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Archive for the ‘Klima’ Category

Neues 2019 im Gegensatz zum vorigen Jahr – es regnet immer mal. Gartenfreunde freut es, wächst und gedeiht doch das Grün und blüht munter hintereinander vor sich hin. Mit Glück sind sogar ein paar Insekten da.

Ach, ist das schön in leichtem Wind auf der Deichkrone besonnt zu werden – Schafe vor Süßwasserwatt Fährmannssand, Tnw Elbe.

Meine Güte, ich seh` ja fast nichts, meint das Schottische Hochlandrind. – Voriges Jahr um diese Zeit sah das ganz anders aus, freier Blick und nix zu fressen.

Während also die Wiederkäuer ganz zufrieden scheinen, sehen unsere Still- und Fliessgewässer teils anders aus. Während anderswo durch Unwetter „Landunter“ herrscht, ist bei uns der teils angenehme Landregen zwar für die Pflanzen, aber nicht für die Gesamtlandschaft angekommen.

Der obere Bereich des Sauerbek ist schon länger trocken.

Dieser Tümpel seit einigen Tagen auch.

Als er vor einigen Tagen vollständig austrocknete, sammelten sich hier die Pferde, als bekämen sie in strahlender Sonne von unten noch Kühle.

Mal sehen, ob das schöne Spät-Frühjahrswetter für nächstes Bach-Restaurieren und diverses Radeln anhält.

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Nun habe ich seit einiger Zeit schon Blog-Beiträge mit dem Überschriftstart „DK-Konferenz Aarhus …“ geschrieben. Da ist Näheres endlich gefragt. Nein, es ist keine DK-Konferenz – auf Dänisch, wie ich sie viele Jahre quasi als Maskottchen besuchen durfte – , es handelt sich um eine Internationale Konferenz in Aarhus, Dänemark. „Land Use and Water Quality 2019 – Agriculture and the Environment“ ist der Titel, vorgetragen wird „in english“.

In Dänemark ist Feiertag, Grundlovsdag, und Wahltag. Ein reges Ein- und Aussteigen am jeweiligen Wahllokal kennzeichnet meine Begleitung während der Busfahrt.

Der Vortragssaal der Plenarvorträge im Mathematik-Gebäude der Universität Aarhus ist gut besucht. Gleiches gilt in der Fortsetzung für die See-Auditorien, wo 4 Parallelsitzungen laufen.

An die 250 Fachleute aus wohl 23 Ländern beleben das Universitätsgelände bzw. das See-Umfeld in den Pausen. Interessant für mich war insbesondere der starke Besuch von 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern allein aus Neuseeland (so sagt jedenfalls die „List of Participants“, zum Vergleich zwei andere, große Gruppen: 41 Dänen, 29 Deutsche).

Vorträge und Poster wurden gestaltet von Wissenschaftlern aus den Fachrichtungen Wasser und Boden in der Ausrichtung Agrar, Umwelt, Klima sowie von Fachleuten aus Ministerien, Landesämtern, Beraterfirmen und Betrieben, Umweltverbänden, Stiftungen.

Der Tenor der Vorträge, die ich hörte, bestätigt meine Auffassung der heutigen Situation bezüglich Grundlagen, Problemen und Lösungsmöglichkeiten / – erfordernissen. (Man muss sich ja immer mal wieder hinterfragen ! )

Auch aus dem Agrarsektor sowie Agrar-Ministerien stammende Referentinnen und Referenten zeigten anhand ihrer Daten deutlich, dass selbst angesichts jahrelangen Einsatzes (oft genug vom Steuerzahler bezahlter) Hunderter von Beraterinnen und Beratern das Ergebnis der Auswirkungen im Agrarsektor NICHT DEN ANFORDERUNGEN GENÜGT, die eine für kommende Generationen saubere Umwelt stellt.

Das Versagen des (Politik- / Lobby-gesteuerten) Öffentlichen Sektors wurde allzu deutlich. Wer sich in Deutschland für solches interessiert, der sei auf die Internetseiten der Sachverständigenräte der Bundesregierung und ihre Agrar-Gutachten aus den vergangenen 3 Jahrzehnten verwiesen, z.B. Sachverständigenrat für Umweltfragen. Es gibt viele andere mehr – die Gutachten verstauben nach miesepetrigem Empfang durch die Besteller (die jeweilige Bundesregierung) in den Aktenschränken. – Was heute fachlich vorgetragen wird, bringt neben neuen Feinheiten stets eine Bestätigung dessen, was wir seit Langem wissen. Es fehlt schlicht: konsequentes Handeln.

Die Abstracts finden sich auf der Internetseite der Veranstaltung, oben beim Blog-Start zitiert.

Man war sich einig, dass parallel zum (endllich konsequent zu erwartenden) Öffentlichen Handeln gesamtgesellschaftliche Aktion zu begrüßen ist. So entsprach denn auch mein Vortrag über das Restaurieren ländlicher und städtischer Bäche und kleiner Flüsse in Beteiligung interessierter Öffentlichkeit dem allgemeinen Tenor. Extensivierung bzw. Anpassen der Nutzungen nicht nur im Nährstoff- und Pestizid-Sektor, Verbessern der Lebensraumstruktur, Erosionsschutz, Pufferstreifen, standorttypische Bäume und wie die Stichworte alle heissen, scheinen inzwischen auch dem Laien geläufig.

So ist wohl angesichts des Nichthandelns in der Realität nicht verwunderlich, wie Wahlen jüngst ausgehen. Der Mensch als solcher und als Steuerzahler, gemolken, hat es zunehmend satt.

Stellvertretend zitiere ich im folgenden Foto die norwegischen Autorinnen A.-G. B. Blankenberg und E. Skarbøvik „Bufferzones along streams: Good for environment but bad for food production?“.

„Leute, lasst Bäume wachsen!“ möchte man ins Land rufen.

Den Nachmittag nutzten wir für weiteres Kennenlernen der Landschaft mit ihren interessanten geologischen und historischen Entwicklungen.

Wir erklommen, gefahren und geführt von unseren Gastgebern, die Jels-Höhe, 128 m über NN.

Jels-Höhe, dazu gibt es auf dem Info-Schild eine Troll-Geschichte.

Ein Wollhaarnashorn-Horn neben dem vielfältigen Steinhaufen am Parkplatz? – Nein, es ist wohl nur ein vergleichbares Stück Altholz.

Reiterzentrum Vilhelmsborg.

Das Gut Vilhelmsborg ist schon etwas Besonderes.

Der ehemalige Mühlenteich ist inzwischen abgelassen, die Giber Å vorbildlich durchgängig für Wasser- und Landwanderer gestaltet.

Am steilen, treppenartigen ehemaligen Überlauf des Mühlenteichs symbolisieren Holzwehre die Vergangenheit. Gleichzeitig verhüten sie das Betreten der gefährlichen, hohen Stufen des Überlauf-Absturzes.

Der Bach sieht – bis auf den wirkenden Maximumfaktor Licht (Fadenalgen-Massen!!) – sehr gut aus. Hier gilt das vorher Geschriebene zum Thema „Bäume“.

Wir fahren Richtung Abend- / Abschiedsessen – noch ein kleiner Stopp an der „nichtendenden Brücke“.

Die „nichtendende oder unendliche Brücke“ liegt vor dem aufgestauten Schluchttal eines kleinen Bachs, dem Thors Mühlenbach.

Auch dieser Aarhus-nahe Strand ist äusserst beliebt.

Der hohe, bemooste Absturz bedeutet für fast alle von See kommenden Wanderer das Ende ihres Einstiegs ins Süsswasser.

Für Kinder „Was lebt im Thors Møllebæk ?“ ist das hier ein spannendes Erlebnisfeld.

Alle kleinen Forscher haben ihr Erfolgserlebnis.

Stichlinge und aufsteigende Jungaale sind das beeindruckende Fangergebnis. Mit Glück und viel Einsatz wird es Letzteren sogar gelingen, durch die Moospolster steil aufwärts in Thors Møllebæk zu gelangen und viele Jahre dort heranzuwachsen, bis die lange Laichreise ins Sargassomeer ansteht – viel Glück!

Wir finden ein ausgezeichnetes Lokal direkt am Freizeithafen.

Windgeschützt geniessen wir unser Essen in der Abendsonne.

Und immer gibt es was zu gucken – Segelschule in der Aarhus-Bucht.

An dieser Stelle danken wir nochmals unseren lieben Gastgebern und hoffen auf ein nächstes Treffen, sei es in Aarhus- oder Hamburg-Umgebung.

Abendstimmung – auf der Rückfahrt vorbeihuschende Landschaft, Strandwald auf Moräne.

Tags drauf grüßen uns die Wasserbüffel, Pinneberg, nach gelungener Rückfahrt und Mittagessen in nahem Restaurant.

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Ein Bisschen Seevekanal ist ja bereits im Beitrag zum Taubenfütter-Hotspot Seeveplatz gezeigt.

Bachauf, jenseits der Bahngleise geht es weiter.

Hier hat das Bezirksamt Harburg vor etlichen Jahren mit Einbautests mit Holz begonnen, Bachpaten brachten später auch Kies ein.

Die so entstandene neue Struktur und Strömungsvielfalt haben dem Gewässer gut getan. Beeindruckend an dieser Strecke führen Erle, Esche und Weide vor, wie sich ein standorttypischer Baumsaum mit lichtem Schatten aufbaut. So sollte es überall an unseren Bächen und kleinen Flüssen aussehen.

Bachauf der Brücke – oha, offenbar schlägt wieder harte Gewässerunterhaltung mit häufiger Mahd über den Querschnitt zu. Der kleine Igelkolben, gelbgrün, das „Rasenmäher-Gras des Bachs“ zeigt die Artenreduzierung in falsche Richtung an. Vom standorttypischen Wasserstern, hellgrün links unten, ist nur ein flottierendes Polster verblieben.

Wir fahren zum Elbdeich, zur Seevemündung.

Die internationalen Studenten sind immer wieder beeindruckt, wie vielfältig die Landschaft zwischen Geest und Marsch in unmittelbarer Umgebung Hamburgs wahrgenommen werden kann.

Auf dem Elbdeich – an und auf der Elbe üben Feuerwehren.

Wir parken am Seevesiel, am Deich ein seltener Gast – ein Weissstorch.

Vorm Elbdeich, Tidehochwasser – die Klapptore des Seevesiels sind geschlossen. Erst wenn die Elbe tiefer abläuft, ist die Durchgängigkeit Seeve – Elbe wieder vorhanden.

Auwaldreste und Röhricht vorm Elbdeich.

Bachauf in Hörsten – unfassbar. Weiterhin Maisäcker im Naturschutzgebiet Untere Seeveniederung.

Und, wie im vorigen Foto, keinerlei Ackerrandstreifen. Eine Ahndung dieser bis auf die Böschungskante intensivierten und den früher vorhandenen Baumsaum weggepflügten Situation findet nicht statt.

Seeve Maschen, Bereich DB-Güterbahnhof – die hellen, faustgroßen Steine zeigen, dass bereits Meerneunaugen aktiv waren. Bis zum fertigen Laichplatz haben sie noch schwer zu arbeiten.

„Und hier, seitlich der flottierenden Wassersternpolster haben sonst um diese Zeit die Flussneunaugen bereits abgelaicht.“

Während ich das sage, die Studenten, sprachlos, sehen es wie ich im Augenwinkel, windet sich ein Flussneunauge um ein Wassersternpolster bis an die Wasseroberfläche – und schraubt sich fix drumrum wieder Richtung Gewässergrund. – Der Bruchteil einer Sekunde, alle sind begeistert.

Immer noch nicht abgestellte Ärgernisse – das Seevewehr ohne zeitgemäßen Umlauf und der Erosionsabriss am Fundament der Fußgängerbrücke.

Abhilfe wäre einfach. Kies-Geröllschüttungen würden als Sofortmaßnahme den Abriss an der Fußgängerbrücke und am Fischpasseinstieg so entschärfen, dass auch schwache Schwimmer diese Stellen passieren könnten. Nix zu machen.

Ein mäandrierender Umlauf um das Wehr wäre möglich, die benötigte Fläche ist in öffentlicher Hand. Nein, in Deutschland wählt man nicht die naturnahe „dänische“ Variante. Es wird – seit Jahren – über eine technische Prothese fabuliert.

So steht also das Wehr bei Sonne und Regen …

Hier, an seinem Startpunkt, treffen wir den Seevekanal wieder. Was „unten“ als Vermutung / Befürchtung erschien, erweist sich hier als Realität: harte Gewässerunterhaltung hat wieder zugeschlagen.

Flächig ausgemäht ohne Bedarf, die Bäume weitgehend entfernt – zurück in die Vergangenheit.

Nein, dies ist keine schöne, parkartige Landschaft. Aufgeastete Bäume, so überhaupt vorhanden, Überheizen des sommerkühlen Bachs – Maisäcker im Überschwemmungsgebiet. Nachhaltigkeit sieht anders aus (und dennoch subventionieren wir solches Tun).

Falsche Idylle.

Baum ab, ja bitte – falsch verstandener Hochwasserschutz.

Rezo hat ganz Recht. Mit solch Entscheidungsträgern ist kein Staat zu machen. Hiesiges Handeln ist rückwärtsgewandt.

Erfolgreich – der Neophyt Drüsiges Springkraut überwächst alle Freiflächen.

Aber es gibt auch gute Zeichen für gutes Handeln. Zielgerichtete Abwasserreinigung führte zum Anstieg der „guten“ Gewässerindikatoren in Arten- und Individuenzahl, hier eine kurz vor dem „an die Luft-Gehen“ stehende (ganz dunkel, harte Aussenhaut kurz vor dem Verlassen des Wassers) runde Eintagsfliegenlarve.

Und, aus derselben Gruppe, ein besonderes Anzeichen – 3 Wachstumsstadien der als Larve im Sediment grabenden Großen Maifliege. Solche Langzeitentwickler benötigen stabile Wasserqualität – ja, Abwasserreinigung konnten und können wir.

Wir sind – bei all den Handlungsnotwendigkeiten – begeistert über immerhin Erreichtes. – Ich unterquere die Elbe und fahre im Westen Hamburgs Richtung Wedel – beeindruckende Alt-Eiche in Sülldorf.

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Berlin-Besuch wollte „Äktschn“ – das können wir bieten, in „unberührter Natur“, wie es im Fernsehen immer so schön falsch heisst.

Blick durchs Brückengeländer, Verwunderung: da ist ja fast kein Wasser, das soll ein Bach sein ? !

Nach kurzer Wanderung durch Buchenmischwald – Niedrigstwasserführung.

Weite Teile des in die Wedeler Au eingebrachten Restaurierungs-Kieses und -Holzes liegen frei. Immerhin ist zu sehen, dass verbesserte Struktur entstanden ist. Die Farbe wie Waschmaschinenwasser ist dem gestörten Bodenwasserhaushalt (übermäßige Entwässerung von Randflächen) geschuldet. Massiv tritt gelöstes Eisen ein und fällt als Eisenocker aus. Der ergibt in geringer Konzentration bzw. in Entstehung diese milchige Trübung. In dünner Schicht auf ruhigen Wasserpartien täuscht er schon mal Öl vor – vgl. Broschüre, S. 6 unten. „Fett“, in hoher Konzentration bzw. Ansammlung, leuchtet er orange-rot.

Nach gutem Beobachten sind eigene Aktionen erwünscht – früh übt sich …

Das Sieb ist voll – mit Hölzern, Blättern. Ob da auch Leben drin ist?

Gut beobachtet! – Der Siebinhalt wird in eine mit Wasser leicht gefüllte Schale geklopft.

Allerlei wimmelt herum – verschieden alte Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven.

Auch eine Steinfliegenlarve krabbelt über den Schalenboden.

Köcherfliegenlarven sind auch dabei.

Und immer wieder die Bachflohkrebse und Eintagsfliegenlarven.

Eine die stillen Bereiche anzeigende Wasserassel wollte nicht aufs Foto. – Wir wollen nicht weiter stören. Jede noch so kleine Beprobung zerstört Mini-Lebensraum. Die Tierchen werden schnell wieder behutsam in ihr Element zurückgesetzt. – Beeindruckt wandern alle durch die Wald-Partie zum Auto zurück.

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Duster am Morgen. Regen ist angesagt.

Regen in Leipzig – wie schön für die vielen Gewässer, wenn`s denn genug Regen wird.

Blick über die Nordwest-Ecke des Leipziger Rings – aus einer ultra-Auto-freundlichen Zeit. Gleich hinter uns liegt unser Ziel.

Wer zentral untergebracht ist und nicht bei Regen radeln möchte, hat es leicht. In unmittelbarer Fußwegentfernung liegen z.B. eine Vielzahl Museen. Wir entscheiden uns für das Naturkundemuseum. Das ist bereits über 100 Jahre alt – und bleibt weiter sehenswert und spannend.

Draussen liegt, was drin unter anderem zu finden ist und erläutert wird, z.B. Findlinge.

Versteinerte Baumriesen – Lernen und Spaß für Jung und Alt.

Sehr schön verdeutlicht das Naturkundemuseum, dass sich Altes und Neues ständig in Arbeit und Entwicklung befinden.

Zum Beispiel die Großtiere von Hermann ter Meer.

Groß und klein.

Auf „Leipziger Meeressand“, salzig-aquatisches Bodenleben vor Urzeiten.

Fundstücke in Variation: Haizahn, frei und eingeschlossen.

Ob Meeresgrund, ob eiszeitliches Geschiebe, von Skandinavien bis heran an die Mittelgebirge, wir leben und werkeln auf Hinterlassenschaften der Erdgeschichte.

Die Betrachtungen über die Zeit bringen auch den Menschen in Bezug , Text einer Darstellung zur „Entwicklungsgeschichte der Erde, die geologische Uhr“: „Das Alter des Menschengeschlechts, etwa eine Million Jahre – Das entspricht der letzten Minute vor 24 Uhr“. (Was haben wir uns in „dieser Minute“ für Überheblichkeiten angewöhnt.)

Bei all dem, was uns gerade wieder in Film, Funk und Fernsehen dargeboten wird, erinnert man sich an das Treffen der Erde mit einem anderen Stern. „Hallo Erde, wie geht`s, gesund und munter?“ – „Oh danke, schlecht. – Ich habe Mensch.“ – „Mach Dir nichts draus, das kenne ich. Das geht vorüber.“

Ausführlich ist die geschichtliche Entwicklung im Umfeld Leipzigs dargestellt, z.B. die Energiegewinnung durch Flussmühlen.

Das Entstehen und Vergehen von kleinen Abzweigungen, Kanälen, war wie vielerorts Grundlage für blühendes Handwerk jeglicher Art. Straßennamen zeugen oft noch davon. Informativ ist die Bedeutung der Vielzahl Gewässer und des Auwalds für den Leipziger Raum dargestellt (vgl. auch vorigen Beitrag).

Esche, 150-jährig – leider im heutigen Auwald fast nicht mehr zu finden.

Es fehlt offenbar am Willen, diesen Schatz Leipzigs in ein zukunftsfähiges Gesamtschutz- und -entwicklungskonzept zu binden.

Eiche, 250-jährig.

Sperber und Schatten.

Viele andere Themen sind konzentriert behandelt und vorgestellt, z.B. Vögel, alte Dioramen. Die Internetseite des Naturkunemuseums gibt einen breiten Überblick.

Draussen nieselt es noch ein Bisschen.

Einmal mehr haben wir gelernt, dass man nie auslernt. Also: dran bleiben!

Erstmal orientieren.

Natürlich finden wir wieder ganz in der Nähe unserer Unterkunft, inmitten von wechselnder Bau- und Baustellen-Historie, eine gute Adresse für`s Mittagessen.

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Wir sind auf dem Rückweg, Richtung Busse. Einen Hinweis auf den Fischotter habe ich am Ende des vorigen Beitrags per Foto gezeigt.

Erle auf Stelzwurzeln wie Mangrove – Zeugin der Vergangenheit. Einst standen hier 5-10 Alt-Erlen mehr, die Este floss nach links in großem Mäanderbogen herum und kam am Horizont des Fotos wieder an. – Grober Unsinn beseitigte die anderen Erlen, diese wurde freigespült – klares Zeugnis, wie Erlenwurzeln in Wasserhorizonte hinunter wachsen – Erosionsschutz „at it`s best“.

In der Nähe der Butterbergbrücke gucken wir in holzigem Treibsel strömungsruhiger Bereiche und in Kiesbänken mit starker Turbulenz, wer sich angesiedelt hat.

In der Ruhe – Wohnröhren von Zuckmückenlarven und Kleinwürmern aus Feinsediment nach Siebprobenahme ausgespült, runde Eintagsfliegenlarven dabei.

Im holzigen Treibsel: Köcherfliegenlarve und Bachflohkrebs.

Turbulenz-Anzeiger – eine flache Eintagsfliegenlarve, wie ein aerodynamischer Rennwagen.

Wir verlassen den Bötersheimer Forst Richtung Süden.

Fahrt durch Agrarland – hier: Kartoffeln.

Aus Otters Wümme- und Oste-Niederung hoch auf die Moränenhöhe – Windmühle in Kampen.

Intensives Grün auf der Höhe – allüberall Agrarland. Wo sind Wege- und Gewässerrandstreifen?

„On Top of the World“ – höchste Stufe des Agrar-Subventions-Wahns. Sand-Wüstenei auf dem Todtshorner Berg. Selbst minimal verbliebene grüne Wegeränder sind inzwischen weggespritzt und -gepflügt.

Blick vom hiesigen Dach der Welt, Todtshorner Berg, mit noch glimmenden Osterfeuerresten in die Wümmeniederung.

Hier kann man trefflich über Einzugsgebiete informieren. Vom Umfeld Lüneburger Heide, Wilseder Berg, her fliessen die Seeve und die Este (je ca. 50 km lang, Mündung östlich bzw. westlich HH in die Elbe), die Oste (Quelle in Tostedt, im Foto „rechts voraus“ ca. 150 km bis fast zur Mündung der Elbe in die Nordsee – alle 3 genannten Bäche also Elbe-EZG) und die Wümme (ca. 150 km bis zur Weser bei Bremen).

Ja, klar – und alles, was im Einzugsgebiet passiert, teilt sich den Flüssen und somit dem Meer mit. Wir sollten endlich nicht zuletzt die Agrar-Subventionen zwingend an entsprechende Randbedingungen koppeln.

Blick von der Hügelkuppe zurück auf die Freudenthalstraße – bis dahin nicht witzig.

Ebenfalls nicht witzig der Ackerrand zur Freudenthalstraße. Hier ist nicht sonnenverbrannte Fläche, sondern verbotener Glyphosat-Einsatz zu sehen, grüner Rand, totgespritzt.

Glyphosat-Tod, zum besseren Erkennen durch gelbes Oval gekennzeichnet. – Das kostet ca. 300 € Bußgeld.

Die Tragik des Verwaltungsvorgangs: Wer gegen das Bußgeld widerspricht (das ist insbesondere die abgesprochene Praxis der Hardliner), landet vor dem Gericht. Wenn das Zeugnis die Richter überzeugt, legen sie dem Verursacher nahe, das Bußgeld zu akzeptieren. – So weit, so gut. Da der Verursacher somit aber nicht bestraft ist, trägt der Steuerzahler die Gerichtskosten. Das dürfte in Summe Arbeitsstunden, Kostenerstattung für Zeugen uvm. so bei 5.000 € liegen – zu Recht ärgert sich der Steuerzahler.

Wieder an der Este.

Otterberme B3 – der Landkreis Harburg hat konsequent Brücken mit trockenen Wanderwegen für Wanderorganismen an Land versehen. So entfällt der Verkehrstod, eine der häufigsten Todesursachen für den Fischotter.

Und wieder Tierchen – Köcherfliegenlarve, schwarzer Strudelwurm und Bachflohkrebs.

… und noch eine „nackte“ Köcherfliegenlarve dazu.

Detail nackte Köcherfliegenlarve – zahlreich, die Kiemen an der Körperunterseite.

Hier gibt`s auch Turbulenz – neben der runden eine der bekannten, flachen / platten Eintagsfliegenlarven, Gammarus-Kind ebenfalls im Bild.

Die mehrjährig grabende Eintagsfliegenlarve Ephemera darf nicht fehlen.

Blick bachauf – Breiten- und Strömungsvarianz, Erlenallee, Aufrechter Merk, Otterbermen.

Jetzt aber schnell zu den Bussen – der Metronom nach Hamburg wartet nicht.

Zurück in Wedel, Ampel rot. – Was für eine Exkursion bei solchem Wetter! Die Regenfront hat den Horizont erreicht. Prima! Es gibt tatsächlich nennenswert Regen!

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Zum vierten Mal im April 2019 reiste ich zur TUHH – Vorlesung „Hydrobiology“. Es grünte, langsam aber sicher.

Neben Fachlichem wurden letzte Fragen zur Exkursion an die Este geklärt.

Früh am Exkursions-Sonnabend, Treppe und Fahrstuhl Bahnhof Tostedt.

Das sieht ja gut aus – ab Mittag ist eine Regenfront angesagt.

Die Busse sind auch schon da – müssen nur noch die Studenten rechtzeitig mit dem Metronom ankommen.

Es kann losgehen.

An der Vorlesung nehmen 17 Studenten aus 7 Ländern teil (nach Zahlen bzw. alphabetisch: Frankreich, Indien, Deutschland, USA, Ghana,  Kolumbien, Mexico).

Unser erster Stopp wurde inzwischen mit Leitplanken derart gesichert, dass wir ein wenig anmarschieren müssen.

Von dichtem sieht das noch willkürlicher aus.

Bewegter Sand, Blick von der Este-Überfahrt B 75, das Leichentuch des Gewässergrunds.

Aufrechter Merk (Berula erecta) engt „als Wasserbaumeister“ die überbreite Wüstenei ein und bietet so bessere Gewässerstruktur, schafft lebendige, turbulente Strömung.

Heller Kies – ein Bachforellenlaichbett aus November / Dezember ist offenbar frisch von laichenden Bachneunaugen geputzt (und genutzt) worden.

Totholz im Luftraum – gut, dass es (wenn auch nur punktuell) so weit akzeptiert wird. Wirklich wirksam wird es aber erst im Gewässer selbst.

Wir sind nach Bötersheim weiter gefahren, Landschafts- und Baum-Historie ist hier gut vermittelbar. Die verbreiterte Schneise entstand beim Bau der Nordeuropäischen Erdgasleitung NEL – mal unter Suche nachschlagen.

Gut lässt sich der Waldumbau von Nadelforst zu gemischtem Laubwald nachvollziehen.

Gutes Beispiel, ein durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen NEL in Grund und Ufer dynamisierter Mäander.

Teils wandern wir durch Bäume wie durch Torbögen.

Seltener Anblick: Ein natürliches Meerforellenlaichbett. Die Este hat die Steine am Mäanderprallhang aus der Moräne herauspräpariert, die Fische „verarbeiten“ sie weiter.

Alt-Erle, Zeugin der Vergangenheit. Sie tritt nicht in den Fluss, wie mal ein vorgestriger Wasserbauer behauptete, der solch Baum am liebsten mit Stamm und Wurzel entfernt hätte.

Diese Erle, als letzte ihrer Art in dieser Ansicht, zeigt vielmehr, wie schmal die Este einmal von Natur aus war. Bis eben ein Baum nach dem anderen nicht toleriert und entfernt wurde. Leicht lassen sich Hunderte von m³ bachab transportierter Mutterboden und Sand, durch unnatürlich geförderte Erosion bachab transportiert und teuer im Mühlenteich Buxtehude gebaggert, abschätzen. – Mehr zum Thema hier.

Ohne Jungwuchs … – Vergehen einer Alt-Erle.

Normal würden keimende Erlensamen wie Unkraut freie Flächen bedecken. Inzwischen gibt es Schnellere: hier einartig der „Neophyt“ Drüsiges Springkraut. Da haben andere Lichtkeimer keine Chance mehr.

Über Neophyten allgemein und speziell findet sich reichlich Information – wer sucht, der findet.

Und wieder Totholz, diesmal im Wasser. Es stabilisiert einen Steilhang – Düne auf Moräne – in einem Prallufer der Este.

Der nächtliche Regen hat eine kleine Abflussspur durch den Dünensand hinterlassen. Unten, im Wasser, lässt sich Kies erahnen, die Moräne ist gerade vom Sand zeitweise unsichtbar gemacht.

Hier, hoch über der Este, blicken wir (in den Vorjahren abgebildet) ebenfalls auf eine NEL-Ausgleich-und-Ersatzfläche. Großflächig wurde standortuntypischer dichter, dunkler Nadelforst abgeholzt. Teils wurden kleinflächig Laubhölzer gesetzt, flächig soll die Natur über die Zeit zeigen, was hier hingehört.

Wir gehen zurück Richtung Busse.

Immer mal ein kleiner Stopp – fast hätten wir Zeichen des Fischotters übersehen: Scharrhaufen aus Sand und Fuß- sowie Krallenabdrücke am anderen Ufer.

Beim nächsten Stopp – im nächsten Beitrag – werden wir die Besiedlung von holzigen und kiesigen Stellen untersuchen. Danach fahren wir gen Süden, unter anderem „auf`s Dach der Welt“.

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Die wochen- und monatelange Niederschlagsarmut zeigt ihre Spuren allüberall. Im vorigen Beitrag habe ich zwischendrin einen trockengefallenen Bachoberlauf sowie einen (bzw. zwei) Verursacher genannt.

Wie Umweltberatung seit den 1980ern erfolgreich vermitteln konnte (leider wurde sie vielerorts seitdem eingestellt) und wie nachfolgend Landesgesetze und / oder verhaltensbezogene Verordnungen teils festlegten, kann überall beim Wasserverbrauch ohne Komfort- oder Leistungsverlust der technischen Anlagen minimiert werden. Ergänzend muss man wissen, dass auch Spar-Toiletten oft genug zwar geringe Spülung zulassen, von einigen Herstellern aber weiter auf maximales Spülvolumen eingestellt sind und vom Installateur so unverändert eingebaut werden. Händisches Runterregeln des Schwimmers, soweit nicht entsprechend eingestellt, z.B. auf 9 oder 7 l, bringt Wasser- und Geldersparnis – Rohrverstopfung tritt nur bei Übertreiben auf.

Neben dem Mengen-Thema ist aber auch das gerade aktuelle Stichwort „Mikro-Plastik“ angesagt. Was gehört nicht in die Toilette ? ! Das Überprüfen eigenen Verhaltens macht immer wieder mal Sinn. Informationen der Gas-Wasser-Abwasser-Betriebe liegen zur Genüge vor, sind im Internet breit zu finden.

Bei „den Kleinen“ anfangen, macht sowieso Sinn. Ob es nun „Aqua-Agenten“ oder beispielsweise die „Unterelbeschulen“ sind, Aktionen wie „der Griff ins Klo“ bringen das Thema im wahrsten Sinn des Wortes greifbar nahe.

Für Männer ist allein der Blick ins Klo, hier: Urinal, peinlich – ob auf der Autobahn-Toilette oder auch im Bereich naturwissenschaftlich-technischer Ausbildung. Allein schon das Behindern / Zerstören der technischen Leistung der Apparatur sollte unterbleiben – von anderen Aspekten ganz zu schweigen. – Aktuelle Fotos (mal keine Zigarettenstummel):

Kaugummi, kein seltener Anblick im BAB-Urinal. Leute, der Papierkorb / Abfalleimer steht gleich nebendran!

TUHH – ob nun Studenten, Wissenschaftler, Handwerker – Kaugummi im Urinal. Das muss nun wirklich nicht sein.

Wir können das ändern – ändern wir das.

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Das war ein Ostern! Alle freuten sich – und sei`s im Stau – über solche Ansammlung freier Tage, Sonne allerorten. (Ein paar Urlaubsflieger sollen sich ja in verregnete Mittelmeergebiete begeben haben.)

Der Nachteil des seit Monaten währenden Niederschlags-Defizits zeigt sich in unseren Bächen und kleinen Flüssen. Jetzt, im ersten Drittel des zweiten Quartals 2019, fliessen lange Strecken hart an der Niedrig(st)wassergrenze, einige Bachoberläufe sind bereits trocken gefallen, die Quellen versiegt.

So stellt sich auch die Wedeler Au, Hamburg dar – hier bachauf der Sternenbrücke, Rand Klövensteen.

Fliessen ist so gut wie nicht erkennbar. Die irisierende Waschmaschinenbrühe-Farbe kommt von fein verteiltem Eisen, das mit Sauerstoff zu Eisenocker ausfällt.

Extrem, fast wie in einem „Ocker-Fangbecken“, kann gestörter Boden-Wasserhaushalt mit Eisenausfällung auch SO aussehen.

Auf jeden Fall erkennen wir, dass jegliches Restaurieren, z.B. Kieszugabe, Erstellen von mehr Rauigkeit, lebendigerer Breitenvielfalt, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung leistet.

Ein weiterer Oster-Eindruck bot sich uns an einer der restaurierten Mühlenaustrecken. Dazu mehr – Gutes (inkl. „Viechern“) – im nächsten Beitrag.

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Kürzlich im Wildpark Eekholt – Partie Stellbrookgraben, kleiner Nebenbach zur Osterau.

Mäander – wer Augen hat, zu sehen.

Gesehen !

Das gibt eine treffliche Arbeitsaufgabe.

Ermittle alle Daten!
Miss zusätzlich die standortuntypische Sedimentdicke (Sand, Schlamm) in Dezimeter.

Wir sind auf die Ergebnisse gespannt. Je nachdem, wird mit Kies und / oder Holz restauriert.

Da freut sich der Otter, da Fische und mehr über Lebensraum für Fischfutter vervielfacht wird.

Super Sache, das!

Schöne Ostertage !

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