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Archive for the ‘Vögel’ Category

Gestern Nachmittag sprach der Moderator auf NDR 1 sowas wie „Oh, der Himmel reisst doch noch auf.“ – Da war es gegen 15.20 Uhr. „Es bleiben noch 1-2 Stündchen . . .“

? ? Haha! Die Sonne geht bald nach 16 Uhr unter!

Als sich tatsächlich am westlichen Horizont Helleres im Grau zeigte, sauste ich, elektrifiziert, los – Richtung Holmer Marsch, von der ich „im Hellen“ im vorigen Beitrag berichtete.

Auto auf der Geest geparkt, den Hang runter – Blick nach Südwest, noch ganz schön grau. Aber …

Der Sauerbecksweg hier, hat gerade „die Kante“ zu fassen. – Blick von der rechten Wegseite gen Westen: Der Himmel reisst auf, wechselt von Niesel-Grau auf Blau!

Spannende Details, sonnenbeschienen, entwickeln sich.

Das macht sich im Nordosten auch gut.

Wie schön, dass ich mich rauslocken liess!

Da guckt, eher zufällig, sogar noch hinter Idenburg die sinkende Sonne hervor.

Nach Ostsüdost entfernt sich die Niesel- / Regenfront, die den Tag bestimmte.

Aufgeregtes Gänsegeschnatter, nein, „Gebell“ der Nonnengänse aus Elbnähe, von Fährmannssand her.

Da bewegt sich, horizontparallel, ein Licht – ziemlich zügig fliegen Hunderte, dann Tausende Nonnengänse auf. – Werden die nun mit scheinwerferbestückten Drohnen gescheucht?

Komisch erscheint das schon! Aber andererseits soll man sich ja über nichts wundern.

Ganz schön verbildet, der Mann …, hinter dem Licht, zugehörig, taucht ein Schatten auf.

Ein laaaanger Schatten, ok.

Bevor hier also Gerüchte aufkommen: Das horizontparallel bewegte Licht und der zugehörige lange Schatten haben nichts mit dem Aufflattern der Gänse zu tun. – Zu Hause angekommen, sagt mir marinetraffic.com, dass da der Containerfrachter Cosco Shipping Leo, mit einer Länge von 400 und einer Breite von 59 m sowie einem Tiefgang von 13,1 m gen Nordsee vorbeizog.

Ich gehe zurück zur Geest, das abendliche Lichtspiel geniessend.

Ca. 16.20 Uhr, letzter Blick zurück, schnell dunkelt es – besten Dank, NDR 1, dass ich aktiviert wurde!

Fast geschafft, den Geesthang hoch zum Auto – mit der Restlicht ist es hier noch erstaunlich hell, herbstlichbunt.

 

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Die Morgensonne ringt noch … – immerhin scheint sie, mehr als vorhergesagt.

Am Horizont dampft das Kohlekraftwerk Wedel – zu lesen ist, es verbrennt mehr Kohle, als abgesprochen. Und das bei Grünen-Umweltsenator Hamburg und -Umweltminister SH.

Wer wundert sich?

Im Kleinklima sonnenzugewandter Pappeln wärmen sich 2 Graureiher auf.

Weissdorn bietet reiche Winternahrung.

Untypisch trägt diese Esche noch alle Samen.

Die Freude von Erlenzeisig und Co. – Erlen voller Samenstände.

Blick Richtung Elbdeich – hier ist die Marsch voller Nonnengänse, wohl Richtung zehntausend. Abwechselnd scheuchen die Bauern von Giesensand und Fährmannssand sie auf.

Der Beobachter staunt und wundert sich. Die Nonnengänse fliegen auf einer Fläche auf, setzen sich auf der anderen nieder. Aufgescheucht brauchen sie mehr Energie, fressen also mehr. – Und so geht das, für und für …

Ortswechsel, nachmittags am Sperrwerk Wedeler Au. Ein Kormoran trocknet sich, Graugänse sitzen auf Marschwiese hinter dem Binnendeich.

3 Graugänse fliegen unter zwei Nonnengansgruppen.

Und nochmal – zweimal ins Blaue geschossen, und erwischt.

Spiegelung – aussendeichs, Mündung von Wedeler Au / Binnenelbe in die Elbe. Der Graureiher scheint lockende Beute zu erspähen,

Binnendeichs Graugänse über eher kleinen, Hunderter Trupps Nonnengänse.

Wedel auf der Geest, hinter Binnenelbe-Reet und Nonnengansgruppen auf Marschwiesen.

Zeit, zum Auto zurückzugehen.

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Anfang November, schon eine ganze Weile her, waren wir zuletzt dort. In den vergangenen Tagen „glänzte“ der November durch sein oft zitiertes Schmuddelwetter, grau im Grau (für manche „das Grauen“).

Heute hat uns nun die vorausgesagte Kaltfront von Norden erreicht – zumindest in der Höhe ist das erahnbar, herrlich!

Wohin also? Na klar, an Schleswig-Holsteins Südküste, an die Elbe, Grenzgebiet zu Hamburg.

Tief steht die Sonne, eine Stunde vor Mittag, über Niedersachsen. Ein Polizeiboot hat die Spiegelung auf der Elbe gequert.

Auf dem Süßwasserwattstreifen, Nordufer der Elbinsel Neßsand, rasten etliche Gänse, im Windschatten. Ablaufend Wasser und schräg gegenstehender Westwind rauen die Elbe auf.

Wir sind eine Treppe runter, gehen nun südostwärts unten vor dem Elbhang. Rechter Hand ist das Grün bereits mehrreihig von Hochfluttreibsel bedeckt. – So „richtige“ Sturmflut war das noch nicht.

Ein Gutteil des beeindruckenden Brombeerdschungels am Hang (dreidimensionale Verstecke für Lebewesen, nach massenhaftem Blühen massenhaft Futter durch Früchte, im Winter: Vitamin C-reiches Blattwerk) wurde abgeschrubbt.

Wir nehmen an, dass dieses „Freigemachte“ möglicherweise die Trasse für den Absturzhöhenweg-Ersatz wird. Für Millionen frei aufgeständert, man gönnt sich ja sonst nichts – mal sehen, wie das in den nächsten Jahren zum Umgang mit den abzuzahlenden Corona-Milliardenkrediten passt.

Das Kleinklima hier am Südhang, Hangfuß, begrenzt durch die Tideelbe, das hat was! Später, bunter Herbsteindruck.

Wir erreichen den Leuchtturm Wittenbergen, unseren Wendepunkt.

Nach kurzer Zeit erreichen wir „unsere“ Treppe, klettern den Hang wieder hoch.

Oben angekommen – was für ein Anblick, nordwärts! Hinter dem Oberfeuer Rissen bedeckt eine dunkelgraue Regenwolke den Himmel.

Im Süden, bis weit über Niedersachsen, bedeckt eine andere Wolke gerade die Sonne.

Der Südzipfel unserer Nordwolke meint es gnädig mit uns. Leichtes Nieseln (wir lassen das Regenzeug ungenutzt) begleitet uns zum nahen Auto.

Da jammere mal jemand über den November …

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Gestern: Morgens ins Moor, zwischen Butter- und Krabatenmoor.

Am Vortag, dem wohl dunkelsten Tag dieses Jahres, scherzten Moderatoren im Radio, man habe sich um 15.15 Uhr angesehen und geeinigt, dass es nun Zeit sei, das Licht einzuschalten.

Ganz so dunkel war es bei meinem Spaziergang nicht. Rufe von Kranichen und das Schnacken von Kolkraben begleiten mich. Gelegentlich quert, unsichtbar hoch oben, ein Schwarm Gänse.

Birke, schwarz-weiss vor Grau – der Weg ist von einer Birkenallee gesäumt. Jeder Baum weist eine individuelle Form auf, hier recht kompakt.

Fast künstlerisch, fein, vom schwach ziehenden Wind leicht bewegt.

Ein sehr dicht beastetes Exemplar, der Wind ruht gerade.

Ältere Birken, auf entwässertem Moor.

Da sind wir beim Thema Klima. Geradezu unendlich an Zahl und Fläche liegen, teils nicht mehr genutzte, entwässerte Moorflächen ringsum. An etlichen Flächen wurde bereits vor Jahren das mühsame Geschäft des Wiedervernässens begonnen – mühsam vor allem wegen der Eigentumsverhältnisse und der schwierigen Situation, dass doch „gerade“ die Vorfahren aus gutem Grund Land urbar gemacht hätten. Merke: Die letzte, noch so kleine, genutzte Wiese „ganz hinten“ bestimmt, ob die Entwässerungsgräben geschlossen werden können, das Moor flächig reaktiviert werden kann.

Entwässerte Moorfläche, Birkenbruch mit Pfeifengras.

Da der Wasserstand jahreszeiten- und jahresbedingt wechselt, morscht und bricht es in solchen Flächen eifrig.

Auf dem Weg zurück – auch hier zeigen einzelne Birken den Versuch, mehr Wasser in der Landschaft zu halten.

Das angesagte, schmal querende Regenband traf während der Rückfahrt ein.

Nachmittags im Städtischen, es wird heller.

Welch nicht so oft bestaunbares Grün – Efeu-Lichtblätter und reifende Früchte, massenhaft.

Da kann, hausnah, im späteren Winter bestaunt werden, welche Vögel sich hierauf spezialisiert haben.

Und, tatsächlich, kurz vor Sonnenuntergang klart der Himmel auf. Weisse Wolken werden von der hinter der Bebauung bereits verschwundenen Sonne angestrahlt.

Auch für heute ist solch Muntermacher hier, an der Elbküste im Süden Schleswig-Holsteins, für den Spätnachmittag angesagt.

Schön wäre das schon!

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Nochmals, diesmal nachmittags, auf der Geest-Marschbank gesessen.

Die sinkende Sonne und „gut Wind“ boten eine veränderte Situation, als ich sie am 4. November, später Vormittag, beschrieb.

Die „Eingeborenen“, ein Einhorn-Rehbock und zwei Ricken, liessen sich nicht (wesentlich) stören.

(Bock verdeckt) In aller Ruhe ästen sie auf einer Marschwiese nahebei.

Hoch oben kam es herangeschnattert, flog zügig über mich hinweg.

Führungswechsel war angesagt, musste offenbar kommuniziert werden.

Mit der Sonne gegenan sah das entstehende, nicht sehr synchrone Fliegen ziemlich unruhig aus.

Das gab sich mit zunehmend klappendem Führungswechsel.

Bei solch zunehmendem Geschehen, zahlreiche, große Schwärme ziehen hoch über uns hinweg, offenbar nicht rastend in der Wedeler Marsch, scheint der Winter (jedenfalls im Osten) näher zu rücken.

Auch ich ziehe mich in wärmere Gefilde zurück. Hell leuchtet das angestrahlte Geesthang-„Grün“.

Unser Grün, aus dem Wohnzimmer gesehen, sieht aus wie gewünscht. Der Gärtner hat den Hinweis, Laub unter den Büschen liegen zu lassen und nicht durch „Ausblasen und Abschleppen“ Boden und Büsche zu schwächen, aufgenommen und realisiert.

Das ist nicht nur Boden- und Grünschutz, das ist Ökologie „at it`s best“! Die ungeschätzten „Destruenten“ können ihren Beruf ausüben, reichlich Biomasse bilden – und bieten damit unter anderem Vogelfutter en masse.

Der waagerechte Sonnenstand lässt auch unsere Grenz-Hainbuchenhecke (mit gewünschten baumartigen Teilbereichen) strahlen.

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Mal wieder Bäche gucken … – Herzlichen Dank dem geselligen Fahrer, der mir derzeit nicht-Hand-ans-Lenkrad-Legenden diese schönen Erlebnisse ermöglichte!

Mühlenau Pinneberg – sieh an, Jung-Erlen, wo sie hingehören! Mögen sie dem Unterhaltungsmäher auffallen und verschont bleiben.

KiesDepots querab Rosengarten, herbstlich.

KiesDepot querab Rosengarten – Sohlstabilisierung und Uferaufbau bachab. Vor allem bachauf soll Kies nachgeschüttet werden, nicht zuletzt für bessere Ufereinbindung.

KiesDepot, herbstlich, mit Vogel, schwarz (Kormoraaaan).

Der Vogel gehört quasi zum Inventar, schwimmt nicht das erste Mal seelenruhig unter mir unter einer Brücke durch.

KiesDepot, Herbstaspekt mit Buche.

Umsetzen zur Pinnau, Hindenburgdamm. Leicht erhöhter Abfluss und höher auflaufende Flut der Elbe halten die Kiese – wer sucht, der sieht sie – unter Wasser.

Aquatisches Anthropozän-Habitat Einkaufswagen (der Wasserverband ist informiert).

Da erinnere ich einen Jahrzehnte alten Jokus aus dem Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft, Uni Hamburg, „Hast Du schon gehört, die haben wieder Säuberungsaktion an der Alster gehabt – hunderte Fahrräder und Einkaufswagen rausgeholt! – So wird dem Kaulbarsch auch die letzte Heimstatt genommen!“

Heute wissen wir, wie Gewässerstruktur besser aussehen kann.

Und es geht weiter.

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Mein Radius ist – erstmal kein Autofahren, schon gar kein Radeln – wie beschrieben jetzt ein anderer, deutlich kleinerer. Muss ja nicht schlimm sein …

So geht es in kleiner Runde z.B. den Geesthang runter, Blick in die Marsch.

Wedel, Geestrand zur Marsch.

Nach den westlichen hier der östliche Aspekt.

Schöne Aussicht – noch schöner, dass da eine „Sonnenbank“ steht.

Der Herr, der da sitzt, versteht offenbar meine Frage nach „einem Plätzchen“ nicht so recht. Nein, ich möchte kein Gebäck, nur dass er ein Stück rutscht. Corona-Distanz lässt sich mit gutem Willen doch wahren.

„Dann gehe ich eben. Muss ja nicht sein, in Coronazeiten!“ – Bevor er mit seinem Fahrrad von dannen zieht, sehe ich Hochprozentiges in seiner Tasche verschwinden. – Ok, jeder nach seiner Fasson … Mein vorurteilsbelastetes Hirn denkt „Interessant – offenbar ein Ungeimpfter.“.

Es ist recht ruhig am frühen Nachmittag, Rehe wechseln über die Fläche (nicht fotografiert), eine Katze lässt sich, wie ich, die Sonne auf die Nase scheinen.

Gelegentlich wird die Katze von Passanten abgelenkt.

In der Fläche sitzt eine Gruppe Graugänse, ein Entenpaar verschwindet an einem Grabenrand.

In der Sonne, über den Wiesen, über dem Weg Flirrendes gesellt sich zu mir – eine (Heide-?)Libelle.

Menschliche Gesellschaft ergibt sich – ist ja Abstand genug möglich … Das Themenspektrum – auch bei „gebremstem Schaum“ – bewegt sich zwischen Gott und der Welt, selbstverständlich auch Klima mittendrin. Wir wollen und werden, soweit nicht ohnehin stets und ständig, etwas tun.

Einen Sonnenbrand will ich mir aber nicht holen, gehe ein Stück weiter, vorbei an Erntewagen …

… bis ich mich wieder dem herbstbunten Geesthang zuwende und nach Hause strebe.

Tags drauf soll`s mal was anderes sein. Bei Anfahrt per E-Mobil ändern wir – die Sonne kommt nachmittags plötzlich wieder raus – die Richtung. Landesgrenze SH – HH, Elbwanderweg, je nach Vorliebe hoch oben am Hang oder unten längs – oder gemixt, ist unser Ziel. – Der Parkplatz ist gefüllt mit einer unglaublichen Vielzahl an Fahrzeugen, Gerät, Versorgungszelten und mehr, etliche Menschen wuseln zwischen hier oben und dem Elbufer unten herum, auf der Elbe liegt ein Boot – offenbar wird, vermutlich ein Krimi(?), frisch gedreht. – Wir steuern das westliche Ende des Elbhöhenwegs an.

[Der Link beschreibt den östlichen, Hamburger Teil. Nicht weit von unserem Start hat vor Jahren ein Bergfall (sowas kennen wir vom Vejlefjord, DK, da lässt Mensch am Besten Natur geschehen – und seine Finger davon!) einen Teil des Weges „abgeräumt“. Der ist seitdem sicherheitshalber gesperrt. Man kann ja unten längs! – In seinem Wahn will „Mensch“ durchgängig von der Höhe weit gucken. Immerhin wuchs die Erkenntnis, dass ein Moränenhang „lebt“, sich bewegt. So soll offenbar, Wahn über Wahn, ein millionen-teurer, aufgeständerter Höhenweg neu entstehen. – Wir haben`s ja! Haben wir`s? Haben wir noch alle …? – Mögen die Corona-Kredite und ihre Folgelasten in den kommenden Jahren heilsam beim Runterkorrigieren von Wahn helfen!]

Nachmittägliche Novembersonne über der Elbe. Das hat doch was!

Auch wenn das Foto zeigt, dass mein mit-der-linken-Hand-Auslösen verbesserungsfähig ist. – Wird schon wieder, in den nächsten Tagen wird die Rechte (es geht hier auch weiterhin um nichts als um die Lagebeschreibung einer Hand) reaktiviert.

 

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Die Uhren sind umgestellt. – Könnte das nicht einfach so bleiben, Normalzeit! Jede weitere Umstellung entfällt?

Ich bin wohl zu simpel.

Was geschah in der vergangenen Woche?

Wie üblich, das Wetter nutzend, Radeln zwischen Marsch und Geest. Hier, am vorigen Montag, im Baumschulkreis Pinneberg, z.B. auf Zweistreifenweg.

Anderswo, nahebei, wo die Grünen Berufe zu jeder Jahreszeit und Wettersituation Flächen und Wege rum und dum gestalten, mit unangepasst schwerem Gerät befahren, sieht es anders aus. Die Fahrstreifen sind mit aus den Nutzflächen massiv ausgetragenem Boden bedeckt, die Seiten- und Mittelstreifen zermatscht und teils extrem eingetieft.

Wer Skandinavien-Fan ist, weiss „Rabatten sind blöd“, auf Verkehrsschild „Rabatten er blød“ zu lesen – aber im direkt geschalteten Link, Blog der Kapidaenin, für Nichtdänen richtig erklärt.

In solch Gelände, seit nunmehr 6 Jahren hochaufmerksam durchfahren, kam das, was statistisch offenbar sein musste – „shit happens“. Eine Verkettung von Kleinumständen, in konsequenter Anwendung von „Murphy`s Law“ führte letztlich dazu, dass ich auf dem Rad, langsam fahrend, fast stehend, vom Fahrstreifen abrutschte und beim Versuch, wieder raufzukommen, senkrecht nach rechts stürzte. – Wie gut, links hätte vermutlich bedeutet, dass ich unter dem entgegenkommenden Baumschulanhänger gelandet wäre.

Kurz und gut – beim Griff nach Aufrappeln an die rechte Schulter begrüßte mich mein halbes, rechtes Schlüsselbein, hochstehend. Den hilfreich herbeigeeilten Agrariern gedankt, schmerzfrei nach Hause geradelt. „112“ empfiehlt das Asklepios Westklinikum Hamburg. – Das tue ich jetzt auch! Super Aufnahme, Beratung, Ausstattung für den Notfall, Voruntersuchung und Erläutern der erforderlichen Schritte am Folgetag, Pause, Donnerstag Operation, zur Sicherheit eine Nacht zur Beobachtung stationär, alles im normalen Bereich, beeindruckende Röntgenaufnahme – aus dem zweigeteilten Schlüsselbein (es zeigte sich, dass da noch 2 andere nennenswerte Stücke bereit lagen) wurde inklusive der beiden „Neulinge“ wieder eine belastungsfähige Einheit geschraubt.

Bin ich jetzt auf dem Weg zum Cyborg?

Da das Mittagessen, schickes Fischgericht, bereitstand, genoss ich das noch vor der Heimfahrt.

Wie die Überschrift sagt, ist nun Spazierengehen angesagt, mindestens für November. Das Radeln werde ich vermissen.

Das Autofahren bei Terminen, die ich wahrnehmen möchte, übernehmen hilfreiche Geister, je nach Thematik – herzlichen Dank, ihr Lieben, die ihr spontan eure Bereitschaft erklärt habt! Das nutze ich als vertrauensvoller Beifahrer gern! Neben Familiärem wird das selbstverständlich Restaurierungen an Bachstrecken betreffen.   🙂

Geht denn Gehen?

Ja, Gehen geht! Erster Probeschuss meiner Begleitung mit meiner gewöhnungsbedürftigen Digicam – Nonnengänse in der Marsch, unmittelbar nach Abstieg aus der Geest.

Vielleicht werden meine Beiträge in nächster Zeit etwas seltener als gewohnt erscheinen – der November wird`s zeigen.

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Nun folgen aus gegebenem Anlass doch noch ein paar herbstliche Eindrücke in Farben.

Die bis vor Kurzem noch vorherrschenden Mais-Horizonte sind – für Monate – barem Ackerboden gewichen. Der Boden ist Wind und Wasser ungeschützt ausgesetzt.

Birkenwald-Partien zeigen sich herbstlich gelichtet.

Noch leuchten Spitzahorne rötlich-orange, viele auch gelb.

Am Ufer der Elbe zeigt sich eine Vielfalt des Grün an Deichschutz“rasen“, Reet, Binsen und Auwaldbaumarten, teils jahreszeitlich bedingt wechselnd Richtung Grau- und Brauntöne.

Über Geest und Marsch fetzt himmlisches Geschehen – hier ist noch Blau gut vertreten.

Auch dieses spannende Geschehen kann den Radler – mal abgesehen von der Bedeutung der Tour-Auswahl hinsichtlich stürmischer Winde – nicht schrecken.

Gelegentlich taucht neben bekanntem Federvieh, das zur Zeit zahlreich unser Umfeld quert oder / und Rasttage einlegt, ein Fremdling auf.

Da rätselte ich um die Mandarinente herum …

Fachlich unterstützt weiss ich nun: Es handelt sich um eine Brautente. Wie die Mandarinente ist / war sie hierzulande eine in Volieren gern gehaltene „Zier-Art“. Nun ist sie also inzwischen offenbar entkommen – oder wurde womöglich ausgesetzt. „Neozooe“ nennt man das wohl. Und nun? (Eine Nummer größer und einige Jahrzehnte weiter kennen wir die Entwicklung ja bereits von Kanada- und Nilgänsen …)

Zurück zu den Bäumen. Das Gelb der Linden wurde von Sturmwind und Regen bereits heftig zerzaust.

Vom frühen Rot der Kirschen, auch vom Rot wilden Weins ist an windexponierten Stellen nicht mehr viel geblieben.

Toleriertes KletterGrün an Eichen, …

. . . Efeu, entwickelt massenhaft interessante Winternahrung – für Vögel und anderes Getier ringsum.

Was ist das nun alles – Wetter? Bei Erinnern der jüngeren Jahre, vielleicht bis 15, ja 20 Jahre zurück, scheint da auch einiges „Klima(wandel) zu sein“.

Es entstand zunehmend der Eindruck, dass wir nicht mehr in die „Indian Summer“-Staaten über den Atlantik reisen müssen. Indian Summer haben wir nun selbst – auch ohne die vielen künstlich wirkenden Rots, die durch Baumschulen „eingepflegt“ werden.

Was aber hat das mit der Queen zu tun?!

Nun, vor einigen Tagen war zu  lesen, die Queen sei „irritiert“ in Sachen Klima(wandel). – Komisch, dachte ich beim Lesen der Überschriften, kommt eine ältere Dame da bei irgendwas nicht mit? Wie so oft, liest sich der Inhalt dann ganz anders. Die Queen erinnert sich. Und sie ist sauer! Sauer auf die Politik, die „immer nur redet, aber nichts tut.“

Die Queen ist also auf der Höhe der Zeit! Herzlichen Dank für die Einmischung, möge sie helfen!

Auch ich wunderte mich in meiner beruflichen Restlaufzeit über den aus – oft genug politisch besetzten – Fachkreisen in den ersten 1,5 Jahrzehnten des neuen Jahrtausends kommenden Spruch „Und Sie wissen das schon alles?!“ (eigentlich nicht), als es galt, Handeln in Gang zu setzen. Mehr wunderte es mich, dass die Sprücheklopfer es nicht wussten . . .

Warum?

Weil seit spätestens 1992 jeglich halbwegs Interessierte, auch Laien-Öffentlichkeit Bescheid wissen konnte(n). Von der Fachwelt einmal ganz zu schweigen. (Dieser Auszug stammt aus einer Zeitreihe, die die Entwicklung des Wildpark Eekholt darstellt. Dank dafür!)

So hoffen wir denn für die Bundesrepublik Deutschland, Europa, ja die gesamte Erdkugel, dass Handeln richtig und zielgerichtet endlich greift.

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Für das letzte Septemberwochenende waren an der NABU Vogelstation Wedeler Marsch „Zugvogeltage“ angesagt. Eine Vielzahl Führungen in dieses vielfältige Geschehen war angekündigt, das Wetter spielte mit.

Diese gute Gelegenheit nutzte ich, ganz nebenbei auf einer Radtour Erkundigungen einzuholen über 10 Mauerseglerbrutkästen, die an unserer „Felsenburg“ angebracht werden sollen (dazu zu gegebener Zeit mehr, die nächste Brutsaison startet erst mit Rückkehr dieser faszinierenden Dauerflieger im nächsten Frühjahr). „Meine Zugvogeltage“ habe ich bereits in den Beiträgen vom 23. und 24. September beschrieben.

Auf der Krone des Elbdeichs querab der NABU Vogelstation – weithin sichtbar, ein Zeichen der Zugvogeltage.

Da ich früh bin und mein Gesprächspartner noch nicht am Infostand anwesend ist, klettere ich auf den Deich. Warten in der Morgensonne mit Blick auf die Elbe ist ja nicht das Schlechteste, lohnt meist immer mit Aktuellem.

Blick gen Südost über das bei Ebbe freifallende Süßwasserwatt Fährmannssand – da hinten am Horizont ist was los, vorn quert ein früher Radler.

Allerlei Segelboote, teils bunt, füllen den Horizont.

Das wird wohl so etwas wie „Absegeln“, eine letzte Regatta 2021 sein. Aktuell wurde berichtet, dass die „Kran-Saison“, das Herausnehmen der Boote aus den Yachthäfen und das Einlagern für den Winter, begonnen hat.

Noch sind seeseitige Strecken der Elbe bootsfrei.

Das temporeiche Treiben kommt zügig voran.

Schnell ist die Lühemündung passiert.

Kurze Zeit später geht es auf die Wendemarke zu.

Die ersten haben gewendet und sausen zurück.

Hoch oben am Himmel trompetet es laut, klitzeklein ist ein Kranichschwarm erkennbar.

Ich klettere vom Deich, erhalte meine Information über die Mauerseglerkästen. Zufrieden vollende ich meine sonntägliche Rundtour.

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