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Archive for the ‘Vögel’ Category

Offenbar gutes Flugwetter – diese hochfliegenden Wesen entdeckte ich, menschliches Flugzeichen oben quer drüber, als ich im folgenden Foto teilvergrößerte.

Motiv des eigentlichen Fotoanlasses – gerade noch erwischt, ein Graureiher. Auch hier entdecke ich beim Vergrößern einen weiteren, höher segelnden Vogel.

Wo ist vorn, wo ist hinten? Wüssten wir nicht, dass es derselbe Graureiher ist – könnte es auch eine von rechts nach links fliegende Gans (oder was, gar ein Kranich?) sein?

Über der „Zu Lande“ präsentierten Marschwiese fliegt ein Schwarm Sturmmöwen, vielleicht sind auch Lachmöwen dabei, beim Rumlaufen jedenfalls ist das so.

Diese Sturmmöwen haben offenbar wie die im vorigen Beitrag zu sehenden Stare das „Dungfliegen-Event“ erkannt.

In großer Zahl scheinen die Dungfliegen zu Schwarmflug aufgebrochen zu sein. Die Sturmmöwen – leider im höheren Luftraum nicht fotografierbar – fliegen Schwalben-ähnlich in wilden Manövern seitwärts, auf und ab, um ihre Beute im Flug zu schnappen.

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Maigrün (Hainbuche)! – Am 12. April – zwar nur an kleinklimatisch besonderen Standorten, aber doch auffällig, nicht selten.

Buschwindröschen und Scharbockskraut, teils in dichten, großflächigen Teppichen an Knicks, Bachrändern, in Buchenwäldern und anderswo.

Auf Marschwiesen zwischen den Deichen tauchen Starkenschwärme auf, suchen intensiv – Insektenzeit beginnt.

Nachdem ich das „Luftplankton“ auf meinem Fahrradlenker landend, nicht scharf fotografieren konnte, muss dies reichen: gelbe Fliege, wohl Dungfliegen in großer Zahl – wandeln auf der Wiese wohl Schafkot in Biomasse und Boden um.

Querab der NABU-Vogelstation sitzt eine Gruppe Nonnengänse – sind die hier in Quarantäne?

Blick zur Idenburg mit Storchennest – da hinten jedenfalls sitzen Abertausende Nonnengänse – in ein paar Wochen hier weg, dann im Brutgebiet.

Mit der Wasserfläche einer ehemaligen Kleientnahme kommen Lach- und Sturmmöwen sowie etliche Brandgänse in den Blick.

Die Luft ist erfüllt von Lerchengesang – aber „Luft“ kommt später.

In Hetlingen führt mich dieses Schild, schon Saison?

Für Fußgänger und Fahrradfahrer ist hier frei – muss nur die Querstange gelüftet werden.

Auch hier, im Bereich der Schachblumenwiesen, sitzen Tausende Nonnengänse – bin weit genug weg, sie werden nicht panisch.

Die Hauptwiese ist vorbereitet, mit Infoschild, Lenkpfeilen – und, aus gemachter Erfahrung, nun auch mit Kordelumzäunung der Hauptblühflächen.

Ich seh` nix – bis auf Scharbockskraut keine Blüten, keine Stängel mit Knospen.

Es ist doch nachts noch kalt gewesen, hier in der Marsch kälter als auf der Geest.

Ob das Blühen mit dem angegebenen Datum des Blütenfests voll ingang sein wird, müssen die kommenden Tage zeigen.

Wer sicher gehen will, guckt am Besten auf die Homepage des Elbmarschenhauses – da findet sich zur Zeit ein „Schachblumenbarometer„.

Kleinklima in Hetlingen – diese Magnolie entging den Nachtfrösten.

Weiter Richtung Holm zeigt mir das Vorjahrsreet, dass ich beim Radeln richtig empfinde. Ein ssssteifer Südost … Der wird mir von Hom bis Wedel voll entgegenstehen, die Gangschaltung wird`s richten.

Zum Glück gibt`s da den einen und anderen Windschatten. Wie schön, wenn der knickartig in die Länge gezogen ist – und nicht, „pflegend“, plattgemacht wurde.

Zu Hause – da lebte vor Jahren was an der sandigen Hainbuchenheckenkante, dort, wo sich die Spatzen gern im Staub sonnen, baden.

Ja, lange nicht gesehen, da summt und brummt es – wohl zwei Dutzend Bienen, schlank oder dick (Drohnen oder verschiedene Arten?) gucken sich die freien Bodenstellen an.

Leider sind die Insekten auf dem Foto überhaupt nicht zu erkennen. Bei genauerem Prüfen der freien Bodenstelle fallen mir Eingänge auf …

Gelegentlich setzt sich eine Wildbiene zum Sonnen auf ein Vorjahrsblatt der Hainbuchenhecke.

Schön, dass sie wieder da sind.

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Das ist nicht häufig, gerade in dieser Jahreszeit – nur wenig Wind, ändert sich demnächst auch wieder, markant.

Kein Schiff in Sicht – Tidehochwasser, wer zu gucken weiss, erkennt schwach den (jetzt, vorübergehend) Unterwasser-Verlauf der langen Buhne auf dem Süßwasserwatt.

Wir gucken weiter, nach kleineren Schiffen, mit Segeln, weiss bis bunt.

Auch der Vogelfreund sieht nix.

Westseite des Hamburger Yachthafens, Wedel – noch Winterruhe, leer.

Das nächste Ostern kommt bestimmt … – Dann wird vorher wieder intensiv „gekrant“.

In der Nähe der Krananlage wird bereits eifrig an Masten gewerkelt.

Ein einsames Segelboot fährt schonmal mit Motor Probe.

„Draussen“ auf der Elbe ziehen kleine Seeschiffe vorbei.

Ich habe dann einen Abstecher bis Haseldorf unternommen. Die schlauen Schafe mit ihren Lämmern dort habe ich bereits vorgestellt.

Auf der Rückfahrt gucke ich an der Hetlinger Schanze.

Dieselbe Saison, dieselbe Situation, noch Winterruhe.

Keine „Ruhe über den Wassern“ finde ich dann bei der Vorbeifahrt Fährmannssand. Einmal abgesehen von den Lauten der Nonnengänse – der Bauer hat sein Knallwerkzeug aktiviert, in der Hoffnung, die Abertausende vom (kaum) spriessenden Gras zu vertreiben.

Es ist wohl Psychologie, das Knallen muss sein. – Die Nonnengänse jedenfalls lassen sich nach einer Runde nieder, oft genug auf derselben Fläche, von der sie hochgeknallt wurden. Sie fressen dann um so mehr, müssen ja die Reserven für den Brutgebietflug wieder auffüllen.

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Sie sind schon eine Weile zurück. Nachbarn berichten, bereits Ende Februar wäre die Winterreise der Tangstedter Störche üblicher Weise durch Rückkehr aufs Nest abgeschlossen. Nach „Störche auf Reisen“ behaupte ich ohne jeden Beleg, dass es sich um Westzieher handelt. Die (wenigen) besenderten Westzieher sind im Norden angekommen, die „Ostzieher“ sind inzwischen auch – mehr oder weniger klar – gestartet.

Bewusst kannte ich die Tangstedter Störche bis vor Kurzem nicht, sah sie vor Kurzem eher zufällig. Als ich nun heute einen Bach-Spezi zu einer Fahrt in den Nachbarkreis Segeberg abholte, nutzte ich die An- und Abfahrt, nach ihnen zu gucken, kam direkt am Nest vorbei.

Morgens, das Paar sitzt auf dem Nest bzw. ist damit beschäftigt.

Man kennt das, …

… Verschönern kann man immer.

Mittags auf der Rückfahrt ein anderes Bild.

Niemand zu Hause?

Doch – mal aufstehen und Eier zurechtrücken … (?)

Mögen die Alttiere genug Futter für sich und die Jungen finden, damit alle im Herbst gut gen Süden starten können.

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Saison der Zugvögel – täglich stellt sich die Situation anders dar, teils gleichartig wirkend.

Gegen Mittag auf dem Elbdeich bei Hetlingen – von der niedersächsischen Seite überqueren Gänsetrupps die Elbe, nordostwärts.

Sie kommen in 50er bis 100er Gruppen, Nonnengänse.

Anderer Tag, anderes Bild – mehrere Tausend querten hier die Elbe in breiter Front.

In weitem Bogen ziehen sie auf schleswig-holsteiner Seite …

… und landen in dichter Packung südlich der Kleientnahme-Stillgewässer.

Nun kann man lange spekulieren, ob das „unsere“ Nonnengänse sind, die von einem Nahrungsausflug zurückkommen. Oder ob es sich um Ziehende auf dem Weg zu den Brutgebieten handelt. Die Tatsache, dass diese Trupps hier auf abgegrasten Wiesen intensiv zu Fressen beginnen, scheint mir auf Ziehende zu deuten.

Auch fiel in den vergangenen Wochen auf, dass die Vogelgrippe „bei unseren“ nahezu keine Opfer mehr zu fordern schien. Einzeln sitzende, offenbar kranke Individuen sowie dichte Federflächen auf dem Grün, Rupfe, waren gegen Null gegangen.

Nun sehe ich wieder regelmäßig, wenn die großen Gruppen Flächen wechseln, Einzelindividuen apathisch sitzen.

Tags drauf …

… ist der Vogel aufgegessen, verschleppt – oder der verbliebene Kadaver vom Menschen eingesammelt.

Tideniedrigwasser – die Tide-Elbe bei Fährmannssand zeigt sich in ihrer verschlechterten Situation, wieder vertieft, verbreitert. Die Fahrwassertonne steht unmittelbar neben „Land“.

Kein Platz mehr für die Entwicklung der einst reichhaltigen Fischfauna in dieser Strecke. Das gesamte Wasser wird im Seeschifffahrtskanal mit seinen heute extremen Strömungsgeschwindigkeiten gefasst.

Die Binnenelbe (hinten das Sturmflutsperrwerk Wedeler Au), Tideniedrigwasser minus X – früher bekam man diese Sohlstrukturen so gut wie nie zu Gesicht.

Ein (wohl Mittel-)-Sägerpaar zieht seine Bahn.

Ab nach Hause.

Vorbei an einer illustren Alt-Kopfweide. Leider nimmt ihre Zahl zunehmend ab. Jüngst wurde nachgepflanzt. Bevor die Jungbäume ähnlich eigenartige Charaktere bilden wird – wie bei so vielen anderen Baumarten – „Dank“ jahrzehntelangen Nichtstuns eine schmerzhafte Lücke entstehen.

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Zuletzt waren hier im Bericht vom 9. März schwarzweisse Vögel zu sehen. Neben den vielen anderen, die sich hier in Geest und Marsch aufhalten, sind sie fast täglich unsere Begleiter. Besonders auffällig sind schon aufgrund ihrer Größe und des überwältigenden zahlenstarken Auftretens die Nonnengänse während ihres hiesigen Winteraufenthalts. Der nähert sich so langsam seinem Ende.

Blick vom Hetlinger Elbdeich auf die im vorigen Gänsebeitrag dicht gefüllte Wiese binnendeichs – wo sind die Nonnengänse?

Auch schwarz-weiss (und braun): Querab Giesensand äst ein Paar Kanadagänse, eine Graugans wacht.

Die Antwort auf die Nonnengansfrage folgt kurze Zeit später.

Lärmen von Fährmannssand her – wie Mücken in der Luft … (ach, den Spruch müssen wir uns angesichts des Insektenschwunds wohl abschminken!).

Wer immer sie hochgebracht hat, das war erfolgreich.

Die Formation verdichtet sich.

Mit ihrem heiseren Kleine-Hunde-Gebell wirken sie wie immer ziemlich panisch.

Nach Überfliegen der NABU-Vogelstation drehen sie bei, fliegen – sich orientierend – tiefer zurück.

Links oben: eine Lachmöwe.

Erste Nonnengänse landen an der ehemaligen Kleientnahme für den Deichbau, wassergefüllt.

Binnen Kurzem ist der Landeplatz am Ufer proppevoll.

Auf dem weiteren Weg nach Wedel zurück sehe ich die übrigen, auf Wiesen / Weiden Gelandeten in mehreren Gruppen zu jeweils etlichen Tausend.

Kurz vor dem Geesthang, an der Binnenelbe nahe dem Theaterschiff Batavia, treffe ich 2 Kanadagänse – dieselben von zuvor, querab Giesensand?

Egal. Die balzen jedenfalls eifrig drauflos.

Mal sehen, wann die Nonnengänse so weit sind – und uns verlassen.

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Wieder mal an der Elbe bei Hetlingen angekommen, binnendeichs.

Die Kamera stellte die Büsche am – abgeschnittenen – vorderen Bildrand scharf. Gleichwohl ist die „dichte Packung“ Nonnengänse zu erkennen, hinten die Schornsteine des Kohlekraftwerks Wedel.

Am linken Ende des Riesenschwarms – Graugänse an Tümpel, ein Silberreiher fliegt ab.

Blick vom Elbdeich (Baustelle Klärwerk Hetlingen links hinten) – auf der Marschwiese, das linke Schwarmende mit dem Tümpel.

Eindruck vom nördlichen Teil der Nonnengansansammlung.

Der südliche Teil. Das sind etliche Tausend Tiere.

Detail Vorderkante – Äser und Aufpasser.

Andere Stelle, ähnlicher Eindruck.

Ein Stückchen weiter, querab Giesensand – ein Hase. Ob das der König der Osterhasen ist, eindrucksvoll wie er da mümmelt?

Fährmannssand, Blick über den Deich. Ebbe, die Elbe geht auf Tideniedrigwasser zu.

Bei sinkenden Abflüssen der Elbe, inzwischen unter 1.000 m³ / s (Pegel NeuDarchau), und Ostwind wird die Tiefstlage wieder um 0,5 m unter Tideniedrigwasser liegen. Es scheint bereits optisch so, dass mit der jüngsten Vertiefung und zusätzlichen Verbreiterung des Tideflusses ein extremeres Absinken des Niedrigwassers eingetreten ist. Daten wurden ausgewertet, hier kann man die Bestätigung der Vermutung nachlesen. Ein Trauerspiel ! ! !

Leider trifft auch die weitere Vermutung beim regelhaften Anblick der Großsaug- und -verklappbagger zu, dass in und am Rand der Fahrwasserrinne ein Teil des Laderaums gefüllt wird, um dann – nahe des Hamburger Hafens aufgenommenes – belasteteres Baggergut per Mischung „zu entschärfen“. – Kein lustiger Trick. Bereits in den 1980ern, als heutige Praktiken der Sediment“unterbringung“ unter kritsche-fachlichem Blick standen, veröffentlichte der holländische Sediment und Schadstoffexperte Wim Salomons „Out of sight – out of mind“. Es gilt weiter die im englischsprachigen Raum „Dilution is no solution for pollution“. – Das Zuweisen der Verantwortung gemäß Verursacherprinzip scheint in Deutschland auf der Strecke geblieben zu sein.

So kommt denn eine Beurteilung der Verklappung Hamburger Hafensedimente nahe Cuxhaven zu fachlich und aus der Realität belegten klaren Aussagen.

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Vom Geestrand, Wedel, runter in die Marsch. Wie anderswo wäre es „schön“, wenn sich alle an Beschilderung hielten.

Die Nonnengänse sind noch da.

Verringert an Anzahl, aber inzwischen nicht mehr intensiv von Vogelgrippe geplagt – jedenfalls wenn es nach der Zahl von Rupfungen im Gelände geht (nahe Null seit geraumer Zeit).

Marschwiesen querab Giesensand, beim Klärwerk Hetlingen.

Der eine und andere Höckerschwan kommt auch in Sichtweite.

Nasswiese Hetlingen – ein Schwan kommt selten allein, zunehmend sind Vögel paarweise zu sehen.

Zwischen Hetlingen und Holm komme ich noch an Sturmmöwen vorbei, die rastend, fressend und balzend eine Marschwiese bevölkern.

Über anderes großes Geflügel hatte ich kürzlich mit Silberreiher, Weisstörchen und Graureiher berichtet. Selbstverständlich gibt es auch hier die zahlreichen Kleinvögel, die sich meiner Fotografiererei entziehen (bzw. die Leistungfähigkeit meiner Digicam überfordern). Lerchen und Kiebitze „erfüllen die Luft“ mit ihrem Gesang und ihren Revierrufen. Aus der NABU Vogelstation wird berichtet: „Kiebitze sind zur Zeit in großen Schwärmen anwesend und Spießenten sind auf dem Durchzug. Der Weißstorch an der Idenburg ist seit dem 23.02.2022 am Nest [ah ja, gesehen] und die ersten Bachstelzen und Austernfischer sind da. “

Jede Menge Limikolen sehe ich gelegentlich in Schwärmen aussen- wie binnendeichs der Elbe.

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Vorgestern berichtete ich vom Silberreiher, der seine Fluchtdistanz nicht zu kennen schien.

Gestern trafen wir fast an gleicher Stelle einen Graureiher.

An der Elbe, binnendeichs: Unmittelbar neben der Deichverteidigungsstraße befindet sich ein tief ausgebaggerter Marschgraben, Tideniedrigwasser. – Da guckt doch wer.

Anders als der Silberreiher startet dieser Graureiher schnell von uns weg – gehört offenbar nicht zu den Mensch-gewohnten, denen man fast die Hand geben kann.

Er braucht sichtlich Distanz.

Kurz vor Hetlingen zeigen die Marschgräben das Fortschreiten der Jahreszeit. Verdunstung und Versickerung lassen die Wasserstände sinken.

Der fast unter Wasser verschwundene Betonring ist aufgetaucht.

Bald werden die Algenwatten im Graben der nährstoffreichen Weide trocken liegen.

Gegenüber spiegeln sich noch alter Deich und Häuser Hetlingens im Wiesen“see“. Zum Schlittschuhlaufen hat dessen Eisdicke diesen Winter nicht gereicht.

Kurz vor Holm – da sind doch …

Während ich auf der Karte besenderter Störche in den vergangenen Tagen verfolgte, dass Westzieher ihre Nester erreicht, Ostzieher noch nicht mit der Nordreise begonnen haben, sind – vielleicht das Paar der Idenburg – „unsere“ Störche zurückgekommen. Nicht zum erstenmal sehe ich „die Idenburger“ so frühzeitig im Jahr.

Eifrig begehen sie einen inzwischen trockenen Acker. Der eine ist fündiger als der andere, wirft regelmäßig etwas hoch und verschluckt es.

Hoffen wir mal, dass da eine gute Wahl getroffen wird, die Funde geniessbar und giftfrei sind.

 

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Wind-chill-Ostwind, nach geringem Nachtfrost radelnd bei mindestens gefühltem Frost, geht es im Uhrzeigersinn auf die Runde Hetlingen – Holm – Wedel.

Immerhin! Sonne über Helgoland – pardon, über der Helgolandstraße, Wedel.

Über den Marschgraben Langer Damm sehe ich hinterm Elbdeich wandelnde Hochhäuser.

Binnenelbe, Tideniedrigwasser minus 0,5 m – fast leergelaufen.

Wenn man sich überlegt: Durch den „Verlust“ an Wassertiefe durch die Baggerungen der Seeschifffahrtsrinne, fortwährende Vergewaltigung der Elbe, ist das Tideniedrigwasser seit den 1970ern um ca. 1,60 m gesunken (pro Meter weitere Elbvertiefung „verlor“ man Teile der teuren Tat – die Elbe fliesst bei härterem Strömungs-Regime stärker Richtung Nordsee ab. Entsprechend hat sich die Flutströmung verschärft). Plus die gerade gesehenen 0,5 m heisst das also: Entwässerung des Umfelds um 2,10 m.

Sicher auch eine Überlegung wert in Zeiten des Klimawandels . . .

Elbdeich Fährmannssand: Ein Scheinriese? – Als „wandelnde Hochhäuser“ sah das von fern doch beeindruckender aus.

Rangezoomt – so richtig voll sieht der Containerfrachter ja nicht aus. – Igitt, was für eine Farbe – was man nicht alles für ein Alleinstellungsmerkmal tut. ONE Hannover heisst das Teil, mit 336 x 45,8 m keiner der ganz großen, mit 12,5 m Tiefgang aber durchaus fordernd.

Dem fortwährenden Größenwahn entsprechend arbeitet nebendran unermüdlich der Saug-Klapp-Bagger Ulenspiegel (Schiffsinhalt geht Richtung Elbmündung, Nordsee).

Cuxhaven freut sich nicht drauf.

Und während ich so an der NABU Vogelstation Wedeler Marsch vorbeiradele …

… steht da doch ein Silberreiher herum, dem niemand seine Fluchtdistanz mitgeteilt hat. (Oben links zu ahnen: ein Gänseschwarm.)

Während ich immer näher komme, wandert der Silberreiher dann dochmal los.

Schritt für Schritt …

… bis er dann doch ein Einsehen hat. Er muss …

… ein Stück weiter weg.

Vor Hetlingen zeigen sich entwickelnde „Segel / Fähnchen“, an Binsenstängeln gehaltene Algenmatten, den sinkenden Wasserspiegel der Feuchtwiesengräben.

Richtung Ende März ist derzeit durchweg „trocken“ angesagt. Ab der zweiten Märzhälfte sollen die Temperaturen Richtung und über 14 Grad steigen. – Frühling …

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