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Archive for 7. Januar 2018

Die Hochwassersituation entspannt sich, den im vorigen Beitrag versprochenen Hochwassereindruck von der Mühlenau, Pinneberg, stelle ich hinter den heutigen Schönwetterbericht Elbstrand zurück.

Vattenfall-HH-Kohlekraftwerk Wedel – man sagt, es sei nur Wasserdampf. Warum aber klagen dann Anwohner über Lackschäden an ihren Autos? Ob die Gewerbeaufsicht versagt? Auf jeden Fall soll das Kraftwerk abgerissen werden – leider wohl erst auf längere Sicht.

Zugang Fähranleger Wittenbergen – wir haben die Landesgrenze SH-HH ostwärts, der Sonne entgegen, überquert.

Der Leuchtturm Wittenbergen mit dem Elbhang nördlich davon – eiszeitliche Moräne mit Buchenwald.

Erste Strandbesucher.

Schattenspiel Sandrippel am Strand. Die Fahrwassertonne für tiefgehende Seeschifffahrt liegt dicht vor dem Nordufer. „Unker“ unken „Der Berg (die Moräne) ruft „Ich komme!““. Angeblich schaden die fortwährenden Elbvertiefungen weder der Gewässerökologie noch der Standfestigkeit der Elbinsel- und der Naturufer.

Zum Thema Elbvertiefung und „Gewässerökologie“ spricht die Meerforelle die deutlichste Sprache über die Jahrzehnte.

Und da kommt schon einer der vielen beschäftigten Klappbagger elbeabwärts.
(Auch hier interessant: die Lage der Fahrwassertonne nahe dem Ufer).

Es handelt sich um die „Amazone“. In voller Fahrt ist sie an uns vorbei gerauscht und dreht plötzlich. ?! – Die Landesgrenze ist erreicht. ?!

Tief, vollbeladen, liegt der Klappbagger Amazone im Wasser.

Uuuund, flupp, hebt er sich immer höher. Das im Hafen aufgenommene Baggergut wird im Elbstrom verklappt.

So etwas nennt sich „Relocation in Hamburg“ und hat seit dem Jahr 2000 das Gesamtgeschehen zu Kosten von jährlich 100 Mio Euro innerhalb der HH-Grenzen erhöht. Seewärts geht es entsprechend weiter – mit entsprechend zusätzlich erhöhten Kosten. Die vorige Elbvertiefung hat das hydraulische System des Tideflusses so aus dem vorherigen „Gleichgewicht“ gebracht, dass eine wahre Arbeitsbeschaffungsmaßnahme „Sisyphos“ resultierte. Wir dürfen auf die Antwort des Systems auf die nächste Elbvertiefung warten.

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