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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Die Neunaugen sind Fisch des Jahres 2012, dabei sind sie doch gar keine Fische. Lesen Sie mehr dazu im vorstehenden Link.

In der Seeve, südlicher Elbe-Nebenfluss Niedersachsens flussauf der Hansestadt Hamburg, gibt es Bach-, Fluss- und Meerneunaugen – ja, hier im Norddeutschen Tiefland.

Heute sind mir 3 unglückliche Flussneunaugen begegnet. Das nehme ich zum Anlass, ein wenig über diese Tiere und die spezielle Situation für sie an der Seeve zu schreiben.

Kopfpartie eines toten Flussneunauges - gut erkennbar: die 7 Kiemenöffnungen und das Auge. Zählt man die hier nicht sichtbare Nasenöffnung dazu, kommt man auf die "9 Augen".

Kopfpartie eines toten Flussneunauges - gut erkennbar: die 7 Kiemenöffnungen und das Auge. Zählt man die hier nicht sichtbare Nasenöffnung dazu, kommt man auf die "9 Augen".

Von der Elbmündung aufwärts schwimmend arbeiten sich die laichreifen Individuen von Fluss- und Meerneunaugen in Richtung ihrer Geburtsgewässer vor - hier: die Elbe oberhalb Hamburg unmittelbar vor der Seeve-Mündung.

Von der Elbmündung aufwärts schwimmend arbeiten sich die laichreifen Individuen von Fluss- und Meerneunaugen in Richtung ihrer Geburtsgewässer vor - hier: die Elbe oberhalb Hamburg unmittelbar vor der Seeve-Mündung.

Nach dem Durchqueren des Seevesiels im Schutzdeich passieren die Tiere die wegen mangelnder Überwachung zerstörte Flusslandschaft. - Widerrechtlicher Ackerbau bis an den Gewässerrand, Pflügen bis an die bis vor wenigen Jahren durchgängig vorhanden gewesenen Ufergaleriebäume - Folge ist schleichender Totalverlust.

Nach dem Durchqueren des Seevesiels im Schutzdeich passieren die Tiere die wegen mangelnder Überwachung zerstörte Flusslandschaft. - Widerrechtlicher Ackerbau bis an den Gewässerrand, Pflügen bis an die bis vor wenigen Jahren durchgängig vorhanden gewesenen Ufergaleriebäume - Folge ist schleichender Totalverlust.

Brückenquerungen mit ihrem festen Unterbau zeigen die übermäßig ausgeprägte Erosion der gestörten Seeve: überall Zeichen notwendigen Restaurierens! Hydraulisch schwache Tierarten können solche Abrisse zunehmend schlechter passieren.

Brückenquerungen mit ihrem festen Unterbau zeigen die übermäßig ausgeprägte Erosion der gestörten Seeve: überall Zeichen notwendigen Restaurierens! Hydraulisch schwache Tierarten können solche Abrisse zunehmend schlechter passieren. (Im Hintergrund sichtbar: das Maschener Seevewehr.)

Bald schon kommen die Wanderer am Wehr Maschen an - wie alle anderen Hindernisse eine Stelle, an der Zuständige eine qualifizierte Durchwanderbarkeit herstellen müssen.

Bald schon kommen die Wanderer am Wehr Maschen an - wie alle anderen Hindernisse eine Stelle, an der Zuständige eine qualifizierte Durchwanderbarkeit herstellen müssen.

Blick auf das Wehr aus etwas größerer Entfernung. Der tosende Zufluss im Vordergrund ist der Austritt eines Fischpasses, über den gleich detaillierter zu berichten ist. - VorwBald schon kommen die Wanderer am Wehr Maschen an - wie alle anderen Hindernisse eine Stelle, an der Zuständige eine qualifizierte Durchwanderbarkeit herstellen müssen. - Vorweg gesagt: durch dieses Tosen arbeiten sich einige Tierarten tatsächlich bachauf.

Das Wehr aus etwas größerer Entfernung betrachtet. Was tost da so im Vordergrund? Es ist der Austritt des Jahrzehnte alten Fischpasses, über den noch detaillierter zu berichten sein wird. - Vorweg gesagt: durch dieses Tosen arbeiten sich einige Tierarten tatsächlich bachauf.

Der Fischpass Maschen ist vor vielen Jahrzehnten gebaut worden nach intensiven hydraulischen Untersuchungen an einer norddeutschen Universität. Das war vor der Zeit, dass Durchwanderbarkeit von Gewässern in Deutschland (wieder – preussische Gesetze kannten so etwas als notwendige Vorgabe!) als rechtlich zu verankerndes Grundgut schriftlich fixiert wurde.

Klarheit hat – nach tastenden Versuchen seit den 1980ern – erst die Wasserrahmenrichtlinie gebracht.

Um so mehr ist der Versuch zur Realisierung der Durchwanderbarkeit am Wehr Maschen ein frühes Lehrstück, an dem es noch heute viel zu erkennen gibt.

Inzwischen entspricht dieses Bauwerk in keiner Weise fachlichen Anforderungen. Es ist an der Zeit, hier Abhilfe zu schaffen.

Blick von Oberstrom: Aufstau der Seeve (rechts oben das Wehr), damit Wasser links in den Seevekanal Richtung Harburger Industrie abgeleitet werden kann.

Blick von Oberstrom: Aufstau der Seeve (rechts oben das Wehr), damit Wasser links in den Seevekanal Richtung Harburger Industrie abgeleitet werden kann.

Blick von Oberstrom: Detail Gesamteindrucck des Fischpasses am rechten Seeveufer - ein eigen- und wohl einzigartiges Bauwerk der Vergangenheit.

Blick von Oberstrom: Detail Gesamteindrucck des Fischpasses am rechten Seeveufer - ein eigen- und wohl einzigartiges Bauwerk der Vergangenheit.

Seinerzeit hatte man geplant, in einer Art Tümpelbeckenpass mit zwischengeschalteten Passagebereichen den Wehrabsturz kompensieren zu wollen. – Sie sehen keine Passage, nur Beton? Richtig: Im Beton sind unter Wasser jeweils 2 Löcher, durch die das Wasser strömt. Hier sollen und müssen Wanderwillige durch. (Ich bezeichne diese turbulenten Bereiche willkürlich gern als Delphin-Trainingseinheiten. Vielleicht würden Delphine auch über den Beton springen wollen.)

Heute stellen sich die früheren Tümpelbereiche als durchgängige, vielfältige Kleineinheiten von Landschaft dar. Im folgenden Bild wird die aus der Planung entstandene Ur-Realität beschrieben.

Heute stellen sich die früheren Tümpelbereiche als durchgängige, vielfältige Kleineinheiten von Landschaft dar. Im folgenden Bild wird die aus der Planung entstandene Ur-Realität beschrieben.

Die aufgeweiteten Tümpelbereiche (gelbe Darstellung der ursprünglichen Uferlinie) - in der Planung als Rastkolke gedacht  - fungierten im Erosions-Sand führenden Tieflandgewässer als Sandfänge. Die Gesamtfläche der Tümpel war ca. 2-5 cm schwach mit Wasser überflossen, in Betonnähe sorgte die dort gebündelte Strömung für kleine, abgesonderte Tiefwasserbereiche ober- und unterstroms.

Die aufgeweiteten Tümpelbereiche (gelbe Darstellung der ursprünglichen Uferlinie) - in der Planung als Rastkolke gedacht - fungierten im Erosions-Sand führenden Tieflandgewässer als Sandfänge. Die Gesamtfläche der Tümpel war ca. 2-5 cm schwach mit Wasser überflossen, in Betonnähe sorgte die dort gebündelte Strömung für kleine, abgesonderte Tiefwasserbereiche ober- und unterstroms.

Über viele Jahre war eine Wanderorganismenpassage in dieser „Sandfang-Situation“ unmöglich. Die in den Elbe-Abwasserjahrzehnten relativ wenigen Meerforellen, die das Sauerstoffloch bei Hamburg passieren konnten, sprangen sich am Seevewehr die Köpfe blutig.

Anglervereine versuchten in vielen und langen Gesprächen mit Unterhaltungsverband und zuständigen Verwaltungen Abhilfe zu schaffen. – Osmerus schlug Anfang der 1980er vor, die Zeichen des Bauwerks zu lesen und zu nutzen: in verengten Bereichen (den Durchlässen im Beton) sorgte die turbulente Strömung für Tiefwasser – warum also dies nicht im „Sandfang“ nutzen und Einengungen bauen ? !

Dankenswerter Weise trat das damalige Wasserwirtschaftsamt Lüneburg mit seinem Amtsleiter Thienel auf den Plan. Unbürokratisch entsandte er seinen Bautrupp und schnell waren wir uns einig: buhnenartig gestackte Einbauten würden Turbulenz induzieren und den antransportierten Sand zu einer Kleinlandschaft formen, die sich allein weiterentwickeln dürfte. Die roten Eintragungen im vorstehenden Bild geben dies in etwa wider (Klick auf`s Foto oben – und es erscheint in groß, mit lesbarem Text).

Detail einer buhnenartigen Einengung, wie sie in jedem Tümpelteil realisiert wurde.

Detail einer buhnenartigen Einengung, wie sie in jedem Tümpelteil realisiert wurde.

Die hydraulischen Untersuchungen der ursprünglichen Passplanung zeigten, dass die Betondurchlässe so heftig durchströmt wurden, dass Leitbahnen benötigt wurden. Hier ein Beispiel der jeweils unterstrom angebrachten Einbauten.

Die hydraulischen Untersuchungen der ursprünglichen Passplanung zeigten, dass die Betondurchlässe so heftig durchströmt wurden, dass Leitbahnen benötigt wurden. Hier ein Beispiel der jeweils unterstrom angebrachten Einbauten.

Die ursprünglich offen gelassenen Leitbauten hatten Nachteile. Tiere konnten hinein gelangen und elend zugrunde gehen. So wurden viele Versuche unternommen, die Offenstellen irgendwie zu füllen.

Die ursprünglich offen gelassenen Leitbauten hatten Nachteile. Tiere konnten hinein gelangen und elend zugrunde gehen. So wurden viele Versuche unternommen, die Offenstellen irgendwie zu füllen.

Und so landen wir beim Thema dieses Blog-Eintrags "Neunaugen": Bei hydraulisch stärker beaufschlagten Situationen gelangen auch Flussneunaugen auf diese Flächen. Womöglich wollen sie bei höherem Wasserstand sogar hier im Kies laichen ... - Abhilfe kann nur eine vollständige Abdeckung bzw. der völlige Neubau der Gesamtanlage nach heutigem Stand der Technik bringen.

Und so landen wir beim Thema dieses Blog-Eintrags "Neunaugen": Bei hydraulisch stärker beaufschlagten Situationen gelangen auch Flussneunaugen auf diese Flächen. Womöglich wollen sie bei höherem Wasserstand sogar hier im Kies laichen ... - Abhilfe kann nur eine vollständige Abdeckung bzw. der völlige Neubau der Gesamtanlage nach heutigem Stand der Technik bringen.

Weitere „Sehen Lernen-Erlebnisse“ bringen Aufschluss über leicht umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten – nicht nur für hier, sondern fast für überall.

Der Wassereintritt in den Fischpass mit Schwimmstoffabweiser. Überbreit gebaut werden im Vordergrund die "Sandfang-Folgen" in Ansätzen deutlich. Baggern bringt da keine Lösung.

Der Wassereintritt in den Fischpass mit Schwimmstoffabweiser. Überbreit gebaut werden im Vordergrund die "Sandfang-Folgen" in Ansätzen deutlich. Baggern bringt da keine Lösung.

Gleich unterhalb des Einlaufs in den Fischpass ist schon die Lösung zu sehen. Wie in den Tümpelbereichen benötigt es "nur" Turbulenz-induzierender Einbauten, hier: Großsteine, um die Sandfangwirkung aufzuheben und Durchwanderbarkeit sicherzustellen. - Ja, und gucken Sie hin: Da ist doch schon optisch "Leben im Bach". - Das nächste Foto bezieht sich auf den im Hintergrund grün sichtbaren Bereich.

Gleich unterhalb des Einlaufs in den Fischpass ist schon die Lösung zu sehen. Wie in den Tümpelbereichen benötigt es "nur" Turbulenz-induzierender Einbauten, hier: Großsteine, um die Sandfangwirkung aufzuheben und Durchwanderbarkeit sicherzustellen. - Ja, und gucken Sie hin: Da ist doch schon optisch "Leben im Bach". - Das nächste Foto bezieht sich auf den im Hintergrund grün sichtbaren Bereich.

Aufwärts in Richtung des vorigen Fotos gesehen: fehlende Uferbäume führten zu erheblicher Erosion im Prallhangbereich. Stacken und Bodenhinterfüllen bringt keine dauerhafte Lösung. Erst das Bäume wachsen lassen, hier vermutlich: Jung-Erlenpflanzen in 1 m-Abstand, kann systembedingt nachhaltig wirken.

Aufwärts in Richtung des vorigen Fotos gesehen: fehlende Uferbäume führten zu erheblicher Erosion im Prallhangbereich. Stacken und Bodenhinterfüllen bringt keine dauerhafte Lösung. Erst das Bäume wachsen lassen, hier vermutlich: Jung-Erlenpflanzen in 1 m-Abstand, kann systembedingt nachhaltig wirken.

Der Fischpass ist heute also vielfältiger strukturiert und belebt als die Seeve.

Verlassen wir nun das Lehrbeispiel Fischpass und werfen einen Blick nach oberstrom, auf das sommerkühle Forellen- und Äschengewässer Seeve.

Das selbe Bild, wenn man weiss, was es zu sehen gilt: Am linken Seeveufer, hier rechts, da der Blick bachauf geht, herrscht die fast überall zu findende Situation. Sei es Vernachlässigung, sei es Mutwilligkeit - der standorttypische Baumsaum ist verschwunden. Erosion schafft Überbreite und Strukturverlust. In-stream Restaurieren brächte mit wenig Aufwand schnell Abhilfe.

Das selbe Bild, wenn man weiss, was es zu sehen gilt: Am linken Seeveufer, hier rechts, da der Blick bachauf geht, herrscht die fast überall zu findende Situation. Sei es Vernachlässigung, sei es Mutwilligkeit - der standorttypische Baumsaum ist verschwunden. Erosion schafft Überbreite und Strukturverlust. In-stream Restaurieren brächte mit wenig Aufwand schnell Abhilfe.

"Der Baum" - Diese Alt-Erle zeigt, was Gewässerstruktur und Erosionsschutz heisst.

"Der Baum" - Diese Alt-Erle zeigt, was Gewässerstruktur und Erosionsschutz heisst.

So haben wir also auf kleinem Raum Ursachen fast überall vorhandener Gewässerschäden und Möglichkeiten zur Verbesserung kennen gelernt.

Nachzulesen ist das im Gesamtüberblick und in 3 Jahrzehnten Historie auch.

Und für das noch immer unterbelichtete Thema „Der Baum“ gucken Sie bitte mal unter „Bach-Mann“ (ein Bisschen im Link runterrollen, dann erscheint`s).

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Nun geht die Fahrt weiter über Höringhausen und Sachsenhausen zum vorläufigen Endpunkt dieses Radwegs bis zum ehemaligen Bahnhof Netze – alles inzwischen zur Stadt Waldeck gehörend.

Einsame Weide in ausgeräumter Landschaft. Da müssen die Bienen aber fliegen ...

Einsame Weide in ausgeräumter Landschaft. Da müssen die Bienen aber fliegen …

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden - wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? - Auch die über Jahrzehnte aus "Grünem Plan" finanzierten und wie immer die Programme hießen, sind ersatzlos weg.

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden – wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? – Auch die über Jahrzehnte aus „Grünem Plan“ finanzierten, wie auch immer die zahlreichen Förderprogramme hießen, sind ersatzlos weg.

Mal ein anderer Aspekt - es gibt sie noch (sehr vereinzelt): Straßen-Mäander mit Altbaum-Allee.

Mal ein anderer Aspekt – es gibt sie noch (sehr vereinzelt): Straßen-Mäander mit Altbaum-Allee.

Trotz Einschnitt - es geht aufwärts. Was bringt der Weg hinter der Kurve?

Trotz Einschnitt – es geht aufwärts. Was bringt der Weg hinter der Kurve?

Brücke über Einschnitt, es geht weiter aufwärts.

Brücke über Einschnitt, es geht weiter aufwärts.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft - vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft – vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Die Windmühlen bestätigen meinen Verdacht: also doch - Gegenwind.

Die Windmühlen bestätigen meinen Verdacht: also doch – Gegenwind.

Rotdrosselschwärme begleiten mich. Auch Trupps von Goldammern fliegen hier.

Rotdrosselschwärme begleiten mich. Auch Trupps von Goldammern fliegen hier.

Pferde - Kopf - Weiden.

Pferde – Kopf – Weiden.

Viadukt über Bundesstraßen-Mäander voraus - ganz schön hoch drüber.

Viadukt über Bundesstraßen-Mäander voraus – ganz schön hoch drüber.

Aaaah, der letzte Tunnel ...

Aaaah, der letzte Tunnel …

... und gleich dahinter eine weitere Brücke - und was für eine schicke!

… und gleich dahinter eine weitere Brücke – und was für eine schicke!

Es musste ja passieren - kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Es musste ja passieren – kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Der ehemalige Bahnhof von Sachsenhausen - sehr schön renoviert.

Der ehemalige Bahnhof von Sachsenhausen – sehr schön renoviert.

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele - als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. - Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! - Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele – als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. – Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! – Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Agrar-Zeichen - keine Kreise im Kornfeld.

Agrar-Zeichen – keine Kreise im Kornfeld.

Nicht ermüden - noch `ne Brücke.

Nicht ermüden – noch `ne Brücke.

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Blick 1 vom Viadukt: baumloser, vom Vieh zertrampelter Reiherbach - nicht so schön!

Blick 1 vom Viadukt: baumloser, vom Vieh zertrampelter Reiherbach – nicht so schön!

Zweiter Blick: Reiherbach licht bebaumt - schon besser.

Zweiter Blick: Reiherbach licht bebaumt – schon besser.

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so - Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so – Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Neben Radfahrern, Joggern, Wanderern begegne ich auch Hundeführern. - Danke fürs Anleinen!

Neben Radfahrern, Joggern, Wanderern begegne ich auch Hundeführern. – Danke fürs Anleinen!

Letzte Strecke - bergab nach Netze.

Letzte Strecke – bergab nach Netze.

Hier ist also Schluss - bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Hier ist also Schluss – bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Offener Blick aufs Bergland - Agrar hat mal wieder freigeräumt.

Offener Blick aufs Bergland – Agrar hat mal wieder freigeräumt.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze - ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze – ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.

Der nächste Beitrag beschreibt den Rückweg.

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Gute Nachricht in Gewässerschutz- und Tierfreunde-Kreisen: seit geraumer Zeit befindet sich der Fischotter auf dem Vormarsch.

Dieser lange Zeit vom Menschen als Konkurrent verfolgte Marder war, wie fast alle derartigen Feindbilder des Menschen, nahezu vollständig ausgerottet. Inzwischen erobert er – Dank durch Abwasserreinigung und zunehmend auch durch Restaurieren verbesserter Gewässer – seine angestammten Lebensräume zurück.

Einige Todesursachen fordern noch erheblichen Tribut, können aber mit geeigneten Mitteln minimiert werden. Faunapassagen unter Brücken z.B. verhindern, dass die Tiere über die Straße laufen (sie mögen nicht unter Brücken durchschwimmen) und dort platt gefahren werden. Einbauten in Fischreusen, die den Fischereiertrag nicht beeinflussen, verhindern das Ertrinken.

Fast scheint es, als hätte die Gemeinde Otter, Samtgemeinde Tostedt, nun ein Symbol setzen wollen (oder war es vielleicht der Landkreis Harburg?).

Der vor wenigen Jahren am Ortseingang gebaute Kreisel war ursprünglich von einem pflegeleichten Hügel geprägt, auf dem Raps (Senf ?) wuchs. Dort versteckten sich, mit wachsenden Pflanzen immer besser, zwei Snoopy-Figuren – bis sie in nächtlicher Aktion „wanderten“ und später verschwanden …

Nun aber ist in mühevoller Kleinarbeit der bewachsene Erdhügel einem Gesamtkunstwerk gewichen, das offenbar Denkmal-Qualität hat. „Denk mal !“

Otter-Kreisel voraus.

Otter-Kreisel voraus.

Verkehrstod, aber auch Umweltgifte - was für ein Bild: der Spritzer fährt gerade vorbei - verursachen unnötige Verluste für die Tierwelt.

Verkehrstod, aber auch Umweltgifte - was für ein Bild: der Spritzer fährt gerade vorbei - verursachen unnötige Verluste für die Tierwelt.

Da sitzt er also, auf pflegeintensivem Grund (Achtung, Herbizid ist hier verboten!), der linke Fischotter.

Da sitzt er also, auf pflegeintensivem Grund (Achtung, Herbizid ist hier verboten!), der linke Fischotter.

Und da sind die beiden anderen.

Und da sind die beiden anderen.

Ob lebendig oder aus Holz - putzig, putzig, diese Tiere, erfüllen sie doch trefflich das Kindchenschema. Bleibt abzuwarten, in welchen Partykeller sie demnächst abwandern.

Ob lebendig oder aus Holz - putzig, putzig, diese Tiere, erfüllen sie doch trefflich das Kindchenschema. Bleibt abzuwarten, in welchen Partykeller sie demnächst abwandern.

Eine Erläuterung zum oben angesprochenen Herbizid-Verbot findet sich übrigens hier (nach Novellierung des Gesetzes heisst die entsprechende Fundstelle jetzt § 12, wenn ich mich nicht irre. In der Sache hat sich nichts geändert – Giften bleibt hier verboten.).

Zum Thema Glyphosat / Roundup (und welche Phantasienamen zu diesem Alle-Pflanzen-Killer noch kursieren) ist auch dieser Link zu empfehlen.

(Wie peinlich ist das Verhalten der Bundesregierung !?)

Pardon – an die Interessenten meiner Radtour Korbach – Netze angesichts dieser Otter-Eskapade: Sie warten nach „Etappe 1“ auf die Fortsetzung. Keine Angst, die folgt.

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Kalt war`s, unter dickem Eis ist inzwischen das Wasser in Überschwemmungsbereichen versickert oder abgeflossen.

Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung, das eine herausragende Bedeutung für den Vogelzug und als Feuchtgebiet haben soll.

Ah, eine Linie durchzieht die Landschaft. – Der Mähkorb war wieder da – nachdem die Hochwässer schadlos abgeflossen sind …

Blick von der Wegquerung mit einem kleinen Fließgewässer: ein Absturz !

Blick bachab (unterhalb des Absturzes): krass! Hier wird in bis zu 2 m Tiefe unter Geländehöhe jährlich „unterhalten“.

Typische Zeichen der harten, längst überholten Gewässerunterhaltung: Uferverletzung andererseits.

Das selbe diesseits: senkrecht abgegrabenes, verletztes Ufer!

Die Folge: erhebliche Uferabbrüche mit massivem Sandeintrag ins Gewässer.

Hier ist also deutlich: die für den Wasserabfluss an dieser Stelle völlig überflüssige Gewässerunterhaltung führt in ihrer überholten, harten Art zu einem der schärfsten Probleme heutigen Gewässerschutzes. Nicht zuletzt sorgt diese rechtswidrige Arbeit dafür, dass andernorts der „produzierte“ Sand mit hohen, völlig unnötig provozierten Kosten gebaggert werden muss.

Während der Wasserverbandstag, Kopfverband der hiesigen Wasserverbände, versucht, Weiterbildung für Gewässerunterhalter zu etablieren und einige wenige Verbände das gute Beispiel transportieren, regieren in Niedersachsen weiterhin die Unterhaltungs-Firmen.

Auf dem Weg zurück, sauber, sauber – unfassbare, fortgesetzte Lebensraumvernichtung und Kostenproduktion zu Lasten der Beitragszahler.

Ein weiterer Sand-Einträger in einem kleinen Nebenbach: Dränage-Sand fließt auf Eis ab.

Der Absturz zeigt: Hier kann – vermutlich über Jahrzehnte – auf Hunderten Metern jegliche Gewässerunterhaltung eingestellt werden bis auch nur der Anschein einer durchgängigen Gewässersohle erreicht würde.

Es spielt offenbar keine Rolle, dass all dies in einem Naturschutzgebiet stattfindet. Ob wir nun seit 12 Jahren die Wasserrahmenrichtlinie haben oder nicht – scheint auch völlig egal. – Hier, genau hier gibt es sogar einen Gewässerentwicklungsplan, der das Ändern der Gewässerunterhaltung als kostensparenden Weg auf den fachlich beschriebenen und rechtlich mit Fristen festgelegten Weg zum Ziel konkret darstellt.

Das spielt in Niedersachsen offenbar gar keine Rolle – Landwirtschafts- und Umweltministerium wo seid ihr ? !

Wo Gewässerunterhalter sinnlos wüten, sind Säge-Besessene oft nicht weit. Hier wurde das Versteck einer Vielzahl von Säugern und Vögeln zerstört.

Der Holzbedarf stetig wachsender Osterfeuer zeigt ebenfalls seine Folgen. Jetzt werden schon bleistiftdünne Hölzer geschnitten … (Ich will ja nicht annehmen, dass es sich hier um eine Naturschutzmaßnahme handeln soll. – Der „Täter“ würde ja nicht einmal das Wachstumsverhalten dieser Gehölze kennen.)

Hier das erläuternde Beispiel zum vorigen Foto: „Aus 1 mach unendlich!“. – Während früher Einzelgehölze den Weg säumten, wurde durch Absägen Buschwerk produziert – einmal sägen: aus 1 mach 20. Im vorherigen Foto ist die Zeit bereits fortgeschritten Richtung unendlich. – Leute, lasst die Bäume wachsen, dann habt ihr mehr Durchblick.

Ein Gutes hatte dieser Vormittag doch noch. Derjenige, der für all das bis vor wenigen Jahren in Spitzenposition verantwortlich war, ist von seinem – anderen – Amt zurückgetreten.

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Am Wehr Geesthacht – alles geht den Bach runter! (Na gut, die Elbe ist hier längst zum Strom geworden …)

Ja, die Elbe ist hier längst kein Bach mehr! Es ist etwas im Busch. Das Eis dort zeigt: wir befinden uns im Tidegebiet – es geht nicht „alles den Bach runter“, es kommt auch vieles zurück. Ebbe und Flut bestimmen das Geschehen.

5. Februar 2012: Es ist eiskalt, die Sonne lacht. Während Tausende in Hamburg am Ufer der Elbe entlang spazieren, finden sich Hunderte an anderer Stelle, dem Wehr Geesthacht.

Straßennahe Parkplätze sind längst besetzt.

Beeindruckend – dieses Bild bietet sich nicht jedes Jahr: Eis bedeckt die Elbe oberhalb des Wehrs Geesthacht.

Die ständige Bewegung formt die Eisschollen charakteristisch: wie Riesenseerosenblätter sehen sie aus, rund mit hochstehendem Eisrand..

Gischt spritzt, wenn die Eisschollen ins Unterwasser des Wehrs sausen.

Bewegtes Weiss unter blauem Himmel – links in Sicht: der Vattenfall-Fischpass am Nordufer der Elbe.

Der neue Fischpass am Nordufer der Elbe.

Der neue Fischpass am Nordufer der Elbe ist gern besuchtes Bildungsziel.

Blick in den unteren Bereich des Fischpasses – die lange, starke Kälte führt inzwischen auch hier zu Vereisung.

Eiskunst und Turbulenz am Zaun, einer der kleinen Abläufe des Fischpasses.

So, Fußweg an der westlichen, seewärts gelegenen Seite – Blick elbeabwärts: Besucher am Strand begutachten die Eisschollen von der Nähe.

Blick nach Süden: die Elbe rauscht mit über 1400 m³/s – der Lockstrom des Fischpasses ist in diesem Zustand kaum auszumachen.

Blick von oben auf den Ausgang des Fischpasses / den Einstieg für Wanderfische – ziemlich ruhig.

Und nun der Blick auf das seewärts rauschende Wasser des Elbe-Stroms – daneben Eisschollen in Strömungsruhe.

Sehr hohe Strömungs-Dynamik lässt immer neue Situationen entstehen, teilweise mit großen Offenflächen. – Schwimmt da etwa wer?

Tatsächlich! Das sind wohl Gänsesäger (Detail des vorigen Bildes).

Gewaltig dreht die Strömung – die Offenfläche verschwindet dramatisch schnell! Was machen die Überlebenskünstler?

Uuuups – die vorher offene Fläche ist durch Eisschollen sehr schnell zugeschoben worden. – Wo sind die Vögel – der Luftraum ist leer (bis auf eine Mantelmöwe, die ihren vorherigen Sitzplatz zu einer Scholle wechselt)!

Schwups – – – schwups, zwei sind in der neu offenen Fläche aufgetaucht! Alle Achtung für diese Leistung – sehen die Tiere dies etwa als Fitnessstudio?!

Nach diesem Erlebnis kann ich den Rückweg antreten. Vorbei am Rest-Tideauwald mit seinen Besuchern.

Blick voraus: Im Juni haben wir mit dem Angelsportverein Harburg-Wilhelmsburg hier eine interessante Führung erlebt.

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Inzwischen ist eher unwahrscheinlich, dass wir im Norddeutschen Tiefland wieder so einen Schneewinter bekommen wie in den vergangenen beiden Jahren.

Dauerschnee wie hier 2009/10 und wie er 2010/11 folgte, ist noch nicht in Sicht.

Bei all dem, zum Teil wirren Treiben im Kampf gegen den Schnee (haben auch Sie Verwirrte mit Laubbläser röhren hören und sehen können?!) ist aber immerhin herausgekommen, dass dieses Jahr vorsorgend eine Vielzahl von Hinweisen zum richtigen Umgang mit dieser Form Wasser und mit dem eigenen Geldbeutel vorgehalten wird.

Die Situation beschreibt die ZEIT treffend.

Ein sehr guter Überblick findet sich hier.

Und hier steht, wie richtiges Räumen geht.

Das Salz bleibt also – bis auf ganz extreme Situationen – zum Wohl des Portemonnaies am Besten in der Tüte.

Hier als Beispiel verlinkt: die Straßenreinigungsverordnung der Samtgemeinde Tostedt – viel Interessantes, inkl.: Salzen verboten (nur in klar definierten Ausnahmefällen erlaubt).

[Der Artikel kommt Ihnen bekannt vor? Er ist aus aktuellem Anlass umdatiert und ein wenig aktualisiert.  🙂 ]

Aktuell von heute ist aber der schicke Sonnenuntergang – der Abend verspricht, kalt zu werden.

15. Januar – der Morgen danach: Ja, es ist kalt geworden, Eis-Federstrukturen auf nasser Wiese.

Eis, himmelblau.

Reif-Gras im Gegenlicht.

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Wasserrückhalt - Gelb wird gespiegelt.

Mais - sei da, was da wolle (Hauptsache, Subvention)! Wasser auf dem höchsten Punkt - weiss noch nicht, wohin es fließen will.

Auf diesen armen Flächen wurde bislang standortangepasst Grünland als Viehweide genutzt.

In windstillem Randstreifen des Wiesensees spiegeln sich Birken.

2012 - eine neue Chance, verlorene Randstreifen zurückzu"gewinnen". Mögen sich Wasser- und Naturschutzbehörden, Agrarverwaltung und Agrarberatung wesentlicher Ziele ihrer Aufgaben erinnern und widmen, wie z.B. Boden-, Fließgewässer- und Meeresschutz.

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Kindern liest man gern „Frederick“ von Leo Lionni vor. Da gibt es eine Maus, die Richtung Winter keine Vorräte sammelt und von den anderen dafür heftig kritisiert wird.

Aber dieser Frederick spielt eine wichtige Rolle in der dunklen Jahreszeit. Denn er hat Farben gesammelt und erzählt den anderen Mäusen davon, wie bunt alles bald wieder sein wird.

Wir Erwachsenen haben es gut: wir brauchen nur in die Agrarlandschaft zu gucken – egal, ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter. Die Industrie macht`s möglich, Politiker jeder Couleur „vergessen“ ihr vielbeschworenes Pestizid-Minimierungs-Credo. Der hoch subventionierte Landmann ist unser Frederick – er braucht nicht zu erzählen, er „macht einfach“. Und das möglichst großflächig.

Agrar-Gelb so weit das Auge reicht - flächenhaft vergiftete Landschaft.

Wen wundert da noch, dass wandernde Organismen wie Amphibien immer weniger werden. Wen wundert, dass in den USA, die uns ja meist voraus sind, Glyphosat-resistente Monster-Unkräuter auftreten.

Über Gewässer- und Grundwasserverschmutzung durch Glyphosat und Teil-Abbauprodukte im Internet zu suchen, füllt den Feierabend mit Lesen. [Ergänzung 15.01.12: Dazu habe ich eher zufällig einen US-Wordpress-Blog gefunden – mal anklicken.]

Die neue dänische Regierung hat übrigens gerade festgestellt, dass in DK (wie anderswo) in den vergangenen 10 Jahren die politische Ansage, Pestizid-Einsatz zu verringern, durch erheblichen Mehreinsatz konterkariert wurde. Dort sollen jetzt Konsequenzen folgen. – Wir dürfen auf unsere merk- und entscheidungsfreudigen Politiker gespannt sein. Vielleich haben sie ja gute Vorsätze für`s neue Jahr (?).

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Bisschen trübe, der 2. Advent - da muss man raus!

Gestern Morgen - zumindest beim Start - sah die Welt noch ganz anders aus, der Himmel zweigeteilt.

Heute nun Blasen schlagender Regen auf Waldpfützen. Das ist gut so.

LandArt - was haben die Zeichen zu bedeuten?!

Ahhh, Lindwurm NEL kommt in Sicht.

Und so erklärt sich auch das erste Foto.

Es sind schon besondere Ideen beim Bewegen der Rohre für die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) gefragt.

Weiter geht`s durch die Natur.

Begeistert zeigt sich das Moos über die langersehnte Feuchtigkeit.

Auch die Baumpilze freuen sich - können sie doch so das Totholz viel besser nutzen.

Wo Pilz-Aktivitäten ansteigen taucht schon bald ein Pilzfreund auf.

Socke von de Dreyster Drift: "Ich rieche doch was!"

Aaaahh ja - Pilze!

Fast verschwindet der Pilzfreund bei seiner nicht enden wollenden Schlemmerei.

Stehende Wellen im Bach an wippendem Ast - der gestiegene Wasserstand hilft, nicht zuletzt den jetzt laichenden Forellen.

Abendlicher Blick aus der Haustür: Auf dem Vordach schmelzen Reste der fast 1 cm dick gewesenen Hagel-Gewitter-Eisschicht. Autofahrer hatten nichts zu lachen. (Fußgänger waren ohnehin fast keine mehr unterwegs.)

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Jetzt kommen die bekannten herbstlichen Tiefs, nach einem ultratrockenen November.

Trotz Trockenheit lässt sich im bunten Agrarland Niedersachsen Wässriges finden.

Mais-Mäander auf Grün.

Agrar-Gelb, flächige Giftanwendung entgegen Grundsatz des Pflanzenschutzgesetzes. Wen kümmert das ?

Auch ohne Regenmengen: Wassergefüllte Fahrspur im übernutzten Gelände auf Gift-Gelb.

Agrar-Kunst: Ein Bisschen Feuchte reicht, den übernutzten, verdichteten Boden optisch sichtbar zu machen. - Und dafür zahlen wir Agrar-Subventionen.

Man kann Bodenmissbrauch immer toppen - Schlagkräftige Landwirschaft will schließlich jeden Tag und immer und überall ihre Einsatzfähigkeit beweisen. Was kümmern uns Wasser, Boden, Wetter ... ?!

Früher half ja die Fräse! Heute, nach Übernutzung organogenen, entwässerten Bodens ist dieser so weit gesackt, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. - Macht Schluss, liebe Leute.

Zur Abwechslung sollen die weniger gewordenen und arg vom Nutzungsdruck bedrängten Flächen ein paar andere Spätherbsteindrücke mit Farbenvielfalt der Gelbbraun- und Grüntöne bieten.

Grüne Baumhosen leben angesichts zunehmender Feuchtigkeit auf.

Frischer Baumpilz mit Moos- und Flechtengrün.

Der Baumstumpf wird verarbeitet - schön, dass er nicht weggefräst wurde.

Seiten-Aspekt.

Vor einem Jahr um diese Zeit herrschte ein ganz anderer Eindruck.

Mais auf Weiss.

Sonne auf Geesthang an einer Bach-Aue. (Deutlich erkennbar der viel zu tief in die Landschaft eingeschnittene Bach - Gewässer-Restaurieren ist angesagt.)

Früh im Jahr vereister, gut funktionierender, hier aber zu leerer Denil-Fischpass.

Gelb-rot auf blau über weiss.

Noch hatten die Straßenbauverwaltungen Salz - zur Freude der Autofahrer und zum Schaden der Alleebäume. Später war das anders.

Tja, und dieses Jahr warten die Skigebiete auf den ersten Schnee – im Mittelgebirge ohnehin.

Wir alle hören bis zum Abwinken in Funk und Fernsehen Lieder wie „I`m dreamin` of a …“ – oha, noch 22 Tage durchhalten.

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