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„Kleinmaßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern – Finanzierungswege, Konzepterstellung, Hinweise zur Umsetzung“ hieß – etwas sperrig – das Seminar der NNA Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, Schneverdingen, das eine Vielzahl Interessierter am 11. Februar 2014 zusammenkommen ließ. Die Vorträge wurden dort nach und nach ins Netz gestellt und sind inzwischen (2025) längst verschwunden – soviel also zum Spruch „Das Internet vergisst nichts“.

Hier steht ein Kurztext zu meinem Vortrag „Technische Möglichkeiten der Fließgewässerentwicklung bei fehlender Flächenverfügbarkeit – Varianten des Instream-Restaurierens“ mit Verlinkungen als pdf-Datei zur Verfügung.

Die Referenten waren sich mit den Teilnehmern einig, dass – nicht nur in Niedersachsen – zwischen Wissen und Handeln eine riesige Realisierungslücke im Hinblick auf die gesetzlich festgelegten Ziele des Gewässerschutzes klafft. Das ist um so erstaunlicher und bedauerlicher, als die Bundesrepublik Deutschland diese Ziele (z.T. im deutschen Wasserrecht seit 1977 enthalten) entscheidend mit in die seit 2000 geltende EG-Wasserrahmenrichtlinie formuliert hat. Zur Zeit der Vorbereitung dieser Richtlinie, erinnern wir uns, waren Dr. Klaus Töpfer und Dr. Angela Merkel deutsche Umweltminister.

Das NNA-Seminar war maßgeblich organisiert von der UAN, die mit der wib (Wasserrahmenrichtlinien-InfoBörse) gute Beispiele zum Nachahmen allen zur Verfügung hielt – leider auch dem Nirwana anheim gefallen.

Von allen Referenten wurde darauf hingewiesen, dass es unabdingbar ist, das Gewässer in seinen vielfältigen hydrologischen und ökologischen Strukturen und Funktionen zu verstehen, um geeignete Verbesserungen initiieren zu können.

Hier einige willkürliche, sinngemäß widergegebene Zitate der Referenten, bevor Fotos von der Exkursion zum Geestbach Fintau, Einzugsgebiet Wümme – Weser, folgen.

Joachim Wöhler, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz: „Angesichts der Fließgewässerverteilung innerhalb des niedersächsischen Gewässernetzes – 130-tausend km Gew. 3. Ordnung – 28-tausend km Gew. 2. Ordnung und ca. 2-tausend km Gew. 1. Ordnung trifft das Zitat der UAN: Wir müssen das Bewusstsein für die scheinbar unbedeutenden Gewässer 3. Ordnung wecken!“

Prof. Dr. Heiko Brunken, Hochschule Bremen: „Fachlichkeit heisst, das System Bach verstehen. Simpel ausgedrückt baut es auf die Abfolge Erle – Bachflohkrebs – Forelle. – Mein Fazit: Gehölze ans Gewässer – Holz ins Wasser – Wald in die Aue.“

Peter Sellheim, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz, Hannover: „Sach- und Fachverstand sind die Grundlage unseres Handelns, auf nicht geeignete Maßnahmen ist zu verzichten.“

Ralf Brandt, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz, Verden, erläuterte sehr anschaulich die Antragsformulare und den Ablauf zur Förderung der Fließgewässerentwicklung.

Dr. Jens Salva, Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. begleitete die Seminar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer von der Idee zur gelungenen Maßnahme anhand einer Vielzahl guter Beispiele. Er wies auch auf die Bedeutung des „Sehen lernen“ hin: „Man hüte sich vor der Situation: Das Auge freut sich, das Gewässer aber arbeitet und lebt nicht.“.

Ralf Gerken, Landessportfischerverband Niedersachsen, führte auf der Exkursion zur Fintau, einem Nebenfluss der Wümme, die Entstehung der Geest, einer charakteristischen Eiszeiten-gestalteten Landschaft vor. Kärtchen standorttypischer Fische und Wirbellosen (jedes Kärtchen repräsentierte 1 % der Lebensgemeinschaft)  wurden von den Seminarteilnehmern unterschiedlichen Gewässersohlenstrukturen zugeordnet. Sehr deutlich trat die Bedeutung von Kies/Geröll und Holz/Wurzeln/Totholz hervor. – Mehr dazu in den folgenden Fotos.

Auenwald - der Name des Tagesgetränks im Seminar repräsentierte geradezu das wesentliche Rückgrat eines gesunden Fließgewässers.

Auenwald – der Name des Tagesgetränks im Seminar repräsentierte geradezu das wesentliche Rückgrat eines gesunden Fließgewässers.

Wer dazu mehr lesen möchte, findet Geeignetes zum Beispiel hier.

Erlengesäumte Fintau, von aussen naturnah wirkender Nebenfluss der Wümme.

Erlengesäumte Fintau, von aussen naturnah wirkender Nebenfluss der Wümme.

Wer in solchen Bach hineinsieht, erblickt oft genug - - - Treibsand! Ein Sandbach also? - Versetzen wir uns einmal in die Entstehungsgeschichte hiesiger Bäche ...

Wer in solchen Bach hineinsieht, erblickt oft genug – – – Treibsand! Ein Sandbach also? – Versetzen wir uns einmal in die Entstehungsgeschichte hiesiger Bäche …

Ralf Gerken vom Landessportfischerverband Niedersachsen hat sein Experiment zur Landschaftsentstehung, Nacheiszeitlandschaft Geest, gut vorbereitet.

Ralf Gerken vom Landessportfischerverband Niedersachsen hat sein Experiment zur Landschaftsentstehung, Nacheiszeitlandschaft Geest, gut vorbereitet.

Einige Informationen zur Geest finden sich auch hier.

Die Gletscher schmelzen, das Wasser arbeitet die Landschaftscharakteristik heraus.

Die Gletscher schmelzen, das Wasser arbeitet die Landschaftscharakteristik heraus.

Über die Zeit präpariert das Wasser durch Wegspülen feiner Materialien Grobmaterial heraus. Der Kiesbach ist das Leitbild in der Geestlandschaft - und, oft genug, durch Weitertransport der Kiese, auch darüber hinaus.

Über die Zeit präpariert das Wasser durch Wegspülen feiner Materialien Grobmaterial heraus. Der Kiesbach ist das Leitbild in der Geestlandschaft – und, oft genug, durch Weitertransport der Kiese, auch darüber hinaus.

Nachzulesen ist die Geschichte im Detail bei Altmüller und Dettmer (1996).

Kleines Experiment zur Bedeutung der einzelnen Gewässerstrukturen, Vorbereitung abgeschlossen.

Und nun zum Lebensraum – welche Bedeutung haben die verschiedenen Bachstrukturen: bewegter oder stabil liegender Sand, Wasserpflanzen, Baumwurzeln und Holz, Kies und Geröll?

Fischkärtchen mit Öko-Ansprüchen - jede Karte repräsentiert 1 % der Fischgemeinschaft. Jeder der 50 Kursteilnehmer erhält also 2 Kärtchen. - Wo werden sie landen?

Fischkärtchen mit Öko-Ansprüchen – jede Karte repräsentiert 1 % der Fischgemeinschaft. Jeder der 50 Kursteilnehmer erhält also 2 Kärtchen. – Wo werden sie landen?

Interessant: die Fische der Bäche und kleinen Flüsse konzentrieren sich bei Kies und festliegendem Sand. Holz spiel eine große Rolle, Wasserpflanzen dagegen nicht.

Interessant: die Fische der Bäche und kleinen Flüsse konzentrieren sich bei Kies und stabil liegendem Sand. Holz spielt eine große Rolle, Wasserpflanzen dagegen nicht.

Jetzt ergänzen wir das Experiment um die Wirbellosen und ihre Bindung an bestimmte Strukturen.

Jetzt ergänzen wir das Experiment um die Wirbellosen und ihre Bindung an bestimmte Strukturen.

Siehe da, das Bild bestätigt sich - auch die Wirbellosen fordern den Kiesbach, noch etwas stärker als die Fische bei "Holz" präsent.

Siehe da, das Bild bestätigt sich – auch die Wirbellosen fordern den Kiesbach, noch etwas stärker als die Fische bei „Holz“ präsent.

Und so sieht ein fachkundig restaurierter Geestbach aus. Meerforellen haben bereits daran gearbeitet. Ihre Laichbetten - Loch geschlagen, der Kies von der Strömung auf einen kleinen Berg gehäuft - belebt die turbulente Charakteristik der Fintau.

Und so sieht ein fachkundig restaurierter Geestbach aus. Meerforellen haben bereits daran gearbeitet. Ihre Laichbetten – Loch geschlagen, der Kies von der Strömung auf einen kleinen Berg gehäuft – belebt die turbulente Charakteristik der Fintau.

Die turbulente Strömung entmischt - hier ein Treibselhaufen aus Totholz, reichhaltige Speisekammer für Spezialisten.

Die turbulente Strömung entmischt – hier, vorn links, ein Treibselhaufen aus Totholz, reichhaltige Speisekammer für Spezialisten.

Hier noch einmal im Detail die Meerforellen-induzierte Sohlstruktur vor individueller Alt-Erle: Strömung von rechts, das von den Laichfischen "gegrabene" Strudelloch, abwärts der rauschende Kiesberg mit den Eiern drin.

Noch einmal im Detail die Meerforellen-induzierte Sohlstruktur vor individueller Alt-Erle: Strömung von rechts, das von den Laichfischen „gegrabene“ Strudelloch, abwärts der rauschende Kiesberg mit den Eiern drin.

Vor der Rückfahrt zum Schlussvortrag und zur Schlussdiskussion in der NNA versammeln sich die Teilnehmer und erfahren das unerfreuliche Ergebnis der Elektrofischerei: noch immer wirkt die extreme Stoßverschmutzung durch Organik einer Biogasanlage nach. So gut wie kein Fisch fand sich heute an dieser sonst von Hunderten Forellen und Mühlkoppen charakterisierten Strecke.

Vor der Rückfahrt zum Schlussvortrag und zur Schlussdiskussion in der NNA versammeln sich die Teilnehmer und erfahren das unerfreuliche Ergebnis der Elektrofischerei: noch immer wirkt die extreme Stoßverschmutzung durch Organik einer Biogasanlage nach. So gut wie kein Fisch fand sich heute an dieser sonst von Hunderten Forellen und Mühlkoppen charakterisierten Strecke.

Die zunehmende Problematik Gülle- und Biogas-„Unfälle“ findet sich an anderer Stelle regelhaft dokumentiert. „Unfall“ ist für diese Katastrophen ein allzu niedliches Wort.

Der Schlussvortrag ist ganz oben in diesem Beitrag bereits verlinkt. Trotz fortgeschrittener Zeit belegte die ausführliche Diskussion die Bedeutung des Tagesprogramms. – Es bleibt weiter (allzu) viel zu tun. Stellen wir uns den konkreten Herausforderungen!

Eis auf der Elbe.

Nun ist es doch nicht bei 10 Schneeflocken und einem Kilo Salz geblieben – die Kaltfront hat uns zwischendrin vorübergehend erwischt. Es ist Winter.

11 Grad minus - und es ist schon fast Mittag! So ganz oft haben wir das hier nicht.

11 Grad minus – und es ist schon fast Mittag! So ganz oft haben wir das hier nicht.

Da die kalten Nächte sich am Tag fortsetzten, ist gut Eis auf der Norderelbe - Schifffahrt verhindert aber das Zufrieren.

Da die kalten Nächte sich am Tag fortsetzten, ist gut Eis auf der Norderelbe – Schifffahrt verhindert aber das Zufrieren.

Luftwesen, die sich normaler Weise in der Elbe ernähren, suchen jetzt „Bäche, winterwarm“ (mal über Suche suchen).

Und so, zum Beispiel, sieht der oberste Teil eines naturnahen, winterwarmen Bachs aus - Eis in der Luft, lebendiges Fliessen über Kiesgrund.

Und so, zum Beispiel, sieht der oberste Teil eines naturnahen, winterwarmen Bachs aus – Eis in der Luft, lebendiges Fliessen über Kiesgrund.

Und noch einmal an die Elbe, inzwischen – 2. Februar – liegt die Tagestemperatur bei 6 Grad Celsius. Und das soll erstmal so bleiben.

Süderelbe mit Eisschollen, Blick von Pionierinsel auf die Bahnbrücke.

Süderelbe mit Eisschollen, Blick von Pionierinsel auf die Bahnbrücke.

Süderelbe mit Eis und Binnenschiff, Blick nordostwärts.

Süderelbe mit Eis und Binnenschiff, Blick nordostwärts.

Naturschutzgebiet Schweenssand, Blick von Pionierinsel nach Osten.

Naturschutzgebiet Schweenssand, Blick von Pionierinsel nach Osten.

Das haben wir schon immer so gemacht.

Ob mit oder ohne vorherige Räumung mit Schneeschieber oder Besen – mir scheint, beim Schwachsinnssalzen von Fußwegen und vielen Flächen mehr wird bald ein Brauchtums-Zertifikat vergeben. Oder findet ein Wettbewerb statt – und ich hab` nix davon bemerkt?!

Anders ist, was gerade wieder stattfindet, wohl nicht zu erklären.

Hier ein kleiner Link zu Links mit geltenden Verordnungen „Salzen verboten„.

Damit nicht nur trockener Text da steht, hier eine kleine Fotofolge.

Was war los: ein wenig Pulverschnee bei trockener Kälte - leicht zu schieben oder fegen.

Was war los: ein wenig Pulverschnee bei trockener Kälte – leicht zu schieben oder fegen.

Schon ab Vorabend waren ohne Räumnot Hausmeisterfirmen mit Salzstreuwagen unterwegs - haben auf dem Fußweg nichts verloren.

Schon ab Vorabend waren ohne Räumnot Hausmeisterfirmen mit Salzstreuwagen unterwegs – haben auf dem Fußweg nichts verloren.

Andere Straße, das selbe Bild - im Hintergrund rückt eine Gartenbau(!)firma an. Mit vollen Händen werden volle Salzeimer schnell geleert. - Diesen Handelnden erlitten eine kleine Fortbildung.  :-)

Andere Straße, das selbe Bild – im Hintergrund rückt eine Gartenbau(!)firma an. Mit vollen Händen werden volle Salzeimer schnell geleert. – Diese Handelnden erlitten eine kleine Fortbildung. 🙂

Das sind doch Extremisten! Wer solch Salz verkauft, benötigt einen Waffenschein. Verkäufer und Anwender gehören bestraft.

Das sind doch Extremisten! Wer solch Salz verkauft, benötigt einen Waffenschein. Verkäufer und Anwender gehören bestraft. – Schön zu sehen: Salz zieht Wasser an …

Hier wird das Glatteis eigenhändig erzeugt.

Hier wird das Glatteis eigenhändig erzeugt.

Da war wohl noch ein Salzrest im Eimer - na gut. Gut zum matschigen Ausrutschen!

Da war wohl noch ein Salzrest im Eimer – na gut. Gut zum matschigen Ausrutschen!

Zufrieden zeigt sich Kampfdackel Socke nur auf ca. 10 % des Fußwegs. So wenig nur sind ohne Salz geräumt - hier mit geeignetem, abstumpfendem Material bestreut.

Zufrieden zeigt sich Kampfdackel Socke auf lediglich ca. 10 % des Fußwegs. So wenig nur sind ohne Salz geräumt – hier mit geeignetem, abstumpfendem Material bestreut.

Der Rabe im Schnee. Kaum kann man das Bisschen Weiss Schnee nennen - immer noch kalt-trocken und pulverig.

Der Rabe im Schnee. Kaum kann man das Bisschen Weiss Schnee nennen – immer noch kalt-trocken und pulverig.

Ungeachtet des Unbills neben dem Straßenraum "draussen vor der Tür", der tägliche Apfel wird genossen.

Ungeachtet des Unbills neben dem Straßenraum „draussen vor der Tür“, der tägliche Apfel wird genossen.

Eigentlich wollte ich einen späten 2013er Elbe-Zander angeln.

Vom Parkplatz hinter dem Deich in Over aus konnte man den Eindruck haben, ein UFO befinde sich im Landeanflug.

Vom Parkplatz hinter dem Deich in Over aus konnte man den Eindruck haben, ein UFO befinde sich im Landeanflug.

Von der Elbe aus gesehen entwickelte sich das Ganze weiter.

Von der Elbe aus gesehen entwickelte sich das Ganze weiter.

Bis die Lichterscheinung für den Weihnachtsgruß 2013 ausgezeichnet geeignet war und genutzt wurde.

Bis die Lichterscheinung für den Weihnachtsgruß 2013 ausgezeichnet geeignet war und genutzt wurde.

Zwar hat sich der späte Elbe-Zander nicht gezeigt, dafür konnte ich aktiven Wasserbauern alles Gute für sie und für eine weiter zu verbessernde Elbe wünschen.

Zwar hat sich der späte Elbe-Zander nicht gezeigt, dafür konnte ich aktiven Wasserbauern alles Gute für sie und für eine weiter zu verbessernde Elbe wünschen.

Zu Hause erreichte mich frohe Botschaft zum Jahresende 2013: Es geht weiter! An der Wümme und anderswo laichen die Meerforellen erfolgreich – wenn auch Elektrofischer endlich restaurierte Strecken respektieren und den Tieren ihre natürlichen Verhaltensweisen ermöglichen.

An apple a day …

… keeps the doctor away – so sagt man.

Dann wollen wir mal etwas für die Vögel draussen tun.

Da liegt er nun auf der Terrasse, der Apfel.

Da liegt er nun auf der Terrasse, der Apfel (im Schnee, den der Nikolaus neulich brachte).

Schnell ist ein Amselhahn als Vorkoster zur Stelle.

Schon ist ein Amselhahn als Vorkoster zur Stelle.

Sehr gefragt von vielerlei Federvolk, wie man am Ergebnis sieht.

So ein Apfel ist sehr gefragt bei vielerlei Federvolk, wie man am Ergebnis sieht.

Der Schnee war so schnell weg, wie er gekommen war. Demnächst gibt`s einen neuen Apfel.

Dass in Detmold allerhand für die Gewässer getan wird, hatte ich bereits im Blog „Goldenes Detmold“ am 14. November 2012 im Zusammenhang mit einer Gewässerkonferenz berichtet.

Auch der Teutoburger Wald-Urlaub im September 2013 zeigte viele Handlungsnotwendigkeiten und Aktivitäten.

Einer von Detmolds Stadtbächen - aufwertungsfähig.

Einer von Detmolds Stadtbächen – aufwertungsfähig.

Punktuell kann man schon interessante Turbulenz-Bilder erkennen, wenn kleine Rauigkeiten vorhanden sind. - Ein Zeichen, was erforderlich ist.

Punktuell kann man schon interessante Turbulenz-Bilder erkennen, wenn kleine Rauigkeiten vorhanden sind. – Ein Zeichen, was erforderlich ist.

Die Stadt Detmold hat eine Menge Gewässer zu bieten, wie hier am Wasserspielplatz Ameide sichtbar gemacht ist.

Die Stadt Detmold hat eine Menge Gewässer zu bieten vom Bach bis zum Schloßgraben/-teich, wie hier am Wasserspielplatz Ameide sichtbar gemacht ist.

Kurz nach dieser Aufnahme setzt den Junge den Wasserhahn in Gang - ein nettes Spiel- und Lernzeug.

Kurz nach dieser Aufnahme setzt den Junge den Wasserhahn in Gang – ein nettes Spiel- und Lernzeug.

Auch hier, am Detmolder Schloßgraben mit seinem - zu - zahlreichen Wassergeflügel wird Socke, der blinde Kampfdackel, vom Publikum bestaunt.

Auch hier, am Detmolder Schloßgraben mit seinem – zu – zahlreichen Wassergeflügel wird Socke, der blinde Kampfdackel, vom Publikum bestaunt.

Am historischen Stadtgewässersystem wird ordentlich gewerkelt.

Das Schild verspricht die Aufwertung zur Parklandschaft Friedrichstal.

Das Schild verspricht die Aufwertung zur Parklandschaft Friedrichstal.

Nun sind Stadt- und Landschaftsplaner ja immer wortgewaltig in ihren Beschreibungen. Ob hier auch etwas für Mensch und Natur herauskommt – das vielleicht auch eine Anpassung an den Klimawandel darstellt, der innerstädtisch besondere Herausforderungen bietet?

Wir erschrecken bei näherem Betrachten des Plakats: massenhaft Versiegelung, Kunstgärtnerei und viel Sonne bei eher wenig Bäumen. Sollen die Gewässerorganismen im Sommer gekocht werden?

Wir erschrecken bei näherem Betrachten des Plakats: massenhaft Versiegelung, Kunstgärtnerei und viel Sonne bei eher wenig Bäumen. Sollen die Gewässerorganismen im Sommer gekocht werden?

Im Rohr sichtbar: das Ganze wird bach-gespeist. Spätestens hier verliert also seine Charakteristik - vielleicht gibt es ja eine Alternative wie es anderswo üblich ist: Speisen der Stillgewässer nur bei Hochwasser, Umlauf des Bachs als Bach.

Im Rohr während der Bauphase erkennbar: das Ganze wird Bach-gespeist. Spätestens hier verliert der also seine Charakteristik – vielleicht gibt es ja eine Alternative wie es anderswo üblich ist: Speisen der Stillgewässer nur bei Hochwasser, Umlauf des Bachs als Bach.

Schon sichtbar: Licht im Überschuss produziert Algen im Überfluss. - Die Gabionenbauweise immerhin statt vermörtelter Mauern oder gar Beton bietet eine Menge Kleinlebensräume für Tier- und Pflanzenwelt.

Schon sichtbar: Licht im Überschuss produziert Algen im Überfluss. – Die Gabionenbauweise immerhin statt vermörtelter Ufermauern oder gar Beton bietet eine Menge Kleinlebensräume für Tier- und Pflanzenwelt.

Das Interesse, was aus dem hier verarbeiteten Steuergeld wird, ist groß. Hoffen wir mal, dass sich das Ganze zu einem in die heutige Zeit passenden Ergebnis entwickelt.

Das Interesse zu sehen, was aus dem hier verarbeiteten Steuergeld wird, ist groß. Hoffen wir mal, dass sich das Ganze zu einem in die heutige Zeit passenden Ergebnis entwickelt.

Darauf trinke ich erstmal ein Dunkel - das Wasser hier im Teutoburger Wald ist ja trefflich fürs Bierbrauen geeignet. - Wollte man alle lokal, regional und überregional bekannten hiesigen Biersorten probieren, müsste der Urlaub erheblich verlängert werden.

Darauf trinke ich erstmal ein Dunkel – das Wasser hier im Teutoburger Wald ist ja trefflich fürs Bierbrauen geeignet. – Wollte man alle lokal, regional und überregional bekannten hiesigen Biersorten probieren, müsste der Urlaub erheblich verlängert werden.

Wer im Teutoburger Wald Urlaub macht, sollte sich auch mindestens einmal im LWL umsehen, im Freilichtmuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Auf den Dreiflussstein – on top der Einzugsgebiete Weser, Rhein und Ems hatte ich im Beitrag vom 18.09. bereits hingewiesen.

Hier folgt Wässriges, das im Freilichtmuseum zu sehen ist.

Nahe beim Freilichtmuseumseingang die dörfliche Wassermühle mit hohem Bacheinstau, das Rad "oberschlächtig" mit Wasser beschickt.

Nahe beim Freilichtmuseumseingang die dörfliche Wassermühle mit hohem Bacheinstau, das Rad „oberschlächtig“ mit Wasser beschickt.

Der Blick in den Mühlenteich zeigt das Dilemma des aufgestauten Bachs - Alterung des stehenden Gewässers bringt Verschlechterung der Wasserqualität mit sich. Auf Überhitzung im Sommer, Unterkühlung im Winter und Durchgängigkeitsproblem soll hier nicht eingegangen werden.

Der Blick in den Mühlenteich zeigt das Dilemma des aufgestauten Bachs – Alterung des stehenden Gewässers bringt Verschlechterung der Wasserqualität mit sich. Auf Überhitzung im Sommer, Unterkühlung im Winter und Durchgängigkeitsproblem soll hier nicht eingegangen werden.

Einen Hof kann man nur da anlegen, wo auch Trink- und Tränkwasser ist. Hebebrunnen mitten in der Hofstätte.

Einen Hof kann man nur da anlegen, wo auch Trink- und Tränkwasser ist. Hebebrunnen mitten in der Hofstätte.

Komfortabel: Trinkwasserversorgung mit Schwengelpumpe im Haus.

Komfortabel: Trinkwasserversorgung mit Schwengelpumpe im Haus.

Das gute alte Plumpsklo - verschwendet kein Spülwasser wie spätere Entwicklungen. Hier musste man aber aufpassen, dass der Brunnen nicht durchs Plumpsklo und/oder den Misthaufen verunreinigt wird.

Das gute alte Plumpsklo – verschwendet kein Spülwasser wie spätere Entwicklungen. Hier musste man aber aufpassen, dass der Brunnen nicht durchs Plumpsklo und/oder den Misthaufen verunreinigt wird.

Das ist natürlich alles sehr informativ und daher gut besucht - Schulklasse hinter hochnährstoffreichem Teich, voll mit fädigen Grünalgen.

Das ist natürlich alles sehr informativ und daher gut besucht – Schulklasse hinter hochnährstoffreichem Teich, voll mit fädigen Grünalgen.

Nicht zuletzt als Feuerlöschteich hatten Stillgewässer im dörflichen Umfeld eine große Bedeutung. So nebenbei kann dann auch der eine oder andere Fisch für den Mittagstisch hier heranwachsen.

Nicht zuletzt als Feuerlöschteich hatten Stillgewässer im dörflichen Umfeld eine große Bedeutung. So nebenbei kann dann auch der eine oder andere Fisch für den Mittagstisch hier heranwachsen.

Gute Lösung fürs Regenwasser - oberflächig ableiten. Tiere finden eine Tränke, Vögel baden hier auch gern.

Gute Lösung fürs Regenwasser – oberflächig ableiten. Tiere finden eine Tränke, Vögel baden hier auch gern.

Und was so ein ordentliches Freiluftmuseum ist, bietet es natürlich auch allerhand anderes, z.B. Bäckerwaren - hier versteckt hinter buntem Gärtchen - hmm, lecker!

Und was so ein ordentliches Freiluftmuseum ist, bietet es natürlich auch allerhand anderes, z.B. Bäckerwaren – hier versteckt hinter buntem Gärtchen – hmm, lecker!

Morgens auf dem Weg zur Arbeit - 1,6 Grad auf dem Aussenthermometer - Raureif auf frei stehenden Autos (Vorsicht! - auch auf der Bahnbrücke!).

Morgens auf dem Weg zur Arbeit – 1,6 Grad auf dem Aussenthermometer – Raureif auf frei stehenden Autos (Vorsicht! – Reif auch auf der Bahnbrücke!).

Frühaufsteher lieben einen Arbeitsplatz mit Fenster gen Osten ...

Frühaufsteher lieben einen Arbeitsplatz mit Fenster gen Osten …

Wo ist nur das Jahr geblieben!? Der Sonnenaufgang findet schon weit im Südosten statt.

Wo ist nur das Jahr geblieben!? Der Sonnenaufgang findet schon weit im Südosten statt.

Zurück zu Hause, der sonnige Tag – früh ist nach Zeitumstellung Dunkelheit zu erwarten – ruft in den Garten.

Ich werde erwartet.

Ich werde erwartet.

Im HuSt-Blog vom 26. Oktober hatte ich schon angemerkt, dass da noch mehr im Garten ist.

Kaum die Säge in der Hand, schon liegen da neu geschnitten Haseläste.

Kaum die Säge in der Hand, schon liegen da neu geschnitten Haseläste.

Wie üblich kommen beim Nachschnitt mehr Äste heraus als erwartet.

Wie üblich kommen beim Nachschnitt mehr Äste heraus als erwartet.

Aber das ist ja der eine Spaß an der Freude - schon sind neue Hölzchen und Stöckchen fürs Gewässerrestaurieren bereit.

Aber das ist ja der eine Spaß an der Freude – schon sind neue Hölzchen und Stöckchen fürs Gewässerrestaurieren bereit.

Der andere Spaß an der Freude ist das Schreddergut.

Der andere Spaß an der Freude ist das Schreddergut.

Und wer freut sich? Obst- und andere Bäume, Beeren- und andere Sträucher, nahezu jegliche Stauden, Büsche, Bäume.

Und wer freut sich? Obst- und andere Bäume, Beeren- und andere Sträucher, nahezu jegliche Stauden, Büsche, Bäume. Besseres als „Mulch bei die Füße“ gibt es für sie nicht.

Denn nun machen sich nach und nach all die „ordnungsgemäßen Abfallverwerter“ (Dr. H. Reusch) über den Mulch her. Vögel pulen sich Würmer und Insekten heraus. Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe auf und bringen ordentlich Früchte nächstes Jahr. – Uuuund, Socke von de Dreyster Drift, unser Kampfdackel, macht sich dann drüber her, wenn ordentlich Pilzmyzel drin ist. Man könnte meinen, der Hund kriegt nichts zu fressen, so verputzt er „angegangenes“ Holz bis Humus. – Da hilft nur, auf nächsten Herbst zu warten. Dann gibt`s wieder neuen Holzschnitt …

Hölzchen und Stöckchen für 2014 ff. wachsen bereits heran.

Hölzchen und Stöckchen für 2014 ff. wachsen bereits heran.

Schluss: Es wird bei Weitem nicht alles geschreddert. Äste und Laub sollen ja Igeln und anderen Gästen im Garten den Winter erleichtern.

Nebenan lärmt`s, nein, kein Schredder – der Laubsauger. Alles wird „schön“ steril. Mülltonne und/oder öffentlicher Kompostplatz (hoffentlich nicht der nächste Knick oder Wald) werden beliefert. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Über die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) ist hier im Blog bereits berichtet worden. Die ursprünglich geradlinig geplante Ost-West-Trasse quert eine Menge Fließgewässer auf kürzestem Weg und liegt seit 2011 rechtwinklig querend im Este-Gebiet (Beitrag 23.11.2011).

Klagen führten dazu, dass die Pipeline im Raum Winsen – Buchholz (in der Nordheide) nach Süden verschwenkt wurde. Es kam zu einer zweiten Planfeststellung. Die Verschwenkung hat in ihrem Westbereich eine Trassenplanung, von der man in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie hätte annehmen sollen, dass diese angesichts ihres knapp 3 km Süd-Nord-Verlaufs entlang der Seeve-Aue (FFH-Gewässer) nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.

Da eine vorgeschlagene Trassenänderung nicht zustande kam, wurde infolge einer Klageandrohung über Ausgleich und Ersatz dieses Eingriffs in Wasserhaushalt und Gewässernatur verhandelt. Die Einigung sieht umfangreiches Restaurieren der Seeve und einiger Nebenbäche vor und ist Teil der Planfeststellung.

Wie viele bis heute nicht naturnah entwickelten Fließgewässer ist die Seeve durch verkürzenden Ausbau heutzutage durch steile Böschungen, tief liegenden Wasserspiegel und öde Flusssohle sowie nicht ausreichenden Baumbestand gekennzeichnet. - Das gilt es zu ändern.

Wie viele nicht naturnah entwickelte Fließgewässer ist die Seeve durch verkürzenden Ausbau heutzutage durch steile Böschungen, tief liegenden Wasserspiegel und öde Flusssohle sowie nicht ausreichenden Baumbestand gekennzeichnet. – Das gilt es zu ändern.

Die Pipeline erreichte und unterquerte die Seeve im März 2013 (Berichte vom 13. und 27.03. hier im Blog), Details zum Restaurieren des Gewässers wurden vor Ort besprochen (Beitrag vom 19.07.2013).

In der zweiten Oktoberhälfte startete die Strukturverbesserung des Salmonidengewässers Seeve mit der Zugabe von Kies und Geröll. Diese erfolgt in freier Schüttung – nicht als Bauwerke, sondern als Gabe für die Natur. Der Fluss sowie Aktivitäten seiner Bewohnern, z.B. von laichenden Fischen, und menschlichen Besuchern mit und ohne Boot werden die Position von Kies und Geröll verändern – Dynamik ist angesagt.

Die umfangreichen Arbeiten werden hier durch einige Fotos dokumentiert.

Hunderte Tonnen Kies und Geröll werden vor Ort geliefert.

Hunderte Tonnen Kies und Geröll werden vor Ort geliefert. Die Rohrüberfahrt ist angesichts des hohen Gewichts gesichert.

Ein mit Kunststoffketten "bereiftes" Transport- und Schüttfahrzeug leistet sehr gute Dienste.

Ein mit Kunststoffketten „bereiftes“ Transport- und Schüttfahrzeug leistet sehr gute Dienste.

Wichtig ist, dass ausreichend Material an jeden Punkt kommt. Neben dem Unterwasser- und dem Wasserwechselbereich ist auch der Bereich bis zur oberen Uferkante zum Erosionsschutz mit Kies zu versehen.

Wichtig ist, dass ausreichend Material an jeden Punkt kommt. Neben dem Unterwasser- und dem Wasserwechselbereich ist auch der Bereich bis zur oberen Uferkante zum Erosionsschutz mit Kies zu versehen.

Vom Wasser aus gesehen: Hier wird gleich noch nachgeschüttet.

Vom Wasser aus gesehen: Hier wird gleich noch nachgeschüttet.

Auf diese Weise - hier liegt inzwischen genug Material - werden die abgestimmten Einbringorte nach und nach bearbeitet.

Auf diese Weise – hier liegt inzwischen genug Material, einschließlich kleiner Reserve auf der Böschung – werden die abgestimmten Einbringorte nach und nach bearbeitet.

Das andere Ufer wird natürlich auch mit "Spielmaterial für den Fluss" versehen.

Das andere Ufer wird natürlich auch mit „Spielmaterial für den Fluss“ versehen.

Dazu werden - Fahrrecht wurde nur für diese Uferseite vereinbart - am anderen Ufer Markierungen angebracht, für den Fall, dass die Ökologische Baubegleitung einmal nicht vor Ort ist.

Dazu werden – Fahrrecht wurde nur für diese Uferseite vereinbart – am anderen Ufer Markierungen angebracht (beachten Sie die fast unvorstellbare, durchweg gegebene Steilheit des Ufers und Tieflage des Flusses), für den Fall, dass die Ökologische Baubegleitung einmal während des Einbringens nicht vor Ort ist.

"Der große Westufer-Belieferer" - nur Spezialgerät kann die erwünschten Effekte erzielen, bzw. hier, das andere Ufer erreichen.

„Der große Westufer-Belieferer“ – nur Spezialgerät kann die erwünschten Effekte erzielen, bzw. hier, das andere Ufer erreichen.

An dieser Stelle sei insbesondere den Beteiligten vor Ort, Ökologischer Baubegleitung und Baufachleuten sowie dem Unterhaltungsverband Seeve, ausdrücklich für sachkundigen und engagierten Einsatz gedankt!

Kies-Geröll-"Knubbel", nun auch am Westufer. Die Position wurde zwischen allen zu Beteiligenden so abgestimmt, dass vorhandene Strukturen geschützt und unterstützt werden. An völlig freien Strecken bieten die neuen Strukturen Ansatzmöglichkeiten für Wasser- und Uferpflanzen inkl. standorttypischer Bäume.

Kies-Geröll-„Knubbel“, nun auch am Westufer. Die Position wurde zwischen allen zu Beteiligenden so abgestimmt, dass vorhandene Strukturen geschützt und unterstützt werden. An völlig freien Strecken bieten die neuen Strukturen Ansatzmöglichkeiten für Wasser- und Uferpflanzen inkl. standorttypischer Bäume.

Nach und nach wird das Kieslager kleiner.

Nach und nach wird das Kieslager kleiner – was für ein Herbstabend.

Was für ein Glück, dass das Wetter etliche Tage mitspielte.

Und dann kam der Orkan-Tag, abendlich.

Und dann kam der Orkan-Tag, abendlich.

Die Rausche für Kieslaicher ist eingebaut.

Die Rausche für Kieslaicher ist eingebaut.

Wellen und Vortices (hat da jemand einen Stöppsel gezogen?) im Bereich der Rausche.

Wellen und Vortices (hat da jemand einen Stöppsel gezogen?) im Bereich der Rausche.

Stehende Wellen am vor längerer Zeit umgebauten Bendestorfer Wehr - um diese Höhenunterschiede anzugleichen, bräuchte es erhebliche Kies-Geröllmengen. Wir haben ein wenig unterstützt.

Stehende Wellen am vor längerer Zeit umgebauten Bendestorfer Wehr – um diese Höhenunterschiede anzugleichen, bräuchte es erhebliche Kies-Geröllmengen. Wir haben ein wenig unterstützt.

Kleiner Ausschnitt des Gesamteindrucks - gut ist das geworden.

Kleiner Ausschnitt des Gesamteindrucks – gut ist das geworden.

Orkan-Abend, dramatischer Sonnenuntergang über Bendestorf.

Orkan-Abend, dramatischer Sonnenuntergang über Bendestorf.

Feierabend.

Feierabend.

Und dann kam der Regen.

Die Kies-Lagerfläche ist leer.

Die Kies-Lagerfläche ist leer.

Die Fahrspuren der Vortage voll Wasser - jetzt ist Baustopp, schon aus Gründen des Bodenschutzes.

Die Fahrspuren der Vortage voll Wasser – jetzt ist Baustopp, schon aus Gründen des Bodenschutzes.

Die erste zu bekiesende Teilstrecke ist vollständig bearbeitet, die zweite weitgehend. Insgesamt sind inzwischen 595 m³ Kies und Geröll (16-64 mm) dem Fluss zur Verfügung gestellt worden.

Im Frühjahr 2014 wurden die Arbeiten Richtung Norden vervollständigt. Insgesamt sind 1.000 m³ Kies und Geröll, vor allem als dem Fluss „zur Bearbeitung“ zur Verfügung gestelltes Material eingebaut worden.

Erste Beobachtungen zeigen, dass nicht nur die erwartete Entwicklung mittiger Laichplätze daraus resultiert, sondern dass die Depots quasi als Hochhaus von Wirbellosen (klar!) und Mühlkoppen angenommen werden.

„Hölzchen & Stöckchen“ (HuSt) erfreuen sich beim Gewässerrestaurieren zunehmender Beliebtheit. Erste Jugendgruppen haben bereits Preise erhalten. Da die früher hier verlinkte Homepage „Gewässerwart“ nicht mehr ansprechbar ist, verlinke ich zu einer kleinen Datei meiner bis 2019 an der TU Hamburg-Harburg gehaltenen Vorlesung „Hydrobiology“ – „sticks and stakes„. Einzelaspekte sind auch hier im Blog zu finden, ggf. über die Suchfunktion.

HuSt muss man nicht kaufen, sie fallen gut nutzbar z.B. im Garten an – Hasel, Faulbaum, Vogelbeere, was auch immer gerades Holz produziert, das in den Gewässergrund gedrückt und / oder gehämmert werden kann, all das ist gut geeignet.

Es ist wieder so weit – Herbst. Und los geht`s.

Laub (Buche und Erle) - für viele ein Ärgernis, für die Natur und uns nutzbarer Bodenverbesserer.

Laub (Buche und Erle) – für viele ein Ärgernis, für die Natur und uns nutzbarer Bodenverbesserer.

Einige Bäume sind schon kahl - bei uns im Buchenweg neben individuellen Baumreaktionen deutliches Zeichen für in den vergangenen Jahren wieder zunehmendes hirnloses (und verbotenes) Fußweg-Salzen.

Einige Bäume sind schon kahl – bei uns im Buchenweg neben individuellen Baumreaktionen deutliches Zeichen für in den vergangenen Jahren wieder zunehmendes hirnloses (und verbotenes) Fußweg-Salzen in der kalten Jahreszeit.

Erste gesägte Haselstecken - hervorragendes Material für H&St.

Erste gesägte Haselstecken – hervorragendes Material für H&St.

Lagerplatz 1 - ein paar Reste aus dem Spätwinter im Frühjahr 2013.

Lagerplatz 1 – ein paar Reste aus dem Spätwinter im Frühjahr 2013. Die Weiden vorn sind trocken – besser für die Verwendung. Aber auch vor frischem Material muss man nicht unbedingt Angst haben. Im Wasser stehend produzieren die Weiden-HuSt in der Regel nur abwehrschwache Blätter, die von Interessenten quantitativ abgeweidet werden.

Lagerplatz 2, vorn frische Weide - 0,5 - 1 - 1,5 m lang, zum Trocknen aufgestellt. Die Hasel dahinter sind direkt verwendbar.

Lagerplatz 2, vorn frische Weide – 0,5 – 1 – 1,5 m lang, zum Trocknen aufgestellt. Die Hasel links davon sind direkt verwendbar.

IMG_6726 - Ast- und Kronenreste aus HuSt-Gewinnung

Ast- und Kronenreste aus HuSt-Gewinnung warten darauf, zur Bodendeckung unter Nutz- und anderen Büschen sowie auf Beeten geschreddert zu werden.

Odnungsgemäße Abfallverwerter - hier sichtbare Teile im Nationalpark sächsische Schweiz fotografiert - warten auf die demnächst neu eintreffende Organik.

Odnungsgemäße Abfallverwerter – hier sichtbare Teile im Nationalpark sächsische Schweiz fotografiert – warten auf die demnächst neu eintreffende Organik.

Und es geht weiter.

Neues Rohmaterial - da sind noch mehr Büsche im Garten ... :-)

Neues Rohmaterial – da sind noch mehr Büsche im Garten … 🙂