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Archive for April 2020

Im Januar hatten wir uns eine Strecke der ländlichen Mühlenau, Ellerbek, angesehen. Extreme Erosion gefährdete einen Pferdebetrieb, an anderer Stelle fand extremer Sandeintrag von einem Steilhang statt, provoziert durch Besucherdruck – Menschen, Hunde und Pferde. Hier verabredeten wir Entschärfung sowie Lebensraumverbesserung in der Gewässersohle durch Kies.

Extreme Steilhangerosion mit Sandeintrag in den Bach, vorwiegend provoziert durch Besucher mit Hunden und Pferden.

Steilhangerosion entlang landwirtschaftlicher Nutzfläche sowie Gefährdung von Uferbäumen.

Jeweils 2 Lkw Kies standen bereit.

Ein Teil von Lkw 1 schützt nun eine ältere Eiche.

Dasselbe von bachauf gesehen, die Eiche wird von der diesseitigen Buche verdeckt.

Grundstücksabriss und Gefährdung landwirtschaftlicher Gebäude sind durch Kiesdepot und Lenkbuhne (Unterwasserlenker) aus Lkw 2 gestoppt.

Die Hauptmenge von Lkw 2 ist bereits zum Unterwasserlenker geformt.

Wie aus bisherigen Beiträgen hier im Blog bekannt, werden solche standorttypischen Moränenbestandteile gern und schnell von Wirbellosen besiedelt, Fische und Neunaugen nehmen sie dankbar als Laichplatz an.

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Der Krückaupark, Elmshorn, liegt in der Aue der Krückau, die sich hier im Tidegebiet befindet. Dem „planen“ zweiten Teil der Ebbe, da fliesst das Wasser als Bach, setzt sich die Flut auf, die je nach Wind- und Elbe-Verhältnissen (im Extrem: Sperrung des Krückausperrwerks bei Sturmflut). Der Pegel „Hafen Elmshorn“ spiegelt die Verhältnisse der Krückau im Park.

„Normal“ wäre die Krückau hier von einem feuchten Tide-Auwald mit spezieller Vegetation und Tierwelt charakterisiert. Glücklicher Weise sind ihr Mäander belassen worden und in vielen Teilen auch standorttypische Bäume und andere Vegetation. Dass sich auch der Otter hier wohlfühlt, habe ich im Beitrag vom 26. April belegt. – Der Begriff „Park“, und das in einer Stadt, wird allerdings durch viele große, offene Flächen wie leider auch Uferpartien (mit Überwärmen des Gewässers) im Sinn der bekannten Forderungen nach freier Sicht und Sichtachsen ausgefüllt.

Ok, verglichen mit anderen Städten hat Elmshorn das ganz gut gemacht. Die in vielen Teilen naturnahe, mit zahlreichen Wander- und Radwegen erschlossene Fläche kann genossen werden. – Ich starte mal mit Verbesserungsfähigem.

Entbaumte Uferpartien sind übermäßig besonnt, die Ufer erheblichem Bodenabtrag (mit Baggernnotwendigkeit anderswo) ausgesetzt.

Buschweiden übernehmen gern solche Partien, wachsen den Abflussquerschnitt zu und beschatten aufgrund ihrer Wuchsform den Boden total, störend. Uferhalt geben sie aufgrund ihrer Flachwurzeln nicht.

Wo parkartig standortfremde Bäume auf Distanz zueinander gepflanzt wurden und Wege dicht am Ufer verlaufen, sind Probleme aufgrund der Gewässerdynamik vorprogrammiert.

Bei Überbreite und Übersonnung stellt sich die Krückau bei Tideniedrigwasser fast wie ein flaches, verschlammtes Stillgewässer dar. Die Kraft des Fliessgewässers und die sommerliche Kühle sind ihr genommen.

Öffentliches Grün mit standorttypischer Natur vs. Privatflächen – Stadt am Bach, charakterisiert z.B. durch Trauerweiden.

Mix aus offenen Parkflächen und Baumbestand – vielfältig in Zeitabfolge und Farbe ergrünen jetzt Weiden, Traubenkirschen, Pappeln, Erlen und vieles andere.

Die Vielfalt des Krückauparks beeindruckt, Problempunkte gilt es zu erkennen – Verbesserungen lassen sich aus den naturnahen Situationen ableiten.

Alte Baumweiden mit Blattaustrieb.

Pappeln folgen später.

Erlen, Eschen, Baumweiden und Traubenkirschen, letztere gerade in Blüte – der Weg bedrängt die Bäume allzusehr.

Blühende Traubenkirsche, Prunus padus (die heimische) – was flattert da zahlreich um die Krone?

Umweltberater kennen die Antwort auf die Frühlingsfrage „Massenhaft Fliegen, schwarz mit langen Beinen – muss ich etwas dagegen tun?!?“ – „Das ist ein saisonales Phänomen, das Schwärmen der Markushaarmücke, Bibio marci. Die ist vollkommen ungefährlich und gehört hier hin.“

Leider nur als einreihiger Baumsaum erhalten, daher allzu linear: Eschen, Erlen, zum Freiraum ein blühender Ahorn. – Optimaler Uferschutz und Grundlage standorttypischer Lebensraumvielfalt am Fliessgewässer.

Halbschatten durch Erlenbewuchs am Uferrand.

Die Erle sichert das Ufer, da ihre Wurzeln – im Gegensatz zu anderen Bäumen – senkrecht auch in nasse Böden vordringen. Hier im Foto flottieren die wasserseitigen Wurzeln in der Strömung und bieten Fischen „ein Dach über dem Kopf“ und anderen Organismen dreidimensionale Lebensstätte.

Wo die Ufer halbwegs wasserseitig besiedelt werden können, stellt sich die Erle ein – möge sie im Wachstum ungestört bleiben.

In den bei Ebbe trockenfallenden Flächen sind im auwaldartigen Teil des Parks die Wurzeln anderer Bäume, hier Weiden, als Erosionsschützer in waagerechten Partien zu bewundern.

Schnell ist meine Zeit vergangen – ich kehre über den urbaneren Parkteil mit Stadion, Badeanstalt und Elsa-Brändström-Schule zum Auto zurück.

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Der Krückaupark in Elmshorn ist sehr vielfältig, die Krückau durfte etliche Windungen behalten und ist von standorttypischen Bäumen begleitet (dazu folgt demnächst ein eigener Beitrag), es gibt sogar kleine, naturnahe Auwaldbereiche mit Vertiefungen und Feuchteunterschieden. An anderen Stellen, mit Baumverlust (oder -vernichtung) sehen aufmerksame Beobachter, wie ein Gewässer Qualität verliert. Das folgende Foto zeigt eine unbeschattete, überheizte Partie. Allerdings ist aufgrund des Fehlens von Bäumen das Nebengewässer gut zu erkennen.

Krückau im Krückaupark bei Tideniedrigwasser und geringer Wasserführung.

Der Graureiher im Stillgewässer gegenüber wird aufmerksam.

Schnell merkt er, dass keine Gefahr droht und setzt seine Pirsch fort.

[Zum Graureiher und den Flussneunaugen an der Mühlenau, Pinneberg (vgl. Beitrag vom 12. April 2020), gibt es übrigens inzwischen einen kleinen Film bei erutario.]

Das scheue Teichhuhn bleibt lieber im Hintergrund.

Schlaue Rabenvögel gucken sich auf den bei Ebbe trocken gefallenen Auwaldflächen um – offenbar ein interessanter Futterplatz (sitzen die Lücken zwischen Wurzeln und Totholz voller junger Wollhandkrabben?).

Wander- und Radwege durchziehen das Gelände, meist lohnt es, von Brücken mal nach links und rechts zu gucken. – Und …

… den Blick nach unten sollte man nicht vergessen. Kein Wunder bei dieser Vielfalt von Kleinlebensräumen: Spuren vom Fischotter (und vom Graureiher) auf frei gefallener Gewässersohle bei Ebbe.

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Das günstig am Vormittag liegende Tideniedrigwasser nutze ich, die Krückau in Elmshorn näher kennenzulernen. Gut geparkt am Buttermarkt geht`s los.

Angekommen.

Ein Schild – Fische! – erregt meine Aufmerksamkeit.

Na ja, vielleicht hätte man nochmal draufgucken sollen, ob Karpfen, „Goldbrassen“ ! und Scholle (gemeint ist sicherlich die Flunder) oder vielleicht besser andere Arten ausgewählt worden wären.

Aber so als Skulptur macht sich das wirklich gut.

Blick von der anderen Seite der Brücke Richtung Elbe – Elmshorns Hafen. Das Tideniedrigwasser lässt das Krückau-Süßwasserwatt (oder sagt man „die starke Verschlickung des Hafens“?) gut erkennen.

Wieder rüber, bachauf. Der Skulpturengarten, klein, aber fein, startet am Torhaus.

Skulpturengarten (dazu gibt es auch ein Faltblatt) und Torhaus sind vor einem Stadtbummel einen Besuch wert (ich aber bummele nicht durch die Stadt, sondern erkunde die Krückau und ihr Umfeld).

Ganz hinten erkenne ich mein Ziel – deshalb bin ich eigentlich hier.

Mann mit Fisch, interessant – sowas kenne ich bisher nur aus Holz.

So sieht man besser, dass es sich um die Skulptur „Fisch und Mann“ handelt.

Genug gesehen – Parkplatzwechsel, es geht in den Krückaupark.

(Und während ich über „Fisch und Mann“ bei Anke Bunt nachlese, taucht da die „Taucherin“ auf, die ebenfalls in Elmshorn stehen soll. – Verflixt, wo ist das denn?! – Tja, oben im Hafenblick ist sie schon, unerkannt, übersehen. Deshalb hier ein Ausschnitt.)

Da ist sie ja.

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Nun also virtuell.

Auch Bäche und kleine Flüsse warten auf Klimaschutz – Klimaschutz ist bitter nötig und möglich.

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HuSt, und das in diesen, unseren Zeiten? – Keine Angst, gemeint sind die bei Leserinnen und Lesern dieses Blogs hinlänglich bekannten „Hölzchen und Stöckchen“ zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Bächen und kleinen Flüssen (vgl. Auswahlstichwort rechts im Blog unter „Kategorien“).

Im Grenzbereich zwischen Elmshorn und Kölln-Reisiek macht die Krückau, überbreit, eine scharfe Rechtskurve. Dort hat sie extrem erodiert und Massen von Boden ins Gewässer eingetragen. Das finden der Grundstückseigentümer, der Flächennutzer und der Wasserverband nicht gut. Aus Sicht des Gewässerschutzes ist der Boden in der Krückau ebenfalls nicht willkommen.

So steht jetzt die Idee, mit einem auf 4 Punkte (Lenkbuhnen) aufgeteilten Lkw (25 t Kies) die Kurve zu entschärfen. Das wird bei günstiger Gelegenheit später in diesem Jahr erfolgen.

Um auch die kanalartig folgende, überbreite Strecke zu verbessern, wollen wir einen Test mit Treibselsammler („HuSt“) durchführen. Tidebereich: das ist neu für uns – wird das funktionieren?

Das Umfeld wechselt seinen Anblick, es gehört zum Überschwemmungsgebiet der Krückau im Tidebereich.

Am 31. Januar 2020 sah das Gelände hier noch so aus. Die Krückau fliesst mittig am Horizont zu und von dort direkt nach links ab. Frühjahrshochwasser 2020.

Das Hochwasser verschwand nach Ende von drei bemerkenswerten Niederschlagsperioden Mitte März (man wundert sich heute angesichts herrschender Trockenheit …).

Sowohl hier als auch an den Pinnauwiesen konnte einmal mehr zur Kenntnis genommen werden, wie wichtig solche Freiflächen sind – Städte wie Elmshorn und Pinneberg würden sonst schlicht „absaufen“. Für statistisch anstehende noch höhere Niederschlagsereignisse wäre es sinnvoll, überall im bebauten Raum – von der Quelle bis zur Mündung – Versickerung und Rückhalt zu verbessern (Stichworte z. B. Entsiegelung, Freihalten von Freiflächen, Muldenversickerung, Sohlaufhöhung übertiefer Entwässerungsgräben und vieles andere mehr – das Wissen ist vorhanden).

So stellt sich die Wiese gestern dar. Sie ist vom Flächennutzer vorbereitet für die Wachstumssaison, wir können die Krückau trockenen Fußes erreichen.

Wir gehen im Corona-Trott (1+1, Abstand!).

Blick in die Krückau – oha! Wie bei solcherlei im Profil zerstörten Bächen bewegt sich „Erosionssand satt“ auf der Gewässersohle – das Leichentuch des Forellenbachs.

Abhilfe ist nötig und möglich!

Dies ist, bachab, die zweite Hälfte der Erosionskurve (wartet auf die 4 Lenkbuhnen aus Kies), dahinter die Gerade für unseren HuSt-Test.

Wir testen die Arbeitssituation – „rein“ vom steilen Uferabbruch, der Grund ist sandig-schlammig, standfest.

Eine Woche vorher waren wir bei Tidehochwasser hier. Das Foto lässt erahnen, wie die Arbeitsbedingungen wohl bei plus 1,2 m gewesen wären. Nach einmal auf die Krückau gucken hatten wir das Gelände verlassen. – Jetzt, bei Tideniedrigwasser, haben wir beste Arbeitsvoraussetzungen.

Die Haselstecken, zwischen 1,20 und 1,60 lang, werden per Hand in den weichen Boden gedrückt und dann mit einem 5 kg-Vorschlaghammer auf Endhöhe gerammt.

Die Wasserseite ist fertig.

Blick bachauf – alles fertig, zum Ufer hin lassen wir die Hölzer bis in Uferhöhe stehen. Je nach Situation der Örtlichkeit kann so neben Uferschutz auch neues Ufer entstehen.

Innerhalb einer halben Stunde sind 33 Haselstecken zu einem Treibselsammler geworden.

„33 ? – seh ich nicht auf den Fotos!“ – Das liegt daran, dass 10-15 dicht an dicht in den Uferbereich geklopft wurden, um ein Umströmen auszuschliessen.

Blick bachab.

Blick bachab aus Entfernung – der Treibselsammler ist kaum wahrnehmbar, optimal.

Da die Arbeit so gut von der Hand ging, gucken wir uns noch einen Teil des Krückauparks (keine Fotos, ein schöner naturnaher Park mit reichlich Möglichkeiten, den Gewässerlebensraum zu verbessern) und das Umfeld der früheren Wassermühle Piening an.

Wassermühle Piening – ein Beispiel des steten Wandels in der Zeit.

Flach fliesst die Krückau angesichts geringer Wasserführung bei Tideniedrigwasser durch die drei Durchlässe der ehemaligen Wassermühle. Die Durchwanderbarkeit für Gewässerorganismen ist fast über den ganzen Tag gegeben.

Überbreit und strukturlos fliesst die Krückau weiter Richtung Hafen Elmshorn, danach durch die Marsch Richtung Elbe.

Bachauf sieht es nicht anders aus – alles verbesserungsfähig. Nicht unerwähnt bleiben soll eine beeindruckend blühende alte Eiche gleich neben der Brücke – möge dieser Baum mit möglichst vielen ähnlich ortsprägenden noch Jahrzehnte erhalten bleiben!

Die blühende alte Eiche an der Krückau.

Wir werden unseren neuen Treibselsammler in seiner Wirkung beobachten, gelegentlich den Kies als Strömungslenkung und Lebensraumverbesserung in der scharfen Kurve, s.o., einbringen.

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Wir leben gerade offenbar in einer ganz besonderen Zeit. – Ist nicht eigentlich immer eine ganz besondere Zeit?

Zu den derzeitigen Aufs und Abs der Corona-Diskussion will ich hier nichts beitragen. Da muss sich jeder selbst ein Bild machen.

Aber angesichts der ganz offensichtlich immer mal wieder aufflackernden Panik (Panik? Panik-Mache ist zu unterlassen!) ist es sicherlich ganz gut, sich reale Zahlen neben den derzeit diskutierten vor Augen zu führen.

Bei Abendblatt interaktiv lese ich, dass Deutschland seit Anfang März, also seit etwa 1,5 Monaten, etwas über 5.000 Corona-Tote zu beklagen hat.

Wie steht das zu Gesamtzahlen – man hört ja Äusserungen, die Corona-Toten würden in der Statistik (bei späterer, rückwärtiger Betrachtung) gar nicht „auffallen“ ?

Eins ist man klar: Wo viel Leben ist, ist auch viel Tod.

In unserer hauptsächlich christlich geprägten Historie ist dieses Thema leider ein Tabu – was die Nicht-Gesetzeskonformität unseres derzeitigen Bundesgesundheitsministers in Sachen Sterbehilfe nicht besser macht. Er sollte sich auf den Boden des Grundgesetzes zurückbegeben – ggf. sollten Kanzlerin (?) oder geeignete Politiker dafür sorgen. (Wird ein Minister, der das Grundgesetz nicht achtet, nicht belangt?)

Nach Deutschland in Zahlen starben 2019 hierzulande 954.874 Menschen, geboren wurden 787.523. – Über die Differenz von derzeit gut 150.000 kann man sich auch den einen oder anderen Gedanken gönnen (Stichworte, wer zahlt die Renten – oder Einwanderungsland usw.).

Wer das Thema „Alterspyramide“ googelt, bekommt unter anderem ein Bild aus dem Diercke Weltatlas mit den Geburtsjahren 1910, 1950, 2000, 2050 – der Tannenbaum aus 1910 ist nicht wiederzuerkennen. Die Weltkriege, die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er, der „Pillenknick“ und vieles mehr haben unsere „Pyramide“ ganz schön verformt.

Die Entwicklung kann man – Jahre 1950 bis 2060 (na gut, wer kennt schon die Zukunft ab 2019 …) – sehr schön auf dieser Statistikseite durchfahren. Statisch sieht man das analog im Demografieportal des Bundes und der Länder . In beiden Quellen ist unter anderem auch das Ansteigen unserer Lebenserwartung über die vergangenen Jahrzehnte nachvollziehbar – „plötzlich“ tauchen regelhaft und immer zahlreicher über 80- und 90-Jährige ff. auf.

Was ich damit sagen will? – Ein Bisschen Besinnung auf den Rahmen, in dem wir leben, täte allen gut.

Und wenn das mit „Corona“ so ernst genommen wird, warum wird dann seit Jahren nichts gegen Antibiotika-Missbrauch getan – in den Krankenhäusern sterben in Deutschland wegen Antibiotika-Resistenzen (die Daten im Link beziehen sich auf die EU) Menschen in gleicher Größenordnung wie an „Corona“ ? ! ?

Der Klimawandel bleibt … Tun wir etwas dagegen! Übermorgen ist Demo.

Ich bin dabei.

Ich wünsche allen eine gute Gesundheit, den Politikern Weisheit – und das Befolgen unserer Rechtsnormen!

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Noch sieht die Marsch – bei pauschalem Drübergucken – nicht sehr farbenfroh aus.

Weiden haben geblüht, frisches Grün spriesst.

Aber speziell hier in der Hetlinger Marsch ist mehr …

Das war also das Ziel meines Radelns – gucken, wie weit die Schachbrett- oder Schachblumen sind.

Da sieht man dann, dass die in den vorigen Beiträgen genannten Hinweisschilder nicht für die Nonnengänse gelten, sondern Besucher lenken sollen, die Pracht zu geniessen, ohne Schaden anzurichten.

Nun blühen die so pünktlich …

In Rot-Violett …

… und Weiss.

Hahnenfuss- und anderes -Gelb bereitet sich schon darauf vor, die Schachblumenpracht abzulösen.

Weiter zum Elbdeich – gucken, was jenseits Farbe gibt.

Vor dem Elbdeich – Gelb, Sumpfdotterblumen blühen im späteren Röhrichtsaum des Süßwasserwatts.

Blick über die Elbe – Röhrichte und Auwaldstart im Bereich des Süßwasserwatts.

Zweifellos, die Natur legt nun los.

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Wir alle brauchen Bewegung – nicht nur in diesen, unseren Corona-Zeiten. Mit „gut Abstand“ ist Radeln erlaubt, und da sieht man so allerlei, nicht nur die Verbesserungen nach Restaurieren mit Kies und Holz (vgl. auch Beiträge hier im Blog). Neben diversem Buntem, viel frühlingshaft loslegendem Grün beherrscht mancherorts Gelb das Blickfeld. Nicht immer ist das in Ordnung.

Schöner Kontrast Grün vs. Gelb 1, Gnäterkuhlenweg, Wedel. – Dürfen die das ?

Schöner Kontrast Grün vs. Gelb 2, westlich Pinneberger Straße, Wedel. – Dürfen die das ?

Grün vs. Gelb 3, westlich Pinneberger Straße, Wedel. – Dürfen die das ?

Ja, die dürfen das. Das Anwenden von Giften, hier: Totalherbizid, vermutlich auf Glyphosat-Basis, wird im Pflanzenschutzgesetz geregelt. Dieses „Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen“ ist just zu diesem Zweck entstanden. Es hat eine interessante Geschichte hinter sich. Die erste, vor Jahrzehnten verabschiedete Fassung war in Teilen gründlich misslungen. Sie wurde in der Praxis verstanden als ob da stünde „Grünt da noch was, bewegt sich da was?!? – Mach`s (spritz es!) weg!“

Etwas erschrocken reagierte die Politik angesichts der „Ergebnisse“ im Freien schnell und führte einen Rahmen gebenden Paragraphen für Profis und Laien (ja, leider ist Gift in Laienhand auch heute noch erlaubt!) ein. – Der entsprechende Paragraph hatte, für „alte Kenner“, zunächst den Standort § 6 (2) – das ist vorbei. Inzwischen steht der begrenzende Text in § 12 (2).

Es sollen die Kulturpflanzen geschützt, nicht (andere) Flächen abgetötet werden. Wo die zuständigen Verwaltungen konsequent handeln, hat sich etliches verbessert – unabhängig davon, wie man generell zu Gifteinsatz steht.

Da stellen sich bereits bei den Prüfungen vor Zulassung genügend Fragen, die Anlass zum Zweifeln berechtigen. Die Vielfalt der Erscheinungsformen in unserer Natur, die unendlichen, komplexen Prozesse, die uns Menschen großenteils weiter verschlossen bleiben, lässt sich mit simplen Definitionen nicht erfassen. Dementsprechend wundern neue Veröffentlichungen auch nicht, die für Gewässerorganismen belegen, dass ihr Verhalten chronisch gestört wird von Konzentrationen, die 5.000fach unter vom Indikator Honigbiene ertragenen Konzentrationen liegen. – So (und aus anderen Gründen wie Fehlverhalten) verschwinden halt „grundlos“ Arten aus der Natur …

Neben dem, was „die dürfen“, s. Fotos oben, sehen Aufmerksame aber auch anderes.

Da wird – ausserhalb des Nutzgeländes auch in Gewässernähe „behandelt“.

Bei weiterem Blick entsteht der Eindruck, als ob da überhaupt ziemlich rumgesudelt wird.

Und so setzen sich die Beispiele beliebig fort – Grabenrand 1.

Grabenrand 2.

Wegrand 1.

Wegrand 2.

Fahrweg im Gelände und Zaun binnen und buten 1.

Fahrweg im Gelände und Zaun binnen und buten 2.

Zaunbehandlung.

Fast entsteht der Eindruck, es bestünde „Vorfahrt für Pestizide“. [Den Firmennamen auf dem Schild habe ich ersetzt.]

In meiner langjährigen Praxis in Hamburg und in privater Erfahrung in Niedersachsen bestand weitgehend Einigkeit zwischen den Zuständigen, dass Wege und Zäune keine Nutzpflanzen sind. Dementsprechend wurden die Anwender informiert, ggf. mit Bußgeld belegt.

Auch in Schleswig-Holstein habe ich in den vergangenen Jahren gesehen, dass von mir gemeldete Flächen im Folgejahr nicht wieder GELB wurden, sondern Grün blieben oder mechanisch von (warum eigentlich unerwünschtem?) Bewuchs befreit wurden – andere Flächen aber auch nicht.

Es scheint im „Baumschulland“ im Vergleich zu HH und Nds. Nachholbedarf „in Sachen Leben“ zu bestehen. Angesichts zuständiger Grüner Umwelt- und Agrarminister verstehe ich das überhaupt nicht!

Soll man Schwarz sehen?

Vielleicht mindestens GRAU ? – Das ist KEIN Osterfeuer.

Anscheinend doch SCHWARZ. – Es knallt und pufft immermal, wohl Chemie-Spezialitäten „in Vernichtung“ und nicht nur Grün drin. [Ich habe dieses mindestens unsachgemäße Feuer der örtlichen Polizeidienststelle gemeldet. Möge das Folgen haben.]

Tja, das war zum Schluss eine weitere Besonderheit Schleswig-Holsteins angesichts bundesdeutscher Abfallgesetzgebung, die Verbrennen im Grundsatz verbietet. Grün könnte man Schreddern – in Zeiten des Klimawandels allemal! Die „Grünen Berufe“ auf dem Land und in der Stadt täten gut daran, wenn sie schon so viel schneiden und fällen, „die Organik“ den ausgepowerten Böden als Mulch zu überlassen (wenn denn schon Totholz immer noch nicht akzeptiert wird).

Es bleibt viel zu tun – auch und gerade von (und bei !) den Zuständigen in Politik und Verwaltung.

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Es ist wieder so eine Zeit, an den seit 2017 in die hiesigen Moränenbäche eingebrachten Kiesen Verbesserungen der ökologischen Kreisläufe zu erkennen. Über die Meerforellenlaichbetten im Übergang 2019 / 2020 habe ich berichtet.

Nun boomt es wieder, fast überall.

Die Flussneunaugen sind auf ihrer Laichwanderung bis in Quellbäche auf den Kiesen angekommen.

Die Pinnaubrücke Hindenburgdamm, Pinneberg – bekannter Ort aus diversen Blogberichten. – Da ist doch was!

Noch nicht ganz Tideniedrigwasser, die Pinnau trüb. – Wie üblich: In der Anströmkante des Kieses sind Veränderungen sichtbar. Flussneunaugen haben hier inzwischen zwei Laichgruben angelegt.

Wer bei noch tieferem Tideniedrigwasser von der Brücke runterguckt, kann bis zu 20 Tiere in der Laichgrube mit jetzt über 50 cm Durchmesser „bei der Arbeit“ beobachten. – Und die arbeiten (sich ab und gehen nach dem Laichen zugrunde. Auch die Leichen finden begeisterte Nutzer.).

Anderer Bach, andere Örtlichkeit – auch hier ist etwas zu sehen.

Mit ein Bisschen Vorstellungskraft sind bis zu 5 Kuhlen erkennbar. Bislang sind die noch nicht weiter „ausgearbeitet“.

Ja, und dann …

Herzlichen Dank an Hans Rutar, http://www.erutario.de , der diesen erfolgreichen Oster-Reiher mailte.

Alle Mühlenau-Interessierten können diesen (oder Kolleginnen / Kollegen) Reiher mit Glück in Ruhe beobachten. Auf dem Foto steht er gerade querab vom B-Plan Mühlenauquartier, von dem ebenfalls hier im Blog ausführlich im Zusammenhang mit umfangreichem Bekiesen berichtet wurde.

Mehr natürlicher Gewässergrund, wiederbelebte Strömung, mehr Wirbellose („Fischfutter“), mehr Fisch, mehr Fischesser – seien sie Gefiederte (auch dieser) oder Bepelzte. So sehen lebendigere Bäche und Flüsse aus.

Na denn, Frohe Ostern!

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