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Archive for the ‘Klima’ Category

Wieder einmal sause ich entlang des Sauerbeck den Geesthang runter. – Stop, war da nicht was?

Blick zurück.

Geesthang, Sauerbeck (vorn Rohr) – unglaublich, …

Da sitzt er auf dem Tor. – Wir kennen uns (nehme ich an).

Der Reiher zieht doch den Abflug vor.

Aber, wie auch andersrum bekannt, bleibt er parallel zum Bach, seinem offenbar attraktiven Fangplatz.

Gezoomt: Weiter westlich werden die Wiesen bereits gemäht.

„Mein Reiher“ …

… steuert den Weg an.

Das Weitere kennen wir doch!

Diesmal, zugewachsen, etwas schwieriger – gelingt aber doch! Der Reiher ist „unsichtbar“, „im“ Bach verschwunden.

Tags drauf sieht das Umfeld anders aus.

Auch die bachparallele Wiese ist gemäht, …

… bis an die ultimative Bachkante (gerade Thw).

Ohne Schattenspender wird das Wasser nun überlichtet, überwärmt.

Nicht weit entfernt ein toter Brassen, lebendig wohl gut 40 cm lang – was auch immer den umgebracht hat.

Umgedreht (puh, die noch feuchte Unterseite stinkt heftig) – Reiher und Otter haben diesem jedenfalls nichts getan, so heil die Reste daliegen.

Feinpräpariertes Gerippe – da hat die Gesundheitspolizei, vermutlich aus Käfern, Fliegen ganze Arbeit geleistet.

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Termin und Wetter waren mir hold. So wurde mein Konto beim Stadtradeln um ein paar 10er km aufgestockt.

Vorbei, die Spargelernte, …

Bereits länger genutzte Flächen wurden umgebrochen.

In heutiger Zeit darf man gespannt sein, ob die „Fruchtfolge“ in Solarflächen besteht – was immer man davon hält, Natur zu misshandeln, so lange nicht bebaute Flächen für Solarzellen quantitativ genutzt sind.

Vorbei geht`s auch an Pferdeland – Pferdeheu bleibt noch eine Weile in seiner grasig-blühenden Form stehen.

Immer wieder angenehm, die licht schattige Hainbuchen-Eichen-Allee, Beispiel Pinneberg.

Wenn ich nun einmal auf Tour bin, bringe ich selbstverständlich auch Zeit mit, Wässriges anzusehen – hier die in D nicht behandelte Thematik / Problematik „Ocker„.

Nahe gelegene Strukturverbesserungen spiegeln den Wechsel von Schatten …

… und Licht – wechselnd minütlich, stündlich, täglich, im Jahresgang.

Mühlenau bachauf Bahnquerung – Beispiel schier unvorstellbarer Überbreiten unserer Fliessgewässer. Spiegel ersetzt Bewegung.

Was tut der Mensch … – links Kiesdepot mit Lenkbuhne, rechts Radler.

Mensch meint, sich alles nehmen zu dürfen – und tut`s.

Noch mal Glück gehabt, mit Blessuren. – Zurück bleibt der schlammig-aufgewühlte Lebensraum.

MERKE: Die deutsche Übersetzung für „riffle“ in Rausche-Kolk-Abfolgen ist ingenieurtechnisch mit „Furt“ für das Generalverständnis wirklich schlecht gewählt. Ein Fliessgewässer ist nunmal von Natur aus ein Lebensraum. Die (Wasser-)Straße macht der Mensch draus – mit allen Negativfolgen (und fehlender Einsicht, Fehler, Schäden zurückzuführen – – – trotz klarer Fach- und Rechtslage. „25 Jahre Wasserrahmenrichtlinie“ ist dieses Jahr das aktuelle Stichwort).

Ich passiere punktuelle Auwaldvernichtung an der Mühlenau – Schaffen eines Hitzespots, wo Kühle von Natur aus herrscht – „im Namen des Herrn“, missverstandener Naturschutz, festgeschrieben in allzu vielen „Pflege- und Entwickungsplänen“.

Der Klimawandel ist bekanntlich nicht in allen Köpfen angekommen. Angesichts in früheren Zeiten nicht vorhandener Fliessgewässerausbildung von Landschaftsplanern und „-pflegern“ müssten alle „Pflege“pläne dringend überprüft und (vermutlich alle) mit besserem Wissen aufgefrischt werden.

Fernblick über die Treibselsammlerstrecke – trotz weiterhin Überbreite und aktueller Niedrigwasserführung ist punktuell ein wenig Bewegung erkennbar.

Und dann geht`s ganz um den Lebensraum Fliessgewässer – fachlich, rechtlich, aktuell. Der Sachstand des Geleisteten, in zweiter Verlängerungsrunde, ist beschämend.

Ich kann mir den Spruch nicht verkneifen: Wenn wir in den Abwasserjahrzehnten ff. auch so gearbeitet hätte, dominierten bis heute Schaumberge unsere Flüsse.

(Wer sich für Inhaltliches interessiert, guckt nach auf meiner Homepage, speziell / aktuell: Downloads.)

Vorgriff auf die Gegenwart – herzlichen Dank für die schicke Sonnenglas-Solarlampe!

Das Rückradeln beginnt, Altbäume ringsum, …

… vorbei am Hotel Cap Polonio tauche ich in Pinnebergs Stadtwald „Fahlt“ ein.

Licht, Schatten und Niedrigwasserturbulenz Mühlenau unter der Bahnquerung.

Und wieder der Genuss entlang der Hainbuchen-Eichenallee.

Hainbuche – jeder Baum ein Individuum.

Auch die Strecke entlang Hauptverbindungsstraßen bis Wedel lässt sich bei noch hoher Tagestemperatur angesichts Baumbestand und bereits flach stehender Sonne gut bewältigen.

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„Fuchs und Hase“ ist ja nicht unbedingt ein Ort, sondern oft auch eine Zeit. Eine Zeit z.B., wie sie rund um Pfingsten 2025 per Schauern definiert wird – und manche noch gar nicht gemerkt haben, dass es draussen (begrenzt) trocken ist. In so einer Zeit mit wenig Menschen ringsum sind „Fuchs und Hase“-Erlebnisse, mindestens im übertragenen Sinn, möglich.

Am Sauerbeck wagen sich erste Mädesüssblüten hervor.

Am Zusammenfliessen Sauerbeck mit Bullenfluss, Tideniedrigwasser – wie unter einem Dach steht da …

Ich stoppe und gehe vorsichtig zurück.

… nahebei, ein Graureiher auf der Pirsch.

Er wird aufmerksam, …

… ich störe …

… nicht weiter – ziehe mich zurück.

Wenig später steht ein Reiher freier – querab Giesensand.

Der hat allerdings seine Sicherheitsdistanz, blickt kurz auf – und kümmert sich nicht weiter um mich.

Nachmittags an der ländlichen Mühlenau – hier ist mir gelegentlich auch schonmal ein Fuchs begegnet, …

… zwei Hasen, auf offenbar schmackhafter Wiese beschäftigt.

Ist das auch tierisch – ein im Juni aufgeworfener Kieshügel im Bach? Vielleicht hat da durch speziellen Störfaktor und Regenschub doch eher die Hydraulik gewirkt? Ein merkwürdiger Eindruck!

Eine Erle nebendran wundert sich auch – ist schon ganz knubbelig. – Davon?

Dann wird`s nochmal tierisch – schwarz-stachelig.

Gefühlt ewig nicht gesehen – Brennesseln mit einer Menge Raupen!

Schön, dass es das noch / wenn es das wieder gibt! Unser Schmetterlingsbuch tippt auf Pfauenauge. Mögen sie wachsen und gedeihen, sich verpuppen und anders, als bunte Luftikusse neu auftauchen!

Die – andere – Realität hat mich wieder, AKN-Strecke – ringsum weitgehend entbaum- und entbuschtes Areal.

Wo bleiben dauerhaft dreidimensional bewachsene Wege- und Gewässerrandstreifen?

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Tags drauf besuchen wir mit Geburtstagsgästen Schloss und Schlosspark. Die Sonne lacht, Schatten ist willkommen.

Eindrucksvolles, windstarkes Wettergeschehen begleitet uns.

So ein Altertum befindet sich in steter Restaurierung.

Fast fühle ich mich vom netten Herrn an der Wand aufgefordert, den Regentenstuhl zu nutzen.

Das lasse ich lieber. Kurz zuvor hatte bereits jemand die Abstandsschnüre berührt – und Alarm ausgelöst.

Fast künstlerisch (von baubedingtem Schutzvlies) verfremdet – Aussenblick.

Wasser-, Gewässerturbulenzen – schon immer faszinierend für den Menschen. Was man da so sehen / vermuten kann!

Wir gehen in den Park. – Ein paar mehr Schlosseindrücke finden sich im Beitrag 2020 (seinerzeit mit Maske).

Der Vattatag, als freier Donnerstag wahrgenommen, wird von historie-verbundenen Gruppen durchaus in seiner eigentlichen Form gelebt – hier ein Aussengottesdienst.

Wahrlich prächtiges Aussenwetter!

Licht und Schatten, StuKa von rechts oben – ich vermute, eine Schwalbe.

Schlosspark, (menschgemachte, wachsen gelassene) Natur, Mensch – leider geht sowohl im ländlichen als auch im bebauten Raum diese Größenrelation zunehmend verloren. Achtung vor Alter, Größe – fast allerorten dem Säge- / „Pflege“wahn zum Opfer gefallen.

Zumindest verbal scheint die Anpassung an den Klimawandel, nicht zuletzt unter dem Stichwort Gesundheit, Großgrün wieder ins öffentliche Blickfeld zu bringen. – Möge es nützen!

Auch wenn zur Zeit die Begehbarkeit des Schlossparks flächig eingeschränkt ist, sind doch Gesamteindruck, hier Hauptallee, und …

alte Einzelbäume, teils mit alten Nutzungsformen, hier: Eiche, …

… hier: Hainbuche, gut wahrnehmbar.

Flächig immer wieder erkennbar, die erforderliche Altersstaffelung.

Viele, meist kleinere Parks, haben „den Nachwuchs“ allzu lange vernachlässigt. Nach / während Jahrzehnten des Besuchs sind dort schmerzliche Verluste eigenständiger Wahnehmbarkeit zu verzeichnen. Teures Pflanzen bereits hochgepäppelter Baumschulbäume kann da – noch dazu in Kenntnis begrenzter Lebendigkeit über Jahrzehnte – keine Abhilfe bringen.

Besondere Elemente, wie ein Bach mit Findlingsquerung, finden besondere Beachtung.

Das gilt auch für Kunstprodukte, die der seinerzeitigen Garten- / Parkkultur zuzuschreiben sind.

Den Grottenolm haben wir in der Grotte nicht gefunden. Allerdings beeindruckt schon die Aussicht von der oberen Begehungsebene aus.

Und weiter geht der Jubeltag – beim Besuch der Burg Neustadt-Glewe.

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Wir radeln Richtung Schlosspark, bewundern hausverkleidende Rose und …

… Wein.

Angesichts der Vielzahl Einzelrosen unterschiedlicher Farben vor Hausfassaden fragen wir uns, wieso solch „simple“ Pracht nicht öfter in Städten anzutreffen ist.

Die Kaskaden vor dem …

… Schloss.

Unsere erste Tour gilt dem Erkunden freier Strecken in der vielfältigen Parklandschaft Ludwigslusts.

Die Unwägbarkeiten, insbesondere Hitzeschübe unserer Klimawandelsituation, haben vielerorts erhebliche Schäden auch in alten Parkanlagen und Wäldern hervorgerufen. So begannen im vorigen Jahr Altbäume zu nicht vorhersehbaren Zeiten ganze, dicke Äste oder Teile davon abzuwerfen. Da fordert die Verkehrssicherungspflicht Besonderes.

Bei allem Bemühen, Wege möglichst schnell wieder zu öffnen, …

… bleibt doch eine Vielzahl zu bearbeiten.

Leider mussten wir feststellen, dass die Warnungen von einem Gutteil Besuchern ignoriert wurden. Ob Leseschwäche oder pure Hirnlosigkeit dahinter stecken mögen, sei dahingestellt.

Die besondere Ausstattung des alten Parks ist auch auf den freien Wegen hinreichend (hinreissend?!) zu geniessen.

Besonders betrübte uns allerdings, dass die lange Wasserachse des Ludwigsluster Kanals mit ihren Besonderheiten nicht zugänglich war.

Aber da können wir auf virtuell festgehaltene Erinnerung zurückgreifen, wie der Link in der Bildunterschrift zeigt.

Mit diesem Rückblick von der Sperre des Kanals auf die katholische Kirche beende ich den ersten Einstieg in unsere diesjährigen Erlebnisse.

Tierisches und mehr folgt.

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Vor 5 Jahren hatten wir Ludwigslust und Umrum entdeckt, Hotelangebot mit Fahrrädern. Das hatte uns sehr gut gefallen und so haben wir das Angebot – Anlässe 5er Geburtstag, 10 Jahre Unruhestand – gleich nochmal ausprobiert.

Fensterblick am Abreisetag – wie schön, Nachtregen!

Der Bus bringt uns fix zur S-Bahn und die zum Bf Altona.

Entspanntes Baustellen-Sightseeing: Aktuelle Situation der BAB-Überdeckelung nördlich Elbtunnel.

Wartezeit Bf Altona – andere Reisende drehen luftig ein.

High Noon.

Noch ein Luftikus – bei rasendem Wettergeschehen.

Wir reisen bequem.

Mannomann, ist da eine Masse Wasser in der Höhe, vorbeisausend.

Schnell kommen wir am Ziel an.

Durch grüne Alle geht`s Richtung Hotel, …

… vorbei an beeindruckenden Bauten.

Klinikum – lokal-charakteristisch mit Klump umrahmt.

„Klump“ ? – Mal über Suche hier im Blog (oder auf sonst übliche Weise) erkunden.

Lokal-charakteristisches Handwerk im ehemaligen Prunkumfeld – Polsterei.

Angekommen im Hotel.

Um es vorwegzunehmen: Wie vor 5 Jahren hat uns der Aufenthalt ausgezeichnet gefallen – unser Dank gilt allen, die mit Drum und Dran beteiligt waren!

Einzelbeschreibungen werden über die Vielzahl Erlebnisse berichten.

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Da isser ja – früh dieses Jahr? Der B 431-Mähtrupp rückt dem Straßenbegleitgrün zuleibe.

Schmale Bereiche sind bereits vollständig geräumt.

Ob – gelegentlich änderte sich in jüngeren Jahren ja doch etwas – die Doldenblüher als Inseln auf breiteren Bereichen erstmal stehenbleiben?

Idenburg, Blick Elbdeich – geknickter Knick, rechts neuer Alleebaum mit Haltestock, weiter Hahnenfuss-gelbe Marschwiese.

In Hetlingen schiesst Neues grünlichgelb durch – muss gelegentlich mal nachsehen, wie diese Pflanze mit ihren ?Löwenmaul-ähnlichen?? Blütenständen heisst.

Am Deich zetert es in den Weiden. Der Luftraum wird irrlichternd bevölkert – und … – – wieder alle weg!

Jungstare üben im SüdWestSturm 5. Mal als dunkler Ball dicht zusammen, dann in anderen Formen, dann völlig aufgelöst. – Wieder zusammen, stramm gegen den Wind, dann, als wäre die Kraft weg, runterstürzen auf die Wiese. Der lustigste, nicht fotografierbare, da kürzestmögliche Anblick ergab sich, als ein dicht an- / miteinander fliegender ca. 200er Trupp sich schlagartig hinterm Weiden-bestandenen Zaun zwischen der bunten Herde auf die Marschwiese „niederschlug“. – Puuhäh! Erstmal luftholen! – Und dann, ultrafix sich wieder ins Sturmgetümmel stürzte.

Laut ist es rund um die sturmgebeutelten Pappeln Fährmannssand.

Neue Farbe kommt ins Spiel, z.B. am Langen Damm.

Rotklee hat sich dem Weissklee hinzugesellt.

Am Schluss bin ich selbst dran – das Marschen-Sturm-Paradox.

Was sich in der Ansage und Realität halbwegs auf der Route deckte, SW 5, kehrt sich vor dem Geesthang um.

Die Weiden zeigen, was mir beim Hanganstieg blüht: SO 5, also „auf, munter gegenan“! Irgendwie ist man dann doch immer wieder oben.

Na denn – wer immer es brauchen mag – morgen einen schönen Vattatag!

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Am 30. April hatte ich über eine Vortragsveranstaltung in Rostock berichtet, deren breit zusammengesetztes Publikum hiesige Restaurierungserfahrungen an Bächen interessiert bis begeistert aufgenommen hatte.

Das hat fortwährend Folgen wie Nachfragen, weitere Einladungen zum Erfahrungsaustausch und – gestern live – den Besuch eines Engagierten aus dem Rostocker Raum. Die Pinnau mit ihren jüngst 3 (plus Starter 2024 = 4) bekiesten Strecken war das Ziel. Die Beiträge zu den Strecken finden sich zwischen 31. März und 24. April hier im Blog.

Bei der Anfahrt – Tangstedts Störche meinen, das Nest …

… müsse noch besser hergerichtet werden.

Wir sind etwas früher dran, werfen einen ersten Blick in die Pinnau – Erosionsstopp und Lebensraumschaffen haben funktioniert. Eine Erle vor Ort ist – hoffentlich! – gesichert.

Nach Eintreffen des Besuchs erläutern wir diese Teilstrecke bis zur Schlussrausche.

Hier wollen wir im Schnellverfahren nachsehen, wer bereits den noch recht frischen Kies besiedelt hat.

Auf anderem Niveau, bei der Beprobung.

Es finden sich die Pioniere Bachflohkrebs und Eintagsfliegenlarve.

Links ist eine weitere, andere (auch Eintagsfliegen-?) Larve zu erkennen.

Durch lichten Frühlingswald wechseln wir zur 2. Strecke.

Auch hier beproben wir eine Rausche. – An dieser driftet – das helle Ding – etwas durch, mittig, im linken Drittel. Wir sind nicht sicher, ob es sich um eine lebende Wollhandkrabbe oder deren Häutungspanzer handelt.

Hier also rein.

Hier sind die Eintagsfliegenpioniere geradezu auffällig häufig.

Auch Kriebelmückenlarven sind vertreten.

Ob zwischen Strecke 1 und 2 möglicherweise ein Kleinstbach Wasser aus planktonreichen Tümpeln einträgt, oder Bakterien (aus chronischer Verunreinigung?) in die Pinnau eingetragen werden und so die Filtrierer Kriebelmückenlarven fördern, wissen wir nicht.

Eine Eintagsfliege erkundet uns. Sie hat klare Flügel, ist also im „Spinner“stadium, hat ihre letzte Häutung (findet an Bewuchs an Land statt) erfolgreich hinter sich gebracht.

Genug besichtigt und diskutiert – wir wechseln zur dritten Strecke. Von dort stammt der Clip mit laichenden Flussneunaugen auf frischem Kies.

Die dritte Strecke besitzt teilweise einen Randstreifen, der zur Hälfte eingesät ist – wohl ein Blühstreifen?

Igelkolben, flutender Rasen – Folge harter Gewässerunterhaltung und Übersonnung.

Neben Igelkolbenrasen Massenentwicklung von …

… Laichkraut – hier Zeichen der Überbreite, nicht (mehr) vorhandener Fliessgewässerturbulenz sowie Lichtüberschuss.

Erste Pioniere, junge Bachflohkrebse sowie Eintagsfliegenlarven, beginnen, den neuen Kies zu besiedeln.

Scheinbar hatte sich etwas bewegt. – Es war das Wackeln eines Wollhandkrabbenrückenpanzers, Rest der Häutung vor nächstem Wachstum.

Vom unteren Ende der Strecke wandern wir zur Brücke, nochmal bachauf beproben.

In der gesamten Strecke ist der Wasserstand erhöht. West 4 steht auf der Pinnaumündung und lässt das Thw gut 20 cm einstauen – Nilgans steht auf Unterwasserlenker.

Noch ist die Besiedlung eher gering, die Beprobung schwierig. Immerhin, ein noch nicht gesehener Typ Eintagsfliegenlarve findet sich – oben eine junge Ruderwanze.

Blick in die Landschaft – leicht eingestautes Gewässer zeigt sich in seiner Überbreite, -eintiefung, -sonnung, -wärmung. Ringsum …

… fast sowas wie Gewitterstimmung.

Wir freuen uns über das gegenseitige Interesse an Lebensraumverbesserung im Bach. Mal sehen, ob mecklenburg-vorpommernsche Bäche und kleine Flüsse von den hiesigen Erfahrungen profitieren können.

Im Wegfahren „erwische“ ich noch einen Fasan, der den eingesäten Blühstreifen der Jägerschaft inspiziert.

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Im Rahmen eines Praxistags der Allianz Gewässerschutz SH sind wir nach Anwandern mit fachkundiger Erläuterung durch den Förster (vgl. voriger Beitrag) an der Querung des Holzabfuhrwegs mit der Bredenbek angekommen.

Das Experiment versucht, bacheigene Kräfte zu initiieren mit dem Ziel, den Lebensraum naturnäher zu entwickeln sowie abgeschnittene Altmäander öfter in das Wasserwechselgeschehen einzubeziehen. Im Wechsel der Hochwasser- bzw. Niedrigabflussereignisse ergeben sich ständig neue Eindrücke, aufgrund derer jährlich weitere Aktivitäten verabredet werden.

Aufgrund länger nicht stattgefundener hoher Abflüsse ist der „Einstieg“ in die Altmäander länger nicht aktiviert.

Gleichwohl lässt die Landschaft ringsum positiven Einfluss durch das angehobene Sohlniveau im Kanal erkennen.

Die – beabsichtigte – Durchbruchstelle durch die dammartige Kiesschüttung zeigt, wie gering der vom Bach (hergestellte und nur) benötigte Niedrigwasserquerschnitt ist – ein Bruchteil des vorhandenen Kanalquerschnitts.

So wird mit kleiner Maßnahme Wasser in der Landschaft dynamisch zurückgehalten, verbesserte Lebensraumstruktur sukzessive in die Strecke eingetragen.

Rauigkeit Niedrigwasserabfluss im Detail.

Schnell mal gucken, wer davon profitiert – selbstverständlich der Bachflohkrebs (hier als Paar unterwegs), Schredder von Laub und damit ein Starter der gesunden Bachnahrungskette.

Das Nachfassen „in die 3. Dimension“ bringt dann Unmassen erwachsener Bachflohkrebse sowie deren Jungtiere zum Vorschein – beeindruckend, diese „unsichtbare Welt“.

Auffällig ist, wie schnell strömungs- und turbulenzliebende Arten, wie diese flache / platte Eintagsfliegenlarve profitieren (der „Sportwagen“ unter den Eintagsfliegen).

Beeindruckend an vielen kleinen Beispielen: das Feuchtehalten der veränderten Landschaft.

Entwicklung neuer Kiesstrecken.

Saisonale Besonderheit: Ansammlung von Buchenspelzen.

Vom Wald wechseln wir in den Agrarraum, wo intensiv Wasserrückhalt innerhalb gegebener Handlungsgrenzen in Kolk-Rausche-Abfolgen realisiert wurde. Diese Strecke sowie das „Dressieren“ eines wilden Halbmäanders hat sich ebenfalls positiv auf die Gesamtsituation entwickelt.

Ein Weichkäfer – „Beute“, ohne das Sieb einzusetzen.

„Runde“ Eintagsfliegen – schnelle Initialbesiedler, charakteristisch für den Agrarraum.

Spezielle Köcherfliegenlarven mit organischen Köchern finden sich hier.

Hier 2 Beispiele – die Tierchen zeigen sich.

Ja, und dann – bei betrachten des variierenden Gewässergrunds halte ich das Sieb nochmal für künstlich erzeugte Abdrift bereit: Die Große Maifliege! -Aufgrund ihrer mehrjährigen Larvenphase ein Indiz für einen stabilen Lebensraum.

Reichlich Bachflohkrebs mit Jungtieren ergänzt das Bild.

Immer wieder auf Exkursionen bestätigt sich: Das positive Beispiel im Kleinen ermuntert zum Nach- und Weitermachen – hier und anderswo.

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Die Allianz Gewässerschutz Schleswig-Holstein besuchte Mitte Mai auf einem ihrer „Praxistage“ Restaurierungsstrecken an der Bredenbek, oberes Alster-Einzugsgebiet. Beim Anwandern erläuterte Förster Bohne die Rolle von Nutzforst und Naturwaldentwicklung mit einem Schwerpunkt Wasserrückhalt und Beitrag zur Klimaresilienz. Herzlichen Dank nochmals für diesen informativen  Querschnitt anhand der örtlichen Realität.

Anfahrt – die Oberalsterniederung.

Niedrigwasserabfluss im bislang trockensten Frühjahr seit Aufzeichnung. Pauschal verschriftlichte Naturschutzziele wie Baumfreiheit sollten angesichts der Lebensraumansprüche der Bachoberläufe im Klimawandel dringend überprüft werden.

Der FFH-Forst Endern, Wald, Natur und Kultur – der Mensch klitzeklein angesichts zeitlich entwickelter Natur.

Das Ziel sowohl in Nutzforst wie Naturwald ist standortangepasste Mischwaldentwicklung – Basis hier: Buchenwald – bei kontinuierlichem Mindern des Nadelholzanteils.

Alte Erle an Feuchtstandort – Krankheiten beachten, Totholz tolerieren, soweit Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist.

Gräben angepasst räumen – Ziel Wasserrückhalt, nicht primär Ableiten, bei Beachten der Anforderungen des Umfelds, hier: Holzabfuhrtrasse.

In Arbeit befindliche Nadelholzparzelle im Nutzwald – Entnahme wird begleitet mit Unterpflanzen von Jungbuchen.

Buchenwald mit Begleitbäumen je nach Boden- und Wasserverhältnissen – vom Ziel her gleich sowohl im Forst (links vom Weg) wie im Naturwald (rechts).

Die Bredenbek – Ziel erreicht.

Blick bachauf – durchflossene Mäander auf kuppierter Moräne kennzeichnen die Landschaft.

Der nächste Beitrag beschreibt die derzeitige Situation des Restaurierungsfortschritts in der Kanalstrecke bachab (Initiieren bacheigener Kräfte mit dem Ziel, den Lebensraum naturnäher zu entwickeln sowie abgeschnittene Altmäander öfter in das Wasserwechselgeschehen einzubeziehen).

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