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Archive for the ‘Reisen’ Category

Der Beitrag vom 14. März gab bereits einen kleinen Teileindruck.

Mitte März, die Regensturmtiefs liegen hinter uns – auf geht es ans Ufer der Elbe, Überqueren der Landesgrenze dort ist angesagt.

Beim sich zunehmend neigenden Erl-(in Wahrheit Kopfweiden-)König in der Marsch herrscht frühlingshaftes Weiss.

Quer durch Wedel / Schulau ging`s Richtung Kohlekraftwerk – dort die lange Treppe mit Fahrradschräge runter, ein Albtraum der Elberadwegradler mit teils schwerem Gepäck.

Treibsel als Sturmflutreste in verschiedenen Horizonten begleitet bzw. bedeckt den Wander- / Radweg unterm Elbhang noch.

Von See läuft der Containerfrachter APL Mexico City ein, mit 328 m Länge 2014 gebaut recht klein und fast schon alt.

Und wieder ist einer der letzten Großbäume auf Hamburger Gebiet abgesägt …

Es scheint wie eine Persiflage auf den Hamburger Spruch der 1970er „Tragt die Alpen ab, wir wollen das Mittelmeer sehen!“.

Traurige Konsequenz menschlichen Größenwahns – alle Bäume am Hang absägen, Höhenweg an Eiszeithang anlegen. Konsequenz: der bewegliche Hang zeigt Grenzen auf.

Der Weg ist seit Langem gesperrt, Reparatur scheint völliger Unfug – aber dem menschlichen Geist sind ja keine Grenzen gesetzt. Ein frei stehender Weg hoch vor dem Elbhang ist als Alternative kalkuliert worden. Warten wir ab, was in Zeiten sich verschiebender Finanzierungsprioritäten hier das Ergebnis sein wird.

Die Mexico City zieht vorbei – fast leer!

Am Anleger Wittenbergen, Blick auf den sonnenbeschienenen Leuchtturm – hinter der roten Tonne fährt, entleert, der Saug-/Klappbagger „Amazone“ Richtung Hafen Hamburg.

Über mehr Baggerbegegnungen wird demnächst hier im Blog zu lesen sein.

An Blankenese vorbei zieht die Mexico City.

Während hier in Wittenbergen Parkplatz, Wanderweg und Strand für einen Sonnabend um 11.30 Uhr fast leer sind, läuft der Elbstrand von Blankenese her zunehmend voll.

Da trete ich die Rückfahrt an, Treffen beim Griechen ist angesagt.

Wenn ich zur Stint-Saison (aus traurigem Anlass: Ökosystem Tide-Elbe kaputt) schon keinen Stint bekomme, tröste ich mich mit Sardinen (Wirtschaftsname, laut Speisekarte üblich – real: Sardellen). Sehr lecker!

Für Hamburg und Umgebung, generell für unsere Bundesrepublik wünsche ich mir mehr Akzeptanz der MINT-Erkenntnisse. Wozu sonst macht es irgendwelchen Sinn, auf unsere Defizite und notwendiges Lernen in diesen Fachlichkeiten an Schulen, Universitäten und anderen Bildungsstätten zu werben?

Die Natur (z.Z. „Corona“) stellt uns unregelmäßig auf eine harte Probe. Wir sind Teil des Geschehens, sollten „Natur“ endlich im Tagesablauf als unseren Rahmen begreifen.

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Wie am 13. März erwähnt, ging ich nach dem Bekiesen der wehrnahen Kurve („Kies 2“) bachauf, um evt. bei stärkerem Wehrabfluss freifallende Lenker an den 5 Positionen des StartKieses („Kies 1“) tiefer zu legen. Nach Möglichkeit soll die Unterwasserlenkfunktion dauerhaft wirken.

Blick bachauf von der Wanderwegbrücke. Das Wasser zieht fallend ab.

Dasselbe vom Standort des obersten Lenkers, Blick bachab.

Der Unterwasserkies wird sichtbar …

… und fällt frei.

Alle 5 Unterwasserkiese werden ca. 10 cm tiefer geharkt.

Fertig. – Bachab sieht das so aus.

Blick bachauf zurück, von der Brücke aus – sieht fast aus wie das Startfoto dieses Beitrags. Allerdings ist der Wasserstand gefallen, die Kiese liegen gut darunter.

Die Strömung, turbulent, verläuft zur Bachmitte gelenkt. So soll es hier sein.

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Am Ende des Berichts vom 10. März „Restaurierungsstart 2020“ wird erkennbar, dass durch eine unbürokratische Entscheidung über sinnvolle Verbesserungen „hier und jetzt“ eine weitere Kurve der Krückau mit Lenkbuhnen versehen werden kann. Gestern war es so weit.

Der Wetterbericht versprach Abwechslung während eines Sturmtiefs mit starken Böen, Regen, Graupel, aber auch Sonne – so erlebten wir das auch, mit Sonne im Herzen und ein Bisschen Glück ist das alles nicht so wild.

Bevor ich allerdings meine Watstiefel anziehe, warte ich im Auto das Ende des meinen Anreiseschluss bestimmenden Sturmregenschauers ab. – So, es kann losgehen.

Der Wehrkolk bachab vom Rantzauer See zeigt ordentlich Bewegung.

Das Umfeld der Brücke bachab ist einer der nächsten potentiellen Aktionsorte für lebensraumverbessernde Maßnahmen an der Krückau.

Was für ein schöner, sonniger Anblick! Der Kies ist da, die Bauhofmitarbeiter sind startklar.

Guter Kies, gutes Personal, gutes Gerät – was wollen wir mehr?!?

Blick bachauf Richtung der kürzlich jenseits der Brücke bekiesten Strecke.

Blick bachab über die vorgesehenen Kiespositionen.

Punkt 1, vorher.

Erste Schaufel, so geht es weiter und weiter …

Blick von Punkt 4 Richtung Punkt 1 – ein Regenschauer startet.

Angesichts der Entfernung zwischen Punkt 1 und dem Endpunkt haben wir angesichts des Kurvenverlaufs spontan entschieden, nicht die 3 vereinbarten Stellen, sondern 4 zu bekiesen.

Schnell schwindet der Kiesberg – es regnet.

Die letzte Schaufel wird gefüllt.

Per Hand werden die 4 Punkte im Unterwasserbereich gestaltet.

Das Wehr wird geöffnet, um zu sehen, wie der Unterwasserkies liegt, ob er „auftaucht“. Ich gehe bachauf, um die 5 ersten Stellen querab Wellenbad Barmstedt darauf anzusehen und die Unterwasserkiese etwa 10 cm tiefer zu schieben (vgl. Ende Beitrag vom 10. März). Darüber gebe ich demnächst einen kleinen Eindruck.

Auf dem Weg und zurück passiere ich die Zulaufstelle zum Rantzauer See. Vorn liegt im Lee der Büsche die Krückau, auf dem See überschlagen sich teils die Sturmwellen.

Fertig, auf dem Weg zum Auto. Die „neue Kurve“, vgl. vor-Start-Foto IMG_1293, sieht hervorragend aus.

Die Tour endet, wie sie begann.

Vor dem Anlassen: Feingraupel und Regen decken das Auto ein. Der Wechsel von Watstiefel auf Schuhe fand noch bei Sonnenschein statt.   🙂

 

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Am 24. Januar berichtete ich über interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer auf meinem Vortrag im Humburg-Haus, Barmstedt. Auch dem Wasserverband liegt sehr an Lebensraumverbesserungen im Krückau-Einzugsgebiet. – Am 25. Februar „Krückau, voll …“ sah es angesichts der drei aufeinander folgenden mittleren Hochwässer und quitschnasser Böden noch nicht so aus, als wäre ein Restaurierungsstart absehbar. Derweil jagt die Natur in ihrer Vorfrühlingsentwicklung angesichts Temperaturen durchweg gut über Null so voraus, dass mancherorts Aktionen schon fast in die Rubrik „später“ verschoben werden müssen.

Aber überall gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel in Bereichen, die von befahrbaren Wegen begleitet sind – so entlang des Rantzauer Sees. An dieser Stelle danke ich der Wasserwirtschaft und dem Naturschutz des Landkreises Pinneberg, dass erstes Bekiesen unbürokratisch ermöglicht wurde. Dank gilt nicht zuletzt der Stadt Barmstedt und ihrem Bauhof, der den Kieseinbau übernimmt. So können wir im Lauf des Jahres Erfahrungen sammeln und, bei Gefallen, ein größeres Projekt vorbereiten.

Ein Sattelzug Kies (25 t) sollte querab vom Wellenbad Barmstedt an 5 Stellen bachauf einer die Krückau querenden Brücke des Wanderwegs eingebaut werden. Ein kleiner Anteil war für die Krückau an der Südostecke des Rantzauer Sees vorgesehen. Hier sollte eine alte, mit Holzstack gefasste Steinbuhne im Anstrom mit Kies ergänzt werden.

Der Rantzauer See und sein Umfeld mit Mühle, Fischpass, Museum und mehr ist beliebtes Ausflugsziel für Alt und Jung.

Vom Wehr gehe ich die Krückau bachauf – die Kurve mit der alten Steinbuhne. – Ich seh` nix.

Da sehe ich doch … – eine Fahrspur. Mal über die Kante gucken.

Ja, da ist was. Kies in Spuren sichtbar. Über diese Stelle denken wir weiter nach.

Die Brücke, wo oberhalb 5 Punkte Kies verabredet sind. Baustellenschild und Radlader in Bewegung machen mich neugierig.

Vorab war diese Kurve frei geschnitten worden, damit wir die Vegetation nicht durch die Arbeiten (zer)stören. Stauden und Büsche werden, so wie sie derzeit durchstarten, nach Kieseinbau alles gut überwachsen.

Von der Brücke her sehe ich gute Vorarbeit an den 5 Punkten.

Der Radlader wird jeweils mit Anweisung in Position gebracht, der Kies platziert.

Per Hand (Rechen und / oder Schaufel) werden die Unterwasserlenker geformt.

Schnell geht mit qualifiziertem Personal und Gerät die Arbeit von der Hand. Die letzte Kiesladung wird geschüttet.

Der meiste „Überwasser-Kies“ an allen 5 Punkten wird zu Unterwasserlenker geformt.

In der vom Mühlenwehr eingestauten Krückau herrscht der Wind – Wellen gegen den Strom. – Aaaber, s. gelb markierten Bereich, die Lenker erzeugen ein eigenes Strömungs“klima“ bachab, selbst im Einstau ist Mikroturbulenz erkennbar.

Fertig – der Weg ist geglättet, der Bauhof rückt ab. – Ganz herzlichen Dank für gute Arbeit!

Noch ein Blick von der Brücke in die Kurve … – Da wird mehr Turbulenz sichtbar.

Angesichts bevorstehenden Regens am Folgetag, aber auch aus Neugier, wie Änderungen wirken, hat der „Meister des Wehrs“ den Wasserstand etwas zu senken begonnen. (Was jetzt geschieht, kann man sich auch als Situation stärkeren Abflusses vorstellen, mit dem gleich sichtbaren Luftraum dann mit höherem Wasserabfluss gefüllt – im Hochwasserfall bis zur Uferkante [hoffentlich nicht mehr].)

Die Unterwasserlenker fallen frei, es lenkt nun der gesamte Buhnenkörper – turbulente, flotte Strömung. Die Krückau ist halt ein Fliessgewässer und kann es bei richtigen Voraussetzungen auch zeigen.

Deutlich sichtbar ist die erzeugte Lenkwirkung, die Aussenkurve ist von ExtremErosionsDruck entlastet. – Bei soviel Dynamik ertappt man sich leicht, die Zeit zu vergessen …

Ich geh` mal lieber.

Die Kurve mit der alten Steinbuhne ist in Sicht.

Die Stackfassung ist sichtbar geworden. – So sehe ich weder „alte Steine“ noch neuen Kies.

Das kann verbessert werden.

Weiter Richtung Wehr befindet sich eine extreme HundeErosion in der Uferkante – auch hier Verbesserungsbedarf.

Den am Kies-Experiment Beteiligten schlage ich 3 Einbringpunkte für weiteren Kies vor, zeitnah zu erledigen (aufwärts: HundeErosion, Zwischenbereich, alte Steinbuhne).

Wasserbehörde und Naturschutz des Kreises Pinneberg sehen die Angelegenheit ebenso und geben unbürokratisch Grünes Licht. Die Krückau und ihre Bewohner danken! – Der nächste Bericht wird folgen.

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Im vorigen Beitrag ist von WindErosionSchutz in der Beschreibung eines Fotos berichtet. Der hält inzwischen den oberen Sandstrand ganz gut davon ab, sich windgetrieben über die Westmole ins Hafenbecken zu bewegen. Je nach Situation kann dabei gelegentlich so etwas wie zwischenzeitige Dünenbildung (in klein) beobachtet werden (die räumt dann der Bauhof ab).

In Sturmflutzeiten sind andere Erscheinungen zu beobachten, LandArt.

Ist das nun LandArt oder die Anregung zu einem neuen Tapetenmuster / Fliesenmuster?

Etwas mehr in die Totale.

Himmelblau beim Blick nach oben, Richtung Hamburg.

Gut Wind bestimmt die Charakteristik der Wasser- und Feinstaubschwaden aus dem Kohlekraftwerk Wedel. Die kriegt in dieser Situation nicht Wedel, sondern der Hamburger Elbhang ab.

Da gucke ich lieber nach unten – ein Bisschen schräg.

Im Abradeln ist am Deich noch die SturmflutSpielfeldmarkierung des Sportplatzes zu bewundern – geeignet für Wasserball zu gegebener Zeit.

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Vom Sperrwerk Wedeler Au aus, vgl. voriger Beitrag, bin ich auf der Westmole des Schulauer Hafens, Wedel, angekommen.

Blick nach Nordwest, seewärts – vorn rechts im Bild obere Sandpartie mit WindErosionSchutz, dahinter rechts: kein Sand.

Der Sandstrand, Wasser- und Uferpartie zwischen Flut und Ebbe – kein Sand, dafür Freigespültes in diverser Ausführung.

Vor dem Schulauer Fährhaus, Willkommhöft, kommt ein Großcontainerschiff in Sicht, auf dem Weg Richtung Nordsee.

Wie sich später auf marinetraffic.com zeigt, ist es die Cosco Shipping Libra, ca. 400 m lang – also eins der größeren Schiffe, die hier inzwischen ein und aus fahren und die – zusammen mit der Folgegeneration ca. 420 m langer Containerriesen – Ursache der derzeitigen Aktivitäten in Sachen Baggerei und zugehörigem Finanzierungsbedarf sind.

Mit ablaufend Wasser zeigt sich nur eine kleine Bugwelle, vom gegenstehenden Wind angebrist.

Da der Frachter einen Großteil des Fahrwasserquerschnitts, nicht zuletzt in die Tiefe, in Anspruch nimmt, bewegt sich was auch weit entfernt vom Schiff, s. Hafeneinfahrt.

„Schwall und Sunk“ – oder wie immer das Phänomen genannt wird, können nicht ernst genug genommen werden im Umfeld einer Seeschifffahrtsstraße. Im Umzugsjahr nach Wedel habe ich das anhand der Vorbeifahrt kleiner Containerfrachter gezeigt. – Rings um das Schiff ist scheinbar Ruhe.

Das Schiff ist vorbei – an der Hafeneinfahrt ist weiter „action“.

Im Folgenden zeige ich zunächst die Hafen-, dann die Süßwasserwatt- / Sandstrand-Fotos. (Leider habe ich die höchsten Turbulenzen und Wellen an der Hafeneinfahrt zu Fotografieren verpasst, stand wohl ein paar Sekunden mit offenem Mund tatenlos herum.)

Eine dichte Abfolge sich auftürmender Wellen läuft in den Schulauer Hafen ein, vorn zeigt sich bereits ein scharfer, turbulenter Gegenstrom nach draussen.

So geht es weiter.

So pittoresk, schön besonnt, wie es aussieht, so ultragefährlich ist das Ganze.

An der Hafeneinfahrt mahlt der Strom weiter.

Wild wühlt die unmittelbar vor mir auswärts laufende Strömung.

Das Schiff ist schon weit Richtung Lühemündung vorangekommen.

Da höre ich es hinter mir rauschen – die Wellen hatten das Hafenende erreicht, laufen jetzt zurück.

Mit rücklaufenden Wellen und dem turbulenten Schlickstrom ist die Hafeneinfahrt weiter beschäftigt.

Wir springen zeitlich etwas zurück, gucken das Geschehen auf dem Watt / am Sandstrand an.

Da tut sich was, bevor und während das Schiff vorbeifährt.

Nach Sog und Wellenaufbau laufen die Schlickwellen schräg gegen den Wind auf die Wattfläche.

Später dreht die Wellenfront und läuft breit Richtung Westmole des Schulauer Hafens.

Auch hier entwickelt sich entlang des Ufers, Elbe-wärts, ein scharfer, schlickiger Strom.

Man kann sich angesichts des steilen Ufergefälles vorstellen, wie mit jeder Schiffspassage Feinmaterial und Strandsand weggespült werden.

Überraschend IM Hafen, auf der Elbe-seitigen Spundwand, die oberhalb Thw liegt, ist die dicke Schlickauflagerung.

Wie kommen solche Schlickmengen in solche Höhenlage?

Oder hat die „Akke“ oder ein vergleichbares Schiff hier bei hohen Tidewasserständen ihre Spülarbeiten ausgeführt?

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Nach Vorträgen in Barmstedt und Kölln-Reisiek sind viele Menschen an Lebensraumverbesserung in der Krückau und ihren Nebenbächen interessiert. Das soll dieses Jahr an diversen Stellen losgehen, einiges ist bereits mit den zu Beteiligenden abgestimmt.

Bis dahin warten wir auf Befahrbarkeit des Umfelds. Immerhin haben wir im Lauf der vergangenen 5 Wochen Dank des Regens in Sturmperiode(n) dreimal die statistische Größe „mittleres Hochwasser“ erreicht. Die online-Pegel an z.B. Pinnau, Mühlenau und Krückau legen Zeugnis davon ab (an den Pegeldaten ist für mich neben dem aktuellen Ablauf auch die untere Abbildung, so vorhanden, mit dem Verlauf über das Jahr interessant).

Wir sehen also zur Zeit nichts Ungewöhnliches, eigentlich. Nach den vergangenen beiden Sommern und Wintern allerdings ist die Optik für uns Entwöhnte etwas gewöhnungsbedürftig.

Mit Macht schiesst das Krückauwasser hier in den Wehrkolk am Rantzauer See, Barmstedt.

Wow, welche Farbe! Fast ist man an irischen Whiskey (oder auch Whisky von anderswo) erinnert.

Da es weder nach Alkohol riecht noch nach Gülle (ein Glück, möge es so bleiben – es erspart uns im Wehrkolk neben dem Gestank gigantische Schaumberge und vor allem massenhaft tote Fische) ist es schlicht die Herkunft aus moorigen Gebieten, die zur Zeit diese Farbe hervorruft.

Zu gegebener Zeit wird von den Restaurierungen zu berichten sein.

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Wenn denn der Regen so fällt, dass wir so gar nicht mehr radeln mögen …

Treue Leserinnen und Leser des Blogs wissen es – da geht es z.B. in den Klövensteen, wandern nach Pkw-Anfahrt.

Diesmal besuchen wir nicht das Wildgehege, starten auch von dort nicht unsere Wanderung.

Wir starten am Kinder-Hospiz Sternenbrücke, gucken bachab in die Wedeler Au – gut voll.

Wedeler Au, Blick bachab Stiftung Zufahrt zum Hanna Reemtsma Haus.

Dieser Mäander ist aus früheren Beiträgen mit wechselnden Wasserständen bekannt.

Die vom Bezirksamt Altona, Wasserwirtschaft, angelegten Überschwemmungsbereiche sind gut gefüllt. Den Weg haben wir auch schon überstaut gesehen. – Also: Keine Panik beim jetzigen Regen!

Wir erreichen den Großen Teich, Rüdigerau – randvoll.

Während ich am 9. Januar d.J. noch von fehlendem Wasser berichtete und das Nordmagazin noch am 8. Februar informierte „Wasserspeicher in Boden und Seen noch lange nicht gefüllt“, normalisiert sich offenbar die Situation so langsam.

Die Rüdigerau läuft aus dem Großen Teich auch stark ab.

Die Umsetzungsprozesse des Herbstlaubs lassen an Abstürzen Schauminseln entstehen.

Moose freuen sich, im Hintergrund leuchtet eine Trauerweide frühlingsgelb.

Der Regen verhindert heute spektakuäre Spiegelungen.

Der Flachwasserbereich des Teichs ist wieder für Karpfenartige zum Laichen geeignet, überstaut wie er sich darstellt. Eine Sturzeiche schützt ihn vor „Besuch“ von Land her.

Stockentengeschwader verlassen ihren Rastplatz, eine Totholzinsel – das sind ziehende, wilde Vögel, nicht Futter-dressiert. Sie weichen uns aus.

Dichtes Baumwurzelwerk schützt den Boden bei starkem Begang vor Erosion.

Streckenweise hilft „Naturpflaster“ aus Bucheckernhüllen dabei.

Rüdigerau, Ablauf des oberen Teichs.

Auch der obere Teich ist gut gefüllt.

Wald / Forst im Wandel, hin zu artenreichem Mischwald.

Die x-te Generation Kiefer wird nach und nach geerntet. Jungbuchen und andere Laubhölzer starten in ein neues Waldbild.

Man wundert sich immer wieder, wie „Wetter“ solch überlaufene Fläche auch fast einsam erleben lässt – Danke, Regen!  🙂

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Wir radeln an Schleswig-Holsteins Südküste, Wedels Rand an der Elbe. Ein Riesenstein war gestern im Regionalfernsehen – und steht heute auf Wedels Homepage. Weit gereist und uralt, wie aus dem vorstehenden Link zu erfahren ist.

Angekommen am Willkommhöft, Elbe – nicht zu übersehen: Sturmflutsaison, angezeigt von reichlich Treibsel, Reet.

Das Reet war auch Thema im Fernsehen, die Tide-Elbe entlang.

Sturmflutsaison zeigt sich auch auf öffentlichem Grün, nun bedeckt mit angespültem Sand, Rippelmarken zeugen vom aktiv gewesenen Wasser darauf.

Und da, Blick über das Kohlekraftwerk Wedel Richtung Hamburg, ist er ja.

Blick landwärts, zur Geestkante – der Stein steht auf einer Schmalseite.

Mein Fahrrad, gut in Szene gesetzt (der Stein ist größer, als er hier aussieht).

Seine Breite, so aufgestellt zur Höhe geworden, beträgt etwa 2,5 m.

Wir kehren um – Blick seewärts.

Vorbei am bereits bei der Anfahrt gezeigten Spülsaum vor dem Willkommhöft.

Bei diesem Blick landwärts über die Ostpromenade des Schulauer Hafens ist am Spülsaum gut die Sturmfluthöhe zu erkennen. – Das Fluttor „oben“ auf der Straße ist wichtig.

Demnächst wird der Neuzugang wohl erheblichen Tourismus-Verkehr erleben. Wie gut, dass wir die Gelegenheit früh genutzt haben.

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Kurz vor dem Durchgang der angesagten Orkan-Tage stelle ich ein paar Farben ins Netz.

Man soll das Wetter nutzen, so lange es passt.

Etwa 3 Stunden Vormittagssonne waren gestern angesagt (so war es dann auch – gut, früh zu starten).

Ringsum beginnt die Blüte der Kornelkirschen (Cornus mas).

Etliche Spargelfelder sind vorbereitet.

Hasel-Gruß vom Krabatenmoorbach.

Ein gut in die Zeit passender Hinweis – angesichts des Klimawandels ist Alt-Werdenlassen für Bäume, Alleen, Wälder angesagt (soweit nicht Sicherheitsaspekte anderes fordern).

Gut Holz – für die Forstumwandlung Richtung Mischwald ist die Nadelholzentnahme sinnvoll.

Bei genauerem Hinsehen, in speziellen Situationen dann noch SEHR speziell, wird aber auch heftig im Laubholz herumgesägt. Hat der Hinweis auf notwendige Aus-, Fort- und Weiterbildung in Sachen MINT so gar keine Auswirkungen hierzulande ? ! ?

Etwas Besonderes im „Normalen“ – Störung des Bodenwasserhaushalts, Ableiten statt Speichern. Dieser ausfallende Eisenocker ist besonders schön, schleimig …

Zum Handeln „Grüner Berufe“ in Sachen Boden und Wasser / Wasser und Boden hatte ich vor einiger Zeit einen Beitrag bzw. Beiträge angekündigt. Irgendwie scheue ich mich (noch), die Fotos ins Netz zu stellen. – Mal sehen, wann ich mich traue.

Versöhnlicher Ausklang „Baumschule“ – wer in heutiger Zeit seinen Garten NICHT mit grauem Schotterbruch flächig verunzieren möchte, hat jede Möglichkeit dazu.

Wie oben erwähnt, kam ich – sportlich trainiert bei Gegenwind – gut wieder in Wedel an.

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