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Das war die Frage, die auf einem Vortrag in Dessau beleuchtet werden sollte.

Eingeladen hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative PRO ELBE.

Wanderfische der Elbe, denen es gelang, den Hamburger Hafenbereich zu durchschwimmen, werden schon am Eingang der großen Flusssysteme Saale und Mulde gestoppt - hier: das Stadtwehr Dessau.

Die Hinfahrt per Bahn ging über Berlin.

Bei bedeckt-grauem Himmel saust der Zug entlang nicht enden wollender Maisfelder Richtung Berlin.

Flaches Land ist durch riesige Schläge gekennzeichnet.

Das früher dominierende Grünland, womöglich noch Weide, ist selten geworden.

Etwa nach 1/3 der Fahrt Richtung Berlin reisst der Himmel auf (ohne, dass etwas herausfällt) - na, das ist doch was!

Erneuerbare Energie - stellenweise definieren Windparks die Landschaft.

Kleine Unterbrechung zum Umsteigen in der Lutherstadt Wittenberg.

Irritation - ich lese "Altstadt": Wo ist denn hier die Altstadt ? !

Ahhh, andere Zugseite zum Rausgucken nutzen: die Altstadt der Lutherstadt Wittenberg.

Auffälliges Gelb entlang der Bahnstrecke: die Kanadische Goldrute hat weite Bereiche Sachsen-Anhalts im Griff.

Beim Queren der Elbe kurz vor Dessau fällt der Blick auf die Elbtalaue.

Die Elbtalaue, flächenhaftes Grün mit Büschen und Bäumen, vom Jungbaum bis zum Methusalem.

Die naturnahe Entwicklung dieser beeindruckenden Landschaft muss noch eine Fülle von Themenbereichen mit einer Vielzahl an Beteiligten klären.

Die Elbtalaue - hoher Himmel über flachem Land.

Die landschaftliche Lenkung, hier im Wulfener Bruch, soll über extensive Beweidung mit Wildtieren geschehen, Rinder und Pferde. - "Er will doch nur spielen!" - Der Bulle auf dem Foto hat sich begeistert über geschnittenes, langes Gras eine Schärpe übergeworfen.

Wie es sich für Wildtiere gehört, sind die an uns wenig interessiert. Sie weiden in großem Abstand.

„Wulfener Bruch“ ist ein Projekt des NABU Köthen, Primigenius führt die Wildherden. – Viel Gehirnschmalz, Arbeit und Überzeugung braucht noch das Gewässersystem – ökologisch zerstört, wie es sich derzeit darstellt.

Harte Unterhaltung hat aus Fließgewässern überbreite, übertiefte Kanäle entstehen lassen. Der standorttypische Bewuchs fehlt, Mähgut verrottet im Ufersaum - das entspricht verbotener Abfalllagerung.

Fehlende Beschattung durch standorttypischen, lichten Auwald führt wegen des Lichtüberangebots zu eintönigen Algenmassen. Charakteristisches Fließgewässerleben wird hier unterdrückt.

Wo sich statt Algenmassen Entengrütze (Wasserlinsen und ihre Verwandten) ausbreitet, steht es um das Fließgewässerleben nicht besser.

Sooo dick ist die Entengrütze zusammengetrieben. In dieser organischen Masse erstickt jedes Leben - so stinkt es auch aus dem grünen Haufen.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich (die Fachfrau auch): Hier müssen wir uns echt etwas einfallen lassen !

Verbesserungsmöglichkeiten lassen sich bereits hier ablesen. Der Brückenquerschnitt zeigt im Vergleich zum Gewässerufer, dass unnötig breit mit Mähkorb und/oder Bagger gewirkt wurde. Verringern "auf Normalmaß" bringt nicht nur der Ökologie Nutzen, sondern spart auch unnötige Geldausgaben.

Teil der heutigen Realität: Schlammschnecken-Overkill. Dies ist ja nur ein sichtbarer Teil des brutalen Geschehens. Zerschnitzelte Aale und Ringelnattern, auf Land gepackte und vertrocknete große Anteile des Fischbestandes und vieles mehr - all das gilt es zu minimieren ! Im Übrigen entsprechen die im Ufersaum liegenden Boden- und Leichenmassen einer unerlaubten Abfalllagerungspraxis.

Nun aber fix zurück nach Dessau.

Abendstimmung an der Elbe - es ist Zeit für den Wanderfisch-Vortrag.

Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der Elbe aus ihrem „Bakterien-Zustand der Abwasser-Jahrzehnte“ bis zum heutigen „Algen-Zustand“. Verbesserungen durch langjährige Abwasserreinigung und andere Effekte, die schon in den frühen 1990ern offenkundig waren, sind inzwischen teilweise zunichte gemacht, so dass die Wanderfische der Elbe wieder Verschlechterungen anzeigen.

Auch das Stadtwehr in Dessau an der Mulde wartet noch auf seine Umgestaltung, die Schaffung der Durchwanderbarkeit. Das Schlimmste, was dem Fluss und seinen Organismen passieren könnte, wäre hier ein Neubau einer Wasserkraftnutzung mit ihrem geringen energetischen Gewinn und den enormen ökologischen Schäden.

Wasser ist immer attraktiv für Menschen - man stelle sich einmal vor, die Mulde flösse hier wieder frei, welch ein Gewinn für Mensch und Natur !

Wer in Dessau übernachten möchte, sollte einmal die Internetseite des Haus Berlin ansehen.

Kleine, aber feine Adresse.

Morgendlicher Ausblick nach erholsamer Nacht. - Ob man sich nun für "Gästezimmer blau" (2-Bettzimmer) oder "Gästezimmer beige" (eine ganze Wohnung!) entscheidet: hier wohnt man ruhig und gut.

Auf dem Weg zum Frühstück - vorbei an Elefanten ...

... und jagenden Zentauren.

Bauhaus-Architektur.

Gern bin ich der Empfehlung gefolgt, auf dem Weg zum Bahnhof in der Mensa des Bauhauses zu frühstücken: eine gute Empfehlung, herzlichen Dank!

Die Elbe-Saale-Bahn steht bereit - auf geht`s nach Wernigerode in den Harz zum 7. Wildfisch-Symposium.

Schneckig schrecklich.

Wir liegen zwischen zwei Fronten - regelhaft kommt Schlagregen mit Starkwind. Die gestern bei etwas Hagel auftretenden Eiskugeln bis 5 cm (noch nie gesehen) waren bei uns glücklicherweise nur selten und hinterliessen keinen Schaden.

Pech gehabt! Der Topf mit dem Goldschatz steht offenbar unten im Regenkanal ...

War irgendwas ?!

Ich sehe schwarz.

Rotbraun.

"Ey Alder, lange nicht gesehn! Du siehst aber gar nicht gut aus. Bist ja kaum wiederzuerkennen!"

Das 7. Wernigeröder Wildfisch-Symposium steht bevor.

Gern erinnere ich mich an das vorige.

Aus gutem Grund ziert seit Alters her eine Bachforelle (man beachte die Fettflosse!) das Wappen.

Wernigerode, das ist die schöne Harzstadt, die als Besonderheit z.B. eine goldene Forelle als „Wetterhahn“ auf einem Stadtturm bieten kann. Nicht vergessen werden darf – angesichts des guten Harzwassers nicht verwunderlich – das bekannte örtliche Bier.

Aber vorher bin ich reif für die Insel, die Elbeinsel, auch wenn es nur für einen Kurzbesuch reicht.

Noch`n 60er …

Nachdem 2010 ein Sechzger in Berlin gefeiert wurde, stand nun 2011 wieder einer an.

Fast herbstlich mutet die Vogelbeere an. So voller Früchte haben wir viele Beerenbüsche und -bäume lange nicht gesehen.

Wen`s betrifft, wird nicht verraten. Aber fix nach dem Urlaub haben wir mit Gästen gefeiert – die lasse ich auf den Fotos weg.

Sechzger? - Was für`n 60er?

Eine Neu- bzw. Wieder-Berlinerin.

Ein Klumpen blonder Frauen ist eingetroffen.

2 Männer - unvollständige Auswahl.

Socke hat - wie immer - alles unter Wind.

Der letzte Urlaubstag ist da.

Der Vejle Fjord-Strand zeigt sich von seiner schönsten Seite - hier die windstille Version. Die Juelsminde-Sonne lacht.

Der Kampfdackel wärmt sich auf ...

Harter Kaktusschatten zeigt die Strahlungsintensität.

Nach dem Nachmittagsspaziergang - Socke schlafft im Schatten ab. "Ohne kleine Liegepause auf kühlerem Grund gehe ich keinen Schritt weiter!"

An der Fensterscheibe hat sich ein eindrucksvolles, uns unbekanntes Flügeltier eingefunden.

Handwerklich geschickt, wie er nun einmal veranlagt ist, zerlegt und vertilgt Socke den letzten Urlaubskauknochen fachgerecht.

Der Nachbar-Hase putzt die Nase - er wird doch wohl nicht weinen, wo wir nun abfahren.

Tschüß, Hase! Ha` det godt!

Wie immer ein Muss bei Juelsminde-Ferien: die Angeltour zur Vejle Å.

So richtig verrät der Morgenhimmel noch nicht, wie der Tag werden soll. Also: doppelte Garnitur - für feucht und heiss/trocken - einpacken.

Idyllische Partie mit überhängenden Bäumen - leider noch allzu selten. "Anglers would hate the natural" sagt ein wissender englischer Freund ...

Angesichts jahrzehntelanger Restaurierung – gesteuert von den inzwischen abgeschafften dänischen Ämtern (hier: Vejle Amt) – und jetzt in gut aufgestellten Städten kommunal fortgesetzter Verbesserung ist es kein Wunder, dass eine Vielzahl Flüsse in DK entstanden ist, in denen kein Fischbesatz mehr erfolgt. Es hat sich gezeigt, dass die Natur viel besser nachhaltig – d.h. über den Lebenszyklus und über Generationen von Organismen – produziert, als Menschenhand das vermag. Bei ein Bisschen Nachdenken ist das kein Wunder, trainiert die Natur doch seit Jahrmillionen, während der „homo sapiens“ (was für eine Selbstüberschätzung!) erst Neubürger auf der Erde ist.

Die Fangstatistiken sprechen für sich – hier als Beispiel die Vejle- und die Skjern Å. Erstere hat in den vergangenen Jahren den Meerforellenertrag von gut 100 auf über 1.000, letztere den Lachsertrag in gleicher Größenordnung gesteigert, allerdings ist man hier Richtung Besatzeinstellung noch auf dem Weg.

Vorweg habe ich den Sitz des Dänischen Anglerverbands in Vingsted besucht. Hier wird demnächst in Kofinanzierung mehrerer Partner eine Mäandrierung des Flüsschens erfolgen und ein Neubau für den Verband entstehen, der auch als Fortbildungs- und Naturcenter dienen soll. Der Dänische Anglerverband sieht sich als Sachwalter lebendiger Gewässer und ihrer Entwicklung dahin. Eine hohe Fachlichkeit, angelehnt an geltendes Recht liefert ein ausgezeichnetes Fundament für Stellungnahmen in allen gewässerbezogenen Angelegenheiten. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wird intensiv verfolgt, Kooperationsprojekte zur Gewässerrenaturierung bieten regionale Beispiele zum Nachmachen, Zuständige werden hartnäckig an ihre Aufgaben erinnert. – Deutsche Anglerverbände können sich da ein Scheibchen abschneiden …

Wie man vor dem Hintergrund der dänischen Erfahrungen Bäche und kleine Flüsse mit leichter Hand verbessern kann, ist hier erläutert.

So wird die Vejle Å hier demnächst aussehen. Neue Windungen und jede Menge Kies und Geröll in den Rauschen-Positionen. Auf das neue Zentrum (Kreise rechts unten) darf man gespannt sein.

Beeindruckend an den dänischen Bächen Ostjütlands ist ihr eiszeitgeprägtes Umfeld – eine interessante Tallage, eingerahmt in Moränenhügelketten.

Blick von halber Höhe des Moränenhangs auf Haraldskær, jetzt Sinatur Konferenzhotel.

Blick zurück vom Tal schräg hoch Richtung Fotostandort des vorigen Bildes.

Was für ein Tal! - Hier lässt es sich lernen, wandern, radeln, angeln ...

Wasser-Aspekt am Haraldskær-Brunnenablauf.

Bunte Kuhherden ergänzen das Bild.

Seitwärts im Feuchten stehen ein paar schwarze Ochsen.

Da habe ich auch alte Bekannte aus dem Vorjahr – oder waren es nur Verwandte (?) wiedergesehen.

Dieses Mal hatte eine ausgewachsene, ca. 1,50 m lange Ringelnatter imposant zusammengerollt an Land auf mich gewartet. Leider hatte sie kein Interesse, abzuwarten bis meine stümperhaften Bemühungen mit dem Fotoapparat eine vollständige Nahaufnahme ermöglichten. - So ist denn der Kopf des flüchtigen Tieres inzwischen im Gras verschwunden ...

Bei der 2. Angeltour zeigte sich – wie 2010 schwimmend – ein ca. 70 cm langes Jungtier. Schon schön zu sehen, wie sich die Natur erholt, wenn man sie denn lässt …

Tanzplätze und Grastunnel mit Wasserrutsche des Fischotters sind schon fast alltäglich geworden - man muss sie "nur" erkennen.

Schöne Fischotterspur (hier: ein Foto vom Ufer eines norddeutschen Bachs).

Ein Bisschen Kraxelei bietet etwas mehr, als der „Gemeine Angler“ so erlebt.

Kleinster Quellbach im Laubwald - wie schön, dass die Moränensteine nicht geklaut sind, sondern noch zeigen können, wie so etwas naturnah aussieht.

Gefälle im Moränenhang - Eiszeitschmelzwasser hat dem Quellbach ein interessantes Tal verpasst.

Jede Menge Totholz gehört natürlich auch dazu.

In lichteren Partien solcher Laubwaldgebiete kann man schicke Weinbergschnecken an Großer Klette entdecken.

Bei all dem Gejubel über dänische Gewässer soll die „Groß-Realität“ aber nicht aus dem Auge geraten: Dänemark konkurriert im EU-Agrar-Subventions-Wahnsinn mit Niedersachsen um den 1. Platz, wer die höchste und überdüngteste Industrieagrar-Produktion erzielt. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für Boden, Binnengewässer und Meere (= Link zu Ostsee-Foto vom Wien-Kongress HydroEco 2011).

Fließgewässer im EU-Industrieagrarland - Mais bis in die äusserste Uferkante, strukturloses Ufer und öde Gewäassersohle bei Überbreite und übertief eingeschnittenem Querschnitt - auch in Dänemark gibt es noch viel zu tun. Hier aber weiss man, was und wie - und arbeitet eins nach dem anderen ab.

Weite Flächen des Einzugsgebietes sehen nicht viel besser aus als der Uferrand: Subventionierte Verarmung der Landschaft - Mais, so weit das Auge reicht.

Noch ein paar Fotos in Hinblick auf zu Verbesserndes folgen hier.

Standorttypischer Baumbewuchs - optisch sehr schön, auch der vielgeschmähte Kormoran kann hier mangels "Landebahn" höchstens schwimmend von baumfreien Nachbarstrecken rein. Aber die Überbreite und das übertief eingeschnittene Profil fordern noch erhebliche Restaurierungsaktivitäten.

Wie im vorangegangenen Foto - Erlen, Eschen, Weiden, Ulmen. Der Fluss wartet auf weitere Verbesserung seiner internen Struktur.

Nanu, Massen an Eisenocker - dieser Sturzbach war früher immer glasklar, sein Grund normal! Mal sehen, ob jemand weiss, welcher Eingriff in den Bodenwasserhaushalt des Einzugsgebiets diese schädlichen Folgen hat.

So, die Sonne steigt immer höher und brutzelt ganz ordentlich. Wohl dem, der auch immer mal Schatten findet …

Scheinwerfer am blauen Himmel - wohl dem, der in Watstiefeln herumstiefelt, wenn er Baum- oder Wolkenschatten geniessen kann ...

Ein plastisches Beispiel für die von Prof. Dr. Wilhelm Ripl vorgestellten Überlegungen zu Boden- und Gewässerschutz sowie notwendiger Anpassung an den Klimawandel: auf dem Höhenrücken links die Landschaft kühlender Wald, rechts in sonniger Gluthitze liegende Intensiv-Agrarfläche.

Es gibt natürlich Anblicke, die gerade bei diesem Sonnenschein besonders herausstechen. - Neugierig habe ich nachgeschlagen, hier also die Lösung für Interessierte: es handelt sich um die Blutbär-Raupe, die das giftige Alkaloid des Jacobs-Kreuzkrauts vertragen kann.

Gut geschützt vor Regen: Blattlaus-Armeen an der Unterseite von Uferpflanzen.

Dem in Watstiefeln Stiefelnden kommt allerdings angesichts dieses schönen Radweges nur in den Sinn "It`s a long way to Tipperary ...".

Arme Sau - ´tschuldigung, armes Rind - haben sie dir auch noch die Schatten spendenden Äste geklaut und nebendran liegen lassen ? !

Ahhh, endlich ! ! ! In weiser Voraussicht war das Auto im Schatten geparkt worden. Jetzt ist Gelegenheit bei ordentlich kühlem Wasser, Obst und Aufgeschmiertem ein Bisschen Pause zu machen.

Ein Angelttreff an einer netten Privatstrecke hat mich dann allerdings noch das im Sommer 2011 an der Ostseeküste andernorts so charakteristische „Nass in Massen“ erleben lassen.

Ich habe angesichts des (schmalen) Sturzregenbandes extra noch angerufen. Die Antwort "Bei mir scheint die Sonne - fahr mal los!".

Linker Hand eine schwarze Wand: Fünen meldet vermutlich "Land unter".

Jetzt hat uns die von rechts (Norden) reingezogene Regenwand erwischt - Tempo 50, dann 40 ist angebracht.

Am Treffpunkt - Sonnenhimmel im Westen. Wo, bitte, ist denn hier das Tal? - Aber dann: wie abgeknipst hört der Wolkenbruch auf, seine Grenze ist gequert.

Der Blick von der Höhe Richtung Bachmündung zeigt die abziehende Regenfront.

Auch hier auf welligen Moränenhöhen - Agrarsteppe.

Bunte Neozoen - Fasanen - zeigen vor mir keine Scheu (das Auto auf dem Feldweg nehmen sie nicht als Feind wahr).

Und so haben wir denn einen Angelabend mit spannender Kulisse im Westen genossen.

Nun soll es aber genug sein, bevor wir im Dunkeln ins Wasser fallen. Wir räumen den Platz für die wahren Angler, die nachts die dicken Fische fangen - oder auch nicht.

Na, wenn denn trotz spannender Erlebnisse am Bach kein Fisch für die Pfanne rauskommt, gibt es ja einen großen Trost.

Ein Fischgeschäft mit guter Auswahl an frischem Seefisch kann sich immer sehen lassen.

Vor dem Kauf von Tun und Zuchtlachs sollte man sich allerdings ein paar Gedanken machen - Überfischung, unnötiger Tod zahlreicher Beifänge bzw. übelste Meeresverschmutzung an Küstenbereichen und in Fjorden sowie Naturpopulationen vernichtende Parasitenschwemmen sind nur einige der extrem negativen Begleiterscheinungen dieser Angebotsform. Zum Glück gibt es Alternativen.

Anderswo angeln ist ja immer ein Erlebnis, aber die heimischen Gewässer ... kennt man halt besser ... 🙂 (MF, 63 cm).

Na, Manno! Wer ist nun Vor-, wer Nachmacher?!

Wenn die Sonne mal morgens nicht gleich scheint, lohnt sich ein Ausflug zum Palsgaard. Das ist heute nicht nur eine spezielle Firma, sondern nebendran nach wie vor ein Herrensitz mit Park – offen für Spaziergänge.

Die folgenden Fotos geben eine etwas eingeschränkte Sicht des Gewässerbiologen, der für seinen Vorlesungsteil „Stehende Gewässer“ noch Aktuelles suchte. Sehen Sie mir das bitte nach    🙂  .

Wie auch andernorts haben seinerzeit vom König Beschenkte und zum Großgrundbesitzer Gewordene eine Vielzahl von Büschen und Bäumen aus aller Herren Länder als Landschaftserlebnis angepflanzt. Schön ist, dass einerseits das Leben und Sterben dieser alten Riesen sichtbar erhalten bleibt, darüber hinaus inzwischen aber auch Nachpflanzungen stattfinden. So bleibt der Charakter des „Gesamtkunstwerks“ erhalten.

Auch der Blumengarten lohnt einen Besuch, wie diese Hummel zeigt.

Der kleine See mit altem Haus bietet eine schöne Pflanzenabfolge Land-Ufer-Wasser. – Wer ist älter, das Haus oder die alte Eiche – Lebend- und Totholz im Übergang Richtung Erde ?

Uralt-Eiche von der Nähe.

Einige Teiche sehen mit ihren Wasserlinsen-Massen fast wie Golfrasen aus.

Ah ja, man nennt diese Schwimmpflanzen auch „Entenflott“.

Letztlich sind alle Gewässer hier im Gelände künstlich angelegt – hier aber mal ein wirklich „künstliches“.

Wenn irgend etwas in Unordnung ist, sei es das Licht, bezogen auf die Jahreszeit, die Nährstoffsituation – was auch immer – treten Fadenalgen in Massen auf.

Auf jeden Fall sind hier schicke Goldfische drin.

Und die Seerose sieht auch prima aus.

Kleiner 1,80 m-Größenvergleich – wie groß mag der Findling gewesen sein, als er heil war? Die Eiszeiten haben schon Beachtliches geleistet, als sie solche Brocken hierher und noch viel weiter schleppten!

Juelsminde liegt an der Südostspitze der „Grünen Lagune“, einer großen Halbinsel zwischen Horsens und Vejle. Je nach Wind und Wetter sowie der jeweiligen Laune kann gewählt werden, ob Ost- oder Südstrand, Wellen oder Windstille gerade dran sind.

Auf die Frage von der Startseite Juelsminde 2011 - Wo ist der Hauptstrand geblieben - haben wir keine so rechte Antwort. Ist der weg? Egal, dort haben wir uns sowieso nie rumgetrieben. Jedenfalls ist das schon bisher attraktive Angebot an Seglerliegeplätzen jüngst um mehrere Hundert erhöht worden - noch arbeiten Bagger am letzten Schliff und dem nötigen Küstenschutz.

Der Ausgang des Vejle Fjords zum Samsoe Baelt / Storebaelt / Kattegatt wirkte manchmal wie der Stille Ozean ...

Dass der "Stille Ozean" so stille aber oft nicht war, zeigt Strandgut, das sauber sortiert zu betrachten ist - hier Ohrenquallen. - Nun sind sie raus, das Badewasser befreit.

Hier der Beweis - bis abends freuen sich Badegäste am sauberen Wasser an Juelsmindes Küsten (oben links: die Bjoernsknude-Spitze).

Da ist er wieder! Regelmäßig zu beobachten - ein See-Hund (oder sagt man Meer- ?) schwimmt parallel zum Ufer sein Marathontraining.

Ruhige Abendstimmung am Steilufer - ein Segelboot und Kanuten ziehen ihre Bahn.

Tja, Herrchen, schlechte Karten mit Hund ohne Leine - der möchte lieber mit uns weiter, hat nämlich die Leckerlis in Heikes Tasche gerochen ...

Polare Kaltluft am Abendhimmel - da radeln wir lieber weiter.

Radtouren bieten das Erlebnis der vielfältigen Landschaft - hier das Eintauchen in einen grünen Tunnel nach Passieren des großen, in bewegtem Gelände entwickelten Golfplatzes.

Blick von der Bjoernsknudespitze Richtung Vejle - bald geht die Sonne unter.

Gern nehme ich an Führungen im Gelände teil. Diesmal ist es eine abendliche Wanderung entlang des Horsens Fjord-Nordufers, organisiert vom Horsens Museum.

50-60 Interessierte haben sich zusammengefunden, um Neues entlang Küste, Strand und Wald zu hören oder Bekanntes aufzufrischen. Es ist schon beim Start - wetterbedingt - ziemlich dunkel.

Uferrutschungen und Erosion lassen regelmäßig Bäume ins Meer stürzen. Manche, wie diese alte Eiche, halten noch Jahrzehnte lebendig durch, erkennbar an den zu "Bäumen" gewordenen Seitenästen.

Die Eiszeitgeschichte, Landformung und Meeresspiegelveränderungen im 10er Meter-Bereich (denken wir mal an die Klimadiskussion derzeit ...), Ansiedlung der ersten Menschen, Steinzeit- und folgende Zeitalter mit ihren Besiedlungsspuren: äusserst interessante Erfahrung. Und besonders Glückliche finden in den paar Minuten hier vielleicht sogar eine Steinzeitklinge oder einen versteinerten Seeigel.

Im Vorbeigehen sehen Aufmerksame interessante Wellen: Salinomuster an einer kleinen Landzunge.

Im Wald ist es schon ziemlich dunkel. Etwas unruhig hören einige inzwischen den Erläuterungen zu den Resten eines früheren Burgwalls zu. Im Hintergrund schimmernd zu ahnen: der Elbæk, Namengeber des Waldes.

Jetzt aber fix zum Startpunkt zurück. Durch illustre Uferbäume blicken wir Richtung Horsens. Erstaunlich, wie hell es "draussen" noch ist ...

Da steht ein Fachmann im flachen Fjordwasser - Meerforellenangler in der Abenddämmerung.

Der Parkplatz ist nicht mehr fern - wird auch Zeit. Die beiden am Horizont ahnbaren Rehe wundern sich über die im Dunkeln Wandernden. - Das war ein schickes Erlebnis!

Gern besuchen wir Freunde, z.B. in Aarhus.

Wir bemühen uns, bei Ankunft in Aarhus das gute Juelsminde-Wetter im Gepäck zu haben – auch dieses Jahr wieder mit Erfolg, wie man sieht!

Auch dieses Grundstück ist Socke gut vertraut – besonders beliebt wegen des schicken Rubbel-Rasens.

Dieses Jahr waren wir nicht nur im Kunstmuseum, sondern auch oben drauf. Das ARoS Aarhus Kunstmuseum wurde am 7. April 2004 eröffnet.

Buntes oben auf dem Kunstmuseum – das gilt es näher zu erkunden.

Hmmmh, jetzt sind die Farben blau-grün, da müssen wir wohl rauf und dichter ran.

Dies ist also „Your Rainbow Panorama“, die vom isländischen Künstler Olafur Eliasson gestaltete Installation.

Oben angekommen – blaurot über Aarhus.

Hier ist es gelbrot vor blauweissem Himmel über der Stadt – gehen wir mal rein.

Was eben noch so aussah (ist es das Gerichtsgebäude?) …

… ist plötzlich gelb verfremdet.

So ein Bisschen schwindelfrei sollte man sein. Die Breite des Ganges ist begrenzt, bis zum Fußboden reichende Scheiben und daneben „der Abgrund“, gefühltes (oder reales?) leichtes Schwanken … – Und fehlende hinreichende Lüftung mit resultierender schlechter Luft insbesondere bei Sonne lässt bei manchem das Hochgefühl des Betrachtens sekundär werden. (Auch sollte man – wie leider beobachtet – Kinder nicht hinein zwingen!)

Im Weitergehen kommen wir zur rot geprägten Himmelsrichtung.

Auch Aarhus in blau hat etwas – wenn hier drin bloß besser belüftet würde. – Bei Sonnenschein hält man es nicht lange aus. Also los, ab in die Sonderausstellung!

Schade, dass wir die Beschreibung der einzelnen Objekte erst im Nachhinein gelesen haben. So sind uns einige Erlebnisse leider durch die Lappen gegangen. Aber immerhin, „Beauty“ und „Your atmospheric colour atlas“ haben uns dennoch beeindruckt.

Zunächst fielen bei „Beauty“ die roten Turnschuhe auf.

Wenn man es wagte, das Objekt zu begehen, konnte auch eine Art Sterntaler-Effekt im fallenden feinen Wasserstrom entstehen. – Den Regenbogen haben wir leider verpasst.

Tastende Hände entlang der Wand – was mag da drin sein?

„Ahhh, wieder draussen“ – freuen sich diese Besucher. – Wer sich in den bunten Nebel hineintraut und sich darin bewegt, soll interessante Erfahrungen machen. Wie gesagt: dafür hätte man vorher die Erläuterung lesen sollen.

Die Großskulptur „Boy“ beeindruckt groß und klein. Sie hätte es verdient, wieder an zentraler begangener Stelle platziert zu werden.

Mehr Informationen finden sich auf den beiden Links oben – Kunstmuseum und Künstler Eliasson.

Und mehr zu Aarhus findet sich hier.

… immer eine Reise wert!

Beim Urlaubsstart hing lange ein Riesentief über der Ostsee. Südostdeutschland, Polen, die Ostseeküste erhielten weit mehr Regen, als selbst Regenliebhabern lieb war (und das ging noch Wochen so weiter).

Wir fahren gen Norden. Reichlich Verkehr in beide Richtungen und - Regen.

Der Süden Jütlands ist passiert. Beim Queren des Vejle-Fjords: Was sagt der Blick gen Osten? - Da - ganz oben im Bild - ist da Blau zu sehen?

In Juelsminde angekommen, muss am Seglerhafen erstmal der Hauptstrand mit Liegewiese begutachtet werden - uuups, gar kein Hauptstrand mehr da? Das müssen wir später wohl ergründen.

Socke von de Dreyster Drift - man glaubt`s ja nicht: kaum hat der Hund die Grundstücksgrenzen erkundet, weiss er genau, wo er ist.

So, das Grundstück ist intensiv durchforscht - aber wo sind die Spurenerzeuger, Hasen und Co. ?!

Zwar hat sich noch kein Hase sehen lassen, aber: Da ..., da ist es - das Sonnenloch über Juelsminde. Mein Spruch dazu: Auch wenn fast überall der Himmel verhangen ist - an der Vejle-Fjordspitze, in Juelsminde, ist ein 5-Mark-Stück-großes Loch (pardon, aber ein 2-Euro-Stück wäre zu klein ...), durch das die Sonne scheint.