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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Wie, der Mai ist gekommen? – Der läuft doch schon seit mehr als 10 Tagen!

In den vorigen beiden Berichten über Radeltouren hatte ich allerdings noch keine der typischen Monatsbegegnungen nennen können.

Nun plonkt es wieder, abends bei Autofahren – Fledermäuse und andere Feinschmecker freuen sich.

Ursache der Freude, des „Plonk!“ an Autokarosserie und Frontscheibe – der Maikäfer, hier als Verkehrsopfer auf dem Radweg neben der B 431.

Einer kommt selten allein …

So um den 10. Mai, mit etwas wärmerem Wetter, vielleicht ein wenig feuchtem Boden, da kommen die Käfer nach mehrjährigem Larvenleben aus dem Boden.

Ob das ein „Maikäferjahr“ wird, 2023?

Jedenfalls zählte ich auf der ca. 2 km kurzen Strecke westlicher Ortsrand Wedel bis Sauerbecksweg, vor Holm, 6 Exemplare.

Mehr Ansichten von dieser Radeltour – am Boden, im Wasser und in der Luft – folgen in den nächsten Tagen. Es will ja auch noch der zweite Osteraubericht, Bad Bramstedt, ins Netz.

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Auch dieses Jahr werden Wassercamps im Wildpark Eekholt anstehen. Zeit also, die Situation anzusehen, ggf. Restaurierungsvorschläge für den Lebensraum Osterau weiterzugeben.

Wieder öfter zu sehen, je weiter man sich von Wedel nordwärts bewegt: Frühlingsgelb, Raps – Preise, Subvention und mehr verändern die Flächennutzung. (Hoppla, da fällt auch schon der Rapspreis angesichts des großen Flächenangebots …)

Randstreifen an Äckern (jeglicher Art, jeglichen Standorts – zu Straßen, Wegen, Gewässern, Wäldern ff.) stehen weiter aus – sinnvolle Rahmenbedingung für die Vergabe von Steuergeldern!

Wie meist üblich: Kleiner Zwischenstopp an der Ohlau, Blick von der Brücke …

Verwirrendes (???) – Spiegelung, Turbulenz auf Rausche, Wasserstern bestimmt Farbigkeit. Bei näherem Hinsehen (andere Fotos) könnte Laichen von Flussneunaugen vermutet werden.

Früh angekommen im Wildpark Eekholt – Frühlingsauwald der Osterau.

Bärlauch – je nach Standort und Mikroklima mit der Blüte startend, voll blühend, Richtung Samenbildung vergehend.

Ich gehe die mit den Unterelbeschulen (suche hier im Blog z.B. über das Stichwort „Wassercamp“) restaurierte Strecke des Osterauwanderwegs ab.

Auf der am unteren Ende der Strecke liegenden Lenkbuhne (s. voriges Foto) – Verwirrendes.

Ist das nun ein Flussneunaugenlaichbett – oder nicht, oder mehrere ?

Fokussiert (die Digicam fokussiert die Baumspiegelung ringsum) – ganz klar: Laichbett, charakteristische Struktur im Kiesbett.

Die Holzarbeiten (Treibselsammler, „Hölzchen & Stöckchen“) wirken weiter gut. Die Landgewinnung an vorher großräumig gefährdeter Stelle …

… zeigt sich, tiefliegend, feucht, in ihrem Frühlingskleid: Sumpfdotterblume.

Spannend, diese neue Feuchtfläche im Jahreswechsel, auch mit wechselnder Insektenwelt, zu erleben!

Weniger spannend, ja deprimierend ist für diese benannte Umweltbildungsstätte die chronisch fortschreitende Flächenintensivierung – hier als Beispiel Randstreifenvernichtung (wohl gut gemeint, umso schlechter gemacht).

Eine Vielzahl der Kies-Lenkbuhnen, die in den Wassercamps über die Jahre entstanden und für Wirbellose, Fische ff. neu besiedelbaren Raum bieten, weist heftige Erosion durch Vertritt aus.

Hier kann zur Verbesserung Neukies sowie eine symbolische Abspannung helfen.

An den Treibselsammlern nagt ebenfalls die Zeit – Ergänzung, Reparatur haben wir im Sinn.

Etliche überbreite, strukturlose Strecken vertragen auch neues Einbringen von HuSt.

Richtung oberes Ende des Osterauwanderwegs – der (vor wenigen Jahren) neu angelegte befestigte Weg liegt im für die Gewässerökologie so erforderlichen minimalen Randstreifen.

Die Zäunung hilft den Kiesschüttungen – leider ebenfalls ohne den vorher vorhanden gewesenen Randstreifen für standorttypische Gehölze und andere Pflanzen.

Nach den guten Vorbildern (und Bedarfen) – was generell aussteht, ist die Entschärfung der Wüsteneiensituation in den Gehegen.

Ursache und Wirkung sind klar, stechen ins Auge.

Jährliches Verschärfen der Situation …

Auf dem Weg zum Ausgang – der Wildpark wird voller, bunter …

Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen und bilden in Sachen Umwelt.

Buntes Anthropozän, Pkw und Busse, auch auf dem – erst zu einem kleinen Teil gefüllten – Parkplatz.

Und es geht weiter … – Richtung Osterau Bad Bramstedt, vorbei an einem Weisstorch auf Acker, vor der Osterau-Aue.

Dazu folgt demnächst mehr.

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Von der Elbe her kommend, an Hetlingen vorbei, Idenburg, Geesthang hoch, radele ich entlang der B 431 zurück nach Wedel.

Maikäfer flog mich noch nicht an im Sauerbeksweg, auch auf dem Radweg B 431 liegt noch kein Verkehrsopfer dieser Art.

Da sehe ich auf einer Pferdewiese einen Hasen hoppeln – von der Nordseite gen Süd …

Hallo, Hase, da ist die Straße!

Der Hase hat ein ganz anderes Ziel – stoppt eher, fast am Südrand der Wiese, nahe an knickähnlichem Bewuchs.

Da sammelt eine Rabenkrähe, was ihr gefällt. – Was will der Hase von der Krähe?

„Wer ich? – Ich tu nix!“ – – „Ach so, die Krähe, die hab` ich verjagt. Ist mein Claim hier.“

Der Hase inspiziert eine offene Fläche, …

… von fern beobachtet ihn die Krähe.

Und – bevor ich so recht bemerke, was da abgeht, geschweige denn, dass ich die Digicam fertig hätte -, da schmeisst sich der Hase auf den Rücken, wälzt sich im offenen Boden, die Beine in der Luft zappelnd. – Zweimal hintereinander.

Sowas habe ich noch nie gesehen – von Pferden, auch hier auf der Wiese, ja.

Das will sich die Krähe von Nahem ansehen!

Was sich weiter hier auf der Wiese tut, bleibt unter den beiden – ich setze meine Heimfahrt fort.

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Gestern Nachmittag bot es sich an, dieselbe Runde von vorgestern – aber im Uhrzeigersinn – abzuradeln, also mit Rückenwind hinterm Elbdeich.

Erstaunlich enthaltsam im Fotografieren – hinter Fährmannssand erst, querab Giesensand, steige ich vom Rad. Mal wieder ziehen mich Ansammlungen von Nonnengänsen in ihren Bann.

Neben der eben gezeigten Westgruppe gibt es eine Ostgruppe. Zu beiden fliegen Schwärme von Nonnengänsen von der Elbe her über den Deich zu.

Landend …

Nach und nach entwickelt sich die bekannte „dichte Packung“ aus jeder Teilgruppe. Das Schwanenpaar betrifft das nicht, es hat Besseres zu tun.

Die Deichschafe kümmert das ebenfalls nicht. Die gehen ihrem Auftrag nach – als Wiederkäuer.

Und die Ursache des starken Anflugs, fortwährend? – Elbe-seitig herrscht Flut, das Süßwasserwatt wird zunehmend überspült, getoppt vom gegenanpfeifenden Südost, Wellen durch Schifffahrt.

Da futtern sich die Nonnengänse, vermutlich nicht mehr „unsere“, sondern Durchzügler aus Südwest, lieber auf den Marschwiesen hinterm Deich durch.

Elbdeich Hetlingen – Frühlingsgelb bestimmt das Deichvorland, bis es demnächst von Schilf, Rohrkolben und Binsen überwachsen wird.

Weiter geht`s, an Hetlingen zwischen den Deichen vorbei.

Robustrinder Idenburg, hier …

… haben weitere Kälber das Licht der Welt erblickt.

Erste Fohlen (nicht fotografiert) sind ebenfalls aufgetaucht sowie Lämmer einer von den Deichschafen abweichenden Rasse, die hier zwischen den Deichen grast.

Interessant das Verhalten der Pferde – in lockerer Gruppe grasend im Windschatten der Idenburg-Eichenallee …

In Gruppe zusammenstehend (anderswo ebenfalls), Nasen zusammen, im pfeifenden Südostwind auf der Luvseite.

Rauchschwalben vollführen elegante Fliegenfang-, vielleicht auch Spaßflüge im Umfeld des Bullenfluss, durchjagen die Überfahrt – sicherlich Insekten unter der Brücke erbeutend.

Zwischendrin sitzen sie zwitschernd im Gebüsch und auf Bäumen – eine Esche im vorherigen Foto.

Vor 1,5 Wochen sahen die ersten Rückkehrer, hier zerzaust bei Fährmannssand, ziemlich ramponiert aus. Mag sein, dass die bei der Anreise von Süden her ein Unwetter erwischt hat.

Inzwischen jedenfalls scheinen alle wohlauf, die Brutsaison startet(e).

Löwenzahn, frühlingsbunte Ecke der Bullenflussüberfahrt.

Verkehrsopfer Goldschmied …, Zeichen unsere Zeit.

Marsch, Geesthang voraus – dort oben hatte ich in den Vorjahren jeweils meine ersten Maikäferbegegnungen.

Das scheint noch nicht so weit – diesmal erlebe ich anderes.

Bericht folgt.

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Kälte am Morgen (Scheiss-Sommerzeit!), scharfer Südost – ich lasse es drauf ankommen, fahre die Hetlingenrunde gegen den Uhrzeigersinn (Gegenwind auf der Rückfahrt am Deich meide ich in der Regel).

Dem Reiher am Brunnenschutzgebiet in der Marsch gefällt es auch (noch) nicht. Schlau wie er ist – oder notgedrungen – steht er im Windschutz eines Rohrauslasses.

Dort, im wellenlosen Wasser, kann er Vorbeischwimmende besser entdecken.

Überraschung querab Idenburg – eine große Schar Nonnengänse, dazwischen ein Nahrung suchender Weissstorch.

Da, links raus, macht der Storch die Schwalbe. – Im Ernst, auf Fotos ist er nicht mehr zu sehen. Abfliegen sehen habe ich ihn nicht – überschaubar genug ist das Planum ja.

Kann allerdings gut sein, dass da hinter den Nonnengänsen ein Marschgraben versteckt liegt. Da rein wird der Storch wohl verschwunden sein.

Hinterm Elbdeich, querab NABU Vogelstation – es geht wohl auf den Rest. Kürzlich Ende April, rund ums Kiebitzfest, wurden noch mehrere ZehnTausend durchziehende Nonnengänse gezählt.

Normalität auf der Tide-Elbe, vorn glänzt das freifallende Süßwasserwatt – einige Segler nutzen den ssssteifen Wind.

Es kann nicht jeden Tag Hafengeburtstag sein.

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Im Bericht vom 30. März hatte ich von unserem ersten Besuch auf dem Beagle-Feld, Tangstedt, PI, berichtet.

Das Hündchen unseres Hamburger Ablegers ist inzwischen ordentlich gewachsen, gleichwohl bislang die zierlichste (und damit antrittsschnellste und -stärkste ?) Ausführung des Jahrgangs geblieben.

Der Wind pfiff ordentlich aus Ost, alle Menschen waren dementsprechend eingepackt.

Den Beagles war das egal – neben passierende Hunde, Pferde, Menschen in Gruppen am Zaun lautstark stellen existierte für sie nur stets wechselnde „Äktschn“.

Mit dem „lautstark Stellen“ muss man sich erstmal vertraut machen – diese Hunde sagen nicht „Wau wau“, sondern sowas wie „Hoouh hoouh“, wohl spezieller Beagle-Dialekt.

Wie üblich ging es – mit Schiedsrichter, rechts vorn – ordentlich zur Sache.

Stets wechselndes Gesamtbild, bei in kleiner Zahl wechselnder Hauptakteure.

Noch alles ok?

Ja, geht weiter …

Zwischendrin rasende Touren rund ums Feld. Da zeigt sich, wie lang solch Beagle-Zungen sind.

Wasser ! ! ! !

Neue Partnerin, neues Vergnügen!

Das Amazonen-Ringen, -Verfolgen bleibt unentschieden.

Erstmal den Sand ausschütteln – Augen zu dabei!

Gegen Ende diverser Ringereien – Auszählen: …

… 8 … 9 … Aus! – Sieger (für dieses Mal).

Als wir uns zum Gehen verabschieden, entdeckt sie uns „Ach, ihr wollt schon gehen?! Da komm` ich mit.“ (Fix und fertig …)

Die Hundefamilie – selbstverständlich mit Hund – bleibt noch ein Weilchen.

Wieder zu Hause schläft der Junghund den ganzen Nachmittag, träumt vermutlich von Erlebtem und verarbeitet den Muskelkater.

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Mal wieder durch das Wedeler Autal, später Nachmittag.

Noch normal – eine Fasanenhenne, ein Hahn, wohl an Wiesenschaumkraut knuspernd, nebendran eine Rabenkrähe suchend und findend. – Der Fasanenhahn …

Schon im vorigen Bild zu sehen – der Fasanenhahn bläst sich auf. Die Krähe ist nicht beeindruckt, nähert sich.

Das ging zu schnell, um ein Foto zu schiessen – der Fasanenhahn attackiert die Krähe, bringt sie wieder auf Distanz.

Beim Queren der Straße zwischen den beiden Autalstrecken grüble ich vor mich hin. Zu Hause werde ich von 10 Fasanenhähnen erzählen …

Nein, das kann nicht sein!

Da, doch wahr – hier sind doch mehr Fasanen als normal. Und wie zahm die sich teils anstellen, schnacken einen an, als wollten sie Körnerfutter …

Noch`n Wut-Fasan! Warum ist der so wüterich, mit einer Henne nahebei …

Oha, da hat ein – erschrockener – Fußgänger einen anderen Hahn aufgescheucht, über den Zaun auf die Wiese flattern lassen. – Der wird aber prompt in seine Schranken verwiesen.

Zurück zu Hause – der Bärlauch blüht.

Der Waldmeister ist noch dabei, in die Blüte zu starten.

Es ist Mai – da fiel mir die Überschrift zu diesem Beitrag ein.

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Während per Bagger der Schüttplatz der oberen Strecke steinfrei geputzt wird – es soll ja kein Mähwerk Schaden nehmen, streben wir Fußvolk der mündungsnahen zweiten Strecke zu. Bis der Bagger kommt, nutzen wir die Gelegenheit, die Besiedlung unterscheidbarer Teilbereiche und des vor zwei Monaten erstbekiesten Stücks zu untersuchen.

Die übliche Rausche mit angepasstem Profilieren, Uferschutz und verbesserter Sohlstruktur.

Unglaubliche Bachflohkrebsmengen unterschiedlichen Alters halten sich in der dreidimensionalen Struktur auf.

Standorte mit Aufrechtem Merk zeigen auch Köcherfliegenlarven.

Und – Überraschung – eine Eintagsfliegenart, die in umliegenden Einzugsgebieten frühsommerlich reichlich vorkommt, hier ringsum bisher fehlte, ist auch vertreten.

Wir sind auf spätere Nachschauen gespannt. Diese Gruppe ist bekannt als Pionierbesiedler und kann „freie“ Strecken ultraschnell und -dicht besetzen.

Nahe der Mündung liess die geringe Wasserführung in der sandbewegten Strukturarmut Sohlteilstabilisierung erkennen – flächen- und massenhaft gebastelte Röhrchenteppiche.

Unterschiedliche Gruppen können solche Röhrchen bauen. Meist sind es wohl Larven von Zuckmückenarten. Diese scheinen bereits alle geschlüpft zu sein, die Röhrchen sind leer.

Der auch Kleineres Untersuchende weiss, dass ein „Röhrchen-Angebot“, leer, gern von Sekundärbesiedlern angenommen wird – oft von kleinen Wurmarten. Da mit bloßem Auge keinerlei Bewegung festzustellen ist, nehmen wir mal an, dass die Zuckmücken vor nicht allzu langer Zeit in ihr Luftstadium gewechselt sind.

Der Bagger naht, wir gehen ein paar Dutzend Meter bachauf.

Dort erwartet uns die Lkw-Ladung Kies, zweigeteilt, an Erlen-bestandener Teilstrecke.

Die Erlen schlagen aus.

Wer die Schwarz- / Rot-Erle nicht an Stamm, Wuchsform, Blatt erkennt, nimmt vielleicht die vorjährigen Samenstände zuhilfe.

Wir bekiesen offene, bevorzugen gefährdende Stellen mit übermäßiger Erosion, lassen Baumwurzeln und Pflanzenbestand ungestört.

So kann das dann aussehen.

Auch hier wartet eine Rohrüberfahrt auf Entschärfen.

Wie üblich zunächst mit Maschine, …

… dann händisch wird die Thematik erledigt.

Blick bachauf, Lichtblick – so sieht diese Teilstrecke nun aus, angesichts Erlen, -wurzeln, Merk plus Rauschenabfolge eine bunte Kleinlebensraummischung.

Der Bach, wenn er meint, es müsse sein, wird sich des Kieses bei steigender, wechselnder Wasserführung bewegend annehmen.

Sowas Feines ist angesichts unserer nahezu flächendeckenden Bach-Wüsteneien leider meist nicht im ersten Angang zu erreichen. Das Grundniveau ist „gruftig“, um es mal freundlich auszudrücken.

So beenden wir diesen Arbeitseinsatz an Erlen- und Kopfweidenstrecke zufrieden – gespannt, was uns die weitere Besiedlungsentwicklung zeigen wird.

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Anfang März 2023 waren testweise je ein Lkw Kies an einem nur 3 km langen Nebenbach der Bilsbek zur Strukturverbesserung eingebracht worden – einer mündungsnah, der andere ca. 1 km bachauf. Gearbeitet wurde, wie üblich, auf Moräne – oben durchgängig vorhanden, unten (aktueller Bericht dazu folgt) in der Bilsbek-Aue als Ausläufer eines Sporns, der mit Buchenmischwald bestanden ist.

Das Experiment hatte allen Beteiligten gefallen, so dass die beiden restaurierten Strecken nun mit je derselben Kiesmenge etwa verdoppelt wurden.

Frühlingshafte, morgendliche Anfahrt.

Der Kies „oben“ wird bereits genutzt.

Schnell ist das untere Ende unserer Bearbeitungsstrecke fertiggestellt – 2 Rauschen mit angepasstem Niedrig- / Mittelwasserprofil.

Blick vom unteren Ende, bachauf.

Gleich oberhalb befindet sich eine Rohrüberfahrt, im An- und Abstrom stark von Hochwasseran- und -abstrom seitlich erodiert.

Diese 4 Schwachpunkte werden mit Kies wie üblich dynamisch entlastet.

Zunächst platziert der Bagger den Kies, …

… dann wird die Schüttung fachkundig geformt.

Weitere Rauschen legen wir bevorzugt in angeschnittene, „ausblutende“ Bodenpartien.

So entsteht eine Schutzschicht, die nicht nur als Lebensraum, sondern auch biologisch-chemisch als Reinigungsschicht wirkt.

Wir arbeiten uns bachauf vor.

Zügig ist die vorgesehene Rauschenabfolge fertiggestellt.

Vor der Weiterfahrt zur mündungsnahen Strecke sehen wir uns im vor 2 Monaten bekiesten Bereich an, wer diesen Lebensraum aktuell besiedelt.

Schon erstaunlich, wie Vermehrung, Abdrift und Aufwandern neuen Lebensraum bevölkern. Kleine und große Bachflohkrebse, Steinfliegen-, 2 sich im Hausbau unterscheidende Köcherfliegen-, Zuckmücken- und Kriebelmückenlarven sowie kleine Käfer und Tubifiziden sind zu finden.

Oben links ergänzt ein Strudelwurm (das platte, schwarze Tier) die Artenliste. Weiter im Bild sind kleine Bachflohkrebse und ein Tubifex zu erkennen.

Kleine Bachflohkrebse, eine erwachsene Wasserassel und 2 unterschiedlich große Steinfliegenlarven, rechts „am Stock“.

Immer wieder erstaunlich, welche Bedeutung für das gesamte Fliesssystem, aber auch für die Gesamtlebensgemeinschaft ringsum solch unscheinbare Bäche haben – nicht nur im eigentlichen Wasserbereich. Auch die Luftikusse wie Vögel und nicht zuletzt Fledermäuse profitieren von der geradezu üppigen Insektenproduktion.

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Bevor es mit dem Bekiesen weitergeht, sehe ich mir die Strecke an – wie gewohnt, überbreit, übertief, strukturarm bis -los. Die Besiedlung ist dementsprechend gering.

Diesen kanalartigen Bachverlauf wollen wir also etwas dynamischer fliessen lassen. Ausserdem werden wir unterspülende Aussenkurven an der Wegseite entlasten.

Auch dieser Streckenteil läuft auf steinreicher Moräne. Teilweise tritt punktuell erheblich Eisen ein, das sich zu Ocker umwandelt / zu Ocker umgewandelt wird.

Los geht`s mit dem Minimieren der Erosion an den 4 Brückenecken.

Je nach Charakteristik des Punkts wird Kies zugegeben.

So werden wir die Situation weiter beobachten, ggf. nacharbeiten.

Diese einsame Erle werden wir (so wie in der vorigen Strecke) bachauf und bachab schützen, dass sie lange erhalten werden kann.

Niedrig- und Mittelwassereinengung.

Gleichzeitig Schutz des Weges in der Aussenkurve der Bilsbek.

In den Überbreiten herrscht bewegter Sand vor – der Kies wird Sortieren von Körnungen ermöglichen.

Der Weg ist entlastet, die Erle geschützt. Schon ist erste Dynamik in ihrer Wirkung zu beobachten.

Der Sand wird auf der anderen Seite weggestrudelt, örtlicher Feinkies wird freigespült.

Schnell schwindet auch dieser Kieshaufen.

Spiegelung mit Bewegung an der Wasseroberfläche.

Wir arbeiten vom Weg aus, punktuell auf der Gewässersohle. Das spriessende Frühlingsgrün ringsum bleibt unbeeinträchtigt.

Dynamisch zeigt sich der „neue“ Bach – hier mit Aufrechtem Merk (Berle).

Ein Nachbar kommt vorbei, möchte für seine Überfahrt und Bachstrecke ebenfalls solchen Einsatz.

Mal abwarten – was nicht ist, kann ja noch werden …

Ein letzter Blick auf`s Großgrün – Erlenkulisse …

… und Eichen am abknickenden Weg, teils leicht ergrünend.

Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt, werden die beiden Teilstrecken beobachten.

Und weiter gilt, dem waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein und gar dem Baumschulkreis Pinneberg, der noch deutlich weniger Wald-Prozente aufweist als das Land, stünde es gut an, entlang der Gewässer die so nötigen, standorttypisch bebaumten Gewässerrandstreifen endlich anzulegen. Der Klimawandel wird noch immer in seinen Auswirkungen nicht halbwegs ernst genommen – geschweige denn, dass bekannte Verbesserungen durchgeführt würden.

Wie`s – bis zum Auwald – geht, hat das Ludwig-Meyn-Gymnasium, Uetersen, seit Jahrzehnten vorgeführt.

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