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Die vorigen Beiträge über Büsum hatten sich ergeben, weil wir Verwandtschaft im Urlaub besuchen wollten, im Büsumer Deichhausen.

Büsumer Deichhausen hat auch eine Badestelle, dahin muss man über den Deich – (ganz schön) hoch und runter.

Und da sind sie auch schon, die drei Hamburger, Jung und Deerns – Ebbe, kein Wasser am Ufer der Badestelle.

Das also ist es, das berühmte Watt – wat `n Schiet!

„Arenicola marina“ persönlich ist für diese spezielle Landschaft verantwortlich.

Interessierte gucken am Spülsaum entlang.

Wer hat die größte, die besondere, die bunteste Muschel gefunden – und was es sonst noch für Kategorien gibt?

Und dann ist das Watt, wo immer noch ein Film Wasser vorhanden ist, natürlich voll von fast allen Größen der Nordseegarnele.

Hier mindestens 4 kleine.

Hier mindestens 4 mittelgroße.

Die essbare Größe fangen die Kutterfischer jenseits des Watts, in der Nordsee.

Neben vielen anderen Organismen findet sich mindestens ein weiterer Krebs – die Strandkrabbe. Dieses Jungtier verweilt ein wenig auf einem Schiet-Aussichtshügel / -turm.

Wenn die Wattzeit hinreichend genossen ist, steht eine Dusche und Brause bereit. Keiner muss schlammig nach Hause.

Uns zieht es zur Schäferei. Hier kann der Gast zwischen diversen Ferienwohnungen und einem Ferienhaus wählen.

In solch Schäferei geht es selbstverständlich nicht ohne Schafe.

Darüber hinaus werden für Kinder eine Vielfalt an Tieren, Spielmöglichkeiten sowie Ponyreiten angeboten. Nachmittags gehört das Versorgen der Tiere im Wechsel dazu. – Corona-bedingt werden die geltenden Vorgaben beachtet, einige Angebote aus dem Normalprogramm können nicht stattfinden.

Kuschelnde Stallhasen.

Allerlei Abenteuer inner- und ausserhalb der Hofgebäude gibt es zu erleben.

Erwachsene können dem Treiben (staunend) zusehen oder sich anders vergnügen – ggf. nachmittags auch im Cafe (im Nordseeraum gibt es aber auch sowas von Kuchen, die muss man versuchen).

Wir feierten (der Hauptgrund unseres Besuchs) Geburtstag im Ferienhaus.

Nachmittags genossen wir, wenn denn solch Angebot schon besteht, eine große Auswahl Kuchensorten, je 1 Stück – verteilt als Probierhappen an alle Anwesenden. Hier wird nochmal geurlaubt – wir haben nicht alle Sorten in den Test einbeziehen können.

Kinder, so haben wir gehört, nehmen gern Abschied von allen Tieren. Wir begnügen uns mit dem Chef, einem prächtigen Hahn.

Etwas mehr als eine Stunde Autofahrt und wir sind gut zurück – „Büsum“ auf diese Art ist immer mal spontan möglich.

Am Meer, aber auch im Tidebereich von Flüssen fasziniert uns immer der Höhen-abhängige Farbwechsel der Vegetation. Ein paar weisse Kleckse hier sind durchweg Lachmöwen.

Bei genauerem Hinsehen … – bewegt sich da was im Tangteppich.

Irgendwie kommen wir mit uns nicht ins Reine, wer da stochert – Jungvögel (?) von …? Tipps nehme ich gern entgegen.

Die sich da putzen haben wir als Möwen angesprochen. Stimmt das?

Einige Lachmöwen haben ganz schön zu tun – Posieren ist angesagt.

Es wird auch geflogen, hier Lachmöwen … – aber warum so laut, wer und wo?

Von weit her hörbar, herangezoomt: offene Propellerflieger, vermutlich auf Flugstunde.

Später, als wir eher zufällig am Flughafen vorbei kamen, sahen wir die Geräte auf der Wiese stehen. Dafür muss man geboren sein, nehmen wir an.

Zurück aufs Meer – ein Grauganspaar dokumentiert mit einem verbliebenen Küken den Gang der Welt.

Viele Menschen können Realitäten wie diese nur schwer verkraften. Keine Panik, genau darum sind die Arten so angelegt, entsprechend große Zahl von Jungtieren in die Welt zu setzen.

Das, was im Hamburger Raum sommerlich „viel Wasser“ (und in der kalten Jahreszeit „Sturmflut“) genannt wird, hat an der Nordsee gerade aktuell zugeschlagen. – Das Leben ist eins der härtesten …

Wedel. Es regnet – sehr schön, wir brauchen das Wasser! Gerade hörte ich im NDR, das sei das in Europa angekommene, lange Zeit als Tropensturm vor den USA diskutierte Etwas, das da in breiter Kreisfront uns seit gestern begießt. Zwar habe man sich dann wohl geeinigt, dass das Ding doch kein Tropensturm sei – sei`s drum, was da ergiebig, aber ruhig runterkommt, füllt immerhin jetzt sogar die Niedrigwasserführung hiesiger Bäche und Flüsse bis auf die Höhe mittleren Abflusses (bis es dann wieder abgeklungen ist).

Meine Gedanken gehen zurück, nach Büsum – noch urlauben die Hamburger Blondies dort (2 w, 1 m).

In der ersten Reihe, Blick vom Deich.

Man gönnt sich ja sonst nichts.

So „erste Reihe“ hat schon was!

Radfahren kommt, sagt die Zahl der geparkten Fahrräder.

Weit kann man von hier aus gucken.

Während der beiden Tage konnten wir je nach Sonnenstand und -intensität am Horizont 6-7 hell in der Sonne leuchtende, weisse Punkte ausmachen. Per Internetsuche bestätigt sich die Vermutung tatsächlich: das sind auf Reede liegende „Traumschiffe“ (kann beim Ansehen irgendwann anders sein, die Karte im Link aktualisiert sich) und etliche (!) weitere, auf Aufträge wartende Schiffe. – Oha, sooo hätten wir das nicht gedacht …

Schön zu sehen, dass die nötigen Abstände eingehalten werden.

Ein Watt-Beitrag (Büsumer Deichhausen) kommt demnächst.

Das Hotel hat uns sehr gut gefallen, nicht nur wegen der Sandwatt-Impression Rippelmarken im Treppenhaus.

Auch im Frühstücksraum ist für alles gesorgt, Zugang, Abstände, am Buffet mit Maske – ausgezeichnete Verpflegung, Abgang.

Schiffe gucken am Abend.

Falls jemand den Flieger – erst auf dem Foto gesehen, beim Fotografieren gar nicht wahrgenommen – erkennt, bin ich für einen Tipp dankbar (ein Greifvogel? doch wohl nicht „nur“ eine Ringeltaube?).

Wir sind dann noch zur Perlenbucht gewandert, ruhiges Badewasser – aufgrund der Ruhe sicherlich mit gelegentlichen Algentrübungen.

Seeseitig glasklares Nordseewasser.

Das findet die lebendige Verwandschaft von Fietje, Triene und Stöpsel prima, wie jüngeren Zählungen zu entnehmen ist.

Ein Blick auf den fast vollen Mond beendet den Tag.

Früh morgens spiegeln sich Himmelsfarben bei Ebbe auf dem Watt.

Später, Flut ist aufgelaufen, kommt ein Seebäderschiff vorbei.

Bevor wir Richtung Büsumer Deichhausen abreisen (dort liegt der Anlass unserer Reise), gehen wir noch eine kleine Runde am Hafen.

Nicht nur aktive und Museumsschiffe liegen hier. Auch die Uhr in Platzmitte ist sehenswert.

Die Büsum-Serie wird demnächst mit Deichhausen, Watt und mehr, abgeschlossen. Vorher erscheint noch ein Büsum-Beitrag mit ein paar Vögeln.

Büsum – Kurzbesuch.

Es regnet, muss sein! – Da denke ich gern an Anfang des Monats zurück. Wir besuchten die Hamburger Blondies und koppelten das mit einer Übernachtung in Büsum, erste Reihe. Zu zweit und zu viert kennen wir Büsum seit Langem – dann lange Pause bis nun.

Zur Begrüßung bzw. zum Wiedererkennen geht`s erstmal auf dem Deich am Leuchtturm vorbei über die Westmole Richtung Hafenaus- / -einfahrt.

Mit der Westmole verbindet uns eine alte Geschichte – privat.

Damals war`s hier neblig (November). Heute scheint die Sonne, der Deich blüht gelb.

Da kommt was rein.

Ein Büsumer Krabbenkutter.

Die Krabbe, Garnele Crangon crangon, ist neben dem Tourismus ein wichtiger Bestandteil Büsumer Geschehens.

[Vielleicht führen „Corona“ und Diskussion über Arbeitsbedingungen, falsche Subventionen ja mal dazu, dass „die Krabbe“ nicht die Welt = Marokko sehen muss, bevor sie, wieder in D, verzehrt wird.]

Hier die Tourismusseite Büsums, von der Westmole bei Tnw gesehen. Gut Abstand zwischen den Touristen an der Waterkant.

Nochmal im Breitformat.

Der Weg zurück – unterschiedliche Perspektiven zeigen, dass der Leuchtturm heftig umbaut wurde. Ob die Namensgebung am linken Gebäude was hilft?

Fünfertreff, Piraten für Alt (mit Schaum) und Jung (mit Buntstiften) – es gab für alle dann auch ein passendes Gericht. Lecker! bei vertrauenseinflößendem Umsetzen der Corona-Vorschriften.

Möge der Tourismus blühen und möglichst viele Geschäfte überleben lassen.

Demnächst mehr von Büsum.

Der NABU Norderstedt hat sich in Bachaktionstagen mit weiteren Interessierten aktiv für die städtische Moorbek, Stichwort „Stadtpark“, eingesetzt und setzt dies fort. Darüber hinaus engagiert sich die Gruppe auch im gesamten Einzugsgebiet. So kam in Kooperation mit einem Eigentümer das Restaurieren einer 200 m langen Strecke in Gang, das ich in einem Beitrag am 24. November 2019 in Aussicht stellte (vgl. auch Beitrag vom 23. November 2019 – alle zu Beteiligenden aus Politik und Verwaltung sind „mit im Boot“).

Inzwischen waren alle erforderlichen Formalitäten erfüllt, der Kreis Segeberg stellte dem federführenden Wasserverband Mühlenau finanzielle Förderung bereit. Die Bedingungen – gute Befahrbarkeit der Wiese nach Heuernte, gute Einsatzmöglichkeit großen Geräts – konnten besser nicht sein.

Der Wetterbericht machte es spannend: Mit breitem Sonnenschein im Wechsel sollten bei Stark- bis Sturmwind schwarze, sich schlagartig entleerende Wolken über`s Land ziehen.

Nun denn …

Mein Start in Wedel, boaahh, dieses Blau! – im Norden zieht etwas schnell längs. Da will ich hin (?).

Norderstedt …

Blick vom Streckenstart – ich komme verabredungsgemäß eine Stunde nach den ersten Aktiven. Es ist noch viel zu tun.

Mit Muldenkipper wird der Kies, eingewiesen, direkt in den Bach und bis auf die Böschung geschüttet. Ich übernehme das weitere Einweisen.

Die Schüttpunkte waren markiert – so, dass die in der oberen Hälfte der Strecke vorhandenen Bäume für die weitere Entwicklung erhalten bleiben.

Es ist dringend erforderlich, den standorttypischen Baumsaum zu entwickeln – nicht nur wegen des Klimawandels. – Wer übergreifend über die thermischen Ansprüche von Fischen lesen möchte, unter anderem auch über die in Bachoberläufen lebenden, z.T. weit anwandernden Salmoniden, findet hier mehr dazu.

Nicht nur wir schütten …

Damit überhaupt gearbeitet werden konnte, mussten vorab Wasserpestmassen mit dem Mähkorb aus dem Profil entfernt werden.

Die Problematik Wasserpest in Bachoberläufen habe ich im o.g. Beitrag generell dargestellt.

Es geht doch nichts über praxisnahes Gerät – hier: Schnellwechsler, Mähkorb.

Wechselseitig wird der Kies als Lebensraum und Strömungslenker untergebracht.

Strömungslenken im Detail.

Wenn Arbeiten doch immer so unproblematisch wäre …

(Das heisst ja nicht, dass all die Vorbereitungen im Vorfeld ohne belastende Begleiterscheinungen verlaufen wären. Aber das gehört dazu.)

Nacharbeit erfolgt händisch, wo nötig.

Nach und nach entwickelt sich der gewünschte, gewundene Stromstrich.

Noch prägt die eher wärmeliebende Calopteryx splendens das Bild. Mit naturnäheren Verhältnissen des sommerkühlen Bachs wird sich ein höherer Prozentsatz der Art Calopteryx virgo einstellen.

Etwa in Streckenmitte harke ich so etwas wie eine Rausche – die Gesamtstrecke soll nicht tiefer entwässert werden.

Kleine Heuhüpfer erobern die Wasserpest auf dem Ufer.

Diesmal liegt der Wetterbericht, jedenfalls für Norderstedt, absolut richtig. So ein abwechslungsreicher Tag im Freiland ist ein Erlebnis!

Am Ende der Strecke wurde eine längere Rausche angelegt. Sie definiert die Sohlhöhe, ist neuer Großlebensraum.

Und sie rauscht ordentlich …
(Foto nach Abschluss der Feinarbeit, WW.)

Streckenstart – Beidseitig der Rohrüberfahrt wurde Kies, primär als Erosionsschutz, geschüttet. Mal sehen, was draus wird.

Blick Richtung Streckenstart nach Feinarbeit – auch die letzten Aktiven verlassen den Tatort.

Abfahrt. – Erwähnte ich bereits, dass der Wetterbericht …
Ach ja!

Auch dieses Wetter zieht ab. Die Heimfahrt erfolgt – wenige Tropfen gegen Schluss – bei strahlendem Sonnenschein.

In den Beiträgen vom 19. November und 12. Dezember 2019 klang bereits an, dass mehr zu tun sei.

Nun war es Anfang Juli 2020 so weit. Die am linken Ufer der Pinnau liegende Wiese war frisch gemäht, das Heu bei bestem Wetter abgefahren. Alle Beteiligten standen bereit, 3 Lkw Kies lagen vor Ort.

Verabredungsgemäß komme ich etwas später. An der Zuwegung der Pinnauwiese belädt die Belade-Crew per Radlader den Transportwagen.

Am Pinnauufer wartet der Hydraulik-Radlader.

Das ist ja offenbar prima in Gang gekommen.

Der Hydraulik-Radlader wird direkt aus dem Transporter beschickt.

2 Kies-Depots sind am unteren Ende einer Rauen Rampe geschüttet.

Schnell sind sie zum Teil händisch auf einer Teilbreite der Pinnau zu einem Kieslaichplatz umgewandelt.

Hochwässer und die Aktivität der Laichfische werden uns zeigen, wo die Pinnau diesen Kies am Liebsten hätte.

Starker Westwind steht gegen den Abfluss auf einer Pinnaurausche.

Das normalerweise gleichmäßig turbulent wirkende Oberflächenmuster des Rauschenablaufs ist vom Wind verformt.

Bachauf der Rausche stehen Windwellen gegen die Abflussströmung.

Nachdem wir im Vorjahr das rechte Ufer gegen übermäßige Erosion geschützt haben, ergänzen wir dies nun an Drehkolken des linken Ufers.

Das geschieht punktuell, am Start und am Ende, wo nötig auch in der Mitte, um Uferaufbau und Flachwasser zu ermöglichen.

Das obere (vorn) und untere Ende eines Drehkolks sind bekiest.

Hier soll auch der mittig noch erhaltene, bewachsene Stackrest gesichert werden.

Mit dem Teleskop-Radlader ist das bei Schutz der Vegetation gut zu realisieren.

Und immer wieder …

Die Beladestellen werden nach Ortswechsel des Teleskop-Radladers jeweils von Restkies befreit. Der darf nicht auf der Wiese bleiben, ins Mähwerk geraten.

Kleine Pause – Warten auf den Transporter, er naht.

Am oberen Ende unserer Bekiesungsstrecke hat sich eine Große Maifliege zum Eierlegen aufs Wasser gesetzt – wohl eins der späteren Exemplare.

Zum Schluss bleibt eine linear hinterspülte Uferbefestigung, die wir an zwei Stellen punktuell mit Kies hinterfüllen. So finden die selbst angesiedelten Erlen uferseitig Wurzelraum und können dauerhaft erhalten werden.

Fertig – Gewässerlandschaft im Wandel.

Dank an alle Beteiligten, hier vor allem der Baufirma Dunse, Tangstedt, und des Sportanglervereins Elmshorn-Barmstedt.

Ende Juni 2019 war ein erster Lkw Kies, verteilt auf 3 Punkte am Rand einer Streuobstwiese in die Ekholter Au geschüttet worden, um die Reaktion des Bachs zu beobachten. Es herrschte sehr geringer Abfluss (Berichte 30. Juni und 1. Juli). Nach der Sommertrockenheit war ab Oktober etwas mehr Abfluss zu verzeichnen, gelegentlich mit Abflüssen geringfügig über mittlerem Abfluss. Von Ende Januar bis in die erste Hälfte März floss mehr Wasser, das aber in den Spitzen mittlere Hochwasserereignisse nicht erreichte.

Die Besonderheit der Ekholter Au, Lage des oberen Einzugsgebiets in mehr oder weniger intensiv genutzten Flächen auf entwässerten Mooren, bringt es aufgrund Belüftung des Bodens und daraus resultierender Oxidation von Bodeninhaltsstoffen mit sich, dass unter anderem Eisenmassen freigesetzt und – bei höheren Niederschlägen – über Dräns in die Gewässer eingetragen werden.

So stellte sich das z.B. bachauf der Bundesstraße Seeth-Ekholt, bereits wieder bei geringem Abfluss, noch Ende März 2020 dar.

Blick bachab Bundesstraße Seeth-Ekholt. Über Monate liefen hier, fast bordvoll, gewaltige Eisenockermassen ab.

Chemisch stellt sich das für Eisen etwa so dar: Bodenentwässerung und -belüftung führen zu Freisetzen des chemischen Hauptbodenbestandteils Eisen, begleitet mit Freisetzen von Säure und ggf. entsprechenden Sulfatmengen.

Witzig ist das nicht. In Deutschlands inkonsequenter Wasser- und Bodenpolitik steht lange aus, was z.B. im benachbarten Dänemark intensiv besprochen wird: In solchen Eisenfreisetzungsgebieten muss wie überall in Industrie, Gewerbe, Kommunen der Verursacher dafür sorgen, dass Einträge in Gewässer minimiert werden. Hier würde das z.B. bedeuten: Kein Einleiten von Dränwasser, ohne dass vorher in gesonderten Randgräben ein Absetzen des Eisenockers erfolgt.

Der Einbau turbulenzfördernder Strukturen im Fliessgewässer kann darüber hinaus zu schnellerem Ausflocken des Ockers führen und die bachab gelegenen Strecken entlasten. Nur so können solche Bäche wieder lebendiger werden (das Zitat zeigt: im Prinzip ist das NIX Neues).

[Wie sicherlich aus den Medien bekannt, zittert Berlins Wasserversorgung vor – chemisch analogen – Prozessen des Braunkohletagebaus, die über die Spree eine sulfatreiche gelbbraune Sauce auf unsere Hauptstadt zufliessen lassen. – „Behandlung“ heisst das Zauberwort!]

Auch in unserer Teststrecke bachab der oben gezeigten Fotos sind die Zeichen der extremen Eisenbelastung erkennbar.

Gelegentlich treiben voluminöse Eisenockerflocken Richtung Krückau …

… vorbei.
(Wäre schön, wenn das vorbei wäre!)

Fast ein Jahr nach dem ersten Kieseinbau ist 2020 die Fläche befahrbar, sind Kühe mit Kälbern anderswo auf der Weide.

3 Rinder stehen noch auf der Streuobstwiese, stören sich nicht an uns.

Wie im Vorjahr transportiert der Flächennutzer den Kies in 3 Teilmengen sauber vom Lieferort „Betonplatte auf seinem Hof“ an.

Wir stellen zunächst auf den 3 Positionen des Vorjahrs den Schüttwinkel wieder her. Ein kleines Depot oben auf der Uferkante dient späteren Aktionen (Aktive diverser Herkunft) als Arbeitspuffermenge.

Ein Rind interessiert sich für das Ergebnis.

So sehen Position 1 und 2 aus 2019 nun aus, wasserseitig bachauf von Pos. 3 gesehen.

An den neuen Positionen 4 und 5 wird vor die Steilkante Kies im Schüttwinkel ausgebracht.

Die Vorjahrspositionen können jetzt zu Lenkern und / oder Kiessohlen geformt werden. Die beiden neuen sollen sich erstmal über ein paar Hochwässer setzen.

An der Köllner Chaussee – Geländer an der Straßenquerung hui, Gewässer pfui? – Wir hoffen, einen Beitrag zur Minderung von Belastungen geleistet zu haben.

Und es wird weitergehen. Dank an alle Beteiligten!

Ludwigslust und Umgebung behalten wir in guter Erinnerung. Nicht zuletzt auch das Eis schmeckte ausgezeichnet.

Am letzten Abend unseres Pfingst-Radelurlaubs in Ludwigslust und Umgebung gönnten wir uns noch ein Abradeln – Steinerne Brücke im Schloßpark bachab.

Am großen Rund mit den kleinen Fontänen sollte Schluss sein.

Da zeigte sich zum Abschied noch ein Stockentenerpel.

… orientierte sich, ob denn da ausser uns so gar kein Publikum erschienen war …

… nahm noch ein Schlückchen …

… uuuund Abflug!

Das also sollte unser symbolischer Abschied sein. Wir radeln zurück.

Tschüß Steinerne Brücke!

Tags drauf blieb uns noch etwas Zeit. Die nutzten wir, eine der Raseneisenstein-Radtouren anzuradeln – vielleicht Übung für ein nächstes Mal.

Schnell brachte uns der Zug nachmittags nach HH-Altona zurück.

Über ruhige Landstraßen und Waldwege ging es zurück.

Die Sonneneinstrahlung bescherte uns mehrfach (scheinbar) „weisse Vögel“ – Silberreiher? Weisstörche, wo ist der Schwarzanteil geblieben? Kraniche …? – Über die Zeit wurde klar, wir waren einem Beleuchtungseffekt aufgesessen. Die Vögel waren durchweg Graureiher, alt und jung.

Wir queren eine Bundesautobahn, so gut wie leer – am helllichten Tag?! Geht das? – In Corona-Zeiten schon, hier: die BAB A 24, Hamburg-Berlin.

Wir nähern uns einem Ort mit dem Namen „Tuckhude“.

Interessantes im Schilderwald? Da hinten …

Sieh an, hier startet er also, der Ludwigsluster Kanal.

Per Luftlinie ca. 10 km, mit ein paar eingebauten Kurven ca. 12 km ist der Ludwigsluster Kanal bis zur Wasserkunst am Schloß Ludwigslust immerhin lang. Danach, gem. Link, wurde er weitere 16 km gegraben, bis sein Wasser über Rögnitz und Sude die Elbe erreicht.

Die weite Wiesenlandschaft hat auch 2020 gute Wintervorräte für Pferde und Rindvieh produziert.

Die Forst-Aspekte wechseln – frisch durchforsteter Fichtenbestand.

Auf gutem Zukunftsweg – mit gemischtem Laubbaumbestand jetzt vielfältig gewordener Kiefernforst.

Hier lernen wir etwas Neues – etliche dieser Gebilde haben wir bereits passiert. Jetzt lesen wir das Informationsschild.

Das ist also eine „Landeskalibrierstrecke“. – Noch nie davon gehört, macht wohl keine Aktion in Sachen „public relation“.

Wer sucht, der findet. Das Berliner Pendant hat es immerhin bis Wikipedia geschafft.

Wir haben uns gegen weiteres Waldwegfahren entschieden, biegen nach links auf eine Landstraße ohne Radweg ab, um die Landesstraße „mit“ zu erreichen.

Auch wenn der Verkehr (verwöhnt von „leer“!) etwas ruppiger wurde, wir haben es geschafft – L 73 in Sicht.

Jetzt, in praller Sonne, nur noch rechts rum und rüber auf den Radweg.

Der Mais ist heiss!

Nun mit Radweg – und mit Hut.

Kleiner gedanklicher Schlenker in die jüngere Vergangenheit – in unserem Rücken liegt Neustadt-Glewe, morgens durchradelt. Beim Wasserbericht steht schon ein Bisschen.

Dort waren wir – gut besonnt – in freier Wahl zwischen Wasserstraße und Kiez Richtung Burg geradelt.

Wenn da eine Straße „Wasserstraße“ heisst …

In der Tat, da fliesst ein Wässerchen zwischen beiden Straßen, weiter parallel zum Burggraben, in die Elde.

An einer Seite sehr schön mit artenreichem Altbaumbestand versehen …

… bietet die Burg auch sonst einen sehr guten Anblick.

Das Burgtor offen … – wir aber zu früh für mehr. Daher folgte die weitere Wasserrunde am Rand der Lewitz bis Friedrichsmoor.

Die Zeit nutzten wir auch für einen kleinen Rundgang, vorbei am „Schloss“, heute ein Hotel-Restaurant, und über den Marktplatz mit seinen imposanten benachbarten Fachwerkhausstraßen.

Manches Feuerwanzen-Eldorado lag an unserem Wegesrand.

Rückblick aus! – Konzentration!

Letzte Etappe Rückweg – es geht wieder auf gewundenem Radweg durch (erfrischend!) halbschattige Waldpartien.

Bald sind wir in Ludwigslust angekommen, queren die Bahnstrecke wieder per Fahrstuhl – Brücke – Fahrstuhl.

Das Abendradeln an diesem letzten Tag in Ludwigslust bescherte uns noch einen „Abflug“ (demnächst).

Wir hatten das Gebiet der Lewitzer Teiche linksrum verlassen, radelten eine Landstraße entlang, das Radelziel Jagdschloss Friedrichsmoor nicht mehr fern.

Ringsum eifriges Mähen von Groß- und kleineren Wiesen, Wenden, Wenden, Wenden.

Solch Zeitpunkt und Wetterlage (kleine Erinnerung: es ist Pfingsten 2020) bringt fast einen 24-Stunden-Tag.

Da ist die Luft plötzlich erfüllt von vielerlei Vögeln – oder einfach „vielen“ Vögeln? Eine straßennahe Wiese wird gemäht. Turbulentes Treiben in der Luft, hin und her, auf und ab – nahe Begegnungen fast auf Kopfhöhe zwischen den Straßenbäumen eingeschlossen.

Irgendwer profitiert hier vom gerade laufenden Mähen – schon ist zu ahnen, wer.

Mehr als 15 Rotmilane haben eindeutig die Lufthoheit.

Man kann den Blick gar nicht abwenden.

Bei all der Begeisterung über die Flugkünste der Rotmilane geraten andere Interessenten an diverser, nun zugänglicher Nahrung fast aus dem Blickfeld, z.B. unten rechts.

Diverse Rabenvögel und kleine Gruppen Stare, die abwechselnd Teilflächen anfliegen und absammeln, sind ebenfalls aktiv, bodennäher.

Es bleibt spannend.

Auf ein Letztes – wir reissen uns los, radeln weiter.

Na also.

Nochmal rechts rum, Rückweg nach links im Sinn.

Das ehemalige Jagdschloss wird gerade zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut.

Die abwechslungsreiche Umgebung lockt auch mit einem Sagenpfad – sagenhaft!

Das merken wir uns für einen nächsten Besuch.