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Archive for the ‘Reisen’ Category

Nachdem „meine“ Efeu-Eiche des vorigen Beitrags so großen Zuspruch fand, habe ich heute Nachmittag aus einem Baum-Ensemble, Einfahrt Wedeler Autal vom Egenbüttelweg her, Baum-Silhouetten mit Efeu fotografiert.

BaumEnsemble aus Weiden, Eichen, Erlen und Birken – teils Efeu-bewachsen.

Die Efeu-Eiche.

Eine Efeu-Erle, säulenförmig, da mittendrin.

Efeu-Birken am Schluss dieser dreidimensional bewachsenen Baumpartie.

Alle diese Bäume haben eine starke Krone, teils von tief unten an lebendige Äste. Es besteht also kein Bedarf, Efeu zu kappen, gar ganze Bäume mit ihrem Bewuchs zu fällen.

Wenn ich etwas zu wünschen hätte, dann dass Grün“pflegern“ allüberall die Augen aufgehen mögen.

Solche Bäume, gar Baumpartien wie hier, bieten nicht nur Blüten und Früchte der „Träger“. Sie bieten auch die späte Nektar- und Pollenspende für Insekten sowie die üppige winterliche Nahrungsquelle aus Samen des Efeus. Alle möglichen Vogelsorten, Standvögel und auch winterlich einfallende Vorgleschwärme, z.B. Wacholderdrosseln, wissen das zu schätzen.

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Wir wollen ja nicht meckern, brauchen weiter den Regen. [Kleine Meldung aus meiner Geburtsgegend, man glaubt es nicht: NDR „Weser braucht jetzt schon Wasser aus dem Edersee“ – Manno! Der See, sonst um diese Zeit ca. 70 %, steigend, gefüllt, hat es man gerade auf 35 % geschafft!]

Wenn Radeln erwünscht ist, bleibt im Januar und zu anderen wechselhaften Zeiten das Wetter-Radar.

Und dann kommt auch schonmal ein Morgen, an dem plötzlich blauer Himmel das Regiment übernimmt, wo der Wetterbericht …

Sowas nutzen wir natürlich. Ich hänge noch eine Schleife extra-km dran.

Sehenswert, Ortsrand Wedel – die Bankette der Umgehungsschleichstrecke zeigt die Fahrweisen. Das Wetter: Sonne auf prall gefüllten Schlaglöchern.

Nach Queren der Pinneberger Straße, im Baumschulland – Fahrzeuge haben durch Bewegen der Pfützen einen zwar schmalen, aber schönen Fahrstreifen gespült.

(Das ist nicht überall so. Wo in der Vergangenheit Grüne Berufe Wetterruhe hielten, brettern jetzt Geräte jeder Art auch auf Wasser-getränkten Flächen, tragen in ihren Profilen Massen an Boden auf Fahrwege und -straßen. – Ein Bodenschutzgesetz, das (Mutter-!)Boden schützt, gibt es in Deutschland noch immer nicht.

Etwas weiter, Blick zurück – Zweistreifenweg im Gegenlicht.

Nein, Efeu bringt keine Bäume, hier Eichen, um!

Baumschulfläche in Ruhe, Morgensonne-Impression.

Eine – hier im Blog gelegentlich gezeigte – tote Alteiche zwischen Altbaumbestand und Knicks.

Im Feuchteren: Schwarzerle(n).

Die Vormittagsrunde endet sonnig.

Nachmittags, stürmisch geworden, muss auf den Himmel geachtet werden. – Und los!

„Rechts das“ ist weg, bedenkt jetzt Hamburg.

Uuuups, „links das“ (das hinten, im Norden, ist mir egal, zieht vorbei) rast weit schneller als erwartet heran.

Kein Problem, wenn Kreuzungen ermöglichen, die angedachte Tour zu verkürzen. Mit Glück hat das diesmal „erreicht den Hof mit Müh und Not“ so ziemlich geklappt.  🙂

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Junger Besuch hatte sich eingeladen für eine Wanderung in den Holmer Sandbergen. Statt wie oft üblich von Osten anzuwandern, schlugen wir eine abwechslungsreiche Berg-und-Tal-Tour vom westlichen Parkplatz her vor, weitgehend über von Kiefern überwachsene ehemalige Binnendünen.

So ging es am Start, parallel zum Hauptweg, über einen Dünengrat los.

… und runter.

Wieder oben, bizarre Sturzkiefer an Dünenkante.

Unten in der Fläche wurde ein Nurdach-Abenteuerhaus gebaut.

Wie das bei Dünen so ist, folgt eine der anderen – das Auf und Ab geht weiter.

Schneemenschen halten im Kleinklima der Dünennordseite durch.

Waldwichtel und Zauberer begleiten unseren Weg – es geht munter voran.

Und wieder hoch – Erosions(schutz)-Studie Kiefernwurzeln.

Wir sind am Feuerlöschteich angekommen. So langsam umgibt Wasser die Insel wieder ringsum.

Von „voll“ und für seine Aufgabe nutzbar ist der Feuerlöschteich aber weiterhin lange entfernt.

Ich stehe an der Wasserkante, meine Begleiterinnen oben am Uferrand.

Stamm einer Sturzkiefer – Material-, Bewuchs- und Kleinklimaunterschiede.

Eine Altbirke im Vergehen – Holzpilz und Moose.

Hinter Kiefern sehen wir einen weissen Hügel.

Das ist die freigelegte südöstliche Dünenpartie.

Auf dem höchsten Punkt beenden wir unsere Wanderung, treten den Rückweg an. Das fast flächige Weiss liegt an der Aufnahme von Norden her, zeigt kleinklimatisch bedingt die zu gutem Teil liegengebliebene Schneedecke.

Stellenweise offen gehalten werden die verschiedenen Dünenflächen durch Mensch und Tier.

Die meisten Flächen weisen aber bereits kurz nach Kahllegen schnelle Sukzession – die Natur will reparieren, da Wind-getriebene Dynamik hier nicht funktioniert.

Wir gehen zurück – vorbei an einer Sturzkiefer mit Flechten und Moos, Farn nebendran.

Und immer wieder Kleinklima, Flechten, Moose.

„Vorsicht!!!“ ruft es hinter uns.

Ein Cross-Biker rast durch feuchten, weichen Boden an uns vorbei. Um angepasstes Fahren – bezogen auf Weg und womöglich Anwesende – geht es offenbar nicht.

Querab entdecken wir eine große Stechpalme, Ilex – vielleicht Zeugnis vergangener Vegetation.

Und wieder rauf und runter – johlend nähern sich weitere Cross-Biker, uns diesmal entgegenkommend.

Was auf trockenem, festem Trampelpfad noch nebensächlich erscheint …

… stellt sich in den feuchteren, weichen Bodenpartien als zunehmende Zerstörung eines Pfads für ruhige Erholung dar.

Cross-Biker sollte man wie Reiter behandeln – für eigene Strecken ist hier kein Platz, nur feste Wege halten ihnen Stand.

Zwischen Dünen und Baumschulgelände liegt ein Reitweg.

Der wird begeistert von Pferd und Mensch genutzt.

It`s a long way … – fast haben wir das Auto erreicht.

Schnell ist die Zeit vergangen. Wir wundern uns über die gemeinsame Streckenleistung.

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Eins vorweg (aus der Übersichtskarte, an jedem Parkplatz / Zugang zu sehen):

Hier gibt es keine Hundeauslaufzone!

Eine der nächsten befindet sich nahebei im Sven-Simon-Park.

„Heide“ ist baummäßig meist verknüpft mit der Kiefer (und Birke).

„Heide“ benötigt als aus Übernutzung entstandene Kulturlandschaft regelhafte Unterhaltung („Pflege“). Die ist – da die Natur die Wunden heilen möchte – aufwändig und kostenträchtig. – Hier sieht man das an alternder Fläche, „Pflege“ wäre angesagt.

Wo der Boden es zuliess / zulässt sind auch Laubbäume zu erwarten. Davon gibt es in der Wittenbergener Heide und Nachbarflächen imposante Exemplare.

Offenbar seit langer Zeit immer wieder, dann nicht mehr genutzter, vielstämmiger Altbaum.

Die Laokoon-Gruppe, auch Schlangenbaum, Schlangeneiche – nicht nur hier, Klettererlebnis für viele Altersgruppen.

Vielstämmige Altbuche am Elbhang.

Blick vom Elbhang – Leuchtfeuer Wittenbergen, Insel Neßsand.

Am Elbhang, Rutschbahn in lehmiger Moräne.

Blick südsüdost – die Kulisse der Hafenindustrie.

Südblick – Neßsand, Harburger Berge.

Südblick, Detail – Neßsand, Harburger Berge.

Im Abgang über die Wittenbergener Heide fällt noch die eine oder andere Altbuche auf, die im alten Wurzelbereich Form- und Lebensraumvielfalt bietet, hier z.B. ein temporäres Stillgewässer.

„Lebensraumvielfalt“ – ich komme zurück auf die beiden ersten Fotos: Hunde-Phobiker sollten die Wittenbergener Heide meiden oder sehr bewusst hingehen. Die hiesigen Hundehalter sind eine ganz besondere Spezies, die nicht nur die Vorschriften missachtet, sondern bei allein freundlicher Ansprache (die Wege sind wegen der frei laufenden Anzahl Hunde teilweise nicht frei begehbar!) ein breitestes Spektrum an Antwortvielfalt bietet.

Wir als (ehemalige) Kampfdackel-Begleiter (oder -begleitete?) wissen um solch Realität jenseits des sozialen Rahmens.

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Versierte sagen selbstverständlich nicht „Eier“, sondern Laich, wenn es um Fische geht.

Lange hatten wir angesichts der anhaltenden Trockenheit mit Niedrigwasserabfluss seit April 2020 gezittert – keine Anzeichen von Laichfischen! Und das selbst nach Eintreten der Winterschonzeit (Schleswig-Holstein: ab 1. Oktober, speziell für Kieslaicher, Salmoniden).

Wo blieben die Fische?! – Damit kein Irrtum aufkommt: Die Salmonidenschonzeit gilt regulär weiter bis 28. Februar.

Und damit auch klar ist, dass Verstöße gegen gesetzliche Regelungen kein Kavaliersdelikt sind, gilt für Fischwilderei im Strafgesetzbuch eine Strafe bis zu 2 Jahre Haft, Einzug der Fischereigeräte vorweg, selbstverständlich. – Schon in der Vergangenheit falsche „Milde“ von Staatsanwaltschaft und Gerichten ist vorbei, mindestens seit intensiv durch öffentliche Hand und privates Engagement Gewässerlebensräume zunehmend verbessert werden.

Zurück zum realen Jahresendgeschehen 2020.

Wie die Natur es eigentlich immer macht, sie macht, was sie will … und was sie muss.

Die Fische tauchten auf, der vorweihnachtliche Regen spätestens brachte sie nach und nach auf die Kiesbetten. Dort waren sie ordentlich aktiv und die Kiesbetten sehen z.B. so aus:

Laichkuhle und großes Laichbett – „Bioturbation“ nennt man so etwas, wenn Tierisches abgeht z.B. auf Gewässergrund.

Oder so …

Kleineres Laichbett.

Wer Glück hat und nicht stört, kann das Geschehen sogar aufnehmen.

Bitte nicht stören – Akteure sind schwer beschäftigt!

Den zugehörigen Film und weitere erhielt ich mit Nutzungserlaubnis vom engagierten Bachschützer, hier nun glücklicher Kameramann, WW aus T, SH. – Leider erlaubt dieses System kein Einstellen von Filmen. Aber ich habe eine Hilfslösung gefunden (ist doch prima, dass ich meine Homepage „salmonidenfreund.de“ dafür nutzen kann). Bitte den Ton anstellen, es wird laut.

Wie im vorigen Beitrag angedeutet, war noch das Vorbereiten für Treibselsammler in 2021 im Sinn. Es passte nochmal, gut bestückt trafen sich Engagierte an einem Knick. Unser Dank gebührt dem NABU Pinneberg, der als Grundstückseigentümer diese Aktion ermöglichte.

Und das sah dann so aus.

Am Knick, vor Arbeitsbeginn.

Der Wert eines Knicks ist nicht zuletzt an der uralten, vielfältigen Basis erkennbar.

Sägen geeigneter Stecken und Rausziehen.

Passend schneiden und von Seitenästen säubern.

Der Hänger ist voll.

Alles gesichert. – Wir haben fertig für dieses Jahr (ausser „Bäche-gucken“, selbstverständlich).

Hiermit danke ich für Interesse und Engagement und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern meines Blogs sowie allen Beteiligten an den Aktionen 2020 einen Guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und glückliches Neues Jahr – 2021!

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Der Edersee tat sich lange schwer in diesem Herbst, seinen Tiefstand bei ca. 12 % des Füllgrades angesichts der regenarmen Wochen und Monate zu überwinden. „Atlantis“ blieb begehbar.

Der Regen jüngst hat die immerhin erreichten 18 % Füllung nun aber auf 26 % steigen lassen. Mich erreicht ein Foto aus meiner Geburtsgegend.

Blick auf die Hopfenberge, links die Weisse Flotte.

Diesen Blick zeigte ich in meinem Bericht vom 6. Oktober 2020, bei Tiefstand.

Dasselbe Foto, Detail: Nun ist die Schleppbahn-Durchfahrt ca. 2,5 m überstaut, die Hopfenberge sind vom Hammerberg her nicht trockenen Fußes erreichbar.

Die Wanderung rund um die Hopfenberge habe ich am 15. Oktober berichtet.

Gespannt warte ich auf 2021 – ein herbstlicher Besuch am dann wieder leereren Edersee (es sei denn, das Jahr wird nass, füllt gar die bestehenden Defizite seit 2018 für Wald, Grundwasser, Quellen auf?!) ist hoffentlich wieder möglich.

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Nun hat es also doch noch geklappt, ausdauernder Regen (das Meiste über Nacht) brachte unsere Bäche und kleinen Flüsse erstmals seit Anfang April deutlich über den mittleren Abfluss. Hochwasser kann man die zusätzlichen Dezimeter allerdings nicht nennen. Inzwischen bewegt sich die Kurve wieder Richtung Mittelwasser und niedriger. Vielleicht stabilisiert sonntäglicher Regen morgen das Geschehen noch ein Weilchen.

24. Dezember: Glitzer beim morgendlichen Blick aus dem Fenster, kein geschmückter Baum – die Nässe an einem Feldahorn spiegelt die städtische und weihnachtliche Beleuchtung.

Der Regen füllt inzwischen immerhin etwa die halbe Fläche des Pferdetümpels. Volumen-bezogen fehlt noch weit mehr.

Drei junge Highland-Bullen im Wedeler Autal grasen nun in einer Seenlandschaft. Es wird Zeit, sie anderswo unterzubringen.

Historisch(groß)e Spitze auf fertig geschmücktem Dauer-Weihnachtsbaum, drunter und davor begeisterte Diverses Jung und Alt.

Tags drauf war es morgens weiss.

Ganztagssonne brachte wohl alle nach draussen – wir wieder früh vorneweg.

Raureif in der Krückau-Aue.

Diesen Wurm frisst nur der frühe Vogel – bzw. das Dampfen des Moränenhangs mit waagerecht heizender Sonne (bei Frost) ist sehr eindrucksvoll – aber nur kurzzeitig erlebbar.

Noch bestimmen tödliche, bewegte Sandzungen die längsten Strecken unserer Bäche – das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist – auch jetzt, 5 Jahre nach Fristablauf! – längst nicht erreicht.

Dafür erfreuen kleine Laichbetten auf jüngst eingebrachtem Kies.

Es sind auch grosse zu finden.

Ob nun das kleine von Bach- und das grosse von Meerforellen stammt, muss erstmal offen bleiben. Vielleicht wird noch daran gearbeitet (ohne weitere Veränderung könnten auch beide von Bachforellen stammen, falls die Wanderfische noch nicht hier angelangt sind).

Sehr schön haben auch „Transport-Punkte“ bei höherem Abfluss gewirkt. Der Kies ist wie erwartet stark bewegt worden.

Nachmittags-Radeln, Optik zwischen Geest und Marsch: Die Sonne scheint bereits südlich des Geesthangs unterzugehen. (Wer an der Kante steht – oder wohnend aus dem Fenster guckt – kann sicherlich noch eine halbe Stunde bis Sonnenuntergang aushalten.)

Angesichts der tief stehenden Sonne sind die Eisstrukturen auf dem Pferdetümpel gut erkennbar.

Der Wetterbericht bereitet uns auf Sturm vor. Mal abwarten, ob der von der Nordsee bis zu uns findet.

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Nachdem das am Sonnabend vor dem 1. Advent mit den Hamburger Blondies so gut geklappt hatte, wollten die inzwischen eingetroffenen Berliner Blondinen die für ihren weihnachtlichen Aufenthalt angesagten wenigen Sonnenstunden auch gern auf dem Hohen Elbufer geniessen.

Wie weit wir da kommen würden, sollte die Situation ergeben.

Montag nach dem 1. Advent – also wieder morgens hin, zum P am Kohlekraftwerk Wedel – schön leer!

Ja, und dann … – stellte sich heraus, dass der mitgebrachte Roller ein Zaubergerät ist. Der Fotograf immer im Hintertreffen! 🙂

Wetter und Blick – einfach phantastisch!

Blick auf Neßsand.

Polizei-Patrouille Ericus macht Wellen – bis zur Landesgrenze (kehrt, und gleich wieder zurück).

Auch auf dieser Tour geht`s bergab – Pause zum Bestaunen des Elbhangs.

Oben beeindrucken eine Alteiche und der Kopf des oberen Leuchtfeuers die Gäste.

Vor dem Kraftwerk baggert Hopper Bonny River.

Baum-Silhouette Kopfweide, strubbelig.

Kopfweiden, entstrubbelt.

Möge dies Ausdruck einer Variante des Beschneidewahns „freie Sicht für freie Bürger“ sein – und nicht nur eine Pause der Arbeiten. In Zeiten von sinkender biologischer Vielfalt, speziell Insektenschwund, sollte (langsam?!) auch Letzten klar werden, dass solcherlei „Sauberkeit“ die Frühjahrskätzchen, so wichtig für Insekten, minimiert.

Ungeahnte Strecke gemeistert, dank Roller! Wir kommen am Leuchtturm Wittenbergen an.

Und es soll am Strand weitergehen!

Wir sind noch früh. Es stellt sich heraus, dass der bereits gut gefüllte Parkplatz hier (und das an einem Montag!) offenbar recht frisch vollgelaufen ist. Menschen (und Hunde) sind weitestgehend auf dem Weg ostwärts – wir bleiben ziemlich unter uns.

Sandstrand am Anleger Wittenbergen.

Wir dürfen nicht die Spuren (zer)stören …

Rippelmarken, die Berlinerinnen an einem Wasseraustritt, „Quelle“.

DER Hingucker ist wie jedes Jahr die in der Morgensonne leuchtende, Weihnachtskugel-behängte Weide.

Für uns nach dem Anmarsch von Wedel ist das auch eine gute Wendestelle.

Hopper Ijselldelta strebt dem Hafen Hamburg zu – hat ihren Inhalt, gebaggert in diversen inneren Häfen (möchte mal wissen wie viel Schadstoff da im Schlick ist!) wie üblich an der Landesgrenze bei Ebbe verklappt.

Der entleerte Hopper ragt hoch am Horizont.

Das Erforschen eines Burgkellers ist mal etwas Neues.

Hagebutten und wuschelige Clematis-Samen beeindrucken am Leuchtturm.

Anders als mit den Hamburger Blondies wählen wir den unteren Weg Richtung Wedel. Der ist glatt – und rollernd sehr gut befahrbar. Schnell kommt das Kraftwerk in Sicht. Hopper Bonny River dreht, für eine neue Vertiefungslinie.

Fast am Krafwerk – ich immer hintendran. Wen auch immer die junge Eiche rechts stört, die mit ihrem Wuchs unterschiedliche Lichtsituationen ihres Lebens zeigt – sie ist markiert, wohl nicht mehr lange hier sichtbar. (Grrrrrr …. !!!!)

Oha, wie lange waren wir nicht hier unten? Sollte sich am Kraftwerk Neues ergeben, gar der Elberadweg waagerecht durch das Betriebsgelände fortgeführt werden?

Bislang fluchen hier regelmäßig Langstreckenradler mit Gepäck. Dem Hörensagen nach steht in keiner Beschreibung, dass hier in Wedel das Kraftwerk über diese steile Rampe hoch umquert werden muss.

Für uns ist das klar – oben steht das Berliner Auto.

Da ergibt sich für mich doch einmal die Situation, heute Morgen erster zu sein. Die Berlinerinnen wurden durch Hundefachgespräche beschäftigt, haben seit einiger Zeit gelegentlich einen Ausführhund.

Zu Hause werden die Funde gewaschen – Muscheln, wohl 3 Neozooen-Arten (Dreikant- und Zebra- sowie Körbchenmuschel). Daneben vermutlich ein Stück Herzmuschel – und ein Stein.

Offen bleiben muss, ob das Herzmuschelschalenstück „Abfall“ von Strandbesuchern oder inzwischen angesichts krasser Elbvertiefung vom Flutstrom im Geschiebe transportiertes marines Material ist.

Die frage nach der Herkunft, Stichwort „Abfall“, stellte (s)ich ja bereits im Beitrag vom 12. Dezember 2020, Sandklaffmuschel und Auster in der Krückau.

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Am Sonnabend vor dem 4. Advent nutzen wir das Sonnenwetter, geniessen mit dem Hamburger Familienableger das Hohe Elbufer.

Kaum starteten wir am Parkplatz östlich des Kokel-, pardon Kohlekraftwerks Wedel, kommt der Containerfrachter Cartagenia Express, 333 x 48 m, Tiefgang 11,3 m, HH-hafenwärts, in Sicht.

Schnell konkurriert der mit der tiefstehenden Morgensonne.

Wir steigen ab.

Der Frachter wird schnell kleiner.

Immer weiter zu bewundern: Ein Beispiel menschlicher Hybris, der Otto-Schokoll-Höhenweg, angelegt an bewegtem Moränenhang.

So ein Moränenhang lebt – mit dem Wetter, den Jahreszeiten, dem Wasser …

Und so kommt es bzw. kam es, wie es immer kommt, wenn der Mensch „mit Hartem“ an Bewegtem arbeitet. – Den Moränenhang interessiert Menschenwerk nicht. Der Weg ist seit Langem gesperrt, Alternativ-Ideen sind in Diskussion. Eine ist teurer als die andere.

Schlau wäre es, den Hang in Ruhe zu lassen. Man könnte auch gern auf einer solchen Strecke auf Fernsicht verzichten und die den Hang stabilisierende Bewaldung wieder zulassen. (Wir wissen, das widerspricht dem Freigeist, der Sichtbeziehungen, gar durchweg Fernsicht fordert.)

Es ist zu fürchten, dass menschliches „Streben“ auch weiter wesentliche Ursache für Rechnungshof-Monituren bleibt.

Gut angelegt dagegen ist das Geld für die jüngste Ertüchtigung der Leuchttürme an der Elbe, hier das Leuchtfeuer Wittenbergen, unten.

Wenn das man hält – die jüngste Elbvertiefung liess das Zehner-Meter-tiefe Fahrwasser dicht an den Elbhang rücken.

Wir gehen wieder hoch.

… sinnieren über den Begriff „Wittenbergen“ – hier sichtbare „Berge“ sind durchweg „geel“-gelb, lehmige Moräne mit Buchenbestand. Die „witten“ flussbegleitenden (Sand-)Dünen würden Kiefern tragen.

Und höher geht`s.

Elbblick von ca. halber Höhe. Knubbels am Hang lassen frühere Rutschungen erahnen.

Oben steht das Gegenstück zu „unten“, das Oberfeuer Tinsdal (Rissen).

Südlicher Blick durch Buchenbestand zur Oberkante des Elbhangs.

Hoch oben – Erinnerung, verankert.

Der Parkplatz hat sich gefüllt – nix wie weg!

Tags drauf – am vierten Advent kämpft die Morgensonne mit hochnebelartiger Bewölkung.

Morgendliche Radtour, Weihnachtsbaum-Hinweise …

… allüberall …

Nicht zu übersehen.

Jegliche Farbvarianten sind möglich – ich belasse es damit.

Mittags wird der Berliner Familienableger erwartet.

Gut angekommen.

Der langzeit-genutzte Tannenbaum aus dem Keller trägt schon eine erste (Berliner) Glocke.

Auch aus dem Keller: die Rose von Jericho. Die wartet schon lange auf Wasser.

Und siehe da …

Wunder gibt es immer wieder!

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„Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.“

So leitete ich den vorigen Beitrag über Muschelfunde in der ländlichen Krückau ein.

Wir prüften alle ca. 60 Kies-Depots auf erosionsschützende Ufersituation, versahen einige mit Unterwasserlenk- und -laichfläche.

Wir, das waren die ABC-brothers und ich. Vielleicht ulkig, aber die Vornamen der drei Bach-Spezis fangen tatsächlich mit den 3 ersten Buchstaben des Alphabets an.

Das noch unnatürlich überbreite, flach von Erosionssand bedeckte Bachbett wird durch die Arbeiten naturnäher strukturiert.

Beispiel für eine neu angelegte Unterwasserkiesfläche. Sie dient als Lebensraum und Laichplatz, führt durch Einengen am anderen Ufer zu tieferer Rinne mit Verstecken.

An einigen Stellen hat Anlegen des Kies-Depots allein bereits zu solch tiefer Rinne mit Uferunterständen geführt.

Wo Depots nicht bündig am Ufer anliegen, wird das nachgearbeitet. Hochwässer würden sonst durch Umströmen unnötig Landverlust und schädliche Erosionsfracht herbeiführen.

An solchen Stellen mit Erlenjungwuchs am gegenüberliegenden Ufer bleiben die Depots zunächst unberührt. Die Jungbäume sollen erst einmal richtig Fuß fassen.

Ein in der Vergangenheit frei erodiertes Rohrende (so lang und länger bzw. breiter ist entsprechend der Uferverlust!) wurde während der Gewässerunterhaltung kürzlich an Land geholt.

Uferverlust, durch Haselstecken symbolisiert – die punktuellen Kiesschüttungen erreichen also man gerade ehemalige Uferlinie wasserseitig (dort endete das nun an Land liegende Rohrstück).

So sehr wir Totholz schätzen und so sehr es in unseren Gewässern noch fehlt – hier steckten 3 lange Äste quer. Dadurch wurde an beiden Ufern extrem erodiert. Wir nehmen sie deshalb ausnahmsweise aus dem Bach.

Jung-Erlen und Kies-Depots in einer Kurve.

Wir gehen die Strecke der ca. 60 Schüttstellen zurück und sehen uns die Wirkung unseres Tuns an.

Bachab der „Besucherkurve“ mit extremem Sandeintrag sind etliche Depots angelegt, um Ausufern zu stoppen und abwärts stehende AltErlen schützend zu erhalten.

„Besucherkurve“ – eine historisch gern besuchte, illustre Bachbiegung, heute von zuviel „Naturliebhabern“, (allzu oft frei laufenden) Hunden, gar unvernünftiger Reiterei heimgesuchte Stelle.

Eine weitere Unterwasserlenkung leitet die Strömung an den extrem frei erodierten, ehemals gefährdeten AltErlen vorbei.

Multifunktion – Erlensicherung, Ruhezone, Lebensraum, Laichplatz, tiefe Stromrinne. So sieht Dreidimensionalität im Bach aus.

Ähnliches andernorts – die Buche am anderen Ufer haben wir teilgesichert.

In der Strecke – standorttypische Wasser- und Uferpflanzen finden nun ebenfalls eine Vervielfältigung ihrer Ansiedlungsmöglichkeiten.

Kies-Depot zu Rausche / Laichplatz, Folgekolk entwickelt sich.

Gegen Ende der Restaurierungsstrecke sichern wir die Sohllage durch eine flächige Rausche.

… und bekiesen am letzten Depot die ungesicherte Uferseite der beginnenden Wiesenstrecke. Das Entwässerungsrohr links bachab läuft wie zuvor frei aus.

Blick bachauf – so soll es sein, die Strömung wurde durch Ändern der Rausche uferschützend geändert.

Die Krückau mit wechselnden Abflüssen und ihre arbeitenden Bewohner werden uns zeigen, wie sie es vielleicht anders haben möchten.

An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten über das Jahr 2020, wünsche Gesundheit, schöne Weihnachtstage und einen Guten Rutsch ins Jahr 2021!

Wir sehen uns 2021 – für bessere Bäche und kleine Flüsse!

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