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Archive for 2. Januar 2023

Nachdem nun „Weihnachtsregen ff.“ für höhere Abflüsse sorgt, zeigen Strömungsfotos, dass nicht nur bei Niedrig- und Mittelwasser, sondern auch „im Plus“ bessere Verhältnisse in bekiesten Strecken herrschen. Die gezeigten Beispiele stammen aus dem schleswig-holsteinischen Einzugsgebiet der Tide-Elbe.

Beispiel Mühlenbach, Pinnau-Einzugsgebiet.

Es gilt, vorhandenes Gefälle in der Strecke zu nutzen – Aufteilen in mehrere Rausche-Kolk-Abfolgen.

Kiesrausche, Turbulenz, Strecke mit freier Entwicklung schliesst sich an.

Kiesrausche, Turbulenz, Erlenbestand.

Blick auf Anstrom einer Rausche – man könnte meinen …

… dass hier ein Punkt, vielleicht zwei, (von Bachforellen?) belaicht wurden.

Und weiter geht`s.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Am Ende der nun bewegteren Strecke wurde das beidseits seitlich gelegte Kies-Depot gut vom höheren Abfluss transportiert. Laicher werden erwartet.

Wie nahezu überall in den über 80 % unserer bisher nicht verbesserten Fliessstrecken wartet die abwärts gelegene Strecke auch hier …

Beispiel Moorbek, Pinnau-Einzugsgebiet.

Die bereits von standorttypischen Bäumen teilbewachsene Strecke zeigt gute Fortschritte.

Induzierte Turbulenz fördert die Zunahme von Wasserstern und anderen Bach-typischen Pflanzen – hier noch unbeschattet, Wasserpest dominiert, sommerliches Gesamtzuwachsen mit Abflussproblemen wird folgen.

Blick bachauf auf die teilbeschattete Strecke – mehr als die Hälfte der Strecke (= bachab) ist noch voller Sonne ausgesetzt. Überwärmung und Massenwachstum der Wasserpest bleibt durch zu fördernden Uferbewuchs abzustellen.

Blick auf das Streckenende mit 2 Rauschen.

Auch hier kann an einer Stelle ein Laichstart vermutet werden.

Beispiel Bredenbek, Alster-Einzugsgebiet.

Turbulenz induziert, Rausche-Kolk-Abfolge.

Turbulenz-Gesamtansicht des Fotodetails aus dem vorigen Beitrag.

Durch Rauschenabfolge aufgeteiltes Gefälle reduziert die bisher übermäßigen Erosionen mit Sandtransporten. Sortierte und stabiler liegende Feinsedimente eignen sich dann mindestens teilweise ebenfalls als besiedelbarer Raum.

Das unüberlegte Gesamtabholzen der links im Foto sichtbaren Strecke wird aufgrund von Übersonnung dazu führen, dass Wasser- und Sumpfpflanzen den Abflussquerschnitt – völlig unnötig und die Gewässerunterhaltung störend, erschwerend – sommerlich zuwachsen werden.

Guter Sandrückhalt zwischen Rausche-Kolk-Abfolgen.

Blick bachab auf nun geschützte Standorte von Altbäumen.

Blick bachauf – die alte Kopfweide bleibt so noch Jahre bis Jahrzehnte erhalten.

Kleiner Bach nahebei, Nebenbach zur Rönne.

Sehen, Lesen lernen – mit gutem Gefälle tritt dieser „Straßenrandgraben“ von gefällereicher Moräne in die Obere Alsterniederung ein. Als Kies- / Steinbach !

Aus dem Dänischen kenne ich viele Beispiele, in denen solche – für den Laien unscheinbaren, scheinbar unbedeutenden – kleinen Fliessgewässer mit Schulklassenaktionen wieder zu den produktiven Lebensräumen der Vergangenheit verbessert wurden.

Sinnvoll ist das allemal. – Wo aufgrund des psychosozialen Umfelds möglich, sollte solche Chance ergriffen werden.

 

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