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Nach Anfahrt Hamburg-Dammtor, Spaziergang durch den Alten Botanischen Garten, Verlassen des Wallrings Richtung Michel, Landungsbrücken Hamburg, sind wir also an der Elbe angekommen. – Spitz hier, bei Spitzenwetter. Rauf also auf die Plaza der Elbphilharmonie, die Ebene zwischen rotem Ziegel und Glaspalast.

Die Elbphilharmonie – mit online-Karten und ein wenig Hilfe an den Zugangs-Scannern gelangen wir rein.

Nach langsamer, zunächst steiler, dann bis waagerechter, Rolltreppenfahrt gelangen wir auf das Zwischenhoch zwischen historischem Speicher und Glaspalast Veranstaltungs- und Vergnügungsbau – auf die Plaza.

Hier kann man ringsum gucken, nach Westen z.B. auf die Landungsbrücken, Norderelbe.

Rechts die „Tanzenden Türme“, Ostzugang zur Reeperbahn.

Blick Südsüdwest – Hafenkran, die Köhlbrandbrücke, Querung des Köhlbrand, Verbindung(sname) der Süderelbe Richtung nördlich gelegenem Treff mit der Norderelbe, „Containerbrücken“, (aus China herantransportierte [Hafen-Wahnwitz halt]) Großkräne zum Entladen von Containerschiffen.

Blick Nord – vorn Hafencity mit „Hafencity Gate“ (links), hinten die historische Kirchen-Silhouette (die war für Stadtplaner „ewig“ heilig – schon eine ganze Weile her!).

Baustelle Hamburg, CCH – von dort sind wir angewandert.

Blick Nordost – vorn Hafencity, Sandtortraditionsschiffhafen, historische Kirchen-Silhouette.

Blick Nordwest, Tanzende Türme, Reeperbahn, Michel (Hauptkirche St. Michaelis) – das Riesenrad zwischendrin zeigt: Der „Winterdom“ läuft.

Blick Nordnordost – Teilansicht des historischen Hamburg, Rathausturm, Mahnmal St. Nikolai, Hauptkirche St. Petri.

Blick Südost – Norderelbe, alte Häfen, links Hafencity-Baufortschritt. – Am Horizont soll – Mächtigen-Hybris – ein 200 m Turm entstehen. Waagerecht gelegt, als „Flachbau“ könnte man Gründungsprobleme, -aufwand, -kosten locker umgehen …

Blick Südsüdost, nochmal Köhlbrandbrücke, Hafenkräne – das Baumonster links ist kein Gebäude, sondern eins dieser sogenannten „Traumschiffe“.

Wer`s mag. – Unser Traum ist sowas nicht.

Abschiedsblick, Süd – Hafenindustrie, am Horizont die Harburger Berge im Dunst.

Und raus mit der Rolltreppe, erst waagerecht, dann schräg bis steil – langsam geht es auf den Ausgang zu.

Die 2 € pro Person haben sich gelohnt. Man kann es mit diversen Führungsangeboten zu Innenansichten der Elphi auch teurer haben.

Auf zum Mittagessen – vor uns die Kehrwiederspitze mit der Hafenpolizei. – Gut, früh aufgestanden zu sein. Ein nicht endender Zug recht dicht gedrängter Menschen strebt den Sehenswürdigkeiten hinter uns zu.

Weiter geht`s, demnächst.

Wir sind aus den Wallanlagen Hamburgs in die Neanderstraße gelangt, geleitet von der Silhouette des Michels. Gen Süd geht es weiter, Richtung Elbe.

Blick Neanderstraße in die Peterstraße.

Wer mehr über das Umfeld erfahren möchte, findet das z.B. bei der Carl-Toepfer-Stiftung. [Nein hier gibt es keine, und es geht auch nicht um Neandertaler.]

Spiegelungen – Blick Neuer Steinweg südwärts, Ludwig Erhard-Straße.

Detail.

Noch immer im Gegenlicht, der Michel – von der Ludwig Erhard-Straße aus.

Blick Südost – Mahnmal St. Nikolai, rechts davon die Hauptkirche St. Katharinen.

Wir sind weiter – Nord-, Sonnenblick von der Michelwiese aus.

Da steht ein Steinmensch am Südende der Michelwiese, irgendwie bekannt – nein, auch kein Neandertaler, sondern Moai Angelito.

Wir sind an den Hamburger Landungsbrücken angekommen. Ein riesiges steinernes Bollwerk liegt vor uns.

On top – Blick ostwärts auf Columbus Haus, Elbphilharmonie und ein Segelschiff.

Mit diesem „Bollwerk“ ist Sturmflutschutz bei der vorigen Aufstockung hervorragend für Freizeit- und touristische Betrachtungen gestaltet worden.

Die Niederbaumbrücke – unten ein Anwender des „Streetfishing“, Anwandern, Köder testen, was fangen oder nicht, weiter geht`s.

Wir queren die Niederbaumbrücke – links vor uns die Kehrwiederspitze mit Hafenpolizei, am Horizont die „Elphi“, rechts „Hafencity Gate“.

Am Kaiserkai werden wir mit Live-Darbietung an den Star-Club, Reeperbahn, erinnert. „Gesamtansicht des Entertainment“ gegen Spende frei nutzbar.

Am Kaiserkai, Blick West – Musical-Hallen auf der anderen Elbseite, hinter Elphi und Hafencity Gate vorn.

Am Kaiserkai, Blick Ost – der Sandtortraditionsschiffhafen, ringsum ein früher Teil der Hafencity, gern als „Würfelkotzen“ bezeichnet.

Dalmannkai – und schon sind wir am Ziel, Blick über den Platz der deutschen Einheit. Die Elphi, da wollen wir rauf (da oben mittendrin, wo die kleinen Männlein und Weiblein stehen).

Aussichten und Ansichten von dort folgen demnächst.

Auf unserem Spaziergang vom Alten Botanischen Garten Richtung Elbe sehen wir immer wieder historische Gebäude über den herbstlich leuchtenden Bäumen.

Mal eine Silhouette, mal eine Giebelfront …

…, gelegentlich mehr, …

… eine Ecke …

… ohne und mit Türmchen.

Zum Schluss erwartet uns noch diese Frontale – mit all dem Bunt drumrum könnte man sich fast auf „Indian Summer“-Tour in den Neuenglandstaaten an der Ostküste Nordamerikas wähnen.

Was mögen das alles für Gebäude sein, wer sie bevölkern?

Prüfung im Internet erbrachte Überraschendes. Da scheint tatsächlich ein Hamburger Berufsstand mit einer Vielzahl von Aufgaben in allen diesen Prachtbauten Unterkunft gefunden zu haben.

Wir wünschen erfolgreiche Forschung!

Die anfliegende Krähe ist ja schon bekannt.

Neben Wassergeflügel, Enten, Rallen, bevölkern etliche Lachmöwen die Wallgräben.

Die fliegen schlagartig zielgerichtet ab. Ob da jemand mit lockender Tüte erspäht wurde?

Eine Gruppe Blesshühner hält sich am Rand auf.

Und dann läuft da vor uns, völlig ungeniert …

… ein junges Teichhuhn über den Weg. Sein Ziel ist der Hang mit seinem offenbar attraktiven Futtergrün.

Bekannte Töne schallen vom Himmel. Wer ist da auf Sightseeing über Hamburg unterwegs?

Nach längerer Orientiertung haben wir doch noch den überfliegenden großen Schwarm Nonnengänse entdeckt – hier nur ein kleiner Teil der Menge.

Für die vielen kleinen Vögel ringsum hat die Fotosituation mit Digicam nicht ausgereicht, die fehlen dementsprechend hier.

Rings um die Wallanlagen scheint immer wieder gebaute Hamburger Geschichte durch das herbstliche Grün. Dazu gibt es demnächst ein paar Fotos.

So ein 50-Jahre-Jubiläum will gut begangen sein. Wir haben uns eine Hamburg-Tour mit Altem und Neuem zum – im wahrsten Sinn des Wortes – Begehen vorgestellt, lockerer Rahmen, kein Stress.

Wir sind mit S-Bahn und Schienenersatzverkehr (vgl. voriger Beitrag) angekommen, zwischen Bahnhof HH-Dammtor und Eingang Alter Botanischer Garten (in English).

Wir bewegen uns da in uralten Verteidigungsanlagen, den Wallanlagen, für deren Herstellung die Stadt Hamburg über Jahre ein Viertel ihrer Einnahmen aufwendete. „Planten un Blomen“ ist ebenfalls Teil dieser heute beeindruckenden Parkanlage.

Herbstliche Temperatur, strahlend blauer Himmel – beim Betreten des Alten Botanischen Gartens begrüßt uns ein Farbspektakel.

Herbstfarben mit Krähe.

Blick zum Fernsehturm – kaum glaublich, dass der seit Jahrzehnten verfallend rumstand. Nun spricht man von Instandsetzung bis hin zum sich drehenden, luftigen Café. Man los, Hamburg!

Das CCH, Congress Center Hamburg – vor 50 Jahren im Bau, dieses Jahr nach 5jähriger Totalsanierung / Restaurieren wieder in Betrieb.

Herbstspiegelung in den Wallgräben – kleine Reste der früher wichtigen Schutzanlage, heute wesentliche tiefliegende Bereicherung des abwechslungsreichen Geländes.

Herbstspiegelung, Detail.

„Groß sind die Bäume geworden in den vergangenen 50 Jahren!“ meinen wir. Seinerzeit waren sie allerdings auch schon, gemessen an Menschenhöhen, groß.

Wallanlagen, Buchenpartie – die teils natürlichen, teils menschengemachten Höhen sind wesentliche Ursache des abwechslungsreichen Gelände- / Parkeindrucks.

Ein Wassermann – oder welch anderer König …

Herbst-Gelb, baumgerahmt.

Und wieder Spiegelung – links oben, hoch zu Ross ein Kaiser. – Nein, den wollen wir nicht „wiederha`m“.

Wir nähern uns dem vorgesehenen Ausgang.

„Der Michel“, St. Michaelis, weist uns den Weg.

Langes, illustres Astwerk.

Die Eisbahn, in Betrieb – man glaubt es kaum, im Herbst 2022 bei Temperaturen über 10 Grad.

Und raus sind wir.

Es folgen noch zwei kleine Beiträge zu diesem Spaziergang zwischen den alten Verteidigungswällen – ein paar Vögel und ein paar Gebäude als Thema.

So fing alles an. Oktober / November 1972, Alter Botanischer Garten Hamburg. – Symbolfoto 2022, 2 Generationen später im Neuen Botanischen Garten.

Das 50jährige wollte begangen sein – alte und neue Stätten sollten erwandert werden.

Hier zum Start einer kleinen Erlebnisreihe die Anfahrt, Ziel S-Bahnhof Dammtor, Eingang Alter Botanischer Garten.

Sonnabend Morgen, Super-Wetter. Start am S-Bahnhof Rissen – unser neu erprobter Startort.

Wieder einmal eins dieser Wochenenden mit dem Begriff „Schienenersatzverkehr“ (SEV). Wir sind vorbereitet, raus in Klein Flottbek (Neuer Botanischer Garten nebendran – da wollen wir ja diesmal nicht hin).

Na das klappt ja – unser SEV-Bus steht abfahrbereit.

Baustellen über Baustellen – die BAB A 7 nördlich des Elbtunnels bekommt einen weiteren Deckel.

Die bisher bereits etwas weiter nördlich fertiggestellten Deckel haben sich – aus unserer entfernteren Sicht – bewährt. Lärmvermeiden für die Stadt und „Landgewinn“ auf dem Deckel verbessern die vorherige Situation erheblich.

„SEV“, super heute – nach einer halben Stunde Stadtfahrt im Bus (immerhin) sitzen wir wieder in der S-Bahn, Altona – Dammtor.

Unsere Hamburger Junioren konnten unseren Jubel bei ihrem abendlichen ÖPNV-Test nicht wiederholen. Für die gleiche SEV-Strecke brauchten sie die 3-fache Zeit im Bus, 1 1/2 Stunden!

Dammtor also, Eingang Alter Botanischer Garten – der Jubi-Spaß beginnt.

Was uns im Alten Botanischen Garten so auffiel und begegnete, folgt demnächst.

Der Beitrag vom 6. November stellte Handlungsnotwendigkeiten dar, wie sie allüberall in unseren Bachoberläufen, Bächen und kleinen Flüssen bestehen.

Noch immer warten wir – fast Mitte November 2022 ! – auf Wasser. Wanderfische haben ihre Laichbereiche noch nicht aufgesucht, obwohl wir uns zeitlich in der Laichzeit befinden.

So ergab sich die Möglichkeit, weitere Laichbetten in bedürftiger Strecke anzulegen und das Umfeld strukturell aufzuwerten.

Anfahrt im Ländlichen.

Ankunft – Bagger, Trecker und Dumper warten auf den (bereits letzten) Sattelzug Kies.

Ich wandere zum Ort der Tat.

Die Zufahrt, weich, ist durch Platten geschützt.

Am bachauf liegenden Ende der Arbeitsstrecke steht der zweite Bagger, wartend.

Ich passiere eine bereits eingebaute Kiesrausche.

Auch am oberen Ende ist in erstem Durchgang bereits eine Rausche angelegt – groß. Es fehlen noch die Seitendepots, damit der Bach für die Zukunft Material zum Spielen bei höheren Abflüssen hat.

Wir nutzen hier den starken Höhenunterschied, den eine Raue Rampe aus Grobstein unmittelbar bachauf bietet.

Trecker mit gefüllter Mulde ist angekommen, es kann weitergehen.

Beidseitig der Rausche werden die Kiesdepots angelegt.

Die unmittelbare Kiesentnahme aus der Mulde vor Ort hat sich, so nicht unmittelbar aus der Mulde geschüttet wird, als optimal herausgestellt.

Bachab werden Kieslenker eingebracht, oft im Umfeld einer alten Erle, davor ggf. auch dahinter, so dass ihr Standort und flottierendes Wurzelwerk langzeitig erhalten bleiben.

Gut gelegt!

In überlichteten Strecken wird Wasserpest entnommen. Sie wird bei Entwickeln der Bachturbulenz und Baumbestand auch an jetzt übersonnten Bereichen künftig geringer auftreten. Bachtypische Pflanzen werden sie ersetzen.

Die fertige große Rausche.

Auch der Fotografierer wird fotografiert …

Blick bachauf, bis zur Rauen Rampe.

Blick von der rauen Rampe bachab auf die Rausche, Gegenlicht.

Der Inhalt der letzten Mulde wird platziert, stillgestanden!

Auch hier Erlenschutz und Strömungslenken.

Wo gewünscht, wie hier, kann sich der Bach am gegenüberliegenden Ufer versuchen.

Pause, dann Abräumen, Feierabend.

Auf dem Weg zum Auto komme ich am „Baumarbeiten-Hund“ vorbei.

Der (gehört nicht zu uns) hat sicher auch bald Feierabend.

Einer Einladung, das Umfeld der Bilsbek um Prisdorf kennenzulernen und ein Bisschen zu fachsimpeln, folgte ich gern. Das Norddeutsche Tiefland hält überall Überraschungen bereit.

Das Wetter liess sich besser als erwartet an – gut Wind, jagende Wolken, vor allem aber Sonne und (noch) keine Schauer.

Die Bilsbek, Straßenbrücke Prisdorf, Blick bachauf – ausgebauter und hart unterhaltener Kanal im Tide-Einfluss.

Es gibt keinerlei Struktur, nur bewegten Sand in kastenförmig unterhaltenem Korsett.

So fliesst bei Tideniedrigwasser und geringem Abfluss „von oben“ gleichförmig, nur zentimeterhoch das Wasser vor sich hin.

Die andere Seite: Angesichts nicht vorhandenen Sturmflutpumpwerks Pinnau im Elbe-Hauptdeich ist bei geschlossenem Sturmflutsperrwerk und höheren Gewässerabflüssen das Volllaufen der Auenräume regelhaft (was ja Auen mindestens einmal im Jahr eigentlich kennzeichnet(e)). – Der Klimawandel, begleitet von Meeresspiegelanstieg und höheren Spitzenniederschlägen (neben Überwärmung und Trockenheit bis Dürre), hat hoffentlich die Planung eines Sturmflutpumpwerks auch für das Sperrwerk Pinnau bereits anlaufen lassen. (?)

Wir gucken uns aufwärts gelegene Landschaft an.

Spannendes Kennenlernen, Auenlandschaft mit eingesprengten Moränen- (Mischwald) und Dünen-(ggf. Nadelbäume) -Einsprengseln.

Überraschend queren wir ein V-Tal in Moräne, historisch wie andernorts zu Fischteichen eingestaut.

Das – zur Zeit ziemlich trockene – Tal Richtung Bilsbek-Aue lässt das ursprüngliche Natur-Idyll erahnen. (Jetzt ist es – seit langem – ein menschengemachtes, anderes.)

Mischwald mit Altbäumen auf Moräne.

Rund um eine Brücke weiter bachauf orientieren wir uns in Sachen Landschaft und Bach.

Fehlende Baumbeschattung führt zu massivem Sumpfpflanzenwachstum am und im Bach, macht (oft allzu harte) Gewässerunterhaltung erforderlich.

Die Krux für den Mähkorbfahrer: Vor lauter Sumpfpflanzen kann der Bachlauf nur erahnt werden.

Uferverletzungen sind die Folge. Durchgängiges Mähen im gesamten Querschnitt hinterlässt eine biologische Wüste.

Ein anderer Aspekt – dass es auch anders gehen könnte, zeigt sich gleich bachauf der Überfahrt.

Belassene Sohlstruktur ermöglicht der Bilsbek, turbulent ihren schmalen Niedrigwasserquerschnitt zu entwickeln.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Wasserstern.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Aufrechter Merk (Berle), Brunnenkresse, Wasserstern und mehr.

Weiter Blick über Auenlandschaft – die Bilsbek macht / hat Hoffnung auf mehr. Mit etwas Üben können die früheren, über die Jahrhunderte wechselnden Abflussrinnen noch erahnt werden.

Wer sucht, findet alte Karten, die die unterschiedlichen, wechselnden Fliesswege aufzeigen.

Ah, jetzt kommt „das Wetter“ – nix wie weg!

Im Windschatten eines Moränenwalls mit Mischwald ist das Auto schnell und halbtrocken erreicht.

Was kann für Lebensraumverbesserung der Bilsbek, im Bach und Umfeld getan werden?

Eine Gesamtüberplanung mit Hintergrund der alten Schleifen wäre eine große Möglichkeit.

Dass schon Kleines – so Vorstehendes nicht angedacht würde – hilft, zeigen Übungen in Kooperation mit dem Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an anderer Stelle.

Einiges bachauf der oben dargestellten Landschaft wurde auf Moräne bereits das Mindern übermäßiger Erosion mit Sandeintrag sowie Strukturgeben getestet.

Aus dem Tidebereich liegen ebenfalls Erfahrungen vor, z.B. vom Ohrtbrooksgraben, wo in zusätzlicher Absprache und tatkräftiger Hilfe mit den Grundeigentümern Mäandrieren angestoßen werden durfte. Schulklassen der Unterelbeschulen halfen hier maßgeblich bei der Entwicklung.

Auch im Tidebereich der Pinnau, Stadtgebiet Pinneberg, wurde experimentiert. Hier überraschte, dass selbst lediglich kegelförmig angelegte Kiesschüttungen („Ottersitzplatz an Brücken“) von Flussneunaugen als Laichplatz angenommen und speziell gestaltet wurden.

(Unterqueren der Bahn in Prisdorf) Was bleibt?
Den Bilsbek-Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld, Ellerhoop ff. sowie weiteren beteiligten Zuständigen ist zu wünschen, dass die Schätze des Umfelds in ihrem Verbesserungsbedarf wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

Ob „große Lösung“ oder Puzzle-artiges Vorgehen mit instream-Restaurieren, der Einsatz lohnt.

Schleswig-Holstein hat Anfang der 2000er eine Vielzahl von Hindernissen in Bächen und Flüssen für Wanderfische durchgängig gemacht. Meist wurde dabei die Höhendifferenz, z.B. von Wehren, durch Raue Rampen aufgefangen. Dabei kamen meist faustgroße bis deutlich größere Steine zum Einbau. Bis heute fehlen vielerorts die bei der Laichwanderung gesuchten Laichkiese – eine gute Tat also, dieses Defizit zu bereinigen.

Ein kleiner Herbstspaziergang brachte uns an Stellen, die hierauf warten.

Sonntag Vormittag nach kühler Nacht – noch sind wir auf beliebten Wanderwegen allein.

Vorbei an illustren Altbäumen geht es …

… in offenes Nutzland.

Streckenweise fehlt hier noch jegliches Verständnis / jegliche Bereitschaft zur Entwicklung, ggf. zum Anlegen standorttypischer baumbestandener Gewässerrandstreifen. Fettes Grün scheint deutlicher Hinweis auf Düngen bis an den Gewässerrand („Mit besten Grüßen an die Nordsee …“).

Sarkastisch ausgedrückt: Hier kann man ohne Probleme z.B. beim Kieszugabe-Restaurieren ans Gewässer ran … (Anschliessend bitte gern den o.g. Randstreifen entwickeln!)

Für uns gilt es, die Grobstein-veränderten Punkte bis Strecken zu entdecken. Hier kann demnächst für Laicher eine Lücke im Lebenskreis geschlossen werden.

Hier brauchen wir nicht suchen. Blick bachab – aus Absturz wurde Raue Rampe.

Blick bachauf – auch in Erlenwurzeltellern liegen Grob- bis Großsteine. Die legen wir demnächst mal anderswo in die Sohle, eröffnen wieder die Dreidimensionalität der Erlenwurzeln.

Raue Rampe im Herbst, dynamische Blattsammlerin (analog Kiesrauschen, Treibselsammlern aus Hölzchen und Stöckchen).

Das Ende der aktuell anstehenden Bearbeitungsstrecke – da wird was draus.

Beim Erreichen des Autos zeigt sich der vorher leere Parkplatz bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Begeisterte Kinder rascheln durch das Falllaub.

Kurzer Stopp auf der Rückfahrt, anderer Bachoberlauf, ähnliche Themenstellung. Hier ist es die Übertiefe und resultierende Ufersteilheit, die vielerlei Probleme eröffnet. Wir sind geübt im Mindern solcher Störungen, merken uns die gut anfahrbare Stelle.

Die Zahl vergleichbarer Punkte und Strecken ist unendlich. Es bleibt viel zu tun, packen wir`s an / wir packen`s an.

Heimwärts – viele Ideen für kommende Zeiten, etliches noch dieses Jahr absehbar.

 

Beim An- und Abgang zur und von der NABU Vogelstation Wedeler Marsch war jeweils scheinbare Hochhaus-Silhouette, sich von Stade Richtung Hafen Hamburg bewegend, sichtbar gewesen.

Die erste scheinbare Hochhaus-Silhouette stellte sich als Containerfrachter Ever Given heraus – 400 x 59 m, Tiefgang 10,5 m.

Der Schiffrumpf ist  grün, in den Fotos angesichts der niedrig stehenden herbstlichen Morgensonne als Schattenseite dunkel erscheinend.

Mein Bericht über die Beobachtung jenseits des Deichs bringt Seit- und Aufwärtsbewegung in meine Begleiterinnen – zuerst die Kleine.

„Hallooo, Riesenschiff!!!“ – Berlin will gucken – Wedel kennt`s.

Ganz schön groß – generell, und auch für die Elbe -, so 400 m Länge mit zugehöriger Höhe (Breite und Tiefgang).

Da wir die Ever Given bei Angang zur Vogelstation sahen, suchte ich sie zu Hause über marinetraffic und die vergangene Strecke des längst im Hafen Hamburg liegenden Schiffs. Dabei stellte sich heraus, dass auch sie – gegenwärtige Charakteristik hochgelobter Logistik! – vor Helgoland mindestens eine „Ehrenrunde“ gedreht, wenn nicht gar länger gelegen hatte.

Gern darf unser Wirtschafts- und Bedarfswahn tiefgehend überdacht werden.

Nach Besuch der Vogelstation hatte ich per pedes das Auto angesteuert und den Damen nach Fährmannssand gebracht. Dort wartete mein geschobenes Rad auf mich.

Bevor ich nach Hause radelte, kletterte ich auf den Deich und sah den hinter dem Hetlinger Heuhafen erblickten, inzwischen querab Fährmannssand angekommenen Containerfrachter – eine andere Hunderter-Nummer.

Die Cosco Shipping Volga – 300 x 48 m, Tiefgang 12,4 m.

Egal, ob vorher 400 m oder hier 300 m, die Abmessungen dieser Schiffe passen so gar nicht in einen begrenzten Tidefluss, gut 100 km von der Nordseeküste entfernt.

So spricht auch (endlich mal) die neu in Aufstellung befindliche niedersächsische Landesregierung davon, dass (zumindest) die vorige Elbevertiefung – und -verbreiterung gescheitert ist.

Es gibt auch kleinere Containerfrachter, hier – leicht verwackelt – die Containerships VIII, 155 x 22 m, Tiefgang 7,6 m.

So gilt weiter im Hinblick auf unseren Umgang, unter anderem mit unseren Flüssen, „So nehmen Sie doch Vernunft an!“.

[Fortgang der Geschichte „Ich bin Beamter, ich darf nichts annehmen“. – Wir wissen, es sind nicht allein die so Beschäftigten, die Lobby fordert ihren Tribut.]