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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Nachdem wir die Wollhandkrabben ausgiebig betrachtet haben, vgl. gestriger Beitrag, ging es mit dem Bekiesen los. In den Vorjahren bekieste Punkte wurde locker mit Kies „im Schüttwinkel“ ergänzt. Einige überbreite Stellen Richtung Grundstücksende bachab erhielten neue Kies-Depots.

Kleiner Hinweis zu frei liegendem, dunkel oder grün überwachsen erscheinendem Kies: Wir befinden uns hier im Tidebereich des Pinnau-Einzugsgebiets, Tideniedrigwasser. Gegen Ende der Flut staut sich an dieser Strecke des Ohrtbrooksgrabens je nach Wind und Wetter sowie natürlich „von oben“ kommender Wasserführung bis zu 1 m Wasser hier ein. Mit der Ebbe erscheint wieder der Eindruck des seewärts abfliessenden Bachs.

Neuer Schüttwinkel auf Altkies.

Mit geeignetem Gerät und versiertem Fahrer geht die Arbeit schnell voran.

Hier wird an überbreiter Stelle ein Punkt ergänzt.

Kies im Schüttwinkel.

Wir arbeiten auf der Uetersener Seite, gegenüber blüht eine Ökofläche Torneschs.

Intermezzo.

Hoch-ge-beamte Kiesel ! ?

Nein, Jungsspaß zwischendrin – Platsch!

Wir haben das Ende des Grundstücks erreicht – Lindenschatten.

Der Radlader fährt zurück.

Auf Mähflächen liegender Kies wird in den Bach geschaufelt oder geworfen, damit kein Mähwerk beschädigt wird.

Aus gleichem Grund ist die Lagerfläche mit dem Radlader glatt gezogen worden.

So verlassen wir zufrieden den weiter strukturierten Bachlebensraum.

Schulen des Umfelds werden, wie üblich, ihre Untersuchungen fortsetzen.

Ob nächstes Jahr eine Erweiterung der Strecke erfolgen wird?

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Motto des Tages (wusste ich erst aus der Situation heraus): „Wer in einem harten Panzer steckt, hat vielleicht irgendwann ein Problem.“

Das jährliche Lkw-Äquivalent Kies (15 t) lag am Ohrtbrooksgraben nach Mähen der Wiese bereit. Wie üblich sollte vom Grundeigentümer mit Zustimmung von Wasserverband und -behörde Lebensraumverbesserung stattfinden.

Es ging los.

Die Enkel des Grundeigentümers, tolle Sache in den Ferien, waren mit dabei – ggf. Kies von der Mähwiese weg in den Bach bringen, damit Mähwerke künftig keinen Schaden nehmen.

„DA, daaaaa! Tote Krebse!“

Mal nachsehen. – Tatsächlich, da liegen etliche Krebse, Wollhandkrabben, rücklings auf dem Gewässerboden.

Ich drehe ein Exemplar mit meinem „dritten Bein“, einem Haselstock, um.

Oh Schreck – der Krebs ist weck!

Der Rückenpanzer ist aufgeklappt, der ehemalige Inhaber sitzt irgendwo versteckt, als „Butterkrebs“. Wenn er nicht von Interessenten wie Fischen, Vögeln, Otter jetzt gefressen wird, legt er sich wieder einen – größeren – Panzer zu. Und so geht das weiter, bis irgendwann die Laichzeit die erwachene Wollhandkrabbe Richtung Brackwasser auf Wanderschaft zieht.

So, den Rückenpanzer wieder runtergeklappt, sieht das Ganze fast lebendig aus. Vielleicht ist das Tier ein Bisschen blass …

Das war ja ein interessanter Start – die Natur hat „das Problem“ harter Panzer also seit Langem gelöst. – Demnächst folgt hier der Beitrag über das diesjährige Bekiesen.

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Riesenbärenklau am Bach, blühend – höchste Zeit, die Pflanze zu beseitigen.

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) produziert schwimmende Samen, jede einzelne Pflanze unendlich viele. So können bereits Einzelpflanzen lange Ufersäume, große Flächen mit diesem „invasiven Neophyten“ erobern.

„Unendlich viele“ gibt es nicht? Ok, Inaugenscheinnahme vor Ort oder Fotos bieten die Möglichkeit, reale Zahlen zu ermitteln. – Und ein besonderer Trick für Erfolg: die Samen liegen, quasi als Samenbank im Boden, bereit bis zu 8 (acht), gar 15 (fünfzehn!) Jahre zu keimen. Es ist also angebracht, konsequent den Anfängen zu wehren.

„Blüten zu Samen …“ – einfach mal zählen.

Vorsicht bei Hautberührung im Sonnenschein! Schwer heilende, flächige Wunden sind die Folge.

Die Beseitigung der Pflanze erfolgt am Besten durch Zerstören der Wurzel, künftige Probleme sind durch Entfernen des Blüten- / Samenstands (am Besten im Restmüll) zu verhindern.

Bloßes Abhacken der Blüte bringt in tieferen Blattachseln neue Blüten. Sequentiell fortgesetzt – und nachgesehen! – kann man staunend feststellen, dass bei solcher Behandlung bis auf Rasenhöhe nach und nach Blüten gebildet werden. Auch die letzte, kleinste hat mehr als 50 Teilblüten, also eine entsprechende Zahl an Nachkommen zur Folge.

Konsequentes Eingreifen erinnere ich gut aus meiner Wandsbeker Zeit. Da haben wir auch einen Umwelttipp gebastelt, der sich bis heute bewährt.

Also: nachmittags nochmal hin, geschützt und bewaffnet (lange Ärmel, (Sonnen-)Brille, Spaten).

Vorsicht vor Verwechslungen! Heimische Wiesenbewohner wie Wiesenbärenklau (Heracleum spondylium) oder Engelwurz (Angelica archangelica) sollen nicht entfernt werden! – Für mich sind die spitzig-zackigen Blätter des Riesenbärenklau das besten Anzeichen, dass ich „richtig liege“.

Ja, ich habe den Spaten begründet mitgebracht.

Schnell noch ein paar nebenbei entdeckte Exemplare Drüsiges Springkraut ausgerissen – ebenso ein heimische Arten extrem verdrängender Neophyt.

[Kleine Handreichung zum Drüsigen Springkraut: Umwelttipp des Bezirksamtes Wandsbek, Hamburg.]

Und dann – nochmals: Vorsicht vor dem beim Zerhacken des Riesenbärenklau freiwerdenden, reichlich vorhandenen Pflanzensaft! – Stengel kappen, Blüte in den Müllsack, Wurzel zerhacken.

Glück gehabt, dass es sich hier bisher nur um eine Einzelpflanze handelte!

Fertig.

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Der NABU Norderstedt hat sich in Bachaktionstagen mit weiteren Interessierten aktiv für die städtische Moorbek, Stichwort „Stadtpark“, eingesetzt und setzt dies fort. Darüber hinaus engagiert sich die Gruppe auch im gesamten Einzugsgebiet. So kam in Kooperation mit einem Eigentümer das Restaurieren einer 200 m langen Strecke in Gang, das ich in einem Beitrag am 24. November 2019 in Aussicht stellte (vgl. auch Beitrag vom 23. November 2019 – alle zu Beteiligenden aus Politik und Verwaltung sind „mit im Boot“).

Inzwischen waren alle erforderlichen Formalitäten erfüllt, der Kreis Segeberg stellte dem federführenden Wasserverband Mühlenau finanzielle Förderung bereit. Die Bedingungen – gute Befahrbarkeit der Wiese nach Heuernte, gute Einsatzmöglichkeit großen Geräts – konnten besser nicht sein.

Der Wetterbericht machte es spannend: Mit breitem Sonnenschein im Wechsel sollten bei Stark- bis Sturmwind schwarze, sich schlagartig entleerende Wolken über`s Land ziehen.

Nun denn …

Mein Start in Wedel, boaahh, dieses Blau! – im Norden zieht etwas schnell längs. Da will ich hin (?).

Norderstedt …

Blick vom Streckenstart – ich komme verabredungsgemäß eine Stunde nach den ersten Aktiven. Es ist noch viel zu tun.

Mit Muldenkipper wird der Kies, eingewiesen, direkt in den Bach und bis auf die Böschung geschüttet. Ich übernehme das weitere Einweisen.

Die Schüttpunkte waren markiert – so, dass die in der oberen Hälfte der Strecke vorhandenen Bäume für die weitere Entwicklung erhalten bleiben.

Es ist dringend erforderlich, den standorttypischen Baumsaum zu entwickeln – nicht nur wegen des Klimawandels. – Wer übergreifend über die thermischen Ansprüche von Fischen lesen möchte, unter anderem auch über die in Bachoberläufen lebenden, z.T. weit anwandernden Salmoniden, findet hier mehr dazu.

Nicht nur wir schütten …

Damit überhaupt gearbeitet werden konnte, mussten vorab Wasserpestmassen mit dem Mähkorb aus dem Profil entfernt werden.

Die Problematik Wasserpest in Bachoberläufen habe ich im o.g. Beitrag generell dargestellt.

Es geht doch nichts über praxisnahes Gerät – hier: Schnellwechsler, Mähkorb.

Wechselseitig wird der Kies als Lebensraum und Strömungslenker untergebracht.

Strömungslenken im Detail.

Wenn Arbeiten doch immer so unproblematisch wäre …

(Das heisst ja nicht, dass all die Vorbereitungen im Vorfeld ohne belastende Begleiterscheinungen verlaufen wären. Aber das gehört dazu.)

Nacharbeit erfolgt händisch, wo nötig.

Nach und nach entwickelt sich der gewünschte, gewundene Stromstrich.

Noch prägt die eher wärmeliebende Calopteryx splendens das Bild. Mit naturnäheren Verhältnissen des sommerkühlen Bachs wird sich ein höherer Prozentsatz der Art Calopteryx virgo einstellen.

Etwa in Streckenmitte harke ich so etwas wie eine Rausche – die Gesamtstrecke soll nicht tiefer entwässert werden.

Kleine Heuhüpfer erobern die Wasserpest auf dem Ufer.

Diesmal liegt der Wetterbericht, jedenfalls für Norderstedt, absolut richtig. So ein abwechslungsreicher Tag im Freiland ist ein Erlebnis!

Am Ende der Strecke wurde eine längere Rausche angelegt. Sie definiert die Sohlhöhe, ist neuer Großlebensraum.

Und sie rauscht ordentlich …
(Foto nach Abschluss der Feinarbeit, WW.)

Streckenstart – Beidseitig der Rohrüberfahrt wurde Kies, primär als Erosionsschutz, geschüttet. Mal sehen, was draus wird.

Blick Richtung Streckenstart nach Feinarbeit – auch die letzten Aktiven verlassen den Tatort.

Abfahrt. – Erwähnte ich bereits, dass der Wetterbericht …
Ach ja!

Auch dieses Wetter zieht ab. Die Heimfahrt erfolgt – wenige Tropfen gegen Schluss – bei strahlendem Sonnenschein.

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In den Beiträgen vom 19. November und 12. Dezember 2019 klang bereits an, dass mehr zu tun sei.

Nun war es Anfang Juli 2020 so weit. Die am linken Ufer der Pinnau liegende Wiese war frisch gemäht, das Heu bei bestem Wetter abgefahren. Alle Beteiligten standen bereit, 3 Lkw Kies lagen vor Ort.

Verabredungsgemäß komme ich etwas später. An der Zuwegung der Pinnauwiese belädt die Belade-Crew per Radlader den Transportwagen.

Am Pinnauufer wartet der Hydraulik-Radlader.

Das ist ja offenbar prima in Gang gekommen.

Der Hydraulik-Radlader wird direkt aus dem Transporter beschickt.

2 Kies-Depots sind am unteren Ende einer Rauen Rampe geschüttet.

Schnell sind sie zum Teil händisch auf einer Teilbreite der Pinnau zu einem Kieslaichplatz umgewandelt.

Hochwässer und die Aktivität der Laichfische werden uns zeigen, wo die Pinnau diesen Kies am Liebsten hätte.

Starker Westwind steht gegen den Abfluss auf einer Pinnaurausche.

Das normalerweise gleichmäßig turbulent wirkende Oberflächenmuster des Rauschenablaufs ist vom Wind verformt.

Bachauf der Rausche stehen Windwellen gegen die Abflussströmung.

Nachdem wir im Vorjahr das rechte Ufer gegen übermäßige Erosion geschützt haben, ergänzen wir dies nun an Drehkolken des linken Ufers.

Das geschieht punktuell, am Start und am Ende, wo nötig auch in der Mitte, um Uferaufbau und Flachwasser zu ermöglichen.

Das obere (vorn) und untere Ende eines Drehkolks sind bekiest.

Hier soll auch der mittig noch erhaltene, bewachsene Stackrest gesichert werden.

Mit dem Teleskop-Radlader ist das bei Schutz der Vegetation gut zu realisieren.

Und immer wieder …

Die Beladestellen werden nach Ortswechsel des Teleskop-Radladers jeweils von Restkies befreit. Der darf nicht auf der Wiese bleiben, ins Mähwerk geraten.

Kleine Pause – Warten auf den Transporter, er naht.

Am oberen Ende unserer Bekiesungsstrecke hat sich eine Große Maifliege zum Eierlegen aufs Wasser gesetzt – wohl eins der späteren Exemplare.

Zum Schluss bleibt eine linear hinterspülte Uferbefestigung, die wir an zwei Stellen punktuell mit Kies hinterfüllen. So finden die selbst angesiedelten Erlen uferseitig Wurzelraum und können dauerhaft erhalten werden.

Fertig – Gewässerlandschaft im Wandel.

Dank an alle Beteiligten, hier vor allem der Baufirma Dunse, Tangstedt, und des Sportanglervereins Elmshorn-Barmstedt.

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Ludwigslust und Umgebung behalten wir in guter Erinnerung. Nicht zuletzt auch das Eis schmeckte ausgezeichnet.

Am letzten Abend unseres Pfingst-Radelurlaubs in Ludwigslust und Umgebung gönnten wir uns noch ein Abradeln – Steinerne Brücke im Schloßpark bachab.

Am großen Rund mit den kleinen Fontänen sollte Schluss sein.

Da zeigte sich zum Abschied noch ein Stockentenerpel.

… orientierte sich, ob denn da ausser uns so gar kein Publikum erschienen war …

… nahm noch ein Schlückchen …

… uuuund Abflug!

Das also sollte unser symbolischer Abschied sein. Wir radeln zurück.

Tschüß Steinerne Brücke!

Tags drauf blieb uns noch etwas Zeit. Die nutzten wir, eine der Raseneisenstein-Radtouren anzuradeln – vielleicht Übung für ein nächstes Mal.

Schnell brachte uns der Zug nachmittags nach HH-Altona zurück.

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Über ruhige Landstraßen und Waldwege ging es zurück.

Die Sonneneinstrahlung bescherte uns mehrfach (scheinbar) „weisse Vögel“ – Silberreiher? Weisstörche, wo ist der Schwarzanteil geblieben? Kraniche …? – Über die Zeit wurde klar, wir waren einem Beleuchtungseffekt aufgesessen. Die Vögel waren durchweg Graureiher, alt und jung.

Wir queren eine Bundesautobahn, so gut wie leer – am helllichten Tag?! Geht das? – In Corona-Zeiten schon, hier: die BAB A 24, Hamburg-Berlin.

Wir nähern uns einem Ort mit dem Namen „Tuckhude“.

Interessantes im Schilderwald? Da hinten …

Sieh an, hier startet er also, der Ludwigsluster Kanal.

Per Luftlinie ca. 10 km, mit ein paar eingebauten Kurven ca. 12 km ist der Ludwigsluster Kanal bis zur Wasserkunst am Schloß Ludwigslust immerhin lang. Danach, gem. Link, wurde er weitere 16 km gegraben, bis sein Wasser über Rögnitz und Sude die Elbe erreicht.

Die weite Wiesenlandschaft hat auch 2020 gute Wintervorräte für Pferde und Rindvieh produziert.

Die Forst-Aspekte wechseln – frisch durchforsteter Fichtenbestand.

Auf gutem Zukunftsweg – mit gemischtem Laubbaumbestand jetzt vielfältig gewordener Kiefernforst.

Hier lernen wir etwas Neues – etliche dieser Gebilde haben wir bereits passiert. Jetzt lesen wir das Informationsschild.

Das ist also eine „Landeskalibrierstrecke“. – Noch nie davon gehört, macht wohl keine Aktion in Sachen „public relation“.

Wer sucht, der findet. Das Berliner Pendant hat es immerhin bis Wikipedia geschafft.

Wir haben uns gegen weiteres Waldwegfahren entschieden, biegen nach links auf eine Landstraße ohne Radweg ab, um die Landesstraße „mit“ zu erreichen.

Auch wenn der Verkehr (verwöhnt von „leer“!) etwas ruppiger wurde, wir haben es geschafft – L 73 in Sicht.

Jetzt, in praller Sonne, nur noch rechts rum und rüber auf den Radweg.

Der Mais ist heiss!

Nun mit Radweg – und mit Hut.

Kleiner gedanklicher Schlenker in die jüngere Vergangenheit – in unserem Rücken liegt Neustadt-Glewe, morgens durchradelt. Beim Wasserbericht steht schon ein Bisschen.

Dort waren wir – gut besonnt – in freier Wahl zwischen Wasserstraße und Kiez Richtung Burg geradelt.

Wenn da eine Straße „Wasserstraße“ heisst …

In der Tat, da fliesst ein Wässerchen zwischen beiden Straßen, weiter parallel zum Burggraben, in die Elde.

An einer Seite sehr schön mit artenreichem Altbaumbestand versehen …

… bietet die Burg auch sonst einen sehr guten Anblick.

Das Burgtor offen … – wir aber zu früh für mehr. Daher folgte die weitere Wasserrunde am Rand der Lewitz bis Friedrichsmoor.

Die Zeit nutzten wir auch für einen kleinen Rundgang, vorbei am „Schloss“, heute ein Hotel-Restaurant, und über den Marktplatz mit seinen imposanten benachbarten Fachwerkhausstraßen.

Manches Feuerwanzen-Eldorado lag an unserem Wegesrand.

Rückblick aus! – Konzentration!

Letzte Etappe Rückweg – es geht wieder auf gewundenem Radweg durch (erfrischend!) halbschattige Waldpartien.

Bald sind wir in Ludwigslust angekommen, queren die Bahnstrecke wieder per Fahrstuhl – Brücke – Fahrstuhl.

Das Abendradeln an diesem letzten Tag in Ludwigslust bescherte uns noch einen „Abflug“ (demnächst).

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Wir hatten das Gebiet der Lewitzer Teiche linksrum verlassen, radelten eine Landstraße entlang, das Radelziel Jagdschloss Friedrichsmoor nicht mehr fern.

Ringsum eifriges Mähen von Groß- und kleineren Wiesen, Wenden, Wenden, Wenden.

Solch Zeitpunkt und Wetterlage (kleine Erinnerung: es ist Pfingsten 2020) bringt fast einen 24-Stunden-Tag.

Da ist die Luft plötzlich erfüllt von vielerlei Vögeln – oder einfach „vielen“ Vögeln? Eine straßennahe Wiese wird gemäht. Turbulentes Treiben in der Luft, hin und her, auf und ab – nahe Begegnungen fast auf Kopfhöhe zwischen den Straßenbäumen eingeschlossen.

Irgendwer profitiert hier vom gerade laufenden Mähen – schon ist zu ahnen, wer.

Mehr als 15 Rotmilane haben eindeutig die Lufthoheit.

Man kann den Blick gar nicht abwenden.

Bei all der Begeisterung über die Flugkünste der Rotmilane geraten andere Interessenten an diverser, nun zugänglicher Nahrung fast aus dem Blickfeld, z.B. unten rechts.

Diverse Rabenvögel und kleine Gruppen Stare, die abwechselnd Teilflächen anfliegen und absammeln, sind ebenfalls aktiv, bodennäher.

Es bleibt spannend.

Auf ein Letztes – wir reissen uns los, radeln weiter.

Na also.

Nochmal rechts rum, Rückweg nach links im Sinn.

Das ehemalige Jagdschloss wird gerade zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut.

Die abwechslungsreiche Umgebung lockt auch mit einem Sagenpfad – sagenhaft!

Das merken wir uns für einen nächsten Besuch.

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Die Perspektive macht`s – Kaskaden vor dem Schloß und Motorrollerfahrer.

Die Kaskaden sind schon größer als nach dem vorigen Foto zu vermuten …

Das Schloß – da wollen wir diesmal rein.

Über den Jagdstern hatte ich ja geschrieben – hier präsentiert sich ein Teil jagdliche Vielfalt, „tote Tiere“ bzw. ihre Köpfe mit Gepränge.

Ob dieser Hirsch sich der Ehre bewusst war – seine kgl. Hoheit, Großherzog Friedr. Franz II ist auf dem Brett drunter verewigt.

Wildschwein – sehr zu empfehlen für Fleischesser (wie übrigens das übrige Wild auch, so lange es nicht aus Tschernoby-beeinflussten Regionen importiert wird).

Blondinen, schlicht, maskiert, im Prunk.

Auch ich, maskiert, im Prunk.

Einfach nur Prunk.

Mal rausgucken – südwärts, Kaskaden und Stadtkirche.

Nochmal rausgucken – Nordachse des Parks.

Runter gucken – „Bitte nicht das Parkett betreten.“

Gerade ist kein Audienztermin zu buchen.

Dank für die Info – bitte nicht über die EU und Europa meckern!

Wieder draussen – wir gehen Richtung Stadtkirche. (Leider war das Foto auch per Hand nicht besser zusammenzusetzen, ich wollte aber auf den oberen Teil nicht verzichten.)

Das Umfeld der Stadtkirche wie auch Bereiche vor dem Schloß sind zahlreich mit neuen Bäumen bestückt. Das wird mal richtig gut!

Die Fachwerkhäuser sind auch einen Blick wert.

Und abends …

… schleicht sich wieder ein Mauersegler (oben links) ins Foto.

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Tags drauf entzogen wir uns der prallen Sonne während einer morgendlichen Radtour, tauchten im Westen des Schloßparks entlang Ludwigsluster Kanal in den Wald ein.

Absturz an der Steinernen Brücke – die alten Wasserbauer haben sich das örtliche Gefälle optisch (auch anders) gut zunutze gemacht.

Das Thema Durchgängigkeit der Gewässer für ihre Bewohner lasse ich mal weg.

Noch sind wir im eigentlichen Park.

Vielfalt der Abstürze – ein weiteres Beispiel.

Wir verlassen den gartenartig angelegten Teil.

… noch eine kleine Fontäne bestaunt – und wir verschwinden im Wald.

Vogelgezwitscher und überraschende Lichtwechsel kennzeichnen unseren Weg.

Parallel zu unserer Route wird gelegentlich ein kleiner Bach sichtbar.

Und noch einmal das Spielen mit dem hiesigen Geländegefälle.

Wasser- und Gartenkunst, gut ausgedacht und realisiert.

Erhaltene Totbäume spiegeln sich im Wasser – schön, falls sie als Standholz ihre ökologische Bedeutung noch lange ermöglichen können.

Sturzbaum mit Spiegelung.

Lichtung mit Stockentenpaar, Morgensonne-beschienen.

Auf dieser Windwurflichtung wurde nicht jegliches Holz entfernt, gern hätten auch mehr Kronenanteile liegen bleiben können.

Ein letzter Absturz vor dem Jagdstern.

Angekommen – eine Tafel informiert über die hier radial zusammentreffenden Wege.

Jagdstern – Zeugnis früherer herrschaftlicher Jagden. Man muss das nicht gut finden. Wer sich per Literatur ins Detail begiebt, mag sich (auch und gerade als Jagd-Akzeptierender) angesichts entgleisenden „menschlichen“ Verhaltens – Grausen bis speiübel – abwenden.

Von Norden dröhnt durch aufgelichteten Nadelforst Motorengeheul des Motodroms.

Die Rückfahrt zur Steinernen Brücke ergänzt die morgendlichen Erlebnisse.

Dem Ludwigsluster Kanal werden wir auf einer späteren Tour an nicht erwarteter Stelle (wir hätten uns auch vorab informieren können) wieder begegnen.

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