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Archive for the ‘Vögel’ Category

Der Wetterbericht hatte einen guten Radeltag vorausgesagt, der zweite volle Besuchstag sollte ordentlich verregnet sein. Also nichts wie los, per Rad zum Storchendorf Bergenhusen.

Sieht gut aus! 7:15 Uhr, vorbereiten zum Frühstück nebenan, in der Holländischen Stube.

8:45 Uhr, das Frühstück schmeckte ausgezeichnet. Wir starten.

Südlich der Treene radeln wir gen Osten, am Vortag (andersrum, nördlich bis Schwabstedt und dann diese Strecke zurück nach Friedrichstadt) bereits getestet.

Platt sieht das Norddeutsche Tiefland hier aus.

Man soll sich aber nicht täuschen – im Hintergrund ist der Höhenrücken zu sehen, den wir am Vortag bis Schwabstedt bereits bereisten.

Eine Menge Rindvieh, hier Rotbunte, begegnete uns. Angesichts der Farbenvielfalt bekommt Rindvieh später einen eigenen Beitrag.

Mitten in abwechslungsreicher Natur – hier soll eine Eisenbahnbrücke sein.

Wir pausieren. – Will uns diese schwarze Schnecke symbolisch an die Bundestagswahl erinnern? Oder ist die Schnecke eher braun? Wenn wir die vorigen Koalitionsjahre, gefühlt -jahrzehnte, überdenken, ist Rot auch nichts als eine Schnecke?!

Bloss weiter! Das Thema zurücklassen! Dieses Jahr müssen wir den Wahl-o-mat wohl ernsthaft konsultieren, wird am 2. September frei geschaltet.

Ortswechsel bringt Perspektivwechsel – da ist sie ja, die ehemalige Bahnbrücke. Anders als woanders ist hier die alte Trasse nicht zum Rad- und Wanderweg umgestaltet, sondern zugewachsen.

Blick über den Treenedeich mit bunt(gemalt)en Schafen, Eigentums- oder / und Behandlungskennzeichnung – weiter „gut Wetter“.

Uuuups, in Fahrtrichtung sieht das ganz anders aus! Es begleitet uns seit geraumer Zeit irgendwas Dickes, Dunkles.

So lange da nichts rausfällt, erfreuen wir uns an allem ringsum – hier ein plüschig geschorenes Schaf, amüsant.

Schön auch, dass die Schwalben, eine links im Foto, vor dem Himmel am Horizont und nicht dicht über der Wasseroberfläche fliegen. Man sagt ja, das hätte was mit dem Wetter zu tun.

Wir sind, der Fliessrichtung der Treene entgegen, nach Norden abgebogen. An der „NATO-Brücke“ versucht ein Angler sein Glück. Die Treene hat einen guten Ruf.

Wir nahmen an, dass wir von hier West – Ost direkt nach Bergenhusen geleitet würden.

Das war nicht der Fall, es ging binnendeichs nordwärts weiter, hier vorbei an sehr hellen Schwarzbunten.

Nachdem wir die schicken Treene-Mäander erreichten (auch dazu folgt ein kleiner Extrabeitrag), beschlossen wir, dass auf dieser Nordstrecke wohl ein Rechts-ab-Schild gefehlt hatte und nahmen den erstbesten Weg nach Osten.

Das stellte sich als gute Entscheidung heraus, da wir eine Straße erreichten, von wo aus, Blick rechts (südwärts), gleich links eine (die ?!) Abzweigung ostwärts nach Bergenhusen ausgeschildert war.

Tjaaa …, nicht viel später – sehen Sie den kleinen Punkt auf dem Radweg? Das sind die zweiten 50 Prozent unseres Unternehmens. Wir hatten Bergenhusen nicht mit Bergen im Sinn von langem, steilem Anstieg auf der Rechnung …

Bevor wir zur Kuppe starten, vorbereitet auf eine mäandrierende, steile und rasante Abfahrt, gucken wir nochmal in die Landschaft.

Wow, das hat sich gelohnt – weit geht der Blick übers Land.

Gleich nebendran, fast wie allüberall, verstellt Mais jeglichen Horzont – quasi, fehlsubventioniert, wie ein grünes Brett vorm Kopf.

Zwei Fotos zum Schluss, kleine Vorausschau auf demnächst Kommendes.

Mitten im Ort kamen wir nicht an diesem Rindvieh vorbei, erkundigten uns nach – telefonisch vorgecheckter – Essenmöglichkeit. – Es wird Fleisch geben.

Und wie sich das für ein Storchendorf gehört – es sind erst die Jungstörche nach Süden abgeflogen – werden wir noch erstaunlich viele Störche zu Gesicht bekommen.

Diese Storchenfamilie haben wir in der sehr empfehlenswerten NABU- / Michael-Otto-Institut Bergenhusen-Ausstellung neben informativer Landschaftserläuterung, nicht nur über Feuchträume, sondern auch über die wichtige Klimafunktion der Wälder, auch im Zusammenhang mit erforderlichem Mehren und Verbessern gesehen. – Möge es nützen!

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Ich radele den Geesthang, Ansgariusweg, runter in die Wedeler Marsch.

Westlicher Wind hat das Entenflott dicht zusammengeschoben. Ob der Graben nun schon wieder gemäht und gebaggert werden musste – na ja, die Unterhaltung, halt.

Linker Hand vergnügt sich eine Horde Dohlen mit und ringsum Heu-Kaventsmännern.

Rechts, gleich hinter der Kopfweide, sitzen 3 Sonnenanbeter.

Haben Sie im vorigen Foto Nasen, Augen und Ohren gezählt? Fotobetrachter um mich rum sagten – alle!, so sah ich es auch zuerst vor Ort: Zwei! – Dieses Foto schafft Klarheit.

Nutriajunge beim Kielwasserschwimmen.

Kurzes Verhalten …

Dann wird doch liebe Deckung am diesseitigen Ufer gesucht.

So Nutrias können ganz schön groß werden, wie ich an der Seeve vor Jahren sehen konnte.

Querab Giesensand – Schafsperre voraus.

Gewöhnlich zeigt sich im Näherkommen eine mindestens schmale Gasse – heute nicht.

Die Schafe stehen weitestgehend still, suchen und geben sich gegenseitig Schatten.

Irgendwie bin ich dann – unbeschadet für Mensch und Tier – durchgekommen.

Ein Stück weiter, ein fast gewohnter Anblick an dieser Stelle zur Zeit: Nilgänse, mindestens eine wacht (immer).

Kühe auf der Geest, hier bei Holm, haben mehr Glück als Deichschafe. Schlau finden sie bei Sonne unter oder neben Bäumen Schatten.

Im Autal gibts auch was zu sehen.

Da flatterte eine Rabenkrähe auf die Wiese. 4 Highlandkälber gehören inzwischen zur kleinen Herde – zwei von denen sausten neugierig los, gucken, wer da?

Da muss doch genau nachgesehen werden!

Die Krähe verhält sich ruhig, ein Kalb verliert das Interesse.

Bald fliegt die Krähe ab. Ich radele nach Hause.

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Sommerhimmel 2021 über Wedel und Umrum – der Wetterbericht sagt regelhaft „es brodelt“. Manchmal löst sich das zum Nachmittag auf, manchmal „löst es“ sich und gewittert ordentlich. Wo nicht, da nicht.

Die Störche sammeln sich. Bald geht`s ab ins südliche Winterquartier. Gestern Abend wurde im Regionalfernsehen von frühem Abflug gesprochen, Mitte August flögen sie gewöhnlich weg. – Na, Mitte August haben wir ja bald, und noch sind sie da – vielleicht jeweils immer andere …

Unsere Möchsgrasmücken jedenfalls, die nicht nur ums Haus jährlich erfolgreich brüten, sondern das mit üppigen Gesangsstrophen begleiten, sind seit 1-2 Wochen nicht mehr zu hören. So geht die Zeit …

Aber nach den vorigen Storchsichtungen soll es hier um andere gehen.

Erläuterung zur Örtlichkeit: Wir radeln am Nordufer der Elbe, westlich Hamburg. Dort endet(e) der Ochsenweg, im Dänischen auch Heerweg genannt.

Von der Spitze Jütlands südwärts wurden jährlich bis zu 40.000 Stück Rindvieh bis Wedel zum Markt getrieben. Ein Gutteil wurde bei Fährmannssand über die Elbe gefahren, weiter gings bis in die Niederlande und anderswo. (Über die heutige Art und Weise – oft genug sehr viel weniger als schön – ist hinreichend in Film, Funk und Fernsehen, Internet berichtet.)

Elbdeich Fährmannssand – gut sieht er aus der Himmel.

Ich habe mich auf dem Elbdeich Fährmannssand umgedreht. Da hinten (wenige km), auf der Geest, liegt Wedel.

Zugegeben, am Tag des vorigen Fotos kam ich vom Sehtest aus der Stadt, hatte hier meinen Wendepunkt und landete trocken im häuslichen Fahrradhäuschen.

Hier geht`s aber weiter nach Hetlingen und Holm.

Die – dieses Jahr offenbar zahlreichen – Rauchschwalben sammeln sich.

Wo Leitungen fehlen, sind auch Zäune und Tore geeignete Treffs. Unten am Boden, im Foto nicht gut sichtbar, befinden sich Bachstelzen.

Bach- und Schafstelzen scheinen auch ein gutes Jahr gehabt zu haben. Sie begleiten den (bzw. begegnen dem) Radler zahlreich auf der Deichtour.

Mich erstaunt eine einzelne Nonnengans – ein Späher, der für die Tausenden, ab Herbst hier zu erwartenden, die Lage peilt? (oder eine Flügel- / Fußkranke?)

Neulich, noch Heuballen querab Giesensand …

… bevölkerten hunderte Graugänse die Wiesen und Weiden.

Wenn das Süßwasserwatt während der Ebbe frei fällt, halten sich viele von ihnen dort, aussendeichs, auf.

Unterschiedliche Rinderherden mit viel Jungvieh bevölkern die Marsch.

In dieser Umgebung fühlen sich Graureiher so geborgen, dass sie ihre „eigentliche“ Fluchtdistanz vergessen.

Oder handelt es sich bei diesem Reiher um einen Hamburger oder Pinneberger Tourismus-Reiher? Solche Stadtreiher kann man im Einzelfall fast per Handschlag begrüßen (bitte immer die Vogelgrippe- und Corona-Regeln beachten!).

Neulich waren an der NABU-Vogelstation von fern auch 6 (hier 4 davon) Silberreiher zu sehen. Die werden Richtung Jahresende noch mehr.

Die Starenschwärme vergrößern sich – am Deich gibt`s immer was zu fressen, die Kirschen ringsum sind abgeerntet.

Auch hier, nicht so blumenreich wie kürzlich aus Niedersachsen berichtet, werden Deichpartien rau gehalten. Die Vogelwelt im Allgemeinen, als ein Zeiger, reagiert positiv.

Als Schlussbild dieser Tourenfolge steht diese Postkartenansicht, seewärts.

So richtig aufhören will ich aber nicht, ohne noch etwas von gestern, Rückweg querab Holm, anzuhängen.

Und wieder überflogen mich 2 Störche, diesmal von West nach Ost, futterten in aller Ruhe vor dem alten Elbdeich Holm – Hetlingen.

Wer sucht der findet, mit auf- und abtauchenden Köpfen zähle ich nach und nach mehr – hier 5 sichtbar, 2 weitere hinten rechts ahnbar.

Zusammen mit diesem fernen Einzelgänger vor dem Brunnenschutzgebiet kam ich hier „Am Hang“ diesmal auf 11.

Nach allem Erzählen gehe ich davon aus, dass örtliche Alttiere verweilen und früher durchziehende Jungvögel dieses Bild bestimmen.

Der oben im Start des Beitrags gegebene Link wird zu den besenderten Ziehenden Route und Schicksal mitteilen.

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Als ich gestern auf der Elbdeichrundfahrt, Rückweg kurz vor der Holmer Geest, von zwei Weissstörchen überflogen wurde, fiel mir ein, dass noch Fotos vom 28. Juli mit Störchen auf Datei liegen.

Spontane Eingebung liess mich da statt aus der Marsch Richtung Wedel auf den „Holmer Berg“ zu asten, auf halbem Hang wieder in die Marsch abtauchen – vor dem Geesthang „Am Hang“ längs Richtung Sauerbeeksweg („Aufstieg“ dann dort um so steiler). – Da radele ich also nochmal längs.

Und, siehe da, noch 2 Störche – diesmal also 4.

Die stören sich gar nicht an mir, haben offensichtlich ordentlich zu tun, picken, schmeissen hoch und schlucken – fortwährend!

Das ist an Zahl, 2 hier vor der Geest, die beiden ersten Überflieger, gelandet jenseits des alten Elbdeichs Holm-Hetlingen, aber gar nichts gegen neulich.

Da umrundete ich, just auf dieser Wiese eine größere Anzahl Störche wahrnehmend, die Situation – und scheuchte, trotz Schilfsichtschutzes 2, vorher nicht bemerkte, weitere Störche südlich des Sauerbeekswegs auf.

Die ruhig fressende größere Gruppe, nördlich des Sauerbeekswegs, kann nicht irren …

Dieser Gruppe schlossen sich die beiden an.

So hatte ich Gelegenheit, die voll sichtbaren und die immer wieder aus Gräben und Geländesenken auf- und in sie abtauchenden zu zählen – 19 Weissstörche hatten sich hier versammelt.

Wie die Gefiedertenfachwelt schon bei meiner ersten (Segel-)Beobachtung im unmittelbaren Umfeld 2017 klarstellte, ist dies das gewöhnliche Verhalten um diese Zeit. Es beginnt die Zeit des Sammelns und Herumziehens, das Jungvolk macht sich so langsam reisebereit – auf lange Südtour in die Winterquartiere.

Mehr zu anderem Geflügel auf den beiden Elbdeichrundfahrten folgt demnächst.

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Mit Regenzeuganziehstopp kurz vor Erreichen des Anlegers Lühe waren wir von Buxtehude zurückgeradelt und hatten kurz darauf die Fähre bestiegen. Beim Blick über die Elbe aufwärts Richtung Ziel, Wedel, war alles regenverhangen, nur links und rechts „gab es festen Horizont“.

Die Fähre legt ab – Sonne auf dem niedersächsischen Ufer! Was für Gegensätze in Zeit und Raum.

Blick Elbe-abwärts – der Wind bleibt, ebenso das stark wechselnde Wolkenbild.

Die nördliche Elbeseite weiter regenverhangen, ein Binnenschiff und ein Fischkutter befinden sich im näheren Umfeld.

Zehner Sekunden später, besonnt, der Fischkutter HF 231.

Über den empfiehlt es sich, Geschichte und mehr nachzulesen.

Kurze Zeit später passiert der Schlepper Bugsier 18 die Fähre.

Fast verpasst – Blick südwärts – ein Seeadler hat etwas von der Wasseroberfläche gegriffen. Eine Möwe ist ausser sich, verfolgt den Adler eine Weile – hat der einen Jungvogel „geklaut“?

So etwas hatten wir vor einigen Wochen vom Deich am Wedeler Au-Sperrwerk länger verfolgen können. Da war eine Sturmmöve einem nahe an uns vorbei fliegenden Seeadler gefolgt – vergeblich. Der hatte ein Küken in den Klauen, flog zu sicherem Ansitz anderswo ab. Das war derart beeindruckend, dass der Griff zur Digicam schlicht unmöglich war. – Ich hatte mich über mich selbst gewundert.

Blick auf die Elbinsel Hanskalbsand.

Die gehört seit 2018 zu einem Naturschutzgebiet. Ob das von Wedel aus zu beobachtende regelmäßige Besuchen, auch Campen, im Sinne des Schutzzwecks ist, darf bezweifelt werden.

Wir legen an. Wie schön, die Reserveschraube wurde nicht benötigt. 🙂

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Für die, die es noch nicht gemerkt haben – wenn ich über Brücken fahre, muss ich mich zusammenreissen, nicht anzuhalten und ins Wasser zu gucken.

So war es jetzt auch bei einer Tour, die Hohenstegener Brücke über die Ohlau „kam auf uns zu“.

Fix das Auto geparkt, Blick Richtung Ohlau: die angrenzenden Wiesen sind wieder gemäht, das Gras silierend verpackt.

Ja, das ist genau die Stelle, an der „ordentlich Kies“ wechselseitig eingebracht wurde. Groboptisch nix von zu sehen – so soll es sein!

Blick unmittelbar bachauf – der hier zugegebene Kies ist von der Ohlau quantitativ abtransportiert.

Blick senkrecht nach unten – an solch guten Stellen der Eigendynamik kann gern regelmäßig beidseitig nachgelegt werden, zum Wohl der bachab folgenden Strecke.

Der Stopp hat sich gelohnt, wieder rüber über die Straße, zurück zum Auto. Aber Halt!

Gleich am Waldrand, neben der Wiese mit den Siloballen wurde frisch gemäht. 6 Störche nutzen das intensiv.

Sie lassen sich nicht stören.

Das Resumé zum Storchenjahr 2021 erwarte ich gespannt. Bisher stellt es sich in den Bundesländern – abhängig vom lokal z.T. sehr unterschiedlichen Wetter (und der Entwässerungssituation der Landschaft) – wechselhaft, zwischen Topp und Flopp dar.

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So ein Küstenort hat selbstverständlich nicht nur seinen Strand. Beim Anradeln oder -wandern von der Unterkunft (diesmal waren wir Tagesgäste, besuchten unsere Berlinerinnen), zur Mittagspause oder bei Spaziergängen abseits vom Strand fällt das eine oder andere in der Umgebung auf.

Diesmal war es der Haffwiesenpark, dem wir mehr Zeit widmeten – nicht zuletzt wegen des interessanten Kinderspielplatzes und der Fitness-Geräte ringsum.

Hier befasse ich mich zum Schluss der diesjährigen Haffkrug-Berichterstattung mit dem Teich im Haffwiesenpark.

Stillgewässer und ihre Zeit – „Seenalterung“ studierbar.

In diesem Fall zugewachsen mit Laichkraut.

„Aussen hui, innen pfui“ ??

Dank Auslassens des Teichufers bei der Parkrasenmahd steht hier eine vielfältige Flora, die einem breiten Spektrum an Insekten Nahrung bietet (jedenfalls potentiell – auch hier mangelt es an Insekten).

Fachlich ist „Seenalterung“ ein ganz normaler Vorgang. Bei einem Teich, insbesondere wenn von aussen Nährstoffe hineingelangen, verläuft die Alterung um so schneller. Hier liegt das unter anderem daran, dass der Teich auch als Regenrückhaltebecken dient. Übermäßiges Vogelfüttern war – jedenfalls am Verhalten der Vögel ringsum oder liegengebliebenen Futterresten – nicht zu erkennen.

Gegen ein paar Krümel Futter hat niemand etwas, eine junge Familie begeisterte den Nachwuchs. Neben dem Gras Äsen, gelegentlich dankbare Abnehmer hier, überraschend für uns in einem Park: Nonnengänse!

Nonnengänse! – mal was anderes in einem Park als Entenmassen oder halbwegs domestizierte Kanadagänse, die über die Zeit zur wahren Plage werden (mal abwarten, mit den Nonnengänsen …).

Zurück zum Seenaltern, der Entwicklung offenes Gewässer zu sauerstofffreier Todeszone, zu Land … – Das ist eine ganz einfache Sache: Früher beseitigte man zeitlich punktartig ca. 90 % der Biomasse störenden Pflanzenbewuchses. Dann war wieder für ein paar Jahre Ruhe – bis zum nächsten, erforderlichen Angehen.

Heute mischt sich – formaler – Naturschutz ein. Fokussiert auf einen Punkt, die Pflanzenart, die Auslöser notwendigen Handelns ist, wird erkannt, es handelt sich im Zweifelsfall um eine zu schützende Art.

Entscheidungsschwäche, mangelnde Grundlagenkenntnis der Gewässerwissenschaften und fehlende Pragmatik (diese Pflanze würde nicht einmal an diesem Ort in irgendeiner Weise in ihrer Existenz gefährdet!) führen für Steuerzahler zu der erschreckenden Erkenntnis: Ein Gutachten muss her!

Ich erspare mir Weiteres an dieser Stelle. Es ist schlicht ein Irrwitz! In Wedel, übrigens, ist der Mühlenteich, historischer Aufstau der Wedeler Au, vollständig mit Teichrosen zugewachsen. – Das macht die Angelegenheit – Problematik Grün und Mensch wie oben! – nicht leichter. Auch nicht für den Steuerzahler („erforderliches“ Gutachten statt bekannten, erforderlichen Handelns)!

Man kann Stillgewässer – die sind empfindlich – auch bereits vor dem Zuwachsen in einen sauerstoffarmen Zustand versetzen bzw. das beschleunigen, z.B. durch unglücklichen Fischbestand, evt. verstärkt durch falschen Fischbesatz.

Das vorstehende Foto zeigt eine Partie des abwechslungsreichen Teichs im Haffwiesenpark mit einer Schule Brassen, Bodenwühlern aus der Karpfenfamilie. Der Eindruck entspricht dem, was das AQUA in Silkeborg, DK, in seinen informativen, beeindruckenden Aquarienlandschaften als „Der schmutzige See“ verdeutlicht und erklärt. Auch dies ist selbstverständlich änderbar.

So sehen wir Alltägliches auch im Urlaubsort – wie könnt es anders sein. Zum Abschied wünschen wir Haffkrug, insbesondere auch seinem Parkteich – allzeit „Gut Wind“!

Im Rückblick: Wir waren überrascht, wie leer Strand und Strandkörbe waren – die Küste war als 90 % ausgebucht beschrieben. Auch beim „Flanieren“, Mittagessen fühlten wir uns ungestört in dieser unserer Zeit – keine Menschenmassen. – Allerdings waren wir als Tagesgäste mittwochs dort. Gestern, bereits vorgestern am Freitag, waren die Verkehrsnachrichten voll von vollen Autobahnen, Straßen, insbesondere Richtung Küsten.

Schönen Urlaub allen! – Und: Immer schön die Regeln beachten, damit es weiter schön bleiben kann.

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Nach Berlin und Büsum nun also mal Haffkrug. Die Berlinerinnen hatten nach Nordseewoche auf Ostseewoche gewechselt.

Das Wetter – sieht schlimmer aus, als es ist.

Gut Wind, ablandig – gefährlich für Standup-Paddler, Schlauchbootfahrer und andere, so sie nicht mit derlei vertraut sind.

Wenn man nicht dauernd in den Himmel guckt … – der weisse Sand hellt die Situation auf.

Hinterher kam – fast unerwartet – noch stundenlang die Sonne raus.

Nicht weit hinter uns parkte das feuerrote Spielmobil. Die Ladesäule dahinter war auf beiden Anschlüssen belegt.

So nah sahen wir sie in Büsum nicht – Silbermöwe, Lachmöwe im Hintergrund.

Kommt Besuch?

Erstmal ordentlich begrüßen.

Oha!

Und jetzt?

Ich geh` dann mal, nach einem Biss(ch)en gucken.

Fast dachten wir, die Ladeplätze würden als kostenloser Parkplatz missbraucht.

Dann hat es doch geklappt, Auto zurückgesetzt und geladen.

So unbedingt wäre es gar nicht nötig gewesen – aber wenn man schon die Gelegenheit bekommt …

Demnächst gibt`s noch mal Haffkrug.

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Wir warten auf Schmetterlinge. Seit Frühjahr waren „gefühlt nur“ Aurora- und gelegentlich Zitronenfalter sowie Kohlweissling in der Landschaft.

Immerhin wird aus dem Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, berichtet, dass das Pfauenauge angekommen ist.

Aber auch hier, im Umfeld von Wedel, SH, gibt es Neues dazu. Etwa seit 2 Wochen ist der Admiral zu sehen. Zwar taucht er eher in Einzahl auf, dafür aber, z.B. bei längerem Radeln „fast überall“.

Der Versuch, einen im Foto festzuhalten, stellte sich als schwierig dar. Die Flatterer scheinen dieses Jahr, jedenfalls bisher, ziemlich scheu.

So sitzt auch dieses Exemplar mit zusammengestellten Flügeln kurz besonnt im Knick, bevor es gleich wieder davonflattert.

Die ausgefransten Flügelränder sprechen wohl für Langstreckenwanderer und nicht für hier Geborene. Gleiches zeigte sich – ich mag es nach dem Rosenkäferereignis (hier im Blog) kaum schreiben -, als vorgestern ein Admiral während kurzem Balkonsitzen auf meinem sonnenbeschienenen blau-weiss-karierten Hemd landete, ausgefranste Flügelränder. Schnell setzte auch dieses Exemplar seinen flatterhaften Flug fort …

Zweibeinig Geflügeltes, leider nicht so schön, fand ich dann, nachdem obiges Foto geschossen war, beim Blick zu Boden, auf zweistreifigem landwirtschaftlichem Weg.

Flügelreste und ein paar Federn mehr – ich vermutete von einer Eule.

Die Nachfrage in die Fachwelt erbrachte die Bestätigung und Spezialaussage, dass es sich um eine Waldohreule gehandelt hat.

Ob dies die Reste eines Verkehrsunfalls oder von erfolgreicher Uhu- oder andere Nahrungssuche sind, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

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Wo fahren sie denn, wo … denn hin?

Seit geraumer Zeit gab ich hier bei Elbdeichfotos mit Blick über die Elbe immer mal unseren Wunsch nach erneuten Fähre-Touren mit Rad zum Besten. Inzwischen dürfen die Sommerfahrpläne genutzt werden.

Für die erste Tour bekam die alte Hansestadt Stade den Zuschlag. Wie aus den vorigen Jahren bekannt, bieten sich hier je nach Windsituation (fürs Radeln) die Liinsand und die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) an.

Gestern war Wind aus Nordwest, Stärke 3 angesagt – also auf nach Stadersand mit der Liinsand (nach Stadtgang Radeln Richtung Grünendeich / Lühe – mit Rückenwind) und Rückfahrt Wedel mit der LSF.

Wedel / Schulau, Anleger Willkommhöft – im Vordergrund Engelwurz, Angelica archangelica.

Schon komme ich auf meinen vorigen Beitrag Riesen- (RBK-) / Wiesenbärenklau zurück. Man glaubt es nicht, aber „Wohlmeinende“ hacken sogar die Engelwurz – als RBK – ab, wie der Link-Eintrag warnt.

Die Blätter der Engelwurz ähneln denen des RBK noch weniger als die des Wiesenbärenklau – „Verwechslung“ ist nicht begründbar.

Die Breite der Elbe, abgesehen von Randsituationen, ist kabbelig. Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser. Dagegen steht ein ssssteifer Nordwestwind.

Die Liinsand erscheint aus Richtung Hamburg.

Falls noch unbekannt: Die Liinsand ist ein gut motorisierter Katamaran.

An Bord. – Am Horizont, von See einlaufend, kommt ein erster Containerfrachter in Sicht.

Von der Lühe, gelb, kommt die Lühe-Schulau-Fähre Richtung Wedel, daneben gischtet ein Privatboot.

Watt` `n Wind aber auch! „Von oben“ fährt (soll ich schreiben „springt“?) ein anderes Privatboot vorbei.

Wir sind pünktlich gestartet – Gesamtbild mit den bislang 4 genannten Schiffen.

Schiffs-Ensemble.

Bis bald, LSF, um 16 Uhr sehen wir uns wieder.

Ein weiterer Containerfrachter kommt in Sicht, vorn von Hapag-Lloyd, hinten Hamburg-Süd (inzwischen Teil der Maersk Line).

Hoch aus dem Wasser ragt die Al Hilal, 306 x 40 m, Tiefgang 14 m – nicht voll beladen.

Sieht irgendwie ulkig, schräg von hinten, mit diesem Beladezustand aus.

In schneller Fahrt treffen wir Monte Cervantes, 272 m x 40 m, Tiefgang 12,3 m, ziemlich voll.

Unsere Fahrt mit ablaufendem Wasser gegen den Wind geht gut vonstatten. Der Katamaran schneidet die Wellen elegant.

Und noch `n Containerfrachter am Horizont, wir haben inzwischen das ehemalige Leuchtfeuer Juelssand erreicht.

Eine Schafherde hält das Grün um Juelssand niedrig.

Segelkönner kommen ebenfalls gut mit der Situation zurecht, finden sie vermutlich attraktiv.

Die Zeit verfliegt, Anleger Stadersand voraus.

Die Elbe, leider, sieht aus wie Sau, brauntrübe – kein Wunder bei der Baggerei.

Und wieder Schiffsvielfalt – der Massengutfrachter „Flag Mette“ (229 x 32 m, 12,6 m Tiefgang, so sagt marinetraffic.com) am niedersächsischen Ufer, der bereits erwähnte Containerfrachter und ein Segler.

Wer mag, kann den Segler „Mare Frisium“ buchen.

Der Containerfrachter naht.

Wir sind angekommen, an Land. Der Containerfrachter, ZIM Europe, 278 x 40 m,  Tiefgang 11 m, passiert.

Achtung, links oben: die Schwalben sind viel interessanter als der Containerfrachter!

Ordentlich aktiv sind die Schwalben. Vermutlich findet gerade ein attraktiver Schlupf von Insekten statt. Ein Paddler kommt ins Bild.

Der paddelt sein Kajak zügig elbeabwärts.

Wir steigen auf die Räder und radeln die ca. 5 km nach Stade.

Mehr von unserer Tour folgt demnächst.

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