Zwei Wochen herrlicher Ferientage liegen hinter uns. Diesmal ging`s nach Bodenwerder, Münchhausenland.
In lockerer Folge werden Eindrücke darüber hier im Blog vorgestellt, gestartet mit Herbstfarben.
Posted in Der Kampfdackel, Gewässerschutz, Reisen on 17. September 2014| Leave a Comment »
Zwei Wochen herrlicher Ferientage liegen hinter uns. Diesmal ging`s nach Bodenwerder, Münchhausenland.
In lockerer Folge werden Eindrücke darüber hier im Blog vorgestellt, gestartet mit Herbstfarben.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Unsortiertes on 10. August 2014| 2 Comments »
Nach Hitze und Trockenheit hat es geregnet – und es gibt etwas zu sehen.
Während den Rhein eine Hochwasserwelle aus Extremniederschlägen im oberen Einzugsgebiet herunterrollt (Wasserbotschafter Bromeis muss zu Fuß gehen!), herrscht in der Elbe seit Monaten Niedrigwasser mit Sauerstoffmangel im Hamburger Raum – Fischsterben inbegriffen. Künstliche Belüftung wird angedacht – und wäre, wie auch immer realisiert, endlich eine seit Jahren notwendige, von der Großschifffahrt zu tragende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme.

So zum Beispiel zeigt sich die Este, malträtiert von Grundwasserentnahmen, Dränagen, Versiegelungen. Ein Trauerspiel.

Der Regen lässt erste Pilze durch schlagartiges Erscheinen auffallen. Bald haben sie wieder Hauptsaison.

Schönster Moränenkies ist frei gespült – kleines Modell, wie man sich hier im Umland den Grund von Bächen von Natur aus vorzustellen hat: alles Kiesbäche!
Das ist ein handfestes Beispiel für die treffliche Beschreibung über Bachentstehung in der Geest des Norddeutschen Tieflands, wie sie Altmüller & Dettmer (1996) gaben. Mögen sie endlich von allen verstanden werden, damit nicht weiter Leid- statt Leitbilder die Gewässerrestaurierung begleiten!
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 13. Juli 2014| Leave a Comment »
[Vorab etwas Aktuelles: 14. Juli 2014 – Wie gehen wir mit unseren Flüssen um ? Drama Elbe !
Aktuell liegt der Sauerstoffgehalt der Hamburger Elbstrecke um 1 mg Sauerstoff / Liter Elbwasser. Diese tabellarische, auf einen Zeitpunkt bezogene Darstellung wird der vor Ort-Situation allerdings nur bedingt gerecht, da mit Ebbe und Flut riesige Wasserkörper hin und her geschoben werden. So wie derzeit sah die Situation kaum in den Abwasserjahrzehnten bis Ende der 1980er aus. – Online kann man den Verlauf über die Zeit sehen, ein sehr viel deutlicheres Bild des dramatischen Flusszustands über Raum und Zeit.
Gemessen an Ziel-Beurteilungsdaten wie „Gewässergüteklasse 2 weist keine schlechteren Daten auf als minimal 6 mg/l“ muss davon ausgegangen werden, dass über 40 km Elbe so gut wie fischfrei sind.
Am Ende des folgenden Blog-Eintrags wird auf Sauerstoff und Fische der Elbe noch eingegangen.]
Über das Biosphaerium Elbtalaue ist bereits am 27.04.2014 hier berichtet worden. Wenn man in der Gegend ist, lohnt ein weiterer Besuch immer. Der Bildungsurlaub ermöglichte ein paar mehr Fischfotos.

Der Blick durch Fisch-Silhouetten bietet einen anderen Landschaftseindruck als gewöhnlich, ob wie hier im Detail …

Das sahen die „alten Mönche“ aber anders – konnten sie ihn doch als Fisch in der Fastenzeit essen. In diesem Tafelausschnitt vom Elbuferwanderweg allerdings wurden wohl Fischotter und Biber vermixt, vielleicht eine Hilfe zur Verfolgung beider.

Hier ist der Beweis – der schuppige Biberschwanz, wegen seiner Form „Kelle“ genannt, zeigt doch eindeutig den Fisch (oder nicht?).

Landschaft durch Fisch-Silhouetten sieht man übrigens auch von innen nach draussen – hier durch den Lachsverwandten Stint.
Wir radelten dann andern Tags auf interessanter Tour südlich der Elbe nach Geesthacht zum großen Fischpass am Nordufer der Elbe. Fische von dort habe ich an dieser Stelle im Beitrag vom 21. September 2011 gezeigt. Diesmal gab es ausnahmsweise auch wieder Fisch zu sehen – ein paar andere als damals.
Den Meerforellen macht die Wasserqualität im Hamburger Hafen wegen des Sauerstoffdefizits 2014 seit Anfang Mai wieder erheblich zu schaffen. Danach kamen Kälte und Wind (man wundert sich, wie lange bzw. oft Eisheilige bzw. Schafskälte dieses Jahr auftraten …), mit lang anhaltender niedriger Elbe-Wasserführung fiel dann aber der Sauerstoffgehalt wieder bis unter 4 mg/l. Dies ist eine Situation, die man sich in den 1990ern bis zur Jahrtausendwende nicht vorgestellt hätte – konterkariert sie doch die Erfolge der jahrzehntelangen intensiven Abwasserreinigung und Gewinne aus der Wiedervereinigung von Ost und West.
Wer von Fischen noch nicht genug gesehen hat, findet mehr z.B. im Beitrag vom 25. Mai 2013 aus dem Müritzeum (anzusteuern über die Kalenderfunktion in der rechten Spalte).
Posted in Gewässerschutz, Unsortiertes on 12. Juli 2014| 1 Comment »
Sommerzeit – Badezeit …
Da kann man doch mit Bade-Bällen werben?! So dachten auch kluge Werber in Sachen Roundup vor Jahren – das Produkt dem künftigen Verbraucher freundlich nahebringen.

Leider steht das Bällchen für Gift. Nichts hat der Produzent selbstverständlich mit Fehlhandeln zu tun, die Gebrauchsanweisung ist sauber.
Wo der Einsatz von Roundup – oder wie immer neue Phantasie-Namen das Produkt nennen, verboten ist, kann leicht nachgelesen werden.
Dass die Agrarlandschaft inzwischen flächenhaft vergiftet, gehört endlich abgeschafft!
Wer mehr dazu lesen möchte, findet das z.B. hier „in english“ oder hier auf Deutsch.
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 5. Juli 2014| Leave a Comment »
Zum dritten Mal geht`s mit dem Anbieter LIW in den Bildungsurlaub. Wie zuvor erwarte ich neben fundierter theoretischer Information eine Menge Erlebnisse „in freier Wildbahn“. Nach Nationalpark Kellerwald (Wanderungen meist Hang-parallel) und Nationalpark Sächsische und Böhmische Schweiz (Wanderungen auf und ab, bis zu Klettertouren) habe ich mir diesmal die Mittelelbe ausgesucht. Als Standort ist die „Zündholzfabrik“ in Lauenburg vorgesehen, direkt am Fluss und dem begleitenden Wander- und Radweg gelegen. Neben Realitätserkenntnis beim Wandern ist hier vor allem Radfahren mit Zwischeninformationen angesagt, um die vielfältigen Ziele zu erreichen, an denen Zugehöriges vermittelt wird.
Wie beim Kellerwald (Beiträge hier im Blog: 23.06.2012, mehrere, und – revisited: 28.08.2013) und beim Thema Sächsische und Böhmische Schweiz (Beitrag vom 29.11.2013) werde ich über „Mittelelbe“ in lockerer Folge und Form an dieser Stelle berichten.
Der Sonnenuntergang findet hinter der Elbekurve statt, dort, wo wir unseren Frühlingsurlaub, quasi als Vorabschnuppern, erlebten (s. Beiträge vom 21. April bis 18. Mai, ansteuerbar über die Kalenderfunktion rechts, Tage mit Blog-Einträgen erscheinen hervorgehoben).
Posted in Gewässerschutz, Reisen, Unsortiertes on 20. Juni 2014| 1 Comment »
Nun hat es also 2014 geklappt, der Betriebsausflug führt uns auf die Elbe im Hamburger Hafen. Das soll ein Erlebnis der anderen Art werden, teilweise abseits von den normalen Touren, die als Hafenrundfahrt angeboten werden. Fachkundige Führung bieten die Aktiven von Rettet die Elbe.

Da hinten irgendwo liegt unsere Barkasse – vor der geldverschlingenden Dauerbaustelle Elb-Philharmonie, hinter den Museumsschiffen Rickmer Rickmers und Cap San Diego.

Die Vielzahl Kräne und der Kreuzfahrer rechts am West-Horizont zeigen, dass es offenbar Arbeit im Hafen gibt.

Bei der Umrundung der Hochwasserschutzbaustelle muss ich runter auf die Straße. Was ist DAS denn? Wasser statt Besen – mediterraner Umgang mit dem kostbaren Nass. – Leute, lernt mal dazu!

Wieder diesseits der Hochwasserschutzbaustelle, Barkassenanleger erreicht – von fern nahen die anderen, angekommen am U-Bahnhof Baumwall.

Der fette Hafenschlick lässt Blasen aufsteigen – Milliarden Bakterien arbeiten und zehren Sauerstoff, setzen Kohlendioxid und Methan frei.
Wir werden eine Elbe befahren, die Jahrzehnte stetig verbesserter Abwasserreinigung erlebt hat. Kommentiert vor dem jeweiligen Stand des Wasserrechts ist das hier nachzulesen.
Hamburg bekannte sich zum Erfordernis, wesentliche Schritte dringend selbst voranzutreiben. Zur Eröffnung des 12. Öko-Forum am 14.04.1983 – vor gerade 3 Jahrzehnten – begann der damalige Umweltsenator im Hörsaal des Instituts für Allgemeine Botanik seine Eröffnungsrede mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren! Vorrangiges Ziel des Senates im Zusammenhang mit den heute zu erörternden Themen ist es, die Selbstreinigung der Elbe wiederherzustellen. Die Gewässer als Lebensraum, z.B. für Fische, so zu sanieren, dass diese auch geniessbar und vermarktungsfähig sind, sowie zumindest die Güteklasse II zu erreichen.
Um diese ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen erhebliche Anstrengungen und Investitionen unternommen werden. …“ – Ich komme weiter unten auf die Rede zurück.

Nun gucken wir, noch ziemlich Tideniedrigwasser, ins Nikolaifleet hinein, fast identisch mit dem früheren Alstermündungsmäander. Hier sollen mal die Wanderfische durch, wenn die Alsterfischpässe fertig sind.
Doch dazu später mehr in einem weiteren Beitrag.

Die Barkasse wirbelt ordentlich Wasser beim Drehen. Zur Sauerstoffanreicherung reicht das gleichwohl nicht.

Noch was zum Kotzen – die vielbeschworenen, beworbenen Traumschiffe. Die schwarze Rauchfahne zeigt, was verbrannt wird – Schweröl, der letzte Abfall, den es zu entsorgen gilt. Zu Lasten von Gesundheit, Bauwerken, Umwelt, Meer?
Abends wird dieses Schiff von einer kleinen Blondine, am Ballon schwebend, getauft. Anschließend gibt`s ein Konzert.

Erhöhter Tidehub durch die diversen Elbvertiefungen ist erlebbar: entwickelt primär durch erhebliches Absinken des Tideniedrigwassers.
Wer zum Baggern etwas lesen möchte, und wie die Elbe darauf reagiert, guckt mal hier.
Wer sich für das Thema interessiert, findet auf einem kleinen Spaziergang zwischen U-Bahnhof Jungferstieg und Landungsbrücken auch Süßwasserwatt mitten in der Stadt.

Inzwischen hat uns die angesagte Tief-Front erreicht. Hoffentlich bleibt uns das Erlebnis einer „Gewitterzelle“ erspart, wie sie in den Vortagen anderswo gewütet hat.

Mitten im Hafen: Sukzession Wasser, Schlick-/Sandwatt, Schilfröhricht – ist das eine Düne? Nein, wohl ein Bausandlager …

Ein altes Wikingergrab, eine Schiffssetzung vor Auwald? Wohl eher – neben modernem Stahlpfahl – kompostierte Pfahlreihen einer alten Hafenanlage.

Greenpeace ist auch vertreten zwischen Technik und Grün. Irgendwie habe ich das Gefühl, die waren früher mal vor Ort aktiver.

Und da verweht es auch schon – Kalisalz. Wie bei jedem technischen Prozess ist weitere Emissionsvermeidung überall möglich.

Oha, das sind mal Größenverhältnisse. Wir sind an einem Container-Terminal im Köhlbrand, wie die Süderelbe hier heisst, angekommen – „Altenwerder“ erinnert an das historische Bauern- und Fischerdorf, das hier weichen musste.

Für den weltweit subventionierten Immer-größer-Schiffbau werden fortwährend weitere „Anpassungen“ der Flüsse gefordert.
Hier passt wieder die Rede des damaligen Umweltsenators 1983, der auf Seite 13 seines Manuskripts fortfährt „Wir wissen heute, dass durch wasserbauliche Maßnahmen in der Unterelbe in Zukunft Veränderungen vorgenommen werden könnten, die eine erhebliche Sauerstoffzehrung zur Folge hätten, und zwar in einer Größenordnung, die den Sanierungseffekt durch den Bau der Klärwerke Köhlbrandhöft-Süd und Dradenau erreicht und damit wettmacht„.
Welch von guter Fachkenntnis geprägte Weitsicht – 1983! Heute, 3 Jahrzehnte später, beobachten wir das Resultat, z.B. angezeigt vom Wanderfisch Meerforelle. Mehr Fachkenntnis als Grundlage politischer Entscheidungen und Planfeststellungsbeschlüsse wäre wahrlich ein Segen. Und man fragt sich angesichts heutiger Elbe-Realität, wo eigentlich Ausgleich und Ersatz für derlei Belastungen bleiben.

Streitobjekt Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg – Novum flacher Kühlturm. Irgendwie wird man den Küstenklatsch-Spruch nicht los, eine Umwelt-Staatsrätin hätte Vattenfall diesen Großklotz durch Verdopplung ursprünglicher Pläne angeraten.

Wir passieren das Jahrhundertbauwerk Köhlbrandbrücke – nach 40 Jahren Standzeit in Abriss- und Ersatzdiskussion.

Da, am linken Köhlbrandufer – massenhaft Möwen!
Hier münden Hamburgs weitergehend gereinigte Abwässer, sauerstoffreich, sommerkühl – ein Fluchtpunkt für Lebewesen während des Sauerstofflochs in der Elbe in der warmen Jahreszeit, eine Speisekammer für Möwen und andere. – Die Wassermenge entspricht im Sommer einem größeren Nebenfluss der Elbe (dementsprechend fehlt diese Menge am Trinkwasserentnahmeort in den Quellbächen).

Wir erreichen die Norderelbe am Zusammenfluss mit der Süderelbe / dem Köhlbrand. Spitze Leistung, Architekten! – Und wieder ein so genanntes Traumschiff.

Blick nach Westen, gen Nordsee: Wen haben wir denn da!?
Nein, nicht mich, unscharf über meinen Händen?

Herbert Nix wundert sich – kann das sein, bei Wassertemperaturen deutlich über 15, nahe 20 Grad Celsius? Und – haben wir nicht Flutstrom?
Na, fahren wir einfach mal einen kleinen, ausserplanmässigen Schlenker.

Tatsächlich, es ist das Baggerschiff Akke, das mit Wasserinjektion Sedimente in Bewegung setzt. Wird in Hafenbecken gearbeitet, nennt man das „Schlick-Eggen“. – Der Fluss macht dann irgendwas damit.

Akke in Aktion. Nachfrage beim Schiffsführer bestätigt, es herrscht Flutstrom. – Wieso, sollen Sedimente etwa elbaufwärts, Richtung Hafen, verlagert werden? – Man wundert sich.

Vorbei geht`s an den Faultürmen für Klärschlamm auf dem Klärwerksgelände Köhlbrandhöft. Im Vordergrund trocknen – unscharf – Kormorane.
Der erste Gewässerschutzbeauftragte des Strom- und Hafenbau aus der 1. Hälfte der 1980er (bis 31.01.1987) erinnert sich angesichts der inzwischen weitgehenden Abwasserreinigung weiter an die Rede des damaligen Umweltsenators „Die Bedeutung wasserbaulicher Massnahmen für die biologische Situation der Elbe, d.h. ihre Selbstreinigungskraft und die Lebensmöglichkeiten der Elbfische, wurde in den letzten Jahren nicht genügend berücksichtigt. Ich habe kürzlich mit grossem Interesse die Biographie eines Altenwerder Elbfischers gelesen, der die Entwicklung der Elbfischerei seit dem beginnenden 19 Jahrhundert beschreibt … Die Beobachtung dieses Fischers wird heute von der Wissenschaft bestätigt. Die zahlreichen Eindeichungen und Zuschüttungen, die weitflächige Vernichtung der Flachwasserzonen haben nicht nur die Fortpflanzungsmöglichkeiten der Fische reduziert, dies hat zugleich zur Folge, dass die Elbe weniger Sauerstoff aufnehmen kann als benötigt.
Deshalb kommt es entscheidend darauf an, weitere Verschlechterungen im Fluss durch sauerstoffzehrende Massnahmen zu verhindern. … In allen von mir angesprochenen fünf Bereichen müssen gleichzeitig Fortschritte angestrebt und durchgesetzt werden. Uns allen dauert dennoch die Umsetzung konkreter Massnahmen immer wieder zu lange. Deshalb lassen Sie uns gemeinsam durch Veranstaltungen wie die heutige nicht nur der Öffentlichkeit über Umweltprobleme besser informieren, sondern auch einen Beitrag in Richtung auf eine raschere Sanierung der Elbe leisten.“ [Ende der Rede.]
Wie wahr! Es folgten die ökologischen Gewinne der Abwasserreinigung und die der Wiedervereinigung. Und dann die vorige Elbvertiefung, begleitet durch die Zerstörung des Mühlenberger Lochs in seiner Funktion als letzte Lunge im unmittelbaren Hamburger Elbebereich – mit den bekannten Folgen.

Anpassung der Hochwasserschutzanlagen – muss sein! Hoffentlich überholen uns der Meeresspiegelanstieg und die Entwicklung der Sturmfluten nicht.

Wir steigen aus. Das war eine äusserst informative Fahrt – und das Wetter hat auch gehalten.
Eine neue Gruppe wartet schon auf die nächste Rundfahrt.
Jetzt wollen wir noch Alster-aufwärts gehen und die beiden Fischpassbaustellen an der Mühlenbrücke (Großer Burstah) und an der Rathausschleuse ansehen.
Dazu folgt demnächst ein eigener Blog-Eintrag.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz on 9. Juni 2014| Leave a Comment »
Über Kiese und Hölzer, die strukturlose Bäche vielfältiger machen, nicht zuletzt am Beispiel NEL und Seeve ist hier ausführlich berichtet worden. Im Frühsommersonnenschein zeigen sich dann über Turbulenzen bunte Flieger – Calopteryx virgo, die Blauflügelprachtlibelle, nimmt in absoluten Zahlen und prozentual zur Gebänderten Prachtlibelle, der Mittellaufart C. splendens zu.
Ein besonderes Bild bietet sich jetzt in vielfältigerem Grund zwischen Wasserpflanzen und Hölzchen. Die Hydraulik ist so variabel geworden, von intensiver Vortex-Ausbildung bis Ruhigwasser, dass auch hydraulisch schwache Arten, wie z.B. die Äsche mit ihren jüngsten Stadien, ihren speziell erforderlichen Kleinlebensraum finden. Das folgende Suchbild zeigt, dass Äschen offenbar nicht nur erfolgreich abgelaicht haben, sondern dass es den Jungfischen jetzt möglich ist, in der restaurierten Strecke heranzuwachsen.
Posted in Gewässerschutz, Unsortiertes on 8. Juni 2014| Leave a Comment »
Da nun das WUZ, Wassersport- und Umweltzentrum Baggersee Neuland nutzbar ist, sollte das Seniorenangeln (vgl. Beiträge 3. Juni 2012 und 9. Juni 2013) erstmals hier stattfinden. Mehr als 1.600 Jahre brachten Anglerinnen und Angler in die Teilnehmerliste ein. Und das Wetter ?

Der Überraschungsfisch des Tages – 2013 war es ein Hecht – ist 2014 ein gut 4pfündiger Karpfen – Petri Heil!

Das Essen ist ausgezeichnet – bestes Fleisch vom Spanferkel. Kleine Info dazu: es ist gesünder, als es aussieht, ein hervorragender Krautsalat verbirgt sich dem Fotografen.

Der wassergebundene Auwald mit seiner Entwicklung in die 3. Dimension beeindruckt – schon allein und nicht zuletzt mit seinen vielen zwitschernden Bewohnern.

Ein Hundstag im Juni – allen hat es viel Spaß gemacht, wir hatten Glück mit dem Wetter (nachmittags folgten starke Gewitter) – und auch der Hund hatte seinen Schatten und seinen, das Seewasser übertreffenden Wassernapf.
Dank an die Organisatoren und Teilnehmer – dann sehen wir uns hoffentlich gesund und munter 2015 wieder beim nächsten Seniorenangeln.
Posted in Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz on 28. Mai 2014| Leave a Comment »
Während die Heidebäche durch Restaurieren langsam, aber sicher in ihrer Lebensraumstruktur verbessert werden, wird vorüber gehend weiter Jungfisch besetzt, der sein zuHause finden und später dort selbst ablaichen soll.
Wie in den Vorjahren waren 2sömmrige Äschen und Bachforellen bei einem zertifizierten Züchter bestellt für Este, Seeve und Seevekanal. Letzterer wird im Rahmen des vom Bezirksamt Harburg geleiteten Projekts Seevekanal 2021 restauriert.

Eine Vielzahl Vereine mit aktiven Mitgliedern hatte sich an der Bestellung beteiligt. Fast könnte man meinen, es wären mehr Menschen als Fische vor Ort gewesen.

Wichtig für den Transport ans Gewässer: wenig Wasser und viel Sauerstoff gehört in die Transportbeutel. Hier wird die Temperatur an das Besatzgewässer angepasst.

Nach kurzer Orientierung nutzen die Fische die variable Tiefe des Standorts, Wassersternpolster sind gern aufgesuchte Unterstände.

Noch zeigen die ökologisch indifferenten Anzeiger Rotauge und Barsch die Strukturarmut des Seevekanals an. Das wird sich im Lauf der Entwicklung ändern.
Posted in Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Unsortiertes on 24. Mai 2014| Leave a Comment »
Und auch wir haben eine Menge gesehen – wurden nicht nur beobachtet.

Zum Starttermin gar war die Sonne wieder ganz verschwunden. – So haben wir die Tour geändert, „Roof of the World“ nach hinten verschoben.

Erster Stopp: die luxuriöse Otter-Berme. Fischotter sind anspruchsvoll, wollen Brücken nur trockenen Fußes queren. Oben hiesse das: Opfer des Autoverkehrs! – Man erkennt, auch Künstler passieren hier.

Wo mit Kies, Geröll, Steinen restauriert wurde, finden Pflanzen dauerhaft wieder Halt. Im standorttypischen Halbschatten zeigen sie uns, wie schmal ein lebendiger Bachquerschnitt hier sein muss.
Da dieses Phänomen typisch so auftritt, folgen Beispiele von 2 anderen Exkursionsorten die analogen Ansichten.

Wasserbaumeister Pflanze zum Dritten – Für Hochwasserbesorgte sei ergänzt: Diese Pflanzen haben einen flexiblen Körper, legen sich bei höheren Wasserständen ohne Widerstand flach ins Geschehen.

NEL, die Nordeuropäische Erdgasleitung, ist immer interessant – hier vor allem wegen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen.

Im Bereich der Querung mit der Este wurde dem Forellenbach durch intensives Angebot von Kies und Geröll die Möglichkeit zur Sohl- und Uferstrukturierung gegeben. Ein äusserst vielfältiges Längs- und Querprofil, das bereits intensiv belaicht wurde, ist der Lohn.

Wie öde dagegen stellt sich ein nahe liegender überbreiter, übertiefer Erosionssand-Mäander dar – eine Wüstenei !

Wichtige Erkenntnis der Exkursion: Bäume, hier meist Erlen, garantieren Erosionsschutz und bieten eine Vielzahl von Lebensräumen. So sieht einschliesslich seines lichten Schattens ein naturnahes Fliessgewässer aus – „Keeping Rivers Cool“, wie der englischsprachige Raum in Zeiten des Klimawandels zunehmend propagiert.

Wo der Baumschutz verloren ist, gingen Hunderte m³ Boden zu Tal und mussten anderswo teuer gebaggert werden. Die alte Erle ist Zeugin der Vergangenheit – SO schmal wäre der lebendige Bach hier.

Blick vom Hochufer der Este auf von Nadelholz geräumte Auenfläche. Diese NEL-bezogene Ausgleich- und Ersatzmaßnahme bringt großflächige Verbesserung.

Ein Drittel der geräumten, bislang trostlosen „Schwarzwald“-Fläche wurde mit Erlen bepflanzt. Zwei Drittel stehen der natürlichen Sukzession zur Verfügung – ein Großexperiment!

Und so entmischt die Strömung Organik, Sand, Kies, Geröll – letztere werden intensiv von Kieslaichern genutzt.
Es wartet das „Dach der Welt“.

Was für ein Postkartenfoto, wie gut, dass wir die Route geändert haben angesichts des Nebels am Morgen! – Das Dach der Welt – „top of the world“ zwischen Elbe- und Weser-Einzugsgebiet. – Ok, angesichts von ca. 80 m über NN ist das nur ein Flachdach. – Aber was ist das für ein Umgang mit dem Boden!? Ein halbes Jahr liegt der ungeschützt durch Vegetation. Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen Boden, Wasser, Luft sieht anders aus.

Boden ! ? – Hier werden Steuer- und Stromgebührenzahler verhohnepiepelt. Wie kann es sein, dass solch Kulturschande mit Steuergeld vergoldet wird? Auf solch schwachen Boden gehört Wald – Wasser-Wald !
So sind wir denn bei all den guten Beispielen wieder in der wahren Realität angekommen. Es wird Zeit, die Subventions-Irrungen abzuschaffen.
Die Flussgebietsgemeinschaft Elbe – unsere Exkursion bewegte sich in ihrem Einzugegebiet – findet Derlei auch nicht witzig und fordert, nicht zuletzt im Hinblick auf den Zustand der Nordsee dringend Verbesserungen bei der Landwirtschaft. Hier der direkte Zugang zum Papier.
Wer Fotos von Gewässerorganismen vermisst, sucht in der Suche einmal unter „Welt zu Gast“. Da erscheinen dann die Vorjahre, in denen immer mal ein Gewässerorganismus abgebildet wurde.
Dann bis zum nächsten Mal!
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