noch der beginnende Bauzustand zu sehen – das bereits abgetragene, ehemals landwirtschaftlich genutzte Altspülfeld mit „Mutterboden“ aus Hafenschlick und das intensive Wirken in den verbliebenen Sandflächen in unterschiedlichem Abbauzustand.

Die Verbindung zur Elbe hin war schon vor geraumer Zeit geöffnet worden.

Nun ist bereits ein Großteil der Fläche, im Juni noch durch einen Damm getrennt, dem Tidegeschehen freigegeben worden.

Beeindruckt gehe ich zurück. Am Deich sortieren sich die Schafe.

Fast alle haben die Deichkrone angesichts des intensiven Sonnenscheins als Platz ausgesucht. Bevor sie am besonnten Hang gebacken werden, geniessen sie lieber das heute eher schwache Lüftchen, das ganz oben über sie zieht.

Nochmals über den Deich geguckt: die Flut hat eingesetzt. – Oha! Man sieht das menschenverursacht verschärfte Strömungsgeschehen. Das Wasser schiesst nur so in den neuen Flutraum hinein.

Erstaunlich, wie schnell das Wasser minütlich steigt – hier am vorn gezeigten Deichsiel.

Junge, Junge … steigt das Wasser …

Die Deichbude muss natürlich auch innen besucht werden. Verschiebbare Transparente verdeutlichen die Landschaft.

Und hier im Original – sommerlich verkrauteter Marschgraben am Einlagedeich („Wettern“, wie die örtliche Bezeichnung auf dem Transparent eben zeigt).

Schön im Schatten am (in heutiger Sicht erstaunlich niedrigen) alten Einlagedeich wartet mein Auto. Daneben sind die traditionellen Anbauflächen zu erkennen.

Auf geht`s Richtung Wanderfischvortrag – vorbei an einem zur Vogel-, Fledermaus- und Insektenherberge umgewandelten Trafohäuschen.

Der Blutweiderich leuchtet in der Sonne.

Alte Bäume, in der Marsch allzu selten, stehen auf der anderen Seite.

Am Vortragsort bleibt mir noch ein wenig Zeit.

Wolken-Meditation, hinter mir Gesang.

Wolken-Tiere fliegen vorbei. – Zeit, was für ein Luxus!

Nach (Ansehen der früheren) Arbeit kommt nun das Vergnügen. Hoffentlich sehen das die ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses auch so.

Wie üblich zum Thema Wanderfische der Elbe konzentriere ich mich auf die Meerforelle als Indikator des Gewässerzustands im gesamten Einzugsgebiet. Die baulichen Veränderungen der Elbe im Nahbereich Hamburgs, vorige Elbvertiefung und Aufhöhung wichtiger Teilflächen des früheren Flachwassergebiets Mühlenberger Loch sowie daraus (und anderem) resultierende wesentlich erhöhte Baggermengen und der Umgang damit werden vorgestellt. Sie sind die Ursache, dass die Ökologie dieses Stroms seit der Jahrtausendwende nach überraschend hoher Gesundungsanzeige (in den 1990ern) durch konsequente Abwasserreinigung und  Folgen der Wiedervereinigung einen erneuten Einbruch anzeigt. Wenige Handlungen Ende der 1990er reichten aus, ein Gutteil der mit Milliardenaufwand bei Abwasserreinigung erreichten Verbesserungen schlagartig zunichte zu machen.

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Ein kurzfristiger Hinweis liess mich abendlich das Rad besteigen.

Durch städtische Strukturen ging es Richtung ländlichem Raum zwischen Geest und Marsch.

Die Geestkante runter – zu schnell auf rumpeligem Untergrund, Foto verwackelt.

Vorsicht in der Kurve, Eicheln haben schon so manchen zu schnell Radelnden zu Fall gebracht.

Fast „unten“ angekommen. Rechtzeitig, die Sonne steht noch über dem Horizont.

Hinter dem Deich fährt auf der Elbe ein Containerfrachter seewärts.

Ein Bisschen müssen wir noch warten.

Eine Wasserfläche – wir sind auch auf Wasserfledermäuse gespannt.

Dazugelernt – in solch größeren, dick isolierten Behausungen bestehen durchaus Winterquartiere der Fledermäuse.

Dämmerung über der Marsch – jetzt müssen sie jeden Moment kommen.

Horizont im Detail.

Na gut, mit der untergehenden Sonne auf den Geesthang geguckt, ist es noch ganz schön hell.

Es wird dunkler, die Spannung steigt. Wann werden die Bat-Detektektoren anschlagen?

Am Rand der Wasserfläche lauern eine Vielzahl weiterer Räuber auf potentielle Fledermausnahrung.

Es geht los. Als erste zeigen sich Abendsegler.

Was für eine Leinwand – was für ein optimaler Hintergrund zur Fledermausbeobachtung.

Schnell habe ich den Abendseglerflug im Gefühl. Zwar unscharf, aber immerhin – ich „treffe“ die Dinger.

Zu guter Letzt haben uns auch die Wasserfledermäuse beglückt – zwar nur 2, aber besser als nichts.

Insgesamt haben wir in dieser im wahrsten Sinn guten Stunde den Abendsegler, die Breitflügel-, die Rauhaut-, die Zwerg- und die Wasserfledermaus beobachten können. Hören konnten wir alle mit ihren unterschiedlichen Lauten sowie das schmatzende Knacken nach Beutefang über die Bat-Detektoren. Fünf Arten, mehr konnten wir nicht verlangen.

Der seit Kurzem abnehmende Mond zeigt mir den Rückweg.

Was für ein Erlebnis – ganz herzlichen Dank an den kundigen Fledermausologen!

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Mitleid mit meiner durch Stürze linsenverkratzten DigiCam (bzw. mit dem Besitzer) brachte den Junior dazu, mir seine durch Stürze „nur“ im Display gerissene neuere Kamera zu vermachen. Da muss ich losradeln und testen, ob ein Unterschied zu sehen ist.

Ja! Ganz neue Fernsicht – Blick über das Süßwasserwatt Fährmannssand.

Auch der Farbtest beeindruckt. Diverses Grün der Pflanzensukzession im Tidebereich der Elbe, Hetlinger Wattbereich.

Die Wasseroberfläche eines Marschgrabens ist bewegt. Rotfedern nehmen Oberflächennahrung auf, wohl schlüpfende Insekten.

Von klein bis größer, hier Letztere, sind etwa 3 Jahrgänge klar zu unterscheiden. Gibt es einen Grund, dass sie den Ostrand des Grabens bevorzugen, während sie anderswo flächig aktiv sind?

Auf Distanz – die Rotfedern kennen ihren Nachbarn am anderen Ufer.

Ein „Grashecht“, Junghecht von ca. 35 cm Länge, lauert auf Beute.

DigiCam-Test gelungen – ein herzlicher Dank geht an den edlen Spender! 🙂

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Als die Wanderdünen allzu lange Äcker und Dörfer überwandert hatten, legte man sie vielerorts durch Waldbepflanzung fest. Inzwischen ist der ersten Baumgeneration Kiefer meist etwas Richtung Mischwald gefolgt, ggf. dominiert von Birken, Pappeln und Eichen.

Es lohnt sich, die Kærgård Plantage an der Westküste Jütlands mit ihren Besonderheiten kennen zu lernen. Die im vorigen Beitrag vorgestellen Bachmündungen in die Nordsee liegen nahebei.

Wieso grün-violette Dünen? Nun, wir waren zur Heideblüte dort. – Das Grün ist erklärenswert: der scheinbare Eichenbuschwald entspricht den Baumwipfeln alter, langsam von den Wanderdünen übersandeter Eichen, (also gar nicht) erstaunlich, an solch „Pflänzchen“ Eicheln in 0,5 m Höhe zu sehen.

Auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt, z.B. dem Gråmulebjerg, vermeidet eine junge Kreuzotter die Begegnung mit uns. Am Besten für alle Beteiligten.

Oben angekommen, Blick nach Westen: Sandstrand und Nordsee.

Nahe des Parkplatzes ist etwas Neues entstanden – der (alte) Filsø, einst zweitgrößter dänischer See mit über 2.000 ha Fläche, ist mit immerhin gut 900 ha wieder hergestellt worden.

Aussichtsrundgang am Westufer des Filsø.

Einzelne Bäche aus Agrarintensivland zeigen die Vergangenheit – Erosionssand und Ockerprobleme.

Dem Seeneinstau folgt eine vielfältige Pflanzenabfolge Land – Wasser.

Eine Höckerschwan-Familie, Symbol für die Vogelwelt – ein Eldorado für Vogelfreunde das ganze Jahr wechselnd.

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Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, dass es der alte Petrus gut mit mir meint. Als „Lohn“ für meine Aktivitäten im „Bäche basteln„, Schwerpunkte im Norddeutschen Tiefland bislang Hamburg und Niedersachsen, gönnt er mir jedes Jahr eine Meerforelle. Das läuft seit vielen Jahren meist über den mir gut bekannten Heidebach Seeve so.

Seit vorigem Jahr sind inzwischen, wie ebenfalls hier im Blog nachlesbar, Lebensraumverbesserungen an Moränenbächen in Schleswig-Holstein von mir angestoßen worden. – Ich bin nun mit der Angel unterwegs gewesen.

Blauer Himmel, Wind, weisse Wolken – Distelfalter auf Sommerblumen. Was will ich mehr?!

Offene Strecken und wenige Auwald-ähnliche Bereiche laufe ich ab.

Zu guter Letzt …

Klein, aber fein – eine 54 cm lange Meerforelle konnte dem Köder nicht widerstehen.

Kleine Farbstudie – ein schillernder, frisch aufgestiegener Fisch.

Die nächsten Restaurierungs-Termine stehen. Ich werde berichten.

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Nun warte ich Radler also, inzwischen mit weiteren Interessierten am Tor zum Deichvorland, dass die erste der beiden geführten Gruppen vom offiziellen Treffpunkt Hetlinger Schanze auftaucht. Die zweite Gruppe wird einen Bogen am Strand entlang wählen und dort andere Spezialitäten geboten bekommen als wir Direktanwanderer. Mal sehen, vielleicht bin ich nächstes Jahr bei den „Strandies“ dabei.

Die Deichschafe nehmen unsere Anwesenheit inzwischen gelassen, käuen wider – vorn eine geschorene Mutter mit ihrem dick bewachsenen Wolllamm.

Ah, hinterm Deich wandert ein dunkler Fleck an. Als sie das Gattertor unter uns erreichen, zähle ich grob 100 Menschen (mit uns Wartenden).

Was für eine Teilnehmerzahl (da ist ja, wie beschrieben, noch eine Gruppe unterwegs)!

Wir sind im Vorland. Die Priele liegen angesichts des Tideniedrigwassers trocken, der fette, angeschnittene Marschboden ist gut sichtbar.

Weit voraus sehen wir weiss in der Morgensonne leuchtend das ehemalige Leuchtfeuer Julssand, links davon ein Containerfrachter der Linie Hamburg Süd, am stillgelegten KKW Stade vorbeifahrend.

Uns wird was geboten, nicht nur Natur. Vier bunt bewimpelte Masten schieben sich jenseits eines Auwaldrests Richtung Nordsee vorbei. Wie später zu erkennen ist, handelt es sich um das peruanische Segelschulschiff BAP Union, das in Hamburg zu Gast war.

„Nanu,“ fragt sich eine Kuhherde, „so viele auf einen Streich haben wir hier lange nicht gesehen“.

Ein kleiner Trupp Schafe wundert sich, dass unsere Vorhut schon kommt.

Blick auf die Elbe. Hier, an einer Schmalstelle, wurde eine Vielzahl unterschiedlich gebauter Buhnen angelegt – der Mensch muss lernen.

Mit der vorigen Elbvertiefung und den immer größer werdenden Schiffen ist neben dem veränderten Tideverhalten – insbesondere starkes Absinken des Tideniedrigwassers über die diversen Vertiefungen des Flusses (ja, man „verliert“ ein Gutteil der Vertiefung durch Wasser“verlust“ !) – die Schwell-Sunk-Thematik der schnell fahrenden Großschifffahrt verschärft. Lebensgefahr und erhöhte Erosion (und Ablagerung an unerwünschten Stellen!), Deichsicherheit sind Themen, die Wasserbauer zu neuen Untersuchungsaufträgen verhelfen.

Auf die Auswirkungen z.B. auf Wanderfische sei hier nur am Rand hingewiesen.

Mehrere, speziell ausgerüstete Messmasten scannen mehrfach über die Tide Veränderungen im Buhnenbereich. – Möge es nützen.

Wir wandern weiter, sonnenbeschienen. – Über uns … rasen die Wolken dahin, eine große schwarze Front dabei.

Und da kommt einer der inzwischen „Normal-Großen“, die 366 m-Klasse, „Cosco Netherlands“, Tiefgang bei ca. 12 m.

Vielleicht sollte man Schiffsgrößen und ihr Fahrtempo nach dem Fluss richten und nicht umgekehrt. Vielleicht sollte Deutschland endlich ein abgestimmtes Hafenprogramm HABEN, das solch Ozeanriesen an den Häfen „aussen“ an der Küste hält, statt 120 km Fluss fortwährend mit UNmengen Steuergeld hinzurichten.

Schön im Sonnenschein glitzernd sehen wir die Turbulenzen über die Buhnen schiessen, riesige, sich ständig verändernde Strudelbildungen in den Buhnenfeldern ihre Kräfte entfalten.

Cosco Netherlands, die neuen Containerfrachter sind 40 m länger, im Größenvergleich zum Spezialtanker links, zu einem Messboot und einem Segelschiff.

Wir haben das ehemalige Leuchtfeuer erreicht, die Stader Industriekulisse wirkt klein hinter dem Containerfrachter.

Tatsächlich, manche hatten schon gemunkelt, das Museumsschiff Cap San Diego hat seinen Liegeplatz im Hamburger Hafen verlassen, lässt seine Maschinen arbeiten. – Uns wird heute aber was geboten!

Den nun doch über uns ergehenden Schauer ertragen wir angesichts des Windes auch ohne Regenzeug gut, indem wir uns auf die Leeseite des kleinen Leuchtfeuergebäudes stellen. – Cosco Netherlands und Cap San Diego befinden sich, am Horizont verschwindend, schon wieder in bestem Wetter.

Es ist später geworden, als planmäßig vorgesehen. Ich muss zurück. Irgendwer hat Gänseschwärme am Horizont aufgescheucht, sie fliegen über der Binnenelbe.

Blick zurück – man wartet noch auf die zweite Gruppe, die Strandwanderer. Jemand soll einen Schlüssel haben. Vielleicht winkt den Zurückbleibenden ein Blick ins Gebäude.

Munter marschiere ich der Wetterfront hinterher.

Das Jahr schreitet fort, bald flusen Disteln.

Ich bin nicht allein. Meine „Vorgänger“ haben die letzte lange Gerade vor dem Deichtor erreicht. Das Rad ist nah.

Die Schafe haben, teils sich schubbernd, mit sich selbst zu tun. Wir interessieren sie nicht mehr.

Gleich erreiche ich mein Rad. Die Wege trennen sich.

Mit starkem Rückenwind bin ich sehr schnell in Hetlingen angekommen. Stundenlanges Radeln, Wandern, Radeln lassen Essen und Trinken schmecken.

Zufrieden passiere ich das im vorigen Beitrag beim Anradeln bereits erwähnte Weizenfeld.

Wie kann ich ahnen, WAS für ein Spektakel mich wenige hundert Meter voraus erwartet. – Dazu demnächst mehr.

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Das Elbmarschenhaus bietet einmal jährlich eine Führung zum ehemaligen Leuchtfeuer Julssand, direkt am Ufer der Elbe im „Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland“. Voriges Jahr habe ich die Führung verpasst, diesmal soll es gelingen. Ich radele zum Treffpunkt Hetlinger Schanze.

Vor Hetlingen hinterm alten Deich passiere ich fast erntereifen Weizen.

Gleich quere ich den alten Deich Hetlingen Richtung Treffpunkt Hetlinger Schanze.

„It`s a long way …“ – zwischen Klärwerk Hetlingen und altem Auwaldrest.

Am Horizont wird nicht nur die Stader Industrie auf der anderen Elbseite erkennbar, sondern auch die im Wetterradar berichtete Wetterfront.

Da ich gut in der Zeit bin, möchte ich noch zum Vogelbeobachtungsturm (Schanzenturm) an der Binnenelbe und einer ehemaligen Kleientnahme für den Bau des jetzigen Hauptdeichs.

Querab gutes Wetter – die Masten der Elbe-Stromtrassenquerung leuchten in der Sonne.

Die Verabredung mit den Veranstaltern steht – ich werde zum Schanzenturm radeln und komme ca. eine halbe Stunde nach offiziellem Starttermin den Fußgängern entgegen. Die treffe ich dann (hoffentlich) am Zaun zum Deichvorland.

Auch die Schafe auf der Deichkrone scheinen das Wetter im Blick zu halten.

Blick übern Deich – das stillgelegte Kernkraftwerk Stade, ein auf Reede liegender Spezialtanker (da liegen noch mehr, rechts und links ausserhalb des Fotos) und, weiss leuchtend in der Morgensonne, das Ziel – Leuchtfeuer Julssand.

Binnendeichs – der Zugang zum Schanzenturm, eine regelmäßig geknickte Weiden“wand“ gibt guten Wind- und Sichtschutz.

Die Kleinentnahme im Morgenlicht – ausnahmsweise habe ich das Fernglas dabei, sehe Grau-, später auch Silberreiher, Kormoran, Schwäne und in einer großen Graugansgruppe Kanada- und Nilgänse.

Ein Seeadler zieht aus dem Auwald quer über die Elbe ab.

In einer Bucht, vom starken Wind zusammengetrieben das Zeichen für reichlich Phosphor im Gewässer. Blaualgen haben eine Massenentwicklung, Algenblüte, aufgrund ihrer Fähigkeit bilden können, bei P-Überschuss „fehlenden“ Stickstoff aus der Luft zu binden. – Egal, mit welchem Nährstoff, Überdüngung ist für Stillgewässer nie etwas Witziges.

Ich klettere vom Turm – der Schatten der Wendeltreppe bildet so etwas wie ein Windrad ab.

Wie nun entscheiden, am Treffpunkt mit der Fußgängertruppe – die Wetterfront, zwei Schlagregen bin ich schon entgangen, ist nördlich vorbei gezogen.

Blick nach oben und direkt gegen die Windrichtung – ich werde mutig meine Regenjacke in der Satteltasche des Rades lassen, wenn wir das Deichvorland bewandern.

Aus Richtung Treffpunkt Hetlinger Schanze glitzert es in der Sonne. Oha, Individualanreisende mit Pkw füllen die Landschaft. – Mal sehen, wann die bis hier angewandert sind.

Der nächste Beitrag berichtet über das Wandern durch das Deichvorland zum ehemaligen Leuchtfeuer.

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Über Restaurierungsarbeiten an der ländlichen Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, ist hier im Blog am 20. Februar sowie am 27. April d.J. berichtet worden. Interessierte können sich über die Kalenderfunktion dieses Blogs leicht die Beiträge ansehen.

Bevor die Mühlenau in die Pinnau mündet, durchquert sie Pinneberg – gut sichtbar angesichts begleitender Uferwege für Spaziergänger und Radfahrer, durch etliche Brücken mit langem Blick bachab und bachauf einsehbar. Bis vor Kurzem waren die Ufer durch Steilheit und die Gewässersohle durch sandige Einöde gekennzeichnet – und das bei einem als Kiesbach ausgewiesenem Gewässer auf Moräne.

Das sollte sich ändern. In Abstimmung mit dem Wasserverband Mühlenau und der Wasserbehörde Kreis Pinneberg wurden „zum Üben“, quasi als „Denk-mal“ für die Passanten drei Lkw Kies von der Edmund Siemers-Stiftung bestellt und in tatkräftigem Einsatz durch den Bauhof der Stadt Pinneberg in die Böschung geschüttet. Alle Beteiligten wollen abwarten und beobachten, wie sich die Schüttungen entwickeln. Die folgenden Fotos geben erste Eindrücke.

Bewegter Sand kennzeichnet bislang die Sohle der Mühlenau.

Eingetragen wird der Sand unter anderem angesichts starken Besuchs der steilen Ufer durch Menschen und Hunde.

Solch eine Erosionsstelle ist nicht eben selten. Kiesschüttungen sollen zeigen, ob sie nicht nur die Gewässerlebewelt verbessern, sondern auch als „Ein- und Ausgangsangebot“ Land-Wasser-Land die Ufersituation künftig verbessern.

Geeignetes Gerät schüttete den Kies direkt von der Böschungsoberkante in die Mühlenau.

Ein herzliches Dankeschön allen, die von der Stadt Pinneberg und ihrem Bauhof beteiligt sind!

Wer jetzt vom Bahnhof Pinneberg Richtung Hallenbad geht oder radelt, kann beim Blick durch die Auenbäume etwas erahnen. Da hat sich doch was getan.

Etwas näher betrachtet – die unteren beiden, bei genauer Betrachtung drei Kiesschüttungen sind sichtbar.

Ein Hund als Beispiel einer besuchenden Tiergruppe.

Wie aus diesem Blog und aus meiner Homepage bekannt, profitieren standorttypische Pflanzen und Tiere der Fliessgewässer schnell von den Kiesgaben. Nicht zuletzt im Städtischen macht sich aber auch der Mensch so seine Gedanken.

Bachauf der eben dargestellten Schüttung liegt eine weitere, ebenfalls von der Brücke neben dem Hallenbad gut einsehbar.

Und da – inzwischen mit wechselnden Akteuren auf fast jeder Schüttung anzutreffen: der Mensch, meditierend, die Mühlenau beobachtend, Kiesel werfend. – All das gehört dazu.

Von der gezeigten Meditations-Schüttung sind die bachab abgelegten Kiese quasi „aus Sicht des Fischotters“ ebenfalls zu sehen.

Alle Beteiligten sind gespannt, wie die weitere Entwicklung verläuft.

Für Oktober ist ein Bach-Aktionstag vorgesehen, an dem Interessierte sich beteiligen können. An einer mit Schubkarren gut erreichbaren Strecke mit geringer Uferhöhe kann Kies per Hand in die Mühlenau gebracht werden. Dazu demnächst mehr hier im Blog.

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Vorbei an – hier nicht ganz richtig zusammengebauten – Kränen haben wir die Frauenkirche erreicht. Der Wind kann uns nicht schrecken – wir wollen auf den Turm.

Vor noch nicht allzu langer Zeit waren hier auf dem gesamten Platz freigelegte alte Kellergewölbe zu sehen, sehr eindrucksvoll. Leider ist nirgendwo mit einer dicken Glasplatte oder wie immer ein bleibender Eindruck erhalten.

Oben angekommen – Blick auf die Elbe nordwärts.

Detail – neben all dem Baulichen ist der scharfe, gegen den Elbe-Abfluss stehende Wind auf der Wasseroberfläche zu erkennen.

Man gerade so, dass die Dampferflotte bei diesem Niedrigwasser noch fahren kann. Schraubenwasser kurbelt die gesamte Flussbreite …

So, zusammengebaut, wie die Saarschleife sieht die Elbe natürlich nicht aus – aber fast.

Auf dem Erdboden zurück erwarten uns Droschken – mit Pferden und ohne, PS unter der Haube.

Es waren Starkregenfronten angesagt.

Wohl dem Radler, der „seine“ Brücke rechtzeitig findet. Auch Oldtimer kann man so in Ruhe betrachten.

Und was hat es geregnet. – Wie versprochen war`s mit ein Bisschen Geduld aber gut abzuwarten.

Demnächst folgt noch mehr Dresden.

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Morgendlicher Blick aus dem Hotelfenster gen Süden – verheissungsvoll!

Wir sind begeistert über die freie Auswahl bei den Rädern – ein prima Angebot!

Besser beweglich als bei bisherigen Dresden-Reisen „nur“ zu Fuß, entscheiden wir uns für eine Morgentour durch den „Großen Garten„. Wohl der Stadt, die solch Kleinod an Fläche, Kultur und Natur zu bieten hat (wenn ich da so an die Partnerstadt Hamburg denke – PR „Grüne Stadt“ macht sich immer gut, in der Realität dazu stehen, finden wir besser)! Da wir beeindruckt waren von der Vielzahl der Baumarten, vom Wuchs und der Alterszusammensetzung, quasi den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen haben, folgen hier keine bis wenige Baumfotos – pardon!

Irgendwie scheinen die in Dresden allerdings allerhand Töpfe Blattgold gefunden zu haben …

Neben dem Zoo, den Horden von Kita- und Schulkindern am frühen Morgen betraten, finden wir den Kaitzbach – kiesig.

Vor der Jahrtausendwende war der Kaitzbach Objekt eines übergreifenden Forschungsprojekts Kultur – Natur. Da sind auch allerhand Schriften entstanden. Leider müssen wir beim Blick in das kanalartige, unstrukturierte Bächlein feststellen, dass der Lebensraum nicht – jedenfalls nicht hier – davon profitiert hat.

Kaitzbachwasser in aufgestautem Teich – die Nährstoffe „Dank“ voller Sonne voll in fettes Algengrün umgesetzt, thermisch im Sommer „Heizspeicher“, im Winter „Kühlschrank“. Um solch Störung des Bach-Temperatur-Regimes zu ändern, legt man ihn als Umlauf um das Stillgewässer.

Wasserschildkröten nutzen die Wärme – vermutlich von Liebhabern exotischer Tiere ausgesetzt, als sie die „Erwartungsgröße“ fürs eigene Heim überschritten.

Blühende Sommerwiesen – schön, dass es sowas auch im Öffentlichen Grün geben darf.

Gleich neben dem Großen Garten liegt das Deutsche Hygiene-Museum.

Das Deutsche Hygiene-Museum“ – lassen Sie sich von dem Namen nicht abschrecken – es gibt was zu sehen! Was stellt sich wer darunter schon vor?! Leider hat der umfassende Begriff „public health“ in Deutschland (was wäre der geeignete deutsche Begriff?) nie Fuß fassen können. Gesundheit und Umwelt sind dementsprechend in Allgemeinwissen und Verhalten von Politik und Verwaltung oft genug Stiefkinder.

Wir waren drin – Blick nach draussen, sieht gut aus (wir warten „auf das Andere“ des Wetterberichts).

Es gibt viel Lehrreiches – zum Beispiel im Zusammenhang mit Druck und „Merkelsche Tastscheiben“.

Hier wird Realität im wahrsten Sinn be-griffen.

Kinder jeden Alters sind begeistert bei der Sache, erforschen die vielfältigen Angebote.

Und auch für Erwachsene gibt es Interessantes, zum Beispiel über das Zusammenfügen von Mann und Frau.

Auch die Phasen unterschiedlicher Altersstufen sind nachvollziehbar dargestellt.

Ah ja, draussen ist also doch das vorhergesagte Wetter angekommen.

Wir haben die Zeit im Trockenen genutzt. Nach Durchziehen der Front bleiben Zeichen des Starkregens.

Ja, da kam allerhand Wasser runter. Der Spiegel zeigt, wir radeln unbehelligt zum Mittagessen.

Mehr als die Straßenbahn beim Essen im Freien an uns vorbei fährt, haben wir nicht zu sagen.

 

Es folgen weitere Beiträge – mal sehen, vielleicht auch noch mehr zum Großen Garten bei Mittagssonne, Dank der Fahrräder waren wir nochmal ganz rundrum.

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