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Archive for the ‘Klima’ Category

Es sollte losgehen – nach langer, gefühlt ultralanger Corona-Unterbrechung. Der NABU Pinneberg rief zusammen mit der Edmund Siemers-Stiftung zu einer Radtour entlang der städtischen Mühlenau und Pinnau auf. Da konnten Verbesserungserfordernis an unseren Bächen und kleinen Flüssen sowie bereits Geleistetes in der Praxis erlebt werden.

Die Teilnehmerzahl war aus Corona-, gekoppelt mit Platzgründen entlang der Route, auf 15 begrenzt. Viele Interessenten wurden auf andere, spätere Gelegenheiten vertröstet. Letztlich wurden gut 20 Radlerinnen und Radler begrüßt – wegschicken wollten wir dann doch niemanden. (Noch mehr wären allerdings ein Problem gewesen.)

Wie das im Sommer 2021 inzwischen so ist – der Himmel war stark wasserhaltig, musste anfangs ein wenig Niesel ablassen.

So sah es zum Beispiel vor dem Treff am S-Bahnhof mit Blick bachauf an der Fahltbrücke nördlich der Bahn aus.

Das war`s dann aber auch, die Tour selbst fand ohne Regen bei guter Stimmung und großem Interesse statt.

Bei mittlerem Abfluss – plus 50 cm – begrüßten uns Futter-Interessierte an der Mühlenaubrücke Christiansenweg.

Von uns bekamen die aber nichts.

Los ging`s querab zum B-Plan Mühlenauquartier, wo erstes Restaurieren 2017 begann.

[P.S.: Aufgrund eines „Hängers“ der online-Pegeldaten hatte ich während der Exkursion von „Mittelwasserabfluss“ (MW) gesprochen. Heute, 9. August, läuft die online-Anzeige wieder
https://www.umweltdaten.landsh.de/pegel/jsp/pegel.jsp?wsize=free&mstnr=114197
und wir sehen: Wir waren bei MW plus 50 cm unterwegs. Das ist vom mittleren Hochwasser immer noch 1 m entfernt, „nichts Besonderes“ also. – Der Text dieses Beitrags ist entsprechend geändert. – Kein Wunder, dass ich mit kurzen Stiefeln fast nicht an Tierchen heran kam. 🙂 ]

Im Foto ist der Vergleich aktueller Mittelwasserabfluss zu Hochwasser zu erkennen: Die B-Planauflagen enthalten hier im Überschwemmungsgebiet das Schaffen von Hochwasserrückhalt. Bis zum „Anspringen“ dieser Flächen muss die Mühlenau weitere mindestens 50 cm ansteigen.

Nachdem auch 2021 bereits wie in den Vorjahren lange Niedrigwasserführung den Lebensraumbereich bis zum jetzigen Mittelwasserzustand trocken liegen liess, war beabsichtigtes Tierchenfangen und -angucken angesichts Ausrüstung des Fängers lediglich mit kurzen Gummistiefeln zweifelhaft. So kam es. Mit Mühe konnte ich – hier und anderswo – erste Besiedler, Pioniere wie eine Eintagsfliegenart als Larven sowie ein paar Wasserasseln erwischen. Letztere kommen aus den durch das Restaurieren neben den turbulent erzeugten Fliessstrecken neu entstandenen Ruheräumen.

Blick bachauf – Turbulenzen durch Kiesrestaurierung und biogene Wellen …

Uferneugewinn und Ruheräume – standorttypische Stauden sowie Neophyt Drüsiges Springkraut (gern ausreissen!).

Der dreckigbraune Eindruck der Mühlenau trügt. Mit dem Haushaltssieb am Besenstiel konnte gezeigt werden, dass die Sichttiefe ca. 40 cm betrug, aufklarend nach Regenschubabfluss.

Wir blicken bachab von der Mühlenstraße Richtung Mühlenaumündung in die Pinnau, noch ein ganzes Stück weiter jenseits der Kurve.

Wo bei Niedrigwasser eine unpassierbar erscheinende steile Rampe rauscht, ist bei Mittelwasser (und höher) das Passieren von Flussfischen problemlos möglich.

Die Pinnau, Brücke Elmshorner Straße – der braune Saum auf der Ufervegetation zeigt: wir befinden uns im oberen Tidegebiet, hier normal etwa 50 cm Tidehub.

Die als Otterpausenstätte vor Brückenunterquerung angebotenen Kiesdepots sind, unter anderem, mit Blutweiderich, Großem Weidenröschen und Dost von allein besiedelt.

Beispiel Kiesdepot an der Friedrich Ebert-Straße, inzwischen von der Flut bereits 50 cm überstaut.

Hier, unter der Wasseroberfläche haben Flussneunaugen den Kies als geeignete Laichstelle befunden.

Pinnaubrücke Hindenburgdamm – der hier als tiefliegende Fläche gestaltete Kies ist durch die Überströmungswellen im „Dreieck“ links, obere Hälfte, erahnbar.

Auch der bietet Jahr für Jahr seit 2019 Flussneunaugen während der Laichzeit im April ein gutes Betätigungsfeld (aktueller Link aus 2021).

Wir fahren Richtung Cap Polonio, weiter an der Regioklinik vorbei, wieder an die Mühlenau, nach Rellingen. Dort werden beim Beproben zahlreiche Pionier-Eintagsfliegenlarven, wieder Wasserassel, aber auch der typische Bachbewohner, der Bachflohkrebs, gefunden.

Beim Wechsel über eine Holzbrücke haben wir die Grenze passiert, kommen wir wieder – wie der Paddler an heftiger Erosionsstelle (Hilfe ist möglich, wie bekannt) – auf Pinneberger Gebiet.

Treibselsammler – die Funktion „Hölzchen und Stöckchen“ wird den verbliebenen Teilnehmern erläutert – es geht auf den Rest.

Kies vor der Fahltbrücke querab Bahn – wir sind uns einig, es muss weitergehen.

Nachwort

Vom brodelnden Wetter war ja vorn und in etlichen der vorigen Beiträge zu lesen. So entschloss ich mich, nicht wie vorgesehen in Pinneberg zu Mittag zu essen, sondern angesichts von 45 bis 60 Minuten anstehender Rückfahrt eine geeignete Stätte in Wedel anzuradeln. – Das stellte sich als segensreich heraus.

Schön im Trockenen konnte ich mir beim Essen ansehen, was mich nach Essen in Pinneberg auf offener Strecke erfasst hätte – ordentlich Schlagregen (Die dunkle Optik trügt. Das Etablissement ist, draussen wie drinnen, freundlich.).

Und nach dem prima Essen und Trinken – Schlussfoto Exkursion vor pestartig mit Teichrosen zugewachsenem Mühlenteich, im Sonnenschein.

Hier zeigt sich einerseits der Alterungsprozess von Stillgewässern, „geometrische Reihe“ hilft beim Verstehen des zeitlichen Geschehens – wo ein Jahr vorher noch die halbe Seefläche frei war, ist ein Jahr später alles dicht … – Ausserdem zeigt sich das Unvermögen deutscher Verwaltung vor dem Hintergrund des Artenschutzes: Die Teichrose ist geschützt (und das ist im Grundsatz auch gut so). In jüngerer Zeit kommt (aus Formalismus oder / mangels Fachkompetenz ? ) Gutachteritis zu Lasten des Steuerzahlers auf, was denn wohl mit diesen Teichrosen gemacht werden darf. Es ist nicht zu fassen, aber Realität. Letztlich – auch ohne Gutachten – läuft es darauf hinaus, bis zu 90 % dieser, von Naturprozessen nicht schadlos beseitbarer Biomasse maschinell zu entfernen, ggf. gekoppelt mit Entschlammen des Teichs. Das war und bleibt tägliche Praxis im Umgang mit flachen Stillgewässern – es sei denn, man will aus gutem Grund hier Landentwicklung mit allen davor liegenden (oft genug stinkenden) Stadien zulassen.

Der Sommer 2021 geht weiter – mit brodelndem Himmel.

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Sommerhimmel 2021 über Wedel und Umrum – der Wetterbericht sagt regelhaft „es brodelt“. Manchmal löst sich das zum Nachmittag auf, manchmal „löst es“ sich und gewittert ordentlich. Wo nicht, da nicht.

Die Störche sammeln sich. Bald geht`s ab ins südliche Winterquartier. Gestern Abend wurde im Regionalfernsehen von frühem Abflug gesprochen, Mitte August flögen sie gewöhnlich weg. – Na, Mitte August haben wir ja bald, und noch sind sie da – vielleicht jeweils immer andere …

Unsere Möchsgrasmücken jedenfalls, die nicht nur ums Haus jährlich erfolgreich brüten, sondern das mit üppigen Gesangsstrophen begleiten, sind seit 1-2 Wochen nicht mehr zu hören. So geht die Zeit …

Aber nach den vorigen Storchsichtungen soll es hier um andere gehen.

Erläuterung zur Örtlichkeit: Wir radeln am Nordufer der Elbe, westlich Hamburg. Dort endet(e) der Ochsenweg, im Dänischen auch Heerweg genannt.

Von der Spitze Jütlands südwärts wurden jährlich bis zu 40.000 Stück Rindvieh bis Wedel zum Markt getrieben. Ein Gutteil wurde bei Fährmannssand über die Elbe gefahren, weiter gings bis in die Niederlande und anderswo. (Über die heutige Art und Weise – oft genug sehr viel weniger als schön – ist hinreichend in Film, Funk und Fernsehen, Internet berichtet.)

Elbdeich Fährmannssand – gut sieht er aus der Himmel.

Ich habe mich auf dem Elbdeich Fährmannssand umgedreht. Da hinten (wenige km), auf der Geest, liegt Wedel.

Zugegeben, am Tag des vorigen Fotos kam ich vom Sehtest aus der Stadt, hatte hier meinen Wendepunkt und landete trocken im häuslichen Fahrradhäuschen.

Hier geht`s aber weiter nach Hetlingen und Holm.

Die – dieses Jahr offenbar zahlreichen – Rauchschwalben sammeln sich.

Wo Leitungen fehlen, sind auch Zäune und Tore geeignete Treffs. Unten am Boden, im Foto nicht gut sichtbar, befinden sich Bachstelzen.

Bach- und Schafstelzen scheinen auch ein gutes Jahr gehabt zu haben. Sie begleiten den (bzw. begegnen dem) Radler zahlreich auf der Deichtour.

Mich erstaunt eine einzelne Nonnengans – ein Späher, der für die Tausenden, ab Herbst hier zu erwartenden, die Lage peilt? (oder eine Flügel- / Fußkranke?)

Neulich, noch Heuballen querab Giesensand …

… bevölkerten hunderte Graugänse die Wiesen und Weiden.

Wenn das Süßwasserwatt während der Ebbe frei fällt, halten sich viele von ihnen dort, aussendeichs, auf.

Unterschiedliche Rinderherden mit viel Jungvieh bevölkern die Marsch.

In dieser Umgebung fühlen sich Graureiher so geborgen, dass sie ihre „eigentliche“ Fluchtdistanz vergessen.

Oder handelt es sich bei diesem Reiher um einen Hamburger oder Pinneberger Tourismus-Reiher? Solche Stadtreiher kann man im Einzelfall fast per Handschlag begrüßen (bitte immer die Vogelgrippe- und Corona-Regeln beachten!).

Neulich waren an der NABU-Vogelstation von fern auch 6 (hier 4 davon) Silberreiher zu sehen. Die werden Richtung Jahresende noch mehr.

Die Starenschwärme vergrößern sich – am Deich gibt`s immer was zu fressen, die Kirschen ringsum sind abgeerntet.

Auch hier, nicht so blumenreich wie kürzlich aus Niedersachsen berichtet, werden Deichpartien rau gehalten. Die Vogelwelt im Allgemeinen, als ein Zeiger, reagiert positiv.

Als Schlussbild dieser Tourenfolge steht diese Postkartenansicht, seewärts.

So richtig aufhören will ich aber nicht, ohne noch etwas von gestern, Rückweg querab Holm, anzuhängen.

Und wieder überflogen mich 2 Störche, diesmal von West nach Ost, futterten in aller Ruhe vor dem alten Elbdeich Holm – Hetlingen.

Wer sucht der findet, mit auf- und abtauchenden Köpfen zähle ich nach und nach mehr – hier 5 sichtbar, 2 weitere hinten rechts ahnbar.

Zusammen mit diesem fernen Einzelgänger vor dem Brunnenschutzgebiet kam ich hier „Am Hang“ diesmal auf 11.

Nach allem Erzählen gehe ich davon aus, dass örtliche Alttiere verweilen und früher durchziehende Jungvögel dieses Bild bestimmen.

Der oben im Start des Beitrags gegebene Link wird zu den besenderten Ziehenden Route und Schicksal mitteilen.

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Nein, wir sind nicht die, die als radelnde Geisterfahrer durch den Elbtunnel mal gemeldet wurden. Wir nehmen die Fähre.

Gern hätten wir regenfreies, nicht zu heisses, nicht zu stürmisches Wetter – aber dieses Jahr kann man nicht alles auf einmal haben. Zwar jammere ich – belegt durch Pegeldaten – dass kein Wasser unsere Bäche und kleinen Flüsse regelhaft stützt angesichts überstrapazierten oberen Grundwasserleiters und weiterhin zu schnellen Ableitens von Niederschlägen. Das werde ich nach den Trockenjahren der jüngeren Vergangenheit und angesichts zu geringer Niederschläge auch im vorigen Winter weiter tun. Aber so ganz nass werden möchte man beim Radeln ja auch nicht, auch die Fähre zurück will rechtzeitig erreicht sein.

Es sollte also losgehen, die nötigen Vorbereitungen waren getroffen.

Gut Küstenwetter beim Anradeln zur Fähre.

Flaggeneindruck Batavia: Die angesagten 4-5 Windstärken Südwest, Wetterbericht stimmt.

Anleger Willkommhöft, die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit.

Auf der Elbe: „Kabbelige See“, Schaumkronen. Kurz nach Tidehochwasser hat die Ebbe mit starker Strömung seewärts eingesetzt, der heftige Wind steht dagegen.

Blick mit dem Wind gen Hamburg, Gegenlicht – die Elbe silbern, kein Schiff weit und breit.

Verdächtig, wie klar die Hafenkräne zu sehen sind.

Die Fähre legt ab. Wir sind guten Mutes, eine Ersatzschraube ist an Bord.

Die Zeit verfliegt. Der Anleger Lühe ist in Sicht, davor zieht ein kleiner Containerfrachter Richtung Hafen Hamburg.

Am Horizont, links im Foto vor Stades Industriekulisse kaum auszumachen, naht ein großes Containerschiff.

Alles klar zum Anlegen, Aussteigen.

Dahinten schräg rechts, nach Südost, geht unsere Radeltour – gen Buxtehude.

Dazu demnächst mehr.

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Der Riesenbärenklau (RBK) – eine prachtvolle Pflanze!

Wenn da nicht ihre üblen Begleiterscheinungen wären. Zum Glück gibt es zuhauf gute Hinweise neben dem Drum und Dran zur Beseitigung.

Wie andere gefährliche Neupflanzen und -tiere breitet sich der RBK, vermutlich wegen geringer, aber entscheidender Temperaturerhöhungen durch den Klimawandel strecken- (entlang Wegen und Straßen, bei schwimmfähigen Samen pestartig entlang Fliessgewässern) und flächenhaft aus. Viele solcher Pflanzen sind seit dem 19. Jahrhundert in Sammlungen, Parks und Gärten eingeführt, verhielten sich bis in die 1980er „friedlich“.

Die scharf-spitzig aussehenden Blätter kennzeichnen diese „neue“ Pflanze.

Leider sieht man immer wieder – das folgende Foto wurde nur einige hundert Meter entfernt am Ufer der Mühlenau, Pinneberg, aufgenommen -, dass Aktivisten aus ihrer Sicht „helfend“ aktiv werden, ohne zu hinterfragen, was sie tun.

Hier wurden große, weisse Doldenblüten gekappt. – ACHTUNG, wie sehen die Blätter aus!? – Sie sind nicht scharf-spitzig, sondern lappig.

Gutes wollen und Gutes tun sind oft zwei ganz verschiedene Sachen. Hier wurde der heimische WIESENbärenklau seiner Blüten beraubt.

Im Übrigen hilft Blütenkappen beim RIESENbärenklau nur in dem Fall, wenn wenig später die Wurzel ausgegraben oder zerhackt wird. Bis auf Golfrasenhöhe ist nach mehrmaligem Blütenschneiden der RBK in der Lage, aus seiner kräftigen Wurzel Notblüten zu schieben. Bei erwähnter Golfrasenhöhe (in Praxis erprobt) bleiben bei einer Handteller-kleinen Notblüte immer noch 50 Samen für ein 8- bis 10-jährig keimfähiges Samenpotential im Boden. – Also: Hände weg vom WIESEN-, richtiges Beseitigen beim RIESENbärenklau!

Aktivismus ersetzt nicht genaues Hinsehen, ersetzt nicht, vorhandene Informationen zu berücksichtigen. Alles Weitere steht kurz und verständlich im obigen Link.

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Das Wetter, vgl. Schluss des vorigen Beitrags, (stark) wechselhaft – hier der Nachmittagsstart.

Es ist etliche Jahre her, dass wir im Botanischen Volkspark Blankenfelde, Berlin, waren. So begeisterten wir uns am Vorschlag, mal wieder hinzufahren. In der verlinkten Berliner Seite wird die Vielfalt dieses Parks umfassend beschrieben. Hier folgen – nach Besuch des Damwilds aufgenommen – nur einige, wenige Eindrücke.

Hoffentlich bald wieder öfter zu sehen: nicht die Landschaft eintönig verödender Ackerbau, dafür auch mit „Unkräutern“ in vielfältiger Umgebung.

Aaaah, ein optimaler Kletterbaum! – ? – NEIN.

Die Erklärung steht nebendran, wird offenbar weitgehend befolgt.

In unmittelbarer Nachbarschaft ein kleiner Teich – und wieder der Beweis: „Wasser wirkt anziehend.“

Da wurde – ohne Gerät – mit bloßen Händen im Wasser, an Pflanzen, im schlammigen Grund „getümpelt“, dass es eine wahre Pracht war. Die kleinen (offenbar) Spezialistinnen fingen und bestaunten von Insektenlarven über Wasserschnecken und Egeln auch Fische, konkret: Jungstichlinge. Interessant, die Fachsimpelei zu verfolgen – und das ordnungsgemäße Zurücksetzen der gefangenen Exemplare.

Nur wenige Tropfen störten unseren Freiluftaufenthalt. Der Sonnenhut als Beleg, eine Etage tiefer Paul, der Berliner Pflegehund (fand offenbar bei mir, wenn nötig, einen Ruheplatz).

Wer sich nur ein wenig Gedanken macht, benötigt in (Groß-)Städten bis Metropolen kein eigenes Auto. Das Angebot der Alternativen verbreitert sich.

Tags drauf – Abreisetag.

Berliner Wetter, ist es das? – Die einen sagen so …

… die anderen so.

Dazwischen, zwischen der Aufnahme der beiden Fotos, liegt oft wenig. In diesem Fall vielleicht 5 Sekunden, verbunden mit einer 180-Grad-Drehung.

Sehr gut brachten uns ICE und S-Bahn nach Wedel zurück, zur Mittagszeit, also kleine Rast am Wegesrand Richtung Wohnung.

Wir genossen nicht nur den Berlinbesuch, sondern auch Hin- und Rückfahrt – in (weniger als halb-)vollen Zügen. „Gerne wieder.“

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Vor Büsum holten wir Mitte Juni einen 2020 ausgefallenen Berlin-Kurzbesuch nach (falls so etwas möglich ist).

Das war die Zeit des Fußballerns, in der auch die Regenbogenfahne eine große Rolle spielte.

Hoch über den Dächern von Berlin – vielleicht spielte der Richtung Voll- zunehmende Mond eine Rolle.

Abendliche Wärme und Fußballgetöse von der Straße her konnten kompensiert werden.

Am ersten vollen Besuchstag verlustierten wir uns im Brandenburgischen, Altlandsberg. Das wird sicherlich bei späteren Besuchen hier im Blog gewürdigt werden.

Ohne die Berlinerinnen spazierten wir am Vormittag des darauf folgenden Tages im Mauerpark.

Archäologisches Denkmal: Reste der DDR-Grenzmauer – gut, dass die weg ist.

Zwischen Hitze und Nässe – eine JungNebelkrähe geniesst Reste einer Pfütze.

Nebelkrähen zwischen Hitze- und Nässeanzeichen.

Ein reges, familiäres Treiben.

Allen Tieren schien die Situation zu gefallen, hier ein Jungspatz.

Auch Starenfamilien nutzten den Mauerpark als soziales Event.

Gelegentlich wurde der regenfeste Hut gebraucht. Gleichwohl war das Mittagessen in der Aussengastronomie gut möglich.

Auf dem Weg zur Mittagspause, vorbei an der Kulturbrauerei.

Für den Nachmittag war ein Besuch im Volkspark Blankenfelde vorgesehen. Dazu folgen ein paar Eindrücke im nächsten Bericht.

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Das musste nach all dem Süßwasserwatt, Wedel, mal wieder sein – Kurzurlaub am salzigen Nordseewatt, Büsum.

Wir fuhren über Westerdeichstrich, Stinteck, an. Das hat sich, wie hier zu sehen, wirklich gelohnt!

Angekommen, in der ersten Reihe. Schon eingewöhnt, wie zu Hause – das Wasser ist weg, Tideniedrigwasser.

Wat sieht dat Watt so rubbelig aus (NRW, Sommerferien, bevölkert den Norden)? Das ist biogene Struktur, geschaffen von Arenicola marina, dem Wattwurm.

Und, siehe da, das Wasser, Tidehochwasser, ist wieder da – ssssteife Brise, Gischtwellen auf dem gefluteten Watt.

Das mit der Fotounterschrift „wie zu Hause – das Wasser ist weg“ stimmt ja nicht so ganz. Zur gleichen Zeit pumpten Freunde und Bekannte aus Kellern und anderen tiefliegenden Immobilienteilen die zugeflossenen Fluten der binnenländischen Gewitter ab (auch und insbesondere „weiter unten“ in D).

Demnächst mehr von Büsum, hinterm Deich.

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Die jüngste Pressemitteilung von Rettet die Elbe stellt die verheerende Situation der Tideelbe bei Hamburg umfassend dar. Wer wundert sich noch über Rot-Grün?

Wasser / lebendigere Gewässer scheinen nicht Hamburgs Thema zu sein. Nach den vorigen beiden Elbvertiefungen (Rot-Grün), die über Hamburg aufwärts wandernde Fische verheerend trafen bzw. die Stintpopulation der Elbe minimierten, geht das Gewühl auch in Zeiten des menschgemachten sommerlichen Sauerstoffmangels weiter.

Verantwortlich ist … – Niemand?

Na denn, schön` Sommer!

Und passen Sie auf die Stare auf – bald ist Kirschenzeit.

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Selbstverständlich gibt es an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet mehr zu erleben als Landwirtschaft, Störche oder Bach-Restaurierer. Die ganze Zeit über war allerhand Leben ringsum aktiv, sichtbar vor allem die Organismen mit Flügeln.

Aus der im vorletzten Beitrag gezeigten langen Storchenreihe drehten sich plötzlich ganz links welche um – was ist da los?

Ganz offenbar ist da – rechts im Foto – mehr als die anderen Störche, ein Flügelpaar.

Dann schwingen diese Flügel einen Turmfalken – mit Maus – in die Lüfte.

Am Bach war unter anderem die Gebänderte Prachtlibelle, hier ein Männchen, aktiv.

Hoch oben kreiste einiges fortwährend.

Sieht aus wie …

… ein Milan. Etliche Rotmilane, unser Vogelfachmann sagte, auch ein Schwarzmilan, waren gut beschäftigt.

Die liessen sich nicht stören.

So verraten denn auch einige Fotos, dass da am Knick und am Waldrand etliches Kleines flog – offenbar interessante Nahrung.

Ein Festessen für Milane, geradezu ein Milan-Spektakel, hatten wir vor einem Jahr bei unserem Ludwigslust-Kurzurlaub erleben dürfen, vgl. Beitrag vom 27. Juni 2020 (das Hotel im dort gezeigten ehemaligen Jagdschloss Friedrichsmoor ist übrigens gerade umgebaut und neu eröffnet, wie die Medien berichten).

Die großen der kleinen Flieger waren offensichtlich Käfer.

Sieh an! Ein Junikäfer – auf T-Shirt – wollte sich doch mal zu erkennen geben.

Mindestens braun- und schwarzflüglige Weichkäfer waren noch zu erkennen. Die anderen Insekten waren einfach zu aktiv – oder zu weit weg.

Zusammen mit standorttypischer Vegetation, wie hier dem Aufrechten Merk, wird unser Kies künftig allerhand Arten mehr zu individuenreichem Vorkommen verhelfen.

Soweit sie – im Erwachsenenzustand – geflügelt sind, werden sie auch Vögeln und Fledermäusen als Nahrung willkommen sein.

Wir hoffen, die Rönne fällt nicht in extremere Niedrigwasserzustände, trocknet gar aus. Politik und Verwaltung, Bauherren und Landnutzung ringsum haben eine große Verantwortung in Gegenwart und Zukunft. Bei Anwenden von bekannten Entlastungen bleibt die Rönne erhalten. Schritte zum Erfüllen der Anforderungen Richtung Entschärfen des Klimawandels sowie notwendige Anpassungen überzogener Verhaltensweisen können schnell erste Verbesserungen bewirken.

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Wir waren zum ersten instream-Restaurieren an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet verabredet. Mit Zustimmung des Grundeigentümers, des Wasserverbandes sowie der zuständigen Behörde kam dieser Einsatz zustande. Die Finanzierung des Kieses übernahm die Edmund Siemers-Stiftung, die Arbeiten der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne – besten Dank allen Beteiligten!

Innerhalb je einer halben Stunde erlebten wir (vgl. die beiden vorigen Beiträge)

  • Schlagkräftige Landwirtschaft und
  • Störche im Restaurant.

Es wurde nun der Radlader erwartet, der den Kies platzieren sollte.

Da, Geräusche und Staub am Horizont.

Super Sache, das! Das ist ja nicht nur ein Radlader, sondern ein Telelader.

Telelader Merlo – so einer wurde bereits erfolgreich an Pinnau und Mühlenau im ländlichen Raum eingesetzt.

Schon kommt die erste Testschaufel an.

Wie üblich müssen wir uns auf Gelände und Gewässersituation einstellen.

Händisch wird zu zweit oder zu dritt Feinarbeit geleistet.

Da kann man schon mal etwas beobachten.

Was driftet da vorbei, unscharf wegen starken Zoomens? Eine Gelbbrandkäferlarve, Atemröhre an der Wasseroberfläche, die sich später an ruhiger Stelle an den Kies anlehnt.

Schon kommt die nächste Ladung Kies.

Gute Befahrbarkeit ist wesentliche Grundlage für einen Einsatz.

Bei diesem ersten Arbeiten geht es uns primär um den Schutz vorhandener Kopfweiden. Wegen fehlenden Uferschutzes durch bis unter die Wasserlinie wurzelnden Schwarzerlen sind die Weidenstandorte vom Bach erreicht, die Bäume beginnen, sich zu neigen. Dies ist ebenfalls ein Zeichen, dass die Kopfbaumpflege konsequent durchgeführt werden muss, sollen die Bäume dauerhaft erhalten werden. Kopfüberlastung würde sie frühzeitig ins Gewässer kippen lassen.

Ein Bisschen Handarbeit, ansonsten steht jetzt „nur“ Beobachten an.

Platzwechsel.

Am anderen Ufer („Telelader“ ist das Zauberwort) wird die Dränung erodiert. Uferschutz und Strukturverbesserung Sohle sind angesagt.

Erstmal erledigt, auch das diesseitige Ufer hat leichten Schutz erhalten. Die weitere Entwicklung ist zu beobachten, ggf. nachzuarbeiten.

Die nächste Kopfweide, frei erodiert …

Geschützt – wir legen den Kies nicht vor / in die Wurzeln, sondern lenken die Strömung von bachauf leicht vom Ufer weg. So stabilisiert sich die Situation von allein.

Wo es erforderlich erscheint, wird leichter Schutz, händisch, auch ans andere Ufer gelegt.

Schon erreichen wir die letzte Kopfweide. Die Rönne ist völlig von Sumpfpflanzen zugewachsen.

Lichtüberschuss wegen fehlenden standorttypischen Baumsaums / Auwalds ist – verschärft durch den Klimawandel – das Aus für quellgespeiste Bäche und ihre spezifischen Lebensgemeinschaften (Betrifft: NATUR, Heft 2/2021, S. 7-9).

Hier Abhilfe zu schaffen, steht in Deutschland noch immer nicht im Fokus. Im englischsprachigen Raum sind Programme wie „Keep your river cool“ und ähnlich längst von Überlegungen zu Taten umgesetzt.

Hier also …

Die letzte Schaufel Kies – für heute.

Tschüß, Merlo! Besten Dank an die Aktiven des Gewässerpflegeverbands Alster-Rönne!

Das sieht ja fast so aus, als hätten wir ein Herz (zwei Herzen?) aus Fahrspuren oberflächig auf dem Gelände hinterlassen …

Letzter Blick von der Straßenbrücke – extremes Niedrigwasser. Klimaschutz ist in aller Munde (leider meist nur technisch unter dem Stichwort Kohlendioxid verstanden), Anpassung an den Klimawandel tut Not (die Landschaft muss entlastet, wieder zu ihrer Leistungsfähigkeit ertüchtigt werden)!

 

Wer dazu Näheres lesen möchte:
– Die reale Situation, dass übermäßige Erosion die Gewässersohlen so vertieft hat, dass das Mittelwasser vielerorts UNTERhalb der genehmigten AusbauSOHLE fliesst, ist gut nachvollziehbar hier dargestellt.
– Was entsprechend der Analyse unserer übernutzten und überheizten Landschaften verändert werden müsste, ist für Norddeutschland am Beispiel Nordniedersachsens hier verdeutlicht.
Die Erkenntnisse beider Arbeiten können auf vergleichbare Moränenlandschaften anderswo nutzbringend übertragen werden.

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