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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Warum nicht mal was Neues? Dieses Jahr hatten wir beschlossen, nicht die Jungen reisen zu Weihnachten, sondern die Alten suchen die Nachfahren heim. So fanden wir uns am Heiligabend in Hamburgs Westen ein, kurz die Landesgrenze passiert. Wunderbar!

Am 2. Weihnachtstag ging es gen Berlin.

Interessantes Wetter am Starttag, eisig.

Kleines Gepäck.

Wer sitzen mochte, hatte immerhin ein Angebot.

Und der bevorstehende Sonnenaufgang liess sich vielversprechend an.

Im ICE, Bahnhof Altona – purer Sonnenschein.

Die Binnenalster, vereist.

Brandenburgs Landschaft bot sich als leicht verschneites Winterland. Pferde, Rinder, Schafe, Rehe, Gänse, ein Fuchs erfolgreich eine Maus erbeutend, tauchten kurzzeitig im Blick auf.

Berlin Hauptbahnhof, weihnachtlich.

Mittags, über den Dächern von Berlin.

Erster Nachmittagsspaziergang: Die „Bierkirche“, ein Eckpfeiler der heutigen Kulturbrauerei.

Weihnachtlicher Zugang Kulturbrauereigelände.

Eiszapfen nebendran – wenn die Dachrinne nicht gewartet wird …

Gelände der Kulturbrauerei, nächtlich.

Fast wie eine Beschwerde der jungen Generation „Die ganzen Buden sind schon weg, der Tannenbaum, der leuchtende Elch … !!!“

Unterkunft, das nachweihnachtliche Geschen, Speis und Trank, binnen un` buten, alles begeisterte.

Ein paar Tage später, Rückfahrt.

In flotter Fahrt erreichen wir pünktlich Hamburg.

Die Temperatur ist um 15 Grad im Vergleich zur Hinfahrt gestiegen. Es nieselt.

Auch der S-Bahnanschluss in Altona klappt. Eine prima Reise, was wollen wir mehr?

Vielleicht verkleinere ich noch ein paar Fotos der Berliner Tage und setze sie demnächst ergänzend in den Blog.

Jetzt heisst es erstmal: „Alles Gute! Guten Rutsch in ein herausforderndes Neues Jahr, 2022 – und immer schön Abstand halten.“

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Das gibt es ja manchmal. Zwar zeigte sich Schnee, hier war er aber schnell wieder weg. Blitz- und anderes Eis auf Straßen und Fußwegen hielt sich in Grenzen, schockte andere Landstriche. Dafür tauchte ein Frostwetter auf, das keine Wolke am Himmel zuliess.

Also auf, zur Wanderung am Elbhang Richtung Hamburg, Wittenbergen.

Start am Parkplatz beim demnächst abzuschaltenden Kohlekraftwerk, ostwärts.

Blick seewärts – die Elbe liegt bei Windstille wie geölt, mittlere Ebbe lässt das Wasser weiter ablaufen.

Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen – Leuchtturm Tinsdal, „Oberfeuer“ ganz oben auf dem Planum.

Zwei illustre Efeubäume, Reste der standortentsprechenden Bewaldung des Hangs, neben wenigen anderen von den systematischen „Freie Sicht“-Baumentfernern (noch) toleriert.

Blick Richtung Hamburg / Niedersachsen – Fahrwassertonne mit Spiegelung, Airbus am Horizont, Elbinsel Neßsand.

Clematis-Samenstände, wurdersame Gebilde am Elbhang.

Weiter Blick, den Leuchtturm habe ich weggelassen, hinter uns – bewaldete Elbhöhen, Anleger Wittenbergen, Mühlenberger Loch, Westende des Hafens Hamburg mit Fa. Airbus am Horizont, rechts Elbinsel, Naturschutzgebiet Neßsand.

Ausschnitt Anleger Wittbergen bei mittlerem Ebbestand, Spiegelung.

Eis! – Eis? – Blick über frisch, etwas heftig planiert hergerichtete Kopfweiden gen Süden. Die nächtliche Kälte hat frühmorgens während des Tidewechsels Flut-Ebbe offenbar bei Höchststand etliches Wasser gefrieren lassen. Nun liegt es, der Wasserstand ist inzwischen ca. 2 m gesunken, flach am Neßsandstrand und glitzert in der Sonne.

Beim Rückweg fällt uns, hin wegen Elbeblicks übersehen, ein wie aufgerollt wirkender Spülsaum auf, Folge der 2 m plus-Hochflut vor wenigen Wochen. Hinten am Elbhang, lehmige Moräne, ist eine beliebte „Rutsche“ zu erkennen.

Wer sicht traut, nutzt sie. Es kommt aber auch vor, dass auf halber Höhe des Steilhangs Rutschende stoppen und Vertraute um Hilfe anrufen … – Wie aber helfen? Irgendwie sind dann aber doch immer alle gut unten angekommen. Meist geht es mehr um psychologische als um handgreifliche Unterstützung.

Wir nehmen wieder die Treppe, die wir abgestiegen sind, aufwärts.

So lassen sich die Weihnachtstage gut angehen, falls angesammelt, Kalorien abwandern.

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Weissendes Wedeler Autal, die Highlands haben ihre Wintermäntel an.

Wohl denen, die derzeit nicht per Auto unterwegs sind, insbesondere in den Landstrichen, wo Eisregen durchzog und / oder sich Blitzeis auf den Straßen bildete. Radfahrer und Fußgänger, ebenfalls aufgepasst!

Am Morgen des 24. Dezember – ein Eichhörnchen, im Schneeregentreiben, hat sich noch eine nachbarliche Nuss abgeholt. Der Schwanz ist als Niederschlags- und Kälteschutz über den Kopf geklappt.

Ein Bisschen Bewegung muss sein – wir sind so gut wie allein unterwegs. – „Auf der Höhe“, hinten im Bild, ist der Schnee liegengeblieben.

Noch liegt die Temperatur bei uns über Null Grad. Die Niederschläge versickern, fliessen ab, werden ggf. wie hier in Regenrückhaltebecken zwischengespeichert.

Nun denn, alles Gute! Schöne Festtage wünscht

Ludwig Tent.

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Bei einem kleinen Fachaustausch an der städtischen und ländlichen Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, wurden chronische Belastungen angesehen und saisonale Entwicklungen bekiester Bereiche bestaunt.

Es ging los querab Bahnhof Pinneberg, entbaumt.

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, begeht die UN-Klimarahmenkonvention nächstes Jahr (nicht mehr fern) ihr 50. Jubiläum – fotografiert im Wildpark Eekholt.

Dabei zeigt im Hintergrund des ersten Fotos der Stadtwald Fahlt doch, was Kühlen in der Stadt bewirken kann.

Auf der anderen Seite der Bahngleise ist im Detail auch zu erkennen, dass alte Bäume – nach Absägen, vgl. 1. Foto – nicht durch Pflanzen eines (oder eines ergänzenden, zweiten?!) Baums zu ersetzen sind, weder ökologisch noch klimabezogen.

Blick von der Mühlenaubrücke – oranges Leuchten.

Irgendwie will mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass solch krasser Einleitung in Sachen Sauerstoffbedarf (evt. auch spezielle pH-Problematik), chronische Auswirkung in der Strecke nicht abgeholfen werden kann. ??? !!!

Die Eisenthematik habe ich andernorts hinreichend beschrieben.

Etwas bachauf – ein solcher Zufluss kommt selten allein. Zumal dann, wenn ein Ortsteil in einer Gegend angelegt wird, der „Quellental“ heisst – die Sünden der Vergangenheit, wenn sie doch endlich heutzutage vorweg vermieden würden!

Auch die bekannten Weihnachtsgänse und die dressierten Fütter-Enten suchten wir auf, mit Sauce.

Uns interessierte vor allem „die Sauce“. Wie im Jahr (15 + 6 =) 21 der Wasserrahmenrichtlinie solch akute, letztlich chronische Einleitung ohne Plan geblieben ist, verschliesst sich den Betrachtern.

Weiter ging`s, ins Ländliche – Thema Baum, Thema standorttypische Biodiversität, Thema Klima … Diese Alt-Erlen können zu allen genannten Punkten ihr Beispiel setzen.

Wir sahen biogene Turbulenzen in der Ferne.

Da ist er, der bewegte Kies, erkennbar an der hellen Farbe.

Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, hier haben – in Zusammenarbeit mit dem Abfluss – Forellen Unterwasser-landschaftsgestaltend gewirkt, lassen die Rausche stärker rauschen..

Und wie sich das gehört, wiederholen sich solche Strukturen im naturnah( gemacht)en Bach.

Und – kein Wunder – den über so viele Jahrzehnte zu kurz gekommenen Kieslaichern gefällt`s.

Angesichts so vieler Turbulenzen muss mensch dann auch zur Ruhe kommen. Mein Hang zu Schwarzbier ist bekannt – ich lasse mich aber auch von der Qualität eines Kellerbiers gleicher Herkunft überzeugen.

Schweinefleisch, scharf, ist angesichts des Wetters eine angebrachte Möglichkeit, den Mittag zu geniessen.

Für Suchende: die Lokalität befindet sich in Bönningstedt, unmittelbar an der B4.

Nicht mehr weit bis zum neuen Jahr – Alles Gute!

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Meine Radeltouren werden, testend, Richtung Normalmaß ausgedehnt. Es ging an die Elbe, Fährmannssand, von dort weiter.

Blick vom Elbdeich Richtung Niedersachsen, Marsch vor Stader Geest – zeitlich genau Tidehochwasser erwischt (plus 10 cm über normal) bei nahezu Windstille.

Weiter Richtung Hetlingen – Grabenunterhaltung auf nassen Böden, Spuren hinterlassen. Ich matsche mich links im Grünen am Lkw vorbei.

Nahe der NABU-Vogelstation gesellen sich anfliegende Nonnengänse einer äsenden Gruppe zu. Schafe beweiden einen alten Binnenelbedeich.

Nasse Böden – so eine Rinderdichte (irgendwie sehen die Tiere „sauig“ aus) erscheint unangebracht.

Ich stehe auf dem Elbe-Hauptdeich am Alten Heuhafen Wedel. Eine einsame Nonnengans wandert herum. – Warum denke ich an Vogelgrippe? Völlig verbildet?

Vor dem alten Elbdeich, am Rand Hetlingens, sind Wiesen nass bis überstaut, wie anderswo. Graugänse nutzen die Situation.

Wir sind inzwischen in Holm, auf der Geest – nebendran folgt ein kleiner Bach dem Gefälle am Holmer Berg.

Nasse Böden, befahren – Gewässerunterhaltung hinterlässt vielerorts Straßen in Grenzsituationen.

Platten ausgelegt zum Bodenschutz während der Gewässerunterhaltung? Das wäre wohl ein zu kostenträchtiger Aufwand – Bodenschutz wäre durch Befahren der Unterhaltungsstrecke bei günstigeren Wetterbedingungen sichergestellt? Oder steckt anderes dahinter?

Da stehen pinke Pfähle entlang des freigemähten Bachs.

Spätere Touren werden Aufklärung bringen – steht hier eine größere Aktion Restaurieren, Richtung „Renaturieren“, was immer das ist, an?

Am Ende des ersten 6-jährigen Verlängerungszeitraums zum Zielerreichen der Wasserrahmenrichtlinie („der gute ökologische Zustand ist das Ziel“), vor Start des 2. wird ja wohl keine Verrohrung geplant sein?

In Dänemark ist man – nach Jahren ökologischer Wirren im Regierungssitz Kopenhagen – wieder auf dem richtigen Weg. Dort wurde gerade ein Programm für Kommunen gestartet, das die vernachlässigten Themen Bäume am Bach und Entrohrungen / Freilegen von Bächen – auf Hunderten von Kilometern – voranbringen soll.

Wir dürfen gespannt sein, ob und wie in den bevorstehenden 6 Jahren Verlängerung Nichterreichtes in den 15 + 6 vorweg abgelaufenen Jahren nachgeholt wird und Ausstehendes erledigt werden wird. – Werden, unter anderem praxisferne bürokratische, Hemmnisse (als solche überhaupt erkannt und) hinreichend beseitigt, um die Ziele zu ermöglichen?

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Im Beitrag vom 27. November zeigte ich ein paar frisch unter Wasser gelegte Kiesflächen auf vorher unbelebtem, bewegtem Sandgrund der Osterau. Inzwischen wurden ein paar weitere Arbeiten auf ähnlichen Flächen durchgeführt.

Wir wollten ansehen und wieder einmal mit den Örtlichen fachsimpeln, wie sich das nun optisch und für die Bachbewohner darstellt.

Los ging`s bei schickem Wintermorgenwetter.

Gute Turbulenz auf Lenkbuhne – der starke Erosionsdruck ist aus der Kurve heraus in die Fläche genommen, s. Baumspiegelung ufernah.

Alle „alt“ (vor gut 2 Wochen) bekiesten Flächen sind, nur für das geschulte Auge erkennbar (nicht auf dem vorstehende Foto sichtbar), bereits von Forellen belaicht.

Ein wenig vom neuen Material liegt anderswo noch auf der Böschung, bereit für den Unterwassereinbau.

Meine beiden Begleiter beurteilen die Situation fachmännisch.

Eine kleine Lenkkiesmenge ufernah wartet auf Anpassung.

Nicht lange, schnell erledigt.

Wir empfinden es am Besten, wenn für Vorübergehende gar keine Änderung erkennbar ist.

Zwei weitere Kiespunkte, die Uferschutz und Lebensraumverbesserung gleichermaßen gewährleisten.

In einer intensiv genutzten Landschaft, in der ausserdem – wie „überall“ – in der Vergangenheit ungünstigerweise Wege in unmittelbarer Nähe zum Gewässer angelegt sind, sind nach Baumverlust der einen tolerierten Baumreihe zum Wasser absehbar fortschreitende Schäden vorprogrammiert.

Da die Wege in der Regel nicht rückgebaut werden (planerisch sind in Realität eher intensivere und härtere Nutzungen vorprogrammiert), ist die Anforderung, das Gewässer zu beleben, mit dem erforderlich und gesteigert entstehenden Bedarf an Uferschutz koppelbar.

Wir kommen wieder.

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Aus grauem Himmel schneit es feucht, hier im Süden Schleswig-Holsteins – wie vorhergesagt.

Kleinklima – die Rasenflächen sind kühler, der Schnee bleibt liegen. Wege und das Umfeld von Bäumen und Büschen sind (noch) frei.

Ich gehe ein paar Tage zurück, da hatten wir erstmals und (nur) einmalig aufgrund Wind und Wetter einen Tidehochwasserstand (Flut-Scheitel), der immerhin 2 m über Normal erreichte.

Blick vom Sperrwerk Wedeler Au – aussendeichs erinnern Treibsel an den höheren Flutwasserstand.

Blick Richtung Elbe, vorn Treibselhorizont am Deich.

Treibselhorizont – die 2 m liegen „weit unten“, Zeichen für die erforderliche Deichhöhe, um Sicherheit für „Mensch und Maus“ hinter dem Deich zu bieten.

Dass sich angesichts säkularen Meeresspiegelanstiegs und Klimawandels in Deutschland noch immer niemand ernsthaft  (öffentlich) mit dem Thema „Rückdeichen“ befasst, ist und bleibt erstaunlich. – Der Mensch scheint als meisterliches Wesen im Verdrängen seiner Zukunft entgegen zu streben. – Heiseres Gekläff, ich gucke mich um.

Mückenschwarm über der Binnenelbe – aufgescheuchte Nonnengänse.

Immer wieder faszinierend – wohl mehr für den Betrachter als für die Vögel, die ja rastend (und ruhend) über die kalte Jahreszeit kommen wollen.

Und schon ruhen sie wieder, bzw. äsen munter drauflos, die abgeflogenen Kalorien ausgleichend, davor ein Graureiher, aufmerksam, an der Grenze zur Fluchtdistanz.

Offenbar gibt es unter Tausenden Nonnengänsen auch Individualisten – äsende 4er-Gruppe, mindestens eine passt auf.

Die Anziehungskraft der Gruppe scheint groß, etliche Gänse gesellen sich dazu.

Zufliegend, einreihend, langsam in Front voranäsend, so entwickelt sich die hier im Blog bereits oft beschriebene „dichte Packung“.

Weiter geht`s. – Bevor sie dann doch mal weg sind … – Panorama der Pappeln Fährmannssand, Langer Damm, mit sturmverursachter 3er-Lücke.

(Schön) Kalt sieht`s aus. – Da kündigte sich das jetzige Wetter an.

Mal sehen, wie`s weitergeht, in der Vorhersage tags / nachts immer irgendwas über oder um Null Grad. Der Wetterbericht gibt sich so gar keine Mühe, das Novembergrau im Dezember zu verhindern – soll ziemlich bis Weihnachten mit nur wenig Sonne so bleiben. (Nicht verlockend, für meinen Fahrrad-Neustart. Dann bleibe ich halt erstmal, teils per Auto anfahrender, Fußgänger.)

Aber so weit kann der Wetterbericht bekanntlich nicht voraussagen. Wir nehmen`s wie`s kommt.

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Im Beitrag vom 16. Oktober berichtete ich von zwei Strecken der Osterau, die nach Kies riefen. Inzwischen wurden die vorhandenen Kiese am Osterauwanderweg, Wildpark Eekholt, ufernah aufgestockt. Abfluss und Gewässerorganismen können darauf einwirken. Das Ergebnis wird im Frühjahr 2022 zeigen, ob noch mit Menschenhand weiter profiliert werden soll.

Auch an der Osterau Bad Bramstedt hat sich inzwischen etwas getan. Für drei größere Laichbetten wurde, gerade rechtzeitig zur Forellenlaichzeit, ufernah Kies abgeladen, dann mit Bagger in Osterauufer und -sohle eingebracht.

Streckenweise sieht die Osterauaue Bad Bramstedt fast wie „unberührte“ Natur aus – jedenfalls, was oberflächlich titulierender Mensch dafür hält.

Standorttypischer Auwald erhält die erforderlichen Lebensbedingungen standorttypischer „kalt-stenothermer“ = an Sommerkühle angepasster Organismen, stützt unter anderem die Quelltemperatur und mindert die Sommermaximaltemperatur.

Was aussen allerdings durchaus als „Hui!!“ charakterisiert werden kann, ist durch Überbreite und bewegten Sand in der Sohle, strukturlos!, innen eine Wüste („Pfui!“).

Wie hier aus Praxisbeispielen hinreichend bekannt ist, kann solch armer Situation leicht abgeholfen werden – noch dazu, wenn ein befahrbarer Weg nebendran liegt.

Gut geschüttet, gut Bagger-profiliert – Uferschutz und standorttypische Sohlstruktur des Bachs auf Moräne (der Großteil des Kies liegt, nur kenntlich an der Turbulenz, unsichtbar auf dem Grund).

Wie üblich bei erosiver Aussenkurve wurde der Unterwasserkies leicht schräg bachauf gegen die Strömung gelegt („Lenkbuhne„). So hält sich die im Abfliessen geschaffene Turbulenz eher Richtung Mitte, entlastet das Ufer (erkennbar an der Baum-Spiegelung).

Wo denn die Überbreite allzu krass wird, ist der Kies flächig zu sehen. Lebendig stellt sich die vorher hier schlapp und öde fliessende Osterau nun dar.

Das dritte Laichbett wurde zur Entlastung, Diversifizierung einer extrem schiessenden Stelle eingebracht. Entsprechend der besonderen Situation ist die eingesetzt Menge nicht halbwegs erahnbar.

Das alles läuft wie üblich als Experiment, das alle Beteiligten interessiert verfolgen werden.

Leichte Ergänzungen sind bereits verabredet. – Wir sind gespannt auf die Reaktion der Forellen und, nachfolgend, der Neunaugen. Dass es hier demnächst von Wirbellosen auf den neuen Oberflächen sowie im Porenlückenraum nur so wimmeln wird, ist über die Jahre ins Allgemeinwissen übergegangen.   🙂

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Anfang November, schon eine ganze Weile her, waren wir zuletzt dort. In den vergangenen Tagen „glänzte“ der November durch sein oft zitiertes Schmuddelwetter, grau im Grau (für manche „das Grauen“).

Heute hat uns nun die vorausgesagte Kaltfront von Norden erreicht – zumindest in der Höhe ist das erahnbar, herrlich!

Wohin also? Na klar, an Schleswig-Holsteins Südküste, an die Elbe, Grenzgebiet zu Hamburg.

Tief steht die Sonne, eine Stunde vor Mittag, über Niedersachsen. Ein Polizeiboot hat die Spiegelung auf der Elbe gequert.

Auf dem Süßwasserwattstreifen, Nordufer der Elbinsel Neßsand, rasten etliche Gänse, im Windschatten. Ablaufend Wasser und schräg gegenstehender Westwind rauen die Elbe auf.

Wir sind eine Treppe runter, gehen nun südostwärts unten vor dem Elbhang. Rechter Hand ist das Grün bereits mehrreihig von Hochfluttreibsel bedeckt. – So „richtige“ Sturmflut war das noch nicht.

Ein Gutteil des beeindruckenden Brombeerdschungels am Hang (dreidimensionale Verstecke für Lebewesen, nach massenhaftem Blühen massenhaft Futter durch Früchte, im Winter: Vitamin C-reiches Blattwerk) wurde abgeschrubbt.

Wir nehmen an, dass dieses „Freigemachte“ möglicherweise die Trasse für den Absturzhöhenweg-Ersatz wird. Für Millionen frei aufgeständert, man gönnt sich ja sonst nichts – mal sehen, wie das in den nächsten Jahren zum Umgang mit den abzuzahlenden Corona-Milliardenkrediten passt.

Das Kleinklima hier am Südhang, Hangfuß, begrenzt durch die Tideelbe, das hat was! Später, bunter Herbsteindruck.

Wir erreichen den Leuchtturm Wittenbergen, unseren Wendepunkt.

Nach kurzer Zeit erreichen wir „unsere“ Treppe, klettern den Hang wieder hoch.

Oben angekommen – was für ein Anblick, nordwärts! Hinter dem Oberfeuer Rissen bedeckt eine dunkelgraue Regenwolke den Himmel.

Im Süden, bis weit über Niedersachsen, bedeckt eine andere Wolke gerade die Sonne.

Der Südzipfel unserer Nordwolke meint es gnädig mit uns. Leichtes Nieseln (wir lassen das Regenzeug ungenutzt) begleitet uns zum nahen Auto.

Da jammere mal jemand über den November …

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Ja, es geht voran. Erstes Testen zeigte, E-Mobil-Fahren kann ich wieder.

So guckte ich auf die Radroutenkarte des Regionalpark Wedeler Au, wo das eigentlich war, als ich, beschrieben am 21. September, „Tanzende Bäume“ im Klövensteen fand. [Radeln ist wohl erst wieder ab Dezember ratsam, „rechtes Schlüsselbein“.]

Das war der Rand zum Hogenmoor. – Also hin, geeigneten Parkplatz finden.

Ich steuerte Waldenau-Datum, Pinneberg, an. Die Adresse „Moorweg“ las sich schon ganz zielführend.

Da die L 103 den Ort vom Moor trennt, bietet sich hier eine Fußgängerbrücke. „Brückenschäden“, na ja, was ich vor 2 Jahrzehnten durch Kontakte in entsprechende Kreise wusste und nicht berichten durfte, ist inzwischen öffentlich. Mehr als 3.000 Brücken wurden durch jahrzehntelanges Verschlunzen in nicht mehr akzeptable Schäden „entwickelt“. Die zunehmende Zahl an Baustellen, Sperrungen, Umleitungen zeigt bei Prioritätsfällen, wie weit wir damit inzwischen sind … Hoffentlich stürzt da nicht zwischendrin was ein, womöglich mit Schaden an Menschen! – Diese Fußgängerbrücke hat bei sachgemäßer Nutzung sicherlich noch ein Bisschen Zeit.

Die L 103, eins dieser typischen Beispiele Stadt und Umland, zweimal täglich dichtes Rasen (oder / und Stehen!) in der rush hour. Ansonsten „nur Rasen“ (stehen auch durchaus Tempobegrenzungsschilder rum).

Im Abgang, ein Angelteich.

Hier lernt man Natur: Erlen besiedeln ihren bevorzugten Raum, das Feuchte.

Angelteich, menschlich: Sitzecke mit lärmender L 103 im Nacken.

Ich biege ab vom Moorweg, bevorzuge bunten Mischwald ringsum.

Scharfes Tiefhalten von Entwässerungsgräben zeigt im Anschnitt entwässerten, geschrumpften Moorboden.

Nicht weit davon ist erkennbar, dass das Moor „weggearbeitet“ ist. Lehmige Moräne ist darunter angeschnitten, ein faustgroßer Stein hat sich herausgelöst.

Ein T – ich entscheide mich „links rum“, es wird eine Runde (mit Zacken) gegen den Uhrzeigersinn.

Mittendrin, ein Waldspielplatz. – Na ja, eigentlich einer, wie er auch mitten in einem städtischen Baugebiet stehen könnte.

Die Waldpartien wechseln stark. Hier eine aufgelichtete Nadelwaldpartie, deren Boden bereits von Laub bedeckt wird.

Hier Nadelwald in früherem Umwandlungsstadium – nach Auflichten übernehmen Kräuter und Büsche, später vermehrt Laubbäume den Boden.

Waldweg-Inflation – wie soll ich mich entscheiden?!

Da ich mit dem Stichwort Hogenmoor gestartet war, entschied ich mich für den hellen Weg geradeaus, entlang der Waldkante. „Hogenmoor“, gefunden.

„Benjeshecke“ – Na ja, entlang unterschiedlich alter Partien ist nicht ein Busch, nicht ein Baum durchgewachsen.

Die dichte Packung Holzreste dient wohl eher als Sperrwall gegen das allzu freizügige, störende Betreten dieser Waldpartie.

Illustre Nadelbaumwurzelstöcke am Wegesrand.

Bunter Laubmischwald, Schwerpunkt Buche.

Und nochmals finde ich mein Stichwort, mit Wappen.

Den professionell hergestellten Holztransportweg meide ich, quere ihn.

… tauche wieder in Mischwald ein.

Richtung Moorwiesen.

Entlang Buchenwald, Birkenallee mit Reitweg, Moorwiesen gehe ich nach Norden.

Da, ein zotteliges Un- / Urtier? Wollhaarnashorn, Bison, „nur“ ein Kaltblut?

Das bedeckte Tier begleitet mich, sieht doch sehr nach Pferd aus.

Solch Lockenschweif und -mähne habe ich lange nicht gesehen!

Auf den Rest – Rückweg durch bunten Mischwald gen Moorweg, Auto.

Dichte Naturverjüngung Nadelwald, dahinter Laubwaldentstehen.

Wieder `n T – wieder links rum.

Gefunden, die bekannte Startbrücke.

Da isses ja, das E-Mobil!

Pünktlich komme ich zu Hause an – die Testfahrt (inkl. Wandern) hat mir gefallen.

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