Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for August 2021

Sommerhimmel 2021 über Wedel und Umrum – der Wetterbericht sagt regelhaft „es brodelt“. Manchmal löst sich das zum Nachmittag auf, manchmal „löst es“ sich und gewittert ordentlich. Wo nicht, da nicht.

Die Störche sammeln sich. Bald geht`s ab ins südliche Winterquartier. Gestern Abend wurde im Regionalfernsehen von frühem Abflug gesprochen, Mitte August flögen sie gewöhnlich weg. – Na, Mitte August haben wir ja bald, und noch sind sie da – vielleicht jeweils immer andere …

Unsere Möchsgrasmücken jedenfalls, die nicht nur ums Haus jährlich erfolgreich brüten, sondern das mit üppigen Gesangsstrophen begleiten, sind seit 1-2 Wochen nicht mehr zu hören. So geht die Zeit …

Aber nach den vorigen Storchsichtungen soll es hier um andere gehen.

Erläuterung zur Örtlichkeit: Wir radeln am Nordufer der Elbe, westlich Hamburg. Dort endet(e) der Ochsenweg, im Dänischen auch Heerweg genannt.

Von der Spitze Jütlands südwärts wurden jährlich bis zu 40.000 Stück Rindvieh bis Wedel zum Markt getrieben. Ein Gutteil wurde bei Fährmannssand über die Elbe gefahren, weiter gings bis in die Niederlande und anderswo. (Über die heutige Art und Weise – oft genug sehr viel weniger als schön – ist hinreichend in Film, Funk und Fernsehen, Internet berichtet.)

Elbdeich Fährmannssand – gut sieht er aus der Himmel.

Ich habe mich auf dem Elbdeich Fährmannssand umgedreht. Da hinten (wenige km), auf der Geest, liegt Wedel.

Zugegeben, am Tag des vorigen Fotos kam ich vom Sehtest aus der Stadt, hatte hier meinen Wendepunkt und landete trocken im häuslichen Fahrradhäuschen.

Hier geht`s aber weiter nach Hetlingen und Holm.

Die – dieses Jahr offenbar zahlreichen – Rauchschwalben sammeln sich.

Wo Leitungen fehlen, sind auch Zäune und Tore geeignete Treffs. Unten am Boden, im Foto nicht gut sichtbar, befinden sich Bachstelzen.

Bach- und Schafstelzen scheinen auch ein gutes Jahr gehabt zu haben. Sie begleiten den (bzw. begegnen dem) Radler zahlreich auf der Deichtour.

Mich erstaunt eine einzelne Nonnengans – ein Späher, der für die Tausenden, ab Herbst hier zu erwartenden, die Lage peilt? (oder eine Flügel- / Fußkranke?)

Neulich, noch Heuballen querab Giesensand …

… bevölkerten hunderte Graugänse die Wiesen und Weiden.

Wenn das Süßwasserwatt während der Ebbe frei fällt, halten sich viele von ihnen dort, aussendeichs, auf.

Unterschiedliche Rinderherden mit viel Jungvieh bevölkern die Marsch.

In dieser Umgebung fühlen sich Graureiher so geborgen, dass sie ihre „eigentliche“ Fluchtdistanz vergessen.

Oder handelt es sich bei diesem Reiher um einen Hamburger oder Pinneberger Tourismus-Reiher? Solche Stadtreiher kann man im Einzelfall fast per Handschlag begrüßen (bitte immer die Vogelgrippe- und Corona-Regeln beachten!).

Neulich waren an der NABU-Vogelstation von fern auch 6 (hier 4 davon) Silberreiher zu sehen. Die werden Richtung Jahresende noch mehr.

Die Starenschwärme vergrößern sich – am Deich gibt`s immer was zu fressen, die Kirschen ringsum sind abgeerntet.

Auch hier, nicht so blumenreich wie kürzlich aus Niedersachsen berichtet, werden Deichpartien rau gehalten. Die Vogelwelt im Allgemeinen, als ein Zeiger, reagiert positiv.

Als Schlussbild dieser Tourenfolge steht diese Postkartenansicht, seewärts.

So richtig aufhören will ich aber nicht, ohne noch etwas von gestern, Rückweg querab Holm, anzuhängen.

Und wieder überflogen mich 2 Störche, diesmal von West nach Ost, futterten in aller Ruhe vor dem alten Elbdeich Holm – Hetlingen.

Wer sucht der findet, mit auf- und abtauchenden Köpfen zähle ich nach und nach mehr – hier 5 sichtbar, 2 weitere hinten rechts ahnbar.

Zusammen mit diesem fernen Einzelgänger vor dem Brunnenschutzgebiet kam ich hier „Am Hang“ diesmal auf 11.

Nach allem Erzählen gehe ich davon aus, dass örtliche Alttiere verweilen und früher durchziehende Jungvögel dieses Bild bestimmen.

Der oben im Start des Beitrags gegebene Link wird zu den besenderten Ziehenden Route und Schicksal mitteilen.

Read Full Post »

Als ich gestern auf der Elbdeichrundfahrt, Rückweg kurz vor der Holmer Geest, von zwei Weissstörchen überflogen wurde, fiel mir ein, dass noch Fotos vom 28. Juli mit Störchen auf Datei liegen.

Spontane Eingebung liess mich da statt aus der Marsch Richtung Wedel auf den „Holmer Berg“ zu asten, auf halbem Hang wieder in die Marsch abtauchen – vor dem Geesthang „Am Hang“ längs Richtung Sauerbeeksweg („Aufstieg“ dann dort um so steiler). – Da radele ich also nochmal längs.

Und, siehe da, noch 2 Störche – diesmal also 4.

Die stören sich gar nicht an mir, haben offensichtlich ordentlich zu tun, picken, schmeissen hoch und schlucken – fortwährend!

Das ist an Zahl, 2 hier vor der Geest, die beiden ersten Überflieger, gelandet jenseits des alten Elbdeichs Holm-Hetlingen, aber gar nichts gegen neulich.

Da umrundete ich, just auf dieser Wiese eine größere Anzahl Störche wahrnehmend, die Situation – und scheuchte, trotz Schilfsichtschutzes 2, vorher nicht bemerkte, weitere Störche südlich des Sauerbeekswegs auf.

Die ruhig fressende größere Gruppe, nördlich des Sauerbeekswegs, kann nicht irren …

Dieser Gruppe schlossen sich die beiden an.

So hatte ich Gelegenheit, die voll sichtbaren und die immer wieder aus Gräben und Geländesenken auf- und in sie abtauchenden zu zählen – 19 Weissstörche hatten sich hier versammelt.

Wie die Gefiedertenfachwelt schon bei meiner ersten (Segel-)Beobachtung im unmittelbaren Umfeld 2017 klarstellte, ist dies das gewöhnliche Verhalten um diese Zeit. Es beginnt die Zeit des Sammelns und Herumziehens, das Jungvolk macht sich so langsam reisebereit – auf lange Südtour in die Winterquartiere.

Mehr zu anderem Geflügel auf den beiden Elbdeichrundfahrten folgt demnächst.

Read Full Post »

Mit Regenzeuganziehstopp kurz vor Erreichen des Anlegers Lühe waren wir von Buxtehude zurückgeradelt und hatten kurz darauf die Fähre bestiegen. Beim Blick über die Elbe aufwärts Richtung Ziel, Wedel, war alles regenverhangen, nur links und rechts „gab es festen Horizont“.

Die Fähre legt ab – Sonne auf dem niedersächsischen Ufer! Was für Gegensätze in Zeit und Raum.

Blick Elbe-abwärts – der Wind bleibt, ebenso das stark wechselnde Wolkenbild.

Die nördliche Elbeseite weiter regenverhangen, ein Binnenschiff und ein Fischkutter befinden sich im näheren Umfeld.

Zehner Sekunden später, besonnt, der Fischkutter HF 231.

Über den empfiehlt es sich, Geschichte und mehr nachzulesen.

Kurze Zeit später passiert der Schlepper Bugsier 18 die Fähre.

Fast verpasst – Blick südwärts – ein Seeadler hat etwas von der Wasseroberfläche gegriffen. Eine Möwe ist ausser sich, verfolgt den Adler eine Weile – hat der einen Jungvogel „geklaut“?

So etwas hatten wir vor einigen Wochen vom Deich am Wedeler Au-Sperrwerk länger verfolgen können. Da war eine Sturmmöve einem nahe an uns vorbei fliegenden Seeadler gefolgt – vergeblich. Der hatte ein Küken in den Klauen, flog zu sicherem Ansitz anderswo ab. Das war derart beeindruckend, dass der Griff zur Digicam schlicht unmöglich war. – Ich hatte mich über mich selbst gewundert.

Blick auf die Elbinsel Hanskalbsand.

Die gehört seit 2018 zu einem Naturschutzgebiet. Ob das von Wedel aus zu beobachtende regelmäßige Besuchen, auch Campen, im Sinne des Schutzzwecks ist, darf bezweifelt werden.

Wir legen an. Wie schön, die Reserveschraube wurde nicht benötigt. 🙂

Read Full Post »

Nach dem Essen geht es durch Gässchen der Altstadt zurück zu den Rädern.

Gut Zeit, um die Fähre – bei welchem Wind auch immer – zu erreichen.

Kurve vor der BAB-Baustellenunterquerung – Wall und Lärmschutzwand, in der Landschaft wie ein Brett vorm Kopf.

BAB gequert, Blick nach Osten – da ist nahebei noch allerhand Grundarbeit zu leisten. Jede Menge Dumper und Schlepper am Horizont ameisenartig emsig wirkend.

Auch in Moorende gilt die StVO – der Radler von rechts, ob muskel- oder akku-betrieben, hatte wohl zu viel Kraft (oder wollte von mir angefahren werden ???).

Von westlich des Estedeichs grüßt die St. Martinikirche, Estebrügge.

Hohes Queren der Tide-Este, (noch immer) Bundeswasserstraße. Na ja.

Beim Abbiegen in Jork – was für ein viel versprechender Himmel!

Blick in einen Marschgraben – Pfeilkraut (und Froschlöffel).

Weiterhin war in der Strecke die Teichrose zu sehen. Pflanzlich ganz interessant, Anzeiger für Stillgewässereigenschaft.

Borstel, Windmühle und Kirche.

Fast haben wir den Elbdeich erreicht, queren Obsthöfe. Die Apfelernte steht bevor.

Aussendeichs, die Nebenelbe querab Hanskalbsand bei Niedrigwasser, das Watt frei, das Wasser rau, der Himmel …

Yachthafen Neuenschleuse voraus – wir befinden uns unter der Wetterkante, stürmisch.

Der Anleger Lühe kommt in Sicht. Das Wetter – och nöööö !!! Nicht jetzt noch.

Oder doch?

Kaum binnendeichs, da geht es los …

Blick zurück, nun in Regensachen unterm Kirschbaum, Sonne und Regen – wie interessant.

Nach einer Weile radeln wir weiter, trocken über das Lühe-Sturmflutsperrwerk.

Jetzt aber fix an Bord!

Blick Richtung Ziel – da also wollen wir hin. Da ist ja nix! … zu sehen?!

„Wat mutt, dat mutt!“ Wir vertrauen auf Material und Personal. Die Lühe-Schulau-Fähre wird uns sicher nach Wedel bringen.

Mehr dazu demnächst.

Read Full Post »

Wir sind gut mit der Lühe-Schulau-Fähre im Niedersächsischen angekommen (voriger Beitrag). Weiter geht`s per Rad nach Buxtehude, kleines Treffen zum Mittagessen.

Lühe, binnendeichs – Sonne und Wolken, Licht und Schatten.

Rüber über `n Elbdeich – hoch hinauf …

Aussendeichs, entspanntes Radeln entlang Reet und Tide-Auwaldresten.

Aber was raste da für eine schwarze Wolke über uns!? Gibt`s da noch mehr von, tun die was (ausser über den Himmel flitzen)?

Gucken wir halt zur anderen Seite. Es fällt auf, dass dieses Jahr – auch in SH – rauer Bewuchs auf dem Deich geduldet ist. Entspricht das tieferer Einsicht, dass artenreichere Pflanzenbedeckung, die nicht permanent kurz gehalten wird, tiefgründiger wurzelt?

Das ist ja eine der lange bekannten Tatsachen, die auch (endlich, hoffentlich) beim Thema „Anpassung an den Klimawandel“, in Städten und anderswo aus den Köpfen in die Hände, zum Wohl der Versickerung und des Erosionsschutzes breiter angewendet werden muss.

Wir nähern uns Borstel. Rechts abbiegen – die Hauptstraße geradeaus, z.B. für Hamburg-Pendler, ist gen Ost gesperrt, aus Baugründen zur Einbahnstraße gen West geworden.

Borstel, Altes Land – Fleet neben der Straße, Fachwerkhäuser, Kirche.

Auf dem Obstmarschenweg, Königreich-Kreuzung, weiter geradeaus.

Nach links, Cranz, war (auf anderer Tour) auch schon unser Ziel. – Ob wir das dieses Jahr wieder „schaffen“? Das quackelige Wetter kompliziert das mit-Fähre-vorweg-Planen längerer Radtouren 2021 etwas.

Wir sind, nach Queren der Tide-Este, südwärts abgebogen. Entlang des – ebenfalls rau bewachsenen – Estedeichs nähern wir uns Buxtehude.

Nochmal so ein Deich-Aspekt – eine Fülle von Blumen kennzeichnet das Bild am Estedeich.

Bald muss die BAB-Baustelle in Sicht kommen. Was sind das nun schon wieder für schwarze Wolkenpakete, in rasender Fahrt (nicht wir, gegen den Wind)?!

Da ist sie ja, an dieser Stelle im Vergleich zum Vorjahr scheinbar unverändert. Über der Este befinden sich gerade Dixi-Klos (auf Neupositionierungstransport).

Sonnige BAB-Baustellenansicht, Estequerung von Süden.

Und, hier, von der Deichkrone südwärts geblickt, zeigt sich Buxtehudes Altstadtkirche hinter weiten Reetfeldern und Weiden (sowie anderen Auwaldbäumen).

Buxtehude, kurz vor der Einfahrt – von westlich der Tide-Este grüßt Neubebauung, ein Wahnsinn!

Die Prüfung der Örtlichkeit per Internet zeigt, dass Politik und Verwaltung aus den Entwicklungen der vergangenen JahrZEHNTE weiterhin nichts lernen wollen. Da ist, in höchstgefährdeter Marschenlage eine weitere Siedlung, Pamir … (damit verbinde ich „Hohe See“!), entstanden. Wir kennen die Ecke von leicht älterer Baurealisierung, parallel hierzu, westlich der Estebrügger Straße.

Mit einer Hochschule, die unter anderem Wasserbau, Hafenbau lehrt, leistet sich Buxtehude solch Bauwahn in Katastrophen-lockender Örtlichkeit.

Wieso mich das nervt? Weil ich erstens leicht fachliche Nähe zum Geschehen habe, vor allem aber als (heute ex-)THWist im Sturmflutjahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts / -tausends auf der SH-Seite Sandsäcke geschleppt und anderes gewerkelt habe. Binnenländisch gesprochen: Die aktuelle Lage in NRW und Rheinland-Pfalz lässt grüßen, seeseits betrachtet: der Meeresspiegelanstieg sowie zu erwartenden Folgen der vorigen Elbvertiefungen sowieso!

Da sind wir – Einfahrt in die Fußgängerzone, Altstadt Buxtehude.

Hier gibt`s, wer sucht, der findet, (unter anderem) ein prima Landbier und sehr zu empfehlendes Essen.

Diesmal entspannen wir über Mittag, hängen aber keinen weiteren Programmpunkt an. Die Gegenwindfahrt – angesichts Wind und Wetter – wollen wir ohne Zeitdruck absolvieren.

„Zurück“ folgt demnächst.

Read Full Post »

« Newer Posts