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Archive for Dezember 2017

Sie fragen, was für eine Weihnachtssonne?

Schuhwerk auch der angereisten Gäste war gemäß Wettervorhersage „windig und nass“ eingerichtet.

Das war auch gut so. Ich achtete daneben aber auch auf die Vorhersage-Ergänzung „Zwischendurch klart es etwas auf“.

Wer die Küste kennt und „die Stadt mit frischem Wind“ weiss, dass das „zwischendurch“ unterschiedliche Erscheinungsformen hat, z.B. in seiner jeweiligen Kürze.

Nachdem schon am Vormittag Kurzradeln fast trocken möglich war (Glück gehabt, die Spielplatzbesucher sind anschliessend gut eingeregnet), bin ich nachmittags nochmal an die Elbe geradelt.

Langer Damm – die Kreuzung an dieser Abzweigung war von etlichen Fotografen belegt.

Langer Damm, kurz vor der Querung der Binnenelbe. Die Waagerechte im Hintergrund ist der Elbe-Hauptdeich.

Abendstimmung, Tausende Nonnengänse grasen mit Schafen querab Langer Damm (sagt man „äsen“?).

Erst beim Ansehen der Fotos bemerkte ich, wie flächig die gefiederte Aktivität verteilt war.

Kurz vor dem Hauptdeich.

Die Elbe – auflaufend Wasser genau zwischen Tideniedrig- und -hochwasser.

Hier kann man lange stehen – könnte …

Es macht schon Sinn, auch mal „daneben“ zu gucken. Eine Wolkenfront mit heftigen Schauern rast heran.

Da sehe ich zu, Richtung Geest zu kommen, mindestens einen Windschatten zu erwischen, wenn`s ernst wird.

Vom letzten Sonnenlicht werden die Nonnengänse beschienen (Die Sonne ist dann nicht weg, aber wegen des flacheren Winkels hinter dem Deich verschwunden).

Auf dem Saatlandsdamm haben mich – der schöne Eindruck täuscht ein wenig – die Wolkenfronten eingeholt. Die schöne Stimmung bleibt aber erhalten – bis zu Hause erwischt mich nur erstes Nieseln.

 

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Der den Sonnenuntergang betrachtende, scheinbar matialische Geselle ist übrigens der Wedeler Roland, über Jahrhunderte Garant der Handels- und Marktrechte. Die Stadt bietet zu ihm weitere Information.

Und allzeit gute Fahrt voraus!
(Dezember 2017: Tidenkieker vor dem Schulauer Hafen, Wedel)
Eine Handbreit Wasser unter dem Kiel reicht.
Möge die Elbe leben!

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Meerforellen, Reisende zwischen den aquatischen Welten, suchen zum Jahresende geeignete Laichplätze auf – aber wo gibt es die in unserer übernutzten Landschaft, in den nach wie vor meist hart unterhaltenen Fliessgewässern?!

In den teils ultratief gelegten, kanalartigen Betten kann vom aufmerksamen Auge mancherorts das große Potential der Moräne als Grundlage des Forellenbachs erkannt werden – Kiese, Gerölle, Steine.

Menge und Größenzusammensetzunmg wechselt teils kleinräumig.

Das Problem ist „nur“, dass unseren Gewässern keinerlei Entwicklungsmöglichkeit gegeben ist. Nach „Klauen der Steinfraktion“ besteht für Bäche und kleine Flüsse nicht die Möglichkeit, sich ihr Bett wie vor Urzeiten selbst zu bauen. Hinzu kommt, dass die vom Menschen geschaffene unnatürlichen Tieflage für den nicht unmittelbar Befassten unvorstellbare Erosionsmassen produziert, die wie ein Leichentuch alles Leben zudecken.

Was da als Waldreitweg unscheinbar daher zu kommen scheint, …

… produziert beim Gewässerqueren eine selbst angelegte Furt.

Fast kann man über den Daumen anhand des vorstehenden Fotos abschätzen, wie viel Sand hier in Bewegung gesetzt wurde – und weiter wird.

In Rippeln transportierte Sandmassen sind Richtung bachab die Folge. Neben dem ökologischen Schaden muss der Steuer- und Gebührenzahler das teure Ausbaggern anderswo bezahlen.

Gegen solch Treiben hilft das Bisschen verbliebene Möglichkeit zur Eigendynamik dem Bach herzlich wenig.

Natürlich gäbe und gibt es Abhilfe – und das hier gezeigte Beispiel (unsachgemäße !) Reiterei ist nur eins von vielen ähnlich wirkenden Beispielen. Einen Lebensraum zu zerstören ist leicht.

Gleichwohl versuchen die laichwilligen Forellen ihr Bestes zu leisten – angelaichte kleine, vom Fisch erzeugte Kiesbank. Bachauf die Laichgrube.

Gleich noch einmal – wer den Blick dafür entwickelt, erkennt die verzweifelten Versuche der Fische, Nachkommen zu erzeugen.

Das unscharfe Foto noch einmal für Nichtfachleute mit Kennzeichnen der Forellen-gemachten „Landschaft“ und Beschriftung.

Jegliche Anströmsituation von Kies und Geröll wird von den Laichern versucht zu nutzen – mit dem Ergebnis, dass wie an diesem Absturz Kies, Geröll und Eier weitgehend „hinüber“ sind.

Hier im Blog sind unter dem Begriff Restaurieren, Kies, Rauschen, Laichbetten und Ähnlichem eine Menge Verbesserungsbeispiele zu finden. Die 2017er sind auch beispielsweise mit Suchbegriffen wie Mühlenau, Bönningstedt, Pinneberg, Wildpark Eekholt zugänglich.

Und das Angebot wirkt.

Turbulenz ist wichtig – hier zu erkennen an der „turbulenten Baumkrone“.

Dasselbe nochmal – weil`s so schön ist.

Und so finden sich in dicker Kiespackung erfolgreichere Belege des Forellenlaichgeschäfts.

Jahresendspaziergänge bestätigen, dass es sich gelohnt hat, aktiv zu werden.

Und das soll 2018 so weiter gehen.

(Wer meint, dieser Beitrag wäre nicht winterlich genug, geniesst bestimmt dies.)

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Die gestrige Morgensonne haben wir Dank längerer Telefongespräche im Haus verpasst.

Als wir auf dem Deich ankamen, war Hochnebel aufgezogen, Containerfrachter Cosco Denmark, 264 x 32 m, nur schwach am Horizont erkennbar.

Vom Schulauer Hafen nach Westen guckend war die Größenrelation dieses noch relativ normal „kleinen“ Schiffs gut vergleichbar mit dem Umfeld.

Angesichts des Wetters herrscht Ruhe am Schulauer Hafen.

Schwall und Sunk – Vorsicht bei tiefgehenden Schiffen, die Gefahren am Ufer werden leicht unterschätzt.

Cosco Denmark hat den Schulauer Hafen passiert. Stark strudelnd und weit drückt „der Schwall“ in die Hafeneinfahrt.

Heute sieht es anders aus.

Blauer Himmel über Geest und Marsch – ist das die berühmte Friedenstaube am Horizont? – Wohl eher eine der angesagten Schnee-Graupel-Fronten …

Auf dem Deich – Kreuzfahrer Columbus, 246 x 32 m, 1.800 Passagiere, fährt gen Hamburger Hafen.

So weiss diese Traumschiffe meist sind – der Schweröl-Rauch aus den Schornsteinen ist es nicht. In Hafenstädten verursacht die Schifffahrt einen wesentlichen Teil der Luftverschmutzung. – Wie beim Auto / Diesel: in anderen Ländern tut man mehr dagegen, ist man weiter.

Morgensonne auf der Marsch – wir radeln Elbe-aufwärts hinter dem Deich.

Der Stinker hat den Schulauer Hafen passiert.

Feucht glänzt der Westkai des Schulauer Hafens im Gegenlicht.

Die Schnee-Graupelfront ist zum Glück am Südufer, im Niedersächsischen vorbei gezogen.

Zurück zu Hause – Spatzen erfreuen sich am katzensicheren Mini-Bad.

 

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In der Vorweihnachtszeit, lernen wir zu früh Gekommenen, macht das Wildgehege Klövensteen, beliebtes Ziel bei Jung und Alt, erst um 10 Uhr auf. Dafür warten nicht nur Weihnachtsbäume (aus DK ?!), sondern auch Kuchen, Elchbratwurst mit Preiselbeeren (sind drin, lecker!), weiteres Heisses sowie Wildfleisch und -produkte tiefgefroren auf kaufwillige Besucher.

Das Dam- und Rotwild haben wir diesmal nicht angesehen. Von Draussen waren kleinere Verwandte – ist das Sika-Wild? – schon zu besichtigen.

Groß und Klein.

Hirsch und -kuh.

Stockenten auf Waldspiegelung.

Und die Wildschweine mit schickem Futtersuch-Wühlschlamm – in Klein.

Und in Groß. Einzeln …

… und als Familie.

Wie immer gilt der Grundsatz: Was kümmert es die deutsche Eiche (den Findling), wenn sich eine Wildsau an ihr (an ihm) schubbert.

Hier kommen wir demnächst mal wieder her, gucken, ob das weisse Damwild noch da ist.

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Es lässt sich nicht verleugnen, wir haben Winter. Raureif schon neulich, Schneewolken.

Sonnentage sind eher selten. Um so mehr nutzen wir die Gelegenheiten zwischen den Fronten.

Mal wieder geht`s zum Schulauer Hafen an die Elbe. Etliche Tage mit erhöhtem Flutwasserstand, kleine Sturmfluten bis 1,5 m über normal überfluten auch die Kais. Ein paar der Folgen aus Sand und Schlick habe ich fotografiert.

Tapetenmuster 1.

Tapetenmuster 2.

Tapetenmuster 3, schon etwas variierend.

Die neue Kollektion 1.

Die neue Kollektion 2.

Die neue Kollektion 3.

Und 12 Stunden später sieht alles schon wieder ganz anders aus.

Inzwischen bedeckt Dauergrau den Himmel, mal sehen, ob morgen früh die angesagten 10 cm Schnee liegen. Bei Temperaturen über Null Grad wird das ausser dem üblichen Verkehrs-Chaos keine winterlichen Folgen haben.

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Die Skorpionsfliege – keine Angst ! – ist zum Insekt des Jahres 2018 gewählt worden.

Da sie sich gern in variierendem Gelände aufhält, ist es kein Wunder, dass sie auch hier im Blog auftaucht, in den Beiträgen vom 5. Juli 2013 und 18. August 2012 – zugänglich über die Kalenderfunktion in der rechten Spalte (oder über die Suche-Funktion).

Natürlich ist da jeweils wie üblich „das ganze Drum und Dran“ des Tages am Forellenbach beschrieben, Naturerlebnis, Restaurieren und Forellen samt andere Bachbewohner inklusive.

Über Insekten und wie es ihnen heutzutage geht, sind etliche Antworten hier zu finden. Da geht es unter anderem auch darum, was Jederman positiv verändern kann.

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Zwischen den Herbststürmen – Spiegelung einer Kopfweide in Marschgraben.

Die letzte sturmgebrochene Trauerweide am Langen Damm wird besägt. Mal sehen, ob ihr ein „zweites Leben“ gegönnt wird.

Vor der Silhouette der Immanuelkirche, Marsch vor Geesthang, äsen etliche Hundert Nonnengänse.

Während dieses ruhigen Marschgeschehens – inzwischen sind auch die letzten völlig durchnässten Weiderinder ins Trockene transportiert, arbeitet es stetig vor sich hin – wer da?!

Der Abtransport des Weideviehs war längst überfällig. Tiefer Schlamm flächenhaft – keine angepasste Bodennutzung. In etlichen Kreisen mussten die Veterinäre die Bauern fast zum Handeln zwingen.

Ein Baggermann – langes Rätseln, dann Kundige: Das ist keine Grabenräumung der Gewässerunterhaltung, das sind Flächen der Stiftung Naturschutz, in denen Blänken angelegt werden.

Inzwischen ist eine Vielzahl solcher Freiwasserflächen entstanden, das Bild der Marsch wandelt sich.

Gespannt sein dürfen wir, ob die Führung der Marschgrabenent- und -bewässerung neu angepasst wird. Für die Entwicklung der Blänken wird das wesentlichen Einfluss haben – werden sie dauerhafte Stillgewässer sein können? Was erwartet den Marschbesucher angesichts veränderter Beweidungsverhältnisse? Im Zweifel entstehen große, die bisherigen Grünlandflächen parzellierende Schilffelder. Wir dürfen gespannt sein, wie die Natur über die Zeit reagiert.

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Überbreit, die Ohlau bachauf der Brücke am Golfplatz.

Der Gewässergrund ist durch Sandablagerung und Sandtreiben vollkommen öde. Noch vor wenigen Jahren lagen hier Kiese und Gerölle frei, Meerneunaugen laichten unmittelbar im Bereich der Brücke.

Zusammen mit dem Gewässerpflegeverband Ohlau werden wir versuchen, wieder den natürlichen Steingrund des Moränenbachs herzustellen. Zum Einen wird das vom Verband durch Kieslenker bachab am linken Ufer erfolgen. Zum Anderen hat der Anglerverein Forelle e.V., Bad Bramstedt, mit „Hölzchen & Stöckchen“ Treibselsammler bachauf in der Innenkurve hergestellt. So soll der Sand durch Umlagern den Gleithang wieder aufbauen, der Bach durch Strömungskonzentration und Turbulenz dem Prallhang seinen Kiesgrund sowie die Fischunterstände entwickeln.

Ende Oktober waren die Treibselsammler schnell hergestellt. Kleines handicap: bei erhöhtem Wasserstand hätten sich an Stelle der Watstiefel Wathosen bewährt.

Nun, bei noch etwas höherer Wasserführung, also die Nachschau.

Blick bachauf – nur anhand der typischen Mikroturbulenzen sind drei der Sammler erkennbar.

Gute Einbindung ins Ufer. Wir sind gespannt, was uns später ein Besuch bei Niedrigwasserführung zeigen wird.

Wichtiger Anzeiger beim Restaurieren: „Das Brechen des Spiegels“ – gesunde Bäche und Flüsse fliessen turbulent.

Wir gehen zurück, blicken über zwei der Treibselsammler Richtung Brücke mit Messstation.

Zum Abschluss dieser Tour geht es weiter bachauf, Retentionsbecken im Raum Kaltenkirchen ansehen, die aufgrund neuer Bebauungspläne entstanden. Dazu demnächst mehr.

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Über das Restaurieren an der Osterau im Wildpark Eekholt mit Kies und Holz ist hier im Blog am 26. und 30. September sowie am 2. Oktober berichtet worden. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler ist mir noch sehr gegenwärtig. Auch 2018 wird das Wassercamp der Unterelbeschulen hier aktiv sein. Neben Gewässeruntersuchungen wird weiteres Restaurieren auf dem Plan stehen. Zwischenzeitig habe ich bei höherer Wasserführung nachgesehen, wie die Lenkbuhnen und die Treibselsammler wirken – sehr gut und bei Hochwässern, wie geplant, frei überflossen. Eine gemeinsame Begehung mit zwei Gewässerpflegeverband-Vorsitzenden und der Umweltberaterin des Wildparks stand gestern auf meinem Reiseprogramm. Anschliessend ging es an die Ohlau – darüber wird in einem eigenen Beitrag informiert.

Die Anreise erfolgte durch spätherbstliche Agrarlandschaft. Im Radio kam gerade die Meldung zum beendeten Hamburger Winterdom „… Rückgang der Besucherzahlen … Von 31 Veranstaltungstagen waren 24 verregnet“. Sowas soll vorkommen gemäß der Wetterstatistik.

Dieser Mais ist immerhin geerntet – Anbau auf ungeeigneter Fläche, sollte Grünland sein. Falsche Subventionierung zerstört Grundkapital der Landschaft.

Reichlich Mais steht noch, gutes Versteck für überbordende Wildschweinpopulationen. (Bitte nicht betreten!)

Mein Exkursions-Wetterkonto bei St. Petrus steht noch auf sehr gut. So fahre ich wieder hinter der Wetterfront „on the sunny side of the street“.

Angekommen.

Da ist er, der Osterauwanderweg.

Die Restaurierung fand an dieser Strecke statt.

Startpunkt der Restaurierungen am Osterauwanderweg – die Lage der beiden Lenkbuhnen ist erkennbar. Das Hochwasser fliesst ungehindert über die Unterwasserstruktur hinweg.

Auch die Wirkung der Treibselsammler ist gut zu sehen – Mikroturbulenzen ohne Behinderung des Abflusses.

Ganz wesentlich ist die Einbindung ins Ufer, die bei Hochwasser sichtbar sein soll. An anderen Stellen ist das nicht wie hier der Fall, Informations- und Verbesserungsansatz für das Wassercamp 2018.

Neben anderen Stellen der Strecke steht am Ende des Osterauwanderwegs noch Arbeit mit Holz und Kies an.

Wegen Transportproblemen konnte hier eine prioritäre Lenkbuhne 2017 noch nicht eingebaut werden.

Blick von bachauf: Die noch ausstehende Lenkbuhne wird künftig die Strömung Richtung Brückendurchlass lenken (rot: heute, gelb: nach dem nächsten Wassercamp).

Bachab der Brücke, im Hirschgehege, wird der Wildpark selbst Restaurieren starten. Extremer Ufervertritt hat im Bachbett eine überbreite, Sandfang-ähnliche Wüstenei entstehen lassen. Kies, Holz und Erlen auch am rechten Ufer können helfen.

Die Beteiligten sind sich einig, dass diese sehr schön sichtbaren, gut wirkenden, beispielhaften Lebensraumverbesserungen mit Informationstafeln ausgestattet werden.

Auf geht`s zur Ohlau, Bad Bramstedt. Davon mehr in einem weiteren Beitrag.

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