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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Der Blick aus dem Frühstücksfenster verheisst gutes Wetter fürs Bach-Restaurieren. Bei 0,1 Grad werden wir Naturkühlung haben.

Der Blick aus dem Frühstücksfenster verheisst gutes Wetter fürs Bach-Restaurieren. Bei 0,1 Grad werden wir Naturkühlung haben.

Die Jugendfeuerwehren Bendestorf und Harmstorf sind pünktlich. Schubkarren stehen bereit.

Die Jugendfeuerwehren Bendestorf und Harmstorf sind pünktlich. Schubkarren stehen bereit.

Ah, der Kies wird mit Maschine transportiert - toll!

Ah, der Kies wird mit Maschine transportiert – toll!

Der Kies ist übrigens Teil der Ausgleich- und Ersatzmaßnahme zur Nordeuropäischen Erdgasleitung, die dummer Weise die Seeveaue über 3 km Süd-Nord begleitet, zwischendrin den Fluss und gut sechs Nebenbäche querend.

Da freuen sich alle Beteiligten, wir können uns auf Feinarbeit konzentrieren.

Da freuen sich alle Beteiligten, wir können uns auf Feinarbeit konzentrieren.

Holla, Verschwörung? Kleiner Auflauf? - Was gibt es da zu sehen ?!

Holla, Verschwörung? Kleiner Auflauf? – Was gibt es da zu sehen ?!

Na, bevor wir arbeiten, gucken wir erstmal, ob es sich überhaupt lohnen wird.

Wasserasseln im Forellenlaichbach? Was ist das denn?

Wasserasseln im Forellenlaichbach? Was ist das denn?

Jede Menge Ruderwanzen - offenbar driftet allerhand aus dem oberliegenden Mühlenteich in den Bach. Leider habe ich die großen, grünen Volvox-Kolonien nicht fotografiert.

Jede Menge Ruderwanzen – offenbar driftet allerhand aus dem oberliegenden Mühlenteich in den Bach. Leider habe ich die großen, grünen Volvox-Kolonien nicht fotografiert.

Da müssen wir wohl ein paar speziellere Stellen beproben.

Und siehe da, immerhin: köcherlose Köcherfliegenlarven tauchen in Kiesstrecken auf.

Und siehe da, immerhin: köcherlose, Netze spinnende Köcherfliegenlarven der Gattung Hydropsyche tauchen in Kiesstrecken auf.

Aus Erlenwurzeln findet sich eine Kleinlibellenlarve ein, vielleicht die Prachtlibelle Calopteryx virgo - guter Bach-Indikator.

Aus Erlenwurzeln findet sich eine Kleinlibellenlarve ein, vielleicht die Prachtlibelle Calopteryx virgo – guter Bach-Indikator.

Und dann ist da noch diese riesige Steinfliegenlarve, Größenvergleich zu Eintagsfliegenlarve - Donnerwetter!

Und dann ist da noch diese riesige Steinfliegenlarve, Größenvergleich zu Eintagsfliegenlarve – Donnerwetter!

Dazu sagt der Fachmann Dr. Herbert R.: „Das ist Perlodes microcephalus, gefrässiger Räuber und bis zu 5 cm lang, die mit Abstand größte Steinfliege im Tiefland. In besseren Gewässern von der Quelle bis in den Fluss verbreitet.“ – herzlichen Dank für diese Information!

Dann wollen wir starten und den bachtypischen Organismen mehr Lebensraum schaffen – Kiesgrund, gute Turbulenz im Wechsel Kolk – Rausche.

Schaufeln und Harken in die Hand - und ab an den Bendestorfer Mühlenbach.

Schaufeln und Harken in die Hand – und ab an den Bendestorfer Mühlenbach.

Schaufel rein in den Kies, "Frontlader, go!".

Schaufel rein in den Kies, „Frontlader, go!“.

Der Kies wird nur punktuell eingebracht, das Fahrzeug in die richtige Position gelenkt.

Der Kies wird nur punktuell eingebracht, das Fahrzeug in die richtige Position gelenkt.

Frontlader-Kiesmengen können am kleinen Bach schnell zu Einstau führen - das ist nicht unser Ziel, basteln die erwünschte Rausche.

Frontlader-Kiesmengen können am kleinen Bach schnell zu Einstau führen – das ist nicht unser Ziel, basteln wir also die erwünschte Rausche.

Wo vorher toter Treibsand einstaute, sehen und hören wir jetzt die Rausche rauschen.

Wo vorher toter Treibsand einstaute, sehen und hören wir jetzt die Rausche rauschen.

Schnell die Kontrolle bachaufwärts: Ja, der Einstau ist weg, der mit Organismen besiedelte Altkies wird frei überströmt. So soll es sein.

Schnell die Kontrolle bachaufwärts: Ja, der Einstau ist weg, der mit Organismen besiedelte Altkies wird frei überströmt. So soll es sein.

Da können wir uns eine kleine Fotopause gönnen!   :-)

Da können wir uns eine kleine Fotopause gönnen! 🙂

Und weiter wird Kies verteilt.

Und weiter wird Kies verteilt.

Schon sind die verabredeten zwei Arbeitsstunden rum, alles abräumen.

Schon sind die verabredeten zwei Arbeitsstunden rum, alles abräumen.

Abfahrt, ein sonniger Nachmittag erwartet uns.

Abfahrt, ein sonniger Nachmittag erwartet uns.

Ich gehe die Strecke noch einmal ab. An zwei Stellen tolerieren die Grundeigentümer in den Bach gefallene Grauweiden. Mal sehen, wie lange das gut geht. Tiefen- und Strömungsvielfalt jedenfalls ist hier vorhanden - aber auch heftiger Einstau bei Hochwasser.

Ich gehe die Strecke noch einmal ab. An zwei Stellen tolerieren die Grundeigentümer in den Bach gefallene Grauweiden. Mal sehen, wie lange das gut geht. Tiefen- und Strömungsvielfalt jedenfalls sind hier gut entwickelt – aber auch heftiger Einstau bei Hochwasser.

Einige Kiesschüttungen haben wir als Depot in der Böschung liegen lassen.

Einige Kiesschüttungen haben wir als Depot in der Böschung liegen lassen.

Die Kiesarbeit hat die Entwicklung des Bachs zu mehr Abwechslung aufgenommen und unterstützt sie.

Die Kiesarbeit hat die Entwicklung des Bachs zu mehr Abwechslung aufgenommen und unterstützt sie.

Es geht heimwärts. Letzter Blick auf diese vor Jahrzehnten genutzte Erle, jetzt alter Doppelstamm. Der Wurzelbereich dürfte weit über 100 Jahre alt sein.

Es geht heimwärts. Letzter Blick auf diese vor Jahrzehnten genutzte Erle, jetzt alter Doppelstamm. Der Wurzelbereich dürfte weit über 100 Jahre alt sein.

Im wilden Garten begeistern die sich wild vermehrenden, jetzt offen blühenden Frühlingsblumen Bienen und anderes Getier.

Zurück im wilden Garten – die sich wild vermehrenden, jetzt offen blühenden Frühlingsblumen begeistern Bienen und anderes Getier.

Auch die Schmetterlinge haben ihr Winterquartier verlassen. Das Pfauenauge hat Kleinen Fuchs und Zitronenfalter als Kollegen hier im Garten.

Auch die Schmetterlinge haben ihr Winterquartier verlassen. Das Pfauenauge hat Kleinen Fuchs und Zitronenfalter als Kollegen hier im Garten.

Das Bach-Restaurieren wird fortgesetzt. Mit dem Oberlieger ist ein Versuch mit Hölzchen und Stöckchen verabredet.

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Aussitzen, blockieren, nicht weiter entwickeln, nicht handeln – all das charakterisiert deutsche Umweltpolitik, die sich aus den vergangenen 20 Jahren fortsetzt.

Umwelt und Gesundheit scheinen bei deutschen Politikern vollständig verloren gegangen zu sein – jedenfalls bei den Regierungsparteien.

Auch weiter wird es einen Bodenschutz nicht geben. Bei der engen Verwobenheit der Gewässernetze mit exzessiv übernutztem Boden ist damit auch der Gewässerschutz hintangestellt. – Wundern wir uns, dass es mit dem Meeresschutz nach Jahrzehnten des Redens nicht voran kommt ? !

Aktuell gilt „Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist keine Haltung zum EU-Bodenschutz festgeschrieben.“ – Zitat.

Was im oberen Gewässereinzugsgebiet geschieht, setzt sich fort. Harte Gewässerunterhaltung in übernutzter Umgebung - Fachlichkeit und Recht greifen in der Praxis nicht.

Was im oberen Gewässereinzugsgebiet geschieht, setzt sich fort. Harte Gewässerunterhaltung in übernutzter Umgebung – Fachlichkeit und Recht greifen in der Praxis nicht.

Angesichts der Übersubventionierung der Landwirtschaft, z.B. über das Erneuerbare-Energie-Gesetz, ist so viel Geld in der Fläche, dass Neudränagen flächig spriessen. - Und wieder ergiesst sich durch neu gestörten Bodenwasserhaushalt massiv Eisenocker z.B. in Forellenlaichbäche. (Aber macht wohl nichts, sind ja ohnehin zerstört, vgl. vorhergehendes Foto)

Angesichts der Übersubventionierung der Landwirtschaft, z.B. über das Erneuerbare-Energie-Gesetz, ist so viel Geld in der Fläche, dass Neudränagen flächig spriessen. – Und wieder ergiesst sich durch neu gestörten Bodenwasserhaushalt massiv Eisenocker z.B. in Forellenlaichbäche.
(Aber macht wohl nichts, die sind ja ohnehin zerstört, vgl. vorhergehendes Foto)

Im Schwächen von Gesundheits- und Umweltrecht dagegen scheint man sich keine Fesseln anlegen zu wollen, so sollen z.B. Sportgroßveranstaltungen von lästigen Fesseln bis in die Nacht befreit werden.

Andere Ansagen, z.B. zum Bahnlärm, werden lokal vor Ort konterkariert.

Reiches Land – armes Land.

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Im Beitrag vom 15. Februar wurde über die NNA-Veranstaltung „Kleinmaßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern – Finanzierungswege, Konzepterstellung, Hinweise zur Umsetzung“ berichtet.

Inzwischen (2025) die Vorträge leider aus dem Netz verschwunden.

Hier steht mein Vortrag “Technische Möglichkeiten der Fließgewässerentwicklung bei fehlender Flächenverfügbarkeit – Varianten des Instream-Restaurierens” als Lesetext mit Literaturangaben und Verlinkungen als pdf-Datei bereit.

Mindestanforderungen für selbstreproduzierende Fischbestände - sie gilt es zu erfüllen.

Mindestanforderungen für selbstreproduzierende Fischbestände – sie gilt es zu erfüllen.

Der standorttypische Gehölzsaum - entstanden am Besten aus natürlicher Sukzession - gehört, insbesondere in Zeiten des Klimawandels, als Grundelement dazu.

Der standorttypische Gehölzsaum – entstanden am Besten aus natürlicher Sukzession – gehört als Grundelement dazu. Dies gilt für den Erhalt unserer sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse um so mehr in Zeiten des Klimawandels.

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Der Seevekanal ist ein vor Zeiten hergestelltes künstliches Gewässer – allerdings nur über ca. 1,5 km in seinem Ursprung vom Seevewehr bei Maschen gen Harburg. Die weiteren ca. 6 km bis zum Harburger Binnenhafen, hinter dem sein Wasser über die Schiffsschleusen die Elbe erreicht, sind historisch als Verlauf und Mündungsbereich der dortigen Geestbäche verbürgt.

Duster sieht er aus, der Seevekanal. Er soll Schritt für Schritt ein lebendiges, standorttypisches Fließgewässer werden.

Duster sieht er aus, der Seevekanal. Er soll Schritt für Schritt ein lebendiges, standorttypisches Fließgewässer werden.

Im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg ist das Fließgewässer für die Wasserrahmenrichtlinienbearbeitung als prioritär ausgewiesen. Dem entsprechend arbeitet das zuständige Bezirksamt Harburg mit Büros und interessierten Kreisen der Bevölkerung am Projekt „Seevekanal 2021“.

Kürzlich wurde der Planungsrahmen vorgestellt.

Die Startfolie der Präsentation führt die Planungsbearbeiter auf.

Die Startfolie der Präsentation führt die Planungsbearbeiter auf.

Schulen sind sehr aktiv mit Untersuchungen von Wasser und Lebewesen, Messungen diverser Art am Gewässer.

Schulen sind sehr aktiv mit Untersuchungen von Wasser und Lebewesen, Messungen diverser Art am Gewässer.

Naturnähe ist das Ziel heutiger Gewässerverbesserungen.

Naturnähe ist das Ziel heutiger Gewässerverbesserungen.

Die Planungsskizze zeigt eine Vielzahl notwendiger und zur Verbesserung vorgesehener Details.

Die Planungsskizze zeigt eine Vielzahl notwendiger und zur Verbesserung vorgesehener Details.

Da sind wir auf den nächsten Bachaktionstag und auf die Restaurierungsarbeiten von qualifizierten Firmen gespannt.

Die berechtigte Frage, ob denn im niedersächsischen Teil auch Vergleichbares geleistet wird, nachdem dort in den vergangenen Jahren eher die Vernichtung des standorttypischen Gehölzsaums aus Erlen, Weiden und Eschen im Vordergrund zu stehen schien (Presse und Fernsehen berichteten), wird in nächster Zeit hoffentlich positiv beantwortet. Vielleicht kann ja der pachtende Anglerverein zusammen mit dem Landkreis Harburg, dem Unterhaltungsverband Seeve und anderen zu Beteiligenden einen Beitrag leisten.

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Sie hatte eine Überraschung werden sollen, meine Reise nach Dresden.

Aber durch ein Missgeschick wurde das Geheimnis enttarnt. :-)

Aber durch ein Missgeschick wurde das Geheimnis enttarnt. 🙂

Gut am DD-Bahnhof angekommen, wird erstmal das Gepäck im Hotel verstaut - davor ruhen die Fontänen, die auf http://www.hamburg.de/umweltschutz-wandsbek/ sprühen.

Gut am DD-Bahnhof angekommen, wird erstmal das Gepäck im Hotel verstaut – davor ruhen die Fontänen, die auf http://www.hamburg.de/umweltschutz-wandsbek/ sprühen.

Schnell bringt mich die Straßenbahn zur TU Dresden, Beyer-Bau.

Schnell bringt mich die Straßenbahn zur TU Dresden, Beyer-Bau.

Eingang Beyer-Bau, hier studieren z.B. BauIngenieure.

Eingang Beyer-Bau, hier studieren z.B. BauIngenieure.

Das Studium in Dresden kann sowohl vor Ort als auch von der Ferne stattfinden. Für BauIngenieure wird z.B. „Wasserbau und Umwelt“ angeboten.

Und so kommen wir zum Stichwort „Este, Niedersachsen“ in der Überschrift dieses Artikels.

Zum Fernstudium gehört eine Projektarbeit. Björn T. schrieb seine über Restaurieren der Este, muss darüber vortragen.

Zum Fernstudium gehört eine Projektarbeit. Björn T. schrieb seine über Restaurieren der Este, muss darüber vortragen.

Eiszeitlandschaft Este, angekommen in Dresden, am Südrand des Norddeutschen Tieflands.

Eiszeitlandschaft Este, angekommen in Dresden, am Südrand des Norddeutschen Tieflands.

Wer Gewässer restaurieren will, muss das Leitbild kennen. Der Ingenieur sucht es über die Regimetheorie.

Wer Gewässer restaurieren will, muss das Leitbild kennen. Der Ingenieur sucht es über die Regimetheorie.

Naturnähe und Stabilität in Dynamik sind wichtige Rahmenbedingungen, wie der vorige Blog-Eintrag bereits beschrieb.

Naturnähe und Stabilität in Dynamik sind wichtige Rahmenbedingungen, wie der vorige Blog-Eintrag bereits beschrieb.

Der Kronenschluss standorttypischer Bäume gehört - heute in Zeichen des Klimawandels mehr denn je - als ein wichtiges Kriterium dazu.

Der Kronenschluss standorttypischer Bäume gehört – heute in Zeiten des Klimawandels mehr denn je – als ein wichtiges Kriterium dazu.

Eine Diskussionsrunde mit interessierten Zuhörern rundet einen solchen Vortrag trefflich ab.

Eine Diskussionsrunde mit interessierten Zuhörern rundet einen solchen Vortrag trefflich ab.

Geschafft! Irgendwie haben wir beim Weggehen ein gutes Gefühl.

Wenn wir schon von der nördlichen Elbestrecke kommen, wollen wir natürlich die Dresdner Elbe sehen - hier am Europaufer.

Wenn wir schon von der nördlichen Elbestrecke kommen, wollen wir natürlich die Dresdner Elbe sehen – hier am Europaufer.

Ein alter Kämpe blickt auf uns herab.

Ein alter Kämpe blickt auf uns herab.

Auf dem Weg ins Restaurant begegnet uns dieses Wasserspiel.

Auf dem Weg ins Restaurant begegnet uns dieses Wasserspiel.

Dieses Lächeln wurde inzwischen bestätigt - die Mühen um Projektarbeit und Vortrag wurden inzwischen mit der Note 1,3 belohnt.

Dieses Lächeln wurde inzwischen bestätigt – die Mühen um Projektarbeit und Vortrag wurden mit der Note 1,3 belohnt.

Wenn wir schon in Dresden sind, gucken wir natürlich auch Touristisches. Die Stadt hat viel zu bieten.

Wenn wir schon in Dresden sind, gucken wir natürlich auch Touristisches. Die Stadt hat viel zu bieten.

Beeindruckend sind auch die alten, frei liegenden Kellergewölbe.

Beeindruckend sind auch die alten, frei liegenden Kellergewölbe.

Und der Winterzauber läuft bis März.

Und der Winterzauber läuft bis März.

Abends an der Elbe, ein Vogelmäster am Werk.

Abends an der Elbe, ein Vogelmäster am Werk.

Da sind aber auch Vögel ...

Da sind aber auch Vögel …

Auch vom Europaufer fliegen neue an.

Auch vom Europaufer fliegen neue an.

Die Welle auf der Brücke erinnert an die Jahrtausendflut 2002. Wie viele weitere folgten seit dem?

Die Welle auf der Brücke erinnert an die Jahrtausendflut 2002. Wie viele weitere folgten seit dem?

Touristischer Trubel bis in den Abend. Ist das wohl immer so, oder liegt das am Datum?

Touristischer Trubel bis in den Abend. Ist das wohl immer so, oder liegt das am Datum?

Am Europaufer dominiert inzwischen blau-silbern.

Am Europaufer dominieren inzwischen blau-silbern und blau-weiss.

Wir - inzwischen (oh Rätsel !) sind wir 3,5 - dürfen aber nochmal hochklettern und das abendliche Elbepanorama geniessen.

Wir – inzwischen (oh Rätsel !) sind wir 3,5 – dürfen aber nochmal hochklettern und das abendliche Elbepanorama geniessen.

Am Europaufer - Licht auf der Elbe und nebendran.

Am Europaufer – Licht auf der Elbe und nebendran.

Im Detail.

Im Detail.

Auf dem Rückweg zum Hotel - Keller im Dunkeln.

Auf dem Rückweg zum Hotel – Keller im Dunkeln.

Und dann dürfen wir nicht über die Straße. Da laufen schon so 300 längs.

Und dann dürfen wir nicht über die Straße. Da laufen schon so 300 längs.

Hinterran scheint ein Wettrennen von Polizeiwagen stattzufinden.

Hinterran scheint ein Wettrennen von Polizeiwagen stattzufinden.

Der Spuk ist vorbei, in der Fußgängerzone hinterm Winterzauber passiere ich noch einige Versprengte der beiden Richtungsszenen.

Der Spuk ist vorbei, in der Fußgängerzone hinterm Winterzauber passiere ich noch einige Versprengte der beiden Richtungsszenen.

Der Hotelfahrstuhl verrät, der Parkplatz sei gesperrt - wie gut, dass ich per Bahn hier bin.

Der Hotelfahrstuhl verrät, der Parkplatz sei gesperrt – wie gut, dass ich per Bahn hier bin.

Am Morgen darauf zeigt der Blick aus dem Fenster, dass die Veranstaltung wohl eine Polizeifahrzeug-Gebrauchtwagenmesse ist? In der Tat, der Parkplatz wird vollständig benötigt.

Am Morgen darauf zeigt der Blick aus dem Fenster, dass die Veranstaltung wohl eine Polizeifahrzeug-Gebrauchtwagenmesse ist? In der Tat, der Parkplatz wird vollständig benötigt.

Im Ernst: Ich habe mich am Vorabend und bei der Abreise mit Polizisten unterhalten. Gut, dass es sie gibt.

Die Straßenwanderungsveranstalter hatten dann die für den Donnerstag angemeldeten Veranstaltungen samt und sonders abgesagt. Um so besser.

Auf geht`s nach Hause, Richtung Bahnhof, vorbei am denkwürdigen Datum für Deutschland, dem 8. Oktober 1989.

Auf geht`s nach Hause, Richtung Bahnhof, vorbei am denkwürdigen Datum für Deutschland, dem 8. Oktober 1989.

Bahnhof Dresden - auf gen Berlin.

Bahnhof Dresden – auf gen Berlin.

Pendlerrennen - alle anderen wollen nicht in meine Richtung.

Pendlerrennen – alle anderen wollen nicht in meine Richtung.

Ich geniessen den Platz in der tschechischen Bahn - vor meinem Umsteigen in vollgequetschten DB-Zug in Berlin.

Ich geniesse den Platz in der tschechischen Bahn – vor meinem Umsteigen in vollgequetschten DB-Zug in Berlin.

Tschüss Dresden und Dresdner Elbe - bis zum nächsten Mal!

Tschüss Dresden und Dresdner Elbe – bis zum nächsten Mal!

Ich hoffe doch sehr mit allen Bahnreisenden, dass die Strecke Berlin - Dresden - Prag in nicht allzu ferner Zukunft früher schon gekannten Fahrzeitstandards wieder angepasst ist.

Ich hoffe doch sehr mit allen Bahnreisenden, dass die Strecke Berlin – Dresden – Prag in nicht allzu ferner Zukunft früher schon gekannten Fahrzeitstandards wieder angepasst ist.

Schienengleiche Bahnübergänge auf der Hauptstrecke zwischen zwei europäischen Metropolen sollten schnellstens der Vergangenheit angehören.

Schienengleiche Bahnübergänge auf der Hauptstrecke zwischen zwei europäischen Metropolen sollten schnellstens der Vergangenheit angehören.

Tja, und dann Berlin - umsteigen in den ICE, volle Enge. Ganz DK scheint nach Hause zurück zu wollen.

Tja, und dann Berlin – umsteigen in den ICE, volle Enge. Ganz DK scheint nach Hause zurück zu wollen.

Über uns ziehen die Tiefdruckschwanzreste, die ihre Wassermassen im Süden Englands abgeladen und dort alles überschwemmt haben.

Über uns ziehen die Tiefdruckschwanzreste, die ihre Wassermassen im Süden Englands abgeladen und dort alles überschwemmt haben.

Ankunft in Hamburg, Tiefdruckschwanz verdeckt die Sonne vorübergehend.

Ankunft in Hamburg, Tiefdruckschwanz verdeckt die Sonne vorübergehend.

Kleine Bräunungspause am Hamburger Hauptbahnhof vor der Restheimfahrt.

Kleine Bräunungspause am Hamburger Hauptbahnhof vor der Restheimfahrt.

Und weiter geht`s im Metronom - vorbei an den "hingekotzten Würfeln", wie manch einer Teile der Hafencity nennt, im Hintergrund die Elbphilharmony, unser Steuergeldvernichter.

Und weiter geht`s im Metronom – vorbei an den „hingekotzten Würfeln“, wie manch einer Teile der Hafencity nennt, im Hintergrund die Elbphilharmony, unser Steuergeldvernichter.

Die Norderelbe mit östlicher Hafencity-Baustellenfläche. Noch 30 Minuten Fahrt und die Dresdenreise ist zu Ende.

Die Norderelbe mit östlicher Hafencity-Baustellenfläche. Noch 30 Minuten Fahrt und die Dresdenreise ist zu Ende.

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„Kleinmaßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern – Finanzierungswege, Konzepterstellung, Hinweise zur Umsetzung“ hieß – etwas sperrig – das Seminar der NNA Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, Schneverdingen, das eine Vielzahl Interessierter am 11. Februar 2014 zusammenkommen ließ. Die Vorträge wurden dort nach und nach ins Netz gestellt und sind inzwischen (2025) längst verschwunden – soviel also zum Spruch „Das Internet vergisst nichts“.

Hier steht ein Kurztext zu meinem Vortrag „Technische Möglichkeiten der Fließgewässerentwicklung bei fehlender Flächenverfügbarkeit – Varianten des Instream-Restaurierens“ mit Verlinkungen als pdf-Datei zur Verfügung.

Die Referenten waren sich mit den Teilnehmern einig, dass – nicht nur in Niedersachsen – zwischen Wissen und Handeln eine riesige Realisierungslücke im Hinblick auf die gesetzlich festgelegten Ziele des Gewässerschutzes klafft. Das ist um so erstaunlicher und bedauerlicher, als die Bundesrepublik Deutschland diese Ziele (z.T. im deutschen Wasserrecht seit 1977 enthalten) entscheidend mit in die seit 2000 geltende EG-Wasserrahmenrichtlinie formuliert hat. Zur Zeit der Vorbereitung dieser Richtlinie, erinnern wir uns, waren Dr. Klaus Töpfer und Dr. Angela Merkel deutsche Umweltminister.

Das NNA-Seminar war maßgeblich organisiert von der UAN, die mit der wib (Wasserrahmenrichtlinien-InfoBörse) gute Beispiele zum Nachahmen allen zur Verfügung hielt – leider auch dem Nirwana anheim gefallen.

Von allen Referenten wurde darauf hingewiesen, dass es unabdingbar ist, das Gewässer in seinen vielfältigen hydrologischen und ökologischen Strukturen und Funktionen zu verstehen, um geeignete Verbesserungen initiieren zu können.

Hier einige willkürliche, sinngemäß widergegebene Zitate der Referenten, bevor Fotos von der Exkursion zum Geestbach Fintau, Einzugsgebiet Wümme – Weser, folgen.

Joachim Wöhler, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz: „Angesichts der Fließgewässerverteilung innerhalb des niedersächsischen Gewässernetzes – 130-tausend km Gew. 3. Ordnung – 28-tausend km Gew. 2. Ordnung und ca. 2-tausend km Gew. 1. Ordnung trifft das Zitat der UAN: Wir müssen das Bewusstsein für die scheinbar unbedeutenden Gewässer 3. Ordnung wecken!“

Prof. Dr. Heiko Brunken, Hochschule Bremen: „Fachlichkeit heisst, das System Bach verstehen. Simpel ausgedrückt baut es auf die Abfolge Erle – Bachflohkrebs – Forelle. – Mein Fazit: Gehölze ans Gewässer – Holz ins Wasser – Wald in die Aue.“

Peter Sellheim, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz, Hannover: „Sach- und Fachverstand sind die Grundlage unseres Handelns, auf nicht geeignete Maßnahmen ist zu verzichten.“

Ralf Brandt, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz, Verden, erläuterte sehr anschaulich die Antragsformulare und den Ablauf zur Förderung der Fließgewässerentwicklung.

Dr. Jens Salva, Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. begleitete die Seminar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer von der Idee zur gelungenen Maßnahme anhand einer Vielzahl guter Beispiele. Er wies auch auf die Bedeutung des „Sehen lernen“ hin: „Man hüte sich vor der Situation: Das Auge freut sich, das Gewässer aber arbeitet und lebt nicht.“.

Ralf Gerken, Landessportfischerverband Niedersachsen, führte auf der Exkursion zur Fintau, einem Nebenfluss der Wümme, die Entstehung der Geest, einer charakteristischen Eiszeiten-gestalteten Landschaft vor. Kärtchen standorttypischer Fische und Wirbellosen (jedes Kärtchen repräsentierte 1 % der Lebensgemeinschaft)  wurden von den Seminarteilnehmern unterschiedlichen Gewässersohlenstrukturen zugeordnet. Sehr deutlich trat die Bedeutung von Kies/Geröll und Holz/Wurzeln/Totholz hervor. – Mehr dazu in den folgenden Fotos.

Auenwald - der Name des Tagesgetränks im Seminar repräsentierte geradezu das wesentliche Rückgrat eines gesunden Fließgewässers.

Auenwald – der Name des Tagesgetränks im Seminar repräsentierte geradezu das wesentliche Rückgrat eines gesunden Fließgewässers.

Wer dazu mehr lesen möchte, findet Geeignetes zum Beispiel hier.

Erlengesäumte Fintau, von aussen naturnah wirkender Nebenfluss der Wümme.

Erlengesäumte Fintau, von aussen naturnah wirkender Nebenfluss der Wümme.

Wer in solchen Bach hineinsieht, erblickt oft genug - - - Treibsand! Ein Sandbach also? - Versetzen wir uns einmal in die Entstehungsgeschichte hiesiger Bäche ...

Wer in solchen Bach hineinsieht, erblickt oft genug – – – Treibsand! Ein Sandbach also? – Versetzen wir uns einmal in die Entstehungsgeschichte hiesiger Bäche …

Ralf Gerken vom Landessportfischerverband Niedersachsen hat sein Experiment zur Landschaftsentstehung, Nacheiszeitlandschaft Geest, gut vorbereitet.

Ralf Gerken vom Landessportfischerverband Niedersachsen hat sein Experiment zur Landschaftsentstehung, Nacheiszeitlandschaft Geest, gut vorbereitet.

Einige Informationen zur Geest finden sich auch hier.

Die Gletscher schmelzen, das Wasser arbeitet die Landschaftscharakteristik heraus.

Die Gletscher schmelzen, das Wasser arbeitet die Landschaftscharakteristik heraus.

Über die Zeit präpariert das Wasser durch Wegspülen feiner Materialien Grobmaterial heraus. Der Kiesbach ist das Leitbild in der Geestlandschaft - und, oft genug, durch Weitertransport der Kiese, auch darüber hinaus.

Über die Zeit präpariert das Wasser durch Wegspülen feiner Materialien Grobmaterial heraus. Der Kiesbach ist das Leitbild in der Geestlandschaft – und, oft genug, durch Weitertransport der Kiese, auch darüber hinaus.

Nachzulesen ist die Geschichte im Detail bei Altmüller und Dettmer (1996).

Kleines Experiment zur Bedeutung der einzelnen Gewässerstrukturen, Vorbereitung abgeschlossen.

Und nun zum Lebensraum – welche Bedeutung haben die verschiedenen Bachstrukturen: bewegter oder stabil liegender Sand, Wasserpflanzen, Baumwurzeln und Holz, Kies und Geröll?

Fischkärtchen mit Öko-Ansprüchen - jede Karte repräsentiert 1 % der Fischgemeinschaft. Jeder der 50 Kursteilnehmer erhält also 2 Kärtchen. - Wo werden sie landen?

Fischkärtchen mit Öko-Ansprüchen – jede Karte repräsentiert 1 % der Fischgemeinschaft. Jeder der 50 Kursteilnehmer erhält also 2 Kärtchen. – Wo werden sie landen?

Interessant: die Fische der Bäche und kleinen Flüsse konzentrieren sich bei Kies und festliegendem Sand. Holz spiel eine große Rolle, Wasserpflanzen dagegen nicht.

Interessant: die Fische der Bäche und kleinen Flüsse konzentrieren sich bei Kies und stabil liegendem Sand. Holz spielt eine große Rolle, Wasserpflanzen dagegen nicht.

Jetzt ergänzen wir das Experiment um die Wirbellosen und ihre Bindung an bestimmte Strukturen.

Jetzt ergänzen wir das Experiment um die Wirbellosen und ihre Bindung an bestimmte Strukturen.

Siehe da, das Bild bestätigt sich - auch die Wirbellosen fordern den Kiesbach, noch etwas stärker als die Fische bei "Holz" präsent.

Siehe da, das Bild bestätigt sich – auch die Wirbellosen fordern den Kiesbach, noch etwas stärker als die Fische bei „Holz“ präsent.

Und so sieht ein fachkundig restaurierter Geestbach aus. Meerforellen haben bereits daran gearbeitet. Ihre Laichbetten - Loch geschlagen, der Kies von der Strömung auf einen kleinen Berg gehäuft - belebt die turbulente Charakteristik der Fintau.

Und so sieht ein fachkundig restaurierter Geestbach aus. Meerforellen haben bereits daran gearbeitet. Ihre Laichbetten – Loch geschlagen, der Kies von der Strömung auf einen kleinen Berg gehäuft – belebt die turbulente Charakteristik der Fintau.

Die turbulente Strömung entmischt - hier ein Treibselhaufen aus Totholz, reichhaltige Speisekammer für Spezialisten.

Die turbulente Strömung entmischt – hier, vorn links, ein Treibselhaufen aus Totholz, reichhaltige Speisekammer für Spezialisten.

Hier noch einmal im Detail die Meerforellen-induzierte Sohlstruktur vor individueller Alt-Erle: Strömung von rechts, das von den Laichfischen "gegrabene" Strudelloch, abwärts der rauschende Kiesberg mit den Eiern drin.

Noch einmal im Detail die Meerforellen-induzierte Sohlstruktur vor individueller Alt-Erle: Strömung von rechts, das von den Laichfischen „gegrabene“ Strudelloch, abwärts der rauschende Kiesberg mit den Eiern drin.

Vor der Rückfahrt zum Schlussvortrag und zur Schlussdiskussion in der NNA versammeln sich die Teilnehmer und erfahren das unerfreuliche Ergebnis der Elektrofischerei: noch immer wirkt die extreme Stoßverschmutzung durch Organik einer Biogasanlage nach. So gut wie kein Fisch fand sich heute an dieser sonst von Hunderten Forellen und Mühlkoppen charakterisierten Strecke.

Vor der Rückfahrt zum Schlussvortrag und zur Schlussdiskussion in der NNA versammeln sich die Teilnehmer und erfahren das unerfreuliche Ergebnis der Elektrofischerei: noch immer wirkt die extreme Stoßverschmutzung durch Organik einer Biogasanlage nach. So gut wie kein Fisch fand sich heute an dieser sonst von Hunderten Forellen und Mühlkoppen charakterisierten Strecke.

Die zunehmende Problematik Gülle- und Biogas-„Unfälle“ findet sich an anderer Stelle regelhaft dokumentiert. „Unfall“ ist für diese Katastrophen ein allzu niedliches Wort.

Der Schlussvortrag ist ganz oben in diesem Beitrag bereits verlinkt. Trotz fortgeschrittener Zeit belegte die ausführliche Diskussion die Bedeutung des Tagesprogramms. – Es bleibt weiter (allzu) viel zu tun. Stellen wir uns den konkreten Herausforderungen!

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Eigentlich wollte ich einen späten 2013er Elbe-Zander angeln.

Vom Parkplatz hinter dem Deich in Over aus konnte man den Eindruck haben, ein UFO befinde sich im Landeanflug.

Vom Parkplatz hinter dem Deich in Over aus konnte man den Eindruck haben, ein UFO befinde sich im Landeanflug.

Von der Elbe aus gesehen entwickelte sich das Ganze weiter.

Von der Elbe aus gesehen entwickelte sich das Ganze weiter.

Bis die Lichterscheinung für den Weihnachtsgruß 2013 ausgezeichnet geeignet war und genutzt wurde.

Bis die Lichterscheinung für den Weihnachtsgruß 2013 ausgezeichnet geeignet war und genutzt wurde.

Zwar hat sich der späte Elbe-Zander nicht gezeigt, dafür konnte ich aktiven Wasserbauern alles Gute für sie und für eine weiter zu verbessernde Elbe wünschen.

Zwar hat sich der späte Elbe-Zander nicht gezeigt, dafür konnte ich aktiven Wasserbauern alles Gute für sie und für eine weiter zu verbessernde Elbe wünschen.

Zu Hause erreichte mich frohe Botschaft zum Jahresende 2013: Es geht weiter! An der Wümme und anderswo laichen die Meerforellen erfolgreich – wenn auch Elektrofischer endlich restaurierte Strecken respektieren und den Tieren ihre natürlichen Verhaltensweisen ermöglichen.

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Dass in Detmold allerhand für die Gewässer getan wird, hatte ich bereits im Blog „Goldenes Detmold“ am 14. November 2012 im Zusammenhang mit einer Gewässerkonferenz berichtet.

Auch der Teutoburger Wald-Urlaub im September 2013 zeigte viele Handlungsnotwendigkeiten und Aktivitäten.

Einer von Detmolds Stadtbächen - aufwertungsfähig.

Einer von Detmolds Stadtbächen – aufwertungsfähig.

Punktuell kann man schon interessante Turbulenz-Bilder erkennen, wenn kleine Rauigkeiten vorhanden sind. - Ein Zeichen, was erforderlich ist.

Punktuell kann man schon interessante Turbulenz-Bilder erkennen, wenn kleine Rauigkeiten vorhanden sind. – Ein Zeichen, was erforderlich ist.

Die Stadt Detmold hat eine Menge Gewässer zu bieten, wie hier am Wasserspielplatz Ameide sichtbar gemacht ist.

Die Stadt Detmold hat eine Menge Gewässer zu bieten vom Bach bis zum Schloßgraben/-teich, wie hier am Wasserspielplatz Ameide sichtbar gemacht ist.

Kurz nach dieser Aufnahme setzt den Junge den Wasserhahn in Gang - ein nettes Spiel- und Lernzeug.

Kurz nach dieser Aufnahme setzt den Junge den Wasserhahn in Gang – ein nettes Spiel- und Lernzeug.

Auch hier, am Detmolder Schloßgraben mit seinem - zu - zahlreichen Wassergeflügel wird Socke, der blinde Kampfdackel, vom Publikum bestaunt.

Auch hier, am Detmolder Schloßgraben mit seinem – zu – zahlreichen Wassergeflügel wird Socke, der blinde Kampfdackel, vom Publikum bestaunt.

Am historischen Stadtgewässersystem wird ordentlich gewerkelt.

Das Schild verspricht die Aufwertung zur Parklandschaft Friedrichstal.

Das Schild verspricht die Aufwertung zur Parklandschaft Friedrichstal.

Nun sind Stadt- und Landschaftsplaner ja immer wortgewaltig in ihren Beschreibungen. Ob hier auch etwas für Mensch und Natur herauskommt – das vielleicht auch eine Anpassung an den Klimawandel darstellt, der innerstädtisch besondere Herausforderungen bietet?

Wir erschrecken bei näherem Betrachten des Plakats: massenhaft Versiegelung, Kunstgärtnerei und viel Sonne bei eher wenig Bäumen. Sollen die Gewässerorganismen im Sommer gekocht werden?

Wir erschrecken bei näherem Betrachten des Plakats: massenhaft Versiegelung, Kunstgärtnerei und viel Sonne bei eher wenig Bäumen. Sollen die Gewässerorganismen im Sommer gekocht werden?

Im Rohr sichtbar: das Ganze wird bach-gespeist. Spätestens hier verliert also seine Charakteristik - vielleicht gibt es ja eine Alternative wie es anderswo üblich ist: Speisen der Stillgewässer nur bei Hochwasser, Umlauf des Bachs als Bach.

Im Rohr während der Bauphase erkennbar: das Ganze wird Bach-gespeist. Spätestens hier verliert der also seine Charakteristik – vielleicht gibt es ja eine Alternative wie es anderswo üblich ist: Speisen der Stillgewässer nur bei Hochwasser, Umlauf des Bachs als Bach.

Schon sichtbar: Licht im Überschuss produziert Algen im Überfluss. - Die Gabionenbauweise immerhin statt vermörtelter Mauern oder gar Beton bietet eine Menge Kleinlebensräume für Tier- und Pflanzenwelt.

Schon sichtbar: Licht im Überschuss produziert Algen im Überfluss. – Die Gabionenbauweise immerhin statt vermörtelter Ufermauern oder gar Beton bietet eine Menge Kleinlebensräume für Tier- und Pflanzenwelt.

Das Interesse, was aus dem hier verarbeiteten Steuergeld wird, ist groß. Hoffen wir mal, dass sich das Ganze zu einem in die heutige Zeit passenden Ergebnis entwickelt.

Das Interesse zu sehen, was aus dem hier verarbeiteten Steuergeld wird, ist groß. Hoffen wir mal, dass sich das Ganze zu einem in die heutige Zeit passenden Ergebnis entwickelt.

Darauf trinke ich erstmal ein Dunkel - das Wasser hier im Teutoburger Wald ist ja trefflich fürs Bierbrauen geeignet. - Wollte man alle lokal, regional und überregional bekannten hiesigen Biersorten probieren, müsste der Urlaub erheblich verlängert werden.

Darauf trinke ich erstmal ein Dunkel – das Wasser hier im Teutoburger Wald ist ja trefflich fürs Bierbrauen geeignet. – Wollte man alle lokal, regional und überregional bekannten hiesigen Biersorten probieren, müsste der Urlaub erheblich verlängert werden.

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Wer im Teutoburger Wald Urlaub macht, sollte sich auch mindestens einmal im LWL umsehen, im Freilichtmuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Auf den Dreiflussstein – on top der Einzugsgebiete Weser, Rhein und Ems hatte ich im Beitrag vom 18.09. bereits hingewiesen.

Hier folgt Wässriges, das im Freilichtmuseum zu sehen ist.

Nahe beim Freilichtmuseumseingang die dörfliche Wassermühle mit hohem Bacheinstau, das Rad "oberschlächtig" mit Wasser beschickt.

Nahe beim Freilichtmuseumseingang die dörfliche Wassermühle mit hohem Bacheinstau, das Rad „oberschlächtig“ mit Wasser beschickt.

Der Blick in den Mühlenteich zeigt das Dilemma des aufgestauten Bachs - Alterung des stehenden Gewässers bringt Verschlechterung der Wasserqualität mit sich. Auf Überhitzung im Sommer, Unterkühlung im Winter und Durchgängigkeitsproblem soll hier nicht eingegangen werden.

Der Blick in den Mühlenteich zeigt das Dilemma des aufgestauten Bachs – Alterung des stehenden Gewässers bringt Verschlechterung der Wasserqualität mit sich. Auf Überhitzung im Sommer, Unterkühlung im Winter und Durchgängigkeitsproblem soll hier nicht eingegangen werden.

Einen Hof kann man nur da anlegen, wo auch Trink- und Tränkwasser ist. Hebebrunnen mitten in der Hofstätte.

Einen Hof kann man nur da anlegen, wo auch Trink- und Tränkwasser ist. Hebebrunnen mitten in der Hofstätte.

Komfortabel: Trinkwasserversorgung mit Schwengelpumpe im Haus.

Komfortabel: Trinkwasserversorgung mit Schwengelpumpe im Haus.

Das gute alte Plumpsklo - verschwendet kein Spülwasser wie spätere Entwicklungen. Hier musste man aber aufpassen, dass der Brunnen nicht durchs Plumpsklo und/oder den Misthaufen verunreinigt wird.

Das gute alte Plumpsklo – verschwendet kein Spülwasser wie spätere Entwicklungen. Hier musste man aber aufpassen, dass der Brunnen nicht durchs Plumpsklo und/oder den Misthaufen verunreinigt wird.

Das ist natürlich alles sehr informativ und daher gut besucht - Schulklasse hinter hochnährstoffreichem Teich, voll mit fädigen Grünalgen.

Das ist natürlich alles sehr informativ und daher gut besucht – Schulklasse hinter hochnährstoffreichem Teich, voll mit fädigen Grünalgen.

Nicht zuletzt als Feuerlöschteich hatten Stillgewässer im dörflichen Umfeld eine große Bedeutung. So nebenbei kann dann auch der eine oder andere Fisch für den Mittagstisch hier heranwachsen.

Nicht zuletzt als Feuerlöschteich hatten Stillgewässer im dörflichen Umfeld eine große Bedeutung. So nebenbei kann dann auch der eine oder andere Fisch für den Mittagstisch hier heranwachsen.

Gute Lösung fürs Regenwasser - oberflächig ableiten. Tiere finden eine Tränke, Vögel baden hier auch gern.

Gute Lösung fürs Regenwasser – oberflächig ableiten. Tiere finden eine Tränke, Vögel baden hier auch gern.

Und was so ein ordentliches Freiluftmuseum ist, bietet es natürlich auch allerhand anderes, z.B. Bäckerwaren - hier versteckt hinter buntem Gärtchen - hmm, lecker!

Und was so ein ordentliches Freiluftmuseum ist, bietet es natürlich auch allerhand anderes, z.B. Bäckerwaren – hier versteckt hinter buntem Gärtchen – hmm, lecker!

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Über die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) ist hier im Blog bereits berichtet worden. Die ursprünglich geradlinig geplante Ost-West-Trasse quert eine Menge Fließgewässer auf kürzestem Weg und liegt seit 2011 rechtwinklig querend im Este-Gebiet (Beitrag 23.11.2011).

Klagen führten dazu, dass die Pipeline im Raum Winsen – Buchholz (in der Nordheide) nach Süden verschwenkt wurde. Es kam zu einer zweiten Planfeststellung. Die Verschwenkung hat in ihrem Westbereich eine Trassenplanung, von der man in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie hätte annehmen sollen, dass diese angesichts ihres knapp 3 km Süd-Nord-Verlaufs entlang der Seeve-Aue (FFH-Gewässer) nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.

Da eine vorgeschlagene Trassenänderung nicht zustande kam, wurde infolge einer Klageandrohung über Ausgleich und Ersatz dieses Eingriffs in Wasserhaushalt und Gewässernatur verhandelt. Die Einigung sieht umfangreiches Restaurieren der Seeve und einiger Nebenbäche vor und ist Teil der Planfeststellung.

Wie viele bis heute nicht naturnah entwickelten Fließgewässer ist die Seeve durch verkürzenden Ausbau heutzutage durch steile Böschungen, tief liegenden Wasserspiegel und öde Flusssohle sowie nicht ausreichenden Baumbestand gekennzeichnet. - Das gilt es zu ändern.

Wie viele nicht naturnah entwickelte Fließgewässer ist die Seeve durch verkürzenden Ausbau heutzutage durch steile Böschungen, tief liegenden Wasserspiegel und öde Flusssohle sowie nicht ausreichenden Baumbestand gekennzeichnet. – Das gilt es zu ändern.

Die Pipeline erreichte und unterquerte die Seeve im März 2013 (Berichte vom 13. und 27.03. hier im Blog), Details zum Restaurieren des Gewässers wurden vor Ort besprochen (Beitrag vom 19.07.2013).

In der zweiten Oktoberhälfte startete die Strukturverbesserung des Salmonidengewässers Seeve mit der Zugabe von Kies und Geröll. Diese erfolgt in freier Schüttung – nicht als Bauwerke, sondern als Gabe für die Natur. Der Fluss sowie Aktivitäten seiner Bewohnern, z.B. von laichenden Fischen, und menschlichen Besuchern mit und ohne Boot werden die Position von Kies und Geröll verändern – Dynamik ist angesagt.

Die umfangreichen Arbeiten werden hier durch einige Fotos dokumentiert.

Hunderte Tonnen Kies und Geröll werden vor Ort geliefert.

Hunderte Tonnen Kies und Geröll werden vor Ort geliefert. Die Rohrüberfahrt ist angesichts des hohen Gewichts gesichert.

Ein mit Kunststoffketten "bereiftes" Transport- und Schüttfahrzeug leistet sehr gute Dienste.

Ein mit Kunststoffketten „bereiftes“ Transport- und Schüttfahrzeug leistet sehr gute Dienste.

Wichtig ist, dass ausreichend Material an jeden Punkt kommt. Neben dem Unterwasser- und dem Wasserwechselbereich ist auch der Bereich bis zur oberen Uferkante zum Erosionsschutz mit Kies zu versehen.

Wichtig ist, dass ausreichend Material an jeden Punkt kommt. Neben dem Unterwasser- und dem Wasserwechselbereich ist auch der Bereich bis zur oberen Uferkante zum Erosionsschutz mit Kies zu versehen.

Vom Wasser aus gesehen: Hier wird gleich noch nachgeschüttet.

Vom Wasser aus gesehen: Hier wird gleich noch nachgeschüttet.

Auf diese Weise - hier liegt inzwischen genug Material - werden die abgestimmten Einbringorte nach und nach bearbeitet.

Auf diese Weise – hier liegt inzwischen genug Material, einschließlich kleiner Reserve auf der Böschung – werden die abgestimmten Einbringorte nach und nach bearbeitet.

Das andere Ufer wird natürlich auch mit "Spielmaterial für den Fluss" versehen.

Das andere Ufer wird natürlich auch mit „Spielmaterial für den Fluss“ versehen.

Dazu werden - Fahrrecht wurde nur für diese Uferseite vereinbart - am anderen Ufer Markierungen angebracht, für den Fall, dass die Ökologische Baubegleitung einmal nicht vor Ort ist.

Dazu werden – Fahrrecht wurde nur für diese Uferseite vereinbart – am anderen Ufer Markierungen angebracht (beachten Sie die fast unvorstellbare, durchweg gegebene Steilheit des Ufers und Tieflage des Flusses), für den Fall, dass die Ökologische Baubegleitung einmal während des Einbringens nicht vor Ort ist.

"Der große Westufer-Belieferer" - nur Spezialgerät kann die erwünschten Effekte erzielen, bzw. hier, das andere Ufer erreichen.

„Der große Westufer-Belieferer“ – nur Spezialgerät kann die erwünschten Effekte erzielen, bzw. hier, das andere Ufer erreichen.

An dieser Stelle sei insbesondere den Beteiligten vor Ort, Ökologischer Baubegleitung und Baufachleuten sowie dem Unterhaltungsverband Seeve, ausdrücklich für sachkundigen und engagierten Einsatz gedankt!

Kies-Geröll-"Knubbel", nun auch am Westufer. Die Position wurde zwischen allen zu Beteiligenden so abgestimmt, dass vorhandene Strukturen geschützt und unterstützt werden. An völlig freien Strecken bieten die neuen Strukturen Ansatzmöglichkeiten für Wasser- und Uferpflanzen inkl. standorttypischer Bäume.

Kies-Geröll-„Knubbel“, nun auch am Westufer. Die Position wurde zwischen allen zu Beteiligenden so abgestimmt, dass vorhandene Strukturen geschützt und unterstützt werden. An völlig freien Strecken bieten die neuen Strukturen Ansatzmöglichkeiten für Wasser- und Uferpflanzen inkl. standorttypischer Bäume.

Nach und nach wird das Kieslager kleiner.

Nach und nach wird das Kieslager kleiner – was für ein Herbstabend.

Was für ein Glück, dass das Wetter etliche Tage mitspielte.

Und dann kam der Orkan-Tag, abendlich.

Und dann kam der Orkan-Tag, abendlich.

Die Rausche für Kieslaicher ist eingebaut.

Die Rausche für Kieslaicher ist eingebaut.

Wellen und Vortices (hat da jemand einen Stöppsel gezogen?) im Bereich der Rausche.

Wellen und Vortices (hat da jemand einen Stöppsel gezogen?) im Bereich der Rausche.

Stehende Wellen am vor längerer Zeit umgebauten Bendestorfer Wehr - um diese Höhenunterschiede anzugleichen, bräuchte es erhebliche Kies-Geröllmengen. Wir haben ein wenig unterstützt.

Stehende Wellen am vor längerer Zeit umgebauten Bendestorfer Wehr – um diese Höhenunterschiede anzugleichen, bräuchte es erhebliche Kies-Geröllmengen. Wir haben ein wenig unterstützt.

Kleiner Ausschnitt des Gesamteindrucks - gut ist das geworden.

Kleiner Ausschnitt des Gesamteindrucks – gut ist das geworden.

Orkan-Abend, dramatischer Sonnenuntergang über Bendestorf.

Orkan-Abend, dramatischer Sonnenuntergang über Bendestorf.

Feierabend.

Feierabend.

Und dann kam der Regen.

Die Kies-Lagerfläche ist leer.

Die Kies-Lagerfläche ist leer.

Die Fahrspuren der Vortage voll Wasser - jetzt ist Baustopp, schon aus Gründen des Bodenschutzes.

Die Fahrspuren der Vortage voll Wasser – jetzt ist Baustopp, schon aus Gründen des Bodenschutzes.

Die erste zu bekiesende Teilstrecke ist vollständig bearbeitet, die zweite weitgehend. Insgesamt sind inzwischen 595 m³ Kies und Geröll (16-64 mm) dem Fluss zur Verfügung gestellt worden.

Im Frühjahr 2014 wurden die Arbeiten Richtung Norden vervollständigt. Insgesamt sind 1.000 m³ Kies und Geröll, vor allem als dem Fluss „zur Bearbeitung“ zur Verfügung gestelltes Material eingebaut worden.

Erste Beobachtungen zeigen, dass nicht nur die erwartete Entwicklung mittiger Laichplätze daraus resultiert, sondern dass die Depots quasi als Hochhaus von Wirbellosen (klar!) und Mühlkoppen angenommen werden.

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