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Schleswig-Holstein, Deutschland – Dänemark.

Dänemark ? – Blick gen Norden. Jaaa, Blick über eine Grenze! Vorn weisser Sand Sylt, hinten weisser Südstrand der Insel Röm, dänisch: Rømø.

Kenner wissen: Man muss nicht mit dem Autozug nach Sylt fahren, man kann auch per Fähre von Rømø anreisen.

Wozu man auf die Insel Sylt überhaupt Autos mitbringen muss ??? Mit etwas Nachdenken wären auch Lösungen wie z.B. (ganz) anderswo, in Wernigerode, Ostharz, möglich. Da kann Tourist kostenlos in weitem Umkreis den Öffentlichen Busverkehr nutzen.

Sylt würde das bekommen, weniger Blech und das Drumrum !

Es gibt mehr als Fisch zu sehen im Hafen List. Wir aber konzentrieren uns auf Abendesseneinkauf: Krebsfleisch und geräucherte Makrele (als Filet).

Lecker Matjes – die lassen wir diesmal zurück.

Mal kein nordisches Bier, hier, ganz im Norden.

Zum Mittagessen haben wir uns, Wind- und Sonne-geschützt, in der Nähe eines Silbermöwennests niedergelassen.

Da gibt es allerhand zu gucken – schnelles Wolkenvorbeijagen, Werden und Vergehen.

Ultraschnell jagen auch die Möwen vorbei, werden meist nicht auf die Platte gebannt.

… und wenn, dann eher unscharf – wegen ruhender Beziehungspunkte.

Na, manchmal klappt`s doch, fast.

Und nochmal.

Die ruhige Bahn ganz oben (in Wahrheit sehr laute, hier unten allerdings nicht hörbar) bekommt die Digicam besser hin.

Seenotretter Pidder Lüng.

Pidder Lüng“ steht für den Freiheitsdrang der Friesen. – Fast könnte man einen Gedankensprung zum gegenwärtigen, unsäglichen Geschehen weiter im Osten machen, welch willkürliche Zerstörung jeglicher Entwicklungschancen der vergangenen 30 Jahre.

Ganz in der nördlichen Auslandsferne: Eine Fähre, Hafen Rømø.

Nun habe ich vor lauter Schnacken, in die Luft und in die Ferne fotografieren, das Mittagessen vergessen. Nein, nicht das Essen, sondern den Teller fotografieren. Dabei hätte sich das gelohnt – zum Wasser-im-Mund-zusammenlaufen: Krabben („Granat“ = Garnelen) auf Rösti. Ein Genuss!

Schluss mit List, Wappen auf Gullydeckel: Wal und Kompass waren vor Zeiten wichtige Zusammenhänge für die Insel.

Wir Europäer radeln zurück – bei, wie bekannt, strammem Gegenwind. 🙂

Wir verlassen List, vorbei an hinter die Dünen geduckten Reetdachhäusern.

Demnächst folgen mehr Sylt-Erlebnisse.

Und weiter geht es gen Norden, Richtung Lister Hafen.

Düne rauf.

Wir studieren die Landschaft – alte, graue Düne.

Auch mal waagerecht radeln – gelb blüht Stechginster, der Eroberer.

Die Natur ist gekennzeichnet durch Abfolgen, Sukzession. Hier beginnen Kiefern, für sie geeignete Flächen zu besiedeln.

Das Grün am Horizont ist wohl geprägt von der Kartoffelrose, der es dort zu gefallen scheint.

Hier haben Birken eine offenbar feuchtere Tieflage für sich entdeckt.

Und wieder geht`s hangaufwärts – kein Problem, Rückenwind.

Oha, nach mehreren Talfahrten jetzt die letzte Höhe?

Ja, wir sind „durch“, werden von etwas Großem, Weissem begrüsst.

Da wandern tatsächlich Sandmassen in der Gegend herum, dicht an einer Hauptverbindungsstrasse. Eine Wanderdüne!

Die haben in der Vergangenheit Menschen an Küsten, Flüssen sowie in exzessiv überweideten, zu Heide gewordenen Binnenlandschaften das Leben schwer, z.B. Nutzland überwandert und unbrauchbar, gemacht. Heute sehen wir das als Naturschauspiel (bis hier die Strasse „dran ist“) – imposant, letztlich aber nicht unbedingt lustig.

List voraus – gleich vorn bebaut bis auf eine Dünenkuppe.

Beeindruckende Bebauung – Friesenburgen / Touristen-Bettenburgen?

Am Lister Hafen, Ziel erreicht.

Jetzt müssen wir – neben umgucken – uns erstmal stärken. Ich schrieb von guter Hin-Tour mit stetigem Rückenwind. Zurück werden wir Kondition brauchen.

Da pausieren wir also bei unserem Radeln Richtung Norden, List, um den Sylter Sagenwald zu erkunden.

Alte, große Nadelbäume charakterisieren wohl noch den Start eines Windschutzes gegen Übersanden von Äckern und Wiesen. Neben solchen Bäumen sieht der Riese klein aus.

Allerlei Geschichten sind auf Informationstafeln nachzulesen, von Riesen, Zwergen, Puken, den Hauskobolden und / oder -helfern.

Schon interessant, was da so alles zusammengetragen wurde.

Für Abwechslung ist gesorgt. Neben meist geländebezogenem Spiel- und Sportgerät kommt auch die Wahrnehmung nicht zu kurz – hier ein Klangwerk aus Holz, mit Phantasie testbar auf bekannte oder sich ergebende Melodien.

Abwechslungsreich die Naturentwicklung aus dem Ursprung, vom Nadel- zum Laubmischwald, Ausprägung moosiger Standorte.

Diversität im Zeichen des Wandels.

Lichte Laubwaldpartie.

Noch voll in Entwicklung früher auf heute, weiter Richtung Zukunft.

Gut beschirmt im grünen Naturtunnel.

Ja, und am seeseitigen Rand, da stehen sie – die „Windflüchter“.

Darüber und wie sie entstehen, berichte ich gelegentlich gesondert – nach der Art der Touristenführer „He lücht!“.

Wieder bei den Rädern angekommen, fallen uns die Zeugen der Nacht auf – verbliebene Pfützen, es hatte ausgiebig geregnet (wie schön!).

Da wir uns in guter Kondition fühlten, machten wir eine zusätzliche kurze Pause gleich nahebei – Ausblick, hoch von der Uwe-Düne, am südlichen Horizont Westerland in Sicht (Natur – Kultur … – Kultur ???).

Da muss man drauf gewesen sein!

Und weiter geht es Richtung Norden, Ziel List. Demnächst mehr dazu.

Gut in Wenningstedt untergebracht – mit goldenen Türgriffen.

Gut geschlafen, das Wetter lockt.

Auch auf Sylt wird gebaut. – Der riesige Telekran lässt mich an die Hubsteigerarbeiten in Wedel denken. Sind wohl die Mauerseglerkästen inzwischen am Haus (Ja. Das hatte ich kürzlich bereits berichtet)?

Wir starten in den Tag, gen Norden – mit E-Rad und Anhänger sowie zwei Normalrädern.

Aufmerksame erkennen ganz richtig, dass die Bildunterschrift mit unseren Schatten nicht übereinstimmt. Richtig, um unsere „Zielrichtung Nord“ erreichen, müssen wir der Morgensonne ein Stück entgegen, nach Osten radeln.

Wenningstedt, am Dorfteich. Aufmerksam wrden wir von den beschützenden Eltern einer Gänsefamilie beäugt.

Die merken, wir füttern nicht! – und ziehen ihrer Wege.

Querab vom Radweg taucht Kampens Leuchtturm auf, Langer Christian genannt.

Und dann dieser Findling – „Sylter Sagenwald“?

Den wollen wir uns ansehen. Demnächst dazu mehr.

Mal schnell die Berlinerinnen besuchen – auf Sylt, warum nicht.

High Noon – wenn man von der Sommerzeit absieht. Gleich geht`s weiter.

Durch Schleswig-Holstein, Energie-Bundesland Nr. 1. Im Bild Raps, Wind, Solar. Wind steht gut, Raps hätte gern mehr Wasser, Solar gern mehr Sonne.

Aber das sind Momentaufnahmen.

Wir sind nun weiter. Am Horizont Festland (Windräder), vorn der Übergang zum Meer bzw. zur Insel – jede Menge Kilo Watt !

Rückblick auf die Bahnsteige Bf. Westerland – vorn Autoverlade-, hinten Personenzuggleise.

Erstmal Mittagessen (und -trinken, nordisch).

Wenig später – Inselkante unserer Wahlheimat, Wenningstedt.

Die Nordsee, das Meer …

Das ist aber laut hier! Der Wind pfeift um die Ohren, das Meer rumort.

Deshalb sind wir hier, unter anderem.

Wandern …

Studieren – Art by Nature.

Art by Nature – immer wieder anders, auch wenn`s, wie hier Dasselbe ist.

Sportlich ausprobieren.

Schätze sammeln (auch Mitbringsel für die Berliner Vögel).

Wieder rauf.

Fotografieren. – Wer fotografiert hier wen?!

Herumgucken – in die Ferne, oder auch ganz nah.

Das war der Anfahrtag. Ein voller, ganztags Sonne, lag vor uns.

Erster Maikäfer 2022.

„Gefühlt“ vermisste ich bislang Maikäfer, hatte ich doch aus den vergangenen Jahren den Eindruck, wieder (ein paar) mehr als vorher gesehen zu haben. Ein paar Beiträge hier im Blog bestätigen halbwegs das „gefühlt“.

Und dann sah ich gestern meinen ersten Maikäfer 2022.

Oooohhh ! ! !

Aber immerhin, wo so ein Verkehrsopfer quasi als Indikator anzutreffen ist, sind sicherlich auch ein paar mehr, hoffentlich heil davongekommen.

Dieser lag fast an der Stelle meiner ersten, beeindruckenden Begegnung hier im Schleswig-Holsteinischen, auf dem Sauerbecksweg, zwischen Wedel und Holm.

Und dann waren da im Lauf des Tages noch 2 im Blick – einer platt, aber der andere sehr munter. – Da sind wir mal gespannt, der Mai hat ja die Hälfte noch vor sich.

 

Bahn-Trip gen Norden, Kurzbesuch auf „der Insel“ war angesagt.

Gut angekommen, stellte sich unter anderem 3 Frauen-Generationen bald die Fragen „Schwimmen oder nicht Schwimmen“?

Die Wellen waren schon verlockend! – allein, die Wassertemperatur …

Also eher „Häschen zählen“ – Karnickelparade vor windfrei warmer Unterkunft.

Wer auf seine Kondition vertraut, radelt auch schonmal bei sssteifer Brise von Wenningstedt nach List (kein Kunststück, Rückenwind!) – und zurück.

Schnell war die Zeit vergangen – Warten auf den Zug, Bahnhof Westerland. Eine Ordnungskraft, Silbermöwe, aufmerksam bei der Arbeit.

Zurück – im Abendsonnenschein – in Wedel. Der Teichrosen-versiffte Mühlenteich wartet auf Sanierung. (Früher war das kein Problem. Da entnahm man überschüssige Biomasse und Sediment und entsorgte es ordnungsgemäß – falls es nicht nutzbar war. Heute sind schreibtischsesselproblematisierte FFH-Fehlinterpretierer dabei, erforderliches Tagesgeschehen leider allzuoft unmöglich zu machen. Zurück bleibt der leidtragende Steuerzahler – und ein so gut wie umgekippter Teich.)

Schick vor Maigrün, Wedels Roland im Abendlicht.

Ja, und da sind sie – der Anbau startete bei unserer Abfahrt … (Wer nichts davon weiss, dem fallen sie garnicht auf.)

Jeder Eingang hat 2 Mauerseglernistkästen bekommen, direkt unterm Dachüberstand.

Und 2 (von 10) an der Nordseite, die Abendsonne guckt gerade herum.

Na, super – fehlen „nur noch“ die Segler.

Selbstverständlich wird über Sylt mit Westerland, Wenningstedt und List sowie über die Mauersegler(kästen) noch mehr zu berichten sein.

Aus Richtung B 431 fahre ich den Holmer Geesthang runter in die Homer, Hetlinger Marsch.

Da geht`s schon los, schwarz-weiss-rot. Der Weisstorch schluckt gerade genüsslich.

Schon wieder was gesehen – hin! …

Und wieder fündig!

So schreitet er die Wiese aufmerksam ab – da ist allerhand zu holen, ständig schnappen, hochwerfen, schlucken. Die Jungen im nahen Nest werden sich freuen.

In Hetlingen sind die Wiesen, auch die Gräben darin, trocken gefallen. Nur die eigentlichen Marschgräben im Tideeinfluss steigen und fallen.

Die vor Kurzem noch wasserüberstauten Wiesenbereiche ziehen Vögel magisch an.

Mit etwas gutem Willen kann man sich links einen Austernfischer und rechts eine Brandgans vorstellen.

Guter Wille ist auch hier gefragt: vorn ein Stockenterich, hinten ein Kiebitz.

Das Teichhuhn (die -ralle), das sich am Rand des ehemaligen Hetlinger Heuhafens entlang drückt, entspricht wieder eher meiner Überschrift.

Blick übern Elbdeich Fährmannssand – im vorderen Drittel der Buhne wohl ein Seeadler, weiter Elbe-seits zwei weitere Großvögel. Kamera nicht ruhig genug gehalten – die passen farblich ohnehin nicht in diesen Beitrag.

 

Na ja, vor allem ist nun alles ordentlich grün. Aber da blüht einiges – zeigt zur Zeit Weiss, das vor unseren Bodenruhe- und Mulchaktivitäten noch nicht da war.

Der Bärlauch blüht …

… und der Waldmeister.

Die Knoblauchrauke war zwar früher auch da, wurde durch Ausreissen / -hacken aber möglichst daran gehindert.

Nun darf sie … – es ist ja simpel, später die gesamte Pflanze rauszuziehen (und als Mulch oder für den Kompost zu nutzen), falls der Eindruck entstünde, es wären zu viele Exemplare.

Das Stoppen des allzu – auch für umstehende Büsche ultra wurzelschädlichen – Hackens früherer Zeit ermöglicht inzwischen vielen Arten, ihren Blüh- bis Samen- / Fruchtspendebeitrag für Tiere und Mensch zu leisten.

Eine kleine, ergänzende, unvollständige Aufzählung der neuen Sicht: Scharbockskraut, Buschwindröschen, Lerchensporn, Veilchen.

Seit unserem Einzug vor gut 6 Jahren beobachteten wir jeden Mai, wie Mauersegler die Dachpartie unseres Ziegelblocks nach Rückkehr vom Winteraufenthalt im Süden suchend umflogen, studierten.

Was soll das Besondere sein, an unserer ziegelroten Felsenburg?

Das Besondere für Mauersegler – hier die Nordpartie – ist sicherlich die lichte, gut anfliegbare Höhe, insbesondere an unseren Eingangstürmchen.

Die Anregung, Mauerseglernistkästen anzubringen, hat die Wohnungseigentümergemeinschaft inzwischen befürwortet. Der NABU-Landesverband Hamburg und die Gruppe Wedel haben je 5 Kästen gesponsert. (Ganz herzlichen Dank nochmals dafür!). Eine ortsansässige Firma
hat nach Ausschreibung den Auftrag erhalten, der im Rahmen einer Dachrinnenreinigung mit erledigt wird.

Leider haben die Sturm- und Regenereignisse des Frühjahrs das Leihen eines für unser Hausumfeld geeigneten Hubsteigers mit kleiner Zufahrt- und Stellbreite verzögert. Aber nächste Woche soll es losgehen – spät, aber immerhin. Erste Mauersegler sind im Hamburger Bereich angekommen, die „große Welle“ steht noch aus.

So wird also jeder Eingang, oben am nördlichen Turm, je 2 Nistkästen erhalten – im Halbschattigen, hinter-/nebeneinander.

Das ergibt bei 4 Eingängen 8 Stück, die beiden weiteren kommen an die Nordseite des Gebäudes.

Von all den möglichen, geeigneten Varianten fiel die Wahl auf Woodstone.

Wir sind gespannt, wie Wind und Wetter beim Anbau mitspielen. Dann wird die Zeit zeigen, ob und wann Nistkästen bezogen werden.

Demnächst dazu mehr.