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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

Sonniges Wetter, schwacher Wind – was wollen wir mehr! Wir radeln an die Elbe, Wedels „Küste“.

Ruhig liegen Schulauer Hafen und Elbe vor uns.

Fähranleger Schulau, „Willkommhöft“.

Blick Richtung Hamburger Hafen – kein Schiff auf der Elbe? Doch, EINS !

In zügiger Fahrt kommt es Elbe-abwärts.

Die Liinsand, auf sie warten wir, passiert ein Arbeits-Ensemble aus Tieflöffelbagger, Hopperbagger und Schlepper. Löffeln die im Rahmen der Elbvertiefung und -verbreiterung da einen Findling oder einen Blindgänger raus?

Ebbe-Phase. Wir haben ablaufend Wasser, zum Anlegen dreht die Liinsand gegen den Strom.

Die Liinsand, kurz vor dem Anlegen. Das Interesse der Umstehenden ist groß.

Unser Tag startet mit diesem neuen Angebot der Elblinien Richtung Stadersand. Von dort wollen wir nach Stade radeln (man gerade ca. 5 km), ein Bisschen stadtbummeln, gut essen und trinken. Den Abschluss bilden dann das Radeln zur Lühemündung (ca. 13 km) und die Rückfahrt mit der Lühe-Schulau-Fähre nach Wedel / Willkommhöft.

Aufgrund des online-Buchens kommen wir schnell an Bord.

Etliche Fahrt-Interessierte kaufen ihren Fahrschein beim Zusteigen. Das verzögert den Start – aufgrund der guten Nachfrage (im Hamburg Journal auf NDR 3 am Abend erläutert) läuft ein Textband im Kopf der Elblinien-Homepage, doch bitte online vorweg zu buchen. Ich nehme das mal vorweg: auf der Rückfahrt mit der Lühe-Schulau-Fähre trafen wir viele, die – mit und ohne Rad – gern die Liinsand nutzen würden, aber mit online-Buchung nicht vertraut sind (oder sich nicht trauen – Letzteren können wir Mut machen – „man tau!“!).

Buhne mit Möwen vor dem Schulauer Fährhaus – gut erkennbar der Begrenzungspfahl zum Fahrwasser.

Wir wissen noch nicht, dass uns dieses Thema bald wieder begegnen wird (Entwarnung: nicht „begegnen“ in Bezug auf die Liinsand).

Alle an Bord – die Liinsand legt ab.

Blick beim Drehen Elbe-abwärts zum niedersächsischen Ufer.

40 Minuten Fahrt bis Stadersand liegen vor uns. Wir sind gespannt. Die Strecke nordseewärts der Lühemündung sind wir zuletzt 2017 mit dem Tidenkieker längsgeschippert.

Demnächst folgen Eindrücke zur Fahrt.

 

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Ja, es hat geregnet. Was hier am Nachmittag des 15. August ganz ordentlich erschien, hat sich in Gewässern aber so gut wie nicht wiedergefunden.

Segen hat der Regen trotzdem gebracht. Mindestens die obere Bodenschicht wurde ordentlich benetzt. Und dann ging es ja in der Nacht zum 18. August noch einmal stundenlang zur Sache. Sehr schön, da ging kein Sturzregen runter, sondern ein schicker Landregen regnete so vor sich hin. Der Pegel Mühlenau, Rellingen, zeigt zwar keinen beeindruckenden Wasseranstieg, aber doch eine über den ganzen Tag gehende Abflusserhöhung, die am Folgetag langsam abklang. Immerhin, in diesen unseren Zeiten!

Der Regen hat der Vegetation gut getan, selbst die nur noch in halber Blätterpracht hier ringsum stehenden Mehlbeeren (krasser sommerlicher Blattfall als Notreaktion auf die Trockenheit) scheinen sich erholt zu haben.

Für alle hat es nicht gereicht. Dieser noch kleine Baum in der Nachbarschaft wird wohl nicht wieder austreiben (alles ist trocken, keine Rotvariante).

Nun hat aber eine spätsommerliche Schönwetterperiode eingesetzt. Aus diesem Busch- und Baumgemisch an der Mündung der Wedeler Au in die Elbe singen munter Starenhorden.

Suchbild – klitzeklein sitzen etliche im trockenen Busch frei. Massen halten sich im beblätterten Dreidimensionalen im Verborgenen auf.

Idyll – Vor dem Hamburger Yachthafen (die Reihen lichten sich, Ferien-Bootsfahrer sind offenbar schon abgezogen).

Wenn die Elbe nicht menschengemacht so krank wäre, könnte man sich noch mehr dran freuen!

Da kommt die Lühe-Schulau-Fähre im Gegenlicht. 2018 haben wir sie oft genutzt.

Da kommt doch so eine Idee … – Wir stechen in See (pardon, diese Küstenüberheblichkeit, in die Elbe)!

Richtung Lühe zieht die Fähre vorbei.

Hab` ich ihn doch erwischt! Seeadler hoch oben im Blau, von Hanskalbsand die Elbe querend Richtung Fährmannssand.

Den Farben nach handelt es sich um ein Alttier.

Lühe-Anleger fast erreicht – Seehafen-mäßig geht zur Zeit aber gar nichts auf der gesamten einsehbaren, viele Kilometer langen Elbestrecke.

Heimweg per Rad – Reifende Vogelbeeren querab der Wedeler Au-Mündung in die Elbe (das Ufo im Blau ist eine Rauchschwalbe, bitte einfach glauben).

Schnell ist unser Plan online am PC umgesetzt. – Ganz sooo schnell geht das Ganze aber dann doch nicht: die Fahrrad-Reservierung muss noch per Telefon erfolgen. Danach erst macht der online-Kartenkauf für den Menschen am Rad Sinn. Wir gehen am Freitag um 11.40 Uhr an Bord der Liinsand, Abfahrt Fischereihafen Altona 10.45 Uhr, und erreichen Stadersand 12.20 Uhr.

Die Wettervorhersage bleibt hoffentlich, gutes Wetter, Wind aus Süd – so werden wir die kurze Radtour bis Stade mittags mit einem schicken Essen und einem kleinen Stadtbummel krönen.

Anschliessend, vorausgesetzt der Wind dreht nicht, haben wir prima Voraussetzungen, nach längerer Strecke per Rad in Lühe die Lühe-Schulau-Fähre gegen 16 oder 17.10 Uhr zu besteigen.

Wie`s wirklich wird / war, folgt demnächst hier.

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Hundstage 2019 – Radeln hinterm Deich, Wedel.

Voriges Jahr hatten wir ausgiebig das stabile Wetter für Fahrten mit der Lühe-Schulau-Fähre plus Rad-Tour genutzt, z.B. nach Stade (vgl. Beitrag vom 16. Juli 2018).

Mal sehen, ob da dieses Jahr auch wieder etwas draus wird (Cranz, Buxtehude, Horneburg bieten weitere Ziele). Je nachdem, wie um die Stadt mit frischem Wind der Wind steht, insbesondere bei Richtungen „stramm Ost oder stramm West“ kann der Rad-Anteil mindestens in einer Richtung von der / zurück zur Fähre trotz guter Gangschaltung anspruchsvoller ausfallen, ggf. auf den Rest (Abfahrt Fähre zurück) zeitlich knäpplich werden.

Da bietet 2019 ab demnächst eine neue Variante, jedenfalls für die Stade-Tour. Wasserseitig war schon etwas davon zu ahnen.

Schulauer Hafen, Westmole – Ostwind biegt die Pappeln seewärts.

Zu heiss? – Kleine Möwe, fliegt nicht nach Helgoland?

Gutes Segelwetter!

Und da ist sie ja, die Liinsand – neulich schon beim Anläuten der neuen Elbvertiefung und -verbreiterung, weiterer Todesstoß für das Ökosystem Tide-Elbe, gesehen.

Ab 5. August meint sie es ernst, gilt der Fahrplan. Noch trainiert die Besatzung die Strecke Stadersand – Wedel – Altona (Fischmarkt).

Willkommhöft wird angesteuert.

So, An- und Ablegen simuliert.

Und Abdrehen, volle Kraft voraus.

Schnell wird die Liinsand kleiner, aus Richtung Hafen Hamburg naht ein kleinerer Containerfrachter.

Was sagt uns das? Künftig können wir uns den Luxus leisten, je nach Windrichtung und -stärke die eine Tour wahlweise mit der Lühe-Schulau-Fähre und die andere mit der Liinsand vorzusehen.

Möge das neue Angebot einen Markt finden.

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Aus dem gesamten Bundesgebiet waren offizielle Gäste von der Wasserstraßenverwaltung des Bundes nach Wedel geladen. Es ging auf`s Schiff, um die neue Elbvertiefung, vor allem aber auch -Verbreiterung der Fahrrinne „anzuläuten“.

Da wollte ich als alter Elbe-Mann – wenn ich schon nicht auf`s Schiff durfte – mindestens mal vom Ufer aus gucken.

Blick über Wedels „Sandstrand“ Richtung Willkommhöft.

Da liegt ein Ausflugsdampfer am Willkommhöft – startet dort die Fahrt?

Hohe Polizei-Präsenz – Angst davor, dass der fast noch neue Anleger im Schulauer Hafen geklaut wird?

„Sandstrand Wedel“ – über die Ursache, wieso der Sand geklaut wird und wer das macht, hört man komischer Weise nix.

Fast könnte man meinen, „Die Fahrrinnentiefe plus Schwall und Sunk der Großschiffe sind`s“ wird zurückgehalten, um den Start dieser weiteren Elbvertiefung nicht zu stören.

Am Willkommhöft, dieses Boot durfte nicht auf die Elbe – Sicherheitsbedenken.

Weil`s so zutrifft – andere Bootsseite.

Willkommhöft, Blick seewärts – kein Großschiff.

Willkommhöft, Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff.

Langweilig?

Nein, da liegt ja die Hammonia. Der eine und andere Elbsegler mit Protestbanner passiert.

Und da kommt planmäßig die Lühe-Schulau-Fähre, möchte ihre Passagiere aussteigen lassen.

Hammonia macht Platz.

Man fragt sich, wieso das eine oder das andere Schiff nicht den gut bewachten Anleger im Schulauer Hafen nutzen kann / darf ? !

Da fährt aus Hamburg, Richtung Stadersand, die neue Elblinie vorbei.

Das bisherige „Wattentaxi“ übernimmt eine neue Route, nun in der Tide-Elbe.

So sieht der Katamaran „Liinsand“ im Gegenlicht aus.

Die Hammonia liegt wieder bereit, weitere geladene Gäste aufzunehmen.

Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, durchweg in diversen Tönen schwarz gekleidet, kommt es mir vor, als ginge es zu einer Beerdigung.

Pardon, ich vergaß: das ist ja eine Beerdigung. Schade um die Elbe.

Da kommen die Demonstranten vor dem Schulauer Fährhaus, bunt wie auf einer New Orleans-Beerdigung, meiner Einstellung näher.

Sie präsentieren Elbstint im Sektglas (mal die Fotos im Link durchsehen).

Die Lühe-Schulau-Fähre muss jetzt die ganze Zeit gegen den Strom stehen?! Ein Elbfischer und Motorboote nahen.

Die Polizei prüft die Lage.

Keine Gefahr!

Ein Bisschen Schlick wird schon aufgewirbelt.

Oberkante Spundwand im Schulauer Hafen. Nicht zu Unrecht skandieren die Demonstranten „Herr Scheuer, was soll der Quatsch? Wir ha`m hier nur den Matsch!“

Noch immer wartet Hammonia. – Ich warte nicht.

Alle anderen warten weiter am Willkommhöft auf den Minister – ist er etwa schon an Bord?

Nein, ist er nicht. Ich treffe ihn und einige wenige Begleiter an der Westmole / Übergang zum Kopf des Schulauer Hafens.

Ich sage noch „Mit meiner Digicam lassen sich keine Selfies schiessen …“ – Da belehrt mich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eines Besseren. – Man lernt nie aus!

Im Abradeln: ein Dackel-Mix macht das einzig Vernünftige, Abkühlung suchen und finden.

Heiss wird`s.

Derweil scheint der gestrige „Anbaggerer“ Scheldt River nach Baggern vor Wedel und Verklappen vor St. Margarethen (?!) die Elbe zu verlassen und Arbeit anderswo zu finden.

Hier, (noch) Süßwasserwatt Fährmannssand bei Tideniedrigwasser, wird demnächst nur noch die dunkle Fahrwassertiefe auf Kilometern übrig sein. Schon heute hat sie das aquatische Ökosystem der Elbe an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht.

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Ohlau, Kreis Segeberg, Richtung Bad Bramstedt – nein, ich war das nicht!

Der Wasserverband Ohlau ist dabei, dem kanalartigen Moränen-Bach mehr Struktur zu geben. Da die Ohlau zu den Prioritätsgewässern gehört, war hier bereits vor Jahren mit eiszeitlichem Gestein und Holz Diverses verändert worden. Allerdings, wie bei fast allen planungsgesteuerten Maßnahmen (Planen – Machen – Weggehen), in seiner Wirkung über die Zeit nahe Null verblieben.

So hatte der Verband angesichts meiner bekannten Historie und inzwischen mehrjährigen auch schleswig-holsteinischen Erfahrungen nachgefragt, wie die Ohlau wieder in Bewegung gebracht werden könne. Einige Hinweise führten jetzt zu Kieszugaben, die weiter gestaltet werden können – vom Bach selbst oder / und vom Menschen.

Und so sieht der obere Teil nun aus.

Blick bachauf, erste Strömungs-Anregung ist erkennbar.

Blick bachab.

Sommerliches Suchbild – wie viele Männchen der Prachtlibelle Calopteryx sind erkennbar?

Noch dominiert hier im fast gar nicht (mehr) baumbestandenen Bachabschnitt C. splendens, die bereits erwärmte, eher flussartige Strecken bevorzugt. Die Restaurierung inklusive Entwickeln des standorttypischen Baumbestands wird den Bachoberlauf-Charakter fördern. Somit wird C. virgo, die Blauflügel-Prachtlibelle, Anzeiger für den örtlichen, eigentlich sommerkühlen Bach, dann ebenfalls zu finden sein – in absoluter Zahl und prozentual zunehmend.

Massen von Fadenalgen zeigen stellenweise den bachuntypischen Lichtüberschuss, gekoppelt mit Nährstoffeintrag.

Stein und Pflanze – vorn, bachauf des Wasserstern-Polsters ist Kies und Geröll der Erstmaßnahme erahnbar. Der neue Kies wird mehr Dynamik vor Ort bewirken.

Schon startet die linienhafte Sortierung des massenhaft vorhandenen Erosions-Sands.

Die punktuellen, neuen Kies-Depots werden die interne, aus von Baumwurzeln ungesicherten Uferpartien resultierende übermäßige „Sand-Produktion“ verringern.

Der Fischotter ist schon da – „Scharrhaufen“ und „Trittsiegel“ (Fußabdrücke).

Turbulenz im Gegenlicht – so soll es weitergehen.

Wir arbeiten weiter am munteren, lebendigeren Tieflandbach.

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Am Besten hält man sich im Schatten auf, Wasser nicht vergessen.

Eine andere Variante wäre „an de Waterkant“.

Bei Tidehochwasser dicht an der Wasserkante – Rinderherde aussendeichs,Familienhaltung.

Und bei Bullenhitze folgt die schlaue Leitkuh mit der ganzen Bagage dem Wasser – rauf auf`s Watt bei Ebbe.

Ja, und wie bekannt, liegt man da prima.

Uns fällt bestimmt auch was Geeignetes ein.

 

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Zwischen all den Kies-Hark-Aktivitäten zur Verbesserung von Moränenbächen muss auch mal Muße sein. Radeln, den Geesthang runter zum Deich – Sonnenschutz nicht vergessen. Ganz schön warm.

Die folgenden, gemixten Fotos stammen aus zwei Tagen hintereinander.

Blick über`n Hauptdeich auf die Elbe – Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt Fährmannssand liegt trocken.

Sperrwerk Wedeler Au – Schattensucher Deichschafe drängen sich.

Schwache Brise auf der Deichkrone – Schatten kann man sich auch selbst erzeugen. Containerfrachter gen Nordsee im Hintergrund.

Mündung Wedeler Au in die Elbe, Lühe-Schulau-Fähre und Fischer im Hintergrund.

Anderer Blick auf die Wedeler Au-Mündung in die Elbe.

Etwas Weisses auf dem Süßwasserwatt vor der ultralangen Buhne fängt das Auge: die Rinderherde weiss, wo man es sich bei solch Sonneneinstrahlung gemütlich macht.

Die Lühe-Schulau-Fähre dreht zum Anleger vor der Lühemündung.

Ich bin vor dem Yachthafen angekommen. Die Bänke sind frei – zu heiss? Weiss leuchtet der Sand der Elbinsel Hanskalbsand bei Tnw.

An den richtigen Tagen und bei geeigneter Tide kann man schonmal einer Schule Optimisten hier auf der Elbe zugucken.

Offenbar sind das Fortgeschrittene, segeln Richtung Lühemündung auf der anderen Elbseite.

Alles in Butter, alles in Blau? Vorn verläuft ein brauner, von Wellen aufgewühlter Schlicksaum.

Der Tide-Elbe hier im Hamburg-nahen Bereich und ihren Bewohnern geht es angesichts ihrer Einengung auf den Seeschiff-tiefen Kanal bei Tideniedrigwasser gar nicht gut.

So lange nicht überall tote Fische herumliegen und -stinken merkt das im Zweifelsfall niemand. Die wenigen verbliebenen Elbfischer sehen aber am (Nicht-)Vorhandensein oder Verhalten der Fische, dass die Situation kritisch ist – und das seit geraumer Zeit.

Wer selbst sehen möchte, wie sich die Lage verhält, kann das im Wassergütemessnetz an 3 Messstationen im Hamburger Raum verfolgen.

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Richtung wie gehabt – gen Osten, zurück mit Rückenwind.

Der Elbstrand Wittenbergen lockt.

Der Sonne entgegen.

Tief unten, radele ich vorbei an Menschenwerk (oben), vergänglich, am entbaumten Elbhang. (Der Berg rief „Ich komme.“) – Der Weg ist erstmal weg. Pflanzen-Pioniere erobern die Rutschung.

Leuchtturm voraus.

Anleger Wittenbergen – Tideniedrigwasser.

Altbuchenstumpf, Hüter des Elbhangs.

Die wahren Hüter sind natürlich die breit altersgestaffelten Bäume und Büsche mit ihrem ausgedehnten Wurzelwerk – mögen wir ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Kandelaber-Bäume Wittenbergen, Grünstart – Fahrwassertonne dicht vorm Ufer.

Wittenbergen – Fahrrinne, Elbstrand, 2 Blondinen, Leuchtturm, Hangwald.

Wo ist der Strand geblieben, starkes Ufergefälle, nahe Niedrigwasser Schlickwatt mit Priel. Elbinsel gegenüber.

Blick gen Hamburg, der Buhnenkopf steht fast frei.

Schlickwatt statt Elbstrand – tiefer Priel-Mäander.

Wir werden das Gefühl nicht los, hier tut sich was Neues. Liegt das womöglich an der (schon ?!?) verbreiterten tiefen Schifffahrtsrinne, „Begegnungs-Box“ für Containerriesen?

Blick übern Priel – Elbinsel Neßsand gegenüber.

Wat`n Buhnenkopf, fast frei.

Noch`n Buhnenkopf, mehr Priele.

Schlick-Kinder, knietief.

Wir sehen „Schwermetalle an Füßen und Zehen“, erinnernd an den Titel des nun 45 Jahre alten Buchs von Förstner und Müller. Auch hier und anderswo. – Das brachte damals die Sondermüllforschung und -reglementierung in Gang. Fast scheint es, wir wären wieder auf dem Niveau des „Spurenelement“-Wegdiskutieren angekommen. Vielleicht sollte Hamburg in Wittenbergen Kurtaxe nehmen, wegen Fangopackung und so.

Apropos Fangopackung …

Zum Glück – es machte keinen Sinn, gegen den Ostwind anzuschreien – kommen die Erwachsenen „oben“ endlich auf die Idee, die Kinder da wegzurufen.

Schlick teils bis hoch zur Tidehochwassergrenze auf dem Untergrund. Ist das ein Geheimplan zur Ansiedlung des Schierlingswasserfenchels?

Fragen über Fragen – ich kühle meinen Kopf beim Rückradeln in Frühlings-Elbhangwald.

Vor dem Endspurt rufe ich von hoher Warte den beiden Blondinen (bedauernswert, die müssen per Auto im Stau nach Hause) tief drunten zu, dass der Otto-Schokoll-Höhenweg immerhin von der Landesgrenze bis zur Straße Am Leuchtturm begeh- und -radelbar ist.

Wie im zweiten Foto zu Anfang gezeigt, ist der Weg weiter östlich gesperrt. Der Aussichtswahn („Tragt die Alpen ab, wir wollen das Mittelmeer sehen!“) mit Abholzen des gelegentlich durch Hangdruckwasser instabil beweglichen Steilhangs hat seine Konsequenzen gezeigt.

In Wedel erreichen Ostermarschierer, die gleichzeitig auf nötiges Handeln angesichts Klimawandel hinweisen, ihre Verpflegungsstation.

Es folgte der Abend. Egal, Klima oder was – es muss brennen. Es stinkt.

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Mitte April 2019 – was ist da bei Fährmannssand los?

Sonntagmorgen, Sonnenschein, frischer Ost- / Nordostwind. Zwischen Fährmannssand und Carl Zeiss Vogelstation erlebe ich Nonnengänse wie noch nicht zuvor in unserer dreijährigen Wedeler Historie.

Mehrfach habe ich hier im Blog erwähnt, dass die ca. 14.000 grob gezählten / geschätzten Nonnengänse der ersten beiden Jahre in der jetzigen Rast-Saison 2018 / 19 nicht hier vor Ort waren. Bei Rundfahrten kam ich jeweils auf etwa 8.000.

Irgendwie sieht das heute anders aus.

Querab der Carl Zeiss Vogelstation ist allerhand los.

Eigentlich nichts Besonderes. Aber irgendwie erscheint mir die Vogelzahl viel größer als bisher in dieser Saison.

Wo gefressen wird, bildet sich die typische, dicht gedrängte Fressfront.

Diesmal fallen an den Seiten viele ruhende Tiere auf.

Ruhen, Äsen, emsiger Anflug kennzeichnen das Erlebnis.

Und fortwährend kommen, flach über den Elbdeich, neue, große Schwärme hinzu.

Luftiges hin und her, Landung.

Luftiges hin und her, Landung – Detail.

Unten Äsen, oben An- und Überflug.

An- und Überflug, Detail.

Die „dichte Packung“ wird immer dichter.

Äsen in dichter Packung.

Beeindruckt von diesem Erlebnis radele ich weiter Richtung Hetlingen – will ja noch nachsehen, wie weit die Schachblumen sind (vgl. vorigen Beitrag).

Die ganze Zeit des Radelns hinterm Deich rauscht es über mir. Auffällig ist, wie flach die Nonnengänse über den Deich kommen. Vielleicht überrascht über den dicht drunter Radelnden kommt es mehrfach zu Störungen in der Flugformation mit merkwürdigem Gerumpel und Geraschel – leichte Flugunfälle?

Mir scheint, hier ist der Flug aus südwestlicheren Rastgebieten in vollem Gang. Ein Teil der Vögel macht einen abgekämpften Eindruck, als würde sie der fortwährend blasende nordöstliche Wind, der jetzt auch stürmische Böen aufweist, beeinträchtigen.

So reime ich mir die heutige Ansammlung zusammen als erzwungenen Zwischenstopp, Ruhe im Lee-Bereich der Geest.

Noch einmal, ich habe Hetlingen passiert, bin auf dem Weg Richtung Idenburg, bestätigt sich die heute besondere Zahl der Vögel. Ein weiterer dichter Schwarm, panikartig aufgebracht, verdunkelt den Himmel – nördlich von den bisher beobachteten Vögeln.

Ich schätze die gesehenen Vögel auf eine Stückzahl weit über 20.000.

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, kämpfe ich mich gegen heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest leicht radelnd und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend zurück nach Wedel.

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Sonntagmorgen, Sonnenschein – schnell mal an den Hafen, dann angesichts des frischen Nordostwinds weitersehen.

Fast wie am Vortag – am Horizont naht von Westen ein Containerfrachter gen Hamburg.

Saugbagger Scheldt River im Sedimentfang, jüngster Flachwasserverlust mit ökologischen Folgen – Stint weg …

Scheldt River fährt gegenwärtig seewärts bis nach Brokdorf, verklappt dort seine Ladung. Daraufhin naht Saugbagger HAM 316, saugt seinerseits und verklappt seine Ladung in der Elbmündung. Das verstehe, wer will – als Steuerzahler muss man`s nur zahlen.

QARN, 368 x 51 m, TG 13 m passiert Scheldt River.

QARN, nahe bei, Bug vor Elbinsel.

Lühe-Schulau-Fähre legt ab.

Zweimal Schiffsbug.

… und Heck.

In schneller Fahrt erreicht die Fähre den Saugbagger.

Stopp im Wegradeln – im Augenwinkel … Das geht doch nicht!? Schachbrettblumen blühen am Schulauer Hafen, nette Pflanzidee.

Mal sehen, wie lange die sich halten. – Was machen eigentlich die Schachbrettblumen in Hetlingen? Das Schachblumenfest ist doch erst am 28. April 2019.

Da gucke ich jetzt – egal, wie der Wind weht.

Also auf, Richtung Fährmannssand. Schafe und Lämmer bevölkern den Deich.

Auf die Osterlämmer ist auch kein Verlass, kommen einfach nach Kalender – aber nicht zum diesjährig späten Ostern.

Eine Schwalbe – zufällig im Foto erwischt.

Zwar macht die eine Rauchschwalbe noch keinen Sommer, aber ich habe 2 – ultratief fliegende – Paare (?) gesehen. Der Sommer kann also kommen.

Meine Güte – das gibt einen eigenen Bericht – Nonnengansmassen nahe der Carl Zeiss Vogelstation.

Fast in Hetlingen, querab Hetlinger Heuhafen – Schlehe blüht, Kopfweide wartet, Altweiden im Auwaldrest schlagen aus.

Eine der Schachblumenwiesen, wie erwartet. Hier ist doch ein härteres Kleinklima als am Schulauer Hafen. Stängel und Blütenknopsen rauen gerade mal die Wiese etwas auf.

Wir dürfen gespannt sein, ob das angesagte warme Wetter die Schachblumen über Ostern schon in voller Blüte besichtigen lässt – egal, wann das Schachblumenfest stattfindet. – Weiter Richtung Idenburg.

Ein weisser Bussard sticht vor grünender Landschaft hervor.

Und da ist auch der berühmte „weisse Schimmel“.

Der Schimmel, eine Stute, ist nicht allein, hat eine Kollegin und Frühjahrsfohlen dabei.

Wie sich das gehört, sind die Fohlen aufmerksam und munter.

So manche Runde geht es um die Wette.

Meine Runde muss ich jetzt zu Ende bringen – erst gegen den teils heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend.

Das ist gelungen, ein hervorragendes, in Richtung und Länge nicht vorhergesehenes HerzKreislaufTraining.

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