Der Forellenbachliebhaber und Fliegenfischer Tankred Rinder, Internetseite Forelle & Äsche, hat mich interviewt und das steht hier.
Die Topfquelle sprudelt hier.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 6. Februar 2013| 2 Comments »
Der Forellenbachliebhaber und Fliegenfischer Tankred Rinder, Internetseite Forelle & Äsche, hat mich interviewt und das steht hier.
Die Topfquelle sprudelt hier.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 25. Januar 2013| Leave a Comment »
Unter anderem der Geselle, der die im folgenden Foto sichtbaren Spuren hinterlassen hat, wird profitieren.
Demnächst kommen ca. 300 m³ Kies und Geröll aus Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und werden aus der bisherigen Sandwüste ein strukturiertes Gewässerbett entstehen lassen. Speisekammer, Versteck für Wirbellose und Fische, Fodder für den Odder – all das wird anschließend zuhauf da sein.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 13. Januar 2013| 1 Comment »

Januar 2013 – der Mähkorb war wieder da. Die Böschungen sind gemäht wie Golfrasen, das Ufer verletzt und unterschnitten. Erosion und Absturz werden bei folgender, fortgesetzt harter Gewässerunterhaltung zu immer breiterem, tieferem Profil führen.
Für Leben ist in solch hingerichtetem Gewässer kein Raum. – Dabei liegen seit Jahrzehnten Unterlagen und Praxisbeispiele vor, wie es richtig ginge.
Es ist kaum zu glauben, 12 Jahre Wasserrahmenrichtlinie, 35 Jahre Verschlechterungsverbot im deutschen Wasserrecht (ja, das steht da seit 1977 drin) und die Gewässerunterhaltung in Niedersachsen definiert weiter ihre eigene Realität in der Fläche.
Man darf gespannt sein, ob Deutschland wegen Verstoß gegen geltendes Recht und Nichterfüllen eigener in Brüssel angeregter Ziele einmal mehr mit erheblichen Geldstrafen belegt wird.
Immerhin versucht in jüngerer Zeit der Wasserverbandstag, Kopfverband auch der Gewässerunterhalter, über Fortbildung Veränderungen des zerstörerischen Handelns zu erreichen.
Wie sagt der Geschäftsführer Godehard Hennies in einem Vortrag [Info nicht mehr im Netz], hinterlegt mit Folien, so treffend:
– Die Gewässerunterhaltung ist an den Bewirtschaftungszielen des Wasserechts auszurichten. (Folie 11) [Anm.: und deren Grundlagen sind das Verschlechterungsverbot und das Verbesserungsgebot]
– „… wer die Schaufel ansetzt, übt öffentliche Gewalt aus“ (Folie 4)
Dem entsprechend weist Ulrich Ostermann ebenfalls auf der BWK-Fortbildung 2011 [Infos nicht mehr im Netz] darauf hin, dass
– die Unterhaltungspflichtigen die Herausforderungen annehmen müssen, Gewässerunterhaltung im Konsens mit allen Interessengruppen durchzuführen (Folie 5) und dass
– ein „Weiter so wie bisher“ kurz- bis mittelfristig zu rechtlichen Problemen/Konsequenzen führen wird. (Folie 6)
Angesichts der weiter flächendeckenden Zerstörung der Gewässerlebensräume durch harte Gewässerunterhaltung bis in den Quellbereich in den meisten Einzugsgebieten ist es an der Zeit, dass die Wasserbehörden ihre Möglichkeiten nutzen, diesem Treiben ein Ende zu bereiten.
Fortbildung allein scheint – wir befinden uns im Jahre 12 der Wasserrahmenrichtlinie – wie alles Beschwören freiwilliger Vereinbarungen nicht zum Ziel zu führen.

Wir dürfen gespannt sein, wie es hier im anmoorigen Umfeld des NSG Obere Wümmeniederung demnächst aussieht. – Nach Neuausbau eines Quergrabens haben in der rauen Fläche seit einem Jahr Brennesseln die Mädesüßfluren weitgehend ersetzt – Stickstofffreisetzung durch Bodenentwässerung und -belüftung anzeigend.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 30. Dezember 2012| Leave a Comment »
… und all denen, die seinen Lebensraum mit Stein, Holz und standorttypischem Baum wieder vielfältig gestalten!
Zum Jahresabschluss kann der aufmerksame Wanderer die Forellen beim Laichen beobachten.

Wohl 15 Fische zwischen 40 und 80 cm beschäftigen sich auf dieser großen Kies-/Geröllbank – ein ständiges Hin und Her.
Wer nun angesichts des Fotos seine Gedanken in falsche Richtungen lenkt:
– Forellen haben Schonzeit.
– Wer generell über Fische und ihre Nutzung nachdenkt, ohne sich um Grundlagen zu kümmern, sollte sich über die Inneneinrichtung „Schwedische Gardinen“ informieren. Dazu kann man z.B. kurz und bündig im Strafgesetzbuch, § 293 nachlesen.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 14. November 2012| Leave a Comment »

Goldenes Detmold (Werre) – das hatte die Bezirksregierung mit dem alten Petrus ja gut abgesprochen, wie dieses Foto bereits zeigt.
Fast 200 Interessierte nahmen an der Gewässerkonferenz 2012 der Bezirksregierung Detmold Teil.

Natürlich spielte das Thema Durchgängigkeit eine wichtige Rolle. Das Besondere hier: sie wurde einmal nicht mit Lachs- und Meerforelle transportiert.
Fotos und Filme von Elritzen zeigten beeindruckend, mit welchem (Nach)Druck die Gewässerlebewesen zu ihren Laichgebieten gelangen möchten – klicken Sie mal auf`s Bild und sehen sich die Springer an.
Wenn denn die Durchgängigkeit mal durchgängig hergestellt wäre …
Der Lebensraum selbst in Längs- und Querprofil, in Horizontale und Vertikale, nicht zu vergessen Ufer und Umfeld wird nach wie vor viel zu wenig beachtet. So stehen denn auch hierzu Beispiele in Vortrag und Exkursion an. Stein und Holz spielen bedeutende Rollen.

Nach all den interessanten Vorträgen am Vormittag soll es nun endlich ins Freie gehen. Informationsmaterial wird transportiert.

Brücke-abwärts gesehen – hier war der Mensch am Werk, Prall- und Gleithang neu nach Freilegen der vorher zugebauten Werre.

Ein früheres Fabrikgelände mit zugebautem Fluss machte Platz für Wohnbebauung und ein erlebbares städtisches Fließgewässer mit Wanderweg.

Neuer Bach-Aspekt neben neuer Wohnbebauung – manch einer muss sich an die neue, „wilde“ Natur sicher noch gewöhnen.

Die Gegenseite, Pirat.
(Wie so oft erleben wir den Vorführeffekt – Gegensprechanlage funktioniert nicht. Oder wir haben etwas falsch gemacht, sind halt keine Kinder mehr.)

Am „Denk-Mal“ gibt es sinnige, geschriebene Information. Die vernachlässigten Bäche und kleinen Flüsse werden gut vermittelt.
Wirtschaftsbetriebe Löhne – Kooperationspartner des Projekts Weser-Werre-Else. Wenn man deren Leistung nachvollzieht, wünscht man sich mehr solch gute Kooperationsbeispiele in Stadt und Land. Möge NRW diesen Schatz achten und fördern.

Uuund dann … – haben sich ein paar Gewässerschutz-Leuchttürme noch eine Spezial-Exkursion gegönnt. – Nicht „über sieben Brücken …“, aber über diese weitere und über einen Zaun … haben wir das Gelände (ein Schild sagt „Auf eigene Gefahr …“) betreten.
Zum Glück war der Hundevereinsplatz nicht besucht, waren die Hunde nicht los. – Warum da aber auch wieder mal aus privatem Nutzgelände in öffentliches Schutzgelände ein Pförtchen geht … Und warum vom Pförtchen eine Mähfläche zum Bach runtergeht … Fragen über Fragen!

Hier, ein Stück bachab vom offiziellen Exkursionsgelände, hat man beim Restaurieren der Werre mehr Platz gegönnt.
In der Broschüre „Bäche und Flüsse werden lebendig – Renaturierung in Ostwestfalen-Lippe“ ist diese Strecke und deren abwärts anschließendes Stück als Beispiel 8 erläutert.

Werre mit abendlichem Herbstsonnenschein – das Mutterfoto für das Startfoto dieses Beitrags „Goldenes Detmold“.

Welcher Lachs laicht solche Rieseneiner?! – Der Standortbiologe forscht … – und findet keine Antwort.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 14. Oktober 2012| 2 Comments »
Der Herbst bringt es an den Tag.

Spitzahorn in gelben Herbstfarben – die Kollegen und Verwandten, wie der herbstlich besonders bunte Bergahorn, haben es schwer. Die letzten Ultrasalz-Winter haben viele Riesen so geschädigt, dass sie jetzt „bepunktet“ sind – Opfer anstehender Sägeprogramme. Wollen wir also die Farben schnell noch geniessen.
Eben hat sich Niedersachsen noch gefeiert unter dem Motto „20 Jahre Fließgewässerrenaturierung“. Die im Netz stehenden Vorträge sind dementsprechend, wenngleich der zwischen den Zeilen lesende Interessent bereits herausfindet: Gewässerschutz, gar das Einhalten zugehöriger Gesetze, hat hier keine Priorität.
Ein kleines, symptomatisches Beispiel zeigt, was die Realität dem wachen Auge präsentiert.

Die Seeve, hier bei Hörsten, ist so ein Beispiel. Auch an – wie man sagt – Deutschlands sommerkühlsten Tieflandgewässer, Salmonidenregion par excellènce, findet sich Mais „bis auf die Kante“.

Nach der Ernte sieht das dann so aus. Acker bis über die Kante, schwerstes Gerät fährt ohne Rücksicht auf Boden, Gewässer, Tier- und Pflanzenwelt. Der früher vorhandene Baumsaum, wichtiger Halbschatten für den Forellenbach, ist vernichtet. – Der Boden: steinhart.

Von der Brücke aus ergibt sich dieser Überblick. Fehlende Gewässerpflege hat zusätzlich zur Bedrängung von der Landseite mit Baumverlust durch Erosion bei inzwischen fehlendem Uferschutz durch Bäume ein Profil mit senkrechten Uferwänden und entsprechend weiter fortschreitender Erosion entstehen lassen.

Restbaum an der Seeve: vor wenigen Jahren wurden die Wurzelteller der Bäume landseitig weggepflügt. Auf Hinweise wurde nicht reagiert. – Baumverlust systematisiert … – was soll einem da noch einfallen?!
Was einem da noch einfallen soll? Zum Beispiel, dass nach Niedersächsischem Wassergesetz seit 1989 ein Umbruchverbot an Gewässern 2. Ordnung besteht. Geschieht solches, ist ein Mindestrandstreifen von 5 m ab Böschungsoberkante entschädigungslos einforderbar. – Ja, und ? !
Dass die Wasserrahmenrichtlinie darüber hinaus seit dem Jahr 2000 ein Verschlechterungsverbot festgeschrieben hat, scheint ohnehin niemanden zu interessieren.

Nur mal so als optischer Eindruck: 5 m Randstreifen, der hier fehlt. Dass aus Gewässer- und Meeresschutzgründen breitere Randstreifen zu fordern wären und wegen Letzterem sowie Hochwasserschutzüberlegungen Acker, insbesondere mit Mais bestellt, in Überschwemmungsgebieten aber auch gar nichts verloren hat, steht auf einem anderen Blatt.

Noch in die andere Richtung, bachabwärts gesehen: der Haselstecken zeigt den 5 m Randstreifen, gemessen vom Stamm des pflug-entwurzelten Restbaums.

An organischerer Stelle aufgenommen: Mit Großgerät Zeichen setzen – bei jedem Wetter Schlagkraft beweisen, Weichboden zu Deponiedichtung formen …
Mal sehen, wie Politik, ob nun die selben oder neue (Nicht-)Akteure, nach der niedersächsischen Landtagswahl im Januar 2013 fortfährt.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 10. Oktober 2012| Leave a Comment »
Rückblick – gleich zu Anfang August an der Seeve: merkwürdige Zeichen im Kornfeld!
Wer war DAS ? !

Die Spur endet im Kornfeld – vom Feld Richtung Seeve gesehen, die auffällig breite, geplättete Spur.

Da hat jemand geerntet – und zwar sehr ordentlich: völlig von Ähren und Halmen geräumte Flächen im Kornfeld, von 1 bis 10 Quadratmeter. Alle paar Dutzend Meter am Fluss entlang wiederholt sich das Schauspiel.

Wo ist der ganze Kram geblieben? – Nur an einer Stelle sah ich Stroh vor einer Erlenwurzel in der Seeve.
Das ist etwas hier Ungewöhnliches.
Frage an mancherlei Fachleute brachte „Bisam ist zu klein.“ – „Mal an Nutria gedacht?“ – „Keine Ahnung.“
Leichte Vorahnungen bestätigten sich im Harz-Urlaub (schon die Unmengen Beiträge hier im Blog gelesen?): Das ist doch der Biber …
Nun wollte ich es von ganz Kundigen wissen und hier ist die Antwort von Annett Schumacher, Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe:
„mein Kollege Herr Ibe und ich haben uns Ihre Fotos (inkl. der Beschreibungen) angesehen. Aus unserer Sicht handelt es sich um Spuren des Bibers. Typisch ist der breite, plattgewalzte Wechsel. Aber auch die von Ihnen beschriebenen Fraßplätze im Feld, die ja auch auf den Fotos gut zu sehen sind, sind charakteristisch: d.h. am Ende des Wechsels flächige, mehrere (bis einige zig) Quadratmeter große Fraßflächen.
Wenn der Biber noch in der Gegend ist, sollten Sie jetzt auch langsam Fraßspuren an Gehölzen finden. Im Sommer leben die Biber vorrangig von krautiger Vegetation, stellen dann im Herbst zunehmend auf Gehölznahrung um.
Einen Jungbiber kann man ausschließen, da diese etwa bis zum Alter von 1,5 bis 2,5 Jahren bei den Alttieren bleiben. Wenn sie abwandern, sind sie in der Lage, Gehölze zu fällen. Auch die Breite des Wechsels spricht dagegen. Vermutlich handelt es sich also um ein adultes oder subadultes Tier.
Vielleicht haben Sie ja doch mal Glück, und können das Tier beobachten. Allerdings ist dies erfahrungsgemäß an kleinen, schmalen Gewässern relativ schwierig, da Biber dort eher scheu sind.“
Ganz herzlichen Dank für die informative Antwort und die Erlaubnis, sie hier widerzugeben!
Da ist wohl jetzt die hiesige Naturschutzverwaltung gefordert.
(Wo ich`s nun weiss: Über Biber gibt`s allerhand zu lesen, z.B. auch hier.)
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 8. Oktober 2012| Leave a Comment »
Dieser Bericht widmet sich Wernigerodes Wappentier, der Bachforelle und ihrem Lebensraum – und was dafür und, hoffentlich nicht mehr lange, durchaus auch dagegen getan wird.
Hier im Blog stehen ja etliche ältere Artikel, die über die Aktiven um das Wappentier herum berichten. Sie leisten hervorragende Arbeit.
Ein Faltblatt bietet dem Einheimischen wie dem Touristen die Möglichkeit, Verbesserungen der jüngeren Vergangenheit aufzusuchen. Die Wernigeröder Bäche Holtemme und Zillierbach wurden so verbessert, dass zu ihren Laichplätzen wandernde Forellen keine ernsthaften Hindernisse mehr vorfinden – wo kann man das heutzutage sonst schon vorweisen ? !

Mitten in Wernigerode „Holtemme 6“. Wir sind in einer Zeit extremen Niedrigwassers dort. Der Fischpass nimmt den gesamten Abfluss auf. – Nun ist natürlich auch Wernigerode nicht durchweg ein Platz der Seligen. Hier schlagen wie anderswo auch Kulturschäden wie Neophyten zu. Gucken Sie mal das gelb gerandete fette Vorkommen von Drüsigem Springkraut an.
Falls Sie auf das Bild geklickt haben, um das Springkraut zu betrachten: haben Sie die „Alu-Schleien“ im Fischpass gesehen, diese goldgrünen, typischen Schleien? (Kleiner Jux. Sagen Sie das nie zu den Wildfisch-Aktiven, nur weil hier im speziellen, feuchten Kleinklima Algen so gut auf den Alu-Forellen wachsen!)

„Holtemme 5“ – weiter bachauf, auch hier ein Raugerinne-Pass, querab der Hochschule. Alu-Forellen verdeutlichen dem Laien, was hier ermöglicht wird.

Noch weiter bachauf, „Holtemme 2“ – hier als Mäanderfischpass gestaltet, da auf kurzer Strecke ein hohes Gefälle auszugleichen war. – Das Foto zeigt eine Strömungsstudie mit Blättern – sausend in der Aussenkurve, ruhiger, teils sogar rückwärts sich bewegend, in der Innenkurve. Diese spezielle Hydraulik macht die hohe Leistungsfähigkeit dieser Durchgängigkeits-Prothese aus. – Eins muss halt immer klar sein: nichts ist besser – wo immer möglich -, als ein bachartig wieder gestalteter durchgängiger Bach.

Noch ein Foto zur frühherbstlichen Niedrigwasserperiode (Blätter kreisen an der Oberfläche des Kolks). Über das ehemalige Hindernis fließt fast kein Wasser, alles ist – wie sich das gehört – im (hier!) Mäanderfischpass. – Aber welch Verfärbung zeigt sich an dessen Seite – Alterung, Baumangel, nix von alldem? Muss man vielleicht prüfen.

Bachab, jenseits des Stadtkerns, „Holtemme 7“ (ich hoffe, ich habe richtig gezählt), einer der jüngsten Fischpässe. Auch hier, nach dem Zusammenfluss mit dem Zillierbach, nimmt der Fischpass alles Wasser auf.

Mit dem neusten Werk „Holtemme 8“ ist der gesamte Stadtbereich Wernigerode für wandernde Fische durchgängig.

Nochmal „Holtemme 8“, aufwärts gesehen. Der Pass ist, unter anderem für Unterhaltungszwecke, begehbar gestaltet. Für Hochwasser ist (links vom Pass) mehr als genug Freiraum.
Der ungeduldige Leser fragt, „wo bleibt denn nun etwas zum Lebensraum“ ?! – Geduld, geht los.

„Wer Augen hat zu sehen, der sehe!“ – Pflanzen wachsen bekanntlich nach dem Prinzip der Abhängigkeit vom Minimumfaktor. Und der ist im natürlicher Weise lichten Schatten des Forellenbachs nun mal das Licht. – Wo, wie hier, Algen dicht den Untergrund überziehen, muss Abhilfe geschaffen werden. Die standorttypischen Organismen kommen mit Algenmassen nicht recht klar.

Grundlagen zum Forellenbach und zu seinen Bewohnern kann man z.B. auf der Tafel am Lehrpfad Hasserode nachlesen (anderswo auch, gut gemacht).

Aaaaber, bei genauerem Hinsehen …
Die Forelle sucht den Schatten – bekommt bei Besonnung Sonnenbrand (das ist wirklich so). – Wieso sind da solche Algenmassen, die den Bachgrund verdecken, den Porenlückenraum der Steine verstopfen?

Wo größere Forellen stehen, ist der Standort etwas freigestrudelt mit Flossenschlag. – Hier fehlt den Forellen offenbar ihr Versteck, wieso sind da diese Algenmassen, was ist geschehen?

Der Zillierbach, typisch verbaut in der Stadtsituation, hat immerhin hervorragende instream-Ausstattung – gegliedertes raues Bett, Stromstrich, Turbulenz. Die Vegetation scheint sich standorttypisch darzustellen. Leider ist das gesamte Profil voll besonnt, offenbar hat die lange Niedrigwassersaison 2012, gepaart mit „Ordnungssinn“ dazu geführt, dass alles gemäht wurde – völlig unnötig. Dafür ist jetzt die Charakteristik des Forellenbachs, Halbschatten gehört dazu, völlig zerstört.

Zillierbach, anderer Aspekt standorttypischen Bewuchses. Auch hier jetzt voll besonnt, da durchweg gemäht. – Wenn diese Art harter, vorgestriger Gewässerunterhaltung fortgesetzt wird, werden sich „Rasen-Arten“ an Land und im Wasser durchsetzen. Das widerspricht jeglichem Handeln heutigen Gewässerschutzes.
Und im Umfeld, aufgenommen diesmal in unmittelbarer Nähe zur Holtemme, tut sich auch was.

Totes Straßenbegleitgrün in Friedrich- oder Amtsfeldstraße – vor wenigen Tagen noch leuchtend-orange, der typischen Färbung nach Totalherbizideinsatz. Dieser Einsatz ist hier verboten.
Im Übrigen war das auch gelegentlich farblich an anderer Stelle im Stadtbild sichtbar. – Das Verbot gilt aus gutem Grund, sind die Einsatzsstoffe doch Fisch- und Algen-giftig.
Wer sich für die Rechtslage in Zusammenhang mit Totalherbiziden interessiert, guckt z.B. hier.
Posted in Der Kampfdackel, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 5. Oktober 2012| 1 Comment »
Bevor wir am Westrand der Romanischen Straße das Kloster Drübeck besuchten, sind wir bergan ins Sandtal gewandert.

Auf dem Rückweg in einer Pfütze sehen wir – nein, keinen Schnürsenkel, sondern ein Wasserkalb. Wer`s nicht kennt, muss mal Googeln.

Der standorttypische Bach! Erlenwurzeln und Steine minimieren Erosion, schaffen maximale Variabilität. Die Folge ist, wie wir fachchinesich sagen: hohe BioDiversität – Lebensraumvielfalt schafft Lebensvielfalt.
Schon am Parkplatz wirkt Kloster Drübeck besonders durch seine Einbindung ins Grün.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen on 28. September 2012| Leave a Comment »
Wo so viel Wasservolumen ist, muss doch auch eine Angelmöglichkeit bestehen. Also nix wie hin zu Harzer Trinkwassertalsperren.

Auf dem Weg zur Rappbodetalsperre begegnet uns eine Goldammer an der Kante des großen Kalkabbaugebiets bei Elbingerode.

Das ist schon ein heftiges Loch in der Landschaft (und ringsrum sind mehr davon). Nach Ausbauende soll ein See entstehen – sagen wir passender: ein wassergefüllter Krater angesichts der Steilufer.

Wir querten die Staumauer der Überleitungssperre, Kalte Bode. Sie „füttert“ die Rappbodetalsperre nach.
Hier in der Gegend verläuft eine noch in Entwicklung befindliche Pilger-Route, die Via Romea.

Wir sind an der Rappbodevorsperre angekommen. Bunt stellt sich der Überlauf an der Sperrmauer dar: Trocken gefallene Algen und Moose in diversen Grüntönen, rötlich-violett das Geländer. Nach langer Regenarmut fließt nur wenig Wasser ab.

Nach ein paar Trainingseinheiten haben wir die Vorsperre verlassen und angeln an der Rappbodetalsperre weiter. Angesichts des gefallenen Wasserstands ragt eine Insel weit empor.
Was dem Ostharz Recht ist, ist dem Westharz billig – schließlich liegt er im Luv und bekommt die Niederschläge aus erster Hand.
Also auf zur Innerste-Talsperre.

Bald schon hatte uns die angekündigte Wetterfront erreicht – von Norden gesehen strahlt die Sonne Regen.

Wer draussen nicht im Wetter stehen will, kann an der Granetalsperre die Ausstellung der Harzwasserwerke besichtigen, hier: Hochwasserschutz, Blick durchs Aquarium mit Saiblingen.

Aber es soll ja geangelt werden, nett zwischen Regen und Sonne präsentiert sich die Innerste-Talsperre. Fast bin ich an den Edersee erinnert, wo ich meine ersten Angelversuche vor Urzeiten startete (dieses Jahr ist 50jähriges Jubiläum …).

Auf der Westseite nahe des Damms war ich ja schonmal erfolgreich, wie an anderer Stelle im Blog beschrieben ist. Also statte ich bekanntem Ufer in Regenwanderung wieder einen Besuch ab.
Wer fragt hier, was ich gefangen habe ?! Ich habe doch die ganze Zeit fotografiert. 🙂
Aber ganz ohne etwas bin ich nicht nach Hause gefahren. Jede Talsperre gab einen Fisch frei.

Schicke Steine habe ich mitgenommen und aus jeder Talsperre einen Fisch. – Ok, es war jeweils nur ein Gummifisch, was soll`s.
Der obere, hechtähnliche stammt aus der Rappbodetalsperre und wurde geangelt. Den unteren, großen habe ich trocken gefallen zwischen Steinen der Innerstetalsperre aufgeklaubt.
Ich komme wieder.
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