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Tags drauf entzogen wir uns der prallen Sonne während einer morgendlichen Radtour, tauchten im Westen des Schloßparks entlang Ludwigsluster Kanal in den Wald ein.

Absturz an der Steinernen Brücke – die alten Wasserbauer haben sich das örtliche Gefälle optisch (auch anders) gut zunutze gemacht.

Das Thema Durchgängigkeit der Gewässer für ihre Bewohner lasse ich mal weg.

Noch sind wir im eigentlichen Park.

Vielfalt der Abstürze – ein weiteres Beispiel.

Wir verlassen den gartenartig angelegten Teil.

… noch eine kleine Fontäne bestaunt – und wir verschwinden im Wald.

Vogelgezwitscher und überraschende Lichtwechsel kennzeichnen unseren Weg.

Parallel zu unserer Route wird gelegentlich ein kleiner Bach sichtbar.

Und noch einmal das Spielen mit dem hiesigen Geländegefälle.

Wasser- und Gartenkunst, gut ausgedacht und realisiert.

Erhaltene Totbäume spiegeln sich im Wasser – schön, falls sie als Standholz ihre ökologische Bedeutung noch lange ermöglichen können.

Sturzbaum mit Spiegelung.

Lichtung mit Stockentenpaar, Morgensonne-beschienen.

Auf dieser Windwurflichtung wurde nicht jegliches Holz entfernt, gern hätten auch mehr Kronenanteile liegen bleiben können.

Ein letzter Absturz vor dem Jagdstern.

Angekommen – eine Tafel informiert über die hier radial zusammentreffenden Wege.

Jagdstern – Zeugnis früherer herrschaftlicher Jagden. Man muss das nicht gut finden. Wer sich per Literatur ins Detail begiebt, mag sich (auch und gerade als Jagd-Akzeptierender) angesichts entgleisenden „menschlichen“ Verhaltens – Grausen bis speiübel – abwenden.

Von Norden dröhnt durch aufgelichteten Nadelforst Motorengeheul des Motodroms.

Die Rückfahrt zur Steinernen Brücke ergänzt die morgendlichen Erlebnisse.

Dem Ludwigsluster Kanal werden wir auf einer späteren Tour an nicht erwarteter Stelle (wir hätten uns auch vorab informieren können) wieder begegnen.

Im Beitrag vom 5. Juni – lange her – hatte ich einen groben Rahmen zu unserer Ludwigslust-Reise gegeben. Interessierte mögen den Anlass für „Lust auf Ludwigslust“ aus meinen Beiträgen errechnen, die am 30. Mai 2010 und am 31. Mai 2015 hier im Blog erschienen.

Hotelbesuche in Mecklenburg-Vorpommern waren freigegeben – bei bestem Reisewetter.

Schnell brachte uns der Zug ans Ziel.

Im Hotel war trefflich Vorsorge getroffen, alles prima – hier einer der Frühstücks- und Restauranträume.

Der Ludwigsluster Kanal begegnete uns bereits auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel, hier strukturlos, besonnt.

Nach kurzer Ankunftspause ging`s raus, die Kanalstraße entlang Richtung Schloss.

Überall in Ludwigslust sind interessante Gebäude zu bestaunen, so auch in der Kanalstraße – Beispiel „Officiers Casino“.

Der Kanal ist, wie der Name sagt, ein Kunstgewässer mit Zweckbestimmung. Gemessen daran weist sein Verlauf interessante Wechsel im Bett und am Ufer auf – hier Turbulenz abwärts einer Schwelle, am Ufer Grün.

Engel- vor Pestwurz.

Ehemals bebaumte, sommergekühlte Strecke – offenbar Totalverlust der Bäume programmiert.

Passt irgendwie nicht zu den Erkenntnissen notwendigen Handelns in Zeiten des Klimawandels – oder „… der Mörder ist immer der Gärtner …“.

Richtung seiner eigentlichen Zweckbestimmung, im Schloß-Umfeld dekorative Elemente zu schaffen, versteinert der Ludwigsluster Kanal zusehends.

Im Schloß-Bereich, besonnt. – Immerhin, Ubiquisten (die so ziemlich alles abkönnen) finden auch hier ihre Lebensstätte. Bei Störungen schnell im Brückenschatten verschwindende Rotaugen, im Bild 2 Weißfische aus der Karpfenfamilie.

Wasser- und Gartenkunst bachab Steinerne Brücke.

Von hier an wird`s waldig (nach links oben raus).

Weitere Partien werden wir uns später beim Radeln erschliessen. Erstmal wird schön zu Abend gegessen und ein Bisschen getrunken.

Schicker Sonnenuntergang.

Nur scheinbar dasselbe Foto – bei längerer Betrachtung (ggf. mal auf das Foto klicken) wird deutlich, dass sich fotografiersüchtige Mauersegler vermehrt ins Bild schiessen.

Auf ein Letztes …

Das fing ja gut an!

In meinem Beitrag vom 7. März 2020 hatte ich diese Art Saison bereits ersehnt, die Katamaran-Fähre Liinsand gesehen und die Ankündigung einer weiteren, größeren Fähre Japsand vom NDR verlinkt. Schicke Touren, in Teilnutzung auch der Lühe-Schulau-Fähre gen Südufer der Elbe, lassen sich im Niedersächsischen nach Grenzüberschreitung per Fähre z.B. zu den Hansestädten Buxtehude und Stade abradeln.

Heute wissen wir: zu früh gefreut! – Nun denn, die Corona-Leine ist deutlich lockerer bei bleibenden Abstand- und Mund-Nase-Maske-Hinweisen. Wir starteten zur ersten Süd-Tour.

Per Rad vorbei am Schulauer Hafen – Hotelbau und Umbau der Ostmole sind in vollem Gang. Möge das investierte Geld irgendwann mal wieder reinkommen!

Die Bauaktivitäten von „See“, Ostmole von der Elbe aus.

Wir haben die Lühe-Schulau-Fähre genutzt, radeln vor dem Elbdeich längs Richtung Buxtehude. (Wohl wegen Netzproblemen konnten wir das bequeme online-Buchen bei elblinien.de nicht nutzen. So änderten wir die Erstabsicht „Mit der Liinsand nach Stadersand, weiter zur Hansestadt Stade“ spontan ab – und zahlten, wie weiterhin für die Fähre Lühe-Schulau üblich, bar.)

Im Niedersächsischen angekommen – bei Tidehochwasser der Elbe biegen wir vor dem Zaun der JVA Hanöfersand über den Elbdeich binnendeichs ab.

Bald kommt Borstels schiefer Kirchturm in Sicht, erinnert mich an St. Nikolai meiner Geburtsstadt.

In voller Sonne – wir sind behütet bzw. behutet und hoch Sonnencreme-geschützt – geht es entlang Osterjork und Obstmarschenweg (wir befahren Königreich).

Östlich des frisch gemähten Estedeichs radeln wir weiter, südwärts Richtung Buxtehude.

Nanu, noch`n Deich in Sicht, jetzt viel höher und quer – Ost-West?

Eine noch unvollendete Brücke unterbricht den Deich? – Nein, das ist die seit 18 Jahren im Bau befindliche A 26.

Bald ist unser Ziel erreicht.

Jetzt ist erstmal Mittag.

Unsere Wahl ist mal wieder auf das Amadeus gefallen. Für Fleisch- und Pizza-Esser hat das die Calzone auch mit Hackfleisch (und Gemüse). Sehr empfehlenswert!

Kleine (Weiss)Fische beim anschliessenden Rundgang. – Da muss doch auch … Ja, aber der Große, Andere war so schlau, zügig vor unseren Füßen ins Versteck zu schwingen.

Auf der Rückfahrt begegnen uns bekannte Bauten jenseits der Este (da wohnte mal der Junior während des Studiums).

Wieder vor der – jetzt als BAB A 26-Damm bekannten – Horizontverdeckung.

Wir queren die Este. – Schein Idyll (noch)Bundeswasserstraße. Ein Paddler scheint auf dem Weg gen Amerika.

Vielleicht geniesst er auch „nur“ das mit ablaufender Tide beschleunigte Gleiten auf heimischem Gewässer.

Kirchturm und Windmühle, Borstel, in Sicht.

Weg von der Autostraße, quer durch Obstbaugelände Richtung Hauptdeich, Elbe.

Ab Hanöfersand wieder vor dem Elbdeich längs zum Anleger Lühe. Bald fällt das Süßwasserwatt trocken, vorn im Foto.

Am Anleger Lühe stehen, wie ein Pärchen, blühender Holunder und Engelwurz.

Die Fähre ist bereit.

Wir gehen an Bord – Abstand und Mund-Nasenschutz beachtend.

Sandstrand Wedel – einer der wärmeren Tage vor angesagtem Regen mit Temperatursturz – das wollen viele nutzen.

Verständlich, Hallen- und Freibad Wedel sind noch zu.

Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen um die Bedeutung standorttypischer Bäume bis hin zum Auwald entlang gesunder Bäche und Flüsse. Es ist nicht nur schwer, auf diesem Weg voran zu kommen. Auch wo beispielhafte, gleichwohl zu verbessernde Auwälder (noch) vorhanden sind, sind weitere Verbesserungen, aber auch der Kampf um den Erhalt des Vorhandenen nicht leicht. Ein Beispiel dafür ist der Leipziger Auwald.

Nun hat der Leipziger Auwald obergerichtliche Unterstützung erfahren. Und das Gericht hat weiteres Grundsätzliches in Sachen Recht- und Gesellschaftspolitik schriftlich fixiert (zitat aus dem vorstehenden Link): „… Die Leipziger “Behörde habe den Plan oder das Projekt ohne eine Abweichungsent­scheidung zugelassen oder durchgeführt und damit Mitwirkungsrechte unterlaufen… Diese Betrachtung verlagert das Beteiligungsrecht der Naturschutzverbände in ein … Rechtsschutzverfahren und entspricht nicht dem Erfordernis einer frühzeitigen Beteili­gung der Naturschutzverbände”. …“

Das freut nicht zuletzt auch den aus Film, Funk und Fernsehen bekannten Waldfachmann Peter Wohlleben.

Lichter Schatten prägt aufgrund altersgestaffelter Vegetation Baumsaum- und Auwald-begleitete Fliessgewässer.

Möge es nützen!

19. Juni 2020, Nachtrag auf der NuKLA-Homepage.

Bevor ich das Interesse an unseren Ludwigslust-Aktivitäten zu Pfingsten durch Fotos durchsehen, ggf. bearbeiten und ins Netz stellen befriedigen konnte, kam ein Kurzurlaub an der Ostseeküste, Haffkrug, dazwischen. Keine Angst – Ludwigslust ist nicht vergessen.

Hier also ein erster Überblick über einen Küstenstreifen, den (nicht nur) Hamburger Tagesurlauber zu „Normalzeiten“ fluten.

Wir reisten per Pkw an, entschieden uns gegen die Navi-Vorschläge und wählten eine Tour über Land – über die B 4, die B 206 und die B 432 – Ankunft Haffkrug, zügig und ruhig, die Autobahnhektik auslassend.

In Lentföhrden rechts rum nach Schmalfeld – Kreuzen der Ohlau, bekannt aus dem einen und anderen Beitrag hier im Blog.

Bahnhof Haffkrug, in Erwartung der beiden Berliner Blondinen.

Zur Begrüßung wurde ein saisonaler Blumenstrauß angefertigt.

Das wurde ein gute Woche bei spannend gutem Wetter.

Auch in Haffkrug gibt es Meerforelle(n).

Binnenländische, durchgängig aber eher mehr meerische Vögel fingen unsere Blicke ein.

(Keine) Meerforelle – in Scharbeutz.

Das Nachstellen auf diese begehrte Fischart überliessen wir anderen.

Die Nähe zum Gut Sierhagen nutzten wir für einen kleinen Waldspaziergang entlang des „Lachsbach“.

Oft per Rad gut unterwegs.

Sonnenbrille (gegen Blattläuse oder Größeres im Auge) und Nase- / Mundschutz (Zu- und Abgang im Restaurant) – 2 wichtige Accessoires in diesem Urlaub.

Das Testen lokaler Getränke – hier Brauhaus in Neustadt, Rotbier (Flasche) und Dunkles (gezapft) – ist eine beliebte Übung.

Anderntags nutzten wir im Brauhaus Eutin die Gelegenheit, Rotbier, gezapft, zu probieren – ein Genuss!

Natürlich gab`s auch Strandfreuden.

Auf den Rest, die Berlinerinnen waren planmäßig vorher abgereist, verkürzten wir um einen halben Tag.

Das war eine ausgezeichnete Entscheidung – wieder über Land und glücklich zwischen den Gewittern kamen wir unbeschadet in Wedel an. Wetter- und Verkehrsberichte danach verfolgten wir interessiert. 🙂

Demnächst mehr zu Details – die Zeit wird weisen, ob ich in der Reihenfolge Ludwigslust – Haffkrug oder in diverser Themenfolge wechselnd berichte.

Im Dornröschenschloss – Blick nach Draussen.

Lust auf Ludwigslust.

Zu Pfingsten hatten wir Lust auf Ludwigslust.

Und so geschah`s – Schnupperurlaub mit Rädern gebucht und hin.

Natürlich per Bahn – 1 Stunde ab HH-Altona, schon angekommen.

Unser Ziel – wir waren ja gespannt, wie ein Aufenthalt in Corona-Zeiten so abläuft. Allen Beteiligten herzlichen Dank – alles lief hervorragend!

Prima Bergamont-Räder erwarteten uns.

In Ludwigslust gibt es viel zu lernen, z.B. über Wasserkunst.

… dass Wasser Fäden zieht (?!?).

… über Klump (was, zum Teufel, ist das?).

… über Gold, Kronleuchter und vieles mehr.

Am Tor – Blick ins Jenseits.

Die Umgebung (und das Wetter!) bot rechts und links entlang vieler Kilometer Abwechslung. Im Nachhinein habe ich die geradelten km abgegriffen – wie gut, dass wir immer Teilziele wählten und von dort entschieden, wie es weiterging. Die Strecke entstand also beim Fahren. – Hätten wir die Etappen-km vorab genannt bekommen, wäre das vermutlich so nichts geworden.

Und trotz zugebuchtem Verlängerungstag kam der Tag der Abreise schnell.

So schnell wie wir hingefahren waren, kamen wir auch wieder nach Hamburg zurück – Altona erreichten wir fast pünktlich, da ab hier (HH Hbf) die Hälfte der Verspätung wieder eingefangen wurde.

Da wird es noch einiges zu berichten geben.

Blick weit über den Horizont, den „Großen Teich“ – da fällt mir wenig zu ein, am Besten wohl virtuelle Unterstützung.

Hoping for improvements!

Gestern radelte ich in größerem Halbkreis hier im südlichen Schleswig-Holstein Nordwest – Nordost. Da ich – zeitig – wieder nach Hause wollte, wählte ich anschliessend eine direkte Nord-Süd-Verbindung – immer an der Landesgrenze SH – HH längs.

Da kommt dann bald der nördliche Teil des Sandmoorwegs – das Wildgehege Klövensteen naht (bzw. ich komme dem Wildgehege immer näher).

Bunte Wiesenlandschaft grün – gelb – rot – weiss und so weiter. Ob sooo viel Ampfer im Pferdeheu eine besondere Geschmacksrichtung gibt?

Wildgehege Klövensteen, aktuell: Corona-Trail zum Aussichtspunkt des Hirschgeheges.

Bei unserem Besuch am Sonnabend, 23. Mai, vgl. vorigen Beitrag, hatten wir diese Station ausgelassen. Wir wollten nicht zur Gruppenbildung beitragen.

Ich nutze die günstige Gelegenheit und sehe von oben – ein Kanadagans-Paar. (Die anderen haben sich wohl schnell versteckt, eine ganze Gruppe ist von dieser Wiese begeistert.)

Auch ein Graureiher nutzt das Angebot, Stillgewässer in der Wiese.

Es sind auch Hirsche da …
Zu Hirschkühen hat sich, rechts liegend, auch ein junges männliches Tier gesellt.

Wo sind die Geweihträger?

In der Waldpartie, dicht am Sandmoorweg, stechen rotbraune Flecken hervor. Versteckt? – Als wäre den männlichen Hirschen peinlich, dass sie derzeit kein Geweih zu bieten haben …

Das wird schon wieder!

Beim Abgang über den Corona-Trail stoße ich auf eine Variante des im vorigen Beitrag gezeigten, auf dem Kopf stehenden Baumstumpfs.

Eine Sitzgruppe – Holz vom Könner.

Hervorragend – ein eindrucksvoller Tisch, ein Lob dem KettenSägeKünstler!

Gut fortgebildet komme ich zu Hause an.

Der Besuch im Wildgehege Klövensteen ist momentan durch einige Besonderheiten gekennzeichnet. So ist das Waschbärgehege vollständig abgebaut, man darf auf die Zukunft gespannt sein. Das große Wildschweingehege ist tierleer (abgesehen von fliegenden und durchlaufenden wilden Gästen), da umfangreiche Umgestaltung im Gang ist. – Natürlich hinterlässt die heutige Zeit auch Corona-Spuren.

Wir betreten das Wildgehege Klövensteen, einen Ort, wo Vogelfedern in Blumentöpfen wachsen.

Und da sitzt schon ein ganz dicker Befiederter, oben.

Ein weiterer Uhu sitzt am Boden – entgegen allen Beschreibungen in Büchern scheint hier gebrütet zu werden. Offenbar kann Natur nicht lesen.

Aber es gibt nicht nur Tierisches zu sehen – mysteriöse schwefelgelbe Ringe zum Beispiel. Der Schlammrest in der Mitte wird ausgiebig von Kindern zum Reinspringen genutzt.

Vom Wildschweingehege berichtete ich bereits. Selbstverständlich ist ein solch Corona-gefährlicher Treff wie der Aussichtsturm gesperrt.

Aus gleichem Grund ist ein Rundweg ausgeschildert. Man verlässt jetzt das Wildgehege nicht wieder durch den Eingang.

Die Mufflons haben sich zahlreich vermehrt.

Die unterschiedlich alten Widder präsentieren sich.

Baumstümpfe bieten An- und Einsichten.

Baumwurzel … – da hat doch wieder einer falschrum gepflanzt! „Das Grüne nach oben!“

… Alle trampeln auf Baumwurzeln rum …
So können Sehende sehen, wie umfassend Baumwurzelsysteme Bodenerosion vermeiden (bis sie kaputt oder ganz weg sind – meine Gewässerberichte sind voll von der Bedeutung der Bäume).

Die alte Hühnerrasse, das Lachshuhn, hinterlässt einen sehr guten Eindruck.

Die Pommerngänse sind entweder über die Besucher erregt oder haben interne Diskussionen – sie sind ordentlich laut.

Draussen liegt allerhand geschlagene Kiefer. Wer genauer hinsieht, erkennt Käfer(larven)spuren und Bohrlöcher.

Wo soviel Biomasse liegt, sind Nutzer nicht fern – vom Holz und von den Primärnutzern.

Wenn dieses beeindruckende, große Insekt man nicht der Helfer der Forstwirtschaft, eine Riesenschlupfwespe / „Holzwespen-Schlupfwespe“ ist.

Und dann ist dan noch eine … ? archäologische Fundstätte ? … Knochen, schwefelgelb bedeckt?!?

Bei Rundumblick klärt sich die Situation – im vorigen Foto waren diverse Äste von Massen von Pollen bedeckt, so, wie sich die Pollen auch an Rändern inzwischen versickerter Pfützen heute eindrucksvoll in Szene setzen.

Da waren gar keine Wildschweine im Beitrag? Gesehen haben wir einige wenige. Mehr Information über die Tiere im Wildgehege Klövensteen gibt`s online.

Spaziergänge im Frühlingswald sind ein abwechslungsreicher Genuss. So ist eine Überquerung von Landesgrenzen SH – HH in den Klövensteen eine unserer regelhaften Aktivitäten, nicht zuletzt wenn Besuch aus der Bundeshauptstadt etwas unternehmen möchte. Südlich des Klövensteen verläuft die Wedeler Au durch abwechslungsreiches eiszeitgeprägtes Gelände der Hamburger Geest, bevor sie im Schleswig-Holsteinischen, zum Mühlenteich in Wedel aufgestaut, jenseits des Wehrs in die Marsch abstürzt.

„Hier oben“ ist „Tierchen-Gucken“ eine beliebte Angelegenheit.

Wir parken im Sandmoorweg an der Querung mit der Wedeler Au. Auch 2020 hat der Bach im Mai bereits extrem geringen Abfluss.

Ein kleiner Waldspaziergang bis wir unsere Untersuchungsstelle erreichen, erhöht die Spannung.

Angekommen. Bis vor wenigen Jahren lief hier in überbreitem, kaputt gebautem und -unterhaltenem Bachbett (gelbe Linien, symbolisch) kraftlos das Wasser der Wedeler Au Richtung Schleswig-Holstein. Die blaue und die grüne Teillinie rechts symbolisieren die wiedergewonnene „arbeitende Breite“ im Niedrig- und Mittelwasserprofil.

Darüber hinaus ist es noch gar nicht lange her, dass anstelle eines lebendigen Bachs stinkendes Abwasserableiten hier die Realität bestimmte. Zum Glück hat sich das geändert – zielgerichteter Abwasserrohrleitungs- und Kläranlagenbau seit Mitte der 1970er brachte die Gewässerqualität chemisch in die Richtung der geologisch bedingten Lokalverhältnisse.

Was fehlte, war die Lebensraumqualität. Der widmen sich seit Jahr(zehnt)en das hier zuständige Bezirksamt Altona sowie eine Vielzahl Engagierter, koordiniert vom NABU-Landesverband Hamburg. Die Stadtteilgruppe NABU Hamburg-West stellt die fortlaufende Beobachtung der Lebensraumverbesserungen aus Stein und Holz sicher.

Nun geht`s los. Heute haben wir das große Haushaltssieb am Besenstiel dabei.

Das wäre, vgl. Beitrag vom 21. Mai, am Amphibien-Teich im Sven-Simon-Park „zu fängig“ gewesen.   🙂

Aus Holzgetreibsel und organischem Sediment zeigen sich erste Würmchen.

Von unter Wasser liegenden, angetriebenen Ästen schüttelt die Fängerin unter anderem Eintagsfliegenlarven ab.

Und dann ist der Kies dran, mit Stiefelrubbeln etwas aufgewühlt, das Sieb in den Abstrom gehalten. – Das kribbelt und krabbelt. Gut das Sieb ausklopfen.

Und da sind sie, die Starter der Nahrungskette im naturnahen Bach: Bachflohkrebse jeden Alters, erkennbar an der Vielfalt der Größe (hier nur ein Beispielfoto). Sie zerkleinern ins Wasser fallende Blätter und bieten so einer Vielzahl weiterer Arten eine gute Nahrungsgrundlage.

Die Masse an jüngsten Stadien zeigt, dass die natürliche Vermehrung sehr gut klappt, der Lebensraum für den gesamten Entwicklungszyklus also offenbar gut ist.

Dazu gesellt sich die ein und andere Zweiflüglerlarve.

Damit lassen wir`s gut sein. Die Untersuchung sollte uns einen Eindruck vermitteln – und nicht den Lebensraum zerstören.

Wir wandern zurück, nutzen für ein kleines Picknick die oben gezeigte Bank.

Letzte Tiersichtung nahe unserem Parkplatz, Wedeler Au neben dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke – ein Stockentenpaar.

Da noch Wanderlust besteht, setzen wir das Auto um – Parkplatz Wildgehege Klövensteen. Dazu demnächst mehr.

In den vergangenen, langzeitig trockenen Jahren stellte sich unsere Vogeltränke, gern auch als Bad genutzt, trotz ihrer Kleinheit als Anziehungspunkt für Vögel heraus. Und nicht nur das, wie am noch etwas umständlich gehängten Vorgängerexemplar, Bericht vom 29 Mai 2018, zu sehen war.

Allerdings war angesichts heftigen Beschnitts von Büschen und Bäumen im Herbst 2017 ringsum die Vielfalt der Vögel zunächst sehr begrenzt – die Busch- und Bodenbrüter waren fast vollständig nach anderswo verzogen. – Das hat sich – möge die Beeinflussung der Gärtnerpraxis anhalten! – inzwischen geändert. Besonders freuen wir uns über die Rückkehr der Mönchsgrasmücken. Und, dass nach Nichtauslösen einer Wildtierkamera, gelegentlich mit zitternder Hand Fotos halbwegs gelingen.

Gestern gelang es: Mönchsgrasmücke, Weibchen, sitzt in der Vogeltränke.

Ich probier`s mal.

Ist da auch niemand?

Aaaaaahhhh ! ! !

Und nochmal …

Das muss ich weiterempfehlen!

Kurz danach traf ein Männchen, Kappe schwarz, ein. Eine Kohlmeise gesellte sich dazu – sowas geht ja gar nicht!

Bevor ich mich wieder ans Fenster, getarnt vom Plissee, angeschlichen hatte, war noch ein Spatzenweibchen erschienen.

Das war dann offenbar so ein Gewusel und Gestreite, dass alle ausser dem Spatzenweibchen schnellstens verschwanden.

Dem reichte es aus, in Ruhe zu trinken.

Das nachfolgende, ebenfalls einzeln trinkende Männchen habe ich nicht mehr fotografieren können.

Neben dem Eichhörnchen, Kohl- und Blaumeisen, Spatzen und Amseln, die die häufigsten Besucher sind, kommen regelmäßig Rotkehlchen und gelegentlich so große wie Wacholderdrossel (Herbst und Winter), Ringeltaube und Elster.

Auf das Wiedererscheinen von Heckenbraunelle, Zaunkönig und Kleiber warten wir noch.

P.S.: So ganz stimmt das oben Gesagte zur Wildtierkamera übrigens nicht. Neben uns, Nachbarn, dem Gärtner als Auslöser hat in der Testphase eine einzige Auslösung durch Vogel stattgefunden.   🙂

Am 25. Juli 2019 hat eine Kohlmeise die Kamera offenbar für einen Nistkasten gehalten. Ausführlich studierte sie, wieso die Linse nicht das Einschlüpfloch freigibt. Und zu allem Überfluss badete gerade im Hintergrund ein Amselhahn.