Unterschlagen habe ich bisher einen jüngeren Besuch an der städtischen Mühlenau, Pinneberg.
Wie in anderen Kommunen kooperiert der Bauhof Pinneberg – Beginn der Kooperation i.d.R. nach Vortrag im Umweltausschuss, hier seit 2017 – beim Lebensraumverbessern örtlicher Bäche (Zustimmung Wasserverband und Kreis sowie Finanzierung des Materials durch die Edmund Siemers-Stiftung, wie das so sein muss). Lebensraumverbesserung und Baum- sowie Wegeschutz ist für alle Beteiligten eine win-win-Situation.

„Kastanien-Lenkbuhne“ – am 9. April erkenne ich bei einer Stippvisite an der Mühlenau, MW – 20 cm -, dass verabredetes Nachlegen von Kies gestartet ist. Angesichts der Abflusssituation liegt der frische Kies weitgehend trocken.

Nahebei steht der örtliche Graureiher, hochinteressiert am Geschehen bzw. der geförderten Turbulenz.
An sich definieren wir die „Lenkbuhnen“ so, dass am Ufer ein Depot und unter Mittelwasser der Lenkteil ausgebildet wird. Speziell hier wäre das angesichts erheblicher Überbreite des Profils unglücklich, da der meiste Kies – wie das erste Bild zeigt – definitionsgemäß lange trocken läge. Abweichungen wie im vorstehenden Foto zeigen also wünschenswertes Mitdenken der Handelnden – Dank dafür!

Immer wieder angenehm – gerne wieder! – In dem Sinn sprechen wir über diese und folgende Aktionen sowie die spürbaren Lebensraumverbesserungen der früheren Bekiesungen.
Dem Graureiher sehe ich eine Weile zu – offenbar an günstigem Standort, zu günstiger Zeit: Innerhalb wohl kaum 10 Minuten fängt er 3 Kleinfische.
Am Schmutz auf den Steinen rechts ist gut die Höhe des Abflusses zu Zeiten nach nennenswerten Niederschlägen, aber auch des Einstaus bei Winddruck von WestNordwest bei Tidehochwasser zu sehen. Normal wirkt sich die Tide nicht bachauf dieses scharfen Schusses aus. Bei Sondersituationen – am extremsten, wenn hoher Abfluss starken Sturmwind „von See“ trifft – steigt das Wasser aber doch so erheblich an, dass der Wanderweg entlang der Mühlenau für etliche Zeit „verschwindet“.
Gestern nun ergab sich die Gelegenheit, nach Regen die aktuelle Situation anzusehen – fast 50 cm „mehr Wasser“, also (man gerade) 25 cm über mittlerem Abfluss.

Ein Stück, einige Lenkbuhnen weiter, Blick bachauf – mittig der „grünen Strecke“ können alte Kiesgaben bei der nächsten Aktion weiteren Kies gebrauchen.
Genug gesehen – ich drehe um.

Gegen Ende bachab, wieder die „Kastanien-Lenkbuhne“ als Beispiel – gut zu erkennen ist die Ufersicherungs- und MittenLenkfunktion des Einbaus.
Frei zur Besiedlung – und als erweiterte Nahrungsgrundlage für „die Nahrungskette / das Nahrungsnetz“. Andere sprechen von BioDiversität / Nachhaltigkeit.









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