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Socke von de Dreyster Drift inspiziert den Hecht genau und meint, es sollten ein paar Details vorgestellt werden.

Socke von de Dreyster Drift inspiziert den Hecht genau und meint, es sollten ein paar Details vorgestellt werden.

Hier folgen ein paar Detail-Eindrücke des Hechts aus der Oberweser.

Besonders gefällt Socke die Schwanzflosse.

Besonders gefällt Socke die Schwanzflosse.

Bunter Heckantrieb des Torpedo-Fischs.

Bunter Heckantrieb des Torpedo-Fischs.

Die Rückenflosse.

Die Rückenflosse.

Die Afterflosse, wie die Rückenflosse weit hinten am Fisch.

Die Afterflosse, wie die Rückenflosse weit hinten am Fisch.

Bunte Schuppenpracht.

Bunte Schuppenpracht.

Detail vom Kiemendeckel.

Detail vom Kiemendeckel.

Blick schlundwärts - Zähne über Zähne!

Blick schlundwärts – Zähne über Zähne!

Gut hat die Natur den Hecht ausgestattet. Zum erfolgreichen Beutefang hat er im Unterkiefer lange Dolchzähne, im Oberkiefer, auf der Zunge und auf mancherlei anderen Knochen so um die 700 nach hinten gerichtete Zähne.

Gut hat die Natur den Hecht ausgestattet. Zum erfolgreichen Beutefang hat er im Unterkiefer lange Dolchzähne, im Oberkiefer, auf der Zunge und auf mancherlei anderen Knochen so um die 700 nach hinten gerichtete Zähne.

Dann wollen wir uns die Filets demnächst schmecken lassen.

Neue Buhnenfelder wollen erkundet sein.

Was für ein Wetter! Trotz Niedrigwasserführung schafft es die flach gebaute "Karlshafen", weiter Touristen die Oberweser mit ihrem Weserbergland bestaunen zu lassen.

Trotz Niedrigwasserführung schafft es die flach gebaute „Karlshafen“, weiter Touristen die Oberweser mit ihrem Weserbergland bestaunen zu lassen.

Was für ein Wetter!

Was für ein Wetter!

Der Himmel spiegelt sich auf klarem Weserwasser im Buhnenfeld.

Der Himmel spiegelt sich auf klarem Weserwasser im Buhnenfeld.

Uuups, da hat wohl etwas Großes gebissen und ist in das tiefe Strudelloch vor der Buhne abgetaucht.

Uuups, da hat wohl etwas Großes gebissen und ist in das tiefe Strudelloch vor der Buhne abgetaucht.

Hin und Her, Turbulenz im Buhnenfeld - ein Fischschwanz.

Hin und Her, Turbulenz im Buhnenfeld – ein Fischschwanz.

Nach weiterem Hin und Her zeigt sich auch der Kopf kurzfristig - ein grooßer Hecht.

Nach weiterem Hin und Her zeigt sich auch der Kopf kurzfristig – ein grooßer Hecht.

Glück für den menschlichen Fischesser, Pech für den Großhecht - die Landung gelang schließlich.

Glück für den menschlichen Fischesser, Pech für den Großhecht – die Landung gelang schließlich.

So ein Großhecht frisst gern Kleinhecht, daher war die Köderwahl erfolgreich.

So ein Großhecht frisst gern Kleinhecht, daher war die Köderwahl erfolgreich.

Bei 97 cm Länge bringt der Fisch 12 Pfund auf die Waage.

Bei 97 cm Länge bringt der Fisch 12 Pfund auf die Waage. (Zum Vergrößern: draufklicken)

Der an Meerforellen im höheren Dezimeterbereich bewährte Kescher war eigentlich zu klein ...

Der an Meerforellen im höheren Dezimeterbereich bewährte Kescher war eigentlich zu klein …

Frischer Fisch soll frisch verarbeitet werden - Schuppen.

Frischer Fisch soll frisch verarbeitet werden – Schuppen.

Fertige Filetstücke für die Tiefkühltruhe - herzlichen Dank unseren Gastgebern für gute Versorgung!

Fertige Filetstücke für die Tiefkühltruhe – herzlichen Dank unseren Gastgebern für gute Versorgung!

Wir und unsere Gastgeber haben den Hecht ordentlich bestaunt. Im nächsten Beitrag folgen ein paar Detailfotos.

Oberweser 2 – Frische Fische.

Nein, diese viel zu zahlreich und unnötig mit Brotmengen gefütterten Goldfische nahe dem Rathaus und Münchhausenmuseum meine ich nicht.

Nein, diese viel zu zahlreich und unnötig mit Brotmengen gefütterten Goldfische nahe dem Rathaus und Münchhausenmuseum meine ich nicht.

Wer in Bodenwerder und um Bodenwerder herum frische Weserfische erleben und geniessen möchte, hat dazu diverse Möglichkeiten.

Hoppla, dies ist ein super Zanderfilet der Bodenwerder Gastronomie. Hier in der klaren, nicht allzu tiefen Oberweser ist der Zander sicherlich kein standorttypischer Fisch (gern aber von Anglervereinen eingebürgert).

Hoppla, dies ist ein super Zanderfilet der Bodenwerder Gastronomie. Hier in der klaren, nicht allzu tiefen Oberweser ist der Zander sicherlich kein standorttypischer Fisch (gern aber von Anglervereinen eingebürgert).

Wer sich, da ich den Zander nun schon gezeigt habe, für die Örtlichkeit des Genusses interessiert, forscht am Besten, wo es Landbier als Halben gibt.

Wer sich, da ich den Zander nun schon gezeigt habe, für die Örtlichkeit des Genusses interessiert, forscht am Besten, wo es Landbier als Halben gibt.

Nun aber zu den frischen Weserfischen.

Frische Fische bekommt man z.B. direkt am Weserufer im Werfthof und Weseraquarium am Sonntag Nachmittag zu sehen.

Frische Fische bekommt man z.B. direkt am Weserufer im Werfthof und Weseraquarium am Sonntag Nachmittag zu sehen.

Im Erdgeschoss sind Schiffszimmererwerkzeuge und Schiffsmodelle als Beispiel örtlichen Schiffbaus zu sehen.

Im Erdgeschoss sind Schiffszimmererwerkzeuge und Schiffsmodelle als Beispiel örtlichen Schiffbaus zu sehen.

Im ersten Stock sind typische Weserfische in Aquarien zu besichtigen, hier Gründlinge, rechts unscharf ein Kaulbarsch.

Im ersten Stock sind typische Weserfische in Aquarien zu besichtigen, hier Gründlinge, rechts unscharf ein Kaulbarsch.

Selten habe ich eine solche Vielfalt an Weissfischarten an einem Platz gesehen. Vorn, wir waren uns einig, dass das kein Döbel ist, ein großer Hasel - schwierig, schwierig. Alande sollen auch gerade nicht im Aquarium vorhanden sein.

Selten habe ich eine solche Vielfalt an Weissfischarten an einem Platz gesehen. Vorn, wir waren uns einig, dass das kein Döbel ist, ein großer Hasel – schwierig, schwierig. Alande sollen auch gerade nicht im Aquarium vorhanden sein.

Da ich im „normalen Leben“ in Freizeit kaum noch zum Angeln komme, wollte ich denn den Urlaub nutzen. Anglergeschäft, Campingplätze und Tankstelle bieten Gastkarten der hiesigen Vereine – schon kann`s losgehen.

Wer sich auf der Suche nach einem geeigneten Angelplatz in der Weseraue herumtreibt, triff schon Mal Einheimische, hier einen Jungfuchs.

Wer sich auf der Suche nach einem geeigneten Angelplatz in der Weseraue herumtreibt, triff schon Mal Einheimische, hier einen Jungfuchs.

Eine Vielzahl Buhnen an beiden Ufern bieten interessante Anlaufstellen, hier die beweideten Buhnen von Pegestorf.

Eine Vielzahl Buhnen an beiden Ufern bieten interessante Anlaufstellen, hier die beweideten Buhnen von Pegestorf.

Glasklares Wasser - kleine Strömungsstudie zwischen zwei Buhnenfeldern.

Glasklares Wasser – kleine Strömungsstudie zwischen zwei Buhnenfeldern.

Am gegenüberliegenden Weserufer liegt Rühle, Ausgangspunkt für Wanderungen in die "Rühler Schweiz", in der Abendsonne.

Am gegenüberliegenden Weserufer liegt Rühle, Ausgangspunkt für Wanderungen in die „Rühler Schweiz“, in der Abendsonne.

Nach Sonnenuntergang - ich verlasse Pegestorf beeindruckt.

Nach Sonnenuntergang – ich verlasse Pegestorf beeindruckt.

Einige der zahlreichen Buhnen vor Rühle.

Einige der zahlreichen Buhnen vor Rühle.

Da hat einer angebissen.

Da hat einer angebissen.

Ein Döbel konnte meinem Blechfisch nicht widerstehen. Da ich ohne Widerhaken angle, lasse ich die Schnur etwas locker - so ist dieser Fisch wieder frei. Genau so erfreuen sich ein paar kleinere Barsche und Hechte weiter des Lebens.

Ein Döbel konnte meinem Blechfisch nicht widerstehen. Da ich ohne Widerhaken angle, lasse ich die Schnur etwas locker – so ist dieser Fisch wieder frei. Genau so erfreuen sich ein paar kleinere Barsche und Hechte weiter des Lebens.

Aber ein schicker Barsch von 25 cm Länge kann den Mittagstisch gut bereichern. Wir bevorzugen zum Essen geräucherten Barsch.

Aber ein schicker Barsch von 25 cm Länge kann den Mittagstisch gut bereichern. Wir bevorzugen zum Essen geräucherten Barsch.

Ein Sonnenuntergang jenseits der Rühler Buhnen ist schon in „Bodenwerder 1“ präsentiert, ich verzichte hier auf einen zweiten.

Da größere Hechte turbulent und lautstark auf sich aufmerksam gemacht haben, werde ich noch einmal an anderer Stelle mit anderem Köder mein Glück versuchen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Oberweser 1 – Herbstfarben.

Zwei Wochen herrlicher Ferientage liegen hinter uns. Diesmal ging`s nach Bodenwerder, Münchhausenland.

In lockerer Folge werden Eindrücke darüber hier im Blog vorgestellt, gestartet mit Herbstfarben.

Blick vom Bismarckturm auf Bodenwerder und die Oberweser.

Blick vom Bismarckturm auf Bodenwerder und die Oberweser.

Herbstfarben rot-gelb-schwarz-blau-grün in der Weseraue. Hinweis: das Blau ist ein Jeans-Bein eines 1,80 m Erwachsenen. Dazu folgt später ein spezieller Blog-Beitrag.

Herbstfarben rot-gelb-schwarz-blau-grün in der Weseraue. Hinweis: das Blau ist ein Jeans-Bein eines 1,80 m Erwachsenen. Dazu folgt später ein spezieller Blog-Beitrag.

Gegen Ende des Urlaubs zeigt Ahorn erste Herbstfärbung.

Gegen Ende des Urlaubs zeigt Ahorn erste Herbstfärbung.

Herbstlicher Sonnenuntergang westlich der Weser, Blick von Rühler Buhnen.

Herbstlicher Sonnenuntergang westlich der Weser, Blick von Rühler Buhnen.

Nach Hitze und Trockenheit hat es geregnet – und es gibt etwas zu sehen.

Endlich Regen - wir brauchen das Wasser!

Endlich Regen – wir brauchen das Wasser!

Während den Rhein eine Hochwasserwelle aus Extremniederschlägen im oberen Einzugsgebiet herunterrollt (Wasserbotschafter Bromeis muss zu Fuß gehen!), herrscht in der Elbe seit Monaten Niedrigwasser mit Sauerstoffmangel im Hamburger Raum – Fischsterben inbegriffen. Künstliche Belüftung wird angedacht – und wäre, wie auch immer realisiert, endlich eine seit Jahren notwendige, von der Großschifffahrt zu tragende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme.

So zum Beispiel zeigt sich die Este, malträtiert von Grundwasserentnahmen, Dränagen, Versiegelungen. Ein Trauerspiel.

So zum Beispiel zeigt sich die Este, malträtiert von Grundwasserentnahmen, Dränagen, Versiegelungen. Ein Trauerspiel.

Der Regen lässt erste Pilze durch schlagartiges Erscheinen auffallen. Bald haben sie wieder Hauptsaison.

Der Regen lässt erste Pilze durch schlagartiges Erscheinen auffallen. Bald haben sie wieder Hauptsaison.

An Buchen läuft etlicher Regen als Stammablauf ab, legt hier lehmigen Moränenboden frei.

An Buchen läuft etlicher Regen als Stammablauf ab, legt hier lehmigen Moränenboden frei.

Immerhin brachte der Regen so viel Wasser, dass auch der Waldweg vorübergehend Pfützen einstaut.

Immerhin brachte der Regen so viel Wasser, dass auch der Waldweg vorübergehend Pfützen einstaut.

Uuuund - was ist da in der Pfütze am Buchenstamm zu sehen?

Uuuund – was ist da in der Pfütze am Buchenstamm zu sehen?

Schönster Moränenkies ist frei gespült - kleines Modell, wie man sich hier im Umland den Grund von Bächen von Natur aus vorzustellen hat: alles Kiesbäche!

Schönster Moränenkies ist frei gespült – kleines Modell, wie man sich hier im Umland den Grund von Bächen von Natur aus vorzustellen hat: alles Kiesbäche!

Das ist ein handfestes Beispiel für die treffliche Beschreibung über Bachentstehung in der Geest des Norddeutschen Tieflands, wie sie Altmüller & Dettmer (1996) gaben. Mögen sie endlich von allen verstanden werden, damit nicht weiter Leid- statt Leitbilder die Gewässerrestaurierung begleiten!

"Was macht denn Ihr Hund da!? Und warum hat er bei dieser Hitze ein Tuch um den Hals, ist er erkältet?"

„Was macht denn Ihr Hund da!? Und warum hat er bei dieser Hitze ein Tuch um den Hals, ist er erkältet?“

Das sind zwei Fragen, die wir oft zu hören bekommen.

"Hallo Leute, ich rubbele mich! - Aaaahhh, dieses kurz geschorene, harte Gras - wunderbar!"

„Hallo Leute, ich rubbele mich! – Aaaahhh, dieses kurz geschorene, harte Gras – wunderbar!“

Das Tuch ist übrigens kein Schönheitstuch, sondern ein Kühlelement: vor dem Spaziergang bei Sonnenwetter und Wärme mit kaltem Wasser nass gemacht. Der Kampfdackel geniesst das.

Rubbelgras findet er vor allem anderswo als zu Hause – bei uns wird das Grün nicht sooo kurz geschoren.

Seh`n Sie! So zufrieden ist ein 11jähriger Rauhaardackel, wenn er gekühlt wird und sich gerubbelt hat.

Seh`n Sie! So zufrieden ist ein 11jähriger Rauhaardackel, wenn er gekühlt wird und sich gerubbelt hat.

Dass da kein Augenlicht mehr ist, finden wir Menschen zwar furchtbar, ein kurzbeiniger Fährtengänger beschäftigt sich aber durchaus begeistert mit anderen Sinnen. Wenn uns „nach Rennen“ zumute ist, sagen anschliessend Beobachter: „Sie veräppeln uns doch mit der Ansage, Ihr Hund sei blind!“

Möge dem Burschen seine Begeisterungsfähigkeit noch lange erhalten bleiben!

[Vorab etwas Aktuelles: 14. Juli 2014 – Wie gehen wir mit unseren Flüssen um ? Drama Elbe !

Aktuell liegt der Sauerstoffgehalt der Hamburger Elbstrecke um 1 mg Sauerstoff / Liter Elbwasser. Diese tabellarische, auf einen Zeitpunkt bezogene Darstellung wird der vor Ort-Situation allerdings nur bedingt gerecht, da mit Ebbe und Flut riesige Wasserkörper hin und her geschoben werden. So wie derzeit sah die Situation kaum in den Abwasserjahrzehnten bis Ende der 1980er aus. – Online kann man den Verlauf über die Zeit sehen, ein sehr viel deutlicheres Bild des dramatischen Flusszustands über Raum und Zeit.

Gemessen an Ziel-Beurteilungsdaten wie „Gewässergüteklasse 2 weist keine schlechteren Daten auf als minimal 6 mg/l“ muss davon ausgegangen werden, dass über 40 km Elbe so gut wie fischfrei sind.

Am Ende des folgenden Blog-Eintrags wird auf Sauerstoff und Fische der Elbe noch eingegangen.]

Über das Biosphaerium Elbtalaue ist bereits am 27.04.2014 hier berichtet worden. Wenn man in der Gegend ist, lohnt ein weiterer Besuch immer. Der Bildungsurlaub ermöglichte ein paar mehr Fischfotos.

Der Blick durch Fisch-Silhouetten bietet einen anderen Landschaftseindruck als gewöhnlich.

Der Blick durch Fisch-Silhouetten bietet einen anderen Landschaftseindruck als gewöhnlich, ob wie hier im Detail …

... oder hier als Landschaft. - Moment, Sie meinen, der Biber sei kein Fisch?!

… oder hier als Landschaft. – Moment, Sie meinen, der Biber sei kein Fisch?!

Das sahen die "alten Mönche" aber anders - konnten sie ihn doch als Fisch in der Fastenzeit essen. In diesem Tafelausschnitt vom Elbuferwanderweg allerdings wurden wohl Fischotter und Biber vermixt, wohl eine Hilfe zur Verfolgung beider.

Das sahen die „alten Mönche“ aber anders – konnten sie ihn doch als Fisch in der Fastenzeit essen. In diesem Tafelausschnitt vom Elbuferwanderweg allerdings wurden wohl Fischotter und Biber vermixt, vielleicht eine Hilfe zur Verfolgung beider.

Hier ist der Beweis - der schuppige Biberschwanz, wegen seiner Form "Kelle" genannt, zeigt doch eindeutig den Fisch (oder nicht?).

Hier ist der Beweis – der schuppige Biberschwanz, wegen seiner Form „Kelle“ genannt, zeigt doch eindeutig den Fisch (oder nicht?).

Landschaft durch Fisch-Silhouetten sieht man übrigens auch von innen nach draussen - hier durch den Lachsverwandten Stint.

Landschaft durch Fisch-Silhouetten sieht man übrigens auch von innen nach draussen – hier durch den Lachsverwandten Stint.

Im Aquarium ist mir diesmal fast ein Foto von Rotaugen gelungen - ich arbeite weiter dran.

Im Aquarium ist mir diesmal fast ein Foto von Rotaugen gelungen – ich arbeite weiter dran.

Rotauge im Gegenlicht im algengrünen Wasser - mit Hof und Besucher im Hintergrund.

Rotauge im Gegenlicht im algengrünen Wasser – mit Hof und Besucher im Hintergrund.

Wir radelten dann andern Tags  auf interessanter Tour südlich der Elbe nach Geesthacht zum großen Fischpass am Nordufer der Elbe. Fische von dort habe ich an dieser Stelle im Beitrag vom 21. September 2011 gezeigt. Diesmal gab es ausnahmsweise auch wieder Fisch zu sehen – ein paar andere als damals.

Neben großen Zandern tummeln sich vor allem Wollhandkrabben in diesem Hälter.

Neben großen Zandern tummeln sich vor allem Wollhandkrabben in diesem Hälter.

Auch ein paar große Flussbarsche sind zu sehen.

Auch ein paar große Flussbarsche sind zu sehen.

Und - Überraschung - neben einem Aal von ca. 70 cm steht eine etwas ebenso lange Meerforelle.

Und – Überraschung – neben einem Aal von ca. 70 cm steht eine etwa ebenso lange Meerforelle.

Den Meerforellen macht die Wasserqualität im Hamburger Hafen wegen des Sauerstoffdefizits 2014 seit Anfang Mai wieder erheblich zu schaffen. Danach kamen Kälte und Wind (man wundert sich, wie lange bzw. oft Eisheilige bzw. Schafskälte dieses Jahr auftraten …), mit lang anhaltender niedriger Elbe-Wasserführung fiel dann aber der Sauerstoffgehalt wieder bis unter 4 mg/l. Dies ist eine Situation, die man sich in den 1990ern bis zur Jahrtausendwende nicht vorgestellt hätte – konterkariert sie doch die Erfolge der jahrzehntelangen intensiven Abwasserreinigung und Gewinne aus der Wiedervereinigung von Ost und West.

Wer von Fischen noch nicht genug gesehen hat, findet mehr z.B. im Beitrag vom 25. Mai 2013 aus dem Müritzeum (anzusteuern über die Kalenderfunktion in der rechten Spalte).

Sommerzeit – Badezeit …

Da kann man doch mit Bade-Bällen werben?! So dachten auch kluge Werber in Sachen Roundup vor Jahren – das Produkt dem künftigen Verbraucher freundlich nahebringen.

Ja, ich habe es wieder gefunden, mein Roundup-Badebällchen! Ob auf hellem ...

Ja, ich habe es wieder gefunden, mein Roundup-Badebällchen! Ob auf hellem …

... oder dunklem Hintergrund, es macht immer einen bunten, guten Eindruck.

… oder dunklem Hintergrund, es macht immer einen bunten, guten Eindruck.

Leider steht das Bällchen für Gift. Nichts hat der Produzent selbstverständlich mit Fehlhandeln zu tun, die Gebrauchsanweisung ist sauber.

Leider steht das Bällchen für Gift. Nichts hat der Produzent selbstverständlich mit Fehlhandeln zu tun, die Gebrauchsanweisung ist sauber.

Wo der Einsatz von Roundup – oder wie immer neue Phantasie-Namen das Produkt nennen, verboten ist, kann leicht nachgelesen werden.

Dass die Agrarlandschaft inzwischen flächenhaft vergiftet, gehört endlich abgeschafft!

Wer mehr dazu lesen möchte, findet das z.B. hier „in english“ oder hier auf Deutsch.

Zum dritten Mal geht`s mit dem Anbieter LIW in den Bildungsurlaub. Wie zuvor erwarte ich neben fundierter theoretischer Information eine Menge Erlebnisse „in freier Wildbahn“. Nach Nationalpark Kellerwald (Wanderungen meist Hang-parallel) und Nationalpark  Sächsische und Böhmische Schweiz (Wanderungen auf und ab, bis zu Klettertouren) habe ich mir diesmal die Mittelelbe ausgesucht. Als Standort ist die „Zündholzfabrik“ in Lauenburg vorgesehen, direkt am Fluss und dem begleitenden Wander- und Radweg gelegen. Neben Realitätserkenntnis beim Wandern ist hier vor allem Radfahren mit Zwischeninformationen angesagt, um die vielfältigen Ziele zu erreichen, an denen Zugehöriges vermittelt wird.

Wie beim Kellerwald (Beiträge hier im Blog: 23.06.2012, mehrere, und – revisited: 28.08.2013) und beim Thema Sächsische und Böhmische Schweiz (Beitrag vom 29.11.2013) werde ich über „Mittelelbe“ in lockerer Folge und Form an dieser Stelle berichten.

Das fängt ja gut an, Lauenburger Elbe-Abend mit Angler auf einer Buhne. Die Rute ist krumm.

Das fängt ja gut an, Lauenburger Elbe-Abend mit Angler auf einer Buhne. Die Rute ist krumm.

Heraus gekommen ist ein Elbe-Zander - und was für einer! Glückwunsch!

Heraus gekommen ist ein Elbe-Zander – und was für einer! Glückwunsch!

Der Anreisetag geht zu Ende - wir sind gespannt auf den Programmstart.

Der Anreisetag geht zu Ende – wir sind gespannt auf den Programmstart am Montag Morgen.

Der Sonnenuntergang findet hinter der Elbekurve statt, dort, wo wir unseren Frühlingsurlaub, quasi als Vorabschnuppern, erlebten (s. Beiträge vom 21. April bis 18. Mai, ansteuerbar über die Kalenderfunktion rechts, Tage mit Blog-Einträgen erscheinen hervorgehoben).

Nun hat es also 2014 geklappt, der Betriebsausflug führt uns auf die Elbe im Hamburger Hafen. Das soll ein Erlebnis der anderen Art werden, teilweise abseits von den normalen Touren, die als Hafenrundfahrt angeboten werden. Fachkundige Führung bieten die Aktiven von Rettet die Elbe.

Ich reise über Landungsbtücken an. Ok, die Schlösser-Mode reisst hier das Geländer noch nicht ab.

Ich reise über Landungsbtücken an. Ok, die Schlösser-Mode reisst hier das Geländer noch nicht ab.

Sonnenbadende Taube auf Eisbär - ein guter Start.

Sonnenbadende Taube auf Eisbär – ein guter Start.

Da hinten irgendwo liegt unsere Barkasse - vor der geldverschlingenden Dauerbaustelle Elb-Philharmonie, hinter den Museumsschiffen Rickmer Rickmers und Cap San Diego.

Da hinten irgendwo liegt unsere Barkasse – vor der geldverschlingenden Dauerbaustelle Elb-Philharmonie, hinter den Museumsschiffen Rickmer Rickmers und Cap San Diego.

Die Vielzahl Kräne und der Kreuzfahrer rechts am West-Horizont zeigen, dass es offenbar Arbeit im Hafen gibt.

Die Vielzahl Kräne und der Kreuzfahrer rechts am West-Horizont zeigen, dass es offenbar Arbeit im Hafen gibt.

Am Südufer, jenseits der Rickmer Rickmers, warten die Musical-Hallen auf abendliche Gäste.

Am Südufer, jenseits der Rickmer Rickmers, warten die Musical-Hallen auf abendliche Gäste.

Bei der Umrundung der Hochwasserschutzbaustelle muss ich runter auf die Straße. Was ist DAS denn? Wasser statt Besen - mediterraner Umgang mit dem kostbaren Nass. - Leute, lernt mal dazu!

Bei der Umrundung der Hochwasserschutzbaustelle muss ich runter auf die Straße. Was ist DAS denn? Wasser statt Besen – mediterraner Umgang mit dem kostbaren Nass. – Leute, lernt mal dazu!

Wieder diesseits der Hochwasserschutzbaustelle, Barkassenanleger erreicht - von fern nahen die anderen, angekommen am U-Bahnhof Baumwall.

Wieder diesseits der Hochwasserschutzbaustelle, Barkassenanleger erreicht – von fern nahen die anderen, angekommen am U-Bahnhof Baumwall.

Gleich hinterm Feuerschiff finden wir unsere Barkasse.

Gleich hinterm Feuerschiff finden wir unsere Barkasse.

Der fette Hafenschlick lässt Blasen aufsteigen - Milliarden Bakterien arbeiten und zehren Sauerstoff, setzen Kohlendioxid und Methan frei.

Der fette Hafenschlick lässt Blasen aufsteigen – Milliarden Bakterien arbeiten und zehren Sauerstoff, setzen Kohlendioxid und Methan frei.

An Bord begrüßt uns zur Rundfahrt Herbert Nix, erfahrener Streiter für eine bessere Elbe.

An Bord begrüßt uns zur Rundfahrt Herbert Nix, erfahrener Streiter für eine bessere Elbe.

Wir werden eine Elbe befahren, die Jahrzehnte stetig verbesserter Abwasserreinigung erlebt hat. Kommentiert vor dem jeweiligen Stand des Wasserrechts ist das hier nachzulesen.

Hamburg bekannte sich zum Erfordernis, wesentliche Schritte dringend selbst voranzutreiben. Zur Eröffnung des 12. Öko-Forum am 14.04.1983 – vor gerade 3 Jahrzehnten – begann der damalige Umweltsenator im Hörsaal des Instituts für Allgemeine Botanik seine Eröffnungsrede mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren! Vorrangiges Ziel des Senates im Zusammenhang mit den heute zu erörternden Themen ist es, die Selbstreinigung der Elbe wiederherzustellen. Die Gewässer als Lebensraum, z.B. für Fische, so zu sanieren, dass diese auch geniessbar und vermarktungsfähig sind, sowie zumindest die Güteklasse II zu erreichen.
Um diese ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen erhebliche Anstrengungen und Investitionen unternommen werden. …“ – Ich komme weiter unten auf die Rede zurück.

Wir sind berechtigt - fahren jetzt los und gucken erstmal im Binnenhafen.

Wir sind berechtigt – fahren jetzt los und gucken erstmal im Binnenhafen.

Blick gen Norden - alles auf Rot an den Schleusen zur Alster, kein Durchkommen für Wanderfische.

Blick gen Norden – alles auf Rot an den Schleusen zur Alster, kein Durchkommen für Wanderfische.

Nun gucken wir, noch ziemlich Tideniedrigwasser, ins Nikolaifleet hinein, fast identisch mit dem früheren Alstermündungsmäander. Hier sollen mal die Wanderfische durch, wenn die Alsterfischpässe fertig sind.

Nun gucken wir, noch ziemlich Tideniedrigwasser, ins Nikolaifleet hinein, fast identisch mit dem früheren Alstermündungsmäander. Hier sollen mal die Wanderfische durch, wenn die Alsterfischpässe fertig sind.

Doch dazu später mehr in einem weiteren Beitrag.

Die Barkasse wirbelt ordentlich Wasser beim Drehen. Zur Sauerstoffanreicherung reicht das gleichwohl nicht.

Die Barkasse wirbelt ordentlich Wasser beim Drehen. Zur Sauerstoffanreicherung reicht das gleichwohl nicht.

Ordentlich Schlick wird aufgewirbelt, Sauerstoff gezehrt.

Ordentlich Schlick wird aufgewirbelt, Sauerstoff gezehrt.

Gasblasen, der Schlick entgast - Der Deepenschriewer kann ook keen Deep schriewen, woar keen is`.

Gasblasen, der Schlick entgast – De Deepenschriewer kann ook keen Deep schriewen, woar keen is`.

Uuuh, ist das spitz, Manns! Das Austoben von Architektenwahn in Hamburg ist seit langem Mode.

Uuuh, ist das spitz, Manns! Das Austoben von Architektenwahn in Hamburg ist seit langem Mode.

Blick in die Hafencity, Sandtorhafen.

Blick in die Hafencity, Sandtorhafen.

Richtung Norderelbbrücken - noch`n Kreuzfahrer in Sicht.

Richtung Norderelbbrücken – noch`n Kreuzfahrer in Sicht.

Diese Bauweise in der Hafencity nennt der Volksmund "Würfelkotzen". Wir werden mehr davon sehen.

Diese Bauweise in der Hafencity nennt der Volksmund „Würfelkotzen“. Wir werden mehr davon sehen.

Noch was zum Kotzen - die vielbeschworenen, beworbenen Traumschiffe. Die schwarze Rauchfahne zeigt, was verbrannt wird - Schweröl, der letzte Abfall, den es zu entsorgen gilt. Zu Lasten von Gesundheit, Bauwerken, Umwelt, Meer?

Noch was zum Kotzen – die vielbeschworenen, beworbenen Traumschiffe. Die schwarze Rauchfahne zeigt, was verbrannt wird – Schweröl, der letzte Abfall, den es zu entsorgen gilt. Zu Lasten von Gesundheit, Bauwerken, Umwelt, Meer?

Abends wird dieses Schiff von einer kleinen Blondine, am Ballon schwebend, getauft. Anschließend gibt`s ein Konzert.

Wir fahren südwärts - die Elb-Philharmonie im Blick.

Wir fahren südwärts – die Elb-Philharmonie im Blick.

Vorbei an einer Raffinerie ...

Vorbei an einer Raffinerie …

... wirbeln wir durch alte Hafenkanäle.

… wirbeln wir durch alte Hafenkanäle.

Hier steht viel Arbeit an für Kaimauer-Ingenieure und andere Gewerke.

Hier steht viel Arbeit an für Kaimauer-Ingenieure und andere Gewerke.

Und weiter geht`s mit Schlickgewirbel.

Und weiter geht`s mit Schlickgewirbel.

Auch Großgrün gibt`s - Auwald-Ähnliches auf Kunstboden in Kunstumgebung.

Auch Großgrün gibt`s – Auwald-Ähnliches auf Kunstboden in Kunstumgebung.

Erhöhter Tidehub durch die diversen Elbvertiefungen ist erlebbar: entwickelt primär durch erhebliches Absinken des Tideniedrigwassers.

Erhöhter Tidehub durch die diversen Elbvertiefungen ist erlebbar: entwickelt primär durch erhebliches Absinken des Tideniedrigwassers.

Verlust an Tiefe durch Absinken des Tideniedrigwassers - hier im Detail.

Verlust an Tiefe durch Absinken des Tideniedrigwassers – hier im Detail.

Wer zum Baggern etwas lesen möchte, und wie die Elbe darauf reagiert, guckt mal hier.

Auf zu neuen Horizonten - aus Blech.

Auf zu neuen Horizonten – aus Blech.

Horizont-Variation in Holz - wer Blech füllen will, kommt um Paletten nicht drumrum.

Horizont-Variation in Holz – wer Blech füllen will, kommt um Paletten nicht drumrum.

Zur Erinnerung - wir sind weiter auf Hafenrundfahrt. "Welcome to Hamburg."

Zur Erinnerung – wir sind weiter auf Hafenrundfahrt. „Welcome to Hamburg.“

Für alles ist gesorgt - wer wil, kann hier um das Goldene Kalb tanzen.

Für alles ist gesorgt – wer will, kann hier um das Goldene Kalb tanzen.

"Hiddensee" - vor wertvollem Süßwasserwatt.

„Hiddensee“ – vor wertvollem Süßwasserwatt.

Wer sich für das Thema interessiert, findet auf einem kleinen Spaziergang zwischen U-Bahnhof Jungferstieg und Landungsbrücken auch Süßwasserwatt mitten in der Stadt.

Inzwischen hat uns die angesagte Tief-Front erreicht. Hoffentlich bleibt uns das Erlebnis einer "Gewitterzelle" erspart, wie sie in den Vortagen anderswo gewütet hat.

Inzwischen hat uns die angesagte Tief-Front erreicht. Hoffentlich bleibt uns das Erlebnis einer „Gewitterzelle“ erspart, wie sie in den Vortagen anderswo gewütet hat.

Mitten im Hafen: Sukzesson Sand-/Schlickwatt - ist das eine Düne? Nein, wohl ein Bausandlager ...

Mitten im Hafen: Sukzession Wasser, Schlick-/Sandwatt, Schilfröhricht – ist das eine Düne? Nein, wohl ein Bausandlager …

Ein altes Wikingergrab, eine Schiffssetzung vor Auwald? Wohl eher - neben modernem Stahlpfahl kompostierte Pfahlreihen einer alten Hafenanlage.

Ein altes Wikingergrab, eine Schiffssetzung vor Auwald? Wohl eher – neben modernem Stahlpfahl – kompostierte Pfahlreihen einer alten Hafenanlage.

Tja, wir staunen, was man in einem Welthafen so alles erkunden kann.

Tja, wir staunen, was man in einem Welthafen so alles erkunden kann.

Greenpeace ist auch vertreten zwischen Technik und Grün. Irgendwie habe ich das Gefühl, die waren früher mal vor Ort aktiver.

Greenpeace ist auch vertreten zwischen Technik und Grün. Irgendwie habe ich das Gefühl, die waren früher mal vor Ort aktiver.

Zurück ins Hafengeschehen - große Silos warten, unter anderem auf staubende Güter.

Zurück ins Hafengeschehen, Rethe – große Silos warten, unter anderem auf staubende Güter.

Und da verweht es auch schon - Kalisalz. Wie bei jedem technischen Prozess ist weitere Emissionsvermeidung überall möglich.

Und da verweht es auch schon – Kalisalz. Wie bei jedem technischen Prozess ist weitere Emissionsvermeidung überall möglich.

Oha, das sind mal Größenverhältnisse. Wir sind an einem Container-Terminal im Köhlbrand, wie die Süderelbe hier heisst, angekommen - "Altenwerder" erinnert an das historische Bauern- und Fischerdorf, das hier weichen musste.

Oha, das sind mal Größenverhältnisse. Wir sind an einem Container-Terminal im Köhlbrand, wie die Süderelbe hier heisst, angekommen – „Altenwerder“ erinnert an das historische Bauern- und Fischerdorf, das hier weichen musste.

Für den weltweit subventionierten Immer-größer-Schiffbau werden fortwährend weitere "Anpassungen" der Flüsse gefordert.

Für den weltweit subventionierten Immer-größer-Schiffbau werden fortwährend weitere „Anpassungen“ der Flüsse gefordert.

Hier passt wieder die Rede des damaligen Umweltsenators 1983, der auf Seite 13 seines Manuskripts fortfährt „Wir wissen heute, dass durch wasserbauliche Maßnahmen in der Unterelbe in Zukunft Veränderungen vorgenommen werden könnten, die eine erhebliche Sauerstoffzehrung zur Folge hätten, und zwar in einer Größenordnung, die den Sanierungseffekt durch den Bau der Klärwerke Köhlbrandhöft-Süd und Dradenau erreicht und damit wettmacht„.

Welch von guter Fachkenntnis geprägte Weitsicht – 1983! Heute, 3 Jahrzehnte später, beobachten wir das Resultat, z.B. angezeigt vom Wanderfisch Meerforelle. Mehr Fachkenntnis als Grundlage politischer Entscheidungen und Planfeststellungsbeschlüsse wäre wahrlich ein Segen. Und man fragt sich angesichts heutiger Elbe-Realität, wo eigentlich Ausgleich und Ersatz für derlei Belastungen bleiben.

Streitobjekt Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg - Novum flacher Kühlturm. Irgendwie wird man den Küstenklatsch-Spruch nicht los, eine Umwelt-Staatsrätin hätte Vattenfall diesen Großklotz durch Verdopplung ursprünglicher Pläne angeraten.

Streitobjekt Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg – Novum flacher Kühlturm. Irgendwie wird man den Küstenklatsch-Spruch nicht los, eine Umwelt-Staatsrätin hätte Vattenfall diesen Großklotz durch Verdopplung ursprünglicher Pläne angeraten.

Wir passieren das Jahrhundertbauwerk Köhlbrandbrücke - nach 40 Jahren Standzeit in Abriss- und Ersatzdiskussion.

Wir passieren das Jahrhundertbauwerk Köhlbrandbrücke – nach 40 Jahren Standzeit in Abriss- und Ersatzdiskussion.

Lkw-Verstopfung - unser täglich Logistik-Problem gib uns heute ...

Lkw-Verstopfung – unser täglich Logistik-Problem gib uns heute …

Da, am linken Köhlbrandufer - massenhaft Möwen!  Hier münden Hamburgs weitergehend gereinigte Abwässer, sauerstoffreich, sommerkühl - ein Fluchtpunkt für Lebewesen während des Sauerstofflochs in der Elbe während der warmen Jahreszeit, eine Speisekammer für Möwen und andere.

Da, am linken Köhlbrandufer – massenhaft Möwen!
Hier münden Hamburgs weitergehend gereinigte Abwässer, sauerstoffreich, sommerkühl – ein Fluchtpunkt für Lebewesen während des Sauerstofflochs in der Elbe in der warmen Jahreszeit, eine Speisekammer für Möwen und andere. – Die Wassermenge entspricht im Sommer einem größeren Nebenfluss der Elbe (dementsprechend fehlt diese Menge am Trinkwasserentnahmeort in den Quellbächen).

Wir erreichen die Norderelbe am Zusammenfluss mit der Süderelbe / dem Köhlbrand. Spitze Leistung, Architekten! - Und wieder ein so genanntes Traumschiff.

Wir erreichen die Norderelbe am Zusammenfluss mit der Süderelbe / dem Köhlbrand. Spitze Leistung, Architekten! – Und wieder ein so genanntes Traumschiff.

Blick nach Westen, gen Nordsee: Wen haben wir denn da!? Nein, nicht mich, unscharf über meinen Händen?

Blick nach Westen, gen Nordsee: Wen haben wir denn da!?
Nein, nicht mich, unscharf über meinen Händen?

Herbert Nix wundert sich - kann das sein, bei Wassertemperaturen deutlich über 15, nahe 20 Grad Celsius? Und - haben wir nicht Flutstrom?

Herbert Nix wundert sich – kann das sein, bei Wassertemperaturen deutlich über 15, nahe 20 Grad Celsius? Und – haben wir nicht Flutstrom?

Na, fahren wir einfach mal einen kleinen, ausserplanmässigen Schlenker.

Tatsächlich, es ist das Baggerschiff Akke, das mit Wasserinjektion Sedimente in Bewegung setzt. Wird in Hafenbecken gearbeitet, nennt man das "Schlick-Eggen". - Der Fluss macht dann irgendwas damit.

Tatsächlich, es ist das Baggerschiff Akke, das mit Wasserinjektion Sedimente in Bewegung setzt. Wird in Hafenbecken gearbeitet, nennt man das „Schlick-Eggen“. – Der Fluss macht dann irgendwas damit.

Akke in Aktion. Nachfrage beim Schiffsführer bestätigt, es herrscht Flutstrom. - Wieso, sollen Sedimente etwa elbaufwärts, Richtung Hafen, verlagert werden? - Man wundert sich.

Akke in Aktion. Nachfrage beim Schiffsführer bestätigt, es herrscht Flutstrom. – Wieso, sollen Sedimente etwa elbaufwärts, Richtung Hafen, verlagert werden? – Man wundert sich.

Zügig geht unsere Fahrt nach diesem Erlebnis in geplanter Richtung weiter.

Zügig geht unsere Fahrt nach diesem Erlebnis in geplanter Richtung weiter.

Vorbei geht`s an den Faultürmen für Klärschlamm auf dem Klärwerksgelände Köhlbrandhöft. Im Vordergrund trocknen - unscharf - Kormorane.

Vorbei geht`s an den Faultürmen für Klärschlamm auf dem Klärwerksgelände Köhlbrandhöft. Im Vordergrund trocknen – unscharf – Kormorane.

Kein Wetterhahn.

Kein Wetterhahn.

Der erste Gewässerschutzbeauftragte des Strom- und Hafenbau aus der 1. Hälfte der 1980er (bis 31.01.1987) erinnert sich angesichts der inzwischen weitgehenden Abwasserreinigung weiter an die Rede des damaligen Umweltsenators „Die Bedeutung wasserbaulicher Massnahmen für die biologische Situation der Elbe, d.h. ihre Selbstreinigungskraft und die Lebensmöglichkeiten der Elbfische, wurde in den letzten Jahren nicht genügend berücksichtigt. Ich habe kürzlich mit grossem Interesse die Biographie eines Altenwerder Elbfischers gelesen, der die Entwicklung der Elbfischerei seit dem beginnenden 19 Jahrhundert beschreibt … Die Beobachtung dieses Fischers wird heute von der Wissenschaft bestätigt. Die zahlreichen Eindeichungen und Zuschüttungen, die weitflächige Vernichtung der Flachwasserzonen haben nicht nur die Fortpflanzungsmöglichkeiten der Fische reduziert, dies hat zugleich zur Folge, dass die Elbe weniger Sauerstoff aufnehmen kann als benötigt.

Deshalb kommt es entscheidend darauf an, weitere Verschlechterungen im Fluss durch sauerstoffzehrende Massnahmen zu verhindern. … In allen von mir angesprochenen fünf Bereichen müssen gleichzeitig Fortschritte angestrebt und durchgesetzt werden. Uns allen dauert dennoch die Umsetzung konkreter Massnahmen immer wieder zu lange. Deshalb lassen Sie uns gemeinsam durch Veranstaltungen wie die heutige nicht nur der Öffentlichkeit über Umweltprobleme besser informieren, sondern auch einen Beitrag in Richtung auf eine raschere Sanierung der Elbe leisten.“ [Ende der Rede.]

Wie wahr! Es folgten die ökologischen Gewinne der Abwasserreinigung und die der Wiedervereinigung. Und dann die vorige Elbvertiefung, begleitet durch die Zerstörung des Mühlenberger Lochs in seiner Funktion als letzte Lunge im unmittelbaren Hamburger Elbebereich – mit den bekannten Folgen.

Die St. Pauli Landungsbrücken - unsere Fahrt nähert sich dem Ende.

Die St. Pauli Landungsbrücken – unsere Fahrt nähert sich dem Ende.

Wir kehren wieder - an die Kehrwiederspitze.

Wir kehren wieder – an die Kehrwiederspitze.

Anpassung der Hochwasserschutzanlagen - muss sein! Hoffentlich überholen uns der Meeresspiegelanstieg und die Entwicklung der Sturmfluten nicht.

Anpassung der Hochwasserschutzanlagen – muss sein! Hoffentlich überholen uns der Meeresspiegelanstieg und die Entwicklung der Sturmfluten nicht.

Wir steigen aus. Das war eine äusserst informative Fahrt - und das Wetter hat auch gehalten. Eine neue Gruppe wartet schon auf die nächste Rundfahrt.

Wir steigen aus. Das war eine äusserst informative Fahrt – und das Wetter hat auch gehalten.
Eine neue Gruppe wartet schon auf die nächste Rundfahrt.

Jetzt wollen wir noch Alster-aufwärts gehen und die beiden Fischpassbaustellen an der Mühlenbrücke (Großer Burstah) und an der Rathausschleuse ansehen.

Dazu folgt demnächst ein eigener Blog-Eintrag.