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Archive for 20. Dezember 2017

Meerforellen, Reisende zwischen den aquatischen Welten, suchen zum Jahresende geeignete Laichplätze auf – aber wo gibt es die in unserer übernutzten Landschaft, in den nach wie vor meist hart unterhaltenen Fliessgewässern?!

In den teils ultratief gelegten, kanalartigen Betten kann vom aufmerksamen Auge mancherorts das große Potential der Moräne als Grundlage des Forellenbachs erkannt werden – Kiese, Gerölle, Steine.

Menge und Größenzusammensetzunmg wechselt teils kleinräumig.

Das Problem ist „nur“, dass unseren Gewässern keinerlei Entwicklungsmöglichkeit gegeben ist. Nach „Klauen der Steinfraktion“ besteht für Bäche und kleine Flüsse nicht die Möglichkeit, sich ihr Bett wie vor Urzeiten selbst zu bauen. Hinzu kommt, dass die vom Menschen geschaffene unnatürlichen Tieflage für den nicht unmittelbar Befassten unvorstellbare Erosionsmassen produziert, die wie ein Leichentuch alles Leben zudecken.

Was da als Waldreitweg unscheinbar daher zu kommen scheint, …

… produziert beim Gewässerqueren eine selbst angelegte Furt.

Fast kann man über den Daumen anhand des vorstehenden Fotos abschätzen, wie viel Sand hier in Bewegung gesetzt wurde – und weiter wird.

In Rippeln transportierte Sandmassen sind Richtung bachab die Folge. Neben dem ökologischen Schaden muss der Steuer- und Gebührenzahler das teure Ausbaggern anderswo bezahlen.

Gegen solch Treiben hilft das Bisschen verbliebene Möglichkeit zur Eigendynamik dem Bach herzlich wenig.

Natürlich gäbe und gibt es Abhilfe – und das hier gezeigte Beispiel (unsachgemäße !) Reiterei ist nur eins von vielen ähnlich wirkenden Beispielen. Einen Lebensraum zu zerstören ist leicht.

Gleichwohl versuchen die laichwilligen Forellen ihr Bestes zu leisten – angelaichte kleine, vom Fisch erzeugte Kiesbank. Bachauf die Laichgrube.

Gleich noch einmal – wer den Blick dafür entwickelt, erkennt die verzweifelten Versuche der Fische, Nachkommen zu erzeugen.

Das unscharfe Foto noch einmal für Nichtfachleute mit Kennzeichnen der Forellen-gemachten „Landschaft“ und Beschriftung.

Jegliche Anströmsituation von Kies und Geröll wird von den Laichern versucht zu nutzen – mit dem Ergebnis, dass wie an diesem Absturz Kies, Geröll und Eier weitgehend „hinüber“ sind.

Hier im Blog sind unter dem Begriff Restaurieren, Kies, Rauschen, Laichbetten und Ähnlichem eine Menge Verbesserungsbeispiele zu finden. Die 2017er sind auch beispielsweise mit Suchbegriffen wie Mühlenau, Bönningstedt, Pinneberg, Wildpark Eekholt zugänglich.

Und das Angebot wirkt.

Turbulenz ist wichtig – hier zu erkennen an der „turbulenten Baumkrone“.

Dasselbe nochmal – weil`s so schön ist.

Und so finden sich in dicker Kiespackung erfolgreichere Belege des Forellenlaichgeschäfts.

Jahresendspaziergänge bestätigen, dass es sich gelohnt hat, aktiv zu werden.

Und das soll 2018 so weiter gehen.

(Wer meint, dieser Beitrag wäre nicht winterlich genug, geniesst bestimmt dies.)

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