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Archive for the ‘Reisen’ Category

Im Beitrag vom 6. Mai hatte ich gemutmaßt, dieses, unser Corona-Jahr sei ein Maikäferjahr.

Heute …

… gehen wir aus der Haustür Richtung Fahrräder und – ich bekomme einen Maikäfer gezeigt. Der hatte sich wohl in unserem Eingang durch Nachtbeleuchtung verflogen. Jetzt sitzt er in der Hecke.

Gegen Ende der Radtour stoppe, drehe ich – vom Boden des Fuß-/Radwegs im Grünen hebe ich einen Maikäfer auf, stecke ihn in die Jackentasche. Weiter geht`s.

Auf normaler Straße aufgelesen – ein Weibchen.

Gleich danach ein Männchen.

Irgendwie erinnere ich das, gucke zur Sicherheit noch im Internet nach: die Weibchen haben kleinere Fühler mit 6 Blättchen, die Männchen größere mit 7.

Nochmal von der Seite, wie Foto 1.

Weibchen, versorgt mit frischen Blättern (plus einem großen, angefeuchteten Blatt), in der Box.

3 mehr oder weniger agile Maikäfer sind nun bis heute Nachmittag eingesperrt.

Dann werden sie bei Familienbesuch (Abstand!) begutachtet und anschliessend in einer Hecke freigelassen.

Mögen genügend Maikäfer unseren Autoverkehr (und übersaubere Gärten sowie die giftangereicherte Agrarlandschaft) überleben und für die nächste Generation sorgen!

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Da kam ein Hinweis, wer so viel Bachlebensraum verbessert, müsse auch mal wieder sein altes Hobby ausüben … – Also gut.

Ein Bisschen Bewegung kann nicht schaden – Anwandern durch vielfältige Landschaft, hier mit alten Zeuginnen der Vergangenheit.

In Bachnähe schlagen die Erlen aus. Im Hintergrund steht eine Eiche, Totholz, das die darauf ausgerichtete Natur noch Jahrzehnte nutzen kann.

Ein kleiner Bach im Norddeutschen Tiefland. Wir haben mal wieder Niedrigwasserabfluss, sieht fast wie ein Stillgewässer aus.

In weniger baumbestandenen, übermäßig belichteten Bereichen zeigen sich typische Negativfolgen – fädige Grün- und Blaualgen bilden dichte Bestände, die in langen Zotten im Wasser und auf dem Grund flottieren.

Dieses Übermaß an nicht verwertbarer Biomasse führt beim Absterben zu Sauerstoffmangel – ggf. bis hin zu Todeszonen.

Hier aber, rings um den Bach und insbesondere in den Zweigen der toten Eiche, tobt das Leben. Aus dem Wasser geschlüpfte Köcherfliegen vollführen ihren Hochzeitstanz – zu Hunderten.

Vorsichtshalber habe ich zweimal „blindlings“ in die Eiche fotografiert und wundere mich, wie diese ca. 1,5 cm langen Insekten zu sehen sind.

Ortswechsel, bachab.

Eine unserer Paradestellen, bekiest. Hier war die Kiesbank plan auf den Gewässergrund gelegt worden. Nach dem zweiten Winter, nach zweimaligem Belaichen durch Meerforellen, hatten Fische und die Eigendynamik des Bachs bei höherer Wasserführung diese Rausche entstehen lassen. – Jüngst wurde sie von Flussneunaugen wieder „neu“ gestaltet, als diese intensiv darin laichten.

Weiter bachab geht, nach vielen kleinen Exemplaren, ein etwas größerer Flussbarsch an die Angel. Der hohe Rücken zeigt sehr gute Nahrungsbedingungen und hervorragendes Abwachsen. Der flache Bauch ist das Ergebnis des offenbar schon stattgefundenen Laichens. – Glück muss der Fisch haben, er soll sich erstmal wieder dick futtern.

Kurz nach Sonnenuntergang – schnell sind 1,5 Stunden verflogen.

Zeit, nach Hause zu fahren.

Schönes Erlebnis beim Heimfahren in der Dämmerung: Es klopfte so bei 4mal laut ans Auto – große Käfer bzw. Nachtschmetterlinge wurden meine Opfer (nein, das war nicht das schöne Erlebnis). Als ich so nachdachte, dass da doch Nutzer sein müssten, erlebte ich 15 (!) im Schwarm zwischen den Chausseebäumen jagende Fledermäuse über mir! – Danach noch vereinzelt, die letzte kurz vor Erreichen unserer Tiefgarage: ca. 3 m über dem Auto „stand“ eine Fledermaus flatternd – musste wohl eine gerade geschnappte Beute verarbeiten. Auch ich erlebe das nicht alle Tage – toll !

 

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… und mit ihm Monat-spezifische Verkehrsopfer.

Immerhin scheint stellenweise die Larvenentwicklung bis zum Engerling und die Verwandlung über die Puppe zum erwachsenen Maikäfer noch möglich. – Mögen da Überlebende auch 2020 zur Vermehrung beitragen!

Schönes Frühlingswetter, morgenkühl bei stärkerem Nordwind – für „gut Rückenwind“ hinter dem Elbe-Hauptdeich radele ich mal wieder die Tour Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel.

Holm – Buntes Vieh auf bunten Weiden.

Der Graureiher akzeptiert mich Dank Tarnung durch Knick-Grün.

(Junge (?) Kolk- (?)) Raben hatten offenbar Silbermöwen geärgert, vermutlich ihr Gelege bzw. Jungmöwen zu scharf angesehen. – Das haben sie nun davon, vertrieben mit Zwischenstopp auf Hochspannungsmast.

Die Silbermöwen landen nach Luftjagd und -kampf auf dem alten Elbdeich.

Ein Bisschen Ruhe.

Auf zu neuen Taten.

Richtung Hetlingen stehen 4 Störche auf der Wiese – führen die Idenburg-Brüter bereits ihre Jungen aus?

Ein Schaf – nackig – grüßt vom alten Elbdeich Hetlingen.

Da kommt auch die ganze Herde – nackig. Eisheilige und Schafskälte sind für diese Zeit altbekannte Begriffe.

Da soll mich doch der Teufel … – gehörntes Schaf auf dem Elbe-Hauptdeich Hetlingen.

Der Teufel bleibt ganz cool.

Hinterm Deich saust ein Austernfischer aus dem Bildbereich.

Das sind keine Schwimmblattpflanzen auf dem Kleisee an der NABU-Vogelstation – Massen Nonnengänse bevölkern Wasser- und Marschwiesenfläche.

Nochmal in anderer Ansicht.

Blick über die Elbe bei Fährmannssand – auflaufend Wasser, ca. 1 m über Tnw.

Auf dem Programm steht: Vordeichgraben ausbaggern.

Wie eine saubere Reihe riesige Kuhfladen – LandArt! Der Bagger legt einen Schlickhaufen neben dem anderen an.

Auch 2020 jede Menge Zwillingslämmer.

Blick von der Westmole des Schulauer Hafens über die Elbe. Vorn ist die scharf auflaufende Flut zu erahnen.

Die Elbe zeigt sich in diesen, unseren Corona-Zeiten ziemlich schiffsleer – ziemlich oft.

Das alte Hafenmeisterhaus auf der Ostmole – bald Historie, Hotel- und Ostmolenausbau laufen an.

Die auflaufende Flut und der von Nord auf die Hafenfläche blasende Wind gestalten wechselnde Wellenmuster.

Sumpfdotterblumen an der Tide-Wedeler Au / Binnenelbe, unmittelbar vor dem Übergang von der Marsch in die Geest.

Ein Stockentenerpel schillert in der Sonne.

Da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ein gutes Motto – nicht nur für diesen Tag!

 

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Tour am ersten Mai, sonnig.

Tour am ersten Mai, sandig.

Tour am ersten Mai, steinig.

Tour am ersten Mai, naturnah.

Tour am ersten Mai, beschissen.

Ich werde mal die Spezi-Fachwelt fragen, ob das vom Otter stammt. Bei aller Liebe, zum Fährtensucher per „Losung-Riechen“ (der Schiet soll sehr spezifisch riechen – ich glaub`s gerne) wollte ich mich nie fortbilden lassen. Dafür finde ich zu oft zu schöne Fußabdrücke!

Tour am ersten Mai, kugelrund.

Dazu eine kleine Geschichte „ut miene Stromtied“: Vor einem internationalen Kongress zu (überall auf der Welt allzu giftigem) Baggergut führte ein US-Kollege einen niederländischen Freund und mich über ein Spülfeld mit Giftschlamm. Das sah prima aus (wenn man das Wissen um den Giftschlamm mal weglässt), hatte sich von Flüssigschlamm über Bodenbildung und Sukzession vielfältig begrünt. Mir fiel auf, dass die beiden Vorauseilenden sich oft bückten, besprachen. – Nach einer ganzen Zeit sah ich etwas Weisses, nach dem sie sich bückten, es aufhoben und in einen Beutel steckten. – Igitt, Pilze von einem Spülfeld?!? Wenn etwas giftig angereichert ist auf solchem Grund, sind es Pilze … – Langer Rede kurzer Sinn: Gesammelt wurden Golfbälle (!), in großer Zahl. Die Aussage dazu (wenn man`s weiss, immer wieder bestätigt): Irgendwie ist es das Schicksal eines Golfballs, letztlich auf einem Spülfeld zu landen. [Und die Auflösung dieses Rätselhaften???]

Zurück zum 1. Mai 2020.

Tour am ersten Mai, turbulent.

Tour am ersten Mai, rasend.

Tour am ersten Mai, belebend.

Im gelben Kreis sind zwei Laichkuhlen von Flussneunaugen sichtbar.

Tour am ersten Mai, berauschend.

Das Vorstehende fand per Anfahrt mit Pkw im Kreis PI statt.

Am Nachmittag folgte eine sonnige Radtour in Wedel, Stadt mit frischem Wind.

Tour am ersten Mai, zufrieden – vor dem Gewitterguss trocken zu Hause!

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Im Januar hatten wir uns eine Strecke der ländlichen Mühlenau, Ellerbek, angesehen. Extreme Erosion gefährdete einen Pferdebetrieb, an anderer Stelle fand extremer Sandeintrag von einem Steilhang statt, provoziert durch Besucherdruck – Menschen, Hunde und Pferde. Hier verabredeten wir Entschärfung sowie Lebensraumverbesserung in der Gewässersohle durch Kies.

Extreme Steilhangerosion mit Sandeintrag in den Bach, vorwiegend provoziert durch Besucher mit Hunden und Pferden.

Steilhangerosion entlang landwirtschaftlicher Nutzfläche sowie Gefährdung von Uferbäumen.

Jeweils 2 Lkw Kies standen bereit.

Ein Teil von Lkw 1 schützt nun eine ältere Eiche.

Dasselbe von bachauf gesehen, die Eiche wird von der diesseitigen Buche verdeckt.

Grundstücksabriss und Gefährdung landwirtschaftlicher Gebäude sind durch Kiesdepot und Lenkbuhne (Unterwasserlenker) aus Lkw 2 gestoppt.

Die Hauptmenge von Lkw 2 ist bereits zum Unterwasserlenker geformt.

Wie aus bisherigen Beiträgen hier im Blog bekannt, werden solche standorttypischen Moränenbestandteile gern und schnell von Wirbellosen besiedelt, Fische und Neunaugen nehmen sie dankbar als Laichplatz an.

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Der Krückaupark, Elmshorn, liegt in der Aue der Krückau, die sich hier im Tidegebiet befindet. Dem „planen“ zweiten Teil der Ebbe, da fliesst das Wasser als Bach, setzt sich die Flut auf, die je nach Wind- und Elbe-Verhältnissen (im Extrem: Sperrung des Krückausperrwerks bei Sturmflut). Der Pegel „Hafen Elmshorn“ spiegelt die Verhältnisse der Krückau im Park.

„Normal“ wäre die Krückau hier von einem feuchten Tide-Auwald mit spezieller Vegetation und Tierwelt charakterisiert. Glücklicher Weise sind ihr Mäander belassen worden und in vielen Teilen auch standorttypische Bäume und andere Vegetation. Dass sich auch der Otter hier wohlfühlt, habe ich im Beitrag vom 26. April belegt. – Der Begriff „Park“, und das in einer Stadt, wird allerdings durch viele große, offene Flächen wie leider auch Uferpartien (mit Überwärmen des Gewässers) im Sinn der bekannten Forderungen nach freier Sicht und Sichtachsen ausgefüllt.

Ok, verglichen mit anderen Städten hat Elmshorn das ganz gut gemacht. Die in vielen Teilen naturnahe, mit zahlreichen Wander- und Radwegen erschlossene Fläche kann genossen werden. – Ich starte mal mit Verbesserungsfähigem.

Entbaumte Uferpartien sind übermäßig besonnt, die Ufer erheblichem Bodenabtrag (mit Baggernnotwendigkeit anderswo) ausgesetzt.

Buschweiden übernehmen gern solche Partien, wachsen den Abflussquerschnitt zu und beschatten aufgrund ihrer Wuchsform den Boden total, störend. Uferhalt geben sie aufgrund ihrer Flachwurzeln nicht.

Wo parkartig standortfremde Bäume auf Distanz zueinander gepflanzt wurden und Wege dicht am Ufer verlaufen, sind Probleme aufgrund der Gewässerdynamik vorprogrammiert.

Bei Überbreite und Übersonnung stellt sich die Krückau bei Tideniedrigwasser fast wie ein flaches, verschlammtes Stillgewässer dar. Die Kraft des Fliessgewässers und die sommerliche Kühle sind ihr genommen.

Öffentliches Grün mit standorttypischer Natur vs. Privatflächen – Stadt am Bach, charakterisiert z.B. durch Trauerweiden.

Mix aus offenen Parkflächen und Baumbestand – vielfältig in Zeitabfolge und Farbe ergrünen jetzt Weiden, Traubenkirschen, Pappeln, Erlen und vieles andere.

Die Vielfalt des Krückauparks beeindruckt, Problempunkte gilt es zu erkennen – Verbesserungen lassen sich aus den naturnahen Situationen ableiten.

Alte Baumweiden mit Blattaustrieb.

Pappeln folgen später.

Erlen, Eschen, Baumweiden und Traubenkirschen, letztere gerade in Blüte – der Weg bedrängt die Bäume allzusehr.

Blühende Traubenkirsche, Prunus padus (die heimische) – was flattert da zahlreich um die Krone?

Umweltberater kennen die Antwort auf die Frühlingsfrage „Massenhaft Fliegen, schwarz mit langen Beinen – muss ich etwas dagegen tun?!?“ – „Das ist ein saisonales Phänomen, das Schwärmen der Markushaarmücke, Bibio marci. Die ist vollkommen ungefährlich und gehört hier hin.“

Leider nur als einreihiger Baumsaum erhalten, daher allzu linear: Eschen, Erlen, zum Freiraum ein blühender Ahorn. – Optimaler Uferschutz und Grundlage standorttypischer Lebensraumvielfalt am Fliessgewässer.

Halbschatten durch Erlenbewuchs am Uferrand.

Die Erle sichert das Ufer, da ihre Wurzeln – im Gegensatz zu anderen Bäumen – senkrecht auch in nasse Böden vordringen. Hier im Foto flottieren die wasserseitigen Wurzeln in der Strömung und bieten Fischen „ein Dach über dem Kopf“ und anderen Organismen dreidimensionale Lebensstätte.

Wo die Ufer halbwegs wasserseitig besiedelt werden können, stellt sich die Erle ein – möge sie im Wachstum ungestört bleiben.

In den bei Ebbe trockenfallenden Flächen sind im auwaldartigen Teil des Parks die Wurzeln anderer Bäume, hier Weiden, als Erosionsschützer in waagerechten Partien zu bewundern.

Schnell ist meine Zeit vergangen – ich kehre über den urbaneren Parkteil mit Stadion, Badeanstalt und Elsa-Brändström-Schule zum Auto zurück.

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Der Krückaupark in Elmshorn ist sehr vielfältig, die Krückau durfte etliche Windungen behalten und ist von standorttypischen Bäumen begleitet (dazu folgt demnächst ein eigener Beitrag), es gibt sogar kleine, naturnahe Auwaldbereiche mit Vertiefungen und Feuchteunterschieden. An anderen Stellen, mit Baumverlust (oder -vernichtung) sehen aufmerksame Beobachter, wie ein Gewässer Qualität verliert. Das folgende Foto zeigt eine unbeschattete, überheizte Partie. Allerdings ist aufgrund des Fehlens von Bäumen das Nebengewässer gut zu erkennen.

Krückau im Krückaupark bei Tideniedrigwasser und geringer Wasserführung.

Der Graureiher im Stillgewässer gegenüber wird aufmerksam.

Schnell merkt er, dass keine Gefahr droht und setzt seine Pirsch fort.

[Zum Graureiher und den Flussneunaugen an der Mühlenau, Pinneberg (vgl. Beitrag vom 12. April 2020), gibt es übrigens inzwischen einen kleinen Film bei erutario.]

Das scheue Teichhuhn bleibt lieber im Hintergrund.

Schlaue Rabenvögel gucken sich auf den bei Ebbe trocken gefallenen Auwaldflächen um – offenbar ein interessanter Futterplatz (sitzen die Lücken zwischen Wurzeln und Totholz voller junger Wollhandkrabben?).

Wander- und Radwege durchziehen das Gelände, meist lohnt es, von Brücken mal nach links und rechts zu gucken. – Und …

… den Blick nach unten sollte man nicht vergessen. Kein Wunder bei dieser Vielfalt von Kleinlebensräumen: Spuren vom Fischotter (und vom Graureiher) auf frei gefallener Gewässersohle bei Ebbe.

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Das günstig am Vormittag liegende Tideniedrigwasser nutze ich, die Krückau in Elmshorn näher kennenzulernen. Gut geparkt am Buttermarkt geht`s los.

Angekommen.

Ein Schild – Fische! – erregt meine Aufmerksamkeit.

Na ja, vielleicht hätte man nochmal draufgucken sollen, ob Karpfen, „Goldbrassen“ ! und Scholle (gemeint ist sicherlich die Flunder) oder vielleicht besser andere Arten ausgewählt worden wären.

Aber so als Skulptur macht sich das wirklich gut.

Blick von der anderen Seite der Brücke Richtung Elbe – Elmshorns Hafen. Das Tideniedrigwasser lässt das Krückau-Süßwasserwatt (oder sagt man „die starke Verschlickung des Hafens“?) gut erkennen.

Wieder rüber, bachauf. Der Skulpturengarten, klein, aber fein, startet am Torhaus.

Skulpturengarten (dazu gibt es auch ein Faltblatt) und Torhaus sind vor einem Stadtbummel einen Besuch wert (ich aber bummele nicht durch die Stadt, sondern erkunde die Krückau und ihr Umfeld).

Ganz hinten erkenne ich mein Ziel – deshalb bin ich eigentlich hier.

Mann mit Fisch, interessant – sowas kenne ich bisher nur aus Holz.

So sieht man besser, dass es sich um die Skulptur „Fisch und Mann“ handelt.

Genug gesehen – Parkplatzwechsel, es geht in den Krückaupark.

(Und während ich über „Fisch und Mann“ bei Anke Bunt nachlese, taucht da die „Taucherin“ auf, die ebenfalls in Elmshorn stehen soll. – Verflixt, wo ist das denn?! – Tja, oben im Hafenblick ist sie schon, unerkannt, übersehen. Deshalb hier ein Ausschnitt.)

Da ist sie ja.

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HuSt, und das in diesen, unseren Zeiten? – Keine Angst, gemeint sind die bei Leserinnen und Lesern dieses Blogs hinlänglich bekannten „Hölzchen und Stöckchen“ zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Bächen und kleinen Flüssen (vgl. Auswahlstichwort rechts im Blog unter „Kategorien“).

Im Grenzbereich zwischen Elmshorn und Kölln-Reisiek macht die Krückau, überbreit, eine scharfe Rechtskurve. Dort hat sie extrem erodiert und Massen von Boden ins Gewässer eingetragen. Das finden der Grundstückseigentümer, der Flächennutzer und der Wasserverband nicht gut. Aus Sicht des Gewässerschutzes ist der Boden in der Krückau ebenfalls nicht willkommen.

So steht jetzt die Idee, mit einem auf 4 Punkte (Lenkbuhnen) aufgeteilten Lkw (25 t Kies) die Kurve zu entschärfen. Das wird bei günstiger Gelegenheit später in diesem Jahr erfolgen.

Um auch die kanalartig folgende, überbreite Strecke zu verbessern, wollen wir einen Test mit Treibselsammler („HuSt“) durchführen. Tidebereich: das ist neu für uns – wird das funktionieren?

Das Umfeld wechselt seinen Anblick, es gehört zum Überschwemmungsgebiet der Krückau im Tidebereich.

Am 31. Januar 2020 sah das Gelände hier noch so aus. Die Krückau fliesst mittig am Horizont zu und von dort direkt nach links ab. Frühjahrshochwasser 2020.

Das Hochwasser verschwand nach Ende von drei bemerkenswerten Niederschlagsperioden Mitte März (man wundert sich heute angesichts herrschender Trockenheit …).

Sowohl hier als auch an den Pinnauwiesen konnte einmal mehr zur Kenntnis genommen werden, wie wichtig solche Freiflächen sind – Städte wie Elmshorn und Pinneberg würden sonst schlicht „absaufen“. Für statistisch anstehende noch höhere Niederschlagsereignisse wäre es sinnvoll, überall im bebauten Raum – von der Quelle bis zur Mündung – Versickerung und Rückhalt zu verbessern (Stichworte z. B. Entsiegelung, Freihalten von Freiflächen, Muldenversickerung, Sohlaufhöhung übertiefer Entwässerungsgräben und vieles andere mehr – das Wissen ist vorhanden).

So stellt sich die Wiese gestern dar. Sie ist vom Flächennutzer vorbereitet für die Wachstumssaison, wir können die Krückau trockenen Fußes erreichen.

Wir gehen im Corona-Trott (1+1, Abstand!).

Blick in die Krückau – oha! Wie bei solcherlei im Profil zerstörten Bächen bewegt sich „Erosionssand satt“ auf der Gewässersohle – das Leichentuch des Forellenbachs.

Abhilfe ist nötig und möglich!

Dies ist, bachab, die zweite Hälfte der Erosionskurve (wartet auf die 4 Lenkbuhnen aus Kies), dahinter die Gerade für unseren HuSt-Test.

Wir testen die Arbeitssituation – „rein“ vom steilen Uferabbruch, der Grund ist sandig-schlammig, standfest.

Eine Woche vorher waren wir bei Tidehochwasser hier. Das Foto lässt erahnen, wie die Arbeitsbedingungen wohl bei plus 1,2 m gewesen wären. Nach einmal auf die Krückau gucken hatten wir das Gelände verlassen. – Jetzt, bei Tideniedrigwasser, haben wir beste Arbeitsvoraussetzungen.

Die Haselstecken, zwischen 1,20 und 1,60 lang, werden per Hand in den weichen Boden gedrückt und dann mit einem 5 kg-Vorschlaghammer auf Endhöhe gerammt.

Die Wasserseite ist fertig.

Blick bachauf – alles fertig, zum Ufer hin lassen wir die Hölzer bis in Uferhöhe stehen. Je nach Situation der Örtlichkeit kann so neben Uferschutz auch neues Ufer entstehen.

Innerhalb einer halben Stunde sind 33 Haselstecken zu einem Treibselsammler geworden.

„33 ? – seh ich nicht auf den Fotos!“ – Das liegt daran, dass 10-15 dicht an dicht in den Uferbereich geklopft wurden, um ein Umströmen auszuschliessen.

Blick bachab.

Blick bachab aus Entfernung – der Treibselsammler ist kaum wahrnehmbar, optimal.

Da die Arbeit so gut von der Hand ging, gucken wir uns noch einen Teil des Krückauparks (keine Fotos, ein schöner naturnaher Park mit reichlich Möglichkeiten, den Gewässerlebensraum zu verbessern) und das Umfeld der früheren Wassermühle Piening an.

Wassermühle Piening – ein Beispiel des steten Wandels in der Zeit.

Flach fliesst die Krückau angesichts geringer Wasserführung bei Tideniedrigwasser durch die drei Durchlässe der ehemaligen Wassermühle. Die Durchwanderbarkeit für Gewässerorganismen ist fast über den ganzen Tag gegeben.

Überbreit und strukturlos fliesst die Krückau weiter Richtung Hafen Elmshorn, danach durch die Marsch Richtung Elbe.

Bachauf sieht es nicht anders aus – alles verbesserungsfähig. Nicht unerwähnt bleiben soll eine beeindruckend blühende alte Eiche gleich neben der Brücke – möge dieser Baum mit möglichst vielen ähnlich ortsprägenden noch Jahrzehnte erhalten bleiben!

Die blühende alte Eiche an der Krückau.

Wir werden unseren neuen Treibselsammler in seiner Wirkung beobachten, gelegentlich den Kies als Strömungslenkung und Lebensraumverbesserung in der scharfen Kurve, s.o., einbringen.

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Noch sieht die Marsch – bei pauschalem Drübergucken – nicht sehr farbenfroh aus.

Weiden haben geblüht, frisches Grün spriesst.

Aber speziell hier in der Hetlinger Marsch ist mehr …

Das war also das Ziel meines Radelns – gucken, wie weit die Schachbrett- oder Schachblumen sind.

Da sieht man dann, dass die in den vorigen Beiträgen genannten Hinweisschilder nicht für die Nonnengänse gelten, sondern Besucher lenken sollen, die Pracht zu geniessen, ohne Schaden anzurichten.

Nun blühen die so pünktlich …

In Rot-Violett …

… und Weiss.

Hahnenfuss- und anderes -Gelb bereitet sich schon darauf vor, die Schachblumenpracht abzulösen.

Weiter zum Elbdeich – gucken, was jenseits Farbe gibt.

Vor dem Elbdeich – Gelb, Sumpfdotterblumen blühen im späteren Röhrichtsaum des Süßwasserwatts.

Blick über die Elbe – Röhrichte und Auwaldstart im Bereich des Süßwasserwatts.

Zweifellos, die Natur legt nun los.

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