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Archive for the ‘Klima’ Category

Ja, ist denn schon Ostern, fragte ich mich kürzlich beim Queren der Binnenelbe.

Viel Wasser zu Tidehochwasser in die Binnenelbe gelangt …
Deichschafe, nichts Ungewöhnliches.

Aber da … – klitzeklein.

… reckt ein junges Lamm seine Nase in die Sonne.

Und da ist noch ein zweites.

Sagt man nun „Osterlamm“ dazu – bei diesjährig spät liegendem Termin?

Irgendwie kommt mir „Ostern“ immer mal wieder in den Sinn – z.B. auch gestern.

Suchbild – ich bin offenbar „unsichtbar“. Da sitzt doch was.

Auch hinter einem Strommast scheine ich versteckt genug ???

Der Osterhase übt schonmal (sich) Verstecken.

Mal sehen, was er bis Ostern so drauf hat.

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Zu den beiden voranstehenden Beiträgen trage ich hier ein paar Fotos aus den Entstehungstagen des Kies-Experiments nach, August 2021.

Es galt, einen Sattel Kies als „Spielmaterial“ für den Bach einzubauen.

Das wurde optimal mit Telelader erledigt.

Der Versuch, einen alten, noch vorhandenen Mäander zu aktivieren. – Ansatz gelungen, erstes Wasser fliesst in ehemaliges Bett.

Einen tief eingeschnittenen, stark erodierenden Graben wollten wir entschärfen.

Das lassen wir so – sieht erstmal gut aus.

Zum Verbessern und Stützen des Wasserhaushalts im Wald sowie als vom Bach zu transportierendes Strukturmaterial lag auch im Übergang des Waldes in die Agrarlandschaft ein Sattel Kies (25 t) bereit, geschüttet per Mulde.

Hier wurde gekonnt mit Bagger gearbeitet.

So konnte der Kies beidseitig und in der Sohle sowie bachab, wo ein zu aktivierender Mäander dem Bach wieder zulaufen würde, optimal abgelegt werden.

Zum Schluss ist Aufräumen angesagt, hier wird ein zuvor entnommener Zaunpfahl wieder eingesetzt.

Ablauf in die kanalisierte Strecke der Agrarlandschaft.

Wie die beiden Beiträge vom 26. und 27. Februar 2022 nach Durchgang dreier Regensturmtiefs zeigen, war das Experiment gut angelegt. Das meinen auch die Indigenen – und die müssen es wissen.

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Wir hatten in einem Experiment getestet, ob instream-Restaurieren, so vor Ort gewollt, frühere Bach-Mäander, etliches höher liegend als das heutige, kanalartig ausgebaute Bachbett, wieder aktivieren könnte, vgl. voriger Beitrag. Auch das Anheben der Sohle, um Wasser länger in umgebendem Wald zu halten, gehörte zu diesem Lernversuch.

Dazu wurden vom Wasserverband an zwei Stellen je ein Sattel Kies (à 25 t) in den Abflussquerschnitt eingebracht. Beides, Mäander aktivieren und Wald länger feucht halten, hat funktioniert. Weitere Entwicklungsanstöße sollen demnächst angedacht werden.

Nach den Sturm-Regen-Tiefs des Januar und Februar 2022 wurde neben der Funktionalität auch die Besiedlung der neuen Kiespartien untersucht.

Angesichts möglicher Forellenlaichbetten – an zwei Stellen dieses sommertrockenen Bachs gab es Hinweise darauf – wurde die Probenahme der orientierenden Untersuchung eng begrenzt.

Kleine bis mittelgroße Bachflohkrebse zeigten gute Vermehrung an.

Kleines Spektrum, mittlere und große Bachflohkrebse sowie 2 Arten Eintagsfliegenlarven.

Viele große Bachflohkrebse waren paarweise anzutreffen.

Die „Rennwagen“-Eintagsfliege Ecdyonurus ist mit ihrer flachen Form sehr gut an strömungsstarke Lebensräume angepasst.

Kleinste, junge Eintagsfliegen gehören vermutlich der Gruppe Baetiden an(?).

Auch die dritte Eintagsfliegenart, Habroleptoides, mit 2fach gegabelten Kiemenanhängen am Hinterleib, kennzeichnet lebendige Gewässer mit gutem Kieslückenraum.

Zwei Steinfliegenlarven fanden sich, hier wohl Nemoura.

Für mich besonders, in bisher restaurierten Bächen kaum gefunden, sieht diese Steinfliegenlarve aus – eine junge Perlodes, nehme ich an.

Hier nochmal, in Draufsicht.

Zwei Formen Köcherfliegenlarven fanden wir, teils mit Haus aus Hölzchen, hier eine mit Sandkornköcher – deneben ein Exemplar der vorgestellten jungen Eintagsfliegenlarven.

Vorbeikommende Spaziergänger interessieren sich, sind von den Erläuterungen beeindruckt und begeistern sich an den Bachlebewesen.

In ruhigen Bereichen kennzeichneten (wenige) Wasserasseln, hier ein eingerolltes Exemplar, und (Kleine Schnecken-)-Egel das Besiedlungsbild. Dort waren auch einzelne Würmchen, Tubificiden, zu finden.

Im Übergang zum Agrarraum fanden sich auffällig viele Kriebelmückenlarven („Strudler“) auf im Wasser flutenden Sumpfpflanzenresten. Hinweis auf reichlich bakterielles Nahrungsangebot, evt. auch aus Teichen eingespülte Algen.

Insgesamt beeindruckte uns dieses, wenn auch aufgrund der begrenzten Beprobungsintensität nicht sehr breite Besiedlungsspektrum. Die neuen Porenlückenräume bieten eine erhebliche Struktur- und Lebensraumvielfalt, die derzeit insbesondere im abwärts folgenden Agrarraum erheblich verringert bis beseitigt ist.

Hier wollen wir – neben der Mäanderverbesserung im Wald – nächste Schwerpunkte setzen.

Verbesserungen in unseren Bächen und kleinen Flüssen sind nahezu überall dringend erforderlich – und möglich!

Wir werden weiter bewährte Kiesfraktionen einsetzen. Bis in solche, in der Moräne ebenfalls zu findende Größen (vielleicht gucken 10 % raus) fänden keine Akzeptanz.

 

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Morgens hatte ich einen schnellen Geburtstagsgruß gemailt mit dem Hinweis, extra wegen des Geburtstagskindes würde heute zwischen den gewesenen Regentiefs und morgen erwartetem Regen die Sonne scheinen.

Ich fuhr los. Oh, über fast eine Stunde Fahrt grübelte ich über meine Aussage, die auf die Zuverlässigkeit des Wetterdienstes gebaut hatte. Es war gut unter 10 Grad, wehte mit „wind chill“ und dunkel-, seltener hellgraue Wolken beherrschten den Himmel.

So erreichte ich die Oberalsterniederung.

Alsterquerung, Kreis Segeberg.

Wie der weiter abwärts gelegene Pegel Naherfurth morgens zeigte, lag der höchste Wasserstand bei fast 1,70 m, 20 cm über dem mittleren Hochwasser (Tendenz: deutlich sinkend). Da ist die Oberalsterniederung um das Flüsschen herum eine Seenplatte.

Immerhin! Zwischen den Wolken wagte die Sonne einen kurzen Blick.

Mittags zeigte sich dieselbe Stelle dann ganz anders. Meine Geburtstagsansage wurde durch Sonnenschein doch noch wahr.

Das sieht nicht nur so aus, es fühlte sich total nach Frühling an!

Lange ist es ja auch kalendarisch nicht mehr hin.

Und was sollte das Ganze? Da gab es selbstverständlich mehr Veranlassung als „Hochwasser gucken“.

Mehr dazu demnächst – aus nahegelegenen „Höhen“.

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Spätnachmittags, nach Ylenia – Zwischenhoch, hier kurz vor Sonnenuntergang. Zeynep naht. Der Zugverkehr ruht.

Am Morgen danach, laut war`s (Schlafen bei offenem Fenster)! – Rolläden hochgefahren.

Rollläden hoch – der Balkon quitschnass, Haselstecken stehen perfekt, Besen umgefallen. Kein Problem also?

Ein Baum, der bislang einen Marderschutz-Nistkasten trug, ist Nistkasten-frei.

Holla, da ist etwas Großes, zugeflogen.

Draussen, ein aktueller, kurzer Schlagregen hat auf versickerungsfähiger Oberfläche Pfützen hinterlassen.

Kleinklima – offenbar war Graupel dabei, Reste schmelzen vor sich hin.

Weiteres, anderes Kleinklima – hier liegt der Graupelrest wie Schnee.

Schirm eingesammelt, zusammengeklappt und nahe an vermuteten Herkunftsort abgelegt.

Das war offenbar eine gute Tat. Kurze Zeit später war er verschwunden.

„Abgeflogenes“ – Der Marderschutz-Nistkasten wurde offenbar durch den heftigen Sturm in Längsachse des Trageastes abgerüttelt, also besser gesagt als in der Überschrift: Abgerütteltes / Abgestürztes. Im Bodendecker unter dem Baum lag er, scheinbar unversehrt.

Immerhin sehe ich nun erstmals nach 6 Jahren, dass der Kasten mindestens als Schlafplatz gut genutzt wurde. Nun soll er an einen anderen Ort.

Während des Hantierens bricht die obere Front. Zum Trocknen abgestellt erwartet ihn demnächst die Entscheidung über weitere Nutzung. Falls die Frontklappe nicht mehr haltbar befestigt werden könnte, werde ich ihn, das Bodenbrett mit Quer“schranke“ wieder eingesetzt, quasi als offene Halbhöhle nutzen. Amsel und Rotkehlchen werden dafür dankbar sein.

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Aufgrund der Wetterlage schiebe ich diesen Kurzbeitrag zwischen die Berichterstattung meiner Hin-und-weg-Reise zum Bodelachs.

Gestern Abend, draussen gucken, wo das schlagende Geräusch, mal Klack, mal Klong, herkommt.

Gestern, Donnerstag Abend: Zwischenhoch zwischen Sturmtief Ylenia und Orkantief Zeynep – der Himmel klar, beeindruckender Mond.

Hoffen wir mal, dass das angesichts des angesagten Orkantiefs kein „bad moon rising“ ist!

Die Ursachen des Klack und Klong konnte ich nicht orten – es klackte und klongte überall mal, ringsum.

Demnächst geht`s weiter – mit dem Bodelachs.

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Über das Januarwetter in Schleswig-Holstein berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD), dass es wieder wärmer als früher war – fünftwärmster Januar – und die Niederschläge ein Viertel unter normal lagen. Die Sonne, man glaubt es kaum, schien laut DWD statt im Mittel 39 dieses Jahr 45 Stunden (wohl daher meine sonnigen Radelberichte?).

Auch zum Februar gibt es am 10. etwas zu berichten, nämlich dass die gesamte Februar-Regenmenge bereits gefallen ist, bei meist stürmischem Wind.

Inzwischen sinken die Pegel der Gewässer wieder (teils ein Bisschen, teils mehr), ringsum sieht es aber im Vergleich zu den Vorjahren ungewohnt aus.

Sturmwetter, rasche Wolkenwechsel – der Radler nutzt seine Chance.

Abzweigung Sauerbeckweg von der B 431: Nasse Wiese.

Auf dem Holmer Berg – Zeugen jüngerer Vergangenheit.

Spiegelnd …

Nasse Schafwiese hinter dem alten Deich, Holm.

Hoch eingestaut, Marschgraben Lanner – frisch unterhalten, Schlamm und sicherlich etliches an „Biomasse“ liegt am Wiesenrand.

Nasse Wiese, Hetlinger Hinterdeich.

(Nicht nur) diese Gänse mögen das.

Vor dem alten Deich, Hetlingen – Sturm auf nasser Wiese.

Blick Giesensand.

Elbe-Hauptdeich – Sturm, Treibsel, bereits zusammengeschoben.

Sturmwetter im Gegenlicht – wer da unten, am dunklen Ende …

Raue Elbe – die Ebbe steht gegen den Nordwestwind.

Zum Dunklen im vorletzten Foto – hier auf der anderen Elbseite scheint die Sonne. Einzelne Deichwanderer geniessen es.

Die andere Seite, nochmal – hier Sonnenspiegelung, dort Regen in Niedersachsen.

Querab NABU-Vogelstation – hinterm Deich Sturm auf Marschwiesenmäander und Hinterdeichgraben.

Reflektionswellen stellen sich auf – etwas weiter rechts endet der Hinterdeichgraben.

Äsende Gruppe Nonnengänse – die Vogelgrippe hat dieses Jahr heftig gewütet. Seeadler, Marder und andere hatten viel aufzuräumen (einsammelnde Menschen auch).

Deichvorland Fährmanssand – Sturmwetter, Treibsel und neuer -Flutsaum.

Raue Elbe – Blick zur Lühemündung.

Trocken komme ich zu Hause an. (Nur zum Trost: Das ist nicht immer so. Wetter-Radar, eigene Einschätzung und die Realität stimmen nicht immer überein, schlagen doch immer wieder einmal nass zu.)

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Wir befinden uns im Norddeutschen Tiefland.

Da kommen auch nach Jahrzehnten von Information über Fliessgewässerlebensräume und beeindruckenden Lebenszeichen nach selbst kleinstem Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen Fragen auf – grundlegende, immer wieder (teils als eher anklagende Aussagen, das könne nun ja gar nicht sein!).

Manches beantwortet noch halbwegs vorhandene Natur selbst, oft genug nur an kleinen Punkten und zu besonderen Zeiten erkennbar – beim Ansehen, z.B. über das Wirken von Hydraulik und Hydrodynamik. Ein Beispiel dafür und ein wenig Fachinformation zu Zeigerorganismen folgt hier.

Kleiner Waldbach im Norddeutschen Tiefland, Kreis SE, mäandrierend.

Aufgrund erforderlichen Entwässerns aufwärts gelegener Flächen schneidet er unnatürlich tief ins Gelände ein. Regelhaftes Entfernen von Strömungshindernissen wie Totholz und Laub haben die Sohle einförmig werden lassen, halten sie so.

Wie so ein Bach auf Moräne seine Sohlstruktur ausprägte, haben Altmüller und Dettmer 1996 eindrücklich dokumentiert. Auch bis heute vorhandene Probleme aufgrund menschlichen Umgangs werden von den Autoren aufgezeigt, Möglichkeiten zur Verbesserung werden dargestellt. Der Link weist zum Download der Arbeit.

Der auf Moräne entstehende, beschriebene Kiesgrund, der heutzutage durch den Menschen nahezu überall entfernt wurde, ist bei Restaurierungen / Renaturierungen dem Gewässer also zurückzugeben.

Mäander entwickeln sich einerseits je nach Umfeld variabel, im Grundsatz aber, was Breite, Länge, Ausprägung der Sohle betrifft, gleichartig. – Vorn erkennt man die durch frühere, harte Unterhaltung entstandene Überbreite, die die Sohlstruktur weiter verschlechterte.

„Der spricht immer von der Forelle! Die Forelle lebt im Gebirge – als aus dem Mittelgebirge Stammender will der einen „Heimat-Zoo“ hier aufmachen!“

Die Antwort hierauf geben Überlegungen zur breit bekannten „Längszonierung von Fliessgewässern“ – von der kleinsten Quelle bis zur Mündung großer Flüsse ins Meer bieten unterschiedliche Umfeldbedingungen unterschiedlichen Lebensgemeinschaften ihre jeweilige Existenzgrundlage. „Oben“ geht es mit einer fischfreien Zone los – es folgt die Forellenregion.

Wesentlicher Faktor – und das wird erstaunlicher Weise allgemein übersehen bzw. vergessen – ist die Wassertemperatur. Wichtig für die Forellenregion ist nicht eine Geländehöhe, sondern Sommerkühle. Die ist nah zu Quellen, wo das Wasser bei relativ gleichbleibender Temperatur ganzjährig aus dem Boden tritt, gegeben – also auch überall im norddeutschen Tiefland. Wo Grundwasser auch im weiteren Verlauf ins Gewässer eintritt, verlängert sich die sommerkühle Situation entsprechend.

Der Fischartenatlas online zeigt bei Eingabe von „Forelle“ die in Deutschland vorkommenden 3 Formen, von der Bachforelle zu den Wanderformen See- und Meerforelle. Für Laien überraschend, aber mit obiger Temperaturinformation verknüpft: Die flächenbezogen (dargestellt bezogen auf topografische Karten) häufigste Fischart in Deutschland ist … – die (Bach-)Forelle.

Wie kann das sein?

Denken wir an die allüberall vorhandenen (vielleicht verrohrt, unsichtbar?) kleinen Quellbäche, die letztlich die großen Flüsse speisen. Hat nicht jede menschliche Siedlung ihren Bach, oft genug mehrere Bäche? Wo sie ihre Sommerkühle durch natürlicherweise vorhandenen Halbschatten durch Baumbestand bewahren durften, weisen sie die Forellenregion auf [es sei denn, andere Störfaktoren verhinderten dies]. So mündet mancher Bach und kleiner Fluss – von oben bis unten Forellenregion – z.B. in die Brassen- oder gar Brackwasserregion der Elbe . Das können im Einzelfall – auch im Norddeutschen Tiefland Bäche bzw. kleine Flüsse von mehreren 10er km Länge sein.

Zurück zum oben gezeigten Waldbach: Ein kleiner, mündungsnaher Zulauf  verdeutlicht die von Altmüller & Dettmer (1996) beschriebene Entwicklung real.

Kiesgrund, aus Moräne vom fliessenden Wasser freipräpariert.

Wald und Bach sowie der bereits trocken gefallene Nebenbach können angesichts des mündungsnah tief eingeschnittenen Profils durch Anheben der Sohle mit Kiesrauschen gestützt werden.

Das würde die mit belassenem Totholz in der mittleren Waldpartie bereits in Gang gesetzte Wiederentwicklung eines naturnäheren Bodenwasserhaushalts unterstützen.

Das Ziel ist klar. Auch 2022 wird bachab Begonnenes fortgesetzt.

Die im Herbst 2021 eingebrachten Rauschen sind „wie üblich“ sofort, in diesem Fall von Bachforellen, belaicht worden.

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Tags zuvor war es schon stürmisch genug. Spätnachmittageindruck im Wedeler Autal: ein Regentag wechselt auf Sonne in der Nacht (ach nee …, klaren Himmel), jedenfalls einen sonnigen Folgetag.

Für Sonnabend und Sonntag ist mit Orkanböen zu rechnen – also davor schnell noch eine Elbe-Runde drehen.

Holmer Berg, Blick gen Hetlingen – die Baumschnitt-Saison zeigt allüberall ihre Folgen.

Die Morgensonne wirft jenseits des alten Deichs Schatten (wenn man darüber nachdenkt – so ein kleiner Deich bis in die zweite Hälfte der 1970er …).

Runter vom Holmer Berg – der im vorigen Beitrag überfroren gezeigte Lanner wird vom Nordwest aufgemischt.

Vorjahresröhricht in steifer Brise.

Auch die überstaute Wiese vor Hetlingens altem Deich – windgeraut.

In quer zum Wind liegenden Seitengräben gefällt es einem Höckerschwanpaar.

Hunderte Sturmmöwen bevölkern, in sicherer Entfernung?, eine Nasswiese vor Giesensand.

Aufgeflogen – für Sturmmöwen wohl doch keine sichere Entfernung?

Es wird laut, die Sturmmöwen bekommen Gesellschaft. Abertausende Nonnengänse kommen, hinterm Horizont aufgeflogen, hinzu.

Wie Heuschrecken …

Der Riesenschwarm Nonnengänse kommt näher, nach und nach landen die Vögel dort, von wo die Sturmmöwen aufbrachen.

Auf dem Hetlinger Elbdeich, leicht erhöhtes Elbe-Thw steht am Deichfuß.

Aufgrund fehlenden nennenswerten Eisgangs bisher steht im Vorland noch ein reicher Treibsel-Pool.

Kleine Partien, kürzlich im Blog bereits gezeigt, weisen noch vollständige Stängel auf.

Fährmannssand, leichtes Thw mit Gänsepaar.

Der Wind raut die Elbe auf, Wellen überschlagen sich. Zu Hause am PC bestätigt sich die Vermutung: der Ebbstrom hat eingesetzt, Gischt aufgrund des „Kampfs“ zwischen gegeneinanderstehender Tide und Windrichtung.

Das Sperrwerk Wedeler Au hat die Fluttore geschlossen.

Hinterm Deich – die Binnenelbe liegt ruhig, als wäre nix los.

Elbdeich am Sandstrand Wedel, Blick zum Schulauer Hafen.

Die Westmole des Schulauer Hafens weist aufgrund des leicht erhöhten Flutgeschehens fast „Land unter“ aus – im Hintergrund der Anleger „Willkommhöft“.

Die durch die Westmole geschützte Ostmole bietet Neugierigen einen Schau-Platz.

Nicht auf den Fotos zu sehen: selbstverständlich versuchen sich in solcher Situation regelhaft auch Interessierte an der Westmole. Dort peitschte der Wind aber unregelmäßig bis zu 1,5 m hohe Wasserwände hoch. – Schnell waren die Interessierten verschwunden . . .    🙂

Ich dann auch.

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Nein, es ist nicht der hier im Blog über die Jahre oft beschriebene „orange Blitz“, der im Vorbeifahren ins Auge sticht. Etwa 2 Wochen nach Glyphosat-Einsatz färbt sich alles behandelte Grün schlagartig orange, um dann Richtung ockerbraun zu verwelken. Sowas – möge es durch Handeln der Politik endlich ein historisches Ende nehmen! – tritt wohl in etwa 2 Monaten wieder auf.

Wer dazu mehr lesen möchte, findet eine aktuelle Zusammenstellung im „Pestizidatlas 2022“, z.B. hier.

Diesmal liegt es an jahreszeitlich veränderter Radtour, die Orange in Sicht bringt, vor fast genau 3 Jahren hier beschrieben.

Orange in Sicht.

Baumschulgelände mit Lärchen.

Gegenwärtig wird viel über „neue Arten“ im Forst gesprochen, werden Experimente aller Orten gestartet. – Wenn „neue Arten“ in den jüngeren Jahrzehnten auftauchten und sich spontan massenhaft vermehrten, führte das zu den Begriffen „Neozooen, Neophyten“, die es im Zweifelsfall zu bekämpfen gilt.

Wieso also Exoten für künftige „Klimawälder“ erfinden, wenn doch jede Menge Baumarten die Zeitenwechsel hier erprobt haben (der Link gibt ein zufälliges Ergebnis aus Innsbruck – ok, nicht gerade das Ndt. Tiefland. Es dürfte hier aber eine entsprechende Artenliste gelten)?

Ganz generell ist festzustellen, dass die Meinungsführerschaft in Deutschland im Fall großer Baumansammlungen / -vorkommen nach wie vor Richtung Forst, d.h. Nutzholz, besteht [der Link verweist auf ein Buch eines Autors, dem die heutigen Meinungsführer mit Sicherheit nicht zustimmen]. Biodiversität, Sukzession, Wald als solchen überhaupt akzeptieren, Wald Wald sein lassen, gar Wald-Wildnis, scheint – zumindest den meisten Entscheidern – fremd.

Die Herausforderungen des Klimawandels und der Artenverluste machen ein Umdenken, vor allem aber anderes Handeln erforderlich. Möge das gelingen.

Hier, im waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein ist Anfang Mai Landtagswahl. Ob sie uns zu den genannten Themen voran bringt?

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