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Archive for the ‘Klima’ Category

„Dry to the bones“, so nennen Forellen- und Lachs-Angler z.B. in Wales, England und Schottland  den Zustand ihrer meist unmittelbar Regen-abhängigen Gewässer in niederschlagsarmen Perioden. Die Steine und Felsspitzen gucken raus. Kaum noch Wasser fliesst.

Bei uns, wo uns über Jahrzehnte der Begriff „Wasserüberschussgebiet“ eingebläut wurde, werden Bäche und Flüsse meist durch im Grundwasser gespeicherten Regen das ganze Jahr über beschickt – zwar mit Hoch- über Mittel- bis Niedrigwasser. Aber „dry to the bones“?

2018 konnten wir es nun erleben. Seit April zeigen die Pegel durchgängig extremes Niedrigwasser an.

Am vielleicht letzten „schönen“ Tag war ich gestern an der Mühlenau, Pinnau-, Elbe-Einzugsgebiet, unterwegs. Es steht an, dass Grundwasserentnahmen stärker überprüft werden. Anderswo haben Landkreise bereits im Sommer begonnen, illegale Direktentnahmen systematisch ausfindig zu machen und abzustellen.

„Dry to the bones“, Bönningstedt.

„Dry to the bones“, Ellerbek. Sieht fast so aus, als hätten uns „die alten“ Wasserbauer hier „LandArt“ hinterlassen wollen …

Dieser schöne Tag war bei pfeifendem Ostwind bei angesagten knapp über Null Grad wind-chillig und, ebenfalls angesagt, als  Minus 8 Grad empfindbar.

Wäre da nicht die Sonne gewesen …

Na ja, jetzt regnet es ja endlich. Hoffentlich finden die Wanderfische auf dem Weg zu ihren Laichplätzen genug Wasser unter dem Kiel.

Zu den Niedrigwassereindrücken folgen demnächst ein paar Strömungsbilder, Längs- und Querprofileindrücke.

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Da ist man zur Zeit trefflich am berichten (und kommentieren) über anstehende Elbvertiefung (viel teurer als vorgesehen) und dass 2018 in Hamburg weniger Sedimente ausgebaggert wurden als in den Vorjahren … [mögen die Links ein wenig stehenbleiben] – Letzteres kann nicht verwundern, hat doch der ultrageringe Abfluss der Elbe 2018 zwangsläufig kaum Sedimente von oben ins Hamburger Hafengebiet verfrachtet. Und flussab baggert halt die Bundeswasserstraßenverwaltung die von See kommenden Sedimente weg.

Und so sieht das in Wedel aus, wenn starker Ostwind dauerhaft bläst, wenn weiterhin „von oben“, sei`s vom Himmel oder großräumig aus Richtung der Hamburger Partnerstädte Prag und Dresden kaum Wasser die Elbe runterkommt  (aktuell in Dresden 102 m³/s, in NeuDarchau 212 m³/s). Für Interessierte hier auch der Link zu generellen Daten zum Pegel Dresden.

Im Raum Wedel „fehlen“ zur Zeit am Tidehochwasser bis zu 1,60 m, bei Tideniedrigwasser bis zu 1,20 m. Das will ich mir ansehen.

Das Absinken / Weglaufen des Tideniedrigwassers ist nicht zuletzt den zahlreichen Elbvertiefungen geschuldet, bei deren Vertiefungen und Verbreiterungen netto nicht die Tiefen entstehen, die brutto gebaggert werden. – Wenn jetzt schon solche Zustände entstehen, was bringt dann die nächste Elbvertiefung? Darüber spricht man lieber nicht.

Der Schulauer Hafen bei Tideniedrigwasser minus 1 m.

Planer Schlickgrund liegt bis zur Hafeneinfahrt frei.

Na, ganz glatt ist der Schlick jedenfalls nicht – komisch geriffelt.

Anleger Willkommhöft – die frei gefallene Böschung davor zeigt, dass der Anleger wohl etwas dicht an Land angebracht ist. Kein Wunder, dass (allzu) häufig unter ihm Sedimente entfernt werden müssen. Ganz hinten kommt ein Containerfrachter, seewärts.

„Ganz hinten“ ist genau so gemeint. Davor der dicke Pott ist ein Kohlefrachter, der das Kraftwerk Wedel bedient.

Der Yachthafen Hamburg, entbootet – westliche Ausfahrt hinten.

Da kommt der Containerfrachter UASC (Hapag-Lloyd) Al Mashrab. Hoch wie ein Segel ragt das Schiff im Wind.

Ich bin Richtung Sperrwerk Wedeler Au geradelt – Mündung der klitzekleinen Wedeler Au in die Elbe.

Das viele Wasser, das da in die Elbe mündet, ist die Differenz des Tidehubs, wie er aus der Binnenelbe abfliesst (liest sich irgendwie komisch, oder?).

Al Mashrab in Sicht – 368 x 51 m, Tiefgang 11,5 m.

Süßwasserwatt bei Fährmannssand / Lühemündung gegenüber – hier nahebei hat es bei Ruderschaden schon solch Pötte auf das Watt gesetzt.

Süßwasserwatt bei Fährmannssand, die Elbe als Schifffahrtskanal dahinter.

Weiter westlich, seewärts, sieht das so aus (anderer Tag, anderes Schiff).

Hinterm Deich – dieses Jahr grasen die Nonnengänse noch in lockerer Formation, hier mit Graugänsen durchsetzt (so vorher kaum einmal gesehen).

Vielleicht sind die Nonnengänse noch nicht so zahlreich oder noch nicht so oft (Knall-Peng-Bumm) erschreckt worden, dass sie so locker grasen.

Acker mit Zwischensaat (?), für Schafe und Gänse gleichermassen interessant – ich stehe etwas sichtgeschützt hinter einer uralten Esche.

Ein ssssteifer, eiskalter (wind chill !) Wind lässt das Schilf schwanken.

Gib niemals auf, sagt sich unsere Kapuzinerkresse am Balkon – bis zum „echten“ Frost.

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Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019.

Mit Bach-Bezug finden sich Beiträge zum Thema der Baum, die Bäume, der Auwald als notwendige Ausstattung lebendiger Fliessgewässer regelhaft hier im Blog. Die Flatterulme gehört dazu.

So wurde sie von uns bereits 2007 gewürdigt im Zusammenhang mit Forelle und Schwarzstorch: „Forelle, Fogel, Flatterulme – die drei magischen F erfolgreichen Gewässerrestaurierens “ .

Die nach wie vor ausstehende Anpassung an den Klimawandel, mindestens alleeartig gewässerbegleitende Auwaldbäume, besser noch Auwaldentwicklung, wo immer möglich, bieten allüberall Verbesserungsmöglichkeiten. – Am Besten im Zusammenhang mit der Umstellung der zur Zeit für den Steuerzahler völlig inakzeptablen Agrar-Subventionierung.

So kann es – in eigenem Erleben – starten, wenn man die natürliche Pflanzenentwicklung ermöglicht.

Und so kann sich – nach 35 Jahren – die lichte Gewässersituation naturnah darstellen.

Was aussteht? Mehr Mut zum Handeln, mehr Akzeptanz der Natur.

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Morgendliches Kreuz des Südens mit Tauben.

Nach dem Vergnügen mit unterschiedlich altem Getier und der Indianer-Historie im LWL-Naturkundemuseum (s. vorige Beiträge) stand nun also Arbeit an. Es folgte ein ausgezeichnetes Gewässerschutz-Seminar, das jeweils vor Ort sicherlich erhebliche Verbesserung der Lebensräume bewirken wird.

Das alles bei trefflichem Wetter …

… bis in die Abendstunden.

So ein abendlicher See (Aasee, Münster) hat ja was.

Im Gegensatz zur Anreise bei strömendem Regen konnte nun auch der Dom in Trocken und nächtlich beleuchtet betrachtet werden.

Dann zeigte sich, welche Jahreszeit wir haben und in welche Richtung es weiter geht.

Morgennebel.

Radlerstadt Münster im Nebel.

Wir passieren den Kinderbach, kurz vor unserem Ziel.

Erreicht, die Fachhochschule Münster, wo wir gute Arbeitsbedingungen vorfanden.

So hörten die Mitglieder der DWA-Arbeitsgruppe „Buhnen“ externe Experten an, welche Überlegungen zu Lebensraumverbesserungen in Gewässern führen können und werkelten an verschiedenen Kapiteln eines für ein Merkblatt zu entwickelnden Entwurfs für die öffentliche Fach-Diskussion („Gelbdruck“).

Fahrräder allerorten.

Tags drauf – wir haben doch Minustemperaturen erreicht.

Bunte Reiflandschaft, auf zum letzten Arbeitstag in Münster.

Licht und Schatten.

Die Arbeitszeit verging wie im Fluge, es blieb noch Zeit bis zum Zuge.

Ein Rundgang in Bahnhofsnähe, die historische St. Ludgeri-Kirche – imposant.

Der extra für mich im Sonnenlicht ausgerollte Teppich sieht so gelackt aus?

Ah, es handelt sich um das Museum für Lackkunst – mal vormerken für einen späteren Münster-Besuch.

Auf dem Bahnsteig – das Leben ist lebensgefährlich.

Da sitzt – ist es ein Ockergelber Blattspanner, oder was? – ein sich sonnendes Insekt auf gut belaufenem Bahnsteig. Ich überlasse ihn seinem Schicksal – „Rettungs“möglichkeit sehe ich keine – vielleicht hat er weiter Glück.

Mein IC wird an zweiter Stelle – ohne Verspätung – angezeigt.

In schneller Fahrt passieren wir dann bald den Mittellandkanal.

Wir lassen Bremen noch vor Einbruch der Dunkelheit hinter uns.

Lichter Hamburgs huschen am frühen Abend vorüber.

Gut bin ich in Wedel angekommen. Jetzt ist erstmal Reisepause, Lokales und Regionales bestimmt meine Tage – der Kalender 2019 entwickelt sich.

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Im LWL-Naturkundemuseum, Münster, habe ich die Sonderausstellung Gehirn schnell begangen und mich auf anderes konzentriert. Zunächst ging es zu den Prairie- und Plainsindianern, eine Dauerausstellung, die wohl im Januar 2019 enden wird. Hier wird gut komprimiert die Geschichte der Besiedlung Amerikas dargestellt mit der Entwicklung der indianischen Völker, ihr Wandel und ihre Tradition. Die folgenreiche „Entdeckung“ Amerikas durch Europa dauert bis heute an. Mögen die jüngsten Wahlen zum Repräsentantenhaus ein Zeichen sein, dass sich die Bevölkerung in ihrer bunten Zusammensetzung ihrer Bedeutung und Macht bewusst wird – leider befördert das Mehrheitswahlrecht bislang Weiss-Schwarz-Konfrontation statt Buntes. Zum Glück bestätigen wie generell Ausnahmen die Regel.

Beispiel für historische Bekleidung als Symbol für die Ausstellung.

Der Bison und seine Bedeutung gestern und heute.

Bison-Gruppe.

Vergleichbares über den Wisent findet sich gerade im Tagesspiegel. Ich drücke der Wisent-Welt-Wittgenstein die Daumen!

Handwerkliches – Löffel aus Bison-Horn.

Genau so informativ stellt sich die Dauerausstellung „Vom Kommen und Gehen – Westfälische Artenvielfalt im Wandel“ dar. Der zweite Teil der Überschrift ist sicherlich der Örtlichkeit geschuldet, die ausgesprochen interessant vermittelten Inhalte stehen aber für unsere hiesige gesamte (Nach-)Eiszeitwelt.

Die lange Reihe Tierarten, in beide Richtungen spannend anzusehen.

Vom Kommen und Gehen, Ausschnitt.

Vom Kommen und Gehen, Ausschnitt.

Das sieht in meiner Foto-Auswahl jetzt sehr nach „Ausgestopftem“ aus. Meine Auswahl täuscht. Eine Vielzahl unterschiedlich vermittelter Informationen ist es wert, länger zu verweilen. Auch zum Thema Gewässer gibt es fachlich und didaktisch sehr schön aufgebaute Dioramen. Nicht zuletzt ein kurzer Film von AugenBlick Naturfilm mit der Äsche als Beispiel notwendigen und erfolgreichen Fliessgewässerschutzes zog mich in seinen Bann.

Geweckt: das Kind im Manne.

Alles, was die unterschiedlichen Ausstellungen beschreiben, entwickelte sich vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen unseres Planeten. Die bunte Sandkiste bietet die Möglichkeit, selbst zu schaufeln. Nebendran werkelte ein Schaufel-Team, das wohl gar nicht verstanden hatte, was da eigentlich geboten wird. Man sprach immer von „Guck mal, jetzt habe ich viel mehr Blau …“ – Dass da wahre Gebirge und Ozeane vor uns liegen, nicht erkannt? – Ich habe mir vorgenommen, das Gebirge mit einem Kratersee auszustatten.

Seh`n Sie!

Tja, und dann waren da noch …

Die Saurier – Begeisterung bei Kleinen und Großen! Freudige Begrüssung durch einen auf dem Weg zum Vogel befindlichen Saurier.

Auch die älteren Saurier sehen so aus, als hiessen sie uns willkommen (??).

Selbstverständlich steht da auch allerhand Knochiges – hier ein Iguanodon.

Dino-Knochenvielfalt.

Um mit der Zeit zu gehen, habe ich noch an einem PC-Frage-Antwort-Spiel teilgenommen (Dino-Quiz – Nächste Frage – „Yeah, das war richtig.“). Begeistert verlasse ich das Museum.

So ist der Nachmittag vergangen. Am Abend werden Kollegin und Kollegen erwartet. Wir bereiten uns auf`s Arbeiten vor.

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So stand also noch Münster an. Vorweg gesagt: ich bin gut wieder zu Hause angekommen, hoffe, alle anderen auch.

Es ging zu einem DWA-Seminar „Bauen mit dem Fluss“ ( Programm ) und zu zwei anschliessenden Arbeitstagen in kleinerer Runde.

Um von Münster ein wenig zu sehen, das ich noch nicht kennen gelernt habe, hatte ich mir einen halben freien Tag vorweg gegönnt.

Schon bei Ankunft am Hauptbahnhof Münster fällt auf: Münster ist Fahrradstadt.

Mit dem Bus 14 bin ich zur Endstation Zoo gefahren – in Fahrradstraßen ggf. immer schön hinter den Fahrrädern / -fahrerinnen und -fahrern her.

In Münster ist solch Bus ein E-Bus, geht doch.

Tja, und dann …

Herbst in Münster – die Saurier sind los ? !

Mal vorsichtig etwas näher ran – da stapfen 2 Triceratops durch die randliche Stadt.

Mehr zu diesem Erlebnis und mehr Münster folgt demnächst hier im Blog.

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Das Auto ist geparkt, ich gehe Richtung Seeuferrand.

Hier ist der See schon lange nicht mehr, die freie Flussaue ist dicht mit Stauden und Gräsern bewachsen.

Wer diese großflächigen Rauschen sieht und hört, kann verstehen, dass die Eder früher der Hauptlaichfluss des Weser-Lachses war.

Weiter abwärts: die Aseler Brücke, Teil des Edersee-Atlantis. Weisse Punkte = Schwanenboot und Höckerschwäne.

Steil bin ich runter gekraxelt, hier muss ich später auch wieder rauf.

Was für ein Fluss, was für eine Herbstlandschaft.

Landschaft im Farbenspiel, mit 2 Höckerschwänen.

Den Höckerschwänen gefallen die Pool-Strecken dieses Jahr besonders gut. Durch die intensive Lichteinstrahlung und die auf weiten Strecken frei gewaschene Flusssohle haben sich dichte Bestände an Wasserpflanzen gebildet. Die dienen nun als willkommene Nahrung in der Herbst-/Winterzeit.

Kamille setzt weiss-gelbe Tupfer ins ansonsten flächige Rot-Gelb-Grün.

Jungpflanzen im unmittelbaren Uferbereich.

Eine Schmetterlingsraupe – muss noch nachschlagen, ob ich sie erkennen / benennen kann.

P.S: Es handelt sich wohl um die Meldeneule – und zwar in zweiter unvollständiger Generation. In diesem Fall gilt wohl „Pech gehabt“, mit Verpuppen zur Überwinterung im Boden ist dann Schluss. Das Ansteigen des Sees wird zum Ertrinken führen. Vielleicht buddelt ein Brassen die Puppe aus und freut sich.

Kaum zu glauben, aber: ich angele tatsächlich! Der Spinner-Drilling scheint mit unzulässigen Ködern ergänzt: Algen für Veganer, rote Zuckmückenlarven für Fleischfresser.

Im Ernst: Algen und rote Zuckmückenlarve (mehrmals hintereinander) habe ich beim Spinnen „gefangen“.

Der eine und andere kleine Hecht greift sich meinen großen Spinner. Etliche folgen ihm bis nahe ans Ufer.

Ein etwa gleich großer wie 2017 kommt nicht an Land – solch Exemplar von 65-70 cm attackiert zweimal … wohl das Stahlvorfach statt den Spinner … – Glück gehabt, Fisch. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder.

Kleine Gruppen Gänsesäger flogen vorbei, später kommen etliche Schwärme mit bis zu über 100 Kranichen über das Edertal.

Da will ich die Natur Richtung Abend nicht länger stören. Den Steilhang habe ich gut erklommen, zum Auto ist es nicht mehr weit.

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Das Auto steht querab Baumkronenweg. Ich gehe westwärts den Uferrandweg Richtung Hopfenberge.

Bunte Pflanzensukzession direkt unterhalb Vollstauzone. Früh fiel dieser Bereich 2018 trocken – vor der großen Trockenheit, daher dicht bewachsen.

Das sieht tiefer, hier voraus am Steilhang des Hammerbergs, ganz anders aus.

Auch der Blick zurück nach einer Weile Weges zeigt für flache Uferbereiche den fehlenden Bewuchs – da war halt kein Wasser zum Wachsen, auch „von oben“ nicht.

Blick voraus, hinüber: Schloss Waldeck und die weisse Ederflotte.

Blick nach unten – oha! – zu viel Phosphor im Wasser (nach Abwasserreinigung heutzutage meist aus unangepasster Landwirtschaft) liess Blaualgen üppig wuchern!

Die Blaualgen sind in der Lage, sich den ggf. „fehlenden“ Stickstoff aus der Gasform zunutze zu machen. Die aufgeschwommene Farben-ähnliche Schicht kommt unter anderem dann zustande, wenn kühle Nächte wärmere Tage ablösen. Aus dichten Konzentrationen Blaualgen im durchlichteten Seevolumen wird eine eklige blaugrüne Schwimmschicht – nicht schön für Wassergetier und Badegäste.

Blick zurück kurz vor dem Ziel, den Hopfenbergen – ganz schönes Stück Weg abgewandert.

Blick vom Ende des Hammerbergs über die frei gefallenen Hopfenberge – Anglerboote liegen über dem Eder-Flussbett.

Blick nach rechts – die Sperrmauer, selten so frei zu sehen.

Ich begehe den ersten Hopfenberg – illustrer Blick über schräg gestellten Meeresgrund mit Steilufer auf Schloss Waldeck.

Wackerstein-Lagen, vergängliche Historie.

Zwei am Ufer rastende Kormorane vollführen einen Schnellstart.

Am „Ende“ der Hopfenberge, Blick über den Restsee auf das Waldecker Ufer mit kleiner Bucht.

Hier fällt „die Stukenkante“ steil auf Höhe des Flussbetts ab, alte Baumstubben.

Wie Urviecher sehen manche Baumstubben aus.

Ein vielbeiniger Tänzer (?!).

Diese Baumstubben zeigen uns noch heute, nach mehr als 100 Jahren „Unterwasserleben“ mit gelegentlichem Auftauchen, welch Erosionsschutz Bäume mit ihren Wurzeln darstellen. Auch beeindruckt die konservierende Wirkung des langen Unterwasserdaseins.

Ich habe die Hopfenberge auf Wasser-Niveau umrundet. Ins Blickfeld kommen wieder die Ausflugschiffe – und die windgesteuerte Blaualgenschwimmschicht.

Ich quere das Plateau des 2. Hopfenbergs, Rückweg.

Jetzt, wo der Sonnendruck nach 6 Monaten Trockenheit nachlässt, kann weisses und rotes Polygonum doch noch seinen Besiedlungswillen dokumentieren.

Fast am Uferrandweg – die ehemalige Durchfahrt zur Stollenmühle.

Da kann man gut durchgucken.

„A long, winding road“ liegt vor mir – ich habe es so gewollt.

Nationalpark Kellerwald – Urwald wird ahnbar.

Ich nähere mich meinem Ausgangspunkt – Farbenpracht von Wald und Ufervegetation.

Unten am Wasser ist eine kleine Halbinsel schwarz besetzt.

Auch die jetzige Ruhe auf Bootsanlegern wird geschätzt.

2 von 6 Kolkraben – die haben mich mit ihrem munteren Neck-Spiel inklusive tonreicher „Schnackerei“ eine Zeitlang gefesselt.

Ich fahre zurück – will über Herzhausen wieder ans Südufer, noch ein Bisschen im Fluss angeln. (Ja, auf der dargestellten Wanderung habe ich meiner zusammengesteckten alten Angelrute mal wieder den Edersee gezeigt, zur Begeisterung der unbehelligten Fische und auf den Hopfenbergen und am Kellerwald angetroffener Wanderer und Radler. „Angeln Sie gar nicht?!“  🙂  )

Bei Herzhausen stecken Reste der dichten Nebellage immer noch in Einzeltälern von Nebenbächen.

Demnächst gibt`s noch einen Beitrag zur herbstlichen, seit Langem frei gefallenen Eder.

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Bevor ich losfahren kann, erwandere ich mir das Fahrzeug. Berg runter – Blick auf St. Kilian, Tylenturm und altes Rathaus (das mit dem Roland, vgl. frühere Korbach-Beiträge).

Die Kilianskirche über der Fachwerkstadt.

St. Nikolai – ich nähere mich meinem Ziel.

Prof. Bier-Straße, der Nachtwächter und seine Hunde – offenbar Glücksbringer, wie die „golden“ gerubbelten Stellen anzeigen.

Prof. Bier-Straße, Detail – hier erhalte ich meinen heutigen fahrbaren Untersatz (wer meinen Namen googelt, erhält unter anderem einen Link zum rot-weissen Fachwerkgebäude). Die Fahrt beginnt.

Herbstlicher Nebel am Morgen gab eine besondere Note – keine Beeinträchtigung beim Fahren.

Eine kompakte, aber dünne Nebelschicht liegt über der Eder, Herzhausen.

Die Eder bei Herzhausen ist 2018 schon früh frei gefallen, der Seegrund daher dicht bewachsen. Die Bergkette gegenüber wird heute von Nebel verdeckt.

Am Restsee angekommen nahe Berich, vgl. vorigen Beitrag. Auch hier findet sich eine gleichartige Nebelschicht wie in Herzhausen.

Ein paar Kormorane flüchten vom Ufer weg Richtung Seemitte.

Schloss Waldeck kommt in Sicht, über den Nebeln.

Nochmal, weil`s so schön ist.

An der letzten großen Ederschleife vor der Sperrmauer – Blick über die Hopfenberge.

Hopfenberge, das schräg Gestellte als Steilhang.

Übergang der Hopfenberge zum Ederfluss – „Stukenkante“, mit Baumstubben besetzter Steilhang Richtung Flusssohle.

Ich bin über Hemfurth Richtung Bringhausen gefahren. Am Baumkronenpfad (alter Bericht im Blog zu finden), mitten im Buchenmischwald, parke ich.

Die Wanderung von hier Richtung Hopfenberge und drumrum folgt im nächsten Beitrag.

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Eine Vortragsreise gen Südhessen liess mich mein Ausgangslager in meiner Geburtsstadt, Fürstentum Waldeck, aufschlagen. Am Ankunftstag ging es kurz vor der Dämmerung noch an den Edersee. Das Jahr 2018 mit seinen fast fehlenden Niederschlägen ab April hat den See früh und weit absinken lassen – so weit, dass das „Absenkziel“ (vgl. diesen Link) dazu führte, dass die Wasserabgabe an Fulda / Weser / Mittellandkanal  im Übergang Oktober / November gestoppt wurde. Das „Auftauchen von Atlantis“ in solchem Maß lockte eine Vielzahl von Besuchern an die Edertalsperre – weit über die „normalen“ Touristenzahlen hinaus.

Schon beeindruckend, so ein „leerer See“ bzw. seine ehemalige Landschaft, hier zwischen Waldeck und der Sperrmauer.

Mehr über diese Ecke folgt in einem späteren Beitrag.

Das Dorf Berich (Fundamente und Friedhof) liegt frei – kein alljährliches Erlebnis.

Blick flussauf zur Stauwurzel – die Eder erreicht inzwischen als Fluss fast den Werbe-Bach.

An der Mündung der Werbe in die Eder ist knapp die alte Brücke aufgetaucht.

Dies (der kleine Fleck im hellen Wasserspiegel oben rechts, Detail-Foto im folgenden Link) ist ein seltenes Ereignis.

Wir blicken von der Bericher Hütte Richtung Schloss Waldeck.

Vor der Bericher Hütte befindet sich das Modell der Talsperre, dieses Jahr vom Schlamm / Boden befreit bis zur Basis.

So kann das Modell umfassend betrachtet werden.

Auch ein tief liegendes Gewölbe an der Bericher Hütte liegt frei.

Reste der Bericher Hütte, verfallend.

Die Bericher Hütte – kein Geheimnis.

Bei Einbruch der Dunkelheit beenden wir unseren Ausflug.  Herbstliches vom Edersee wird demnächst über eine Wanderung entlang der anderen Seeseite zu berichten sein.

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