Nein, natürlich nicht! Das vor geraumer Zeit von Dödeln in den Bach geworfene und als vermisst geltende Schild haben wir am Ufer für den Straßendienst bereit gelegt. Der Anlieger wird die Zuständigen informieren.
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Im Rahmen der Lebensraumverbesserung an der Seeve waren für 2013 diverse Lkw Kies/Geröll (8-64 mm) für den Einbau von Lenkbuhnen an verschiedenen Stellen verabredet. Anzeichen bei der Hölzchen-und-Stöckchen-Kontrolle schienen darauf hinzuweisen, dass erste Arbeiten kürzlich erledigt wurden. – Also schnell auch noch dorthin!

Solcherlei heftig versteinerte Ufer mit ultra-öder Gewässersohle sollten durch Lenkbuhnen aus Kies und Geröll hydraulisch und ökologisch belebt werden.

Überraschung! – Der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Seeve hat 2 der verabredeten Lkwladungen bereits schräg aufwärts gegen die Strömung eingebaut.
Nun wird alles über das derzeitige Niedrigwasser Herausragende schräg gegen die Strömung geharkt. Die Lenkbuhnen sollen immer gut überströmt sein.
Das Ganze wird zu beobachten sein. Gegebenenfalls wird die strommittige Seite noch tiefer geharkt, damit mehr Wasser über die Lenkbuhnen strömt.
Zwei Tage später: Nachfrage, wann die im 1. Foto noch freie Strecke ihre beiden Lkw-Ladungen erhalten wird, brachte die Information, dass diese Lkw bereits bachab der BAB 1 bei Maschen eingebaut seien. – Na gut, jeder Punkt der Seeve ist verbesserungsbedürftig, jede Revitalisierung wird dem gesamten Lebensraum zugute kommen. – Also auf, auch dort gucken.

Hier sind die Lenkbuhnen schon unter der Wasseroberfläche angelegt. Aber die Strömung soll nicht Richtung Ufer, sondern uferentlastend von dort weg gerichtet sein – also Harkeneinsatz.

So sieht das schon gut aus. Wichtig: Wenn wieder Kies angefahren wird, muss noch das Ufer schräg angeschüttet werden.
Wenn alles funktioniert, wird sich bachab der Buhne das in Vorzeiten erodierte Ufer durch Anlandung wieder aufbauen. Der standorttypischen Situation entsprechend ist der beste Uferschutz natürlich immer der mit Bäumen – bzw. durch deren Wurzeln.
Weiter aufwärts soll ein Baum in die Seeve gestürzt sein und jede Menge Abfall gesammelt haben.

Tatsächlich, man wundert sich, was unsere Mitmenschen der Umwelt taglich zumuten. Der gestürzte Baum zeigt in seiner Wirkung als Schwimmstoffsammler, dass solcherlei Einrichtung an gut anfahrbarer Stelle durchaus nützlich wäre.

Gegenwärtig wird viel über die Kunststoffabfälle im Meer berichtet. Hier sehen wir im Detail, was im Bach los ist.
Die Zuständigen sind informiert, der Müll wird sicher bald (noch angereichert um die Folgen des Vatertags) aus der Seeve entfernt.
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Beim Gewässerwart sind der Einbau und die vielfältige Funktionsweise von Treibselsammlern beschrieben.
An der Unteren Seeve, gleich an der Grenze des NSG Untere Seeveniederung, war mit dem Unterhaltungsverband sowie Wasserwirtschafts- und Naturschutzvertretern des Landkreises Harburg vereinbart worden, einen Versuch zur Ufersicherung zu starten angesichts rapiden Baumverlusts und extremer Agrarnutzung im Umfeld.

Bei Niedrigwasser frei gefallene Erlenwurzeln – hier ist der Erosionsschutz augenfällig. – Baumverlust bringt mit der Zeit auch Wurzelverlust, extreme Ufererosion setzt ein.

Dieses feine Weidenwurzelgeflecht zeigt ebenfalls den Erosionsschutz – wenngleich dieser wesentlich schwächer als bei der Erle ist, da die Weidenwurzeln nicht in den dauerhaften Unterwasserbereich vordringen.

Die nach Baum- und Wurzelverlust auf ganzer Fließstrecke einsetzende Bodenerosion, der Verlust des Lebensraums der Gewässerlebewelt muss dringend gestoppt werden. Ein erster, leicht zu realisierender Start ist mit Hölzchen und Stöckchen möglich. – Selbstverständlich muss auch die Agrarübernutzung des Umfelds in geordnete Bahnen gebracht werden !
Bei 2 eingebrachten Hölzchenreihen hatte sich nach intensiver Sedimentablagerung und schnell beginnendem Uferaufbau gezeigt, dass diese erwünschte Wirkung bei der bachauf stehenden Reihe nach einer Weile nachliess und der Boden sogar wieder verschwand. Dies galt es zu überprüfen. Die lang anhaltende extreme Niedrigwasserführung der Seeve begünstigte die Nachschau.
Bei frei gefallenen, weichen Uferbereichen lohnt sich genaueres Hinschauen fast immer.

Tatsächlich – da ist ein Otter-Scharrhaufen mit Trittsiegel. Unter anderem so markiert der Fischotter Stellen, die er noch nicht (wieder) als „seinen claim“ abgesteckt hat.

Vor einem noch verbliebenen Großbaum sollte zu seiner Unterstützung Ufer aufgebaut werden. Das hat der Treibselsammler hervorragend getan.
Gut zu sehen auf dem Foto: Im Luftraum oberhalb der „Landgewinnung“ stehen die Hölzchen weiter frei. Damit ist ihre Sammlerfunktion weiter gegeben.

In der Gesamtsicht zeigt sich, dass die Funktion beim bachauf gesetzten Sammler (im Vordergrund) nicht mehr besteht, da er völlig geschlossen erscheint.

Bei genauerem Hinsehen wird die störende Verstopfung – der Sammler wirkt mehr als eine Buhne und lässt Boden erodieren statt ihn zu sammeln – deutlich erkennbar.
Das lässt sich ändern.
Und da war noch etwas Auffälliges.

Nach dem Laichen gestorbenes Flussneunauge – die Menge dieser wieder häufigeren Tiere bietet Fisch- und Aasfressern eine Bereicherung des Speiseplans.

Beim Nachsehen der vor 2 Jahren angelegten Kiesbank oberhalb ist mindestens eine Laichmulde deutlich (wenn es nicht sogar 3 sind). Die Kiesgaben lohnen sich ganz offensichtlich.
Auch für den Seevekanal war ein erster Treibselsammlertest verabredet. Zunächst aus Material-, gefolgt von Zeitmangel, blieben gerade 3 Hölzchen für den Einbau.

Bei genauerem Hinsehen (Richtung bachauf) lässt sich die hydraulische Wirkung – Erzeugen von Kleinturbulenz – erkennen.

Tja, und dann die Draufsicht! – Wo rundum nur Wüste herrscht, hat die Treibselsammlerwirkung ein kleines dreidimensionales Paradies, Speisekammer, Versteck, vieles mehr geschaffen.
Dann wollen wir so weitermachen.
Geangelt habe ich übrigens auch noch (und es folgt gelegentlich ein steinigerer Beitrag).
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Lang anhaltende Kühle mit Sonne, Wolken, Regen nur nachts, liess uns ausgedehnte Wanderungen und Radtouren unternehmen.
WO wir waren? In Waren (Müritz), Mecklenburgische Seenplatte im Norddeutschen Tiefland – sehr empfehlenswert!

Beeindruckende Moräne am Tiefwarensee – Steine in Größe und Menge, wie man sie sich vorstellen muss in unseren Flüssen, als sie noch naturbelassen waren.

Und die Bewohner naturnaher Gewässer in ihrer Vielfalt zeigt das Müritzeum, hier ein Detail der Barbenregion.

Auch ein blinder Hund findet mal ein Huhn – oder wie ging der Spruch (hier war`s ein Entenrupf)? – Ahh, eine Feder, lecker!
Zu all dem folgt in späteren Beiträgen mehr.
– Am 25. Mai habe ich hier im Blog Details zum Müritzeum-Besuch dargestellt.
– Einen Beitrag zu Quellen im Moränengebiet des Norddeutschen Tieflands beabsichtige ich noch. Mal sehen, wann der etwas wird [Anm. 5.07.13].
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Da fahren wir doch gerne wieder hin.
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Wenn der Hahn kräht auf dem Mist …

Auch im Umfeld der Krückau, Schleswig-Holstein, meerumschlungen – deutsche Extrem-Agrarlandschaft, hier: Mais und Nadelforst.

Mais bis an die Graben- / Gewässerkante – SH, Land der Horizonte, wann beginnt wo Gewässer- und Meeresschutz?
Aber, es bewegt sich was. Unermüdliche arbeiten für Gewässerschutz. Und das nicht nur in der Linie, sondern auch im Einzugsgebiet.
10 Jahre ist es her, da aktivierten der Lehrer Gerd Janssen und Mitstreiter 1000 Schüler, die mit gesammelten Steinen Leben in den Bach brachten.
Sein Buch „Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme“ verdeutlicht, dass nicht nur im waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein, sondern auch anderswo Bedarf an Auwaldentwicklung besteht. Und wie das geht, hat er bis heute mehrfach vorgemacht.
Nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels besteht so eine große Chance, unsere überheizten Bachoberläufe, die von Natur aus „winterwarmen“ und „sommerkühlen“ Fließgewässerstrecken, Richtung ihrer Anforderungen zu entwickeln. Das allerdings ist bisher nicht in bundesdeutschen, sondern meist in internationalen Projekten und Schriften zu finden.
Der Lebensraum des Fisch des Jahres 2013, der Forelle, hat es hierzulande schwer.
2013 ist es wieder so weit – 1.250 Schüler werden Mitte April weitere Auwaldflächen per Startpflanzung aktivieren – 10.000 Bäume, Flatterulmen, Winterlinden, Stieleichen, Erlen und Weiden werden gepflanzt. Die folgenden Fotos beschreiben das Gebiet in Vorbereitung der Aktion.
Eine ausführliche Erläuterung gibt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Schleswig-Holstein.

Kampfdackel Socke ist zufrieden. Nicht nur Reh-, auch Otter- und viele andere Spuren beschäftigen ihn vollauf. Das Wochenende ist gerettet!

1 Erle und 1 Kerle an der Krückau – weit lässt der Vater des Gedankens den Blick schweifen – sieht nicht die einsame Erle, sondern den Zukunfts-Auwald vor sich.

Ein Sandfang im Nebenschluss – sehr schön! So wird der Kiesbach künftig seine Rauschen freier vom Erosionssand haben.

Lernen muss der Unterhaltungsverband noch – zumindest sein Maschinenführer. Schonende Unterhaltung räumt nicht Kies aus dem Gewässer!
Ganz selten findet man noch beispielhafte Abfolgen am Wasser, die frühere Gewässerdynamik im Ansatz verdeutlichen.

Zwei gegenüberstehende Erlen steuern Turbulenz und Strukturbildung an dieser Stelle der Krückau – so wie es Meter für Meter früher der Fall war.

Durch die erlenerzeugte Fließdynamik werden am Ufer die im Boden enthaltenen Moränensteine frei präpariert.
Und wer`s noch nicht gelesen hat, der liest es hier (Altmüller & Dettmer 1996).

Vor lauter Begeisterung wollen wir mal das Umfeld nicht vergessen. Fette Algen im Bach zeigen, dass hier im Baumschulen- und Gärtnerland nicht nur in Sachen Landwirtschaft dem Thema Nährstoffrückhalt hohe Priorität zukommt.
… mal ganz abgesehen von der Sinnhaftigkeit der gesamten Baggerei hier, die den Nebenbach in seiner Sohle tiefer setzte, als der Hauptbach läuft.

Frühjahrssituation – da der Halbschatten noch fehlt, produzieren Bodenalgen Sauerstoff im Übermaß. Die Gasbläschen fangen sich in der Kahmhaut des zum Stillgewässer degradierten Bachs.

Die heutige, auch im Sommer vorherrschende Überlichtsituation – Sumpfpflanzen dominieren den Fließgewässersaum – wird mittelfristig abgelöst sein.

Der künftige Auwald wird mit lichtem Schatten und mit alterndem Holz eine neue Situation schaffen. Eine heute fast unbekannte Vielfalt von Arten wird wieder auftreten und standorttypischen Gewässer- und Lebensraumschutz repräsentieren.
Die noch nicht weit entwickelten Erlen-Lämmerschwänzchen allerdings zeigen: Bis heute weht hier ein harter Wind. Möge die Pflanzaktion in frühlingshafterem Wetter stattfinden.
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Es ist wieder so weit. Ein buntes Völkchen Studenten hat sich für „Hydrobiology“ eingefunden.
Aber zuerst musste ich den neuen Hörsaal im neuen Hauptgebäude, früher Kaserne Schwarzenbergstraße, finden – es gelang.

Noch ein völlig neues Erlebnis – Hamburg, 4. April 2013: Eis und Schneereste an der Nordseite des Hauptgebäudes.
Nun steht also demnächst die Exkursion an.
„Same procedure as last year?“ – „Same procedure as every year!„
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Hier fließt ein Forellenlaichbach. Im Rahmen von Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen soll dieser Absturz für die Gewässerorganismen passierbar gestaltet werden.
Wir bleiben dran.
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Im vorigen Bericht vom 6. März gab es ein Bisschen Sonne zu sehen. Da war auch noch mehr an der Seeve: Die inzwischen planfestgestellte Südtrasse der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) hat mit Vorarbeiten den Fluss beidseits erreicht.

Wer Augen hat zu sehen, der sehe: wo nicht gerade mooriges Gelände angetroffen wird, zeigt sich im freigelegten Mineralboden die Moräne mit Sand bis Geröll.
Für den Landschaftskenner ist klar: Hier ist der kiesgeprägte Bach standorttypisch – Forellen- und Äschenregion.

Die Pipeline wird unter der Seeve durchgedrückt. Am anderen Ufer ist die abgespundete Arbeitsstätte weitgehend vorbereitet.

Die Einleitstelle – unter Wasser und nur ein Container am Ufer – entspricht bei der Begehung noch nicht den Anforderungen der Planfeststellung.
Kurze Zeit später wurde vereinbart, dass die Einleitung offen und stark belüftet über einen Krümmer erfolgen wird. Zum Ausgasen von Schad- und Störgasen aus dem geförderten Grundwasser sowie zur Umwandlung reduzierter Verbindungen wie Eisen, für längere Reaktionszeit und Ausflocken / technischen Rückhalt werden mehr Container ans Ufer gestellt.

Nebenergebnis der Begehung: der gesetzlich vor Grünlandumbruch geschützte, 5 m breite Gewässerrandstreifen ist nicht vorhanden. Das ist zu korrigieren.
Subventionierte Agrarwirtschaft hat gesetzlich beschriebene Grenzen. Gewässerrandstreifen sind im Hinblick auf Gewässer- und nicht zuletzt Meeresschutz ein wesentliches Thema.
Als Steuerzahler erwarte ich, dass für Subventionierung alle gesetzlich bestehenden Grenzen eingehalten werden.
So viel erstmal zur Seeve. – Und dann kam der Wetterwechsel.

Grundwasser abpumpen aus Kellerschacht – ganz klar, auch winterwarm. Der Keller wird geschützt, der Bodenwasserhaushalt und Quellschüttungen anderswo gestört.
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Oh, Niedersachsen, Deine Landwirtschaft.

Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung – aha, hier scheinen Gewässer und Leben am Wasser eine besondere Bedeutung zu haben.
Wen kümmert`s ?!
Immissionsschutz scheint für manchen „Praktiker“ in der Landwirtschaft noch immer ein Fremdwort zu sein – jedenfalls seine praktische Anwendung.

… (Rückweg) … und über 250 m westlich der Ausfahrt hört das flächenhafte Gesudel denn auch endlich auf.
Kein schöner Land in dieser Zeit …
(Wer sagt da was von Agrar-, Lebensmittel-, Umweltskandal?!)
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