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Mittelwasserabfluss nach den Weihnachtsregen ff. – es gibt nach (abgeflossener) plus 75 cm erhöhter Wasserführung wieder etwas zu sehen. Der vorige Beitrag beschrieb die aktuelle Situation von Treibselsammlern („Hölzchen und Stöckchen“). Hier folgt der Besuch einiger bekiester Strecken.

Lange hatte es gedauert angesichts fortwährender Niedrigwasserführung unserer Bäche und kleinen Flüsse, bis die Forellen mit steigenden Abflüssen – erst in der zweiten Hälfte üblichen Laichgeschehens –  auf den Laichkiesen erschienen.

Während der Anfahrt hatte ich ein Gespann mit Güllefass vor mir. – „Im Märzen der Bauer …“ gilt angesichts massenhafter Abfallproduktion intensiver Tierhaltung schon lange nicht mehr.

Mögen alle Vorschriften eingehalten werden und Leckagen durch sachgemäßen Betrieb inkl. Vorsorge unterbleiben.

Am ersten Stopp angekommen – entsprechend der Tieflage unserer ausgebauten Gewässer hat der kleine Waldbach, hier kurz vor Mündung in die Mühlenau, höher liegendes Gelände bereits entwässert, fliesst nur noch spärlich.

Die Entschärfung übermäßiger Störung des Bodenwasserhaushalts ist als Notwendigkeit, Ursachen und Folgen des Klimawandels zu minimieren, in der Praxis von Flächennutzern in Stadt und Land noch nicht hinreichend angekommen. Übertiefe und -breite Abflussquerschnitte im Mittel- und Niedrigwasserbereich = die Realität (Link als nahezu überall geltendes Beispiel) muss ebenfalls in Planungsstuben noch verinnerlicht werden.

Die hellen Ovale auf dem Kies der Mühlenau zeigen: Hier haben Forellen gelaicht.

Anstrom der Rausche – hier fand das Laichgeschäft statt. Kuhlen, Rinnen zeigen, wie Kraft von Fischen und Strömung wirken, die Eier liegen in den kleinen „Hügeln“ unmittelbar bachab.

Relativ neue Kiesbank, die vom Hochwasser bewegt, aber wohl noch nicht von Fischen belaicht wurde.

Die dunkelbraune Farbe des klaren Wassers zeigt, dass bachauf offenbar ein Moor darauf wartet, dass seine Entwässerungsgräben gedichtet werden.

Nächste Station – hier nutzten wir erstmals vor 7 Jahren punktuell vorhandene Gefälledifferenz (Wehrabbau zu rauer Rampe), um sie mit Kiesbänken über längere Strecke aufzuteilen.

Der starke Schuss zeigt, da geht noch mehr.

Das untere Ende der ca. 600 m langen Strecke – Kieszugabe in einst steinreichen Moränenbächen erfolgt am Besten mehrfach, zu entscheiden je nach örtlicher Entwicklung.

Ich gehe die Strecke aufwärts, angesichts erst einmaligen Bekiesens der meisten potentiellen Rausche-Standorte hier kann nahezu überall nachgeschüttet werden.

Kolk und Rausche – auch im „Kanal“, in absehbar nicht zu mäandrierenden Strecken, ein gutes Angebot für Bachlebewesen. Das Forellenlaichbett belegt es.

Erstaunlich, so gut wie jede Rausche ist (auch in dieser, ulkigen Laichsaison) belaicht.

Auch hier – nächstes Mal gern mit mehr Kies.

Neue Erfahrung (in Jahrzehnten anderswo so noch nicht erlebt), mehrjährig belaichte Kiesplätze erscheinen nahezu völlig abgeräumt.

Szenenbild – irgendwer kappt da die für die Lebensraumgesundheit so notwendigen Erlen.

Andere Szene, (noch) günstige Situation.

Gut Kies, gut belaicht.

Auch hier.

Suchbild – Alt-Erlenspiegelung, Jungerlen stehen etwas oberhalb der Mittelwasserlinie in der Uferböschung.

Und noch ein nahezu vollständig abgeräumter Rauschestandort – günstige Gelegenheit, nutzbar für bacheigenen Kiestransport.

Angesichts insgesamt positiven Eindrucks wollen wir nicht übersehen, gar vergessen, dass „das Leichentuch“ des Forellenbachs, bewegter Sand durch übermäßige Sanderosion in übertiefer Streckenführung als eine Hauptstörung weiter minimiert werden muss.

Im Bericht vom 13. Januar hatte ich Fotos von Treibselsammlern und Kiesen gezeigt, die Gewässerverhältnisse bei 75 cm über Mittelwasserabfluss darstellten. Die Optik war gut.

Nun gilt es, mittlere Verhältnisse zu prüfen. Nach den Weihnachtsregen 2022 ff. zeigten die fallenden Pegelstände, dass der nächste Besuch zweckmäßig wäre.

Mittelwasser. – Der bereits ältere Übungssammler – sieht gut aus. Die Stöckchen sind vollzählig, erzeugte Turbulenz richtet sich gen Flussmitte.

Auch der Blick über die Strecke der Großaktion (8 Treibselsammler neu) bestätigt Vollständigkeit. Durch die gesunkene Wasserführung werden die Stöckchen jetzt frei erkennbar.

Detail der oberen Strecke.

Herangezoomt, unscharf – neben den stärker fliessenden Bereichen sind große, ufernahe Ruhestrecken / -flächen entstanden. Symbolisch zeigt das Stockentenpärchen die neue Aufenthaltsqualität.

Schräg bachab gesehen – rechtsufrig der „unterste“ Treibselsammler.

Linksufrig – das Foto zeigt eins der erreichten Ziele: „Den Spiegel brechen.“

So schön Spiegelungen auf Gewässern sind – sie „gehören“ auf Stillgewässer (stehende Gewässer, ggf. große Flüsse) bei Windstille.

Bäche und kleine Flüsse sind von Natur aus turbulent. Das Aktivieren dieser Kräfte ist eine der wesentlichen Aufgaben auf dem Weg zu lebendigeren Fliessgewässern.

Demnächst, wenn Niedrigwasserverhältnisse eintreten, wird ein weiterer Besuch zeigen, ob sich auch die Gewässersohle durch die veränderten Strömungsverhältnisse weniger eintönig, strukturierter darstellt.

Seit Weihnachten können wir über Regenmangel nicht meckern – sehr schön.   🙂

Die Böden sind quitschnass, die nach wie vor extreme Ausrichtung auf Entwässern unsere Landschaft lässt recht schnell Abfluss“wellen“ auflaufen und wieder abklingen.

Aber immerhin, wir liegen dauerhaft über mittlerem Abfluss, weit entfernt von den monatelangen Niedrigwasserführungen der meisten Monate in 2022 (und den Vorjahren).

Wald und Forst müssen noch ein Bisschen warten, allzu extrem ging die Trockenheit bis in Metertiefe. – Hoffen wir das Beste, auch die heftig genutzten Grundwasserleiter bekommen in dieser „Winter“zeit noch den nötigen Teil ab.

Solch eine Situation will genutzt werden. So startete ich zur städtischen Mühlenau, Pinneberg, um die jüngsten Treibselsammler („HuSt“, Hölzchen und Stöckchen) und Jahre bewährte Lenkbuhnen aus Kies in anderer Perspektive anzusehen – Abfluss am Pegel Rellingen: Mittelwasser plus 75 cm.

Das Umfeld dreier Brücken sehe ich mir an.

Übungs-HuSt an mittlerer Brücke, schöne Ufer-entlastende Turbulenz.

Wer weiss, wie`s geht, sieht die enge und ins Ufer einbindende Reihe von Stöckchen rechts, etwa mittig im Bild – vom Wasser ins Land (oder umgekehrt).

Blick bachab, linkes Ufer: Die Standsicherheit dieser und anderer Brücken wurde durch neue Stützpfeiler gesichert.

So nah am Ufer stehend stellen sie eher einen Störfaktor dar – bieten allerdings aufgrund der breiten, freien Mitte die Chance, dass Abflussverstopfungen so leicht nicht stattfinden werden.

Das Gute: Alles nicht so Tolle kann man meist verbessern. So ist vorstellbar, die Turbulenz im Umfeld zu nutzen, Kiese ringsum einzubringen. Kieslaicher jeglicher Art, Wirbellose ff. können so bessere Überlebensbedingungen finden.

Hier nun die obere Brücke meiner heutigen Tour – Standort der Großaktion HuSt, noch nicht lange her.

Gut ein Vierteljahr, sehe ich – wie die Zeit vergeht!

Was zeigt das Foto? – Nichts !   ??? Doch: Ungestörter Abfluss, die Standorte etlicher Treibselsammler ahnbar durch Oberflächenturbulenz.

Vorn das Detail einer linksufrig stehenden Reihe – munter fliesst die Mühlenau – drüberweg (und, unsichtbar: hindurch).

An dieser Stelle haben wir zwei Treibselsammler beidufrig auf gleicher Höhe angebracht – eine Ausnahme.

Die anderen haben wir wechselnd eingebaut.

Blick bachauf – auch die „oben“ stehenden Treibselsammler bieten ein gutes Bild.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie Mittel- und Niedrigwasser die Dynamisierung der Gewässersohle präsentieren werden.

Und weiter geht`s Richtung Hallenbad / Rosengarten (zur „unteren Brücke“ des heutigen Tages).

Blick bachauf vom Parkplatz am Bad zur Rosengartenbrücke: Frei fliesst die Mühlenau, Lenkbuhnen sind an Oberflächenturbulenzen erahnbar.

Erstaunlich, wie die auf der Sohle vor randlichem Kiesdepot liegenden „Riegel“ (leicht schräg gegen die Strömung) für Wissende ihren Standort verraten.

Hier sind sogar „Vortices“ ausgebildet, turbulente Strömung, die Luft(-sauerstoff) tief ins Gewässer einbringt. – Und sowas in einem „Tieflandbach“.

Blick bachauf von der Rosengartenbrücke – eine Lenkbuhne „Denkmal – Denk mal!“ (hier können gelegentlich meditierende Naturfreunde angetroffen werden) entwickelt die typische, uferentlastende Turbulenz.

Hier im Detail.

Blick bachab – vorn rechts und ganz hinten links befinden sich weitere Lenkbuhnen. Wir können zufrieden sein!

Es liegt in der Natur der Sache – und an der hohen Frequenz von Mensch und Hund -, dass die gerade unsichtbaren Kiesdepots im Ufer nach und nach „verschwinden“. – Kein Problem. So nötig und / oder möglich, kann jederzeit nachgeschüttet werden. Verbessernde Wirkung für den Lebensraum ergibt sich parallel.

Alle reden vom Wetter? – Blick zum Himmel. Rasende Wolken unter Weiss und Blau!

Es soll (erstmal) so bleiben, sagt der Wetterbericht.

Die Jahreszeit, in der Forellen „was Besseres zu tun“ haben.

Zum Glück hat der Regen seit Weihnachten 2022 dazu geführt, dass der Lebenszyklus der Forellen rund bleibt. Lange sah es so aus, als ob potentielle Laichkiese nicht belegt / bewegt würden.

Das sieht nun anders aus. Ein paar Eindrücke von seit 2017 nach und nach realisierten Strukturverbesserungen folgen hier.

Strukturverbesserungen für Sohle und Ufer helfen. Die Baumkulisse ist essentiell für naturnahe, lebendige Bäche.

Rausche, belaicht – aufgrund höherer Wasserführung und Spiegelung nicht leicht zu erkennen.

Noch strukturloser Kanal – Ansätze für Verbesserungen sind schier unendlich.

Auch und gerade die langen Strecken kleiner bis kleinster Nebenbäche spielen von Natur aus eine bedeutende Rolle. Stark von Fisch und Strömung bewegter Kies zeigt intensive Aktivitäten.

Beidseits belaichte Kiesfläche.

Auch hier hat sich etwas getan.

Belaicht …

Der dunkle Kies ist algenbewachsen. Der helle wurde von Fischen bewegt, die unbewachsene Unterseite (vielleicht auch „gewaschene“ Oberseite) zeigt hell das Laichbett.

Frischer Kies – mancherorts ist nicht klar erkennbar, ob Fisch aktiv war.

Hier schon.

Hier wohl auch …

… und hier.

Hier sowieso.

Wenn das Drum und Dran stimmt und die Gewässersohle ihre standorttypische Naturnähe zurückerhalten hat, kann Vieles besser werden.

Die Dreidimensionalität von Kies, flutenden Erlenwurzeln und Totholz stellt sicher, dass auch die Kleintierwelt arten- und individuenreich vertreten ist.

Die Forellen sind jetzt wohl „ziemlich durch“. Wir warten auf Bach-, Fluss- und Meerneunauge in den nächsten Monaten, Frühjahr Richtung Sommer.

Immer wieder neu – Nachmittagssonne bescheint wieder (noch) die Geest, fast waagerecht.

Das war ziemlich lange auf der kurzen Nachmittagsrunde nicht der Fall. Am Tag 19 nach Wintersonnenwende ist der Jahres(zeiten)fortschritt klar zu bemerken.

Die Fläche des Pferdetümpels, Hochfläche am Mittelweg, nimmt angesichts Regens und geringer Verdunstung täglich zu.

Pferdetümpel, bestrahlt.

Ein Stück weiter, ein Rest Sonnenspiegelung.

Durch die Lindenallee Ennbohmtwiete radele ich zur B 431, südostwärts auf dem begleitenden Radweg nach Hause.

Auch wenn der fast-Vollmond am Vorabend klaren Himmel zeigt …

… gab es heute Vormittag eine Verabredung, mal nach der Wassersituation im Haus zu sehen – hier unter Dach, apfelsinengroßes Wespennest, Feuchte- und Nässehinweise lasse ich weg.

Neben diesem Wespennest waren noch einige der mandarinengroßen Variante vertreten. Mal sehen, wie viele Insektenköniginnen 2023 unseren Dachinnenraum als insektenfreundliches Haus charakterisieren.

Altbekannte, bearbeitete Stelle in der Tiefgarage – Wassertropfen, kein Tauwasser.

Wir werden am Dach Schäden reparieren lassen (Ziegel- und Lüfterausgängebruch, Gaubenübergänge), die Tiefgaragenschwachstellen beobachten. – Die Verabredung drinnen war gut gewählt, es regnete draussen.

Da noch etwas Zeit war, gönnte ich mir gegen Mittag eine kleine Rundtour durch das Wedeler Autal. Am Ende wich das Schwarz. Weiss-Blau Richtung freier, sonniger Himmel setzte sich durch.

Nachmittags dann noch eine kleine Runde in die Wedeler Marsch.

Spätnachmittags – mit dem Regenwetter ist auch der Sturmwind gewichen. Kopfweide spiegelt sich auf blankem Marschgraben.

Kurze Tour, abgebogen in den Saatlandsdamm – vor Sonnenuntergang, hinterm Elbdeich, links von Brunnenschutzgebiet.

Etwas weiter, nochmal – unter Eschen.

Randbebauung am Geesthang, freier Blick südwärts – flammende Fenster, beim Radeln Gebäude-wechselnd.

Sicher eine interessante Wohnlage – über das Aussehen der Häuser (schon ihre Planung dort) lässt sich streiten. Ob „Sonnenuntergang“ stets DAS Erlebnis ist, oder vielleicht auch lästig wird? Zur Not lässt sich „Innen“ ja abschatten.

Winterliche Turbulenzen bei erhöhtem Abfluss.

Gerade laichen Forellen, der Anstrom des Laichkieses ist der bevorzugte Platz. – Ich habe sie diesmal wohl verschreckt.

Gute Turbulenz auf rauer Rampe.

Vorhandene Gefälle lassen sich durch Kiesrauschen gut aufteilen. Gute Lebensraumverhältnisse und punktuell vervielfachte Turbulenz sind erreicht, erhöhen Arten- und Individuenvielfalt – Beispiel Bek, anderswo.

Umweltbildung für Hunde – „Bis Mai soll ich also Unterwasserkiese nicht mehr betreten?“

„Ach, die da! – Verstehe, Laichgrube bachauf, im hellen, strömungsbewegten Kieshügel liegen die Forelleneier. – Die sollen sich entwickeln!“

Keine Umweltferkelei, sondern Naturschaum – der Haselstrauch lässt den absehbar bevorstehenden Frühling bereits erahnen.

 

Kleiner Lagebericht aus der Mitte der ersten Januarwoche 2023 – seit Weihnachten regnet es immer (mal), Aussenaufenthalte sind möglich, (auch größere) Radtouren bei Berücksichtigen von Wolkenfronten / -lücken ebenfalls.

Die Pegel der Bäche ringsum weisen heute Abflüsse durchweg so bei 50 cm oberhalb Mittelwasser auf, was angesichts der fast durchgängig seit April 2022 anhaltenden Niedrigwasserführung (bis Austrocknen ganzer Strecken) inzwischen als bemerkenswert gilt. In Wahrheit, statistisch, ist das nichts Besonderes – „mittleres Hochwasser“ liegt bei den meisten Pegeln bei etwa 1 m höher, mögliches Hochwasser nochmal (fast beliebig) darüber.

Kleine Rundtour zeigt, spätnachmittags, 4. Januar 2023:

Der – hier immer mal gezeigte – Pferdetümpel steigt weiter an, ist schon ganz ansehnlich.

Auch eine Mulde am anderen Ende der Wiese hat sich, auf lehmiger Moräne, wieder mit Wasser gefüllt.

Aus einem schnell zuziehenden Wolkenloch guckt der zunehmende Mond auf das Geschehen.

Ich spute mich, meine Runde zu vollenden. Kurz vor Rückkehr startet der neue Schauer. – Prima!    🙂

Nachdem nun „Weihnachtsregen ff.“ für höhere Abflüsse sorgt, zeigen Strömungsfotos, dass nicht nur bei Niedrig- und Mittelwasser, sondern auch „im Plus“ bessere Verhältnisse in bekiesten Strecken herrschen. Die gezeigten Beispiele stammen aus dem schleswig-holsteinischen Einzugsgebiet der Tide-Elbe.

Beispiel Mühlenbach, Pinnau-Einzugsgebiet.

Es gilt, vorhandenes Gefälle in der Strecke zu nutzen – Aufteilen in mehrere Rausche-Kolk-Abfolgen.

Kiesrausche, Turbulenz, Strecke mit freier Entwicklung schliesst sich an.

Kiesrausche, Turbulenz, Erlenbestand.

Blick auf Anstrom einer Rausche – man könnte meinen …

… dass hier ein Punkt, vielleicht zwei, (von Bachforellen?) belaicht wurden.

Und weiter geht`s.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Am Ende der nun bewegteren Strecke wurde das beidseits seitlich gelegte Kies-Depot gut vom höheren Abfluss transportiert. Laicher werden erwartet.

Wie nahezu überall in den über 80 % unserer bisher nicht verbesserten Fliessstrecken wartet die abwärts gelegene Strecke auch hier …

Beispiel Moorbek, Pinnau-Einzugsgebiet.

Die bereits von standorttypischen Bäumen teilbewachsene Strecke zeigt gute Fortschritte.

Induzierte Turbulenz fördert die Zunahme von Wasserstern und anderen Bach-typischen Pflanzen – hier noch unbeschattet, Wasserpest dominiert, sommerliches Gesamtzuwachsen mit Abflussproblemen wird folgen.

Blick bachauf auf die teilbeschattete Strecke – mehr als die Hälfte der Strecke (= bachab) ist noch voller Sonne ausgesetzt. Überwärmung und Massenwachstum der Wasserpest bleibt durch zu fördernden Uferbewuchs abzustellen.

Blick auf das Streckenende mit 2 Rauschen.

Auch hier kann an einer Stelle ein Laichstart vermutet werden.

Beispiel Bredenbek, Alster-Einzugsgebiet.

Turbulenz induziert, Rausche-Kolk-Abfolge.

Turbulenz-Gesamtansicht des Fotodetails aus dem vorigen Beitrag.

Durch Rauschenabfolge aufgeteiltes Gefälle reduziert die bisher übermäßigen Erosionen mit Sandtransporten. Sortierte und stabiler liegende Feinsedimente eignen sich dann mindestens teilweise ebenfalls als besiedelbarer Raum.

Das unüberlegte Gesamtabholzen der links im Foto sichtbaren Strecke wird aufgrund von Übersonnung dazu führen, dass Wasser- und Sumpfpflanzen den Abflussquerschnitt – völlig unnötig und die Gewässerunterhaltung störend, erschwerend – sommerlich zuwachsen werden.

Guter Sandrückhalt zwischen Rausche-Kolk-Abfolgen.

Blick bachab auf nun geschützte Standorte von Altbäumen.

Blick bachauf – die alte Kopfweide bleibt so noch Jahre bis Jahrzehnte erhalten.

Kleiner Bach nahebei, Nebenbach zur Rönne.

Sehen, Lesen lernen – mit gutem Gefälle tritt dieser „Straßenrandgraben“ von gefällereicher Moräne in die Obere Alsterniederung ein. Als Kies- / Steinbach !

Aus dem Dänischen kenne ich viele Beispiele, in denen solche – für den Laien unscheinbaren, scheinbar unbedeutenden – kleinen Fliessgewässer mit Schulklassenaktionen wieder zu den produktiven Lebensräumen der Vergangenheit verbessert wurden.

Sinnvoll ist das allemal. – Wo aufgrund des psychosozialen Umfelds möglich, sollte solche Chance ergriffen werden.

 

Dank an unsere Berlinerinnen!

Wo wir gerade noch weihnachtlich urlaubten, feierten unsere Berlinerinnen mit Freundeskreis den Übergang ins neue Jahr. Unser Dank gilt den netten Wohnungseigentümern, dass beides möglich wurde!

Allen Freundinnen und Freunden lebendigerer Bäche und kleiner Flüsse wünsche ich, dass das Jahr gelingt. Wie bekannt, helfen „gute Turbulenzen“ in vielerlei Hinsicht – und sie sind herstell- und beeinflussbar. Machen wir also weiter in bewährter Manier, für alle, die noch nicht gestartet sind: Verbesserungen sind (fast) überall möglich.

Gute Turbulenz! Ganz neu! Bei Mittelwasser plus 25 cm fotografiert: Bredenbek, oberes Alster-Einzugsgebiet.

Tief ziehen „Vortices“ Luft in die Wassersäule – belüften. (Wäre da ein Sauerstoffüberschuss, träte physikalisch ein Austrag Richtung Sättigung ein). Der Bach hat „seine Stimme zurückbekommen“ – und nicht nur die(s und das).

Weil`s so schön ist, folgen im nächsten Beitrag Beispiele „guter Turbulenz“ in Fotos von 3 Bächen des Norddeutschen Tieflands, Schleswig-Holstein – sage man keiner, es gäbe im Tiefland kein Gefälle.