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Archive for August 2026

Per Bus wechseln wir fix zur Wandse – Blick bachauf zum ehemaligen Mönchstandort.

Der Pulverhofteich im Stadtteil Rahlstedt wurde, beginnend im Rahmen des Projekts „Forelle 2010“ (Text im Link: S. 82-88), seit der Jahrtausendwende Stück um Stück abgesenkt. Darin abgelagerte Sedimente, Sand und Organik, fielen nach und nach frei. Pflanzensukzession nahm ihren Lauf.

Die Wandse formte sich selbst ihren windenden Verlauf und verlässt den Pulverhofteich über diese raue Strecke. So konnte zwanglos die örtliche Durchgängigkeit des Fliessgewässer-Kontinuums erzielt werden ohne großartige technische Baumaßnahmen, für die jeweils Euronen in die großen Hunderttausender, meist einstellige Millionenhöhe, erforderlich sind.

Rangezoomt – Blick auf die neu entstandene Aue.

Wir wandern auf dem nördlichen Weg – entlang des baumbestandenen, wäldchenartigen Moränenhangs.

Blick auf die nun bunte Aue.

Die Wandse direkt vorm Hang – wie anderswo ist der Besucherdruck enorm.

Blick vom Diesseits ins Jenseits – Bruchweide.

Intensiver Weidenwuchs wird zeitweilig gemindert. Der Schnitt ist als – zumindest optische – Schranke gegen übermäßiges Umfeldvertrampeln gut nutzbar.

Aue hinterm Weidenverhau – Sturzbäume werden gern als Balanciergelegenheit, Zugang ins Grün ge(miss)braucht.

Durchblick – die Vielfalt des dreidimensionalen Grün täuscht über die städtische Realität hinweg – ein wahrer Erholungsraum. – Gleichwohl entgeht dem aufmerksamen Beobachter nicht die relative Schmalheit, hier: knapp 150 m. – Hinterm kurzrasigen Parkteil mit Bank „jenseits“ sind regelhaft die vorbeizischenden Autos zu sehen (eins ist auf dem Foto erahnbar).

Wir machen uns auf den Rückweg.

Wieder per Bus – super-HVV, besten Dank! – fahren wir bachab.

Demnächst mehr zur Wandse, zum neu gestalteten Eichtalpark.

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Rahlstedter Weg gen Süd gequert, ca. 200 m weiter – Uferbewuchs im Offenen, klarer Bach, Stockentenweibchen.

Bacharbeit zeigt Entwicklung – Kies, Erlen, Stopp der Parkrasenmahd, AuenGrünEntwicklung.

Die Handschuhe liegen da nicht symbolisch. Neben und hinter mir steht eine Gruppe, die neben Bachpaten- und Bezirksamtsaktivitäten im Gewässer- und Umfeldschutz ergänzend per Auftrag Reste des Drüsigen Springkrauts ausreisst. – Ja, „Reste“, Jahrzehnte konsequenter Arbeit haben – nach und parallel zum Erfolg beim Riesenbärenklau – auch diesen Neophyten mindern können. Wichtig ist halt, das ganze Einzugsgebiet, möglichst mit „Ursprung“ (meist Garten eines Pflanzen-, Natur-, Bienenliebhabers) im Blick zu haben.

Der Weg ist weg! – Nein, der stets störende bachnahe Weg rechts, durch Hochwasserwirken teures ErhaltungsÄrgernis, ist vom Bach am rechten Bildrand nach links in Hanglage versetzt (klitzeklein ist links eine Joggerin erkennbar).

Der neue Weg lässt sich sehen – mit seinem roten Punkt am Horizont, Randstreifen runtergemäht. Das dreidimensionale Auengrün mit Baumgruppen begeistert in seiner Formen- und Artenvielfalt.

Von allein entstandene, heranwachsende Erlengruppe um eine Mulde, die bei Hochwasser jeweils neu mit Wasser eingestaut wird.

Detail, ein schönes Experiment (nur Mut!)! Im Altern (nun ca. 10 Jahre) ist zu erkennen, wie sich Bäume durch Ästeabschlagen von unten her zum lichten Auwald entwickeln.

Wenn dieses Experiment geschätzt und weiter begleitet wird, wird auch die Unterbodenentwicklung mit Frühblühern erkannt werden.

Alte Horrormärchen vom „schwarzen“ (oder später „grünen“) Tunnel der Erlenentwicklung werden durch praktisches Erleben ad absurdum geführt. „Der Tunnel“ ist menschengemacht – sei es durch zwanghaftes Absägen der Bäume (Erkenne den Irrweg: Vom Baum zum Busch, vom Busch zum „undurchdringlichen, dunklen Gestrüpp“ – MEHR Sägen!), Wachstums- / Alterungsverhinderung bei überholtem Unterhaltungshandeln – oder durch falsch verstandenen Naturschutz.

Bäche und Flüsse wären nun einmal im naturnahen Zustand sommerkühle Fliessgewässer mit der charakteristischen Lebensgemeinschaft. – Lebenslanges Lernen ist empfehlenswert.

Wir gehen zum Rahlstedter Weg, Grenze zwischen den Ortsteilen Farmsen und Rahlstedt. Der Bus bringt uns – gen Süden – zur Wandse.

Mehr demnächst.

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S- und U-Bahnnutzung ist angesagt – Elbtunneldeckel in Arbeit.

In HH Farmsen steige ich aus der U-Bahn, Treffen klappt, wir gehen zur Berner Au, nahebei. Eine günstige Gelegenheit, meine frühere Wirkungsstätte in der weiteren Entwicklung (im Unruhestand zugebrachter) 11 Jahre zu erleben.

Winden und Sohlesortieren ist zu erkennen – aber ist DAS ein gesunder Bach?

Hier arbeiten Bezirksamt Wandsbek und Bachpaten seit langem Schritt für Schritt zusammen. Das Winden und Sohlesortieren folgt im für Mittel-, gar Niedrigwasser extrem überbreiten Querschnitt auf regelhaftes Einbauen von Strömungslenkern aus Steinen, Kies und Holz.

Kein einfaches Arbeiten in einer Großstadt – gegen Überbreite und Ufervertritt mit extremer Lebensraumzerstörung werden auch im Umfeld gewonnene Jungerlen gepflanzt.

Blick über eine Teilstrecke – insbesondere hinten ist die Vielzahl von Aktivitäten erkennbar. Das Profil und der nah am Bach verlaufende Weg sind Herausforderungen jeweils auf ihre Art.

Wer diesen früheren öden Sandkanal kennt, ist erstaunt. Hat sich der Blick erst eingesehen, sind überall in der Fläche Stichlinge dieses Jahrgangs zu entdecken.

Für die Gewässerstruktur und Klimadiskussion besteht hier ein Beispiel – bei allen Sachzwängen – für mögliches und durchgeführtes Handeln.

Es geht voran. – Gleichwohl bleibt viel zu tun. Eisenaustritt auf der anderen Seite zeigt auch Übertiefe des Profils, „Ausbluten“ des Umfelds.

Zu beachten: Das zunehmende Einengen des Niedrig- und Mittelwasserprofils, in der Strecke auch durch Auswirkung des Handelns an veränderlicher Sand- und Organikablagerung erkennbar, bringt wachsende Möglichkeiten für das Wiedergewinnen von Lebensvielfalt.

Stadtnatur und ihre Entwicklung ist aufgrund urbanen Umfelds – dichte Bebauung mit entsprechenden Hochwasserschüben bei Stark- oder Dauerregen, weitere Konzentration von Bevölkerungsgruppe durch öffentliche Einrichtungen wie Schulzentren, Durchgangsstrecke für intensiven Fuss- und Radverkehr – stellt ihre eigenen Herausforderungen, Handelnde müssen ein gehöriges Maß an Entspannung und Durchhaltekraft beweisen. – Wer sich dem stellt, wird belohnt.           🙂

Der Park in der Folgestrecke ist ebenfalls – entsprechend der dortigen Bedarfe und Möglichkeiten – weitgehend verändert. – Dazu folgen demnächst Beispielfotos.

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