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Richtung NABU Vogelstation – buschige Kopfweiden Fährmannssand, Rauchschwalben am Himmel.

Nicht mehr lange, dann werden die Schwalben den Zug nach Süden angetreten haben.

„Eigentlich“ habe ich zwei Begleiterinnen. Die sind allerdings wegen Transports ihrer Roller schon mit dem feuerroten E-Mobil vorausgefahren. Besonderer Anlass der Tour ist das Einlösen eines Geschenkgutscheins zum NAJU-Eintritt. – Offenbar sind die beiden schneller als gedacht. Im Vorbeiradeln Fährmannssand leuchtet mich das verlassene Mobil rot von der Seite an.

Weiter Blick voraus, Richtung Zugang zum Gelände der Vogelstation Wedeler Marsch – da sind sie …

Schwalben ringsum. Ich hatte deren Nester bis in den Eingangsbereich der Station beim vorigen Besuch erwähnt und gezeigt.

Blick auf die großen Wasserflächen, die durch Kleientnahme für den neuen Elbehauptdeich in den 1970ern entstanden sind – Großlibelle im Vordergrund.

Husch – und weg! Was das unbewaffnete Auge als Starenschwarm ansprechen könnte, decken die stark vergrößernden Spektive der Vogelstation als verschiedene Limikolen-Arten auf.

Der Schwarm kreist erstmal eine Weile.

Blutweiderich – auffällig Blaualgen.

Land Art – kühle Herbstnächte lassen die Blaualgenblüte aufschwimmen.

Schwer erkennbar – auf dem größten Findling ruht ein Kormoran.

Inzwischen sind die Limikolen zu ihrer vor einigen Tagen vom Grün befreiten Kiesinsel wieder zurückgekehrt. – Rechts oben, vor dem Elbdeich, kommen weitere Vogelfreunde. Regelhaft sind Radler und Spaziergänger Richtung Vogelstation zu sehen.

Im Flachwasser suchen etliche Vögel nach Nahrung.

2 Zelte für Pausen, sei es Arbeitsdienst oder für die bevorstehenden Vogelzugtage.

Eine Skorpionsfliege zu Besuch.

Flucht vor meiner Fotografiererei half nicht – hier die Skorpionsfliege auf der Zeltwand.

Wir studieren unser gegen den Gutschein eingetauschtes neues Vogelbuch.

Meine Vogelfotos stammen aus unterschiedlichen Beobachtungsständen. Wir gehen, vorbei an zeitweise genutzten Fangnetzen zu Kontrolle und Beringung in den südlichsten Stand.

Und leise wieder raus – irgendwie hatten sich Ankommende hier geschart, während wir, als früh Angekommene, leere Hütten nutzen konnten.

Ich verabschiede mich, radele die Hetlingen-Holm-Runde weiter. – Test des Digicam-Porträt-Zooms hat die Großlibelle in weiter Entfernung tatsächlich erfasst.

Nix Besonderes, aber immerhin (ich wundere mich über die Technik) – Großlibelle und Schwalbe.

Vogelkiek – etliche Besucher haben wieder große Geschütze dabei. Neben den Kleinen (z.B. Limikolen) sind die Seeadler gern über der Elbe und auf dem Süßwasserwatt gesuchte Objekte.

Eine Gruppe Kiebitze überfliegt mich.

Blick vom Hetlinger Elbdeich ins Deichvorland, eine Krähe fliegt vorbei. Im Schilfröhricht schnackt und tiriliert es. Da müssen Massen drin stecken.

Nicht im Foto zu sehen, aber mit dem Auge zu erhaschen sind kleine Gruppen Star, die kurz aus dem Schilf auftauchen, flach drüberhin ziehen und wieder verschwinden. Die sind die Schnacker. – Neben vermutlich Tausenden Stare sind auch etliche, mindestens wohl Hunderte, Schwalben an ihrem Zwitschern zu erkennen.

Weiter geht`s, an Hetlingen und Idenburg vorbei. In der Ferne erkenne ich Menschen in der Nähe des vortägigen „Storchenhochsitzes“.

Die Hochsitzstörche von vorgestern nachmittag haben vormittags zu tun, patrouillieren die Mähwiesen.

Auf Nahrungssuche – zügig voran.

Beide sind eifrig auf derselben Wiese, finden regelhaft etwas, schlucken, stochern hinter Flüchtigen im kurz gemähten Gras hinterher.

Foto von anderem Ort, wo vor etwa zwei Wochen gemäht wurde. – Das Hochhalten des Grabenwasserstands zahlt sich aus. Das Gras wächst „wie verrückt“.

Kein Wunder, dass die Marsch- im Vergleich zu den Geestbauern als die reicheren galten. – Dieses Jahr hat es angesichts regelhaft feuchten Bodens und dem „Bewässern von unten“ etliches an Silo und Heu mehr gegeben als gewöhnlich.

Mitgezählt habe ich nicht, aber es entsteht der Eindruck, dass dieses Jahr mit regelhaft angefeuchtetem Oberboden einige Male mehr Grünschnitt erfolgte als in den vergangenen Jahren – und was für Mengen dabei zustande kamen.

Kürzlich am Bullenfluss, Flutwasserstand – 2 Störche, Nutzniesser der Grasmahd.

Einer wird kleiner … – verschwindet in Mulde oder Wiesengraben.

Da ist er wieder, der linke putzt sich.

Im Wedeler Autal, feucht vom Einstau des Mühlenteichs Wedel – im gemähten Gras ein Graureiher, sichernd.

Der fühlt sich sicher, Spaziergänger und Radler sind wechselnd durch Bäume und Büsche auf dem Weg wohl unauffällig.

Schlaue Tiere, hier die Autal-Angus, ziehen sich angesichts sengender Sonne und aufkommender Tageshitze in den Schatten (so er denn existiert) zurück.

Gestern, wieder in der Marsch, vor dem Geesthang Holm – Wedel. Graureiher ruhen, offenbar satt.

Etwas weiter – 2 weisse Punkte, hoch über dem Boden.

Andere Perspektive – die beiden Störche stehen auf einem Hochsitz.

Vermutlich handelt es sich – wie bei den ersten Fotos dieses Beitrags – um das Idenburg-Paar. Wann startet es seine Wanderung gen Süden?

Noch einmal, links Geesthang – die Silhouetten der beiden Weissstörche.

Hoch sind die Marschgräben eingestaut, hier der Tide-Abschnitt des Sauerbeck.

Die Wiesen sind tief gemäht, hell. Der hohe Wasserstand – ob nun durch Problem am Sturmflutsperrwerk Wedeler Au verursacht oder bewusst ganztägig auf Fluthöhe gehalten – hilft angesicht anhaltender Sommerwärme im Herbst, den Boden zu durchfeuchten, das Gras wieder schnell nachwachsen zu lassen.

Das hat für Bodenlebewesen selbstverständlich die „Flucht nach oben“ zur Folge. – Da warten, wir sahen die zufriedenen Gestalten, Reiher, Störche und andere Liebhaber von Würmern, Amphibien, Mäusen und vielem mehr …

Guten Appetit!

Der Marienkäfer hat dieses Jahr schon viele Runden gedreht in Wedel, der Stadt mit frischem Wind. Zur Zeit kann er es etwas geruhsamer angehen lassen.

Der Herbst zeigt sich rot – reich behangen sind Weissdorn und Rosen.

Auch bei uns ums Gebäude ist Rot häufig, wie hier am Pfaffenhut.

Dompfaffen lassen sich vermehrt an der Vogeltränke und im Pfaffenhut sehen. Dessen Früchte interessieren sie allerdings noch nicht. Sie knuspern nebendran an den „Nasen“ des Chinesischen Ahorns.

Durch gekrüllte Fliederblätter leuchten die Früchte einer von vielen Vogelbeeren.

Hartriegel, Cornus mas, kann seine Äste nicht aufrecht halten, so schwer tragen sie, senken sich  teils über den Wegebereich.

Auch der Feuerdorn steht in voller Früchtepracht.

Hagebutten diverser Rosenformen ergänzen das Bild.

Das Eichhorn transportiert ausnahmsweise mal keine Nuss.

Aus welchem Grund auch immer zieht es offenbar gerade mit einem Jungtier im Gepäck in ein anderes Heim um.

Und das bei der Wärme! – Die Hitzetage lassen Tiere den Schatten suchen – so er denn irgendwo zu finden ist.

Dieses Deichschaf hat Glück, ausserdem kann es sich an der Bank prima schubbern.

Ob das vergehende Wasser im Pferdetümpel die Hitze übersteht?

Na, ein Bisschen Regen, vor allem Wolken und (vorübergehende) Abkühlung sind immerhin angesagt.

Dieses Jahr mit seinen regelhaften Niederschlägen ist so anders als die Vorjahre. Nach kurzer Phase Trockenheit hat der Regen hier im Umfeld zwar keine nennenswerten Abflusssteigerungen in Bächen und kleinen Flüssen bewirkt, den Oberboden aber doch regelhaft nennenswert feucht gehalten.

Das liess das Grün wachsen „wie verrückt“. (Es gibt auch Menschen, die wurden mit Blick auf ihren Garten nahezu verrückt, ergingen sich in wilden Aktivismen oder / und schimpften auf den Gärtner, der „nicht genug arbeitete“. – Dabei kann man sich bei solch Grün im Garten doch viel besser entspannen, als angesichts des Blattfalls und Gelb der vergangenen Jahre … Mein Tipp: Einfach zugucken beim Wachsen … – und sich freuen.)

Die trockenen Zwischenphasen reichten hier, jedenfalls für Silo- und Heu-Mahd, zum Trocknen aus, so dass die Sammellager ausgesprochen voll sind. – Und es wird weiter geheut … !!!

Getreide kam nicht ganz so gut davon. Gerste wurde in den meisten Fällen mit Ach und Krach trocken eingebracht. Beim Weizen allerdings machte die Feuchtigkeit Schwierigkeiten – bis hin zum „Durchwachsen“ von Flächen. Inzwischen sind auch die gemäht, geräumt – teils wird da primär Biomasse in Form von Stroh das unbefriedigende Ergebnis sein.

Noch ein wenig Atempause – dann geht es mit der Mais-Kampagne los!

Allüberall!

Danach wird es andere Horizonte zu sehen geben!

Hier beschreibe ich – nach so ganz anderen Themen und Bildern – die täglich zu erlebenden Maishorizonte. – Mal sehen, wie wir die Zeit mit gerade Temperaturen Richtung 30 Grad C hinter uns bringen.

Raus aus Wedel, Richtung Holm.

On top – Mais.

Vorfahrt! – Vorfahrt für Mais?

Leider hat man den Eindruck! – Seit 2 Jahrzehnten frisst der Mais Flächen in früher unvorstellbarem Ausmaß, ersetzt andere Früchte, Fruchtfolgen, führte zu Grünlandumwandlungen bis in enge, waldumsäumte Partien.

Ja, man redet darüber, findet die sich um sich selbst drehende „Fruchtfolge Gülle – Mais – Gülle – Mais – Gülle …“ nicht sooo gut.

Im Ländlichen.

Horizont, eingeschränkt. – Was dem einen sein „on top“ ist dem anderen sein Hang bis tief in anmoorige Bereiche.

Anmoorige Augebiete, hier: tief liegend, in der Marsch – auch hier wächst es, sogar in Trockenjahren.

Wird der Herbst dann nass(er), bleibt schonmal unbefahrbares Gelände, dreidimensional bestückt, unbeerntet liegen. – Wildschweine freut`s, Eigentümer von dann wintergeschädigten Flächen und Jäger nicht.

Unter Leitungen macht sich der Mais ganz gut – braucht man keine Bäume stutzen.

Hier sind sogar Schilder aufgestellt …

Sieht so aus, als wiesen sie auf den Mais hin.

On top, es geht wieder abwärts. – Jedenfalls freue ich mich, dass in absehbarer Zeit wieder andere Horizonte frei, sichtbar werden.

Noch mehr freute ich mich und mit mir Wasser, Boden, Luft, Flora und Fauna, wenn der realisierte Maisflächenfraß absehbar auf die Hälfte der heutigen Flächeninanspruchnahme gesenkt würde. Prüfen und Abstellen schädlicher Subventionen sowie Ändern weiterer Rahmenbedingungen stehen an – entsprechendes Handeln steht, wie auf anderen Prioritätsfeldern, aus.

Nur nicht nachlassen!

Lange nicht gesehen …

Plötzlich guckt es bunt ins Fenster.

Holla, mal näher hinsehen.

Da muss der angekündigte Bericht mit dem grünen Maishorizont zurückstehen.

Schick …

… da könnte man …

… letztes Rot, die Lampen gehen an …

… geradezu auf die Idee kommen, demnächst mal zum Sonnenuntergang die Elbe entlang zu radeln. (Das verlinkte Beispiel stammt aus einem November – bleibt also noch Zeit …)

Gestern Abend zeigte sich am blauen Himmel in Fernsicht kein besonderes Farbgeschehen – nix verpasst.

Rückblick auf die Hinfahrt nach Haselau, vor Holm – Dahlien, zum Selbstschneiden auf dem Feld.

Gen Haselau, nördlich Holm – Blick bachauf von der B 431-Querung Holmau, das Tävsmoor am Horizont erahnbar.

Hier befindet sich landschaftlich ein besondere Situation. Das östlich liegende Tävsmoor ist die Ost-West-(Nordost-Südwest-)Wasserscheide zwischen Pinnau und Haseldorfer Marsch. Nach Nordosten fliesst die Appener Au mit geringem Gefälle über anmooriges Gelände, dann durch den Geestsporn Appens „rauschend“ Richtung Tide-Pinnau.

Nach Westen verlässt die Holmau das Tävsmoor, fliesst dann als Lanner Kuhlenfleet südwestwärts, zwischen Hetlingen und Haselau den alten Deich querend in das Stausystem der Haseldorfer Binnenelbe.  Je nach Stausteuerung quert das Wasser anschliessend den Elbdeich, im Tidegeschehen der Elbe angekommen.

Wie das leider oft in „Naturschutzinformationen Moor“ üblich ist, werden umgebende / im System „stattfindende“ Bäche und kleine Flüsse in den Texten nicht weiter erläutert. Dementsprechend unbeachtet, zu Abflussrinnen degradiert, sehen sie meist aus.

B 431, Blick westwärts – aus der Holmau wird das Lanner Kuhlenfleet, unbeschattet in der Marschlandschaft.

Abgebogen „ins Gelände“ – Burenziegen mit reichlich Winterfutter (nicht im Bild, rechts) – gelegentlich werden sie zu Pflegemaßnahmen in Schutzgebiete gebracht, aufkommende Vegetation kürzen.

Den richtigen Abzweig genommen, Rabenkrähen und Dohlen auf abgeerntetem Getreideacker. – Diese Brücke und ihr Umfeld kenne ich noch nicht.

Die Tonnage-Begrenzung weist einerseits auf die Belastung, andererseits wohl auch auf den baulichen Zustand hin. – Ringsum ringen die Gemeinden um Geld für die Erneuerung solcher Überfahrten, 100.000 € aufwärts pro Punkt (um nicht gleich bei 150. zu starten …) sind in Dorfhaushalten nicht ohne weiteres frei zu machen.

An der Überfahrt, Blick Nord – die Gerätschaften gehören zur LNG-Baustelle.

Ca. 55 km durchzieht die Leitung bzw. ihre Baustelle den Kreis Pinneberg. Ich wurde darauf angesprochen, wie furchtbar doch die Inanspruchnahme von Landschaft sei, z.B. angesichts der Arbeitsbreite für die Trasse.

So ist das bei Infrastruktur – vielleicht bin ich allzu abgeklärt? Das liegt sicherlich an der jahrelangen Erfahrung mit der „Schröder-Putin-Pipeline“, NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) in den 2010ern.

Ausgleichsmaßnahmen an der Este (Fotos meiner letzten Este-Exkursion, TU Hamburg-Harburg) und mit Kooperationspartnern erkämpfte Verbesserungen an der Seeve zeigen „erfolgreiche“ Aktionen im Umfeld solcher Großprojekte. – Manchmal muss man sich allerdings ganz schön nach der Decke strecken (Zeit und Nerven widmen)! – Weinend auf dem Sofa sitzen bringt halt gar nichts.

Mal um die Ecke, bachab, gucken.

Das bringt einen Graureiher auf.

Der hat sich wohl heftig erschrocken, saust weiter weg. Gleich schräg rechts über ihm – das weisse Gewurstel -, da mäht ein Bauer per Trecker Grünland. Ein Schwarm Möwen weiss das zu schätzen.

Der Blick ums Eck … – na ja, auf rechtwinklige Kurve folgt gerader Marschgrabenkanal.

Überfahrt, Blick bachauf – hier treiben Spatzen im Schwarm ein munteres Spiel.

In schnellem Wechsel – aufgeflogen von der Wiese, rein ins Reet. Pause, raus aus dem Reet, rauf auf die Wiese – weg! Das Gras ist nicht sehr lang, der Schwarm wird aber jeweils völlig versteckt.

– Überraschung – aus dem Nichts taucht er wieder auf, das Spiel beginnt erneut.

Unter der Überfahrt im Schatten scheint sich eine Menge Insekten zu verstecken, vielleicht findet da auch ein Schlüpfen statt? Ein Schwarm Schwalben, hier eine Rauchschwalbe, rast regelhaft drunter durch, mal von Ost, mal von West.

Noch eine halb scharf erwischte Rauchschwalbe – angesichts der in der Kurve hell aufblitzenden Bäuche hatte ich zunächst an Mehlschwalben gedacht.

Ich bin nicht sicher, ob nicht auch Mehlschwalben an diesen munteren Flugübungen beteiligt waren.

Ich muss weiter, gen Haselau, zunächst nach Norden – Blick Ost, am Horizont verläuft die B 431, woher ich gekommen bin.

Auen-Optik weicht Agrar-Horizont – Mais … – Übernutzte Fahrbahn.

Der Mais bestimmt weite Teile meiner wahrgenommenen Landschaft (bzw. stellt den Horizont dar, versperrt ihn …). Dazu mehr demnächst.

Raus aus Haselau, Start der Radweg-Hoppelstrecke bis Heist.

Oben lärmt es – verursacht durch die Nähe zum Flugplatz Uetersen.

Interessant zu lesen, was es mit diesem Flugplatz auf sich hat.

Was den Lärm angeht, an Wochenenden belästigen diese kleinen Privatflieger die Bevölkerungs ringsum. – Wieso werden solche Verursacher nicht angemessen schallgedämmt?

(Oder ist das ähnlich wie bei Rasenmähern? Deren spezielle Lärmverordnung existiert auch nicht mehr – von welcher Lobby beseitigt? – Leiser geworden sind die Nachbarschaftsgeräte im Handel und in Nachbars Garten seitdem jedenfalls nicht.)

Schwarzbunte Herde – früher typisch norddeutsch.

So ganz sicher bin ich mir mit dem „typisch norddeutsch“ nicht. Der Spruch gilt (galt) jedenfalls für den katholischen Nordwesten Niedersachsens. Evangelische Regionen hielten es eher mit „Rotbunt“ – so auch (ehemals) Schleswig-Holstein?

Da läuft noch etwas frei – ein energetisiertes Huhn. Es kennt den Weg zurück.

„Energetisiert“? – Ja, und zwar solar, bereits auf dem Hinweg ins Auge gefallen.

Heist, Ende der Hoppelstrecke – Bus- und Schulschilderwald. Gleich will richtig abgebogen sein …

Geschafft, auf dem Weg gen Süden, Ziel Wedel. – Huh …

Ausgang Heist im Gegenlicht, Wolkenformationen.

Ruhig durch grüne Landschaft geht`s weiter. Der grüne Tunnel führt bald auf die B 431.

Kurze Zeit später, Westblick, die B 431 verläuft Nord-Süd unmittelbar hinter mir – Holmau-Brücke mit Pegel.

Wasser der Holmau kenne ich von weiter westlich aus der Marsch. Da heisst das Gewässer anders. Auch die Herkunft der Holmau, das Tävsmoor, haben wir schon früh nach unserem Herzug erforscht.

Mir bisher unbekanntes Gelände habe ich auf der Hinfahrt nach Haselau beradelt. Ein paar Eindrücke dazu inkl. Vogelbegegnungen folgen im nächsten Beitrag.

Das Wetter ist gut, meine Tour gut in der Zeit – da radele ich von der Drehbrücke Klevendeich (voriger Beitrag) noch ein wenig landseits vom Pinnaudeich gen Osten, „bachauf“.

Ohne in den Tidekalender oder über den Deich zu gucken, bleibt unbekannt, ob die Pinnau wie im vorigen Beitrag seewärts, „bachab“, oder inzwischen landeinwärts, „bachauf“ wie ich radele, fliesst).

Ortsrand Klevendeich – oha, da hat es jüngst ein Reetdachhaus erwischt. Die Feuerwehr hatte, Blitz als Ursache möglicherweise, zu tun.

Im Schilderwald gleich nebendran lese ich „Bauland“.

Wie das Internet über Moorrege berichtet, steht hier kein Bauland zum Verkauf. Es handelt sich wie bei Klevendeich um einen Ortsteil von Moorrege.

Blau-Weiss-Grün um mich herum – der Deich ist höher und steiler als er im Foto aussieht. – Kurve voraus.

Möge da nie ein Überfliessen stattfinden …

Hinter der Kurve – geradeaus … – schicke Wolken, wechselnd.

Deichschafe – ich drehe um.

Am wegbegleitenden Knick, Nordseite, sind Brombeeren und Holunderbeeren noch in Entwicklung. Anderswo sind sie längst geerntet.

Wolken-Variabilität.

Das Schild … kennzeichnend leider für einen Gutteil des Radwegs, der sich – ein Stückchen weiter entlang der Hauptstraße – in Huckel-„Qualität“ bis Heist erstreckt.

Wieder rein in den bebauten Raum.

… raus nach Haselau, nicht zu verfehlen.

Blick nordwärts, platte Pferde-Marsch – am Horizont, klein erscheinend, Uetersens Hochhäuser.

In Haselau – ich halte es mit dem bayerischen Spruch und betrete das gastliche Haus neben der Kirche „wo die Gesangbücher Henkel haben“.

Es muss nicht immer Fleisch sein (auch sehr gut hier) – Spinatstrudel auf gebratener Pilzvariation in Rahm. – Schade, das Bierglas ohne Henkel.

Sehr lecker! – Benamt in der Fotounterschrift nach der Internet-Variante der Speisekarte. Aktuell gab es Spinatstrudel auf Backofengemüse mit gutem Pilzanteil.

Und danach … – Zurückradeln nach Wedel.

Mal etwas anderes – die Wetteransage, Wind und Sonne, brachten mich auf die Idee, in Haselau essen zu gehen. Da ich die Strecke – mit Abstecher an die Holmau / das Lanner Kuhlenfleet – schneller zurücklegte als gedacht, blieb noch Zeit für einen kleinen Schlenker. An der Drehbrücke Klevendeich war ich lange nicht, also hin, in die Tide-Pinnau gucken.

Ortsende Haselau, Richtung Pinnau.

Blick Südwest – Haseldorfer Marsch, Pferde, Weiden, Wiesen, Äcker – am Horizont, das lange stillgelegte Kernkraftwerk Stade.

Gut, dass diese teure und unvertretbar gefährliche Art der Energieerzeugung gestoppt wurde. – Möge das so bleiben, mögen die Trolle, die gegenwärtig zunehmend die Politik mit realitätsfernem Wahn zumüllen, keine Mehrheiten bekommen.

Acker, ein Hauptaspekt ringsum.

Die andere Seite – Wiesen und Weiden.

Herbstliche Marsch – Eschen Eichen, fruchtender Weissdorn, im Wind wogendes Schilfröhricht.

Schilderwald – wohl dem, der weiss, wohin es geht.

Da kommt sie in Sicht, die Drehbrücke Klevendeich.

Die ist durchaus etwas Besonderes.

Blick auf die Tide-Pinnau, seewärts, Rettungshilfe.

Mäanderbogen in offener Landschaft – man glaubt es nicht, die Pinnau ist hier Bundeswasserstraße.

Steuerungshilfen (?), aufwärts.

Steuerungshilfen, seewärts.

Halt alt … – endender Fußweg, zweifelhafte Straßenbreite. Ja, hier fährt auch Schwerverkehr.

Rechtes Ufer, seewärts – Tidewechselzone.

Genauerer Blick auf die Tidewechselzone – bräunlichglänzend, wo Kieselalgendecken den Schlick festigen, unmittelbar darunter freigelegte Schichten erscheinen schwarz, sauerstofffrei.

Zubehör zum Drehen der Brücke, sichtbar.

Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser, Turbulenzen.

Glitzernd, im Gegenlicht.

Nochmal Glitzer, am anderen Ufer – flächig glänzt feuchtes Schlickwatt.

Und dann …, steht da …

… der Sensenmann.

Mich, als alten THWisten, erinnert der an dieser Tidefluss-nahen Stelle ans Sandsackschleppen. – Das war eine fast regelhafte Beschäftigung in den 1970ern, einer sturmflutreichen Zeit. Das ist lange her, man vergisst … – Weiter gilt aber: Deichbrüche gefährden Land und Leute – auch heute.

Da radele ich, bevor ich zum Essen in Haselau zurückfahre, noch ein Bisschen am Pinnaudeich aufwärts.

Der Vormittag war gefüllt, Handwerker gaben sich die Klinke in die Hand …

Das Wetter passte, die lange Radtour konnte nachmittags stattfinden. – Runter von der Geest, rein in die Marsch.

Puh, was ist das denn – die Sonne verhangen, die Luft … frisch, kühl?

Aufgeplusterte Wolken mit flacher Basis.

Herbstlich überm Elbdeich.

Blick binnendeichs, Zelte an der NABU-Vogelstation – sieht nach Veranstaltung oder größerem Arbeitsdienst aus (Sa, 2.09. – Mahdgut von den Inseln holen).

Die Sonne bricht sich Bahn – buntes Weidevieh.

Schafe und Graugänse, Giesensand.

Giesensand, noch `ne bunte Herde.

Blick vom Hetlinger Elbdeich über die Elbe – hoher Himmel, segelnde Wolken.

Lückige Eschenallee, kränkelnd – im Schutz des Reet sind Eichen und Ahorn gepflanzt. Eine neue Allee entsteht.

Fast zu Hause – die Mehlbeeren können den Herbst kaum erwarten, werfen schonmal ordentlich Blätter ab.