Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Über den Elbhöhenweg im Westen Hamburgs habe ich öfter berichtet. Nun sollte es in den Sven-Simon-Park, nebendran, gehen. Naturerlebnis war angesagt.

Beeindruckende Anfahrt durch Rissen (das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach), geparkt und rein geht`s in den Sven-Simon-Park.

An der Ausrüstung der Jüngsten der 3 „Generationen-Blondinen“ kann das Ziel – mitten auf den Elbhöhen! – erahnt werden. Wir erwarten, dass es nass wird.

Neben einem – trocken gefallenen – Regenauffangbecken finden wir den mit verstärkter Kunststofffolie gesicherten Teich. Der Himmelseindruck prägt den ersten Blick darauf.

Bei genauerem Hinsehen wird ein Ziel der Begierde sichtbar – Kauelkuacken!

Vorsichtig wird mit Puderzuckersieb am Stiel gekeschert. Die trocken gefallene Kunststofffolie zeigt die Frühjahrstrockenheit.

Erste Beute.

In ständigem Wechsel ziehen große Schwärme Kaulquappen durch den Teich – linienförmig.

… jegliche Art von Kunstformationen bildend.

Da ist mehr zu entdecken – Posthornschnecke …

… Schlammschnecken …

Egel – auf der Suche nach irgendwas.

Kaulquappen, Posthorn- und Schlammschnecken, Egel – Zeit zum Wiederaussetzen!

Schonendes Aussetzen will gelernt sein. Dies gleicht – aus Sicht der kleinen Organismen – sicherlich eher einem Sprung vom 10 m-Turm.

Kein Ekel vor Egeln! – Wir lernen von anderen, dass sie zur Zeit offenbar gern das Wasser verlassen. Das tut „unserer“ nach Aussetzen an Teichrand mit Schlammkontakt dann auch.

Die 3 Blondinen, gedoppelt – es gibt auch weiter mehr zu sehen.

Kleine Weissfische an der Wasseroberfläche – bei dem kleiner werdenden Wasserkörper und der auf großer Fläche intensiven Vegetation, die im Abbau dicken Schlamm aufgebaut hat, herrscht hier am Ende der Nacht sicherlich erheblicher Sauerstoffmangel.

Am Horizont ist auch ein kleiner Goldfisch zu entdecken.

Nach mehrfachem Füllen des Eimers mit diverser Beute und nun vorsichtigem Entleeren wird es Zeit, an den Rückweg zu denken – bzw. ihn anzutreten.

Der Sven-Simon-Park ist aufgrund seiner Charakteristik auf bewaldeter Moräne mit bewaldeten Dünen ein spannendes Feld – die Bäume, eine Vielfalt von Laub- und Nadelbäumen, zeigen die Boden- und Höhen- (Feuchtigkeits)verhältnisse. Sichtschneisen ermöglichen die Gruppenbewegung in diversen Entfernungen.

Und es gibt viel zu sehen – und aufzuheben! Auch für den Rückweg will also genügend Zeit eingeplant sein.

Read Full Post »

Eigentlich wollten wir die verbliebenen Stecken für Treibselsammler an der ländlichen Mühlenau nutzen. Vandalismus zerstörte den Testsammler dort aber so, dass wir sie lieber an der städtischen Mühlenau einsetzten. – Da der Wille zu „Hölzchen & Stöckchen“ ungebrochen ist, wird der herbstliche Schnitt in Garten und Landschaft hinreichend Gelegenheit geben, geeignetere Stellen an der ländlichen Mühlenau damit zu verbessern.

Nun also Mühlenau, Pinneberg – einen ersten Eindruck von vor Ort habe ich bereits mit dem „Störtebeker“-Beitrag geliefert.

Die Umleitung gilt nun umgekehrt, vgl. Beitrag vom 14. Mai – die obere Brücke ist restauriert, „unsere“ für Treibselsammler genutzte ist jetzt dran.

Blick bachauf – dort soll es geschehen. Das Wasser ist klar, der bewegte Sand (hier im Foto nicht) sichtbar.

Bei guten Arbeitsbedingungen ist der erste Sammler schnell fertig – allerdings kürzer als vorgesehen, da unsichtbare Hindernisse weiteren Holzeinsatz stoppen.

Holztransport – wir entscheiden, versetzt gegenüber einen weiteren Sammler zu setzen.

Die grobe Richtung stimmt.

Feinarbeit am Ufer – die gegen Umläufigkeit dicht gestellten Hölzer werden so tief gerammt, dass keine Stolperfalle entsteht.

Alle Hölzer zur Wasserseite werden auf Mittelwasser-Niveau gebracht.

Fertig! – Wo sind sie denn?!?

Da sind sie ja!

Die weitere Entwicklung durch Bach-Dynamik wird zu gegebener Zeit hier im Blog vorgestellt.

Read Full Post »

Vor längerer Zeit las ich über Uetersen, wie Störtebeker, Pinnau-aufwärts per Flut mit kleinen Booten, dort versuchte Proviant und Vieh zu stehlen (Wikipedia, 8. Absatz in „12. bis 16. Jahrhundert„). Einem der Kumpane, der dabei gefangen genommen wurde, wurde daraufhin vor der Drostei in Pinneberg der Prozess gemacht – sein Ende.

Heute Morgen an der Mühlenau glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen – war der Geist des Hingerichteten mit Boot zurückgekehrt (aber an der Westgrenze Pinnebergs falsch in die Mühlenau abgebogen?) ?

Da liegt bachab von der Regioklinik tatsächlich ein Boot.

Fußläufige Kontrolle (über mehr, bachauf der Brücke, berichte ich demnächst) zeigte allerdings, dass das Boot nicht vertäut war. Vermutlich ist es von bachauf jemandem abhanden gekommen, hat „glücklich“ alle Brücken passiert und strandete wegen Niedrigwasserführung auf einer sandigen „Untiefe“.

Read Full Post »

In den „Kies-Jahren Mühlenau“ tauchte gelegentlich der Begriff „Treibselsammler aus Holz“ auf. Anderswo wurden die realisiert, hier noch nicht.

Nach Knickpflege vor einigen Jahren entlang eines Grundstücks des NABU Pinneberg war eine gute Zahl Stecken gelagert worden. Die kamen nun nach und nach zum Einsatz.

Wohl dem, der solch von Art, Länge und Zuschnitt sehr gut vorbereitetes Material hat (Foto: WW) – da braucht man nur noch „wegarbeiten“! Dank geht an die Aktiven im NABU Pinneberg!

Wir entlasten das Ufer von übermäßiger Erosion, die Treibselsammler legen bewegten Sand in der Sohle fest und bauen neues Ufer auf.
Wenn anderes Treibgut kommt, baut das um die „Hölzchen und Stöckchen“ einen dreidimensionalen Lebensraum auf. Damit alles seine Richtigkeit hat, werden gegen Umläufigkeit Stecken dicht an dicht in die Böschung geklopft, bündig mit dem Boden abschliessend, damit keine Stolperfalle entsteht. Die wasserseitigen Stecken werden auf Mittelwasserhöhe runter
geklopft.

Aber erstmal müssen wir die Situation klären – Bauarbeiten an der Mühlenaubrücke Rehmen – Regioklinik Pinneberg.

Das macht eigentlich nix (die Brücke „brauchen wir nicht“), aber das Wasser sieht hier angetrübt aus. – Gucken wir also erstmal an der Querung bachab.

So ein Auwald-ähnlicher Bewuchs im Frühling – ein Genuss!

Bis hier könnten wir sogar direkt anfahren und kurzzeitig parken.

Gute Aussichten – auf schlechte Gewässersohle, bewegter Sand.

Dort ins Ufer werden wir den Treibselsammler einbinden.

Bachab der Brücke erodiert das Ufer stark Richtung Wanderweg – das werden wir zu stoppen versuchen.

Wir nutzen also die Umleitung. (Die Stelle an der oberen Brücke läuft uns ja nicht weg.)

Schnell sind gut 30 Hölzchen gesteckt – dicht am und ins Ufer, weiter auseinander Richtung Bachmitte.

Die Mühlenau läuft mit etwas über Niedrigwasserabfluss. Wie üblich richten wir die Sammlerhöhe wasserseitig auf Mittelwasser aus.

So sieht sich das vom Auwald aus an.

Der erste Sammler ist fertig.

Im Detail.

Auf zu neuen Taten.

Ja, auch bachab der Brücke „lohnt es sich“.

Hier, gut entfernt von der Brücke, soll es weiter gehen.

Schnell sind auch hier gut 30 Hölzer gesteckt und profiliert.

Das andere Ufer liegt verletzlich da – wir setzen einen kurzen Sammler.

Nebenbei lernen wir ein Bisschen über Flößerei im Kleinen.

Das Ufer und der Übergang HW – MW – NW sind gesichert.

Fertig.

Rückwärts verlassen wir den Ort des Geschehens.

Die ländliche Mühlenau wartet ebenfalls auf Treibselsammler an geeigneter Stelle. [Nachtrag 20. Mai: Und das bleibt auch erstmal so (die ländliche Mühlenau wartet weiter), nachdem ein Test-Treibselsammler systematisch von Vandalen zerstört wurde. Es wird sich ein geeigneter Platz finden – wir nutzen die restlich vorhandenen Stecken für die städtische Mühlenau, Pinneberg.]

Read Full Post »

Im Beitrag vom 6. Mai hatte ich gemutmaßt, dieses, unser Corona-Jahr sei ein Maikäferjahr.

Heute …

… gehen wir aus der Haustür Richtung Fahrräder und – ich bekomme einen Maikäfer gezeigt. Der hatte sich wohl in unserem Eingang durch Nachtbeleuchtung verflogen. Jetzt sitzt er in der Hecke.

Gegen Ende der Radtour stoppe, drehe ich – vom Boden des Fuß-/Radwegs im Grünen hebe ich einen Maikäfer auf, stecke ihn in die Jackentasche. Weiter geht`s.

Auf normaler Straße aufgelesen – ein Weibchen.

Gleich danach ein Männchen.

Irgendwie erinnere ich das, gucke zur Sicherheit noch im Internet nach: die Weibchen haben kleinere Fühler mit 6 Blättchen, die Männchen größere mit 7.

Nochmal von der Seite, wie Foto 1.

Weibchen, versorgt mit frischen Blättern (plus einem großen, angefeuchteten Blatt), in der Box.

3 mehr oder weniger agile Maikäfer sind nun bis heute Nachmittag eingesperrt.

Dann werden sie bei Familienbesuch (Abstand!) begutachtet und anschliessend in einer Hecke freigelassen.

Mögen genügend Maikäfer unseren Autoverkehr (und übersaubere Gärten sowie die giftangereicherte Agrarlandschaft) überleben und für die nächste Generation sorgen!

Read Full Post »

Da kam ein Hinweis, wer so viel Bachlebensraum verbessert, müsse auch mal wieder sein altes Hobby ausüben … – Also gut.

Ein Bisschen Bewegung kann nicht schaden – Anwandern durch vielfältige Landschaft, hier mit alten Zeuginnen der Vergangenheit.

In Bachnähe schlagen die Erlen aus. Im Hintergrund steht eine Eiche, Totholz, das die darauf ausgerichtete Natur noch Jahrzehnte nutzen kann.

Ein kleiner Bach im Norddeutschen Tiefland. Wir haben mal wieder Niedrigwasserabfluss, sieht fast wie ein Stillgewässer aus.

In weniger baumbestandenen, übermäßig belichteten Bereichen zeigen sich typische Negativfolgen – fädige Grün- und Blaualgen bilden dichte Bestände, die in langen Zotten im Wasser und auf dem Grund flottieren.

Dieses Übermaß an nicht verwertbarer Biomasse führt beim Absterben zu Sauerstoffmangel – ggf. bis hin zu Todeszonen.

Hier aber, rings um den Bach und insbesondere in den Zweigen der toten Eiche, tobt das Leben. Aus dem Wasser geschlüpfte Köcherfliegen vollführen ihren Hochzeitstanz – zu Hunderten.

Vorsichtshalber habe ich zweimal „blindlings“ in die Eiche fotografiert und wundere mich, wie diese ca. 1,5 cm langen Insekten zu sehen sind.

Ortswechsel, bachab.

Eine unserer Paradestellen, bekiest. Hier war die Kiesbank plan auf den Gewässergrund gelegt worden. Nach dem zweiten Winter, nach zweimaligem Belaichen durch Meerforellen, hatten Fische und die Eigendynamik des Bachs bei höherer Wasserführung diese Rausche entstehen lassen. – Jüngst wurde sie von Flussneunaugen wieder „neu“ gestaltet, als diese intensiv darin laichten.

Weiter bachab geht, nach vielen kleinen Exemplaren, ein etwas größerer Flussbarsch an die Angel. Der hohe Rücken zeigt sehr gute Nahrungsbedingungen und hervorragendes Abwachsen. Der flache Bauch ist das Ergebnis des offenbar schon stattgefundenen Laichens. – Glück muss der Fisch haben, er soll sich erstmal wieder dick futtern.

Kurz nach Sonnenuntergang – schnell sind 1,5 Stunden verflogen.

Zeit, nach Hause zu fahren.

Schönes Erlebnis beim Heimfahren in der Dämmerung: Es klopfte so bei 4mal laut ans Auto – große Käfer bzw. Nachtschmetterlinge wurden meine Opfer (nein, das war nicht das schöne Erlebnis). Als ich so nachdachte, dass da doch Nutzer sein müssten, erlebte ich 15 (!) im Schwarm zwischen den Chausseebäumen jagende Fledermäuse über mir! – Danach noch vereinzelt, die letzte kurz vor Erreichen unserer Tiefgarage: ca. 3 m über dem Auto „stand“ eine Fledermaus flatternd – musste wohl eine gerade geschnappte Beute verarbeiten. Auch ich erlebe das nicht alle Tage – toll !

 

Read Full Post »

… und mit ihm Monat-spezifische Verkehrsopfer.

Immerhin scheint stellenweise die Larvenentwicklung bis zum Engerling und die Verwandlung über die Puppe zum erwachsenen Maikäfer noch möglich. – Mögen da Überlebende auch 2020 zur Vermehrung beitragen!

Schönes Frühlingswetter, morgenkühl bei stärkerem Nordwind – für „gut Rückenwind“ hinter dem Elbe-Hauptdeich radele ich mal wieder die Tour Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel.

Holm – Buntes Vieh auf bunten Weiden.

Der Graureiher akzeptiert mich Dank Tarnung durch Knick-Grün.

(Junge (?) Kolk- (?)) Raben hatten offenbar Silbermöwen geärgert, vermutlich ihr Gelege bzw. Jungmöwen zu scharf angesehen. – Das haben sie nun davon, vertrieben mit Zwischenstopp auf Hochspannungsmast.

Die Silbermöwen landen nach Luftjagd und -kampf auf dem alten Elbdeich.

Ein Bisschen Ruhe.

Auf zu neuen Taten.

Richtung Hetlingen stehen 4 Störche auf der Wiese – führen die Idenburg-Brüter bereits ihre Jungen aus?

Ein Schaf – nackig – grüßt vom alten Elbdeich Hetlingen.

Da kommt auch die ganze Herde – nackig. Eisheilige und Schafskälte sind für diese Zeit altbekannte Begriffe.

Da soll mich doch der Teufel … – gehörntes Schaf auf dem Elbe-Hauptdeich Hetlingen.

Der Teufel bleibt ganz cool.

Hinterm Deich saust ein Austernfischer aus dem Bildbereich.

Das sind keine Schwimmblattpflanzen auf dem Kleisee an der NABU-Vogelstation – Massen Nonnengänse bevölkern Wasser- und Marschwiesenfläche.

Nochmal in anderer Ansicht.

Blick über die Elbe bei Fährmannssand – auflaufend Wasser, ca. 1 m über Tnw.

Auf dem Programm steht: Vordeichgraben ausbaggern.

Wie eine saubere Reihe riesige Kuhfladen – LandArt! Der Bagger legt einen Schlickhaufen neben dem anderen an.

Auch 2020 jede Menge Zwillingslämmer.

Blick von der Westmole des Schulauer Hafens über die Elbe. Vorn ist die scharf auflaufende Flut zu erahnen.

Die Elbe zeigt sich in diesen, unseren Corona-Zeiten ziemlich schiffsleer – ziemlich oft.

Das alte Hafenmeisterhaus auf der Ostmole – bald Historie, Hotel- und Ostmolenausbau laufen an.

Die auflaufende Flut und der von Nord auf die Hafenfläche blasende Wind gestalten wechselnde Wellenmuster.

Sumpfdotterblumen an der Tide-Wedeler Au / Binnenelbe, unmittelbar vor dem Übergang von der Marsch in die Geest.

Ein Stockentenerpel schillert in der Sonne.

Da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ein gutes Motto – nicht nur für diesen Tag!

 

Read Full Post »

Tour am ersten Mai, sonnig.

Tour am ersten Mai, sandig.

Tour am ersten Mai, steinig.

Tour am ersten Mai, naturnah.

Tour am ersten Mai, beschissen.

Ich werde mal die Spezi-Fachwelt fragen, ob das vom Otter stammt. Bei aller Liebe, zum Fährtensucher per „Losung-Riechen“ (der Schiet soll sehr spezifisch riechen – ich glaub`s gerne) wollte ich mich nie fortbilden lassen. Dafür finde ich zu oft zu schöne Fußabdrücke!

Tour am ersten Mai, kugelrund.

Dazu eine kleine Geschichte „ut miene Stromtied“: Vor einem internationalen Kongress zu (überall auf der Welt allzu giftigem) Baggergut führte ein US-Kollege einen niederländischen Freund und mich über ein Spülfeld mit Giftschlamm. Das sah prima aus (wenn man das Wissen um den Giftschlamm mal weglässt), hatte sich von Flüssigschlamm über Bodenbildung und Sukzession vielfältig begrünt. Mir fiel auf, dass die beiden Vorauseilenden sich oft bückten, besprachen. – Nach einer ganzen Zeit sah ich etwas Weisses, nach dem sie sich bückten, es aufhoben und in einen Beutel steckten. – Igitt, Pilze von einem Spülfeld?!? Wenn etwas giftig angereichert ist auf solchem Grund, sind es Pilze … – Langer Rede kurzer Sinn: Gesammelt wurden Golfbälle (!), in großer Zahl. Die Aussage dazu (wenn man`s weiss, immer wieder bestätigt): Irgendwie ist es das Schicksal eines Golfballs, letztlich auf einem Spülfeld zu landen. [Und die Auflösung dieses Rätselhaften???]

Zurück zum 1. Mai 2020.

Tour am ersten Mai, turbulent.

Tour am ersten Mai, rasend.

Tour am ersten Mai, belebend.

Im gelben Kreis sind zwei Laichkuhlen von Flussneunaugen sichtbar.

Tour am ersten Mai, berauschend.

Das Vorstehende fand per Anfahrt mit Pkw im Kreis PI statt.

Am Nachmittag folgte eine sonnige Radtour in Wedel, Stadt mit frischem Wind.

Tour am ersten Mai, zufrieden – vor dem Gewitterguss trocken zu Hause!

Read Full Post »

Im Januar hatten wir uns eine Strecke der ländlichen Mühlenau, Ellerbek, angesehen. Extreme Erosion gefährdete einen Pferdebetrieb, an anderer Stelle fand extremer Sandeintrag von einem Steilhang statt, provoziert durch Besucherdruck – Menschen, Hunde und Pferde. Hier verabredeten wir Entschärfung sowie Lebensraumverbesserung in der Gewässersohle durch Kies.

Extreme Steilhangerosion mit Sandeintrag in den Bach, vorwiegend provoziert durch Besucher mit Hunden und Pferden.

Steilhangerosion entlang landwirtschaftlicher Nutzfläche sowie Gefährdung von Uferbäumen.

Jeweils 2 Lkw Kies standen bereit.

Ein Teil von Lkw 1 schützt nun eine ältere Eiche.

Dasselbe von bachauf gesehen, die Eiche wird von der diesseitigen Buche verdeckt.

Grundstücksabriss und Gefährdung landwirtschaftlicher Gebäude sind durch Kiesdepot und Lenkbuhne (Unterwasserlenker) aus Lkw 2 gestoppt.

Die Hauptmenge von Lkw 2 ist bereits zum Unterwasserlenker geformt.

Wie aus bisherigen Beiträgen hier im Blog bekannt, werden solche standorttypischen Moränenbestandteile gern und schnell von Wirbellosen besiedelt, Fische und Neunaugen nehmen sie dankbar als Laichplatz an.

Read Full Post »

Der Krückaupark, Elmshorn, liegt in der Aue der Krückau, die sich hier im Tidegebiet befindet. Dem „planen“ zweiten Teil der Ebbe, da fliesst das Wasser als Bach, setzt sich die Flut auf, die je nach Wind- und Elbe-Verhältnissen (im Extrem: Sperrung des Krückausperrwerks bei Sturmflut). Der Pegel „Hafen Elmshorn“ spiegelt die Verhältnisse der Krückau im Park.

„Normal“ wäre die Krückau hier von einem feuchten Tide-Auwald mit spezieller Vegetation und Tierwelt charakterisiert. Glücklicher Weise sind ihr Mäander belassen worden und in vielen Teilen auch standorttypische Bäume und andere Vegetation. Dass sich auch der Otter hier wohlfühlt, habe ich im Beitrag vom 26. April belegt. – Der Begriff „Park“, und das in einer Stadt, wird allerdings durch viele große, offene Flächen wie leider auch Uferpartien (mit Überwärmen des Gewässers) im Sinn der bekannten Forderungen nach freier Sicht und Sichtachsen ausgefüllt.

Ok, verglichen mit anderen Städten hat Elmshorn das ganz gut gemacht. Die in vielen Teilen naturnahe, mit zahlreichen Wander- und Radwegen erschlossene Fläche kann genossen werden. – Ich starte mal mit Verbesserungsfähigem.

Entbaumte Uferpartien sind übermäßig besonnt, die Ufer erheblichem Bodenabtrag (mit Baggernnotwendigkeit anderswo) ausgesetzt.

Buschweiden übernehmen gern solche Partien, wachsen den Abflussquerschnitt zu und beschatten aufgrund ihrer Wuchsform den Boden total, störend. Uferhalt geben sie aufgrund ihrer Flachwurzeln nicht.

Wo parkartig standortfremde Bäume auf Distanz zueinander gepflanzt wurden und Wege dicht am Ufer verlaufen, sind Probleme aufgrund der Gewässerdynamik vorprogrammiert.

Bei Überbreite und Übersonnung stellt sich die Krückau bei Tideniedrigwasser fast wie ein flaches, verschlammtes Stillgewässer dar. Die Kraft des Fliessgewässers und die sommerliche Kühle sind ihr genommen.

Öffentliches Grün mit standorttypischer Natur vs. Privatflächen – Stadt am Bach, charakterisiert z.B. durch Trauerweiden.

Mix aus offenen Parkflächen und Baumbestand – vielfältig in Zeitabfolge und Farbe ergrünen jetzt Weiden, Traubenkirschen, Pappeln, Erlen und vieles andere.

Die Vielfalt des Krückauparks beeindruckt, Problempunkte gilt es zu erkennen – Verbesserungen lassen sich aus den naturnahen Situationen ableiten.

Alte Baumweiden mit Blattaustrieb.

Pappeln folgen später.

Erlen, Eschen, Baumweiden und Traubenkirschen, letztere gerade in Blüte – der Weg bedrängt die Bäume allzusehr.

Blühende Traubenkirsche, Prunus padus (die heimische) – was flattert da zahlreich um die Krone?

Umweltberater kennen die Antwort auf die Frühlingsfrage „Massenhaft Fliegen, schwarz mit langen Beinen – muss ich etwas dagegen tun?!?“ – „Das ist ein saisonales Phänomen, das Schwärmen der Markushaarmücke, Bibio marci. Die ist vollkommen ungefährlich und gehört hier hin.“

Leider nur als einreihiger Baumsaum erhalten, daher allzu linear: Eschen, Erlen, zum Freiraum ein blühender Ahorn. – Optimaler Uferschutz und Grundlage standorttypischer Lebensraumvielfalt am Fliessgewässer.

Halbschatten durch Erlenbewuchs am Uferrand.

Die Erle sichert das Ufer, da ihre Wurzeln – im Gegensatz zu anderen Bäumen – senkrecht auch in nasse Böden vordringen. Hier im Foto flottieren die wasserseitigen Wurzeln in der Strömung und bieten Fischen „ein Dach über dem Kopf“ und anderen Organismen dreidimensionale Lebensstätte.

Wo die Ufer halbwegs wasserseitig besiedelt werden können, stellt sich die Erle ein – möge sie im Wachstum ungestört bleiben.

In den bei Ebbe trockenfallenden Flächen sind im auwaldartigen Teil des Parks die Wurzeln anderer Bäume, hier Weiden, als Erosionsschützer in waagerechten Partien zu bewundern.

Schnell ist meine Zeit vergangen – ich kehre über den urbaneren Parkteil mit Stadion, Badeanstalt und Elsa-Brändström-Schule zum Auto zurück.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »