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Wenn die Sonne mal morgens nicht gleich scheint, lohnt sich ein Ausflug zum Palsgaard. Das ist heute nicht nur eine spezielle Firma, sondern nebendran nach wie vor ein Herrensitz mit Park – offen für Spaziergänge.

Die folgenden Fotos geben eine etwas eingeschränkte Sicht des Gewässerbiologen, der für seinen Vorlesungsteil „Stehende Gewässer“ noch Aktuelles suchte. Sehen Sie mir das bitte nach    🙂  .

Wie auch andernorts haben seinerzeit vom König Beschenkte und zum Großgrundbesitzer Gewordene eine Vielzahl von Büschen und Bäumen aus aller Herren Länder als Landschaftserlebnis angepflanzt. Schön ist, dass einerseits das Leben und Sterben dieser alten Riesen sichtbar erhalten bleibt, darüber hinaus inzwischen aber auch Nachpflanzungen stattfinden. So bleibt der Charakter des „Gesamtkunstwerks“ erhalten.

Auch der Blumengarten lohnt einen Besuch, wie diese Hummel zeigt.

Der kleine See mit altem Haus bietet eine schöne Pflanzenabfolge Land-Ufer-Wasser. – Wer ist älter, das Haus oder die alte Eiche – Lebend- und Totholz im Übergang Richtung Erde ?

Uralt-Eiche von der Nähe.

Einige Teiche sehen mit ihren Wasserlinsen-Massen fast wie Golfrasen aus.

Ah ja, man nennt diese Schwimmpflanzen auch „Entenflott“.

Letztlich sind alle Gewässer hier im Gelände künstlich angelegt – hier aber mal ein wirklich „künstliches“.

Wenn irgend etwas in Unordnung ist, sei es das Licht, bezogen auf die Jahreszeit, die Nährstoffsituation – was auch immer – treten Fadenalgen in Massen auf.

Auf jeden Fall sind hier schicke Goldfische drin.

Und die Seerose sieht auch prima aus.

Kleiner 1,80 m-Größenvergleich – wie groß mag der Findling gewesen sein, als er heil war? Die Eiszeiten haben schon Beachtliches geleistet, als sie solche Brocken hierher und noch viel weiter schleppten!

Juelsminde liegt an der Südostspitze der „Grünen Lagune“, einer großen Halbinsel zwischen Horsens und Vejle. Je nach Wind und Wetter sowie der jeweiligen Laune kann gewählt werden, ob Ost- oder Südstrand, Wellen oder Windstille gerade dran sind.

Auf die Frage von der Startseite Juelsminde 2011 - Wo ist der Hauptstrand geblieben - haben wir keine so rechte Antwort. Ist der weg? Egal, dort haben wir uns sowieso nie rumgetrieben. Jedenfalls ist das schon bisher attraktive Angebot an Seglerliegeplätzen jüngst um mehrere Hundert erhöht worden - noch arbeiten Bagger am letzten Schliff und dem nötigen Küstenschutz.

Der Ausgang des Vejle Fjords zum Samsoe Baelt / Storebaelt / Kattegatt wirkte manchmal wie der Stille Ozean ...

Dass der "Stille Ozean" so stille aber oft nicht war, zeigt Strandgut, das sauber sortiert zu betrachten ist - hier Ohrenquallen. - Nun sind sie raus, das Badewasser befreit.

Hier der Beweis - bis abends freuen sich Badegäste am sauberen Wasser an Juelsmindes Küsten (oben links: die Bjoernsknude-Spitze).

Da ist er wieder! Regelmäßig zu beobachten - ein See-Hund (oder sagt man Meer- ?) schwimmt parallel zum Ufer sein Marathontraining.

Ruhige Abendstimmung am Steilufer - ein Segelboot und Kanuten ziehen ihre Bahn.

Tja, Herrchen, schlechte Karten mit Hund ohne Leine - der möchte lieber mit uns weiter, hat nämlich die Leckerlis in Heikes Tasche gerochen ...

Polare Kaltluft am Abendhimmel - da radeln wir lieber weiter.

Radtouren bieten das Erlebnis der vielfältigen Landschaft - hier das Eintauchen in einen grünen Tunnel nach Passieren des großen, in bewegtem Gelände entwickelten Golfplatzes.

Blick von der Bjoernsknudespitze Richtung Vejle - bald geht die Sonne unter.

Gern nehme ich an Führungen im Gelände teil. Diesmal ist es eine abendliche Wanderung entlang des Horsens Fjord-Nordufers, organisiert vom Horsens Museum.

50-60 Interessierte haben sich zusammengefunden, um Neues entlang Küste, Strand und Wald zu hören oder Bekanntes aufzufrischen. Es ist schon beim Start - wetterbedingt - ziemlich dunkel.

Uferrutschungen und Erosion lassen regelmäßig Bäume ins Meer stürzen. Manche, wie diese alte Eiche, halten noch Jahrzehnte lebendig durch, erkennbar an den zu "Bäumen" gewordenen Seitenästen.

Die Eiszeitgeschichte, Landformung und Meeresspiegelveränderungen im 10er Meter-Bereich (denken wir mal an die Klimadiskussion derzeit ...), Ansiedlung der ersten Menschen, Steinzeit- und folgende Zeitalter mit ihren Besiedlungsspuren: äusserst interessante Erfahrung. Und besonders Glückliche finden in den paar Minuten hier vielleicht sogar eine Steinzeitklinge oder einen versteinerten Seeigel.

Im Vorbeigehen sehen Aufmerksame interessante Wellen: Salinomuster an einer kleinen Landzunge.

Im Wald ist es schon ziemlich dunkel. Etwas unruhig hören einige inzwischen den Erläuterungen zu den Resten eines früheren Burgwalls zu. Im Hintergrund schimmernd zu ahnen: der Elbæk, Namengeber des Waldes.

Jetzt aber fix zum Startpunkt zurück. Durch illustre Uferbäume blicken wir Richtung Horsens. Erstaunlich, wie hell es "draussen" noch ist ...

Da steht ein Fachmann im flachen Fjordwasser - Meerforellenangler in der Abenddämmerung.

Der Parkplatz ist nicht mehr fern - wird auch Zeit. Die beiden am Horizont ahnbaren Rehe wundern sich über die im Dunkeln Wandernden. - Das war ein schickes Erlebnis!

Gern besuchen wir Freunde, z.B. in Aarhus.

Wir bemühen uns, bei Ankunft in Aarhus das gute Juelsminde-Wetter im Gepäck zu haben – auch dieses Jahr wieder mit Erfolg, wie man sieht!

Auch dieses Grundstück ist Socke gut vertraut – besonders beliebt wegen des schicken Rubbel-Rasens.

Dieses Jahr waren wir nicht nur im Kunstmuseum, sondern auch oben drauf. Das ARoS Aarhus Kunstmuseum wurde am 7. April 2004 eröffnet.

Buntes oben auf dem Kunstmuseum – das gilt es näher zu erkunden.

Hmmmh, jetzt sind die Farben blau-grün, da müssen wir wohl rauf und dichter ran.

Dies ist also „Your Rainbow Panorama“, die vom isländischen Künstler Olafur Eliasson gestaltete Installation.

Oben angekommen – blaurot über Aarhus.

Hier ist es gelbrot vor blauweissem Himmel über der Stadt – gehen wir mal rein.

Was eben noch so aussah (ist es das Gerichtsgebäude?) …

… ist plötzlich gelb verfremdet.

So ein Bisschen schwindelfrei sollte man sein. Die Breite des Ganges ist begrenzt, bis zum Fußboden reichende Scheiben und daneben „der Abgrund“, gefühltes (oder reales?) leichtes Schwanken … – Und fehlende hinreichende Lüftung mit resultierender schlechter Luft insbesondere bei Sonne lässt bei manchem das Hochgefühl des Betrachtens sekundär werden. (Auch sollte man – wie leider beobachtet – Kinder nicht hinein zwingen!)

Im Weitergehen kommen wir zur rot geprägten Himmelsrichtung.

Auch Aarhus in blau hat etwas – wenn hier drin bloß besser belüftet würde. – Bei Sonnenschein hält man es nicht lange aus. Also los, ab in die Sonderausstellung!

Schade, dass wir die Beschreibung der einzelnen Objekte erst im Nachhinein gelesen haben. So sind uns einige Erlebnisse leider durch die Lappen gegangen. Aber immerhin, „Beauty“ und „Your atmospheric colour atlas“ haben uns dennoch beeindruckt.

Zunächst fielen bei „Beauty“ die roten Turnschuhe auf.

Wenn man es wagte, das Objekt zu begehen, konnte auch eine Art Sterntaler-Effekt im fallenden feinen Wasserstrom entstehen. – Den Regenbogen haben wir leider verpasst.

Tastende Hände entlang der Wand – was mag da drin sein?

„Ahhh, wieder draussen“ – freuen sich diese Besucher. – Wer sich in den bunten Nebel hineintraut und sich darin bewegt, soll interessante Erfahrungen machen. Wie gesagt: dafür hätte man vorher die Erläuterung lesen sollen.

Die Großskulptur „Boy“ beeindruckt groß und klein. Sie hätte es verdient, wieder an zentraler begangener Stelle platziert zu werden.

Mehr Informationen finden sich auf den beiden Links oben – Kunstmuseum und Künstler Eliasson.

Und mehr zu Aarhus findet sich hier.

… immer eine Reise wert!

Beim Urlaubsstart hing lange ein Riesentief über der Ostsee. Südostdeutschland, Polen, die Ostseeküste erhielten weit mehr Regen, als selbst Regenliebhabern lieb war (und das ging noch Wochen so weiter).

Wir fahren gen Norden. Reichlich Verkehr in beide Richtungen und - Regen.

Der Süden Jütlands ist passiert. Beim Queren des Vejle-Fjords: Was sagt der Blick gen Osten? - Da - ganz oben im Bild - ist da Blau zu sehen?

In Juelsminde angekommen, muss am Seglerhafen erstmal der Hauptstrand mit Liegewiese begutachtet werden - uuups, gar kein Hauptstrand mehr da? Das müssen wir später wohl ergründen.

Socke von de Dreyster Drift - man glaubt`s ja nicht: kaum hat der Hund die Grundstücksgrenzen erkundet, weiss er genau, wo er ist.

So, das Grundstück ist intensiv durchforscht - aber wo sind die Spurenerzeuger, Hasen und Co. ?!

Zwar hat sich noch kein Hase sehen lassen, aber: Da ..., da ist es - das Sonnenloch über Juelsminde. Mein Spruch dazu: Auch wenn fast überall der Himmel verhangen ist - an der Vejle-Fjordspitze, in Juelsminde, ist ein 5-Mark-Stück-großes Loch (pardon, aber ein 2-Euro-Stück wäre zu klein ...), durch das die Sonne scheint.

Spätsommerlicher Himmel – Wolken, Sonne, Wind.

Angenehmer Spaziergang im Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung. Wird uns ein Schauer erwischen? (Nein, der kam erst, als wir wieder zu Hause waren.)

Kiebitze scheinen sich durch Schutz extensiven Grünlands wieder etwas zu erholen.

Plötzlich hören wir intensives Piepsen und Zwitschern – wo eigentlich ?! Endlich merken wir es. Über uns trainieren Dutzende, Hunderte Vögel Flug und Zug.

Oha, Dutzende Kiebitze und Hundere Stare sind unterwegs.

Die Stare freuen sich schon, uns mit „Sort Sol“ („Schwarzer Sonne„) zu beeindrucken.

Stare - im Training für den Formationsflug.

Nein, ich meine nicht die Sommerurlauber – die meisten Norddeutschen sind ja schon weg.

Manch einer hat ganz schön lange an meinem Desktop-Foto gerätselt. Dabei ist die Alster (bzw. ihr "Mühlenteich", die Außenalster im Hintergrund) doch leicht zu raten ...

Während heute den ganzen Tag über im Radio, NDR 2, so getan wurde, als würde ganz Niedersachsen in Sturm und Fluten untergehen, konnten Mutige „draussen in der Natur“ Schickes erleben.

Prachtlibelle Calopteryx splendens - hier ein Weibchen, charakteristisch für wärmere Bachbereiche - also quellfernere Strecken, Flüsse, oder (noch) nicht standorttypisch restaurierte Forellen- und Äschenregionen des oberen Bachlaufs (dort ist C. virgo Zeigerart für gute Lebensraumverhältnisse).

(Ok, jeder kann sich die Realität im Vergleich zur mangelhaften Wettermeldung auch vorab durch Ansehen des Regenradars online verdeutlichen: es ziehen Streifen mit heftigem Regen durchs Land. Als ob das etwas Neues und Besonderes wäre …)

Calopteryx splendens-Männchen. Hier sieht man am Flügel die Bedeutung des Artnamens "Gebänderte Prachtlibelle". Bei C. virgo vom sommerkühlen Bach sind die Flügel der Männchen insgesamt dunkelblau und sie hat daher sinniger Weise den Namen "Blauflügel-Prachtlibelle".

Die Gewässer sind entsprechend dem in diesem Jahr vorherrschenden Wetter und der dementsprechend hohen Wasserentnahme für diverse Nutzungen eher leer bis extrem leer.

Blick aus Otter-Perspektive Bach-aufwärts: Sonst flutende Wurzeln sind seit Monaten trockengefallen - verdammt wenig Wasser!

Der Fischotter blickt von derselben Stelle Bach-abwärts - dadurch ist auch nicht mehr Wasser im Bach (zu sehen).

Ein Bisschen Geld aus dem "Kies-Topf" würde die Niedrigwasserlebensraumsituation des Bachs erheblich verbessern.

Und der Elbe geht es weiter schlecht, wie im hierunter folgenden Blog-Eintrag vom 7. Juli zu lesen ist.

Vorab
Allen Beteiligten ist klar: Keine „Lebendige Alster“ ohne „Lebendige Elbe“ (schließlich leben unsere Gewässersysteme nicht zuletzt von freier Durchwanderbarkeit für die Gewässerorganismen) – und der Elbe geht es zur Zeit gar nicht gut. Wenn da nicht mal wieder „Männer baggern„.

Die im westlichen Hafenbereich liegende Messstation Seemannshöft zeigt trotz mäßiger Wassertemperatur bei knapp unter 20 Grad Celsius erschreckend niedrige Sauerstoffgehalte! Bei 1,5 bis 2,5 mg Sauerstoff pro Liter Elbewasser geht selbst robusten Fischen die Puste aus. Zehner Kilometer des Flusses sind betroffen. Die stark gezackte Kurve zeigt den Tidegang (Ebbe und Flut). Die braune Linie zeigt, dass im Sedimenthaushalt irgend etwas stattfindet.

Lebendige Alster – die Umweltverbände Aktion Fischotterschutz, BUND Hamburg und NABU Hamburg haben ein neues Kooperationsprojekt gestartet. Mit von der Partie sind das für die Alster zuständige Bezirksamt Wandsbek und die BSU, die die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hamburg steuert.

Der Arbeitstag beginnt vielversprechend.

Leichter Frühnebel beim Start in den Arbeitstag.

Da ist sie aber schon, die Sonne.

Junge, Junge, wenn das nicht in Sonnenbrand ausartet ...

Durch den Frühnebel sausen wir Richtung Hamburg.

Am Bahnhof Harburg hat die Sonne eindeutig die Oberhand gewonnen.

Wem es tagsüber zu heiss wird, dem sei die U-Bahn empfohlen.

Wandsbek-Markt - die nachgepflanzten Bäume müssen noch Jahre wachsen, um ihre Leistung zur Anpassung an den Klimawandel voll zu leisten.

Poppenbüttel - vorbei am Antje-Brunnen geht es durch schattige Alleen Richtung Alster - Treffpunkt für den "Symbolischen Stein-Schmiss".

Die Veranstalter sind gespannt - werden Film, Funk und Fernsehen diesen Treffpunkt finden?

Schon sind sie zahlreich angekommen, Bleistift gespitzt, Kamera geputzt.

Lebendige Alster - realisierbar unter anderem durch Verbesserung der Strömungsvielfalt und Gewässerstruktur.

Steine und Handschuhe für den "symbolischen Stein-Schmiss" liegen bereit.

"Hallooo, wann schmeissen wir denn endlich?!"

Ok, die Kameras sind bereit.

"Ich zähle! - Auf Drei ..."

Na, geht doch.

STOP! - Sicherheitspause, denn ...

Lebendige Alster - der Mensch zählt mit.

War so schön - nochmal von hier schmeissen! (Wann hat man als Erwachsener schon die Gelegenheit, das Kind wieder rauszulassen?!)

Toll - ist fast ein Strickmuster geworden.

3 Schattenmänner - die Alster brodelt.

Auf dem Rückweg - vorbei an der Großbaustelle Hafencity in den niedersächsischen Teil der Metropolregion Hamburg.

[Bei der Organisation der Veranstaltung wurde ich gefragt, ob ich mein copyright für den „Symbolischen Stein-Schmiss“ für diese Veranstaltung abtrete. – Klar doch, der Insider weiss ja, wo das Original steht.  🙂  ]

Nochmal die Anmerkung vom Start wiederholt (man kann es gar nicht oft genug sagen!): Allen Beteiligten ist klar: Keine „Lebendige Alster“ ohne „Lebendige Elbe“ (schließlich leben unsere Gewässersysteme nicht zuletzt von freier Durchwanderbarkeit für die Gewässerorganismen) – und der Elbe geht es zur Zeit gar nicht gut. Wenn da nicht mal wieder „Männer baggern„.

Die im westlichen Hafenbereich liegende Messstation Seemannshöft zeigt trotz mäßiger Wassertemperatur bei knapp unter 20 Grad Celsius erschreckend niedrige Sauerstoffgehalte! Bei 1,5 bis 2,5 mg Sauerstoff pro Liter Elbewasser geht selbst robusten Fischen die Puste aus. Zehner Kilometer des Flusses sind betroffen. Die stark gezackte Kurve zeigt den Tidegang (Ebbe und Flut). Die braune Linie zeigt, dass im Sedimenthaushalt irgend etwas stattfindet.

Gülle – Niedersachsen stinkt zum Himmel – fast ganzjährig.
Aber nicht nur hier lassen sich die zugehörigen Errungenschaften erleben, wie der Auszug aus einem NRW-Gedicht zeigt:

„… Dann floss die braune Gülle –
beschissen war der Tag –
und Ammoniak in Fülle
in Frühlingslüften stak. …“

Vorm Haus blühen die Rosen ...

Mohn und Umgebung sehen prima aus ...

Eine Schwebfliege begeistert sich am Spitzwegerich.

Da können wir ja mal wieder „raus ins Grüne“.

Alte, bemooste Eiche - wie sagen die Reporter immer so schön - "unberührte Natur!". - Na ja!

Der heckenartige Wegsaum leistet schon seinen Teil bei der Anpassung an den Klimawandel - erfrischende Kühle! - Aber, was sehen wir am Horizont?

Ach richtig, wir sind in Niedersachsen. "Wo ich geh und steh, ich Güllewagen seh!" - Und was ein ordentlicher Güllewagen ist, der hat natürlich keine emissionsmindernden Schleppschläuche oder so, sondern den 08/15-Hochschleuderer. - Ist ja auch schlau, und gerade jetzt im Sommer bei Wärme. Da kann man die 33 % Stickstoff"verlust" in die Luft (in Wald und Meer!) abziehen und mehr auf die Fläche bringen ...

Güllestart auf gedränter, bachnaher Strecke. Gewitter sind angesagt.

Manchmal hat der Wetterfrosch ja auch Recht - so pladdert es denn, was es pladdern will. - Kann man bald wieder güllen, Etliches wird schließlich auf kurzem Weg durch den Drän wegtransportiert.

Wir reden seit mehr als 3 Jahrzehnten von Meeresschutz. Notwendiges wie Abwasserreinigung wurde erledigt, der Saure Regen wurde mit konsequentem Schwefeldioxid-Verringern entschärft. Aber die „Heilige Kuh“, die hochsubventionierte Landwirtschaft, ist bis heute nicht einmal hinreichend auf rechtskonformes Verhalten eingestimmt. Die Zahlen der Wissenschaft und der untersuchenden Fachverwaltungen belegen dieses Nichtstun. Ammoniak stinkt weiter zum Himmel.

Agrar-Ammoniak belastet - seit Jahrzehnten unverändert - das Umfeld. Stickstoffflüchter, Wälder und Meere leiden weiter.

Es gab eine Zeit, da dachte man daran, organisch reiche Abfälle zu entschärfen und gleichzeitig zu nutzen. Die mikrobioelle Umwandlung zu Biogas und Wärme, zu nährstoffreichen Flüssigkeiten und Feststoffen, die je nach Beschaffenheit genutzt oder in dann geringerer Menge deponiert werden könnten, war und bleibt eine hervorragende Idee.

Biogas-Anlage - wenn alle Immissionsschutzvorgaben eingehalten werden, eine feine Sache !

Organisch reiche Abfälle können genutzt werden - eine gute Idee !

Schließlich folgt das Ganze dem in der Natur seit Jahrmillionen erprobten Prinzip "Aus jedem Scheiss lässt sich noch das Beste machen." - hier 2mal "Metallica", blauschwarz und goldgrün.

Dann machten wohlmeinende Politiker ein Gesetz. Ob nun Unwissen oder / und Nähe zu bestimmten Interessentenkreisen das Ergebnis verschoben, man weiss es nicht …

Herausgekommen jedenfalls ist eine Verschwendung von Steuermitteln, gekoppelt an eine schier unglaubliche Verschandelung der Landschaft, Vernichtung von Lebensvielfalt durch Maisanbau. Statt der Entschärfung auch der Güllethemen Gestank, Boden- und Wasserbelastung ergab sich eine Umwandlung und Überdüngung auch ärmster, ehemaliger Dauergrünlandflächen, die auf keine Kuhhaut geht.

Ob sandig oder anmoorig - wie arm der Boden auch ist, Mais passt (gut subventioniert !) überall hin.

Der Autofahrer wundert sich: warum muss ich – zusammen mit jeder Menge anderer betroffener Privat- und Berufsfahrer – hier auf der Bundesstraße (!!) Tempo 50-60 km/h fahren? Überholen geht leider nicht angesichts des herrschenden Gegenverkehrs. – Und dann, Kilometer später, löst sich das Geheimnis.

Lösung des Verkehrsstau: ein - von uns Steuerzahlern finanzierter - Groß-Trecker, der über Kilometer Maissilage durch die Gegend fährt.

... und die stinkt dann, offen gelagert, bei Sonne, Wind und Wetter die Gegend zu.

Es ist an der Zeit, schädliche Subventionen endlich zu streichen.

Biogas: ja, betriebsnahe landwirtschaftliche Anlagen: ja, große Zentralanlagen für Intensivabfall: ja – aber keine Zusatzproduktion von „Kunst-Müll“ auf Kosten des steuerzahlenden Bürgers, der Landschaft sowie von Boden, Luft und Wasser bis hin zu den Meeren.

Nachtrag: Heute auf der Bundesstraße 75 … – Tempo 50 ist angesagt.

Mais Richtung Biogasanlage: Das sieht nicht nur schief aus - das ist schief! Beim Fahren wankt der Anhänger und verschiebt sich in seinen Ebenen gegeneinander, dass das "Gerät" einen absolut unsicheren Eindruck hinterlässt.

Es sind also nicht nur die Profi-Fahrzeuge, wie im Foto ganz oben gesehen. Auch Alt-Trecker mit reichlich zusammengebastelt aussehenden Anhängern transportieren die Fracht über mehr als 10 Kilometer und sorgen auf Hauptverkehrsstraßen für Stau. Das gehört verboten und nicht subventioniert!

So ein Himmel am 1. Juli!

Otter-Kreisel bei Sonne und Sturm - was für ein Farbenspiel !

Aber der schon tagelang andauernde starke Wind wirkt sich auf die lebensfeindliche Situation der Hamburger Elbe überhaupt nicht aus – kein Wunder, bei der gegebenen Übertiefe. Dabei haben wir nicht einmal besonders hohe Wassertemperaturen.

In Bunthaus, oberhalb Hamburgs in der "flachen" Elbe: akzeptable Sauerstoffwerte, deren Minima aber zeigen, dass beim derzeit sommerlich geringen Abfluss während der Flut schlechteres Wasser aus dem Hafenbereich aufwärts gedrückt wird.

Seemannshöft, am westlichen Ausgang des Hafens: Die Elbe-Strecke mit lebensfeindlichen Sauerstoffgehalten ist 10er Kilometer lang! Das ist daran zu erkennen, dass der Tidegang - Ebbe und Flut - fast keinen Einfluss auf die Sauerstoffwerte hat. Und der in den letzten Tagen stärker gewordene Sturm kann das Wiederabsinken der Sauerstoffgehalte hier in der nicht flussgerechten übertiefen Strecke nicht kompensieren. - Man wundert sich (oder auch nicht)!

Warten wir mal einen wärmeren Sommer und die Einweihung des Kohle-Großkraftwerks Moorburg ab. Aber dann ist den Fischen und ihren Nachfahren der zu geringe Sauerstoffgehalt der Elbe fast egal – sie enden trotz technischer Maßnahmen massenhaft im Rechen des Kühlwassereinsaugbauwerks.