Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Vor Reiseantritt nach Wernigerode war klar, dass wir just zum Wechsel aus dem seit April 2018 gefühlten Sommerwetter in den Herbst eintauchen würden. Das geschah nach dem Anreisetag (20. September) mit 26 Grad C. Die tiefste Temperatur wurde in den folgenden Tagen mit 12 Grad und ein Bisschen (lange erwartetem) Regen erreicht. Für die Bustour nach Quedlinburg hatten wir uns einen „wackelig“ angesagten Tag („einzelne Schauer“) ausgesucht und wollten uns überraschen lassen.

Morgens orientierten wir uns mit Blick über die Straße an den Kirchturmspitzen – meist leuchteten sie in der Morgensonne.

Wenn dann mit steigendem Sonnenstand die Grüne Straße durchleuchtet wurde, war der Tag schon gewonnen.

Auf dem Weg zum Busbahnhof.

Der schicke Himmel zeigte im Verlauf des Urlaubs zunehmend, dass es – zumindest oben – nordisch kalt geworden war.

Die Busfahrt verging wie im Flug.

Beim Ausstieg in Quedlinburg grüßt der Münzenberg – gern mal im Netz drüber nachlesen.

Stadtmauer, steiniger Blick in die Schenkgasse.

Quedlinburg – Schloss, Dom und Stiftskirche auf Fels gebaut.

Flächig blüht Schlingender Knöterich an der Schlossmauer.

Bunter Herbst-Aspekt an der Schlossmauer.

Finkenherd – symbolisch, zum Glück haben wir dieses Hobby bzw. solch Beruf längst aufgegeben.

Fachwerk nahe Finkenherd.

Marktplatz mit Rathaus.

Roland am Rathaus – wie bekannt bin ich von Geburts- und jetzigem Wohnort her ein Roland-Fan.

Am Ratskeller „läuft“ uns zum erstem Mal bewusst ein Hündchen über den Weg.

Solch Hund begenet uns dann noch auf einer Säule vor einer Kirche.

Und auf dem Kornmarkt, als eine der hier versammelten, bedeutenden Quedlinburger Persönlichkeiten.

Nachgeschlagen – der Hund hat ja offenbar Bedeutung für Quedlinburg. „Quedel“ heisst er also. In Erinnerung an gleichartige Qualitäten in unseren 2 1/2 Jahrzehnten Rauhaar-Erfahrung (bis August 2016) setze ich diesen Beitrag auch in die Rubrik „Der Kampfdackel“.

Altes Fachwerk will gepflegt, ggf. überarbeitet sein.

Beeindruckend sind nicht zuletzt die Stadtmauertürme, hier: Schreckensturm.

Einer, dieser, sollte begehbar sein. Leider hat seinem Holz-Inventar inkl. Treppen das feuchte Jahr 2017 (! wir erinnern uns) so zugesetzt, dass er zur Zeit unseres Besuchs gesperrt ist.

Mühlgräben kreuzen gelegentlich unseren Weg. Hier zeigt (dänischer Spruch) „der Wasserbauer Pflanze“, wie schick solch Graben strukturiert sein kann – wenn wir Menschen das nur zulassen.

Nicht zulassen wollen – und können – wir das Wachstum standorttypischer Bäume, hier: Erle, da sie Ufermauern und Sohle knacken würden.

Dafür sollten wir dringend im steril gewordenen Agrar-Raum endlich den Baumsäumen entlang der Gewässer wieder ihren Platz zugestehen. Nicht zuletzt als Anpassung an den Klimawandel = Schutz der gefährdeten Pflanzen und Tiere der von Natur aus sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse – ein Gebot der Stunde.

Auf dem Weg zum Bus queren wir auch die Bode kurz vor dem Bahnhof.

Quedlinburg hat uns sehr gut gefallen. Der Blick aus dem Bus erinnert an das als „wackelig“ vorhergesagte Wetter.

Blick zurück zum Schlossberg.

Da, am Horizont, ist er also, der „einzelne Schauer“ – in der Tat vereinzelt. Aber wer DA drunter ist, ist ordentlich nass.

Und so geht es während der Fahrt weiter – wir als Zuschauer vorbeirasenden Wetters. – Roter Milan über Stoppelacker.

Kurz vor Wernigerode – das Wetter wird doch nicht …

Und noch ein „einzelner Schauer“.

Kurz vor dem Busbahnhof. Wir richten uns auf dieses, lange nicht erlebte Schicksal ein – sind kleidungsmäßig gerüstet.

Angesichts des Schütts, der dann am Busbahnhof niederging, warteten wir aber doch lieber unter den gut geeigneten Überdachungen, bis der Anfall vorbei war.

Breite Straße, besonnt – Blick zurück auf gewesenes Wetter. Wir haben uns das Essen schmecken lassen.

Gelobt sei das Harzer Urlaubs-Ticket!

Read Full Post »

Aufsteigendes Weiss am Brockenhang – kochen die Füchse?

Das Weiss bewegt sich – die Füchse haben doch wohl keinen fahrbaren Küchenwagen? – Ach, das muss die Harzer Schmalspurbahn, speziell: die Brockenbahn, auf dem Weg zum Brockengipfel sein.

Und das sind dann meist nicht nur weisser Rauch und Dampf, sondern pechschwarze, Stadt und Natur füllende Rauschschwaden.

Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es kaum glauben. Dazu gehört ein chemischer Gestank, der durch die Luft zieht … – Meine Güte! Auch in diesem Urlaub fragten Neuankömmlinge, was das denn sei, konnten die Antwort zunächst nicht fassen. Bei aller Liebe zu historischen Bahnen …

Solch Lok braucht eine „Bekohlungsanlage“.

So kündigt sich der ankommende Zug – wir sind mir ihm dann runter gefahren – bei Ankunft auf dem Brocken an.

Bei der Rückfahrt warteten wir auf einem Seitengleis, bis ein hochfahrender uns passiert hatte.

Zweifellos etwas Besonderes, diese Brockenbahn. Zum Betriebsmittel, um die Lok dampfen zu lassen, sollte man sich allerdings dringend etwas Passenderes ausdenken – wie wär`s mit einer Wasserstoff-Lok?!

Anachronismus Wernigerode, Werbung am Bus: Wasserkraftnutzung – fragwürdig angesichts vorbildlichen Fliessgewässerschutzes.

Read Full Post »

Den Rathausmarkt Wernigerode mit Brunnen und Fachwerkhäusern gibt es nicht nur im Original.

Der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ schliesst unmittelbar an den Bürgerpark an, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Ersterer kostet einen kleinen Beitrag, der Genuss des Bürgerparks ist kostenlos. Eine kleine Wanderung oder eine kurze Busfahrt führen hin. Das Schloss Wernigerode ist bereits im vorigen Beitrag in klein abgebildet.

Das Rathaus Wernigerode in klein.

Auch wer den Brockenaufstieg noch nicht selbst bewältigt hat, kommt hier auf seine Kosten.

Eine Vielzahl Gebäude aus Harz und Umfeld gibt es zu bestaunen. Entstehung und Arbeitsschritte bis zum fertigen Modell werden anschaulich in einer Ausstellung erklärt. Dazu fährt die Harzer Schmalspurbahn (in klein) auf einer 450 m langen Strecke durch das Gelände.

Der Bürgerpark, Ergebnis der Landesgartenschau 2006, führt durch Gärtnerisches, Landschaftliches. Hier ein Stillgewässer mit naturnahem Umfeld. Informationstafeln erläutern ausgezeichnet.

Ziege im Schlaraffenland – ein kleines Tiergehege ist ebenfalls im Bürgerpark zu finden.

Neben Bildung ist auch Spielen angesagt – und über allem: das Schloss Wernigerode in echt.

Für diesen Urlaub hatten wir uns auch einen Besuch im Harzmuseum vorgenommen – gesagt, getan. Gleich hinter dem Rathaus taucht man in eine wohlsortierte Auswahl breiter Themenspektren ein. Stadt- und Bergbaugeschichte werden anschaulich dargestellt, Pflanzen- und Tierwelt in alt (Paläontologie, Geologie) und aktuell vorgestellt. – Der Hasseröder Auerhahn findet sich bereits hier im Blog, Beitrag „Wasser“.

Beeindruckendes Ständerwerk.

Zeugnisse des einst hier vorhanden gewesenen alten Meeres.

Historische, vergangene Tierwelt.

Metallisches, Kristallisches, z.B. Bergkristall.

Und angesichts der vielen Harz- und speziell Wernigeröder Bäche fehlt auch der Eisvogel nicht.

Nach intensivem Studium verlassen wir begeistert das Harzmuseum. Da gucken wir sicher gelegentlich wieder rein. – Was noch so zu berichten wäre? Es folgen demnächst abschliessend Eindrücke zur Brockenbahn sowie von einem Ausflug ins schöne Quedlinburg.

Read Full Post »

Das Schloss Wernigerode thront auf einer Bergecke, ist nicht zu übersehen. Ein paar Eindrücke aus dem September 2018 folgen.

Schon von fern ist an der Schlosssilhouette zu erkennen, dass man sich Wernigerode nähert.

Blick vom Bahnhofsvorplatz.

Fachwerkstadt Wernigerode und Schloss.

Aspekt von anderer Seite.

Das Schloss von der Hochschule Harz aus betrachtet.

Schicke Herbstansicht, Abendlicht spiegelt sich in den Fenstern.

Von hier kann man aus der Altstadt direkt den Berganstieg wagen.

Wer nicht kraxeln möchte, nimmt die Bimmelbahn, z.B. die gelbe.

Beeindruckender Blick aufwärts.

Der Zugang ist geöffnet.

Fernblick garantiert – es sei denn, dichter Nebel verhüllt die Berglandschaft.

Der Springbrunnen, bereits im Detail im Beitrag „Wasser“ vorgestellt.

Kletternder Wein gibt eine eindeutig herbstliche Note.

Jaaaa, und der Zahn der Zeit …
So ein Bauwerk will regelhaft gewartet werden.

Für Leute vom Bau oder Katastrophen-Gläubige ist die detaillierte Betrachtung des Mauerwerks ringsum – interessant auch bei wechselnden Besuchen zu verfolgen – äusserst interessant. Ständig wird repariert, restauriert, irgendwas neu gebaut. Muss sein.

Wir warten auf die Bimmelbahn – Rückfahrt bergab.

Da bekommen wir dann auch Bergeindrücke in andere Richtung, die mancher sonst nicht erwandert.

Der historischen Vollständigkeit halber ergänze ich mit einigen Stadtmauer-Fotos, hier am Lustgarten querab Altstadt und Schlossberg.

Turm an der Stadtmauer.

Einblick in einen interessanten Turm.

Turm-Einblick, Detail: 2 Eulen und ihre Schatten.

Uns macht es immer wieder Spaß, mit offenen Augen Wernigerode zu erleben.

Und wer das Schloss nicht erklimmen oder per Bahn anfahren möchte: Zu Fuss oder per Bus zum Miniaturenpark ist auch ein lohnender Ausflug – dazu demnächst mehr.

Read Full Post »

Einen Wernigerode-Besuch nutzen wir vor allem zum Wandern. Gelegenheiten gibt es sehr viele, ganz unterschiedlich ja nach Lust und Laune auswählbar – vom „Knochenbrecher“- bis zum idyllischen Waldwanderweg. Die zahlreichen Bachtäler im Harz bieten mit ihren Wanderwegen und -stiegen gute Ansatzpunkte.

Hier folgen ein paar Eindrücke von der Kalten Bode, Schierke, und von der Ilse, Ilsenburg.

Aus dem Bus stiegen wir in Schierke an der Haltestelle Jugendherberge aus. Eindrucksvoll unterquert die Kalte Bode ein Gebäude.

Bei einer späteren Wanderung gelang es leider nicht, die anwesende Wasseramsel auf`s Foto zu bannen.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Bach-Baum-Stein – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Sturzbaum, Erhalt eines Stammteils – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Die Natur zeigt, wie sie es haben möchte. Jung-Erlenaufwuchs – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Brocken-Holz – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Im Beitrag „Der Berg rief – wir kamen“ ist unser Weg zum Brockengipfel, startend in Schierke an der Kalten Bode, beschrieben.

Nun zur schönen Ilse. Wir nutzten den Bus bis zur Schutzstation Ilsenburg. Die Landschaft und der Weg unterscheiden sich zum Vorigen, vielleicht wird deshalb im Sprachgebrauch“schön“ vor den Bachnamen gesetzt.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Heinrich-Heine-Weg durch Laubmisch- und Nadelwald – Ostharz, schöne Ilse.

Gutes Schuhwerk ist immer angeraten, auch auf dem Heinrich-Heine-Weg. Regenwetter im Harz hinterlässt deutliche Spuren – Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Bruchbaum, Stamm fast ganz hohl – Ostharz, schöne Ilse.

Mikado in groß – Ostharz, schöne Ilse.

Im Grundsatz, egal ob Laub- oder Nadelholz, zeigen uns die Bäume aber doch durchweg, wie guter Erosionsschutz aussieht.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Wir sind über die Fahrstraße zur Schutzhütte Ilsenburg zurückgekehrt, fahren mit dem Bus nach Wernigerode.

Für kommende Besuche ist angedacht, diese Buslinie durch die abwechslungsreiche Waldlandschaft bis Drei Annen Hohne zu nutzen (im Gegensatz zur kurzen, direkten Linie Wernigerode – Drei Annen Hohne – Schierke), um noch Unbekanntes kennen zu lernen.

Read Full Post »

Wasser, das Lebens-Elixier – quillt in großer Höhe, hier im Harzvorland „Miniaturenpark Kleiner Harz“.

Brunnen waren schon für die Altvorderen wichtig – hier: Schlossbrunnen Wernigerode.

Wasser, formsuchend – Schlossbrunnen Wernigerode, Detail links.

Wasser, formsuchend – Schlossbrunnen Wernigerode, Detail rechts.

Über Wernigerodes erfolgreiche Anstrengungen zur Verbesserung der Stadtbäche Holtemme und Zillierbach ist hier im Blog regelmäßig berichtet worden. Das betrifft unter anderem die Herstellung der Durchgängigkeit für Gewässerorganismen sowie den Fachaustausch auf lokaler und regionaler Ebene (Wildfisch-Symposium, div. Jahre – zu finden über „Suche“).

Wie anderswo ist die inzwischen Halbjahres-Trockenheit 2018 auch an diesen Harzbächen nicht spurlos vorüber gegangen – es gibt halt keinen Gletscher, der sommers dauerhaft Wasser liefern würde, und wenn Grundwasservorräte vorhanden sind, so sind nicht nur die Natur und ihre Lebewesen, sondern auch andere Interessenten Nutzer. Da bleibt, wenn es denn so gar nicht ergiebig regnet, für Bäche und Flüsse nicht viel übrig.

Das betrifft im Bach nicht nur Fischnährtiere und Fische, sondern auch, quellnah, den Feuersalamander und seine Larven. (Schild fotografiert Drei Annen Hohne).

Mit sooo wenig Wasser hatten wir die Holtemme im Stadtgebiet Wernigerode noch nicht gesehen.

Die Holtemme in Höhe der Hochschule Harz – Big Bags im Bachbett, nanu?

Wir erinnern uns: 2017 gingen im Harz Sturzfluten bachab. Dieses Wehr wurde völlig zerstört – hier: notrepariert.

Nun hätte man die Zerstörung für eine naturnahe Durchgängigkeit nutzen können. Da aber die Mühlgräben wichtige Lebensräume des Feuersalamanders sind, fand die im vorstehenden Foto ahnbare Notreparatur statt. – Nebendran besteht ja der bislang sehr gut wirksame Fischpass.

Fischpass Hochschule Harz, obere Alu-Forelle im Trockenen.

Die zweite Alu-Forelle erscheint vermeintlich auf grüner Wiese.

Wie große Legosteine wirken die Notreparatur-Betonklötze. Bachauf jagt eine Gebirgsstelze nach aus dem Bach schlüpfenden Insekten.

Immerhin war nach Regenfällen ein paar Tage später zu erkennen, dass die Notreparatur so weit greift, dass mehr Abfluss demnächst wieder über den Fischpass laufen wird – wohl rechtzeitig zur Forellenwanderung Richtung Laichplätze weiter oben.

Bis dahin liegt aber auch der Fischpass Höhe Westerntor noch weitgehend trocken.

Auch weiter bachab fliesst die Holtemme auf ein Niedrigstwasserbett konzentriert.

Das Wehr hier ist erhalten, alles Wasser fliesst über den gut funktionierenden Fischpass ab.

Das geübte Auge erkennt Fischstandplatz und die „Hausbewohnerin“ Bachforelle.

Fischpass-Ablauf, Blick Holtemme aufwärts.

Auch der Zillierbach hat uns im Stadtgebiet Wernigerode früher beim Beobachten teils großer Forellen fasziniert. Dieses Jahr bot sich leider solche Gelegenheit angesichts des Niedrigstwassers nicht – tiefe Standplätze waren so gut wie nicht vorhanden.

Zillierbach 2018 im Bereich „Schöne Ecke“.

Eine kleine Entschädigung bot diese Steinfliege, auf dem Geländer der Brücke „Schöne Ecke“ sitzend.

Der Herbst wirft seine Zeichen – Nahrung für Bachflohkrebse ff. – in die Bäche.

Auch im kleinen Bach gibt es gelegentlich Standplätze für Großes – wenn denn Großbäume ufernah wachsen dürfen (Foto: flottierende Weidenwurzelspitzen).

Angesichts des Wasserwissens in Wernigerode ist es erfreulich, dass der Altbaumbestand auch bei Sicherheitsmaßnahmen – so nötig – durch minimalen Beschnitt erhalten bleibt.

Erle, Esche, Weide, Ulme und Begleitbäume und -büsche charakterisieren die Wernigeröder Bäche. Möge es insbesondere in Zeiten des Klimawandels so bleiben. Die Lebewelt der sommerkühlen Bäche und Flüsse ist anderswo bereits durch steigende Sommermaxima der Wassertemperatur gefährdet. Dort kann Anpassung an den Klimawandel = Tolerieren und Fördern des standorttypischen Baumsaums bis hin zum Auwald wesentlich helfen.

So wartet (nicht nur) das Wappentier Wernigerodes auf reichlich Regen, damit sich in Grundwasser und Gewässerabflüssen wieder mindestens mittlere Verhältnisse einstellen.

Read Full Post »

Wir mussten los, gespannt, was uns im Wechsel des Wetters Richtung Herbst erwartete.

Nach S-Bahnanfahrt hatten wir in Hamburg-Altona einen guten Start.

Wink des Himmels? Unerwarteter Stopp Himmelsthür – stellte sich als allzu dynamischer Autoraser durch Bahnschranken heraus. Polizei und Techniktrupps sortierten die Reste und regelten den Verkehr per Hand. Es ging weiter.

Da isser jaaaaa …
Diesmal müssen wir aber auch wirklich mal rauf.

Es soll also auf den Brocken gehen – ob Wille und Kondition ausreichen, werden wir am Ende wissen.

Der HarzElbeExpress, gesprochen „Die HEX“, brachte uns gut ans Ziel.

Immer gern wohnen wir in der Schlossstadt Wernigerode.

Diesmal bezogen wir eine Ferienwohnung in der Altstadt, Grüne Straße.

Irgendwie hatte der Urlaub etwas Meditatives.

Bernsteinfarbene Flüssigkeit – ein Genuss (aus dem Hause Hasseröder: Fürstenbräu Granat).

Farbenspiel.

Und der Wappenvogel – Auerhahn.

Auerhahn über Bernstein.

Und im Museum – das ist sehr empfehlenswert.

Nicht nur wegen des Auerhahn – mehr darüber demnächst hier im Blog.

Auf der Suche nach dem Wappentier Wernigerodes, für Stadt und Landkreis.

Wer das Wappentier Wernigerodes auf dem vorigen Foto nicht entdeckt hat, sieht es hier auf dem Gully-Deckel: die Bachforelle.

Herbstlich, Ausnahmstag feucht – für den Brockenaufstieg hatten wir einen trockenen Tag vorher gewählt.

Die Tour ab Schierke, über den Eckerloch-Anstieg, stellte sich als gute Wahl heraus.

Der Weg ist das Ziel.

Der Weg ist immer noch das Ziel.

Holziges im Anstieg.

Holz und Stein vereint.

Über Holziges und Steiniges wird es auch noch den einen oder anderen Beitrag später geben.

Ziel erreicht – trotz unzähliger Fotopausen in der angesagten Zeit von 2 Stunden.

Das Radeln zwischen Geest und Marsch, Wedel, hat doch für genug Kondition gesorgt. Die „alten“ Kletter-Trainings z.B. in der Böhmischen und in der Sächsischen Schweiz werden soviel Rest sicher nicht hinterlassen haben.

Ganz schön hoch.

Vom Brocken lässt sich`s gut tief blicken – wenn er denn nicht wolkenverhangen oder benebelt ist.

Mehr aus dem Umfeld Wernigerodes folgt demnächst.

Read Full Post »

Nach einem Wassercamp ist vor einem neuen Wassercamp …

Aber zuerst müssen die Ergebnisse ausgewertet und präsentiert werden.

So waren an jedem Wassercamp-Tag an vielerlei Stellen scheinbar versunkene Gruppen zu sehen – nicht etwa abgeschlafft, sondern intensiv ihre biologischen und chemischen Daten diskutierend und auswertend.

Der Fischbestand wird vom erfahrenen E-Fischer geprüft.

Beim Elektro-Fischen werden Gewässerorganismen betäubt und nach Art, Zahl, Größe und vielem mehr in Bezug auf den Gewässerzustand beurteilt. Aus gutem Grund ist E-Fischen grundsätzlich verboten und nur durch fachlich Qualifizierte, die jeweils eine Erlaubnis beantragen, ggf. erlaubt. Wie hier, quasi zur Beweissicherung, gibt es eine solche Erlaubnis. Zuwiderhandeln wäre – wie Schwarzangeln generell – kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat (§ 293 StGB Fischwilderei).

Auch eine Wollhandkrabbe kam an Land bzw. ins Beobachtungs-Aquarium.

Ergebnisse des E-Fischens habe ich wegen erforderlicher vorzeitiger Abreise nur qualitativ mitbekommen. Es wurden neben Jungforellen vor allem Stichlinge, Gründlinge und Elritzen sowie Querder, Jungendstadien der Neunaugen, gefangen. Auffällig war das fast vollständige Fehlen von Aalen, Extrem-Ergebnis im überall festzustellenden Rückgang des Aalbestands unserer Gewässer. Ob das nahezu vollständige Fehlen von Großforellen eine Folge des diesjährigen extremen Niedrigwassers einschliesslich der überhöhten Maximalwassertemperatur ist, bleibt offen. Die in unserer intensiv genutzten Landschaft meist entbaumten Gewässer liegen schutzlos der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Auf diese Weise wird „effektiv“ die Lebensgemeinschaft der sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse „ausgeheizt“ (dem Link folgend kann kostenlos ein Buch zur Beschreibung unserer überheizten Landschaft und Anpassungen dagegen heruntergeladen werden).

Mehr Fotos, auch zur E-Befischung, sind im Link der Unterelbeschulen zu finden.

Wir sind gespannt, ob die Restaurierungen nächstes Jahr bei den Fischen Veränderungen zum Positiven belegen wird.

Alle Arbeitsmaterialien sind gesammelt und so sortiert, dass jede Schule ihre Ausstattung zurückerhält. Bald kommt der Bus.

Wir werden vorhandene Kiese am Ufer mit neuen Schüttungen als Depot ergänzen. Den hier abgebildeten Bach werden wir 2019 vom Kanal in einen lebendigen Bachoberlauf verwandeln.

Auch in den Gehegen soll die Struktur der Osterau verbessert werden – weniger Sand-Erosion und mehr Strukturvielfalt in Sohle und Ufer sind die Ziele.

Dies betrifft unter anderem die von Prallhängen angeschnittenen Moränenhänge. Hier werden Kies-Depots der Osterau mehr naturnahes Material zur eigenen Gestaltung bieten.

Aufmerksam beobachten Junghirsch und -kuh unsere Gespräche.

Auch ältere Hirsche wundern sich.

Das Wildparkgelände bietet gute Möglichkeiten zur Verbesserung. Die Baumkulisse ist ein wichtiger Baustein für die im Wildpark Eekholt vermittelte Umweltbildung.

Read Full Post »

Wieder stand auch der Bau neuer Treibselsammler auf dem Programm.

Dafür waren Hölzchen und Stöckchen, vor allem aus Haselnuss und Weide, geschnitten worden. Reichlich Material.

Ganz Findige hatten auch Tragehilfen im Sinne „leichtes Gepäck“ vorbereitet.

Immerhin besteht im Wildpark Eekholt im Gegensatz zu sonst meist ausgeräumten Landschaften Akzeptanz für das Thema Totholz.

Wathosen, Hämmer, Säge, Astschere und mehr – transportiert ans obere Ende des Osterauwanderweges.

Schnell waren 2 Treibselsammler fachgerecht hergestellt.

Eine gute Hilfe beim Einrammen boten 2 neu hergestellte Metallhülsen mit Griff.

Die Treibselsammler 2017 wurden überprüft. Wo nötig, wurden ein paar Stöcke ergänzt – hier im Uferbereich, um Umströmung mit Land-Erosion zu verhindern.

Am Ende des Stegs war der Wurzelbereich des Sturzbaums so freigespült, dass ein Abdriften absehbar war. Um daraus resultierendes Wegsägen des Baums zu vermeiden, versuchen wir, Land aufzubauen.

Fachleute bei der Besprechung, wie der Treibselsammler gesetzt werden soll.

Die Entwicklung wird verfolgt. Mehr dazu im Lauf des nächsten Jahres.

Read Full Post »

Ca. 70 Schülerinnen und Schüler der „Unterelbeschulen“ mit Betreuern und „Teamern“ hatten sich im Wildpark Eekholt eingefunden, um Erfahrungen mit der biologischen, chemischen und physischen Beschaffenheit der Fliessgewässer im Wildpark Eekholt zu machen. Neben Untersuchungen und deren Auswertung stand zum 2. Mal Restaurieren der Osterau mit Kies und Holz an – hier der Kies-Bericht.

Der Kies war eine Woche zuvor angeliefert und an vereinbarten Stellen ins Ufer geschüttet worden, vgl. Beitrag vom 8. September.

Am westlichen Ende des „Osterauwanderweg“, Position 4, ragt ein zu profilierendes Kiesdepot in die Osterau.

Der Kies soll leicht gegen die Strömung in Richtung des anderen Ufers als Unterwassernase ausgeharkt werden.

Da queren schon die ersten Aktiven die Brücke.

An Kiesposition 4 wird eifrig gearbeitet.

Viele Hände in Aktion.

So lenkt die fertige Unterwassernase die Strömung aus der Erosionskurve schadlos Richtung Brücke.

Ab Jahreswechsel werden wir in Monatsfolge sehen, ob Forellen, Neunaugen und z.B. Elritzen den Kies auch als Laichplatz annehmen werden.

Team-Besprechung an Kies-Standort 3.

Hier wird eine Haarnadelkurve scharf angeströmt. Wir wollen den extremen Landverlust und die Gefährdung des nahen Weges entschärfen.

So liegen an dieser Stelle versetzt 3 Kies-Depots für Feinarbeit bereit.

Dasselbe, Blick Osterau-abwärts.

Ganz schön tief an dieser Strudelstelle.

Die Gruppe, voll in Aktion.

Das Team der Kies-Position 2 hat schnell die Unterwassernase geharkt – es ist noch mehr Kies vorhanden, wird nachgeliefert.

Nach und nach kommt einiges dazu.

Die Reste werden mit Kleinbagger zusammengekratzt und per kleinem Frontlader zur Osterau gebracht.

So sieht die Unterwassernase schon gut aus.

Am oberen Ende des Osterauwanderwegs liegt der Kies der Position 1.

Hier an Position 1, dem oberen Ende des Osterauwanderwegs, sollte die Strömung im Prallhang bachab zweier Kieslenker aus 2017 zum Schutz des Alt-Erlenbestands ergänzend gelenkt werden.

Mit gut geübter Gruppe ist das Ziel, wie das Foto zeigt, schnell erreicht. Die Fischunterstände unter den Erlenwurzeln bleiben erhalten, der Strömungsdruck ist zum Baumerhalt aber vom Ufer weggenommen und zur Bachmitte verlagert.

Position 1 zeigt nun das typische, belebte Bild neu provozierter Turbulenz – an schadloser Stelle.

Andere Ansicht vom gegenüberliegenden Ufer, bachauf fotografiert.

Mit diesem sehr zufriedenstellenden Gesamtergebnis verlasse ich das Steinige.

Der nächste Beitrag wird die Herstellung von Treibselsammlern aus Holz beschreiben.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »