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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

So ein schickes Wetter! Was tun in Corona-Zeiten?

Wir radeln Richtung Elbe, wollen dicht am Fahrwasser vor dem Yachthafen Wedel eine freie Bank suchen.

Fährmannssand, Wind- (gut NordWest) und Wellenstudie (Großbagger A.v.Humboldt passierte Richtung Landesgrenze SH-HH) über und um noch nicht bei ablaufend Wasser freigefallener Langbuhne im Süßwasserwatt.

Studium des Bildungsangebots Küste am Sperrwerk Wedeler Au.

Blick zur Geest – ein kleiner Trupp Nonnengänse rastet an der Binnenelbe (noch „hohes Wasser“ angesichts erst kurz laufender Ebbephase).

Auf dem Deich, Sandstrand und Schulauer Hafen voraus.

Was ist passiert! Wir hätten doch Richtung Elbe-Sitz vor dem Yachthafen anders fahren müssen?!

Die Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft wird den derzeitigen Anforderungen gerecht: Zufahrt und Zugang jetzt zu Ostern und an den April-Wochenenden nur für Mitglieder auf das ansonsten freie Gelände! Angesichts der Tatsache, dass das Zuwasserlassen der Yachten in vollem Gang ist und sekündlich neue Pkw zufahren, ist das ein nachvollziehbares Vorgehen.

So fuhren wir denn auf spontan angepasster Route, anders.

Später Vormittag, Blick über die Ein- / Ausfahrt des Schulauer Hafens Richtung Hamburg.

Hier ist es erfreulich leer. Niemand muss sich behelligt fühlen. An der Landesgrenze dreht diesseits gerade der große Klappbagger Alexander von Humboldt, um nach Fahrt westwärts bei erneuter Baggerlinie ostwärts Fracht Richtung St. Margarethen aufzunehmen. Rechts davon, jenseits der Landesgrenze, ist einer der größeren, für Hamburg baggernden Klappbagger zu sehen. Hoch ragt er aus dem Wasser, hat er sich doch gerade seiner Hafenschlick- / Elbsandfracht entledigt.

Über diesen Wahn für Elbe, Umwelt und Steuerzahler habe ich hier zur Genüge berichtet.

Noch ein Wahn? Mir scheint, da fährt vor der Elbinsel ein motorisiertes Surfbrett mit Standup-Survival-Kapitän bei schnellem Ebbstrom noch schneller seewärts.

Bei der Rückfahrt sehe ich Spuren von Flüchtigen.

Wer meint, das hieße „Flüchtlingen“?

Jedenfalls ist der blaue Corona-Himmel von allerlei Kondensstreifen gezeichnet. – Da müssen wir uns erstmal wieder dran gewöhnen.

Mögen die Abgeflogenen zu gegebener Zeit als Rückkehrer gesund wiederkommen!

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Nein, das sind nicht wir alle – aufgrund der zurückgenommenen (danke ! Das war nötig.) „irrwitzigen Entscheidungen, die übermüdet am Ende einer Nachtsitzung“ herauskamen. – Klar bleibt: Wir müssen konsequent die AHA-L-Grundsätze einhalten, wenn wir zurechtkommen wollen.

Die Vögel des Glücks, die Kraniche, sind zur Zeit in unterschiedlich großen Gruppen auf ihrem Weg in die Brutgebiete zu hören und zu sehen.

Ob auf RadRundTour über Fährmannssand oder Hetlingen, Holm.

Kranichgruppe über dem Elbdeich, Hetlingen.

Vielleicht waren diese mit steigendem Wasser zum Auffliegen gebracht worden.

Süßwasserwatt vor dem Elbdeich Hetlingen, nahe Tidehochwasser.

Zuvor hatten wir lange einen jungen (?) Seeadler beobachten können, der die Landschaft binnen- und aussendeichs zwischen Fährmannssand und Hetlingen, dann weiter, inspizierte.

Ah ja, querab Giesensand sind auch wieder Brandgänse / -enten eingetroffen.

Über uns trällern, im Sinkflug, zahlreiche Lerchen.

Während ich, zuhause eingetroffen, die Landnahme von im Vorjahr geschenkt erhaltenen Bärlauchs und Waldmeisters (Ecke links oben) ansehe, höre ich es schon wieder.

Direkt über uns, im bebauten Raum Wedels, zieht ein großer Trupp Kraniche zielgerichtet gen Nordost.

Wir wünschen allen Brutvögeln, die von wasserbeschützten, ruhigen Brutplätzen abhängig sind, eine bessere Saison als in den Vorjahren!

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Besuch aus Berlin – gestern noch auf dem rauf-und-runter-Erlebnispfad der Holmer Sandberge …

… heute sollte es an der Elbe auf der Deichverteidigungsstraße per Roller und Rad je nach Wind hin- und hergehen. Ob die Berlinerinnen „ordentlich Vögel“ zu sehen bekommen?

Ich radle vor. Querab Langer Damm beobachten mich Graugänse aufmerksam.

Querab Obstparadies sind Lach- und Silbermöwen mit Lebendfutter beschäftigt, das der nassen Erde entfleucht – oder mindestens an die Oberfläche kommt. Nebenbei wird ordentlich gebalzt.

Elbe vor Fährmannssand – Hopper Uilenspiegel hat so um 20-tausend t Baggergut an der Landesgrenze aufgenommen, verklappt es, noch im Elbe-Aestuar, vor St. Margarethen.

Sowas läuft immer in der Hoffnung, dass Elbe, ihre Strömungen und die Klappsedimente den Rechenmodellen entsprechen. Jetzt, bei einem Abfluss von ca. 800 m³ / s geht man davon aus, dass die Sedimente vor St. Margarethen tendenziell Richtung Nordsee transportiert werden.

Es besteht die Vermutung, dass die Modelle – wie die Wettervorhersage ohne Luftunterstützung Dank Flugverkehrzusammenbruch in Corona-Zeiten – die Realität nicht widerspiegeln. Wie sonst wäre die enorme Schlickzunahme im Hamburger Hafen und in der Elbstrecke zu erklären? Der ökologische ist inzwischen mit dem ökonomischen Irrwitz gepaart.

Pardon, als alter Elbe-Diplomierer und -Doktorierer kann ich es nicht lassen …

Inzwischen sind die 3 Blondinen mit dem feuerroten Spielmobil an mir vorbeigefahren, haben beim Hof Fährmannssand geparkt, den Roller ausgeladen.

Das Vogelerlebnis kann findet statt. Tausende Nonnengänse rasten zwischen Hof Fährmannssand und NABU-Vogelstation.

Und es kommt noch besser. Von Westen fliegen in großen Schwärmen weitere Tausende Nonnengänse zu.

Nach und nach kreisen und landen die Schwärme, die Gänse verdichten sich in der Fläche.

Wieder und wieder – es sind wohl gut über 10.000 Nonnengänse vor Ort.

Da tut sich was …

Noch fliegen weitere Gänse zu, da hebt sich von Osten der Rand der Masse in die Luft, das Geschehen ergreift die Fläche.

Und da knallt es ultralaut, gepaart mit einem Medizinball-großen Feuerblitz, und noch einmal, Knall und Blitz (oder wohl eher umgekehrt).

In wilder Flucht gehen die Gänse flach über Land und Wasser ab.

Die Gänse formieren sich in der Luft, einem Heuschreckenschwarm immer ähnlicher entfernen sie sich.

Etwas weiter – es geschieht, was immer geschieht. Ob Knallerei, Hunde los, mit Auto reinfahren – schnell landen die Gänse nahebei, dicht an dicht, in schwarzweissem Band.

Die Knaller, Hundeloslasser, Auto-auf-Wiese-Fahrer müssen es wohl halt immer wieder tun … (Die Sinnlosigkeit des Unterfangens, nicht selten landen die Gänse wieder auf Grund desselben Eigners dürfte präsent sein.)

Unter illustren Wolken radle ich Richtung Hetlingen. Fußgängerinnen und Rollerin haben nach langer Strecke das Auto im Sinn, sind umgekehrt.

Elbdeich Hetlingen, ein kleiner Containerfrachter zieht in der Schifffahrtsrinne seewärts.

Nasses Süßwasserwatt schimmert hinter Schilfröhricht. Mal sehen, wie es mit dem weiter geht. Eis und Sturmfluten (bislang nur kleine) haben ihm bisher nicht sehr zugesetzt. Im Hintergrund links die Lühemündung mit Anleger.

Vor dem alten Elbdeich Hetlingen vergnügt sich ein Nilganspaar. Lach- und Sturmmöwen balzen, was das Zeug hält.

Auf der anderen Straßenseite bietet die Binnenmarsch ein anderes Bild. Die Gräben sind trocken.

Wie das mit dem Wasser dieses Jahr wohl weiter geht?! Auf jeden Fall wird im Horizont des letzten Fotos in gut einem Monat wieder die Blüte der Schachblumen zu bestaunen sein.

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Neulich, gegen Ende der Nebel-Tour, hörte ich (nein, das Gekläff der Nonnengänse steht im Nebelbeitrag am 7. März) wiederholtes, metallisches Scheppern.

Mein Blick war noch gefangen vom gut gefüllten Silofutterlager Fährmannssand und – entgeistert – von der entbaumten weisser-Esel-Pony-Fläche. Die ganze Westseite der die Hof-Silhouette prägenden Pappeln, Lieblingssitz unter anderem von schnatternden und singenden Staren, ist abgesägt, die Fläche inzwischen „sauber“.

Also, es schepperte – wo?! Da kam mir ein herumspringendes, schwarzweisses Etwas links in den Augenwinkel. Es folgte gespanntes Stillliegen, das Scheppern hatte aufgehört.

Ah ja, das herumspringende, jetzt in maximaler Aufmerksamkeit liegende Etwas ist der Border Collie des Hofs.

Das Scheppern hatte wohl die Ziege durch Bearbeiten des Zaungitters erzeugt. Hier stehen Schaf und Ziege bereit, dem Hund ihre Schädel zeigend.

Na, willst Du nochwas? – Dem Schaf wird langweilig.

Ich nehme nochmal Anlauf …

Unbeeindruckt? – Na, dann beenden wir das Ganze.

Mit einem leichten Grinsen im Mundwinkel radelte ich nach Hause.

Ist schon gemein, wenn man als Border Collie einen Beruf hat und verantwortungsvoll das Hofgelände unter Wind hält – und dann ist keiner zum Hüten ringsum!

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Morgendliches Eis zeigt, der Winter meldet sich immer mal wieder. Schnell ist das Eis aber getaut.

In Wedel wird nicht nur getaut, sondern auch gebaut – hier im alten Kern, Hinter der Kirche, Schütten des Betonfundaments.

An der Elbe, Tidehochwasser, Blick über Sandstrand und Schulauer Hafen.

Tidehochwasser, Elbe vor dem Schulauer Hafen, Blick Lühemündung – hoch reitet der kleine Containerfrachter, seewärts, an niedersächsischer Marsch vorbei.

Schulauer Hafen zur Elbe – Spiegelungen bei Schiffswellen.

Blick Hafen Hamburg – rot leuchtet Containerfrachter Cap San Raphael (333 x 48 m, TG 10,8 m), etwas rechts, weiter am Horizont fährt Thalassa (368 x 51, TG 14,1 m).

Kleine Möwe … – nein, fliegt nicht, blickt aber nach Helgoland …

Dahin, woher eine Schneefront uns über Nacht gerade noch mit ihrer Kante (Schwerpunkt links der Elbe, in Niedersachsen), erwischen soll.

Heute, Dienstag:

Das hat geklappt mit der Wettervorhersage!

Also: Etwas Aussenruhe, wir werkeln drinnen.

Das nächste Radeln kommt bestimmt!

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Nein, ausnahmsweise meine ich mal nicht „die Eiszeit(en)“, die uns Geest und Marsch geschaffen haben – und die potentiell schicken, produktiven Moränenbäche.

Vor Kurzem noch prägte „Wetter“ unser Umfeld, Winterwetter, wie wir es uns doch eigentlich wünschen (?).

Erstaunlich, wenn man heute auf die Elbe-Webcams in Wedel und Altona guckt. Das massive Treibeis, in der Tide Elbe-auf- und -abwärts transportiert, ist so gut wie völlig verschwunden. Vor drei Tagen, am Montag, sah das noch ganz anders aus.

Der Schulauer Hafen war völlig eisbedeckt, davor schob die Elbe dicke Packungen seewärts bzw. flussauf.

Der Sandstrand mit seinem vorgelagerten Süßwasserwatt war flächenhaft dick mit Eisschollen bestückt.

Richtung Tideniedrigwasser, vorn mahlt der Elbstrom.

Im Übergang liegendes / bewegtes Eis ist eine scharfe Kante erkennbar – weithin gerade, wie mit einem Messer gezogen. Welche Kräfte …

Und Hamburg-wärts, an der Landesgrenze, allen Leserinnen und Lesern bekannt: 2 Hopper-Bagger, von vielen mehr, die in der Hamburger Elbe und / oder in Hafenbecken und Kanälen das in seiner Menge spätestens seit der vorigen / letzten? Elbvertiefung nicht mehr steuerbare Baggergut aufgenommen haben – und wieder verklappen.

Und so geht das – mit anderem, größerem „Gerät“ von hier, neu aufgenommen (!), Richtung Elbmündung weiter – ggf. bis vor Helgoland.

Eine gesamtwirtschaftliche Rechnung hat es für den Hamburger Hafen nie gegeben. Ein goldenes (?) Kalb will schließlich in Ruhe gelassen werden.

Man muss sich wundern über den Baggeraktivismus, zur Zeit mitten in der Laichwanderung und -zeit des Stint. Der war vor einigen Jahrzehnten, nach Verlust der fachlich hier beschriebenen Kaulbarsch-Flunder-Region des Flusses Elbe, zur Hauptfischart geworden. Wen wundert angesichts solcher Praktiken, dass auch der Stint verschwindt?! Nicht nur Gourmets dieser regionalen, saisonalen Delikatesse trauern ihm nach. Das gesamte Ökosystem bis in den Bereich des Nationalparks Wattenmeer „vermisst“ diesen Fisch in seinem bisher geradezu unvorstellbar großem Vorkommen.

Ergänzung Freitag, 19. Februar 2021: Dass wir offenbar in Sachen Baggeraktivismus auf gutem Weg in einer extremen Sackgasse sind (steht hinten eine Betonwand?), gibt es inzwischen auch amtlich. – Immer munter voran! Bloß nicht das System überdenken, schon gar nicht die Eigenheiten des Tidestroms Elbe einbeziehen. – Wundert sich noch jemand?

Umkehr – Sandstrand und sein vorgelagerter, tiefer liegender Bereich, voller Eisschollen.

Heute, Donnerstag, 3 Tage nach den Fotos, ist auf Webcams und real fast kein Eis mehr sichtbar.

Wir dürfen davon ausgehen, dass die gegenwärtig durchlaufende Abflusswelle von mehr als 1.000 m³ / s, Tendenz fallend, für weiter seewärtigen Transport des Eises geführt hat. Hinzu kommt, dass die Kaltzeit dieses Monats vergleichsweise kurz war. Hamburgs Messstationen zeigten ein spätes Erreichen des Gefrierpunkts und inzwischen einen Anstieg auf 1 Grad plus, Tendenz steigend.

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Nach dem neuen Schnee waren nur wenige Radwege durchgängig befahrbar. So nutzten wir die Straße Richtung Schulauer Hafen.

Am Schulauer Hafen – gar nicht da?

Das bei Plustemperaturen heftig einsetzende Tauen bewegt sich offenbar vorwiegend in Richtung „oben“, bildet Dies bis Nebel.

So entsteht, Baumkulisse und Findlinge, eine Landschaft in Schwarz-Weiss.

Der Deich wurde am Vortag noch eifrig berodelt – bis zum Gehtnichtmehr.

Ah, der Schulauer Hafen ist da – eisbedeckt bei Tideniedrigwasser -, die Elbe bleibt unsichtbar.

Das bei Ebbe ablaufende Wasser hat die Eiskante wieder vom Hafenkopf wegbewegt.

Möwenfotos entstehen – einer füttert, eine fotografiert.

Eifrig umkreisen die Möwen Fütterer und Fotografin.

Eisdecke und Packeis sind, tauend, schon wieder schmutzig. Nur einzelne Schollen belegen den Neuschnee der Nacht.

Die Rückfahrt gelingt bei schwachem Autoverkehr per Straße und Geh-/Radwegen.

Querab unserer Wohnung ist ein Iglu aus großen Schneekugeln entstanden, wird verfeinert.

Bei uns war nächtens offenbar ein Engel zu Besuch.

Das war der Schnee von gestern. Heute Morgen ist – bis auf Iglu-Reste – die weisse Pracht verschwunden. 5 Grad aufwärts, 8 sollen`s werden. Anpassung ist angesagt.

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Sonnabend – Wohin bei eisig wirkendem Sturm?

Wir entscheiden uns wie am Vortag, Richtung Elbufer zu radeln. Angesichts starken Ostwinds mit Windchill-Wirkung unter dem Gefrierpunkt bleiben wir allerdings hinter dem Hauptdeich, fahren zum Sperrwerk Wedeler Au.

Der Wasserstand sieht aus wie irgendwas zwischen Thw und Tnw, wobei die Binnenelbe ziemlich leer daliegt.

Da sitzen binnendeichs auf freigefallener SandSchlickbank 4 Kormorane, ein Graureiher, ein Gänsesäger schwimmt im Foto auf der Wedeler Au.

Ein weiterer Graureiher überfliegt uns.

Dann krakeelt es plötzlich über der Wasserfläche binnendeichs. Ein Graureiher und eine Mantelmöwe fechten einen Streit aus.

Die Mantelmöwe setzt sich auf`s Wasser, der Reiher merkt nach einer Weile, dass es dort für ihn zum Landen zu tief ist.

Das beendet den Streit.

Links oben fliegt der Graureiher ab, landet auf Grünland. Die Mantelmöwe hat die Macht – über … ???

Das hatten wir vorher nicht gesehen, ging einem der beiden Kontrahenten offenbar aus dem Schnabel. – Als Ruhe eingekehrt ist, sammelt die Mantelmöwe etwas dickeres, Fischiges unter der Wasseroberfläche ein und dreht ab – leider nicht zu erkennen, was für eine Beute das war.

Zu Hause angekommen, zeigt uns der Pegel Schulau, dass zum Zeitpunkt des Fotografierens Tidehochwasser war – allerdings 1,6 m unter dem normalen.

Wenn man sich überlegt, dass seit den Elbvertiefungen der 1970er das Tideniedrigwasser um mehr als 1,5 m gesunken ist (die Vertiefungen jeweils also real einen Bruchteil an Wassertiefe gewannen), ist das schon krass (vgl. auch vorigen Artikel am Schluss).

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Für alle Jüngeren und Nicht-Nordlichter: Es gibt selbstverständlich keinen Ski-Lift in Blankenese. Und wenn, wäre er wohl jetzt, im LockDown, gesperrt. – Obwohl, angesichts der Steillage am Elbhang Blankenese

Der vordere Teil der Überschrift ist eine Erinnerung an frühere Schneewinter in Hamburg und Umgebung. Da hatte das seltene Wetter sogar zu einer Anfrage in der Bürgerschaft geführt, wo denn die Ski- und Rodelhänge seien und so einiges drumrum.

Schnee ist hier (inzwischen mehr als früher) halt etwas Besonderes!

Jeglicher, dünn schneebedeckte Hang ringsum (weiter nordwestlich, im Holsteinischen – wohl auch im Niedersächsischen – die Deiche) ist inzwischen heftig berodelt worden. Die Medien berichten von teil- und zeitweisen Sperrungen, da Überfüllung drohte bzw. bereits eingetreten war.

Und wir? Wir haben den Sven-Simon-Park, früh am Sonntagmorgen, bewandert und bewundert.

Die Morgensonne lockte.

Verschneite Wiesen- und Waldlandschaft bei der Anfahrt, direkt auf der Landesgrenze Schleswig-Holstein / Hamburg.

Und immer: Mitgebrachtes nach Gebrauch wieder mitnehmen – oder Mülleimer nutzen. Nachfolgende und Natur danken es!

Steht doch schon oben … – „jeglicher … Hang“, hier ganz schön baumbestanden – heisst vermutlich heute wie früher „Todespiste“.

Idyllisch verschneit und beschienen, der Kaulquappen- und Molchteich – vgl. frühsommerliche Beiträge hier im Blog.

Test noch nicht erfolgreich – ringsum wurde versucht, ob das Eis bereits zu betreten wäre.

Auf Eis und Pflanzen – wachsende Kristalle.

Mein buntes Gefolge, Groß-gewachsene winzig vor Altbäumen.

Rodelhang nahe Puppenmuseum.

Könner schaffen es bis hier, die Masse hat den oberen Hang tags zuvor, Sonnabend, weitgehend Schnee-befreit, den Boden unter Grasbedeckung frei gelegt.

Von Südsüdwest lockt uns die Sonne Richtung Elbhang.

Weit geht der Blick über die hamburgische und niedersächsische Elbtalaue.

Fahrwasser der Elbe, Neßsand, Estemündung im (ehemaligen Flachwassergebiet, nun) Süßwasserwatt Mühlenberger Loch, Werft, Harburger Berge, noch im Dunst, verschluckt.

Blick westsüdwest – hinter Neßsand niedersächsische Marsch, Harburger Berge / Stader Geest.

Nord- bis Südufer des Fahrwassers – laut knirscht das Raue, die bewegte Eisfront zwischen Fahrwasser und Mühlenberger Loch bei Richtung Tideniedrigwasser gen See fliessender Elbe.

Was für ein Blick.

Wir umrunden den Hang.

Im Heidebereich des Elbhangs – weitere Rodelbahnen, von steilstmöglich bis moderat.

Es zeigt sich, dass wir den frühen Start gut gewählt hatten.

Langsam, aber zunehmend belebt sich der Sven-Simon-Park mit Winterfreizeitlern, teils professionell ausgestattet.

Hier und an allen Hängen ringsum finden sich halt auch alle diejenigen, die sich jetzt viel lieber in den Alpen, im Harz oder in den Mittelgebirgen auf Schnee bewegen würden.

Es bleibt kalt. Das (Kohle-)Heizkraftwerk Wedel hat gut zu tun.

 

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Der Wetterbericht wusste kürzlich zu vermelden, dass der Januar 2021 – so er die letzten 10 Tage nicht anders nutzt – zu den dunkelsten Januarmonaten der Statistik gehören wird. Wolkentiefs sind in der Tat genug durchgezogen.

Da will ich die Gelegenheit nutzen, ein Bisschen Restlicht in die virtuelle Welt zu bringen.

Immerhin gab es, von Morgensonne angestrahlt, einen schwachen, weit greifenden Regenbogen vor einem weiteren herannahenden Tiefschwanz von Westen zu bestaunen.

Dann wurde es bald – morgens! – wieder ziemlich dunkel …

Mittagssonne-beschienene Birken – die Tieffrontenlage will genutzt sein, Spontanradeln zwischendrin. Wohl denen, die sich solchen Luxus leisten können.

In solchen Zwischenzeiten ist immer wieder interessant, wie viele Menschen sich auf den Weg machen – zu Fuß, per Rad, per Auto für fernere Nahziele. Überall ist gut Bewegung – und Bewegung ist ja gut -, ohne dass zu hohe Dichten in dieser, unserer Zeit erreicht würden.

Gestern Nachmittag fand ich den ssssteifen Westwind herausfordernd genug, noch einmal gegenan Richtung Elbe zu radeln.

Vom Geesthang kommend in der Marsch – tief steht die Sonne hinter Weiden.

Angestrahltes Schilfröhricht unter Altweide.

Langer Damm, der östliche Graben.

Kopfweiden am westlichen Graben, hoch eingestaut.

Westen Wind macht Wellen.

Der hoch eingestaute, quer zum Wind liegende Graben „steht“ still.

In der Ferne – aufgebrachte Nonnengänse.

WeidenPappelBlick von der Binnenelbe Richtung Elbdeich.

Am Elbdeich Fährmannssand angekommen – WillowHenge, west, im Gegenlicht.

Vom Deich aus sieht der östliche Teil so aus, noch angestrahlt.

Und drüber der klirrend weißstrahlende Halbmond.

Mitten zwischen Ebbe und Flut – das Süßwasserwatt Fährmannssand.

Sonnenblick gen Niedersachsen.

Weitergeradelt – Sonnenblick gen Niedersachsen vom Sturmflutsperrwerk Wedeler Au aus.

An Wedels Geesthang ist nur noch die obere Gebäudelinie sonnenbeleuchtet.

Vor Schluss der Tour sehe ich noch fast so etwas wie einen Sonnenuntergang von der Schulauer Straße aus.

Dann wollen wir mal sehen, ob das Wetter die Erwartungen des Wetterberichts für Januar erfüllen wird.

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