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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

So langsam soll es wohl losgehen. Der Wetterbericht hat die knapp-über-Null-Grad-Vorhersage für die erste Aprilwoche auf zwischen 5 bis 10 Grad geändert, auch die Vogelwelt singt früh Morgens munter drauflos. Viele Gartenvögel sind da, haben Neststandorte erkundet, Winterreisende sind teils noch nicht weg oder noch nicht alle durchgezogen. In den Bäumen um Häuser herum zwitschern noch Schwärme von Erlenzeisigen.

In der Marsch bewegen sich kleine Enten in Schwärmen. Brandgänse („Entenverwandte“), Kiebitze, Bachstelzen und zahlreiche kleine Starenschwärme sind neben Einzelüberwinterern neu aufgetaucht. Grau- und andere hier vor Ort brütende Gänse halten sich paarweise auf.

Die hier überwinternden, weit über 10.000 Nonnengänse fliegen oft auf, ohne dass jedes Mal eine Störung erkennbar wäre. Vielleicht trainieren sie – im April geht`s auf nach Nordosten.

Maulwurf und Schafe kommen in Sicht – es wird wohl Frühling. Die Nonnengänse bleiben noch ein Bisschen.

Um die ehemalige Kleientnahme nahe der Carl-Zeiss-Vogelstation kann man sie zur Zeit oft grasend beobachten.

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Die Stint-Saison 2017 ist so gut wie ausgefallen, berichten nicht nur die Berufsfischer, sondern auch die Angler.

Ist nun 2018, vielleicht angesichts der gerade vergangenen „Eiszeit“ und der noch sehr niedrigen Wassertemperatur der Elbe, nur ein späterer Stint-Aufstieg wie z.B. 2009 zu erwarten? Oder fällt er wie in 2016 und 2017 minimal aus?

Wenn dann beim Whale-Watching man überhaupt Schweinswale im Hamburger Raum zu erwarten sind.

Nun esse ich gern Fisch, auch kleine Schwarmfische. Die kleinen Maränen der Klarwasserseen verpassen wir durch Urlaubszeiten ausserhalb der Fang- / Restaurant-Zeiten auch fast immer (Merkzettel: Urlaubszeiten ändern!).

Da kam neulich beim Griechen in Wedel der Wink aus der Speisekarte: Sardinen! – Nun ist eine Sardine kein Stint, keine kleine Maräne. Aber: Probieren geht über Studieren.

In Wedel schmeckten die Sardinen ausgezeichnet. Da nun Stint (noch?) nicht da ist, radele ich nach Appen-Etz, mal die Sardinen-Lage dort peilen.

Beim Griechen, Appen-Etz.

Ein Foto an der Wand besagt, dass auch hier auf der früher übernutzten Geest Heidelandschaft vorherrschte.

Kein Wunder, dass ich mit meinem Restaurieren à la „Unsere Heidebäche brauchen Hilfe“ hier in SH genauso gefragt bin, wie jahrzehntelang in HH und Nds.

Sardinen, Bier – links ausserhalb des Fotos ein großer Salatteller. Das sieht gut aus!

2 Sardinen in groß.

Wenn ich mir die Fische genauer ansehe, sind es wohl Sardellen. Macht nix, auch die schmecken ausgezeichnet. Es ist, wie vielfältig in der Welt feststellbar, ein weiteres Beispiel dafür, dass Namen manchmal Schall und Rauch sind. Bald werde ich am Beispiel „Weißfisch (Cypriniden) und whitefish (Coregoniden, anderswo aber auch anderes …)“ meinen Studenten wieder einen Tipp geben, warum die lateinischen Gattungs- und Artnamen bei mancher Verständigung so wichtig sind.

Das war ein Genuss! Zurück geht es in vorfrühlingshaftem Umfeld am Rand des Klövensteen entlang. Davon demnächst mehr.

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Wir sind gespannt, wie sich das erst relativ spät auf der Elbe entstandene Eis jetzt bei Temperaturen über Null Grad verhält. Erstmal ist es noch da, liegend, treibend, dicht gepackt.

Beim Anradeln Richtung Elbe – dick Eis auf den Marschgräben.

Aufgescheuchte Nonnengänse über dem Hauptdeich.

Packeis an den Buhnen.

Irgendwie sieht die Farbzusammensetzung ulkig aus. Die Luft wirkt frühlingshaft.

Packeis im Watt vor der Mündung der Wedeler Au.

Der Hamburger Yachthafen ist glatt und dick zu.

Da hatten sich wohl 2 aufs Ansegeln – zu früh – gefreut.

Elbe mit Treibeisfläche vor dem Yachthafen.

Am Packeis des Wedeler Sandstrands vorbei knirscht Hamburg Süds Containerfrachter Cap San Raphael Richtung Nordsee.

Treibeis vor dem Schulauer Hafen.

Im Schulauer Hafen liegt das Eis gepackt – Packeis in guter Lagerungsdichte. Davon werden wir wohl noch eine Weile etwas haben.

 

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Jetzt will die „Eiszeit“ erstmal verdaut sein.

Elbe vor Sandstrand Wedel – Eisschollen so weit das Auge reicht.

Die „verlorenen 2 m“ am Tidehoch- und -niedrigwasser sind (fast) vergessen.

MOL Empire pflügt sich gegen mit der Flut auflaufendes Treibeis weit hörbar Richtung Nordsee.

Die Wacholderdrossel geniesst den Apfel – besonders, weil er nicht mehr gefroren ist.

Wasserturm der Fa. Möller, Wedel im Abendlicht.

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So wirklich „fehlt“ natürlich kein Wasser. Es ist nur anderswo.

Der Blick auf den Elbe-Pegel Schulau überraschte. Fehl(t)en da im Monatswechsel Februar / März am Flut- und Ebbe-Wasserstand tatsächlich bis zu 2 m?!

Erste Gedanken – Probleme am Pegel – oben und unten irgendwie eingefroren, blockiert, zeigt falsch an.

Wieviel Wasser kommt denn die Elbe runter zur Zeit, „zu wenig“? Nein, jedenfalls nicht „hier unten“.

Also: einfach mal runter an den Strand!

Eisiger Ostwind empfängt uns. Die Kraft der Sonne bemerkt man nur im Windschatten – wo finden?!

Tideniedrigwasser – tatsächlich, minus ca. 2 m. Eis in verschiedensten Formen bedeckt das Feinsandwatt.

Geplatzte Träume – pardon, gefrorene, geplatzte Schäume.

Den extrem niedrigen Ebbe-Wasserstand erkennt man gut an der Spitze der Hafenostmole. Die Kupferschlacke ist normal vorn zur Elbe kaum erkennbar.

Uuups, wat`n Sandstrand vor Auwaldrest – normal steht die Flut da oben am nun uralten Spülsaum.

Da „fehlen“ also tatsächlich seit Tagen an die 2 m auch am Hochwasserstand bei Flut.

Fast kann man bei der Kälte das Entstehen der Eisschollen mitverfolgen.

Extrem !

Die Hafensohle liegt frei, bedeckt mit Eis.

Das muss wohl die Sollsohle sein. Noch vor knapp 2 Wochen habe ich das Baggerschiff Akke hier fotografiert, wie es den Grund aufwirbelte in der Hoffnung, die große Menge werde von ablaufendem Wasser aus dem Hafen heraus gesogen. Da die Arbeit vermutlich bezahlt wurde (vom Steuerzahler), war sie wohl erfolgreich und die jetzt zu sehende Hafensohle das erreichte Ziel.

Dritte Februarwoche: die Akke im Schulauer Hafen.

Hier ist was los. Gewässergrund inkl. Lebewelt werden in Bewegung versetzt. Möven freuen sich.

Am Hafenausgang scheint es so, als würde das aufgewühlte Sediment in den Hafen hinein gezogen.

Vermutlich gibt es eine Unterströmung, die das Material in die Elbe zieht. Da kommt es durch die „Umlagerungsaktivitäten“ verstärkt her, seit diese so verstärkt stattfinden. Näheres anderswo hier im Blog und auf salmonidenfreund.de .

Was tut man nicht alles für die Schifffahrt. Gern würde ich mal die Bilanz für den Steuerzahler sehen – gerade ist die HSH Nordbank, Milliarden-Fresser, „verkauft“ worden.

Zurück zum aktuellen Wetter.

Ein Containerfrachter der kleineren Sorte, 275 m lang, fährt Elbe-abwärts.

Schon bevor er die Hafenmündung passiert schiebt sein „Schwall“ die Eisschollen ins Hafenbecken hinein.

Der Sog nach Vorbeifahren zieht so viel Wasser ab („Sunk“), dass eine Art Rausche vor der Hafeneinfahrt sichtbar wird.

Wir gehen zurück, Blick an der Wattkante entlang.

Solch Extremsituation zu erleben, ist immer wieder beeindruckend.

Trotz zwischenzeitlichen Nutzen des Fellhandschuhs ist die „Fotografierhand, rechts“ völlig durchgefroren. Wird Zeit, nach Hause zu fahren.

Die spezielle Lage mit frostigem Oststurm und Dauerfrost soll nun zu Ende gehen – glauben wir den Meterologen und freuen uns Richtung Frühjahrsentwicklung.

Tideniedrig- und -hochwasser werden in den nächsten Tagen jedenfalls ihren Normalwerten entgegen streben.

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Es gab und gibt selbstverständlich auch gutes Wetter, Sonnenschein – manchmal muss man halt nur die richtigen Zwischenräume abpassen. Die nächsten Tage ist – zumindest nachts – winterliche Kälte und tags Sonne angesagt. Und das sieht dann so aus, wie auch im Januar zu sehen war.

In der Sonne: Nonnengänse, Deichwanderer in Schleswig-Holstein, Leuchtfeuer in Niedersachsen.

Regelmäßige Leserinnen und Leser meines Blog kennen ja den Begriff der „dichten Packung“ …

Da sind gut gerüstete Fotografen meist nicht fern.

Der Sandstrand neben dem Schulauer Hafen, Elbe, Wedel.

Derselbe Sandstrand zwischen Ebbe und Flut – steile Böschungsneigung. Wo bleibt „unser“ Sand, wird oft gefragt.

Dann gibt es an die Politik Wedels Verlautbarungen mit dem Inhalt, das wisse man nicht.

Erstaunlich, wo wir doch der homo sapiens sind, oder?!

Sand, das Internet ist voll davon – „Sandhaufen“ z.B. mit dem Hinweis zur „Paradoxie des Haufens„.

„Sand-Physik“ ist auch interessant, hier Seite 3 (gern auch mal nach vorn oder hinten klicken in dem Link).

Dass sich Sand über Wasser anders verhält als unter Wasser, schliesst der Laie unschwer aus Abbildung 6 auf Seite 301 (keine Angst, der Link beginnt kurz davor) dieser Veröffentlichung. – Unter Wasser wird`s extrem flach geböscht.

Wer etwas von der Baggerei ringsum kennt, vielleicht hier im Blog schon die Saugbagger- und Verklappschiffe gesehen hat – und dann noch Ebbe und Flut einbezieht -, wundert sich nicht, dass der Sand „oben“ verschwindet. Fast beim Zugucken …

Bei steifer Brise verlassen wir die Marsch, das Theaterschiff „Batavia“ passierend.

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Schnee … – oder kein Schnee, das ist nicht nur hier im Norddeutschen Tiefland die Frage.

Was selbst im bergigen Willingen vor Jahrzehnten noch gängig war, lässt heute Ski-Begeisterte zittern. Immerhin, dort fliegen die Asse wieder, wie vor Jahren.

Zurück aber nach Wedel am Nordufer der Tide-Elbe, zweite Januarhälfte 2018.

Alles weiss. Rad- und andere Fahrer, seid vorsichtig!

Wechselndes am Himmel über weissem Grund.

Lee-Wirkung des Bewuchses – nix gesalzen.

Das Krokodil – weiss.

Kopfweiden im Park – schön, dass der Baumstamm weiter altern darf. Allzu schnell wird die Säge ganz unten angesetzt.

Aaaber, es taut wie verrückt.

Schnell ist das Krokodil im Original-Grün sichtbar.

Bevor sich nun Radler und andere Fahrer zu früh freuen, schlubbert es im 45-Grad-Winkel schon wieder von oben.

Wieder weiss – ein steter Wechsel.

Ein paar Farbtupfer im weissen Foto-Grund.

Wir Tieflandbewohner kennen das, achten auf die Zwischenräume.

Da kann man nicht meckern – Kopfweidenschnitt weitgehend abgeschlossen, Sonne auf der Marsch – im Hintergrund neu und alt Gebautes in Wedel auf der Geest.

Die Bachrestaurierer-Szene hofft nun auf den angesagten Frost. Vielleicht wird zur Zeit Unbefahrbares befahrbar und es können erste Bekiesungen bald starten – selbstverständlich abseits von den gut genutzten Laichbetten. – Ansonsten müssen wir an einigen Stellen im krassesten Fall warten bis nach dem ersten Grasschnitt im Juni.

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Manch eine(r) mag sich gewundert haben, dass in der zweiten Januarhälfte kein neuer Beitrag erschien. Das lag nicht am Wasser oder an Wedel, sondern an der Verabschiedung des vorigen PC … – Die Verluste hielten sich glücklicher Weise in Grenzen. Möge der neue lange durchhalten.

Nun aber kurz zum Wasser, weitere Eindrücke aus dem Januar werden folgen.

Scheinbar paradox. Wasser auf dem höchsten Punkt.

Allüberall und immer wieder wird gefragt „Warum steht das Wasser ausgerechnet auf den höchsten Punkt ?!“ – Die Antwort ist klar: Weil es sich noch nicht entscheiden konnte, wohin es fliessen will.

Wenn es lange genug dort steht, bilden sogar Gräser Schwimmblätter aus.

Bleibt das Wasser länger entscheidungsfrei stehen, siedeln sich Sumpf- oder gar Wasserpflanzen an.

Zum Abschluss Schattiges.

Zebrastreifen – alternativ. Nichts Besonderes in Zeiten alternativer Fakten.

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Ein aufrechter Kenner und Kämpfer für eine bessere Elbe hat uns verlassen.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Tschüß, Herbert!

Das Foto wurde aufgenommen im Juni 2014.

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Die Hochwassersituation entspannt sich, den im vorigen Beitrag versprochenen Hochwassereindruck von der Mühlenau, Pinneberg, stelle ich hinter den heutigen Schönwetterbericht Elbstrand zurück.

Vattenfall-HH-Kohlekraftwerk Wedel – man sagt, es sei nur Wasserdampf. Warum aber klagen dann Anwohner über Lackschäden an ihren Autos? Ob die Gewerbeaufsicht versagt? Auf jeden Fall soll das Kraftwerk abgerissen werden – leider wohl erst auf längere Sicht.

Zugang Fähranleger Wittenbergen – wir haben die Landesgrenze SH-HH ostwärts, der Sonne entgegen, überquert.

Der Leuchtturm Wittenbergen mit dem Elbhang nördlich davon – eiszeitliche Moräne mit Buchenwald.

Erste Strandbesucher.

Schattenspiel Sandrippel am Strand. Die Fahrwassertonne für tiefgehende Seeschifffahrt liegt dicht vor dem Nordufer. „Unker“ unken „Der Berg (die Moräne) ruft „Ich komme!““. Angeblich schaden die fortwährenden Elbvertiefungen weder der Gewässerökologie noch der Standfestigkeit der Elbinsel- und der Naturufer.

Zum Thema Elbvertiefung und „Gewässerökologie“ spricht die Meerforelle die deutlichste Sprache über die Jahrzehnte.

Und da kommt schon einer der vielen beschäftigten Klappbagger elbeabwärts.
(Auch hier interessant: die Lage der Fahrwassertonne nahe dem Ufer).

Es handelt sich um die „Amazone“. In voller Fahrt ist sie an uns vorbei gerauscht und dreht plötzlich. ?! – Die Landesgrenze ist erreicht. ?!

Tief, vollbeladen, liegt der Klappbagger Amazone im Wasser.

Uuuund, flupp, hebt er sich immer höher. Das im Hafen aufgenommene Baggergut wird im Elbstrom verklappt.

So etwas nennt sich „Relocation in Hamburg“ und hat seit dem Jahr 2000 das Gesamtgeschehen zu Kosten von jährlich 100 Mio Euro innerhalb der HH-Grenzen erhöht. Seewärts geht es entsprechend weiter – mit entsprechend zusätzlich erhöhten Kosten. Die vorige Elbvertiefung hat das hydraulische System des Tideflusses so aus dem vorherigen „Gleichgewicht“ gebracht, dass eine wahre Arbeitsbeschaffungsmaßnahme „Sisyphos“ resultierte. Wir dürfen auf die Antwort des Systems auf die nächste Elbvertiefung warten.

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