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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Auf Reise traute ich meinen Augen nicht, hielt den Pkw im Randstreifen an und fotografierte aus dem Seitenfenster.

Weisse Landschaft – wie man sieht, kein Schwarzweiss-Foto.

Im Detail.

Was ist da los?! Ich kenne dieses Feld, war bis vor Kurzem alles im grünen Bereich. Man hätte es im Vorbeifahren fast für eine Tannenbaumplantage halten können.

Die Auflösung: Es wird Herbst. Vergangene Nacht lag die Temperatur erstmals bei 8 Grad Celsius. Tau allüberall – dies ist … Spargel!

Abertausende Wassertropfen glitzern im Gegenlicht.

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Aus sukzessiven, anfangs belächelten Punkt-Aktivitäten bildet sich nach und nach das Puzzle-Gesamtbild. So war das in den 1980ern/90ern und darauf in den 2000ern in Niedersachsen. Gleiches entsteht seit 2016 im südlichen Schleswig-Holstein, z.B. an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet. Dieser Blog berichtet unter anderem darüber.

Mit dem Grundeigentümer der Mähwiese bachab der Hamburger Straße, Rellingen, wurde vereinbart, dass im Rahmen der Gewässerunterhaltung die Extrem-Erosion am linken Gewässerufer minimiert werden soll. Damit verringert sich der schädliche Feinsedimenteintrag für die Mühlenau wesentlich, die Ausführung des Ganzen wird wie üblich so gewählt, dass sich ausserdem, bei nicht behindertem Abfluss, Lebensraumverbesserung ergibt. Standorttypische Wirbellose finden wieder ein Zuhause, Kieslaicher wie Forellen und Neunaugen wieder Laich- und Entwicklungsplätze.

Die Strecke vorher – Blick bachauf, steilufrige Einöde. Eindruck zur Zeit des extremen 2018er Niedrigwassers.

Die Strecke, vorher, bachab fotografiert.

Der Kies ist angekommen – 2 Lkw, aufgeteilt auf 4 Punkte.

Mit Frontlader wird der Kies in freiem Schüttwinkel grob profiliert.

Frontladerarbeit im Detail.

Das Feinprofilieren, erosionsmindernde Anpassung ins Ufer bachauf und -ab sowie Ausbilden des Unterwasserlenkers erfolgt mit Harken per Hand.

Eine mannstiefe, steilufrige und kanalartige Extremstrecke wird entschärft.

Und so sehen Uferschutz und Unterwasserlenker fertig in Draufsicht aus.

Noch einer von den vieren.

Der oberste Lenker, etwas bachab der Hamburger Straße.

Das spärliche Inventar, hier der Aufrechte Merk, wird durch turbulenten Anstrom von dickem Algenbewuchs und Feinsedimenten befreit werden.

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung, werden evt. Nachbesserungen bei veränderter Abflusssituation vornehmen und Pflanzen, Wirbellose und Fische in ihrem künftig verbesserten Vorkommen und Verhalten beobachten.

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Hirschbrunft im Wildpark – Röhren zu hören, der Platzhirsch legt gerade eine Pause ein.

Wie bereits seit 10 Jahren findet auch in diesem Jahr das Wassercamp der Unterelbeschulen im Wildpark Eekholt an der Osterau statt. Voriges Jahr durften die Schülerinnen und Schüler erstmals mit Kies und Holz den Gewässerlebensraum verbessern – mit sehr gutem Erfolg.

Auch innerhalb der Gehege soll die Struktur der Osterau verbessert werden. Bei den vor-Ort-Absprachen wurden Eingeborene mit einbezogen: „Da im Prallhang am gegenüberliegenden Ufer macht eins der Kies-Depots Sinn.“ – Damhirschkuh: „Prima. Besser hätte ich es auch nicht vorschlagen können.“

Zur Vorbereitung des Wassercamps nächste Woche wurden 2 Vierachser Lkw Kies, aufgeteilt an zuvor vereinbarte Stellen am Ufer der Osterau, mit geeignetem Gerät geschüttet. Diese „Kies-Depots“ liegen als Angebot für den Bach und seine Lebewesen „zum Spielen“ bereit, werden während des Wassercamps noch ein wenig feinprofiliert als Uferschutz und Lebensraumangebot.

Der Kies, es kann losgehen.

Der Alt-Erlenbestand hinter einer scharfen Kurve soll geschützt werden. Nach 2 Kies-Lenkbuhnen 2017 wird eine dritte nun ergänzt.

Schüttung mit Frontlader-Trecker. Wichtig ist, die Strömungsturbulenz so zu lenken, dass das große Lebensraumangebot an und unter den Erlenwurzeln erhalten bleibt.

Das Depot ist fertig, wartet auf das Wassercamp.

Auch in der Kurve bachab des „Neunaugen-Laichkieses“ wird eine dritte Lenkbuhne vorbereitet.

Blick vom Flussneunaugen-Laichkies auf das neue Depot.

Querab vom Medizinalgarten herrscht an einer Haarnadelkurve Extremerosion, nimmt Fläche, gefährdet den Weg. Eine kleine Schüttung 2017 bietet weitere Ansätze.

Haarnadelkurve, Blick bachab.

Kies 2017 querab Medizinalgarten – wird ergänzt.

Depot wartet auf`s Wassercamp 2018.

Aufgrund der Flächenverluste kann hier nur der kleine Trecker mit Frontlader eingesetzt werden, neues Depot im Ausklang der Kurve entsteht.

Kurve am Ende des Osterauwanderwegs, Blick aufwärts.

Blick bachab – hier soll ein Kieslenker die Osterau schadlos Richtung Brückendurchlauf „trimmen“.

Start des Kiesdepots gut am Uferrand, damit keine Umläufigkeit bei Hochwasser entsteht.

Von der Brücke aus ist noch nichts zu sehen.

Die Kiesschüttung setzt sich, leicht gegen die Strömung gestellt, Richtung Bachmitte fort.

Ja, das wird was.

Während des Wassercamps werden Teile der Kiesdepots zu Unterwasser“nasen“ geharkt, so dass sie bei Mittelwasser turbulent überströmt werden. Das bietet, wie ganz oben im Link zu den Organismen gezeigt („mit sehr gutem Erfolg“), sowohl punktuellen Uferschutz als auch Strukturverbesserung für die Osterau. – Wir sind gespannt.

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Sitten am Sonnen-Sonntag, also auf Richtung Elbe, zum Sandstrand vor dem Mittagessen. Da ist immer etwas zu erleben.

Ebbe – erstmal ran ans Wasser!

Wellenformationen verlaufen sich auf dem Watt, gerade ist ein Binnenschiff vorbeigefahren.

Interessant für Klein und Groß.

Zwischendrin ein Bisschen Sonnenbaden oben auf dem Sand, Backen im feuchten Übergangsbereich, wo der Kuchen auch gelingen kann.

Da, ein größerer Containerfrachter läuft Richtung Hamburger Hafen.

Also wieder ran ans Wasser.

Klein vor Groß.

Zu Hause zeigt uns marinetraffic.com, dass das doch einer der kleineren Großen ist.

Die NYK Arcadia zieht an uns vorbei – 332 m lang mit immerhin 13,3 m Tiefgang.

Da kommt der Schwell / Schwall – Hinweisschilder warnen hinreichend vor Schwall und Sunk. – Viele Elbe-Besucher verhalten sich weniger hinreichend.

Schnell ins Trockene, bevor noch mehr nass wird …

So ein Strandbesuch ist immer spannend – da wird sogar der Hund in der Pfanne, pardon, auf dem Sand verrückt.

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Interessierte Frage von der Seite „Was fotografieren Sie denn da?“.

„Na, hören Sie mal.“ – „Oh! Wer ist da oben?“

„Sehen Sie die schwarzen Knubbels auf den Ästen, ziemlich dicht an dicht? – Stare.“

Dazu gab es allerhand zu erzählen, z.B. Erlebnisse, wie am 21. August 2016 hier im Blog beschrieben.

Und dann ein Kommen und Gehen kleiner Gruppen – plötzliche Stille …

Was ist los? Ein kompakter, ovaler Schwarm von wohl gut 500 Staren meint, er passe da auch noch auf die Pappel, rast heran.

So schnell, dass ich nur noch die letzten Abbremsenden fotografieren kann.

Im Detail. Unglaublich, diese Geschwindigkeit und Präzision!

Schon geht das Gezwischer, Geschnalze, Geschnatter wieder in voller Lautstärke los. – Das „Spektakel Vogelschwarm“ wird uns nun Jahreszeit-bedingt regelmäßig begleiten, seien es Stare, Möwen oder – Spezialität von Herbst bis April – die Nonnengänse (vgl. z.B. den Beitrag vom 18. Oktober 2016). Immer wieder faszinierend.

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Wer wie wir seewärts des Hamburger Hafens wohnt, im Süßwasser-Tidebereich der Elbe, kann sich bei Flutwasserständen schnell verschätzen – meine Güte, ist die Elbe groß!

Containerfrachter vor Wedel Richtung Hamburg – die Elbe erscheint groß und voll, Flutwasserstand.

Wer das Ganze bei Tideniedrigwasser betrachtet, kommt zu einem ganz anderen Schluss: oha, das gesamte Elbwasser ist in einem kanalartig gebaggerten Seeschifffahrtskanal gefasst – wo bleibt die Gewässerökologie?! Diese Situation ist nicht zuletzt durch das Ausbau- und Baggerei-bedingte Absinken des Tideniedrigwasserstands verursacht.

Containerfrachter von Hamburg seewärts, Süßwasserwatt Fährmanssand. Ebbe, Tideniedrigwasser – alles Wasser im Schifffahrtskanal, keins für Gewässerökologie.

Eine große Rolle spielt im Elbe-Geschehen nicht zuletzt die „von oben“ zufliessende Wassermenge (heute in Dresden man gerade 82, bei NeuDarchau 173 m³/s – wahrlich nicht viel).

Und es geht weiter.

Dieses Jahr wurde ein neuer Rekord aufgestellt, wie das Thema „Hungersteine“ belegt. Mögen sich alle Planer bewusst sein, an was sie herumplanen. – Irgendwie kommt dem langjährigen Beobachter der Eindruck, als sei früher „mehr in genium“ gewesen.

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Im Beitrag vom 12. Juni 2018 hatte ich über unsere Radeltour ins Storchendorf Rühstädt berichtet. Fast an jedem Tag unseres Urlaubs in Wittenberge, Elbe, sahen wir seinerzeit mindestens einen Storch in der Elbtalaue.

Inzwischen ist das Storchenjahr so gut wie rum. Erste besenderte Störche sind bereits auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete. Zwar  ist das Storchenjahr 2018 im Vergleich zum als nass empfundenen Jahr 2018 zumindest in Schleswig-Holstein positiver verlaufen, insgesamt melden aber z.B. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg tendenziell abnehmende Storchenzahlen. Punktuelle Anstrengungen, insbesondere durch Wiedervernässen von Landschaftsteilen haben den generellen Rückgang (noch) nicht aufhalten können. Die Ursachen liegen zumeist in der fehlsubventionierten Landwirtschaft – ohne klare umweltschonende Randbedingungen zu Boden, Wasser, Luft, Gesundheit von Pflanze, Tier und Mensch wird dieses System sicherlich gegen den Willen des Steuerzahlers seine Schäden fortsetzen – nicht nur bei den Störchen.

Im Raum Wittenberge – Rühstädt sahen wir gegen Ende unseres Urlaubs die Maximalzahl Störche in einer Fläche.

Grasmahd – zwei Störche prüfen den frischen Mähstreifen auf aufgescheuchte Insekten und Amphibien-Invaliden.

Der Trecker naht – wann ausser bei solch Ausnahmstrockenheit sah man Gras beim Mähen so stauben?! Die beiden Störche treten etwas zur Seite.

… warten anscheinend ungeduldig …

…, um gleich hinter dem Mähwerk ihre Suche fortzusetzen.

Der Trecker am anderen Ende der Fläche, unser Blick erfasst bei mehrfachem Zählen 19 Störche auf dieser Parzelle.

Erstaunlich, wie schnell die Vögel solch Futterangebot erkennen, sicher nicht zuletzt am Verhalten anderer, die in größerer Distanz mit ihrer Landung Interessantes vermuten lassen. Solche Zahl an einer Stelle wirft aber auch ein Bild darauf, wie schwierig sich die Nahrungssuche im Trockensommer 2018 gestaltete.

Zurück in Wedel. Etwas Regen färbt vorher gelbe Flächen leicht grün. Die Grasnarbe allerdings ist hier am Elbe-Hauptdeich verletzt – am Stärksten an „Schaf-Autobahnen“.

Wo die Erfahrung aus Hitze und Trockenheit zum Auf- und Höherhalten bei Flut zulaufenden Wassers führte, wächst dagegen die Vegetation munter.

Solch günstige Voraussetzungen sind mangels genügend (zu)fliessenden Wassers in diesem Sommer anderswo allerdings nicht gegeben.

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Kleine-Blondinen-bespassen war gestern, Geburtstagsnachfeier.

Heute feiern die Rad-Youngster, Rad-Jedermann und -Profis ihren Tag. – Ich radele gegenan …

Start in Wedel – die B 431 ist leer, erfolgreich gesperrt.

Höhe Regioklinik wehen Deutschlandfahnen in verschiedenen Etagen.

Hinter Holm, die Sperrstrecke erfolgreich hinter mich gebracht, biege ich in den Hochmoorweg ab.

Festberge, Blick über die Holmau in der Talniederung – kaum Gefälle im westlichen Abfluss aus dem Tävsmoor.

Festberge, Blick Richtung Tävsmoor.

Parallel zum Tävsmoor radele ich ostwärts, leicht bergan auf Moräne.

MäanderWeg voraus, bislang immer aufwärts geradelt. Die Wasserscheide zur Appener Au muss nah sein.

Ich biege rechts ab, Richtung Pendler-rush-hour-Strecke Lehmweg.

Vorbei an alten Eichen, mittelalten Kiefern und allerlei anderen Bäumen und Büschen geht`s abwärts.

Auf dem Lehmweg angekommen, Blick zurück: Straße und alle Zufahrten gesperrt wegen Radrennen.

Leerer Lehmweg, Schild voraus.

Die Ursache heutigen, genussreichen Radelns.

Der Kreisel, 3 Straßen – „gut“ ausgelastete Richtungen zu nicht gesperrten Zeiten (Elmshorn – Uetersen) Holm – Wedel (Hamburg, Rissen) – Appen (Pinneberg).

Dies scheint mir ein guter Platz, nach Info vom Freund und Helfer (konkret: Polizei und Feuerwehr) parke ich im Schatten.

Bald soll es spannend werden, gerade fuhr ein Polizeibus mit wehender roter Fahne vorbei.

Das Verkehrsschild hinter meinem Rad. Hoffentlich sind die Schnellradler informiert über hiesige Verhältnisse.

Es stehen vorsorglich Rettungswagen bereit.

Motorräder mit Blaulicht.

Die Spitze naht.

Sechs fahren dem Feld voraus, haben sich mit vier weiteren dicht dahinter gut vier Minuten Vorsprung verschafft.

Schon sind sie vorbei, mit Motorrad und Pkw sicher geleitet.

Das Hauptfeld kündigt sich an.

Wusch, wusch, wusch – das Hauptfeld saust vorbei.

Rückendeckung.

Für mich wird es Zeit für den Heimweg. Die Pinneberger Straße gen Wedel ist die Hypotenuse zu den von den Radlern zu nutzenden Katheten über Holm und die B 431 nach Wedel.

Richtung Wedel, auch hier diese unglaubliche Stille, kein Diesel- und anderer Verkehrsgestank.

Kurz vor Wedel, ein Auto am Horizont.

So ganz stimmt die Aussage des vorletzten Fotos für die Rückfahrt nicht. Einmal abgesehen von ein paar Zweitakter-Moped-Fahrern, die die Luft unerträglich vollstinken und herumlärmen, kommen mir an die 40 Pkw entgegen. – Die waren zum Großteil auf dieser, heute nur für Anlieger befahrbaren Strecke, offensichtlich Ignoranten der zahlreichen Verkehrshinweise: Etwa 30 von ihnen sehen ich kurze Zeit später von hinten wieder – geendet an meiner schicken Cyclassics-Aussicht Kreisel Holm – Wedel – Appen.

Meine Rad-Tour brachte eine Menge neuer Ansichten, eine neue Radelstrecke, die (ungeplante, eher zufällige) Begegnung mit den Cyclassics-Teilnehmern war interessant. In Wedel angekommen höre ich vom Roland her antreibendes Johlen. Offensichtlich hat mir die Hypotenuse ein gleichzeitiges Ankommen wie dem Hauptfeld gesichert – bei lockerer Wanderfahrt.

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Beim Besichtigen eines anderen Bachs mit der Frage, ob Restaurieren und dessen Begleitung durch eine Schule möglich wäre, regte der Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an, am Bilsbek, Ellerhoop, eine weitere Stelle auf Verbesserungsmöglichkeiten anzusehen. Dort wurden Ideen besprochen und schnell gelangten die 2 verabredeten Lkw Kies an Ort und Stelle.

Ich habe für Bilsbek das Maskulinum gewählt, weil auf meinen Karten Straßen mit dem Namen „Zum Bilsbek“ verzeichnet sind. In Gesprächen und im oben verlinkten Wikipedia-Eintrag wird Bilsbek mit „die“, also weiblich, angesprochen. Ortskundige erzählten, den Bach spreche man an, wie es einem gefällt – ein Sprachkundiger bestätigte das insofern, als er Südholstein als Übergangsgebiet nannte. – Wieder was gelernt …

Wir fanden den Bach – was Wunder angesichts wochenlanger Trockenheit und Hitze – mit äusserst geringer Wasserführung vor.

Um so besser konnten wir die Erosionsstellen im Ufer ober- und unterhalb der Überfahrt erkennen.

Durch das vorhandene Gefälle und wenig Uferschutz boten sich ergänzende Kieseinbringstellen an.

Die beiden verabredeten Lkw Kies, die nicht zuletzt neuen Lebensraum für Gewässerpflanzen und -tiere bieten werden, wurden flugs nach Lieferung eingebaut.

2 3-Achser Lkw Kies liegen bereit.

Wir beginnen mit den Erosionsstellen beidseits der Überfahrt, bachab und bachauf.

Wohl dem, der einen Trecker mit Frontlader und einen kundigen Bediener vor Ort hat.

Die Schüttungen sind auf der Böschungskante angesetzt. Der Kies liegt als Depot zur „Weiterverarbeitung“ durch den Bach bereit.

Wie üblich werden per Hand die Seiten in die Böschung eingepasst. Weitere Anpassungen können je nach zeitlicher Entwicklung – so nötig – mit Rechen erfolgen.

Schnell wird der Kieshaufen kleiner. Das Wetter ist windig, wechselhaft.

Arbeiten mit fachkundigem Unternehmen und gutem Fuhrpark macht Spaß!

Die auffangenden Kiesdepots im Übergang zur Strecke bachab werden geschüttet.

Vom trägen Fast-Stehen ist der Bach nun zu munterem Fliessen im Niedrigwasserbett angeregt.

Blick bachauf zur Überfahrt mit rauer Rampe – die Kiese stören den Abfluss nicht.

Nun steht noch der Abschluss an.

Ende der Arbeitsstrecke, vorher.

Wie üblich wird nicht in den Bach geschüttet: Der Frontlader setzt auf der Böschungskante an, der Kies soll einen frei sich einstellenden Neigungswinkel bilden.

Es geht auf den Rest. Das Wetter sieht prima aus – Vorfreude auf den Feierabend (-mittag).

Restmengen Kies werden in weitere gefährdete Böschungsbereiche eingebracht. So wird vermieden, dass übermäßig Feinmaterial schädlich in diesen eigentlichen Forellenbach (Kiesgrund auf / aus Moräne !) eingetragen wird.

Das Kiesdepot am Ende der Arbeitsstrecke wird zunächst wie an den anderen Stellen ins Ufer eingepasst. Zusätzlich wird hier eine Unterwassernase (Lenkbuhne) geharkt.

So kann die Strömung im Sinn der angrenzenden Landnutzung uferschonend gelenkt werden.

Fertig. Blick bachauf – das sieht gelungen aus.

Weiter Beobachtung wird auch diese Stelle begleiten. Aus jeder Aktivität ergeben sich neue Lerneffekte.

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Wasser, ob stehend oder fliessend, ist ja immer für etwas gut. So habe ich kürzlich beim Radeln für beide Zustände je ein Beispiel geschossen – die Ausstellung ist hier.

Stille Wasser sind – nicht – tief, oder: Wie viele Pfähle ergibt die Suche? Nein, nicht so viele – maximal 2, vielleicht 3.

Wegen der genauen Zahl muss ich demnächst mal „von quer“ gucken. Die übrigen „Pfähle“ sind Plastikstuhlbeine – der Abbau-Auftrag der Bootsliegeplätze am ehemaligen Bootshafen in der Wedeler Binnenelbe hat offenbar nicht für die Beseitigung allen Mülls ausgereicht.

Abrissturbulenzen mit Überflieger, Rauchschwalbe – Flutstrom in die Binnenelbe am Sperrwerk Wedeler Au.

Das vorherrschende Grau in den beiden Fotos zeigt, dass wir nach Wochen der Hitze inzwischen mal durchatmen dürfen. Keine Angst, die Sonne kommt ja wieder bzw. ist – halt „unsichtbar“ – stets zugegen.

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