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Archive for 13. September 2020

Gelbgrün leuchtet Hopfen vor Dunkelgrün der Haselnuss.

Der Dost ist verblüht, zwischen Staudenbestand wächst junge Erle auf.

Links wächst eine rot blühende Pflanze ins Licht, dazu später mehr.

Die Restaurierungsarbeiten mit Kies haben sich aus vielerlei Gründen bewährt. Unter anderem stabilisieren sie den Abfluss in trockeneren Zeiten.

Auf der Rausche sind Erlenblätter aufgrund der neu geschaffenen Rauigkeit zurückgehalten, grün. Die Schwarzerle kann es sich leisten, nicht wie andere Bäume möglichst viel Inhaltsstoffe aus den Blättern vor deren Fall zurückzugewinnen – sorgen doch die Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln für reichlich Nährstoffgewinn.

Solch raue Stellen mit zeitweisem Blattrückhalt zeigen, dass Blattfall von Sommer an stattfindet – nicht so massenhaft wie im Spätherbst. So haben die Bachflohkrebse als „Schredder“, Transporteure fester Biomasse in kleinere, auch von anderen nutzbare Größen, regelhaft Nahrungsnachschub.

Rot als Farbe prägt derzeit vielerorts das Grün.

Letzte Weidenröschen vor verblühtem Dost.

Pfaffenhut vor Erle.

Weißdorn vor Erle.

Brombeere vor Erle.

Mal sehen, ob die Früchte in dieser Saison noch schwarz und reif werden.

Das Rot noch vereinzelt blühenden Blutweiderichs habe ich verpasst zu fotografieren (vielleicht habe ich mich bei IMG_8606 verguckt? – dann hätte ich die letzten Weidenröschen verpasst).

Lange vermisstes Gelb ist nun auch erschienen.

Da ist es ja, das Gemeine Leinkraut! Seit Wochen guckten wie vergebens danach, vgl. Beitrag vom 31. Juli 2019.

Vielleicht ist es aufgrund der Trockenheit erst jetzt, nach mehrfachen – wenn auch wenig ergiebigen – Schauern wach geworden.

So eine Riesenhummel wie im Vorjahresbeitrag ist auch wieder zu sehen. Die hat offenbar momentan aber anderes zu tun, als sich um die Blüten zu kümmern.

Zum Glück hier nur gelegentlich wachsendes Drüsiges Springkraut (das Rot im Foto weiter vorn) reissen wir aus.

Als „invasiver Neophyt“ kann es heimische Pflanzenbestände und zugehörige Tierwelt erheblich beeinträchtigen. Abhilfe ist leicht möglich.

Wenn es erst ganze Grundstücke besetzt, hilft nur Konsequenz – mindestens das Mähen vor beginnender Blüte.

Da die Blüten nacheinander aufgehen und entsprechend die Samenbildung nach und nach fortschreitet, ist „wohlmeinendes“ Blühenlassen und „Mähen dann“ kontraproduktiv.

Zweifellos sind die Blüten nicht nur für Insekten attraktiv – und die prallen Samenstände für Experimentierende.

Huh! Pling, plong fliegen den zu passender Zeit Anfassenden die zahlreichen Samen beim Zerplatzen der Aussenhülle um die Ohren – Springkraut halt.

Auf meiner Homepage (div. Beiträge und Downloads) sowie in vielen Blogberichten hier schreibe ich über die Bedeutung standorttypischer Randvegetation von Bächen und kleinen Flüssen. Nicht zuletzt der Halbschatten ist hinsichtlich Sommerkühle und Mindern übermäßiger Pflanzenproduktion IM Bachoberlauf von großer Bedeutung.

So ist auch dieses, an sich standorttypische Gelbgrün des Wasserstern schlicht zuviel. Mit dieser Art und Menge Biomasse kommt das System nicht klar.

Pflanzensukzession im Randstreifen, ggf. nachhelfend auch Pflanzen von Jungerlen, wird einausgewogeneres Verhältnis höherer Pflanzen zu den eigentlich charakteristischen Schwachlichtalgen in solcher Bachstrecke herstellen helfen.

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