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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

„Von Vischen und Fögeln  – Detlev Allenbergs fantastische Welt ist zu Gast im Elbmarschenhaus“

So las ich auf der Homepage des Elbmarschenhauses – neue Ausstellung vom 1. August bis 16. September, Eintritt frei [in meiner Überschrift steht der Vorname richtig].

Das fand ich interessant, habe ich doch mit der Edmund Siemers-Stiftung vor Jahren ein Buch des SH-Bach-Restaurierers Gerd Janssen zu dessen 65. Geburtstag veröffentlicht, das seine jahrzehntelangen Aktivitäten würdigt. Er hat sein naturschützerisches Betätigungsfeld beginnend mit der Meerforelle (vom Quellbach bis zum Meer) über den Schwarzstorch (Waldbäche) zur Flatterulme (Auwald) entwickelt. Als ich meinen Arbeitstitel für das Buch nannte „Forelle, Fogel, Flatterulme – die 3 unverzichtbaren F des erfolgreichen Gewässer-Restaurierens“ ging mich der Lehrer in ihm heftig an.     🙂    DAS könne ja nicht mein Ernst sein, Fogel schriebe sich ja wohl immer noch mit V. – So ist denn seinerzeit dieser Titel draus geworden.

Nun also „Von Vischen und Fögeln“ – ich bin flugs hingeradelt zum Elbmarschenhaus – Eindrücke dazu in einem späteren Beitrag – und habe die Ausstellung genossen.

An dieser Stelle danke ich dem Künstler, dass ich zwei fotografierte Werke hier abbilden darf. Wer sich für Detlef Allenberg und seine Werke interessiert, findet ausführliche Darstellungen dazu auf seiner Homepage.

Angler, eine Radierung mit Aquatinta – Detlef Allenberg, 2008.

Schnuffi, eine Mischtechnik – Detlef Allenberg, 2003.

Die Ausstellungsliste verzeichnet 24 Werke, entstanden zwischen 1989 und 2014.

Da gab es noch zahlreiche andere Vische und Fögel, Mischwesen bis hin zu einem offensichtlichen Stillwasserfisch, denn seine an den derzeitigen US-Präsidenten erinnernde Frisur lag nach vorn (im Bach, gegen die Strömung würde sie flatternd nach hinten gehen) – ganz phantastisch!

Alle Betrachter meiner Fotos der Werke, von alt bis jung, sind von der Vielfalt dieser speziellen Lebewelt begeistert – angeregte, spontane Begrifflichkeiten tauchten auf, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Selbstverständlich habe ich meine Anwesenheit im Elbmarschenhaus weiter genutzt, auch die Dauer-Exponate anzusehen.

Am Seeadler kommt man nicht vorbei, ohne stehenzubleiben.

Schweinswal-Skelett – eine spannende Forschungsmöglichkeit.

Gut ausgestatteter Beobachtungsplatz für Kleineres.

Das beeinflussbare Fliessen unserer Gewässer durch Niederschlag bis hin zur Tide – von der Quelle bis zur Mündung.

Und die Erinnerung daran, dass wir alle in der selben Eiszeitlandschaft leben. Der letzte Eisrand stand an Hamburgs östlicher Landesgrenze.

Dementsprechend haben die Bäche auf Moräne im Hamburger Bezirk Wandsbek das stärkste Gefälledie bekannten Bachpatenschaften bauen darauf auf (Newsletter „Der Bachläufer“), ebenso wie überregionale Bachaktionstage.

Gletscher, breites, stark eingetieftes Urstromtal der Elbe, folgender Meeresspiegelanstieg um gut 100 Meter bis heute, das Entstehen der Marschen und Moore – im Foto ist innerhalb des Urstromtals auch die heutige Situation dargestellt. – Wenn der Meeresspiegel ein paar weitere Meter ansteigt, bis an den Geestrand …

Zum Glück wird die Entwicklung intensiv beobachtet, der Deichschutz plant mit.

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Die Treibselsammler an der Ohlau, Bad Bramstedt, waren bei höherer Wasserführung testweise eingebaut worden, bei niedrigen Abflüssen kontrolliert und prinzipiell für gut befunden worden. Die uferschützende Wirkung und die Sandlenkung zum (Wieder-)Aufbau des Gleithangs waren erkennbar, die Besiedlung mit standorttypischen Tieren und die Ansiedlung von Pflanzen vielversprechend, wie verschiedene Beiträge hier im Blog belegen. Um ihre Wirkung zu verstärken, sollten einige am Ufer ergänzt, andere weiter in die Bachmitte verlängert werden.

Zwischenzeitig hatte dann durch buhnenartigen Umbau missverstandene Hilfeleistung stattgefunden, die die Durchlässigkeit für Wasser und die Lenkwirkung für Sand teilweise aufhob. Dies galt es rückgängig zu machen.

Trockenheit 2018 – der Pegelstand ist nun in einer Pfütze ablesbar, der Bach fliesst nebendran.

Treibselsammler bachauf – mal sehen, was uns erwartet.

So soll das nicht aussehen!

Der zu lenkende Sand wurde bereits von der obersten „Buhne“ statt im Gleithang abgelegt in den Prallhang weggedrängt – der sollte aber gerade frei gespült werden …

Mit Astschere und Muskelkraft sind die Quereinbauten entfernt, lose Stöcke der Treibselsammler wieder befestigt worden.

Damit ist die vorgesehene Wirkung wieder hergestellt.

Wo nötig, wurden ergänzende Pfähle in den Gewässergrund gerammt. Buntes auf der Wasseroberfläche zeigt, dass Interessierte die Aktion von der Brücke aus verfolgen.

Interessierten werden selbstverständlich im Gespräch die Situation der Ohlau und die Wirkungsweise von Restaurierungen mit Stein und Holz erläutert.

Bachab der Brücke haben wir eine weitere, ungewollte Erosions- und Sandquelle festgestellt. Schnell wird ein weiterer Sammler angelegt – auch hier im Blick interessierter Passanten.

Und fertig – solche Art Arbeit macht Spaß!

Dann wollen wir demnächst mal gucken, ob dieser erfreuliche Anblick erhalten bleibt und die Treibselsammler wieder die erwünschten Wirkungen für Bach, Tiere und Pflanzen erzielen.

 

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Vorgestern Abend auf Wedels Elbe-Deich: Glutsonne über dem Kernkraftwerk Stade.

 

Hiroshima, Tschernobyl – wie gut, dass das KKW Stade bereits seit 2003 („unwirtschaftlich“ !) abgeschaltet ist und demontiert wird.

Die Sache mit dem Atom, wie sich auch an anderen Themen zeigt, litt von Anfang an an Machtgelüsten, Machbarkeitswahn ohne Technikfolgenabschätzung und vielem mehr.

Möge mehr Vernunft auf dieser, unserer Erde walten. – Der Ruf nach „Herr, lass es Hirn regnen!“ hilft allerdings nicht, wie wir vor Jahren erfuhren. Was haben wir erhalten – BSE. Man könnte meinen, gegenwärtig hätte die manch führenden Politiker in der Welt erfasst.

Und möge der Nachbarschaft des KKW Stade und dem ganzen Umrum der Neubau eines nicht in die Zeit passenden KoKW erspart bleiben. Das in Hamburg-Moorburg ist schon als Ausrutscher, durch missglückte Politik-Beratung in doppelter Größe wie ursprünglich geplant, spät genug in die Welt gesetzt worden.

Gern gucke ich weiter über Wedels Hauptdeich Elbe-abwärts auf das abgeschaltete KKW Stade – ein Beispiel, mehr werden folgen.

 

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Bevor nach der Sommerpause weiterer vom Regionalpark Wedeler Au finanzierter Kies in der Mühlenau, Pinneberg, platziert wird, hat eine Gruppe Aktiver die Startschüttungen 2018 im Bereich des Bachaktionstages 2017 ein wenig geformt. Anlass bot das anhaltende extreme Niedrigwasser, das die „Unterwassernasen“ der Lenkbuhnen aus 2017 trocken fallen liess.

Pinnau-seitig, bachab der Mühlenstraße, ist gut erkennbar, dass das überbreite Kanalprofil der Mühlenau ohne Probleme für den Abfluss eingeengt werden kann.

Die beiden Breiten in Realität, gekennzeichnet durch gelbe Markierung.

So gibt die alte Ausbausituation einen Hinweis, wie die Mühlenau wieder zu einem lebendigen Bach werden kann.

8 Recher / Schaufler gestalteten eine Stunde nach Feierabend gemeinsam im Sinn der guten Sache.

Hell liegt der 2018er Kies uferseitig der trocken gefallenen 2017er „Unterwasser“nase.

Im Folgenden werden, so weit als Foto verfügbar, zu den 5 bereits vollständig mit Kies geschickten Punkten die Zustände vorher, zwischendrin, fertig dargestellt.

Wichtig ist uns heute, die Kiesschüttungen so zu profilieren, dass auf- und abwärts in den Uferschrägen glatte Übergänge Erosionen bei Hochwasserabfluss verhindern und Niedrig- sowie- Mittelwasserprofil grob ausformt werden.

Lenkbuhne 2, vorher.

Lenkbuhne 2, zwischendrin – aus dem 2018er Depot ist Material für die erweiterte Lenkbuhne runter gerecht worden.

Lenkbuhne 2, fertig – Stockente und zwei Junge nehmen die neue Unterwassernase in Augenschein, sozusagen Bauabnahme.

Lenkbuhne 3, vorher.

Platsch, es wird auch geschaufelt – Lenkbuhne 3 zwischendrin.

Lenkbuhne 3, fertig.

Lenkbuhne 4, vorher.

Lenkbuhne 4, zwischendrin.

Lenkbuhne 4, fertig.

Lenkbuhne 5, vorher.

Lenkbuhne 5, zwischendrin.

Zum Schluss finden sich auch junge Kröten als Bauprüfer ein, finden das alles sehr interessant.

Feierabend um 20.00 Uhr – Tidehochwasser Pinnau Uetersen, kein Einstau der Mühlenau im Mündungsbereich bachab Mühlenbrücke.

Nun sind wir gespannt auf die Wetterentwicklung, auf erste Hochwässer, die weitere Erkenntnisse bringen werden – vor allem aber auf die nach der Ferienzeit beginnende weitere Bekiesung. Jede Menge Interessierte stehen bereit, Hand anzulegen, wie im Vorstehenden dargestellt – für die Entwicklung dieses Bachlaufs im Kreis Pinneberg.

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Tiere haben es auch nicht leicht – bei „Bullenhitze“ schon gar nicht.

Gut ist es schonmal, wenn Wasser und dreidimensionales Großgrün (sagen wir mal „Büsche und Bäume“) vorhanden sind.

Fast wundert man sich – mit den neuen Tümpeln hat sich auch der Kiebitz eingefunden.

Aber doof sind Rindviecher ja nicht. Wenn`s zu heiss wird, ist Schatten der richtige Aufenthaltsort.

Das wissen Pferde auch schon längst.

Hinter dem Deich drängt sich eine Rinderherde in – vergehendem – Schatten. Die Sonne steigt.

Schlaue Bullen und ihre Herde im Deichvorland bei Bullenhitze gehen ins Watt, der auch warmen, aber kühleren Elbe zu – immer der Leitkuh nach.

Aber die Deichschafe …

„It`s a long way …“ – Nanu, keine Deichschafe ? !

Der hiesige Schafhalter hat seine Herde zwischen Knicks über den Tag schattig gestellt – Hut ab!

Andere glückliche Schafe haben, wie die Rinder, hinter dem Deich noch „Baum-Schutz“.

Oh je! Am Sperrwerk Wedeler Au drängt sich in Gluthitze eine Schafherde.

Jedes Tier bemüht sich um Entlastung.

Manche sind einfach „platt“.

Mit Glück kommt mal ein Monteur mit Dienstwagen vorbei …

Dann gibt es die findigen „Bank-Schafe“.

Einigen hilft auch das Sperrwerksgebäude.

Ansonsten hilft nur Selbsthilfe: Lämmer im Schatten des Mutterschafs.

Nochmal – 8 Beine …

Letzter Versuch: im Doppelpack.

Boahh, ist das heiss!

Aber dann …

Richtung Sonnenuntergang.

Die Goldene Stunde (vielleicht besser: Sekunde, oder Minute) – das Vieh verteilt sich in der Fläche.

Nach Sonnenuntergang.

Erholsames Fressen ohne Sonnendruck.

So halten`s auch die Schafe – die Deichschafe atmen durch.

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Vor Jahr und Tag hatte ich bereits (m)einen „kleinen Wassergarten“ vorgestellt, der eher zufällig beim Restaurieren eines Meerforellen-Laichbachs entstanden war. Das war eine andere Zeit und eine andere Gegend als heutzutage (Niedersachsen vs. Schleswig-Holstein).

Nun also „Zen-Garten“. Da liest man so viel von „Sand“ beim Mini-Format [ist ja putzig!] oder „Kies statt Wasser“ – und es wird wellenförmig geharkt. Mit „ohne Wasser“ habe ich es bekanntlich nicht so, das Wasser ist wichtig! Und der Kies auch – der kann dann gern geharkt werden. Verbesserte Gewässerstruktur (inkl. standorttypischem Baumsaum) lässt den Lebensraum Bach nicht zuletzt selbst Hitzeperioden besser überstehen – falls es nicht zum totalen Trockenfallen kommt.

Nicht selten komme ich mir beim Gewässer-Restaurieren wie beim Entstehen eines Zen-Gartens – sub-aquatisch – vor. Hier ein kleines Beispiel von der Ohlau, Bad Bramstedt.

Man nehme … Kies.

Eine geeignete Harke / einen Rechen nicht vergessen.

Und so entstehen dann z.B. die „Unterwasser-Nasen“ von Lenkbuhnen.

Die Kiesschüttung auf der rechten Uferseite kommt natürlich auch dran.

Und wenn der Zen-Minigarten gelungen ist, ergeben sich solch schicke Turbulenzeindrücke an der Bachoberfläche.

Ob Beteiligter oder auch nicht – darüber lässt sich dann trefflich diskutieren und / oder meditieren.

Dass sich die Bachlebewesen begeistert selbst einstellen, brauche ich angesichts der vielen Beispiele hier im Blog sicher nicht weiter auszuführen.

 

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Lebendige Bäche und Flüsse sind gekennzeichnet durch Lebensraumvielfalt, die vielfältig Turbulenz erzeugt. Diese ist insbesondere wichtig, je geringer der Abfluss wird – wie gerade bei der Sommerhitze.

„Störsteine“ ist ein Begriff beim Gewässerrestaurieren – dazu eine derzeitige Situation der Wedeler Au (Rissen, Hamburg) bei geringstem Abfluss, kurz vor Trockenfallen des Bachbetts.

Bäume, hier gespiegelt und „gebrochen“, sind ebenfalls wesentliche Grundlage dauerhaften Lebens in unseren Bächen. Ihr Schatten / Halbschatten des Auwalds hält sommerliche Temperaturen in einem Bereich, an den die Lebewesen des Bachoberlaufs angepasst sind.

Von oben nach unten: „Der Spiegel“ im Anstrom auf die Störsteine. Spiegel gebrochen – Turbulenz belebt den Bach.

Dasselbe im Detail.

Würden wir zumindest beidseitig bachbegleitende, standorttypische Bäume wieder zulassen, wären Abertausende-Kilometer Fliessgewässer wieder belebt – mit Arten, die die Roten Listen derzeit füllen.

Allgemeinverständliches, mit Beispielen aus dem täglichen Erleben, gerade auch im bebauten Raum, ist nachlesbar bei waterparadigm.org (Buch „Water for the Recovery of the Climate – A New Water Paradigm“ zum kostenlosen Herunterladen). Die Edmund Siemers-Stiftung hat ähnliche Anwendungen für den Bereich der westlichen Lüneburger Heide publiziert.

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Wir sind zum Deich, Elbe Fährmannssand, geradelt gegen 21.15 Uhr.

Verpasst haben wir einen blutroten Sonnenuntergang. Ein Flieger gab noch einen schwachen Abglanz.

Eigentlich hatten wir mehr Menschen erwartet.

Die Parkplätze Fährmannssand waren allerdings mit Autos gefüllt, es wanderten noch etliche Interessierte zu.

Gut Ausgerüstete richteten schnell die Technik aus.

Wir guckten Richtung Elbe übers Süßwasserwatt, Ebbe, ablaufend Wasser.

Da sich am Horizont eine dichter werdende Schicht zeigte, der Blutmond aber nicht, radelten wir zum Sperrwerk Wedeler Au weiter – Blick auf die Mündung in die Elbe.

Und weiter ging`s zum Yachthafen – gute Plätze waren auf dem Turmumgang noch zu haben.

Ich hatte zwischen Baumwipfeln einen winzigen Bruchteil Blutmond sehen können – vorbei, der dichte Horizont hielt dicht. Das Bisschen, was hier zu sehen ist, hat mit dem Mond nix zu tun.

Also auf dem selben Weg nach Hause zurück – wer weiss, wozu`s gut ist.

Die hier und vorher zu sehende Wassermenge ist ablaufendes Tidewasser der Elbe aus der Binnenelbe – die Wedeler Au selbst rieselt nur noch von der Geest herunter, ultratrocken.

Zurück am Deichstück Fährmannssand – Teufel auch, jetzt drängt es sich aber.

Fortwährend sehen wir Autos heranfahren – waren die Parkplätze nicht vorhin schon gefüllt?!

Dichte Packung. – Erwartung, kein Mond in Sicht.

Dies ist nur eine Reihe geparkter Wagen an Stellen, wo niemand stehen soll …

Mit diesen Geparkten, ständig von vorn neu Dazukommenden, von hinten abfahren Wollenden, verstocktem Drängeln und gegenseitig behindern, können wir uns vorstellen, was da im Februar 2016 durch die Presse ging, als sich der Containerfrachter CSCL Indian Ocean (ca. 400m lang, 59 m breit, 14,8 m Tiefgang) auf dem Süßwasserwatt hier festgefahren hatte und tagelang festsaß. Katastrophentourismus at it`s best. Die Landwirte hatten gut zu tun, bei der damaligen Nässe im Seitenraum und in Gräben festgefahrene Pkw aus dem Mega-Stau rauszuziehen. – Diesmal wird die Trockenheit das wohl verhindern und es werden hoffentlich nicht allzu viele Kratzer produziert. Besonders krass fanden alle Beteiligten die uns entgegen kommenden Mitradler ohne Licht, als wir gerade von Ungeduldigen überholt werden sollten …

Immerhin haben wir das beleuchtete Theaterschiff Batavia gesehen. 🙂

Und den Blutmond habe ich auch noch fotografieren können – im TV, super! Solch Fotos darf ich aus copyright-Gründen ja aber nicht hier hinstellen – hat jeder ohnehin selbst im Fernsehen und in Zeitungen gesehen.

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Es soll mal wieder über die Elbe gehen – nach Stade, Buxtehude, Lühe und Twielenfleth haben wir diesmal Cranz an der Estemündung als Ziel gewählt.

Am Willkomm-Höft – ein Bagger, hoffnungsloses Unterfangen, Sisyphos is watching us.

Der Anleger der Lühe-Schulau-Fähre ist so gelegt, dass die landseitige Längskante aufgrund des tiefer fallenden Tideniedrigwassers (verschärft bei geringer Wasserführung der Elbe und Ostwind) auf die Unterwasserböschung aufsetzt. Das ist eine unglückliche Situation, um es sehr neutral zu sagen.

Nun kann man Symptome bekämpfen statt Ursachen. Zum Beispiel durch Flachziehen der Böschung (wieder und wieder und wieder …). Genau das geschieht – bloß keine Ursachenbeseitigung in diesem, unserem Land!

Da die Fähre allerdings je nach Tide- und Windsituation mit Strahlruder, heftig turbulenzierend, ablegt …

Und dann sind da ja auch noch die Wirkungen der Großschifffahrt mit Schwall und Sunk …

Wie gesagt, „Sisyphos …“.

Also rauf auf die Fähre.

Ostwind verspricht Rückenwind für die radelnde Rückfahrt.

Vor dem Deich durch Niedersachsen ostwärts gen HH Landesgrenze.

Verblühte Disteln im Deichvorland erwecken einen verdammt herbstlichen Eindruck.

Hinterm Deich: Auch die Äpfel sind dieses Jahr weit voraus.

Entnetzte Kirschen – diese Früchte kommen jetzt aus dem Kühlhaus.

Wo sind wir denn gelandet?!

Wir vermuten mal, dass der Name nichts mit dem Nordblick auf das Wedeler KKW zu tun hat, mit Kohle betrieben.

Vor dem Grenzübertritt noch einen Blick über den Deich riskieren.

Wir sind bald am Ziel. Gegenüber voraus der Elbhang mit Blankenese.

Verlängerung unseres Weges: Hamburger Staatsgebiet mit Estesperrwerk und Sietas-Werft (was für ein Wahnwitz: eine solche Werft bei Vergrößerung an diesem Standort zu lassen – unsere Gedanken schweifen zur Ems …).

Der Grenzübergang ist gruftig! Hamburg zwingt Radfahrer auf die Straße – Vorsicht, Lebensgefahr! Wir bleiben auf dem Fußweg, kein Fußgänger in Sicht. Nach einer Weile wird auf der anderen Seite wieder ein Radweg geboten.

Die Estemündung, Mühlenberger Loch und Blankenese – Fahrgäste nahen, schnell zum Restaurant.

Blick über die Marsch Richtung „Harburger Berge“ – Obstbau heute: Intensivberegnung und zunehmende Unterdach-Produktion.

Hoppel, hoppel – einmal im Leben per Rad auf dem Neuenfelder Fährdeich die Sietas-Werft umrunden.

Der Zuweg zum Alten Estesperrwerk gefällt uns besser.

Blick vom Alten Estesperrwerk – die Flut bringt trübes, schwebstoffreiches Wasser rein.

Charakteristischer Eindruck der alten deichbegleitenden Bebauung.

Fast antiker Stuhl, zu bewundern im Gasthaus.

Wir setzen uns raus – auf Augenhöhe, Tidehochwasser, passiert ein Motorboot.

Blick gen Süden – das Alte Estesperrwerk, dass wir vor Kurzem gequert haben.

Oh, niedlich, zunehmend gibt es wieder 0,2 l-Gläser!

Weiterer Innenblick, farbenfroh.

Wir haben uns dann nicht für Goldfisch, sondern Rotbarsch entschieden. Sehr empfehlenswert, wie so Vieles hier am Ort.

Blick zum Himmel – die vom Wetterbericht angesagten Quellwolken quellen heftig.

Bezahlen und ab auf´s Rad ist unsere Devise. – Demnächst mehr.

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Zufällig, aber absichtlich, fotografierte Hornisse über Pfauenauge auf Dost. Am Bullensee, Wedel.

Ich freue mich immer über diese speziellen Flieger. Wer sich angepasst verhält, kann nicht nur ihr Nest im Garten akzeptieren, sondern auch beobachtend bewundern.

Und wenn sie abends den Haus-Baum auf fressbare Insekten kontrollieren , wenn sonst keinerlei Nahrungsmengen findbar sind (speziell: im Juli / August blühender „Bienenbaum[der Link soll zur Info, nicht zur Schleichwerbung dienen, Wikipedia gibt die Taxonomie, aber einen deutschen Namen wider, den wir nicht nachvollziehen können]) , schaltet man eben mal in der Dämmerung die beleuchtete Hausnummer nicht ein (am früheren Wohnort). – Probleme kann man vermeiden – oder sie sich machen.

So hat auch der NDR, hamburg journal, versprochen, in Zukunft solch Beiträge wie aus den 1960ern – nix wie Gift – (16. Juli 2018) mit entsprechenden Erläuterungen zu versehen, damit sie nicht so brutal, Tierschutz- und Gesetz-fern wirken, wie sie rüberkommen.

Neben Pfauenauge flog vor allem Kohlweissling. Kleiner Fuchs mit wenigen Exemplaren, ein Distelfalter sowie einzelne (Hauhechel?)Bläulinge ergänzen die arten- und individuenarme Situation unserer Zeit.

Wenn wir unsere Agrar- und Gartenpraktiken nicht endlich giftfreier gestalten und gestohlene „Frei“Flächen wie Wege- und Gewässerrandstreifen zurückgeben, einseitigen Lobbyismus pro „Wirtschaft“ nicht stoppen, wird sich wohl wenig ändern.

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