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Archive for the ‘Reisen’ Category

Zwei Pfauenaugen – und noch ganz viele – gucken uns an bzw. sind zu sehen.

So gucken Pfauen(augen) bzw. so sehen sie alle in ihrer Ähnlichkeit und Verschiedenarigkeit aus.

Aber – das Foto stammt doch aus dem Vogelpark Niendorf, aufgenommen vor einem Vierteljahr während des Haffkrug-Kurzurlaubs!?!

Gestern nun waren wir in Buxtehude – das gute Wetter und die Lühe-Schulau-Fähre hatten uns mit Rädern gen Süden gerufen.

Boahhh, unverkennbar – es herbstet! Nebel noch um 11 Uhr am Willkommhöft. Die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit.

Nach guter Überfahrt und 1,5 Stunden Radeln – mal auf anderer Strecke, vielleicht dazu demnächst mehr – erreichen wir Buxtehude, sonnig.

Der Hase guckt, wo denn der Igel jetzt wohl schon wieder vor ihm angekommen ist …

Nach guter Mittagspause mit Speis und Trank gehen wir anschliessend in lokalem Garten gleich zu Kaffee und Kuchen über – wir wollen die Fähre um 17.10 Uhr am Anleger Lühe erreichen.

Und da gibt es allerhand zu sehen, unter anderem eben: Pfauenaugen!

Pfauenauge in Buxtehude.

Angesichts der Schmetterlingsarmut im Sommer 2020 und speziell des späten und seltenen Auftauchens von Pfauenaugen im Umfeld Wedels stelle ich jetzt einen Gutteil der Fotos ins Netz. „Nebenbei“ labten sich ein paar Kohlweisslinge und ein (?) Admiral an herbstlicher Blütenpracht.

Diese Buddleia wird nach der Erstblüte beschnitten und blüht dann gern in kleineren Blütenständen im Herbst nochmal.

Mal was anderes: Pfauenauge von unten, an Sonnenhut.

Pfauenauge Buxtehude.

Pfauenauge Buxtehude.

Pfauenauge Buxtehude.

Und Tschüss!

Wir hatten was vor uns … gut Gegenwind …

… und der war heftig! Und die Klappbrücke war auch oben, jetzt schon wieder. – Das Foto von Bord aus zeigt: Wir sind trotz allem (gerade noch) rechtzeitig am Anleger angekommen.

Und so klingt ein schöner Tag (Konditions-gestärkt!) – nicht nur für uns – aus.

Mal sehen, ob`s das mit unserer diesjährigen Fähren-Saison war.

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Vor einem Vierteljahr, 14. Juni, beschrieb ich ein paar Eindrücke des gerade zu Ende gegangenen Urlaubs in Haffkrug. Danach ging die Zeit drüber hin …

Ich hatte angenommen, aus der Vielzahl Fotos in mehreren, dicht aufeinander folgenden Beiträgen komprimiert unterschiedliche Aspekte der in kurzer Zeit gewonnenen vielen Eindrücke ins Netz zu bringen. – Anderes, unter anderem mehr Bach- und Kies-Aktivitäten als erwartet stoppten das. – Nun denn …

Wolkenfront, Sonne auf leerem Sandstrand – „damals“ war die Zeit, als Tagestourismus noch verboten war.

Wir übten an der ungewohnten Situation in der Gastronomie und anderswo. – Im Nachhinein müssen wir sagen, wie für die meisten Mitmenschen und Deutschland generell: Offenbar wurde da etliches richtig gemacht.

Mit dem Rad sind lokale Besonderheiten, hier der Wald-bewachsene Moränensteilhang im Süden (Scharbeutz ff.) schnell erreicht.

Das gilt genauso für die Moränenhochfläche mit Steilküste im Norden, Sierksdorf. An das hier im Foto Mitte Juni neben Mohn blühende Kleine Löwenmäulchen erinnerte ich mich, als ich den vorigen Beitrag „Vorherbstfarben am Bach …“ schrieb.

Und angesichts nicht zu starken Menschengewimmels sowie der Jahreszeit („damals“) gab es allerhand Vögel und bunte Vegetation zu sehen.

Junge Silbermöwe am Strand, …

… recht zutraulich.

Die erwachsenen Silbermöwen guckten sich die Gegend oft aus luftiger Höhe …

… oder vom Wasser aus an – im Zweifel immer Futter oder – Leute, lasst das – Gefüttertwerden im Sinn.

Seltener kam die Mantelmöwe ins Blickfeld.

… während sich trocknende Kormorane an den „richtigen“ Stellen zwangsweise regelmäßig zu betrachten waren (sie müssen halt zusehen, dass sie wieder trocken werden).

Nicht deutlich auszumachen: vor dem Kormoran sitzt ein Austernfischer auf einem Findling.

Kleinvögel wie Meisen, Spatzen und Bachstelzen führten regelmäßig vor, dass sie AbschreckungsPlastikraben auf Häusern eher interessant finden.

Auch lädierte Flügelträger kommen dem Radler gelegentlich in den Weg – hier ein größerer Käfer, wohl der Schröter.

Im Übergang zum Blumigen zeige ich noch Hundefreuden am Strand vor dem Sierksdorfer Moränensteilhang.

Mehrfach sind wir dann auf dem Plateau seeseits des noch geschlossenen Hansaparks gewesen. Der Wanderweg musste nicht mit allzu vielen Spaziergängern und Radlern geteilt werden.

Das war eine gute Jahreszeit. Zwar sah das Auge des Betrachters nicht allzu viele Insekten trotz ausreichender Temperatur, zahlreiche die Fläche überfliegende Uferschwalben zeigten aber an, dass hier allerhand zu holen war.

Wir haben nicht die blühenden Arten gezählt …

… allein die Optik der Fotos zeigt: hier war richtig was los.

Nichts los in diesem Sommer 2020 war am Liguster – verglichen mit dem massenhaften Distelfalterbesuch in 2019.

Wie es an den Küsten weiterging, ist hinreichend bekannt. Zum Ende unseres Urlaubs, im Wegfahren, wurden Tagesbesuche freigegeben. Straßensperren und andere geeignete Maßnahmen wurden gesucht und gefunden, um zu dichtes Strandgedränge zu verhindern. – Wenn ich mir die Corona-Landkarte in ihrer zeitlichen und flächigen Veränderung so ansehe und rückerinnere, finde ich auch hier: Gut gemacht! Möge es weiter klappen!

Auf gute Gesundheit!

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Gelbgrün leuchtet Hopfen vor Dunkelgrün der Haselnuss.

Der Dost ist verblüht, zwischen Staudenbestand wächst junge Erle auf.

Links wächst eine rot blühende Pflanze ins Licht, dazu später mehr.

Die Restaurierungsarbeiten mit Kies haben sich aus vielerlei Gründen bewährt. Unter anderem stabilisieren sie den Abfluss in trockeneren Zeiten.

Auf der Rausche sind Erlenblätter aufgrund der neu geschaffenen Rauigkeit zurückgehalten, grün. Die Schwarzerle kann es sich leisten, nicht wie andere Bäume möglichst viel Inhaltsstoffe aus den Blättern vor deren Fall zurückzugewinnen – sorgen doch die Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln für reichlich Nährstoffgewinn.

Solch raue Stellen mit zeitweisem Blattrückhalt zeigen, dass Blattfall von Sommer an stattfindet – nicht so massenhaft wie im Spätherbst. So haben die Bachflohkrebse als „Schredder“, Transporteure fester Biomasse in kleinere, auch von anderen nutzbare Größen, regelhaft Nahrungsnachschub.

Rot als Farbe prägt derzeit vielerorts das Grün.

Letzte Weidenröschen vor verblühtem Dost.

Pfaffenhut vor Erle.

Weißdorn vor Erle.

Brombeere vor Erle.

Mal sehen, ob die Früchte in dieser Saison noch schwarz und reif werden.

Das Rot noch vereinzelt blühenden Blutweiderichs habe ich verpasst zu fotografieren (vielleicht habe ich mich bei IMG_8606 verguckt? – dann hätte ich die letzten Weidenröschen verpasst).

Lange vermisstes Gelb ist nun auch erschienen.

Da ist es ja, das Gemeine Leinkraut! Seit Wochen guckten wie vergebens danach, vgl. Beitrag vom 31. Juli 2019.

Vielleicht ist es aufgrund der Trockenheit erst jetzt, nach mehrfachen – wenn auch wenig ergiebigen – Schauern wach geworden.

So eine Riesenhummel wie im Vorjahresbeitrag ist auch wieder zu sehen. Die hat offenbar momentan aber anderes zu tun, als sich um die Blüten zu kümmern.

Zum Glück hier nur gelegentlich wachsendes Drüsiges Springkraut (das Rot im Foto weiter vorn) reissen wir aus.

Als „invasiver Neophyt“ kann es heimische Pflanzenbestände und zugehörige Tierwelt erheblich beeinträchtigen. Abhilfe ist leicht möglich.

Wenn es erst ganze Grundstücke besetzt, hilft nur Konsequenz – mindestens das Mähen vor beginnender Blüte.

Da die Blüten nacheinander aufgehen und entsprechend die Samenbildung nach und nach fortschreitet, ist „wohlmeinendes“ Blühenlassen und „Mähen dann“ kontraproduktiv.

Zweifellos sind die Blüten nicht nur für Insekten attraktiv – und die prallen Samenstände für Experimentierende.

Huh! Pling, plong fliegen den zu passender Zeit Anfassenden die zahlreichen Samen beim Zerplatzen der Aussenhülle um die Ohren – Springkraut halt.

Auf meiner Homepage (div. Beiträge und Downloads) sowie in vielen Blogberichten hier schreibe ich über die Bedeutung standorttypischer Randvegetation von Bächen und kleinen Flüssen. Nicht zuletzt der Halbschatten ist hinsichtlich Sommerkühle und Mindern übermäßiger Pflanzenproduktion IM Bachoberlauf von großer Bedeutung.

So ist auch dieses, an sich standorttypische Gelbgrün des Wasserstern schlicht zuviel. Mit dieser Art und Menge Biomasse kommt das System nicht klar.

Pflanzensukzession im Randstreifen, ggf. nachhelfend auch Pflanzen von Jungerlen, wird einausgewogeneres Verhältnis höherer Pflanzen zu den eigentlich charakteristischen Schwachlichtalgen in solcher Bachstrecke herstellen helfen.

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So lagen 2 Lkw Kies morgens unmittelbar am Ufer der Pinnau – geschützt. Vorn ist eine Viehtränke zu erkennen.

Wie im vorigen Artikel beschrieben, der das linksufrige Bekiesen einer Rauen Rampe darstellt, sollte noch ein großer Drehkolk auf Wunsch von Wasserverband und Wasserbehörde uferseitig entlastet werden. Im ersten Angang hatten wir, vgl. Bericht vom 5. Juli, es hier am linken Ufer mit Teilbekiesen der Seiten und Fixieren einer mittigen Reststruktur aus der Herstellungszeit (Durchgängigkeit vom Wehr zur Rauen Rampe, Anlegen des Sandfangs bachauf) bewenden lassen.

Hier, bachauf gesehen, der große Drehkolk. Er entwickelte sich über Jahre, hatte seit Längerem die mit Pfählen „gesicherte“ gerade Ausbaulinie durchbrochen.

Im Foto zu erkennen ist unsere Unterbrechung der Drehströmung landseits der verbliebenen Pfähle von Anfang Juli durch inzwischen teilbewachsene Kiesschüttung. Der weiter hinten sichtbare Kies ist eine der beiden Seitenentlastungen.

Ergänzend sollen nun die beiden kiesfrei gebliebenen Partien bekiest werden.

Den Saugschlauch der Viehtränke legten wir sicherheitshalber für die Arbeitsphase auf Land.

Der Telelader Merlo fährt seine beladene Schaufel über den Zaun …

… senkt ab und lässt den Kies ufernah in die Pinnau rutschen.

Nach Beschicken des Punkts bachauf ist nun der abwärts liegende Punkt dran.

Schon erstaunlich, was so ein Kolk bei seitlicher Zugabe schluckt. Der Kies rutscht und rutscht, bis sich der Schüttwinkel aufbaut.

So wirklich überraschend ist das nicht, schliesslich „baut“ man in einem Gewässer, schon gar in einem gestörten, so stark Erosionssand führenden, einen Kolk, ein Strudelloch, nicht! Der entsteht aus Hydraulik – aus dem „stillen Wasser“ (ist ein „stilles Wasser“ wirklich immer tief??) wird mit Abflusssteigerung Richtung Hochwasserführung eine Bestie.

Diese vereinfachte Darstellung des Verhaltens von Kolken und Rauschen bei Änderung der Wasserführung habe ich, basierend auf Versuchsdaten des amerikanischen Fachmanns Thomas Lisle (1979), skizziert.

Wer sich im Wasserbau nicht auf diese Grundlagen einlässt, wird die „Bestie“ nie dressieren können. Das ist in unserer hochgenutzten Kulturlandschaft an den meisten Stellen aber erforderlich. Beste Lösung wäre zweifellos, die Sohlhöhe der extrem eingeschnittenen Entwässerungskanäle Richtung Naturnähe wieder anzuheben, eine Grund-Sohlstruktur zu entwickeln und dem Gewässer dann zur Eigenentwicklung Raum zu geben.

Das allerdings ist für ALLE Gewässer nichts als ein schöner Traum. Wir arbeiten also „instream“ weiter an den 80-90 % der Strecken, für die schlicht das Geld für flächenhafte Entwicklung fehlt.

Während der Arbeiten haben sich die Rinder, wegen denen der lagernde Kies eingezäunt war, interessiert zu uns herangefressen.

Nach und nach guckt immer mal eins näher vorbei.

Dank engagiertem und versiertem Einsatz des Spezialgeräts nimmt das Volumen des Kieses am Lagerort schnell ab. Der Rest wird zurechtgelegt …

… in einer schräg versetzten Linie, so dass er optimal beim Schieben die Schaufel füllt.

Letzte Reste, zum Reinigen des Lagerplatzes, werden händisch in die Schaufel gegeben.

Ich verlasse den Ort des Geschehens, vorbei an wiederkäuenden Rindern.

Nach Abfahrt des Merlo wird der letzte Aktive das Tor verschliessen.

Dank an alle Beteiligten!

Am Auto angekommen – auf der im vorigen Beitrag „Kanadaganswiese“ genannten Fläche haben sich inzwischen 2 Silberreiher eingefunden.

Der Kies war wieder einmal eine bunte Mischung skandinavischen Gesteins, das nach der vorigen, zunächst letzten Eiszeit in unsere Gegend geschwemmt wurde. Da konnte ich mir nicht verkneifen, für zu Hause wartenden kleinen Besuch eine Auswahl mitzunehmen.

So gab es denn – bei großer Begeisterung – mittags Moränensteinsuppe.

 

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Anfang Juli, vgl. Beitrag 5. Juli 2020, waren hier am linken Ufer 3 Lkw Kies in die Pinnau eingebracht worden. Beim Begehen der neuen Situation und Betrachten von der gegenüberliegenden, rechten Uferseite mit Wasserverband und Wasserbehörde kamen wir zu der Übereinkunft, den großen Drehkolk am Ufer weiter zu entlasten und eine weitere Teilmenge als Laichkies linksufrig auf die Raue Rampe bachab zu legen. Jetzt, 2 Monate später, passt es.

Ich komme an, werde begrüßt – an die 100 Gänse fliegen an.

Kanadagänse.

Sie überfliegen auch erste angekommene Helfer.

… und landen auf Grünland nahebei.

Der Kies liegt diesmal unmittelbar an der Haupteinbringstelle – geschützt.

Geschützt vor wem? Das Geheimnis lüftet sich im Beitrag, der diesem folgen wird.

Es handelt sich um 2 3-Achser Lkw, wohl an die 30 t Kies.

Der Telelader Merlo nimmt den Kies auf, …

transportiert ihn zuerst Richtung Raue Rampe …

und bringt ihn, vom Ufer her schüttend, ein – Schaufel für Schaufel, eingewiesen, Schritt für Schritt.

Die Totale, bachauf.

Da wird noch Feinarbeit geleistet, händisch.

Feinarbeit, händisch.

Der lokale Kenner ist von anderem Einsatzort eingetroffen, begutachtet die Situation.

Gut sieht das Ergebnis aus!

Die Pinnau wird uns mit den nächsten Hochwässern zeigen, wo sie den Kies für angebracht hält.

[Meine Güte, wann haben wir das letzte gesehen?! – Das letzte kleine, kaum die Hälfte des mittleren HW erreichend, floss Mitte März ab! Über die gesamte Herbst-/Winter-/Frühjahrsaison 2019 / 2020 ist das mittleren Hochwasser nicht einmal erreicht, geschweigen denn überschritten worden.]

Auf geht`s an die Haupteinbringstelle, den Drehkolk – demnächst mehr dazu hier im Blog.

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Nachdem ich die Osterau mit den Kies- und Treibselsammler-Revitalisierungen entlang des Osterauwanderwegs angesehen hatte, griff ich zum mobil-Telefon – ach, Mist, hier ist ja gar kein Netz! – – – Oh, doch Kontakt! So konnten wir uns im weitläufigen Gelände wiedersehen.   🙂

Jetzt galt unsere Aufmerksamkeit vor allem den Tieren im Wildpark Eekholt.

Rotwild bestimmt hier zahlreich die Landschaft.
Auf die Folgen für die Osterau und notwendige Verbesserungen habe ich im vorigen Beitrag hingewiesen.

Der Weg zu kapitalen Geweihen und vieles mehr wird informativ in Wort und Bild vielerorts im Gelände erläutert.

Rotwild gibt es hier auch in Weiss.

Das Damwild und seine Variante mit langer, breiter Blässe („Blässwild“) von Stirn bis Nase habe ich diesmal nicht fotografiert.

Die Sikahirsche lockten die Besucher mit Fiepen – die wissen, wie Fütterer angezogen werden.

Nicht nur „richtige“ Spielplätze, auch Großstrukturen wie Baumstubben bieten Kindern interessante Kletter- und Spielmöglichkeiten.

Es fliegt was in der Luft!

Über 10 Weissstörche segelten in Höhen gestaffelt über dem Wildpark.

Weissstorch und Reiherversammlung – nebendran in der Pflegestation werden demnächst Großvögel gefüttert, Gäste sind willkommen.

Auch 2 junge Schwarzstörche zu Gast können beobachtet werden – wir sahen nur einen, der zweite wurde noch erwartet.

Die Segler bleiben gelassen, drehen noch ein paar Runden. Offenbar wissen sie, dass die Fütterer erst in einer halben Stunde erscheinen.

Wir begegnen ihnen, als wir zu den Fischottern weitergehen. Dieser führt uns seine Beute, eine Güster, vor.

Dank Fütterung sind alle Otter mächtig aktiv.

In Corona-Zeiten heisst das für die Besucher, auf Abstand zueinander zu achten.

Einer der vielen Besuchermagneten.

Auch Gasttiere finden Attraktives (ausser potentielle Beute hinter Zäunen): Wassertreten ist beliebt.

Spannend, die Wölfe boten uns diverse Beispiele ihres Verhaltens.

Und in praller Sonne präsentierte sich ein Fuchs!

Plural! Zwei Füchse!

Zum Schluss noch ein Bisschen Gleichgewichtsgefühl für die jüngste Generation auf der Hängebrücke über den Stellbrookgraben.

Wir wundern uns, wie viele Stunden uns Tiere und Gelände gefesselt haben. Uns hier spontan zu treffen, war eine ausgezeichnete Idee!

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Jährlich untersuchen und restaurieren Unterelbeschulen die Osterau, Kreis Segeberg, auf ihrem herbstlichen Wassercamp im Wildpark Eekholt. 2020 muss dies aufgrund von Corona leider ausfallen.

Der Wildpark ist aber – mit den jeweils aktuellen Voraussetzungen – geöffnet.

Die Hamburger riefen an, ob wir uns spontan dort treffen wollten – na klar!

Entlang der Osterau-Aue gehe ich durch arten- und altersvariablen, lichten Wald zum Osterauwanderweg.

Bevor ich mit den anderen die Tier- und Pflanzenwelt geniesse, will ich mir den Zustand der Kiese und Treibselsammler ansehen. (Über „Suche“ sind die Beiträge der jährlichen Wassercamps hier im Blog zu finden.)

Eine Etage tiefer charakterisiert lichter Erlenbruchwald die Aue.

Von der Brücke am Ende der Restaurierungsstrecke blicke ich bachauf.

Eigentlich sollte / wollte ich nicht überrascht sein vom Anblick – bin ich aber doch. SO im Niedrigwasserabfluss habe ich die Osterau über die Jahre noch nicht gesehen. Der Kies unserer langen Lenkbuhne liegt fast vollständig trocken.

Sieht gut aus in der Draufsicht. Bach und Bachtiere warten auf Mittelwasser und mehr – es ist nicht mehr lang bis zur Forellenlaichzeit.

Die oberen, 2019 gut aufgestockten Kieslenker sind durch ein Band symbolisch vor Betreten geschützt.

Das Symbol wirkt – diese Kiese liegen unberührt.

An speziellen Stellen sind Kieslenker so positioniert, dass sie Alt-Erlen vor Umspülen schützen. Auch das wirkt. So wird Altbaumbestand erhalten.

Nun nicht mehr erstaunlich – die Höhe der sichtbaren Treibselsammler aus Holz ist von uns auf Mittelwasserabfluss definiert. Vorn sichtbar: beruhigte Uferstrecke mit abgelagertem Sand und Feinmaterial.

Gut zu erkennen ist bachauf und bachab der Treibselsammler die beruhigte Gewässersohle. Das Niedrigwasser zeigt: der Sammler könnte zum stärkeren Strukturieren der überbreiten Bachsohle sogar noch verlängert werden.

Der beabsichtigte Sohlaufbau und der Uferschutz funktionieren.

Angesichts fehlender Hochwässer seit Monaten ist es nicht verwunderlich, dass nicht mehr Geschiebe zum Ufer konzentriert wurde. Das wird noch …

Nun muss vor allem der Wildpark selbst seine in den Gehegen liegenden Osterau-Strecken verbessern – bachauf des Osterauwanderwegs …

… und bachabwärts.

Der hohe Wildbestand in den Gehegen und nicht vorhandene Gewässerrand(=“schutz“-)streifen, vgl. voriger Beitrag, erfordern auch und gerade hier Verbesserungen.

Es folgt ein Beitrag mit tierischen Eindrücken.

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Ein kleiner Quellbach fliesst einem kleinen Bachoberlauf zu. Der Uferbereich ist immerhin teilweise mit standorttypischen Bäumen bewachsen (Foto). Das Umfeld wird – bis hin zum Ackern – landwirtschaftlich genutzt. Die Wiesen- und Weidenutzung erscheint angemessen.

Die Äcker allerdings spotten teils in ihrer Ausdehnung jeder Beschreibung.

„Hier fehlt aber auch jede Beachtung der Randstreifengrundlagen – es ist schlicht keiner da.“ – „Aber da ist doch Abstand zum Gewässer?“

Seit erster Ökologisierung des Wasserrechts (1977 !) ist klar: Der Gewässerrandstreifen misst sich von der Ufer- (hier Böschungsober-)Kante an ins Nutzland hinein (gelb) – NICHT in Richtung Gewässer (rot).

Es ist geradezu erbärmlich, dass die landwirtschaftlichen Organe (Bauernverband, Landvolk u.v.a.) sowie die Aus- und Fortbildungseinrichtungen solche Grundlagen bis heute – 43 Jahre nach Novellierungsstart des Wasserhaushaltsgesetzes und demgemäß auch der Ländergesetze in Richtung Lebensraumverbesserung – offensichtlich nicht hinreichend transportieren.

Als Steuerzahler könnte man sich auch vorstellen, dass die Berufsverbände des direkt und indirekt hoch subventionierten Agrarwesens solche Grundlagen flächendeckend in Praxis umsetzen. Statt dessen beschränken sich sogar Verwaltung und Politik auf „empfehlende“ Broschüren zu Gewässerrandstreifen Auwaldentwicklung.

Auch grüne Agrarminister haben notwendiges Handeln offenbar überhaupt nicht (mehr) auf dem Schirm. Der Natur helfen aber nicht Broschüren, sondern die Realität. Statt Philosophieren im öffentlichen Raum ist Handeln lange überfällig.

Deutschland als Entwickler europäischen Umweltrechts in den 1970ern und 80ern gefällt sich seit Jahren in der Rolle eines Jammervereins, wenn „Brüssel“ die D-eigenen rechtlichen Regeln nach längstmöglichem Zögern per Strafzahlungsandrohung einfordert.

Himmel hilf! (Wir brauchen angesichts unserer übernutzten Oberflächengrundwasserleiter auch dringend den Bewusstseinswandel in der mengenbezogenen Wasser- / Gewässernutzung (in den 1990ern waren wir weiter!) sowie Regen! Das Bisschen kürzlich hat lediglich den Niedrig(st)wasserabfluss für 1-2 Tage auf Mittelwasser ansteigen lassen.)

 

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Wir sind pünktlich am Anleger Lühe angekommen.

Die Fahrkarten für die Lühe-Schulau-Fähre kauft man immer noch – durchweg – vor Besteigen des Schiffs. (Bei Elblinien mit Liin- und Japsand wird das ausschliesslich online erledigt.)

Wir können selbstverständlich „so“ rein, haben ja beim Start im Wedel Rückfahrkarten erworben.

Ein illustrer Himmel über dem Anleger Lühe.

Es geht los. „Dat Ole Land II“ wird ein wenig rückwärts, seitwärts orientiert …

… und legt ab Richtung Wedel – gut 20 Minuten Fahrzeit.

Von Hamburg fahren aktuell einige Schiffe seewärts.

An uns vorbeigefahren ist kurz vor dem Start der ziemlich schrottig aussehende, uns bislang unbekannte Hopper Boussole, keine 100 m lang.

Dieser Bagger baggert im Köhlbrand und verklappt vor der Ostemündung.

Seewärts zieht der 134 m Containerfrachter Henneke Rambow.

Dass uns – bei jeweils pünktlicher Tour – die Liinsand nahe der Wedeler Au-Mündung in die Elbe begegnet, ist ja schon von anderen Gelegenheiten bekannt.

Da kommt noch ein Containerfrachter aus Richtung Hamburg.

Das ist die 260 m kleine Synergy Busau, seewärts.

Kurz vor dem Anlegen – fast kein Wasser zu sehen, weil ich all die Köpfe abgeschnitten habe (oh!) -, dreht quer zur Fahrrinne vor dem Elbhang einer der großen, grünen Hopperbagger.

Wenn man sich das so überlegt, wer uns begegnet ist bei Hin- und Rückfahrt – ok, beim Radeln sahen wir auch einen Riesen-Containerfrachter, quer über das Alte Land geblickt -, könnte man meinen, Bagger bestimmen das Bild der Tideelbe. – Ist leider so. Immerhin hat „Corona“ dazu geführt, dass maßgebliche Hafenfirmen, ja sogar die deutschen Seehäfen (!) miteinander kooperieren (!!!) wollen. Das ist doch mal was!

Von ganz allein kam das „natürlich“ nicht, die aktuellen Meldungen zum Hafen Hamburg erleuchten.

Weitere Touren per Fähre und Rad haben wir im Sinn.

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Wir radeln ostwärts, queren die Lühe.

Vor dem Elbe-Hauptdeich – Blick zurück zur Lühemündung.

Ostwärts …

Hier in Niedersachsen grasen die Deichschafe gezäunt. der Zaun wird umgesetzt. Das scheint uns für den Deichschutz viel hilfreicher, als die Großflächennutzung um Wedel herum. Letzteres provoziert lange, tiefe Verletzungen / Vernichten der Grasnarbe durch Gänsemarschspuren der Herden …

Kleine Picknickrast vor Hanöfersand (rechts) an der Nebenelbe, links sichtbar das Südufer der Insel Hanskalbsand.

Drüben geht was los! Gänse- und Entenschwärme fliegen auf, hin und her, krakeelen ordentlich, bevor sie wieder landen.

Angesichts nicht allzu scharfer Zoom-Ergebnisse habe ich meine Vermutungen vom Vogelfachmann bestätigen und erweitern lassen. Was da so bunt fliegt, sind meist Brandgänse, dazu Stock- und Krickenten. Eine Menge Limikolen sitzt bzw. bewegt sich am Strand. – Auf einem anderen Foto meine ich einen auf dem Strand sitzenden Seeadler unscharf zu erkennen. Keine Ahnung, ob der den Aufruhr auslöste – „live“ hatten wir nichts dergleichen wahrnehmen können.

Wir haben den Deich südwärts überquert, sind ins Obstanbaugebiet Altes Land eingetaucht.

Und weiter geht`s, durch Borstel südwärts Richtung Jork.

In Jork biegen wir links um, befahren ostwärts den Obstmarschenweg. Bevor wir in Königreich die Este erreichen, biegen wir nordwärts nach Cranz ab, radeln den Estedeich entlang.

Bei der „Erneuerung“ von Jork sind leider die meisten gemeinde- und landschaftsprägenden Elemente zugunsten wohl (angenommener) leichterer Grundstücksunterhaltung verschwunden. Fleete, alte Bäume sowie große, typische Einfahrtstore vor charakteristischen Bauernhäusern sieht man entlang sonnenbebratzter Straße und nun kahler, „verbrannter“ Rasenflächen heute nicht mehr. – Das habe ich diesmal nicht in Fotos festhalten wollen.

Wir fahren durch Hove und Leeswig, Niedersachsen, Richtung Cranz, Hamburg.

Als der Blick auf die Moränenhöhen des nördlichen Elbe-Ufers frei wird, sehen wir eine seewärts wandelnde bunte Bebauung – ach nein, das ist einer der RiesenContainerfrachter (wohl um 400 m Länge) – namentlich abends am PC leider nicht mehr erwischt.

Das Kohlekraftwerk Wedel ist nicht fern, Schornsteine über die Obsthöfe gut zu sehen.

„Garten“, das liest sich doch gut (das übrige auch)!

Wir folgen dem Fisch – wohl ein Stint, dessen Fettflosse der Künstler vergessen hat (die kleine Ausblühung in der Fuge mag als Ersatz gelten).

Im Garten begrüßen uns Koi-Karpfen und Goldfische.

Dieser launige Fleck ist nicht nur uns bekannt – möge das für gutes Überleben in Coronazeiten reichen!

Blick übern Zaun nach Süden, die Este bei Tideniedrigwasser – die Wassermenge täuscht! (Der Abfluss dieses Heidebachs beträgt aktuell bei Niedrigstwasser weniger als 1 m³ / s.)

Und nach Norden – rechts als Umriss sind Teile der Sietas-Werft erkennbar. – Sie baut, wie die Meyer-Werft an der Ems, inzwischen viel zu große Schiffe gemessen an der Charakteristik des Standorts. Regelhafte, oft genug vom Steuerzahler „auszugleichende“ Probleme folgen regelhaft.

Essen und Trinken sind bestellt, kommen zügig auf den Tisch. Lecker!

Super Aktion – die zweite Scholle Finkenwerder erscheint sogleich frisch aus der Pfanne, im Austausch zum fachmännisch präparierten Gerippe der ersten.

Ein Foto der fachmännischen Präparation habe ich mir bzw. den Leserinnen und Lesern meines Blogs erspart. – Zur Vervollständigung sei gesagt, dass auch die 3 weiteren Essen ausgezeichnet schmeckten. Hier fahren wir mal wieder hin.

Auf der Rückfahrt, südwärts westlich der Este entlang, habe ich dann doch ein Bauernhaus fotografiert.

Die Eingangstür hatte es uns schon auf der Hinfahrt angetan.

Der Obstmarschenweg liegt hinter uns, wir fahren Richtung Borstel (Kirchturm) nach Norden – hier Infrastruktur nahe dem Rathaus Jork im Foto.

Windmühle, Fleet und Kirche weisen uns den Weg.

Dasselbe nochmal, dichter dran.

Die Apfelplantage kurz vor dem Elbdeich (und dahinter die beiden bekannten Schornsteine am Nordufer der Elbe).

Diese alte Esche verdeutlicht neben den heute kleinwüchsigen Obstbäumen, wie hier die Landschaft in ihrer Dreidimensionalität wohl mit Marschen- bzw. Tideauwald aussehen würde.

Hoch ist er, der Elbdeich – schützt die tiefliegende Marsch. Möge er allzeit halten … (Was er erfahrungsgemäß nicht tun wird.)

Hanöfersand ist gezäunt (Strafanstalt).

Langer Blick über die Hanöfersander Nebenelbe zur Elbe – vorn Blutweiderich in vergänglicher Blüte, am Horizont einer der großen, grünen Hopperbagger.

Wasserski vor Natur- und Stader Industriekulisse.

Westwärts geht es, an den gezäunten Schafen vorbei, Richtung Fähranleger Lühe.

Ein Leuchtfeuer kommt in Sicht.

Seewärts fährt der 152 m lange Frachter Hercules.

Nicht mehr weit, es wird auch Zeit.

Die Fähre liegt abfahrbereit. Wir sind pünktlich, müssen auf den Rest nicht hetzen.

Auch auf der Rückfahrt nach Wedel gibt es einiges zu sehen – demnächst mehr dazu.

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