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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Auf dem Elbdeich Hetlingen, Gegenlicht bei Blick SüdOst – flächig weiss leuchten die flusig werdenden Samenstände des Röhrichts.

Blick SüdSüdOst – schwächere Reetbestände lassen den Unterschied zu Wasserflächen, Elbe und Süßwasserwattblänken, besser erkennen.

Blick Süd, 1, raus aus dem Gegenlicht – der Staubflecken oben ist kein Vogel, sondern ein Hubschrauber.

Blick Süd, 2 – da steht tatsächlich ein einsamer Angler an der Tide-Elbe (wo weiter seewärts die ersten Hundeführer ihre Meuten am Sandstrand laufen haben).

Blick mit der Sonne auf Vorjahresreet – hier sind Teilflächen durch höhere Fluten bei Sturm teils „abgeräumt“ worden bzw. es standen z.B. Binsen und Rohrkolben darauf, wodurch eine andere Optik entsteht.

Mit der Sonne, seewärts – hell leuchten die Halme vor kleinem Tide-Auwald.

Blick binnendeichs – kleiner, seit 45 Jahren vom Elbegeschehen abgetrennter Tideauwaldrest, Reet steht linienhaft entlang der Marschgräben.

Ich radele weiter gen Wedel.

Auf dem Elbdeich Fährmannssand – Halbtide, auflaufend, noch weite Flächen des Süßwasserwatts liegen frei.

Blick schräg über die Elbe, zum niedersächsischen Ufer mit Lühemündung und -Fähranleger – winterliche Ruhe.

„Nur noch“ gut einen Monat – dann startet die Fährsaison wieder in den Sommerfahrplan! – So denken wir jedes Jahr. Das stimmt so auch. Voriges Jahr aber verhunzten uns Wind und Wetter, das eine oder andere Vorhaben andernorts, den Start unserer Fährfahrt mit Radeln und Mittagessen-Verabredung „drüben“.

Möge es dieses Jahr schneller klappen mit der „Seefahrt“ („… die ist lustig …“).

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Morgendliches Radeln im Autal …

Blick vom Hang ins Wedeler Autal – auch Extensivrinder werden nicht überall wirklich extensiv gehalten.

Hier zertrampelt zu hohe Viehdichte regelhaft in der Herbst- bis Frühjahrssaison einen Wiesenquellhang.

Dass das auch für die Tiere nicht zuträglich ist, liegt auf der Hand – pardon, in Gelenken und Klauen.

Der weitere Tagesverlauf ist durch dichte Abfolge von Regenwolken (ohne viel Niederschlag) gekennzeichnet.

Nachmittags lähmt Unwille, das Haus zu verlassen, outdoor-Aktivismus.

Aaaaber dann – spät, nicht zu spät – blaut es doch nochmal.

Tiefstehendes Sonnenlicht spiegelt sich in Nachbarhausfenstern.

Kurz-Tour gegen den Uhrzeigersinn – Himmelsspiegeln und Windwellen auf dem vollen Pferdetümpel.

Stark herangezoomt, unscharf: Die andere Senke der Wiese hält das Wasser nun nicht mehr. Versickern, Verdunsten und die Wirkung beginnenden Graswachstums lassen auch stärkere Regen kaum noch sichtbar werden.

Am Himmel jagt es dunkel, später Sonnenschein.

Auf dem zügigen Rückweg sendet die Sonne ihren Abendgruß.

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Es galt einmal mehr, Verbesserungssituationen zu ergründen – die Pegelstände zeigten Wasser …

Erlen-Frühling kündigt sich an.

Imposante Alt-Eichen pausieren noch.

Ja, wir befinden uns in wässriger Jahreszeit – hinten: ein Badesee?

Jedenfalls lässt ein Bade-Utensil darauf schliessen …

Holla! Und noch eins!

Ach nee, doch nicht – „nur“ ein eingestauter Acker.

Man kann sich ja mal vergucken.

Die weitere Erkundung zum eigentlichen Ziel war erfolgreich, auch turbulent.

Von der Seite, erst aus Röhricht, später aus Buchenwald auf einem kleinen Moränenkern in Auenlandschaft röhrte mich – doch beeidruckend laut – regelhaft etwas an.

– So allein … – Rohrdommel … (zu laut ! ? !), Wildsau … (nicht typisch, Hilfeeee!!!), Damhirsch … (Brunft, jetzt?).

Immerhin bin ich heil aus der Ecke wieder weggekommen.

Eine verwunschene Ecke – mit verwunschenem Baumstumpf.

Ein verwunschener Pfannekuchen !!! – Oder hat da einer (Gülle?-)Silofestsubstanz ge-dumpt?

Jetzt halte ich mich doch lieber auf (fast) verwunschenem Weg …

… mit Schneeglöckchen-Frühling.

… einem querenden Klein-Mäander …

… einer Efeu-Eiche. –

Gleich mehreren – schön, dass die so toleriert werden!

Puh, Bundesstraße gequert – die Zivilisation hat mich wieder.

Auch hier aus dem Umfeld wird zu gegebener Zeit Neues zu berichten sein.

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„Gut Regen“ liess die Geestbäche wieder 0,5 m über Mittelwasser ansteigen – immerhin. Inzwischen fällt der Pegelstand wieder.

In der Marsch sind die nicht vom Tidegeschehen beeinflussten Gräben und Mulden randvoll. Der starke Wind, teils mit erhöhtem Flutwasserstand und Schliessen der Sturmflutsperrwerke verbunden, raut jegliche Wasserfläche auf.

Der Sauerbeck, in der Geest sommerlich trockenfallend, schickt noch ordentlich Wasser in die Marsch, turbulent. Angesichts Ebbephase ist es hier zu erkennen – während der Flut wird sein Wasser eingestaut.

Querab – viel Regen plus Hochstände bei Flut haben weite Marschwiesenflächen mit Wasser – stürmisch-rau ! – bedeckt.

Bereich Idenburg Ost – nass, Blick mit dem Wind, die Wasseroberfläche erscheint glatt.

Andere Wegseite – Wasser, rau.

Vor dem alten Deich Hetlingen, Richtung Heuhafen, ist die im Vorjahr erstmals nass gesehene Wiese ebenfalls zum Flachsee geworden – rau.

Auf dem Elbdeich Fährmannssand, gen Tideniedrigwasser. Wasser auf dem Vorland sowie Treibsel vorn bezeugen die vorige, über normales Tidehochwasser aufgelaufene Flut.

(Das ist „noch gar nix“ – der Norddeutsche spricht da von „viel Wasser“, bevor das Wort Sturmflut in den Mund genommen wird.)

Der schmale Treibselsaum zeigt, dass die großen Reetflächen noch nicht viel hergegeben haben, die meisten Stängel noch stehen. Das liegt sowohl an den in diesem „Winter“ noch nicht häufig gewesenen stürmischen Überflutungen als auch am Klimawandel. Eis / Treibeis mit seiner im Tidegang und bei Sturm hohen Scherwirkung wird halt immer seltener. Dieses Jahr kam so gut wie nichts auf dem Süßwasserwatt hier an. – Die eisträchtige „Saison“ dürfte inzwischen auch kalendarisch ziemlich vorbei sein.

Im Hetlinger Deichvorland zur Elbe sieht es zur Zeit noch so aus.

Nicht mehr lange, dann spriesst alles neu. Die großen gelben Flächen mit in der Sonne leuchtenden Sumpfdotterblumen lassen dann auch nicht mehr allzu lange auf sich warten.

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Gestern war es (fast) den ganzen Tag nass, so dass ein Spaziergang das Morgenradeln ersetzte.

Gleichwohl hat sich ein Rotkehlchen vom Dornendickicht aus mögliche Nistplätze angesehen, Suchbild – wir befinden uns immerhin in der 2. Hälfte Februar.

Vorn, unten rechts ausserhalb des Fotos, ist eine Nisthilfe am Balkongeländer angebracht.

Gegen Abend zog die Wolkendecke dann doch noch vor Sonnenuntergang ab – also raus, auf`s Rad.

Spiegelungen – ja, da ist einiges runtergekommen.

Keine Sorge bei diesem Anblick – es wird weiter ausgiebig regnen, aber erst nach Mitternacht.

Das Jahr schreitet voran, angesichts fast dauerhaft milder Temperaturen öffnen sich je nach Standort die Blüten vom Hartriegel, Cornus mas.

Der Morgen drauf lässt nichts zu wünschen übrig – speziell für Pollenallergiker: alles niedergeschlagen vom nächtlichen Regen.

Oben im Dachbereich …

Da sind am rechten Turm 2 Mauerseglerkästen erkennbar. Ich berichtete über die Installation im Vorjahr – 10 Kästen ringsum, zu spät zum Nisten 2022 (jedenfalls haben wir nichts bemerkt), aber mit großem Interesse von der Vogelwelt zur Kenntnis genommen.

Da guckt Herr Haussperling aus einem Mauerseglerkasten. Vorn ist ebenfalls zumindest eine Schnabelspitze zu sehen.

Herr und Frau Spatz, guten Morgen.

Herr Spatz startet, auf die gegenüberliegende Dachrinne zu.

Die beiden beschäftigen sich intensiv miteinander, geniessen den Sonnentag.

Es scheint, dass dieses Paar zur Zeit zwei Mauerseglerkästen mit Beschlag belegt. Das kann sich ändern, sobald gebrütet wird.

Die Mauersegler-Spezis in meinem Umfeld sagen voraus, dass interessierte Mauersegler bei Ankunft ca. Mitte Mai die Spatzen aus dem Nest werfen werden. – So geht das in der Natur. Bis dahin dürfte die erste Spatzenbrut bereits flügge sein.

Auch im Westen, morgendliche Schattenseite, gibt`s was Neues.

Da turnt eine Gruppe Dompfaffen im Geäst, die Vögel profitieren sicherlich von nachbarlichem Futter – hier ein Weibchen.

Ich bin mal so frech und behaupte aus diesem fast schwarz-weiss-Foto, dass dies ein Dompfaffmann ist.

Auch die beschäftigen sich eifig miteinander – wissen vermutlich ebenfalls, wo hier im Umfeld ihre Präferenz zum Nestbau liegt.

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Ein Termin nahebei liess noch etwas Zeit. So fuhr ich eine der 2020 bekiesten Krückaustrecken an.

Krückau-Mäander – baumfrei stellt sich diese strukturlose Strecke dar, von Naturnähe keine Spur.

Das stellt sich etwas bachauf gleich anders dar. Hier, am Unterende der Bekiesungen haben wir 2 Rauschen angelegt.

Die obere dieser beiden „Schluss“rauschen schliesst direkt an Wurzelunterstände einer großen Alterle an, stützt sie gegen Erosion, erhält sie langfristig.

Nochmal genauer hinsehen – tatsächlich, diese Rausche ist belaicht.

Etwa 600 m bachauf erstreckt sich die lediglich vom Wiesenufer aus punktuell mit Strömungslenkern erstbekieste Beispielstrecke. „Pro Punkt 3 t“ mag für Neulinge viel erscheinen. Die realistische Größenordnung bei derart überbreit ausgearteten Wüsteneien wie der Krückau hier beträgt aus langjähriger Praxis 5 m³ – entsprechend ca. 9 t. Es wäre also zweckmäßig, hier 2mal nachzuschütten, wenn der lebendige(re) Bach das Ziel wäre (und das ist er, fachlich wie rechtlich).

Bereits beim Ansehen im Februar 2021 berichtete ich: „Unschwer auf diesen Fotos aus 2021 zu sehen: Wir haben noch viel wieder gutzumachen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen – die beiden „Schluss“rauschen belegen, wie`s geht / ginge.

Blick bachauf – die geschütteten Kiese sind kaum wahrnehmbar.

Bleibt eine Nachschau bei Niedrigwasser. Da sollte immerhin Minimalwirkung, die es weiter zu stützen gilt, erkennbar sein.

Hier ist vorn im Foto der Aufrechte Merk ins Frühjahr gestartet. Die kleine Kiesschüttung am Wiesenufer stützt seinen Standort.

Wie vor auf der Wiesenseite – diesseits wird Jungerlenwuchs von Strömungslenkung unterstützt.

Die „Besucherkurve“ – ausufernd, bald auch verbliebene Rest-Altbäume, Erlen wie Eichen, verlierend.

Anschliessend ein Restauranttest – Essen und Trinken, ein Genuss.

Und weiter gilt: Es bleibt viel zu tun.

Wenn wir weiter Bürokratie reiten, ist das Pferd tot, bevor es das Ziel erreicht.

Das gilt auch für so manch anderes, dringend voranzubringendes Thema, nicht zuletzt den Klimawandel.

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Es ist ja nicht so, dass ein winterliches Hoch über Norddeutschland nur Nebel präsentieren würde (vgl. voriger Beitrag). Sonne satt – im Folgenden dargestellt an einem Mix zweiter nachmittäglicher Touren – kennzeichnet ebenfalls den Tag.

Von der Geest mal wieder in die Marsch – überstaute Wiesen zwischen Offenwasser und nächtlichem Vereisen.

Grau- und Kanadagänse bevölkern entferntere Fläche.

Blick Idenburg – Hetlingen, über hoch eingestaute Senken.

Vor Idenburg, Blick Süd – jenseits des Elbdeichs zieht ein großer Containerfrachter vorbei. Der Graureiher vorn scheint unbeeindruckt.

Näher dran, Blick alter Deich Hetlingen über den Elbdeich – einer von den Großen, MOL Treasure, 400 x 59 m, Tiefgang 12,1 m.

Als ich auf dem Elbe-Hauptdeich ankomme, ist der Frachter Richtung Nordsee vorangekommen, verschwindet (fast) hinter Tideauwaldresten.

Der Marschgraben Giesensand erscheint für Silberreiher interessant.

Alte, gewundene Tieflagen nahe NABU Vogelstation sind ebenfalls bordvoll, halten Wasser in der Landschaft.

Elbdeich Fährmannssand – noch so`n Dicker, COSCO Gemini, ebenfalls 400 x 59 m, Tiefgang 12,4 m.

Beim Prüfen der Schiffe am heimischen PC sehe ich jedesmal, dass zur Zeit ein regelhafter Verkehr solcher 400er das Rein und Raus des Hafen Hamburg kennzeichnet.

Winterliche Impression Sonne und Schatten. Sobald man ein wenig zu spät losfährt, erwischt einen hinter dem Deich bereits der Schattenwurf tiefstehender Sonne. Ohne Bestrahlung, bei ziehendem, kühlem Wind meiden wir dann Deich-parallele Strecke binnendeichs.

Eine BruchTrauerWeide zeigt an neuen Trieben leuchtendes Frühlingsgelb.

Kurz vor Wedels Geestkante haben sich Tausende Nonnengänse niedergelassen, nachdem sie in langgezogener Formation die – von vielen Sonnenhungrigen bevölkerte – Marsch nach geeignetem Platz lange hin und her abflogen.

Nachmittags zu Hause war die durchgefrorene Vogeltränke angetaut – ich präsentiere die Klodeckel-Version.

Abendblick vorm Rolläden runterlassen – Wackelkunst, rotblauer Abendhimmel durch Gartenbüsche.

Morgens nach Frostnacht – der „Klodeckel“ ist schmaler geschmolzen, …

… das nachmittags auf dem Boden eingestaute Schmelzwasser ist – luftblasenreich – gefroren.

Damit soll es ab sofort vorbei sein – erstmal keine Frostnacht mehr.

Was sonst so geht? – Keine Sorge, meine Berichtslücken waren mit Bach-Aktivitäten gefüllt. Auch davon gibt`s zu gegebener Zeit wieder Fotos.

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So klein sie auch sein mögen, nach den Regen des Januar 2023 kann man sie (eigentlich) nicht übersehen – die kleinsten Adern, Ent- wie Bewässerung unserer Landschaft, die nach und nach zum Fluss Richtung Nord- oder Ostsee werden.

Wo diese kleinen Fliessgewässer Glück haben in unserer intensiv baulich und ackerbaulich genutzten Landschaft, fliessen sie oft in einem alten Wald. Auch hier sind sie nicht ungeschoren davongekommen, bieten aber in Reststrecken noch das, was als Entwicklungsziel für Verbesserungen gilt – standorttypische Struktur, entsprechende Besiedlung nach Arten und Individuen, ob es nun Pflanzen, Wirbellose oder Fische sind. Dass da dann zugehörige Vögel und Säugetiere profitieren, versteht sich von selbst.

Wir betreten die Waldpartie.

Stehendes und gefallenes Holz, teils in Abbau begriffen (mit einer Vielzahl Arten und Individuen, die hierauf spezialisiert sind), kennzeichnet heute (kleine) Flächen, die sich frei entwickeln dürfen. Wo das nicht erlaubt ist, wird hier bald „aufgeräumt“ werden.

Wie das mäandriert …

… immer wieder anders …

… und strudelt. Keine Frage, ein lebendiger Bach ist auch akustisch wahrnehmbar, hat in jeder Situation seine Stimme.

Hier, auf lehmiger Moräne Schleswig-Holsteins, dominiert Buchenwald. – Was nicht heisst, siehe linkes Ufer, dass Eiche und Erle nicht vorkommen würden.

Das potentielle Artenspektrum der Bäume und Sträucher ist breit, vergleiche z.B.  „20 Jahre Auwaldbildungsprojekt LMG-Zukunftswald„, S. 37 (zur Vogelwelt vgl. S. 54).

Auch diese Strecken werden meist (leider zu „hart“) unterhalten. Standorttypische Totholz- und Laubansammlungen, temporäre Aufenthalte mit hoher Bedeutung für Arten und Individuen beschränken sich leider auf minimale Punkte.

Aus der lehmigen Moräne hat der Bach seinen charakteristischen Grund herauspräpariert, Rauigkeit auf Kies- und Geröllbasis.

Wohl dem Fliessgewässer, dessen größere Steine bis Findlinge nicht an Land deponiert wurden – im Extremfall „weg“, für Privatzwecke zum Verschönern des bebauten Raums geklaut.

Bei genauerem Hinsehen …

… stellt sich Rauigkeit, mindestens zum Teil, in dieser Jahreszeit als Werk von Fischen dar – ein Meerforellenlaichbett.

Immer wieder beeindruckend: Da finden Wanderer zwischen den Welten zu ihrer Laichzeit ins Geburtsgewässer zurück. Kleine Einschränkung: Dies wechselt zwischen den Arten und über die Jahre in seiner Zielschärfe. Jüngste dänische Arbeiten über Meerforellen berichten bei Erstlaichern z.B. über eine „Streifer“rate, also nicht das unmittelbare Geburtsgewässer aufsuchende Fische, von bis zu 1/3. Je älter sie werden, also mit weiterer Rückkehr in Folgejahren, soll sich dies aber „nachschärfen“. – Na ja, mal sehen, was künftige Untersuchungen für Zahlen präsentieren.

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Das ist ja ein Jahresstart, Januar 2023 – ok, Eis war auch mal da, ansonsten wechselt es zwischen dunkel bis sonnig.

Jüngst im Wedeler Autal – die Bussarde miauen, die Kolkraben kolken …

Wassererlebnisbereich Wedeler Au – Mittelwasserabfluss. Von der Fläche im Vordergrund haben Besucher von Klein bis Groß, Mensch und Tier den Kies ins Wasser bugsiert. – Kann wieder nachgeschüttet werden. 🙂

An einem von der Moräne in die Au fliessenden Nebenbach blüht Hasel, der Aufrechte Merk („die Berle“) grünt munter drauflos.

Südostwind treibt den Wasserdampf aus dem KoKW Wedel. Sonne und jagende Wolken wechseln sich ab.

Auf einer Autalwiese mit einer größeren Gruppe Gänse beschäftigen sich Raben – vorwiegend miteinander.

Zunächst hatte ich angenommen, das seien auch Kolkraben (wie die, die in der Luft und auf Bäumen kolken), bin beim Betrachten der Fotos aber nicht mehr sicher.

Die Balzraben(-krähen?) richten sich kurzzeitig in meine Richtung aus – was macht der Kerl da?

Ein fünfter fliegt zu, die Balzerei geht weiter.

Das geht hin und her mit Imponiergehabe.

Die Gänse kennen das, ist ihnen schnurzpiepegal, bleiben cool.

Ja, so ist das Ende Januar im Norddeutschen Tiefland. Wir lesen, wettertechnisch ist das wieder mal ein Rekordmonat im Klimarennen, ca. 4 Grad wärmer als das Vergleichsjahremittel.

Und weiter geht es stürmisch, wilde Tiefs mit Mengen Regen sind für die nächsten Tage angesagt. Da will Radeln wieder auf Zwischenräume gelegt werden – falls es überhaupt Sinn macht.

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Im Naturzustand ist der Bodenwasserhaushalt so ausgeglichen, dass Umsetzungen gelösten Eisens in der gewässernahen Bodenzone ablaufen, die Masse des Eisens im Boden verbleibt.

Angesichts unserer intensiven Bodennutzung bis in empfindliche Bereiche (wir haben nach wie vor kein Bodenschutzgesetz, das Boden in seiner Komplexität schützt!) führt großräumige, tiefe Entwässerung mit ihrem schnellen Ableiten jeglichen Wassers in speziellen Situationen zu direkten Einleitungen belasteten Wassers und zu hohen Frachten von Eisen. Bei hoher Turbulenz und rauer Struktur von Gewässersohle und -ufer fällt das Eisen recht schnell aus, bachab liegende Strecken sind entlastet. Eisen im Bach bei fehlender Turbulenz kennzeichnet diesen durch Waschmaschinenwasser-grau-milchigen Eindruck. In Ruhebereichen bilden sich an der Gewässeroberfläche Öl-artig wirkende Kahmhäute. Durch Berühren ist zu unterscheiden, um was es sich handelt. Bricht der „ölige“ Film, handelt es sich nicht um Öl-, sondern um Eisenbelastung des Gewässers.

Bei frischer Umsetzung von gelöstem zu ausgefälltem Eisen, Ocker, kann so ein Bach ganz schön unnatürlich farbig anzusehen sein. Start orange, in weiterer Oxidation dunkelnd Richtung dunkelbraun. Begleitet eine Menge Mangan das Eisen, kann die Endfärbung der Oberflächen von Sohle und Ufer Richtung schwarz gehen.

Hier „frische“ Eindrücke:

Bek, raue Rampe (Ersatz eines früher hier stehenden Kulturwehrs) – zu Ocker ausgefälltes Eisen bedeckt dick alle Oberflächen.

Nicht weit bachauf mündet ein kleiner, zum Entwässerungsgraben degradierter Bach in den / die Bek (wir liegen hier auf einer Sprachgrenze). In der übermäßigen Entwässerung der dortigen Flächen liegt die Ursache für die Freisetzung des Eisens.

Wenn wir schon kein Bodenschutzrecht haben, das komplexe Belange aufnimmt, könnte mindestens das Wasserrecht diese Tatbestände inkl. Abhilfe durch den Verursacher regeln … – Unser nördlicher Nachbar Dänemark hat dem Gewässernetz großflächig Entlastung verschafft. Vom Nachbarn lernen … ??? !!!

Immerhin belüftet die raue Rampe ordentlich. So wird im Vergleich zur oberhalb liegenden Strecke viel Eisen hier ff. umgewandelt – 3 optische Details aus dem ersten Foto.

Der Anstrom – das Wasser ist glasklar.

Mittelbereich im oberen Teil der rauen Rampe – gute Turbulenzen. 🙂

Der Abstrom dieses oberen Teils der rauen Rampe.

Der Zustrom ist strukturlos, die Wasseroberfläche spiegelt. Bei dieser mittleren Abflusssituation fällt die hohe Eisenbelastung kaum auf – um so schlimmer für bachab liegende Strecken.

Bachab geht die raue Rampe noch ein ganzes Stück weiter, bei gutem Gefälle – geprägt durch Grobsteine und Findlinge.

Diese Situation haben wir genutzt, unmittelbar oberhalb der Rausche Kiesdepots zum Abtransport durch den Bach anzulegen. Wie auf den vorstehenden Fotos unschwer zu erkennen ist, befinden sich dort keine Depots (mehr) – optimales Ergebnis, der Bach hat das zugegebene Material an geeignete Stelle(n) transportiert. – Wenn für erforderlich gehalten, kann solch Punkt hervorragend für weitere Bachverbesserung genutzt werden.

Bei jeglichen Aktionen ist es allerdings unverzichtbar, vorab die Lage vorhandener Einleitungen zu berücksichtigen. Hier tritt unmittelbar oberhalb der Mittelwasserhöhe eine Regenwassereinleitung ein – unscheinbar, leicht zu übersehen.

Und die Tierwelt, in diesem Bericht die Forellen?

Die finden die Turbulenz der rauen Rampe, genau so wie die der Regenwassereinleitung offenbar prima. Hier ist das – verockerte – Laichbett unmittelbar bachab der Regenwassereinleitung zu erkennen.

Auch unmittelbar im Anstrom der rauen Rampe wird zwischen den Großsteinen gelaicht.

Auch weiter bachab laichten die Forellen, mehrfach – rechts im langen, verockerten Bereich, sowie …

… im Anstrom dieser Rausche nahe dem rechten Ufer. – Das muss aktuell geschehen sein, wie der (noch) saubere Kies zeigt.

Aufgrund der nicht auf die leichte Schulter zu nehmenden, menschgemachten Situation sind – neben der Symptomverbesserung durch raue Strukturen – Ursachen-bezogene Maßnahmen wichtig. – Das ist ein dickes Brett im Subventions-überfrachteten Umfeld!

Als Zwischenlösung sind unterstützende Beispiele nahebei, in Dänemark zu finden. Einige davon sind in der Arbeit von Hilke Prange zu finden, angesichts der international bestehenden Situation parallel auf Deutsch und Englisch. – Wer gleich ans Kaufen denkt, ist schneller auf diesem Weg.

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