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Archive for the ‘Klima’ Category

Ganz schön tierisch war`s also im Hotel, wie der vorige Beitrag zeigt.

Am Morgen des Haupttages gönnte ich mir einen frühen Rundgang zur Nordpanke, mit Reiher-Überraschung, berichtet am 21. April.

Beflügelt bereite ich mich auf den weiteren Tagesablauf vor, …

… verlasse das inspirierende Hotel.

Letzter Blick über die Dächer – und Tschüß!

Das Ziel, Museum für Naturkunde Berlin, ist nach wenigen Schritten erreicht.

Sind das die ersten Saurier-Silhouetten? – Da ist mir doch ein Foto vom gestrigen Kleingartenbesuch in Pankenähe dazwischengekommen: Der pflichtgemäß runtergesägte Kirschbaum …

„Vielfalt erhalten – gemeinsam für Natur“ – diese Begrüßung am Eingang des Museums gilt gleichermaßen für den Rahmen unserer Veranstaltung.

Himmelsblick in der Museumseingangshalle – so anders als der gesägte Kirschbaum sieht der hier aufragende Stängel auch nicht aus …

Pardon, Urzeit! – Unten sieht man die Gesamtheit, alte Knochen. – Vorbei an den Sauriern, hinten rechts und dann hoch, geht es zu unserer Veranstaltung.

Uns ist erlaubt, uns vorweg und in den Pausen im Museum umzusehen. Ich beschränke meine Rundgänge auf die Saurier – hier: Triceratops-Schädel.

Interessant, was die Präparatoren da an Einzelstrukturen, Zähne ff., sauber freigelegt haben.

Diverse Schädel von Raubsauriern, die teils parallel, teils in völlig verschiedenen Zeitaltern existierten, sind zu besichtigen.

Nicht immer betreffen die alten Knochen alte Tiere. Die Beschriftung sagt, dies ist ein juveniler T. rex.

Noch ein Raubsaurier, rechts davon, Brille-bewaffnet, ein rezentes Raubtier.

Nicht nur Große finden hier ihren Platz.

Und so ein Gruppenbild beeindruckt zusätzlich.

Das Museum bietet selbstverständlich nicht nur alte Knochen, hier: Ammoniten und mehr.

Aspekte „aus unserer Zeit“ habe ich in einem Beitrag 2017 („100 Jahre Sielmann“) vermittelt.

Tagesfüllend war das Programm unserer Veranstaltung (warum zittere ich?).

Die Pausen boten gut ausgewählte Gesundheitskost – und hinreichend Zeit und Raum für die Teilnehmenden, ihre Fragen zu stellen und Kenntnisse auszutauschen.

Wie im Flug verging die Zeit. Die DWA stellte in sehr übersichtlicher, virtueller Präsentation noch einmal den rechtlichen und fachlichen Rahmen dar. Besten Dank dafür!

Besten Dank auch, dass in der Mai 2023-Ausgabe der DWA Gewässer-Info ein Text von mir zum Gewässerrestaurieren im Klimawandel veröffentlicht ist.

Meine Zugabfahrt (Donnerstag) stand an – wie gut!  Kurzfristig war Bahn-Streik für Freitag angesagt, also nix wie weg aus Berlin!

Der Gewässer-Workshop schloss mit einer Zukunftsbetrachtung, Überlegungen zum weiteren Vorgehen.

Möge das lebensraumverbessernd Zug um Zug – nicht allzu schneckig! – vorangehen.

Die Gesamtdokumentation der Veranstaltung ist Richtung Mai avisiert. Darüber berichte ich zu gegebener Zeit. Vorab kann ich meine Präsentation in Doku-form bieten.

Letzter Blick auf die Saurier – und weg.

Glück gehabt, wieder mal! Pünktlich ging es mit ICE gen Hamburg-Altona, mit S-Bahn bis Blankenese – und, wie bei der Anreise, mit dem Schienenersatzverkehr nach Wedel.

Die Bahn hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen – die statistische Realität hat mich verfehlt. Möge das so bleiben bzw. möge die Bahn in Fahrt und Ankunft ihren Fahrplanangaben näher kommen.

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Der Regen, auch die schaurige Zeit, soll ab den nächsten Tagen erstmal vorbei sein. Wie bekannt, geniessen wir die Zeit zwischen den Schauern.

Morgens sind die Temperaturen noch niedrig, der Himmel zeigt oft eisige Spuren.

Im Deichvorland der Tide-Elbe schimmert silbrig das Reet des Vorjahres. Noch immer sind große Flächen erhalten, angesichts fehlenden Eisgangs und stärkerer Sturmfluten.

Fortgeschrittene Ebbephase zeigt mir in der Binnenelbe, dass auch in solch Gewässertyp rauschenartige Strukturen im Wechsel mit Kolken angestrebt werden (s. mittige Rauigkeit).

Wattglanz …

Rippelmarken im Morgenlicht.

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Ab kommendes Wochenende soll der Regen erstmal vorbei sein. Bis dahin orientieren wir unsere Radeltouren am Wetterradar – wie bekannt, „immer zwischen den Fronten“.

Hohe Tidewasserstände plus Regen begünstigen vernässte Flächen in der Marsch, hier auch: angelegte Muldenvertiefungen – der Geesthang rechts oben.

Die jüngste Elbvertiefung und -verbreiterung mit ihrem Anschneiden „neuer“ Gewässersohle und -böschungen begünstigt im Zusammentreffen mit offenen Deichverschlüssen das rasante Verschlicken von Marschgräben – hier bis kurz vor den Geesthang. Das Wasser ist klar, „schön“ abgesetzt hat sich die trübe Soße.

Nonnengansschwarm, dahinter Weiden auf einer Sandlinse (vielleicht flache Reste einer früheren Binnendüne, wie mir ein Eingeborener sagte).

Etwas weiter – noch ein Nonnengansschwarm, dahinter die Elbquerung einer Stromtrasse.

Blick zum niedersächsischen Ufer vom Elbdeich Fährmannssand, Ebbe etwa zur Halbtide.

Nicht nur – wie berichtet – die Lühe-Schulau-Fähre, auch die Liinsand hat ihren Sommerfahrplan gestartet.

Vom Anleger Lühe her hat sie die Lühemündung passiert, verlässt das Foto gleich nach links, Richtung Hamburg Fischmarkt, über Wedel, Willkommhöft.

Zwei Tage später, strammer Südostwind – wir erwarten eine dicke, langanhaltende Regenfront.

Also vorweg los.

Der „neue“ Sandstrand, Wedel. Wind und Wellen drücken. Der Spülsaum zeigt Übergriffigkeit zu vergangener Tidehochwasserphase.

„That`s life!“ – Es nagt der Zahn der Zeit, kaum dass die Sandaufspülbaustelle (schönes, langes Wort?) abgeräumt ist.

Blick zur Südwestecke des Schulauer Hafens – von links drückt der Südost das Wasser turbulent ums Eck.

Blick vom Hafensüdende gegen den strammen Wind (und das Morgenlicht) – am Horizont Portalkräne der Containerhäfen und -kais im Hamburger Hafen.

Blick vom Sperrwerk Wedeler Au auf die – noch ziemlich volle – Tide-Binnenelbe, lockere Nonnengansformation vor frühlingsgelben Trauerweiden.

Kurzer Stopp auf der Rückrunde über der Binnenelbe – über mich ziehen Aberhunderte bei Fährmannssand aufgescheuchte Nonnengänse.

Während wir den Eindruck haben, dass sich die hiesige Sommervogelpopulation ziemlich eingefunden hat, erwarten wir zum Monatsende das Verschwinden der Nonnengänse gen Nordost, ins Brutgebiet.

Schwalben, „alte“ Mauersegler werden bald erscheinen – sowie die „Jungen Wilden“, etwa einen Monat später.

Mal genauer hinhören, morgens und tagsüber im Grün rings um unser Wohnen: Uns scheint, die Mönchsgrasmücke (eine erste …?) ist inzwischen auch angekommen.

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Angesichts Wind und Wetter war mal wieder eine Tour auf der Geest dran, entlang Butter- / Butterbargsmoor.

Seit Jahren brütet (mindestens) ein Kranichpaar hier in der Ecke – keine Überraschung also, die beiden zu sehen –

– schön ist es trotzdem jedes Mal.

Weiter Richtung Klövensteen – Nasswiesen vorweg sind offenbar auch interessant.

Die Gänse finden das gut so.

Da die größere Zahl ruhig bleibt, nehme ich an, die Auffliegenden haben noch eine Verabredung.

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Im Beitrag vom 12. März berichtete ich aus demselben Einzugsgebiet, heute mit Umtausch der ersten beiden Substantive in der Überschrift. – Das hat seinen Grund.

Ein Kollege im Bächeverbessern meinte, wir sollten doch den Verlauf der Bilsbek (alternativ: des Bilsbek) im oberen Bereich des Einzugsgebiets einmal ansehen, querab vom Himmelmoor.

Mir fällt stets Wiederkehrendes ein, das sich bei der Diskussion von Vorträgen ergibt. Kurz gefasst, beschreibe ich es mit dem Volksmund „Wer Augen hat, zu sehen, der sehe.“ (Wer online nachschlägt, findet diverse Herkunft – weiss nicht, ob Evangelisten das copyright besitzen.)

In der Sache handelt es sich um die geringe Kenntnis über unsere Quellen und quellnahen Bereiche unserer Bäche und kleinen Flüsse. Das gilt ebenso über unsere Eiszeitlandschaft mit all ihren Gleichheiten bis hin zu kleinräumigen Verwerfungen. Hinzu kommt die Fixierung auf eine bestimmte Landschaft, hier „Stichwort Moor“. Da bleibt für „den Forellenbach“, die Lebensgemeinschaften quellgespeister Bäche sowie die Vielzahl von Kieslaichern, die teils aus weiter abwärts liegenden Fischregionen, gar aus dem Meer hierher aufwandern, kein Gedankenraum.

Macht ja nix, vom Grundsatz her. Wenn allerdings Lernunwille dazu kommt …

Wir hatten das Glück, einen ausgesprochen aufgeschlossenen Eigentümer größerer Flächen dabei zu haben – also los, Richtung Nord- bis Westseite des Himmelmoors.

Von weiter abwärts „oben“ angekommen – die Bilsbek, querab vom Himmelmoor.

Ooooch, ist die klein, Mann! – Und durchgängig kanalisiert, übertief und …

Zeichen in der Wiesenlandschaft – Kurviges, Muldiges. Die Nässe jüngst bringt es an den Tag. Flach ins Gelände eingeschnitten floss das Wasser einst, wurde in der Landschaft gehalten.

Und heute … – überbreit, übertief. Wasserzutritte, insbesondere wenn „harte“ „Zeugen der Vergangenheit“ sie festlegen, machen die Übertiefe erlebbar.

Da, guckt mal, die Sohle …

Glasklar fliesst die Bilsbek auf lehmig-steiniger Moräne! KIES!

Auf weite Strecken Überbreite, zu kraftlos, Erosionssand zu sortieren. Der wird lediglich bei wechselnden Wasserführungen in der Fläche geschleppt.

Wie bekannt: Erosionssand, flächig, ist das „Leichentuch des Forellenbachs“. Man kann auch sagen „das Leichentuch der Laichbetten jeglicher Kieslaicher“ – Menschgemachte De-Naturierung.

„Mein drittes Bein“, ein fast mannsgroßer Haselstecken, bewährt sich: Beim Durchstechen des Sands knirscht und kracht es ordentlich. – Wir hören, eigentlich herrscht hier Kiesgrund (wie vorn zu erkennen).

Wir gehen weiter bachauf. Beidseitig wechselnde Bachbegleitung durch regelhaft auf den Stock gesetzte Alterlen bestätigt, dass das vorn Sichtbare in seiner Unnatürlichkeit ÜBERbreite dokumentiert.

Wir kehren um – vor uns eine beeindruckende Hundehirtin, die – bei allem (nur teils befolgtem) Leinenzwang – ihre „Herde“ sehr gut am Wort und Bein hat.

Wir ersparen uns daher jegliche Worte – ausser einer freundlichen Begrüßung.

Ein übertiefer Zufluss, durch übermäßigen Eingriff in den Bodenwasserhaushalt und daraus folgende Umsetzungen heftigst störende Eisenockermengen einleitend, schmerzt unsere Augen.

Wir sind mit dem uns begleitenden großen Grundeigentümer einig: Diesem Bach kann und soll hinsichtlich lebendigerer Gewässersohle und Entlastung vom Eisenzutritt geholfen werden. (Guten Mutes, auch andere für einen Start erforderliche Zustimmende zu motivieren, gehen wir weiter.)

Ah, Balsam! – Wer hat je wo solch Baum-Exemplar gesehen?! Eine Alt-Erle, fast an eine Eiche erinnernd.

Ja, und was ist / was war nun mit dem Moor ? !! ?

Wir blicken vom (vom Eiseneintrag abgesehen) glasklaren Moränenbach Bilsbek zurück, auf den Südwestrand des Himmelmoors: Birkenwald leuchtet uns entgegen.

Weiter bachab queren wir den Wasseraustritt aus dem Himmelmoor, der Bilsbek zufliessend – wie sich das bei einem (in Restaurierung befindlichen) Hochmoor gehört: pottschwarz.

Die leichte Braunfärbung der bisher berichteten Bilsbekstrecken erklärt sich aus diesem Zulauf, zunehmend mit Klarwasser aus Moränenflächen und Wiesen verdünnt.

Viel gelernt! – Abwarten, was die Zukunft bringt …

 

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Wir wandern den Berliner Bach Panke bachauf, im Südpankepark. Wer noch „echte“ Karten benutzt und lange keine Neuauflage gekauft hat, wird hier „Land“, ohne Wasser, ohne Park, sehen. Das hat sich glücklicherweise geändert. Aus unsichtbarem Regenwasserkanal ist immerhin wieder ein offenes Gewässer mit – dem Umfeld entsprechend begrenzter – städtischer Grünanlage geworden.

Spiegelungen, von Windwellen bewegt.

Im Zeitalter „Anpassung an den Klimawandel“ und „Schwammstadt“ vermissen wir hier „den Baum“, fehlen Bäume – insbesondere im unmittelbaren Bachumfeld.

Achtung, eckige Kurven voraus!

Straßenquerung voraus. Durchlass ohne Landorganismenpassage – aufgrund begrenzter Teilstreckenlängen für entbehrlich gehalten (?“Kein Service für Ratten.“?)?

Bachab des Durchlasses sorgen Stoppersteine für Ordnung bei höheren Abflüssen.

Bachauf, weitere Windungen voraus.

Urbane Spiegelung, der Mensch macht sich sein Umfeld zu eigen. – Davon steht sicherlich nichts in der Planfeststellung.

Großflächiger Rasenhang … – Bäume … ?

Urbane Spiegelung 2, Stoppersteine – wenn da man nicht …

… bachauf die Öffnung einer Verrohrung zu erwarten ist.

Ich gehe die Treppe runter, muss sein.

Der Rechen bewirkt Turbulenz – schön zu sehen, ist doch die Panke ein Bach.

Neben dem Treppenabgang, bachab, flutet Rasen – mehr oder weniger, abhängig vom Abflussgeschehen.

Blick bachab, Baustelle Abwasserpumpwerk der Berliner Stadtentwässerung in Sicht. Rückblick Südpankepark: Stützende Ergänzungsideen kommen …

Und weiter geht`s, bachauf.

Oha, ein hoch aufragender Querriegel. – Nun ist die Panke erstmal unsichtbar.

Der Panke auf der Spur, virtuell. – Real erinnern Findlinge, Kies, Schilfartiges an den Bach.

Gut 100 m weiter, Chausseestraße gequert – Unser Stadtplan zeigt Blau. – Kommt wohl noch.

Oder „Park“ („historischer Park“?) hat erfolgreich in der Planfeststellung der Gewässeröffnung widersprochen.

Und weiter unterfliesst die Südpanke Findlinge … – Hinten ist Technisches in Sicht.

Das wird die Teilung der Panke in Süd- und Nordpanke sein. Letztere wird unseren weiteren Weg leiten – demnächst mehr dazu.

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Der Berliner Bach Panke ist hier im Blog bereits öfter Thema gewesen. Erstmals im Bericht vom 18. September 2011 zeige ich mich durch diesen Stadtbach in seinem ökologischen Potential beeindruckt.

Das ist lange her. Inzwischen hat Berlin ein planfestgestelltes Vorgehen für die Verbesserung der Panke abgesichert und erste Verbesserungen begonnen.

Die Zukunft wird also spannend, nehme ich an.

Aus berufenem Mund war ich auf Veränderungen im Mündungsbereich der Nordpanke aufmerksam gemacht worden, bachab Chausseestraße. Die erspähte ich bereits mit Blick in Google Earth, virtuell.

In Einstimmung auf die für den 20. April geplante Veranstaltung für Gewässerverbesserungen im städtischen Raum wollten wir das Resultat dieser Arbeiten vor Ort ansehen.

Sonnenaufgang – das fängt ja gut an.

Kurze Zeit später – das war gar kein Sonnenaufgang. Die Sonne steht bereits höher, war im vorigen Foto allerdings von Wolken verdeckt.

Die Stadtvögel sind längst munter. Hier schwingt sich eine Nebelkrähe auf, schliesst sich weiteren an. Kleine Krähen- und Taubengruppen fliegen spielerisch über die Dächer, rasen durch die Straßenschluchten.

Nach dem Frühstück – das Wetter lässt sich gut an für den vorgesehenen Bachspaziergang.

Wir verlassen die Tram, auf geht`s.

Naturkundemuseum Berlin – da sind schon viele, die die Vielfalt erhalten wollen, gemeinsam.

Mit Bach-Restaurieren wird ein eigener Beitrag geleistet, Arten- und Individuenzahl werden erhöht, stabilisiert. Das hat auch Auswirkungen auf Organismen an Land, im Luftraum.

Wir biegen ab in den Schwarzen Weg.

Uuuups, da verschwindet die offen fliessende Südpanke gerade wieder im Rohr.

Beim Betrachten des vorherigen Fotos … – immerhin, ein Baum steht da auch, und noch ein und …

Irgendwie sieht dies Fliesswasser besonders aus – wer sind die Nachbarn? – Ahhh, die Erklärung?

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Ja, die Südpanke sieht hier wahrlich digitalisiert aus. Die Bedeutung der Zahl 1 wird durch den Baum symbolisiert. – Ohne Baum ist es die Null.

Aber das war nun Blödsinn. – Der Bund hat mit der Panke wenig bis gar nichts zu tun – Föderalismus, Ländersache (vgl. Link zur Landesverwaltung oben).

Was sehen wir weiter?

Schickes Pflaster hält die Gewässersohle sauber. – Na, sauber!

Wir sind am Ende des Schwarzen Weges angekommen. Mit schicker Turbulenz tritt hier die Südpanke ins Freie.

Ich erinnere mich an meinen Wechsel vom Strom- und Hafenbau Hamburg ins Bezirksamt Wandsbek. Da begrüßte mich der damalige Wasserwirtschaftsleiter mit den Worten „Willkommen in Wandsbek, Sie Gewässerökologe! Unsere Fliessgewässer sind eigentlich keine, sondern offene Regenwasserableitungen. Aber wir haben schon einiges verbessert.“. – Das war Anfang 1987. Meine Güte, wie die Zeit vergeht – oder ist sie stehen geblieben?

Immerhin fliesst dieser Teil der Südpanke frei – und nicht im Rohr.

[Falls das bisher Beschriebene womöglich gar nicht die Südpanke ist, und die sich etwas östlich verbirgt: Pardon! – Aber interessant zu sehen und drüber zu grübeln fanden wir dieses sichtbare Fliessgewässer schon.]

Wir queren die Straße, müssen uns ein wenig orientieren, woher das Wasser gekommen ist.

Ums Haus auf der anderen Straßenseite geblickt – das ist der Südpankepark. Das Fliessgewässer ist vor Unterqueren der Straße zu einem Ruhebereich erweitert.

Was sehen wir weiter, immerhin, ein Pankeufer ist grün – oh, beim Nachbarn, noch ein Baum, mehrere Bäume …

Beim Nachbarn sehen wir … Palmen !!! ??? !!! – Vorgriff in Anpassung an den Klimawandel?

Weiss da jemand besonders Bescheid? Wer ist dieser Nachbar?

Wenn wir der virtuellen Landkarte trauen dürfen, handelt es sich bei diesem großen, klotzigen Gebäudekomplex um den Bundesnachrichtendienst. Ja, gemäß Informationen aus Film, Funk und Fernsehen wissen die Bescheid. Besonders in den Sinn kommen einem Zeiten eines früheren Chefs und dessen, klammernd an ihm festhaltenden, Chef aus einem südlichen Freistaat. – Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Möge Klarheit herrschen – ausserhalb wie innerhalb der Mauern. (Ob es dazu unbedingt der Palmen [oder was auch immer die Geräte darstellen] bedurft hätte … – vielleicht sind auch die ein verzichtbares Relikt.)

Wir widmen unsere Aufmerksamkeit wieder dem Südpankepark – mehr dazu demnächst.

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Es sollte ein April-Besuch werden – in Berlin, Geburtstagsanlass.

Da unsere Lieblingsunterkunft allerdings Eigentümer-seitig familiär belegt und auch in der Folge gebucht war, nutzten wir statt des April-Geburtstags den vorhergehenden, im März.

Unterschied gleich beim Start. Bahnbaustellen lassen uns nicht in Altona, sondern am Hauptbahnhof Hamburg in den ICE einsteigen.

Wir sind früh genug, Plätze reserviert, richtiger Tag – kein Gedränge am Hauptbahnhof.

Das fängt ja gut an!

Landschaft saust an uns vorbei, hier: Energie-Landschaft, windig und solar.

Statt Naturflächen mit Solarzellen zu pflastern, wäre schnelleres Entwickeln der bebauten Flächen, insbesondere der „unendlichen“ Dachflächen-, Prüfort Parkplätze-, generell Plätze-zahl angebracht.

Wenn denn schon offener Boden, dann bittesehr nur mit parallelem Nutzungsaspekt. – Komische Sache das, wenn`s um Subventionen, um „Wirtschaft“ geht, geht plötzlich alles. Bei seit Jahrzehnten bestehenden Zielvorstellungen in Sachen Naturschutz – geht „gar nix“ ?? !! ??

Zeitweise begleiten uns flächig überstaute Wiesen- und Weide-, teils auch Ackerlandschaften. Wohl weniger aufgrund von Einsicht in Sachen Klimaschutz als vielmehr derzeit Zeichen in Sachen „Statistik Niederschläge“.

Flugs sind wir angekommen, Berlin Hbf. – So schick hat der 3XN-Cube noch nie gespiegelt … (jedenfalls lange nicht).

Auf dem Weg zum – fast – Berlin-Start-Ritual, Mittagessen. – Großer Aufmarsch, Staatsbesuch und Ministertreffen der Länder zeigen ihre Begleitsicherheiten.

Drinnen. – Wo steht soooo eine alte Kastanie?

Ja. – Dieses Ziel empfehlen wir gern.

Mein persönliches …
(wieder Salat statt Sauerkraut), super!

Zufrieden geht`s Richtung Tram, vorbei am Hauptbahnhof.

Geflügeltes – Nebelkrähe und Greif.

Der Hauptbahnhof – fast Christo-Kunst, Blau, im Zeichen des Wassers?

Wohl eher im Zeichen der allumfassenden Baumaßnahmen – am Gebäude und ums Gebäude herum.

In der Tram – angezeigt: mein April-Berlinziel – das Naturkundemuseum.

Hier wird am 20. April eine ganztägige Gewässerschutzveranstaltung angeboten.

Details folgen demnächst.

Mutter (Geburtstag voraus!) und Kind auf dem Nachhauseweg von der Schule getroffen. – Wir sind angekommen. Hoch oben über den Dächern von Berlin.

Nicht zuletzt diese Dachterrasse ist Grund unserer Begeisterung, wenn es mal wieder klappt.

Zwischendrin – so die Sonne scheint – mal eine angemessene Zeit (geschützt) braten, möglich von morgens bis abends – fast könnte man meinen, wir hätten Urlaub.

Wir sind gespannt, was das angedachte Programm bringen wird.

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Morgens: Rolladen hoch – zittrig, Mond und Laterne.

Später, nach dem Frühstück – aufkommende Helligkeit ermöglicht der Digicam scharfe Fotos.

Langsam verabschiedet sich der Mond.

Mond und Laterne – das Tageslicht hat übernommen.

Was hat es nun mit dem Titel „geheimnisvolle Spuren“ auf sich?

Küche lüften nach dem Spülen – wer zaubert(e) die Spuren auf die Scheibe?

Nochmal, ein Detail.

Das offene Fenster beschlägt am eiskalten Aussenteil. Die Scheiben sind durchweg sauber – gestern war der super Putzmann hier.

Was Feuchte und Frost hervorzauberten, sind seine – beim normalen Durchblick unsichtbaren – Arbeitsspuren.

Blick nach Osten, „fett“ Raureif auf einem Hausdach, hinter dem – erst gegen 9.35 Uhr – die Sonne auftauchen wird.

Im Lee der Sonne wird sich auf dieser Dachseite der Reif wohl bis gegen Mittag halten. Dann sollen die Temperaturen im Schatten so langsam den Nullpunkt erreicht haben.

Wer möchte, geniesst den Tag „auf der Sonnenseite“.

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So klein sie auch sein mögen, nach den Regen des Januar 2023 kann man sie (eigentlich) nicht übersehen – die kleinsten Adern, Ent- wie Bewässerung unserer Landschaft, die nach und nach zum Fluss Richtung Nord- oder Ostsee werden.

Wo diese kleinen Fliessgewässer Glück haben in unserer intensiv baulich und ackerbaulich genutzten Landschaft, fliessen sie oft in einem alten Wald. Auch hier sind sie nicht ungeschoren davongekommen, bieten aber in Reststrecken noch das, was als Entwicklungsziel für Verbesserungen gilt – standorttypische Struktur, entsprechende Besiedlung nach Arten und Individuen, ob es nun Pflanzen, Wirbellose oder Fische sind. Dass da dann zugehörige Vögel und Säugetiere profitieren, versteht sich von selbst.

Wir betreten die Waldpartie.

Stehendes und gefallenes Holz, teils in Abbau begriffen (mit einer Vielzahl Arten und Individuen, die hierauf spezialisiert sind), kennzeichnet heute (kleine) Flächen, die sich frei entwickeln dürfen. Wo das nicht erlaubt ist, wird hier bald „aufgeräumt“ werden.

Wie das mäandriert …

… immer wieder anders …

… und strudelt. Keine Frage, ein lebendiger Bach ist auch akustisch wahrnehmbar, hat in jeder Situation seine Stimme.

Hier, auf lehmiger Moräne Schleswig-Holsteins, dominiert Buchenwald. – Was nicht heisst, siehe linkes Ufer, dass Eiche und Erle nicht vorkommen würden.

Das potentielle Artenspektrum der Bäume und Sträucher ist breit, vergleiche z.B.  „20 Jahre Auwaldbildungsprojekt LMG-Zukunftswald„, S. 37 (zur Vogelwelt vgl. S. 54).

Auch diese Strecken werden meist (leider zu „hart“) unterhalten. Standorttypische Totholz- und Laubansammlungen, temporäre Aufenthalte mit hoher Bedeutung für Arten und Individuen beschränken sich leider auf minimale Punkte.

Aus der lehmigen Moräne hat der Bach seinen charakteristischen Grund herauspräpariert, Rauigkeit auf Kies- und Geröllbasis.

Wohl dem Fliessgewässer, dessen größere Steine bis Findlinge nicht an Land deponiert wurden – im Extremfall „weg“, für Privatzwecke zum Verschönern des bebauten Raums geklaut.

Bei genauerem Hinsehen …

… stellt sich Rauigkeit, mindestens zum Teil, in dieser Jahreszeit als Werk von Fischen dar – ein Meerforellenlaichbett.

Immer wieder beeindruckend: Da finden Wanderer zwischen den Welten zu ihrer Laichzeit ins Geburtsgewässer zurück. Kleine Einschränkung: Dies wechselt zwischen den Arten und über die Jahre in seiner Zielschärfe. Jüngste dänische Arbeiten über Meerforellen berichten bei Erstlaichern z.B. über eine „Streifer“rate, also nicht das unmittelbare Geburtsgewässer aufsuchende Fische, von bis zu 1/3. Je älter sie werden, also mit weiterer Rückkehr in Folgejahren, soll sich dies aber „nachschärfen“. – Na ja, mal sehen, was künftige Untersuchungen für Zahlen präsentieren.

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