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Wenn man, z.B. im eigenen Garten oder im Alten Land, zur Kirschenzeit die Aktivität der Stare bewundert, fürchtet oder sonstwas, fragt sich der Eine oder die Andere, was die Stare eigentlich fressen, wenn die Kirschen alle sind und/oder die Kirschenzeit vorbei ist.

Na ja, gelegentlich sieht man einzelne Vögel. In Schwärmen sind sie als Insektenvertilger auf Grünland, z.B. auch an den Deichen der Elbe zu beobachten. Hier ein paar Eindrücke einer Radtour zwischen Hetlingen und Wedel.

Diese weisse Herde war schon in einem anderen Blog-Eintrag zu sehen. Hier erhebt sich links im Foto gerade ein Starenschwarm, der von der Bewegung der Rinder profitierte.

Diese weisse Herde war schon in einem anderen Blog-Eintrag zu sehen. Hier erhebt sich links im Foto gerade ein Starenschwarm, der von der Bewegung der Rinder profitierte.

Der Schwarm fliegt zunächst flach, parallel zur Elbe.

Der Schwarm fliegt zunächst flach, parallel zur Elbe.

Dann steigt er höher, noch immer Elbe-parallel.

Dann steigt er höher, noch immer Elbe-parallel.

Der neue Fressplatz liegt am Deich. Hier ist offenbar eine Unzahl Insekten zu erbeuten.

Aufnahmen von einer früheren Radtour - Stare im Schwarm, der Elbdeich als Nahrungs-Eldorado.

Aufnahmen von einer früheren Radtour – Stare im Schwarm, der Elbdeich als Nahrungs-Eldorado.

Elbdeich Richtung Wedel, Stare, Schafe ...

Elbdeich Richtung Wedel, Stare, Schafe …

Und immer weiter ... - Schafe, Stare ...

Und immer weiter … – Schafe, Stare …

Weiter Richtung Wedel ersetzen Möwen zunehmend die Stare als Insektenfresser.

Weiter Richtung Wedel ersetzen Möwen zunehmend die Stare als Insektenfresser.

Möwen am Deich. Wer`s nicht erlebt hat, wird es kaum glauben.

Möwen am Deich. Wer`s nicht erlebt hat, wird es kaum glauben.

Nur kurz erheben sich einige der Möwen neben dem ruhig vorbei Radelnden.

Nur kurz erheben sich einige der Möwen neben dem ruhig vorbei Radelnden.

Am Ende des Schwarms angekommen - zurück also zu den Staren (nein, nicht zurückradeln!).

Am Ende des Schwarms angekommen – zurück also zu den Staren (nein, nicht zurückradeln!).

Irgendwo müssen die Stare ja übernachten – vielleicht im näheren Umfeld? Ich erinnere mich an intensives Geschnatter in der Abenddämmerung – das war am ehemaligen Sportboothafen an der seit Jahrzehnten von der Elbe abgedeichten Wedeler Au.

Hier hatte ich auf einer früheren Tour intensives Schwätzen einer offenbar riesigen Zahl Stare aus dem Röhricht gehört. Heute ist es (noch?) still.

Hier hatte ich auf einer früheren Tour intensives Schwätzen einer offenbar riesigen Zahl Stare aus dem Röhricht gehört. Heute ist es (noch?) still.

Das möchte ich aber genauer wissen, werde später zurückkommen (so entstand eher durch Zufall der vorige Beitrag über Queen Mary 2).

Jetzt steht die Sonne tiefer, mal sehen, ob etwas von den Staren zu sehen sein wird.

Jetzt steht die Sonne tiefer, mal sehen, ob etwas von den Staren zu sehen sein wird.

Ein letzter Blick über den Deich am Sperrwerk der Wedeler Au.

Ein letzter Blick über den Deich am Sperrwerk der Wedeler Au.

Und wieder am ehemaligen Sportboothafen - weiter Stille im durch Weiden-Auwaldrest windgeschützten Röhricht.

Und wieder am ehemaligen Sportboothafen – weiter Stille im durch Weiden-Auwaldrest windgeschützten Röhricht.

Die Sonne sollte doch tief genug stehen … ??? !!!

Die Sonne sollte doch tief genug stehen … ??? !!!

Fast wäre ich sofort nach Hause weitergefahren, wenn nicht …

Da ist er! Der erste Starenschwarm! Flach, auf dem Foto kaum ahnbar an verschwommener Spiegelung, fliegt er in Windeseile an und rauscht ins Röhricht. Schon geht das Schwätzen los.

Da ist er! Der erste Starenschwarm! Flach, auf dem Foto kaum ahnbar an verschwommener Spiegelung, fliegt er in Windeseile an und rauscht ins Röhricht. Schon geht das Schwätzen los.

Mit nur kleinen Pausen rauschen im Minutentakt Schwärme mit je 50 bis ca. 500 Staren herein.

Mit nur kleinen Pausen rauschen im Minutentakt Schwärme mit je 50 bis ca. 500 Staren herein.

Und immer weiter geht es über ca. 20 Minuten - rein ins immer gefülltere Röhricht, kaum bemerkt - zack ist der neue Schwarm verschwunden.

Und immer weiter geht es über ca. 20 Minuten – rein ins immer gefülltere Röhricht, kaum bemerkt – zack ist der neue Schwarm verschwunden.

Mehr ging offenbar nicht an diesem Abend. Ich schätze die Starenzahl in diesem kleinen Areal auf mindestens 5.000 Individuen.  Mal sehen, wie es weiter geht, ob so etwas wie „Sort Sol„, die „Schwarze Sonne“ ab Mitte September bis Ende Oktober vielleicht auch hier zu sehen sein wird.

Die Überschrift ist einer zufälligen Begegnung auf der abendlichen Radtour geschuldet, bitte noch ein wenig Geduld.

Gutes Wetter, mal wieder gen Fährmannssand an die Elbe ... - was bewegt sich da hinterm Deich?

Gutes Wetter, mal wieder gen Fährmannssand an die Elbe … – was bewegt sich da hinterm Deich?

Containermassen ziehen - bei ablaufend Wasser - stromauf, Hafen Hamburg als Ziel.

Containermassen ziehen – bei ablaufend Wasser – stromauf, Hafen Hamburg als Ziel.

Wieder was gelernt - die Kaventzmänner haben dieses Jahr neue Farben.

Wieder was gelernt – die Kaventzmänner haben dieses Jahr neue Farben.

Graugänse hinterm Deich.

Graugänse hinterm Deich.

Zwischen Deich und Elbe eine weisse Rinderherde - zu deren Begleitern in einem nächsten Beitrag mehr, Stare wird das Stichwort sein.

Zwischen Deich und Elbe eine weisse Rinderherde – zu deren Begleitern in einem nächsten Beitrag mehr, Stare wird das Stichwort sein.

Angekommen an Wedels westlicher Hafenspitze - Abendstimmung über Elbe und Badebucht.

Angekommen an Wedels westlicher Hafenspitze – Abendstimmung über Elbe und Badebucht.

Ah, ganz da hinten das Gelbe, das ist der vorhin gesehene Containerriese - inzwischen fast an seinem Liegeplatz angekommen.

Ah, ganz da hinten das Gelbe, das ist der vorhin gesehene Containerriese – inzwischen fast an seinem Liegeplatz angekommen.

Wegen des nächsten Beitrags – der Stare – fahre ich ein wenig durch die Gegend, dazu dann demnächst mehr.

Wieder am Hafen angekommen, was für eine Beleuchtung! Viele Menschen haben sich auf der Hafen-Ostspitze eingefunden.

Wieder am Hafen angekommen, was für eine Beleuchtung! Viele Menschen haben sich auf der Hafen-Ostspitze eingefunden.

Die Ursache für die schicke Beleuchtung.

Die Ursache für die schicke Beleuchtung.

Junge, Junge, ein Glück, dass der Mensch so faul (hier: weitere Strecken zu laufen) ist - da auf der Ostseite quetschen sich inzwischen die Leute - und es werden immer mehr.

Junge, Junge, ein Glück, dass der Mensch so faul (hier: weitere Strecken zu laufen) ist – da auf der Ostseite quetschen sich inzwischen die Leute – und es werden immer mehr.

Sieh an, die Ursache des Auflaufs - ein sogenanntes Traumschiff.

Sieh an, die Ursache des Auflaufs – ein sogenanntes Traumschiff.

Hier auf der Westseite wird nicht gedrängelt. Ich höre von einer kundigen (?) Nachbarin ("Ich weiss alles über die Queen Mary 2!"), dass dies für 2016 der letzte Hamburg-Anlauf bzw. nun -Auslauf ist.

Hier auf der Westseite wird nicht gedrängelt. Ich höre von einer kundigen (?) Nachbarin („Ich weiss alles über die Queen Mary 2!“), dass dies für 2016 der letzte Hamburg-Anlauf bzw. nun -Auslauf ist.

Hoch über uns reisen die Passagiere der Queen Mary 2 an uns vorbei - bye bye!

Hoch über uns reisen die Passagiere der Queen Mary 2 an uns vorbei – bye bye!

Leider fahren ja diese sogenannten Traumschiffe mit gar nicht traumhaftem Treibstoff - so reist eine fette Rußwolke immer mit.

Leider fahren ja diese sogenannten Traumschiffe mit gar nicht traumhaftem Treibstoff – so reist eine fette Rußwolke immer mit.

Es werden Fahnen geschwenkt - möge die Reise erfolgreich sein.

Es werden Fahnen geschwenkt – möge die Reise erfolgreich sein.

Kurz vor Sonnenuntergang - die Badebucht liegt dunkel.

Kurz vor Sonnenuntergang – die Badebucht liegt dunkel.

Ich mache mich auf, die Star-Situation zu prüfen.

Noch einmal sehe ich die Queen Mary 2 - zwischen Auwaldresten (bitte mehr für die Auwälder tun!) den Auslauf der Wedeler Au vor deren Sperrwerk passierend.

Noch einmal sehe ich die Queen Mary 2 – zwischen Auwaldresten (bitte mehr für die Auwälder tun!) den Auslauf der Wedeler Au vor deren Sperrwerk passierend.

Nun bin ich gespannt, was das mit den abendlichen Staren wird.

Warum ich so ein Gedöns von Staren mache? Na ja, vor 5 Jahren hatte ich das Glück, in Süddänemark „Sort Sol“, die schwarze Sonne, zu erleben. Finde ich sowas hier vielleicht auch? – Dazu später mehr.

Wedels Hafen (richtig: der Schulauer Hafen) ist für Radtouren immer ein beliebter Zwischenstopp – hier kann man immer etwas sehen.

Kürzlich war da die Rauchwolke jenseits der Elbe, Großbrand in Buxtehude - zum Glück ein seltenes Ereignis, auf dessen Anblick man gern verzichtet.

Kürzlich war da die Rauchwolke jenseits der Elbe, Großbrand in Buxtehude – zum Glück ein seltenes Ereignis, auf dessen Anblick man gern verzichtet.

Angenehmer zu sehen ist da zum Beispiel das sonnenbeschienene Nordufer der Insel Hanskalbsand/Neßsand.

Angenehmer zu sehen ist da zum Beispiel das sonnenbeschienene Nordufer der Insel Hanskalbsand/Neßsand.

Gestern wurden wir zufällig Zeugen eines ungleichen Bootsrennens.

Gestern wurden wir zufällig Zeugen eines ungleichen Bootsrennens.

Uuuups, ist das nun Realität oder Optik - der Paddler gewinnt! (?)

Uuuups, ist das nun Realität oder Optik – der Paddler gewinnt! (?)

Wo immer der Paddler geblieben ist, der Containerfrachter zieht weiter seines Weges gen Hamburg - am Horizont ist noch ein früherer, größerer zu sehen.

Wo immer der Paddler geblieben ist, der Containerfrachter zieht weiter seines Weges gen Hamburg – am Horizont ist noch ein früherer, größerer zu sehen.

Wir drehen um. Vorbei an Wedels Badebucht (Vorsicht, Schiffsbetrieb - Lebensgefahr!) ...

Wir drehen um. Vorbei an Wedels Badebucht (Vorsicht, Schiffsbetrieb – Lebensgefahr!) …

... und mittagspausierenden Sonnenanbetern geht`s zurück.

… und mittagspausierenden Sonnenanbetern geht`s zurück.

Abschied vom Kampfdackel.

Gestern gegen Mittag haben wir uns von Socke von de Dreyster Drift verabschiedet. Ruhig ist er in unseren Händen mit Unterstützung einer versierten Tierärztin eingeschlafen. Wir sind dankbar für mehr als 13 spannende Jahre mit einem beeindruckenden Forscher vor dem Herrn – im Ländlichen wie im Großstädtischen, der jetzt in den Ewigen Jagdgründen weilt.

Socke im Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow, Berlin, Mai 2016.

Socke im Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow, Berlin, Mai 2016.

Socke in Nienstedten, Hamburg, August 2016.

Socke in Nienstedten, Hamburg, August 2016.

Gestern Abend am Ende des Hamburg-Journal: „Morgens Gewitter, mittags Gewitter, abends Gewitter“. Ich hatte meine Tour, die am späteren Vormittag starten sollte, schon dran gegeben …

Aber dann – morgens: schonmal kein Gewitter. Ich fahre los.

Von Schleswig-Holstein geht`s über Hamburg ins nördliche Niedersachsen.

Da ist doch was im Gange? - An der Seeve angekommen sehe ich, dass es wohl eher ein anderes Bach-Einzugsgebiet betrifft.

Da ist doch was im Gange? – An der Seeve angekommen sehe ich, dass es wohl eher ein anderes Bach-Einzugsgebiet betrifft.

Nun muss ich noch ein gutes Stück "anmarschieren", bevor ich mich auf einen gemütlichen Rückweg mache. Die gemähte Pferdeheuwiese lässt mich gut vorankommen. - Heiss brennt die Sonne.

Nun muss ich noch ein gutes Stück „anmarschieren“, bevor ich mich auf einen gemütlichen Rückweg mache. Die gemähte Pferdeheuwiese lässt mich gut vorankommen. – Heiss brennt die Sonne.

Tunnelblick - alter Mann ist kein D-Zug, sagt man ... - Erstmal im Schatten verschnaufen, dann geht`s bachab.

Tunnelblick – alter Mann ist kein D-Zug, sagt man … – Erstmal im Schatten verschnaufen, dann geht`s bachab.

Ich liebe Strecken wie diese - hier findet der sommerkühle Bach mit seiner Lebensgemeinschaft durch naturnahe Auwald-Allee immerhin minimalen Schutz vor Überhitzung.

Ich liebe Strecken wie diese – hier findet der sommerkühle Bach mit seiner Lebensgemeinschaft durch naturnahe Auwald-Allee immerhin minimalen Schutz vor Überhitzung.

Hier war also mein Freund Otter bzw. ist es - kenntlich am "Otterscharrhaufen", mit dem er frei fallenden Sand kennzeichnet.

Hier war also mein Freund Otter bzw. ist es – kenntlich am „Otterscharrhaufen“, mit dem er frei fallenden Sand kennzeichnet.

Wellenspiele, Schwarz- trifft Weisswasser, Entenflott.

Wellenspiele, Schwarz- trifft Weisswasser, Entenflott.

Entenflott-Parade in der Mischzone von Weiss- und Schwarzwasser.

Entenflott-Parade in der Mischzone von Weiss- und Schwarzwasser.

Ok, ich darf mich also nach Hause trauen ... - ein Meerforellenmännchen von 52 cm wird uns Kleinfamilie mit 3 Portionen erfreuen.

Ok, ich darf mich also nach Hause trauen … – ein Meerforellenmännchen von 52 cm wird uns Kleinfamilie mit 3 Portionen erfreuen.

Hier geschah`s.

Hier geschah`s.

Überall zwischen den Sonnenflecken des licht beschatteten Bachs stecken jetzt die Männchen der Prachtlibelle C. virgo ihre Reviere ab. An staudenbewachsenen Stellen treffen nun die Schmetterlinge ein - Pfauenaugen, häufig.

Überall zwischen den Sonnenflecken des licht beschatteten Bachs stecken jetzt die Männchen der Prachtlibelle C. virgo ihre Reviere ab. An staudenbewachsenen Stellen treffen nun die Schmetterlinge ein – Pfauenaugen, häufig.

Auch den Admiral habe ich neben Weisslingen, Bläulingen, Kleinem Fuchs und Landkärtchen in guten Stückzahlen gesehen.

Auch den Admiral habe ich neben Weisslingen, Bläulingen, Kleinem Fuchs und Landkärtchen in guten Stückzahlen gesehen.

Die Erlen-Allee wird schwächer, löchrig. Ich nutze den letzten Schatten, um das Auto nicht allzu überhitzt zu erreichen.

Die Erlen-Allee wird schwächer, löchrig. Ich nutze den letzten Schatten, um das Auto nicht allzu überhitzt zu erreichen.

Zurück daheim lese ich wieder von Gewittern und mehr. – Dazu schreibt ein Kommentar dies: „Sonnenschein schrieb am 21.07.2016 13:58 Uhr:

Frank Böttcher – ha,ha,ha….
Er und seine Kollegen prognostizieren seit Jahren unser regionales Wetter – besonderes in den Sommermonaten – so falsch, dass man sich gar nicht mehr aus dem Haus traut!
Um nicht zu sagen: voll daneben.“

(Ich hoffe, ich darf das so mit „“ zitieren. Jedenfalls kann ich „Sonnenschein“ gut verstehen. ) – Ein Glück, dass ich doch noch losgefahren bin!   🙂

„Stille Wasser sind tief.“ – Das mag so sein, muss aber längst nicht immer stimmen.

Gleichwohl, für die Lebensgemeinschaft Stillgewässer, sei es ein natürlicher See, sei es ein Baggersee (flache wie Teiche, Tümpel, Pfützen bleiben hier aussen vor), ist die Kenntnis von der Situation der Tiefe ganz wesentlich.

Das gilt um so mehr, wenn solch Gewässer z.B. fischereilich bewirtschaftet wird. Die Empfindlichkeit des Ökosystems See erfordert grundlegende Kenntnisse, damit Besatz mit falschen Fischarten und / oder heilloser Überbesatz, die die Grundfunktionen des Gewässer zerstören können, vermieden werden.

Gute Zusammenfassungen zeigen die Besonderheiten von Stillgewässern im Jahresgang, z.B. den Zusammenhang zwischen der Wassertemperatur und des Sauerstoffgehalts über die Tiefe. Ich verlinke hier beispielhaft Wikipedia, Biologie Schule und das Naturschutzzentrum Kleve. Wer möchte, kann von dort aus weiter forschen.

Eine gute Gelegenheit für Anglervereine in Niedersachsen bietet der – neu umbenamte – Anglerverband Niedersachsen mit dem Angebot, 3 D-Kartierungen von Stillgewässern durchführen zu lassen. Als Nachbar mit Eigentum-Gewässern in Niedersachsen sind wir dankbar, dieses Angebot ebenfalls nutzen zu dürfen. Die Ergebnisse werden den Vereinsmitgliedern in Form von Tiefenkarten als neuer Teil der Gewässerordnung auf der nächsten Jahreshauptversammlung übergeben.

Dazu trafen wir uns in Schwindebeck (zur bunten Schwindebeck-Quelle s. vorigen Beitrag).

Unsere beiden Gewässer in Schwindebeck, zwei ehemalige Kieselgurgruben, werden gleich hinsichtlich ihrer Tiefenstruktur untersucht.

Unsere beiden Gewässer in Schwindebeck, zwei ehemalige Kieselgurgruben, werden gleich hinsichtlich ihrer Tiefenstruktur untersucht.

Alle sind angekommen, da kann es ja losgehen.

Alle sind angekommen, da kann es ja losgehen.

Per Echolot werden Tiefenprofile gelegt, die später vom Computer zu einer Tiefenkarte zusammengerechnet werden.

Per Echolot werden Tiefenprofile gelegt, die später vom Computer zu einer Tiefenkarte zusammengerechnet werden.

Auch der kleine See wird vermessen.

Auch der kleine See wird vermessen.

Vermessung gelungen. - Vier Mann, vier Ecken - Abtransport des Boots.

Vermessung gelungen. – Vier Mann, vier Ecken – Abtransport des Boots.

Schon ist das Boot verladen.

Schon ist das Boot verladen.

Wally, die Ortskennerin, hat alles aufmerksam beobachtet. Unsere Nachbarn freuen sich, dass sie die Aktion mitverfolgen konnten und werden teils ebenfalls von dem Angebot Gebrauch machen.

Wally, die Ortskennerin, hat alles aufmerksam beobachtet. Unsere Nachbarn freuen sich, dass sie die Aktion mitverfolgen konnten und werden teils ebenfalls von dem Angebot Gebrauch machen.

Wer im Bereich Bispingen – Amelinghausen – Lüneburg zu tun hatte, vielleicht einen interessanten Urlaub dort verbrachte, hat sicherlich die Schwindebeck-Quelle besucht. Wer das verpasst hat, sollte es nachholen – so leicht sieht man Solcherlei nirgendwo anders. Am 18. Juli 2015 berichtete ich bereits hier im Blog.

Nun ergab es sich im Zusammenhang mit Stillgewässervermessungen, dass mal wieder ein Besuch in der Gegend anstand. Ein Viertelstündchen war noch über – also nix wie hin, gucken, was die Quelle so macht.

Entlang eines Moränenhangs, im tiefer Liegenden mit feuchtem Auwald bewachsen, verläuft die Schwindebeck-Aue.

Entlang eines Moränenhangs, im tiefer Liegenden mit feuchtem Auwald bewachsen, verläuft die Schwindebeck-Aue.

Hier entspringt eine der größten Quellen Niedersachsens, die Schwindebeck-Quelle - EU-weit förderungswürdig.

Hier entspringt eine der größten Quellen Niedersachsens, die Schwindebeck-Quelle – EU-weit förderungswürdig.

Es ist erstaunlich, was die Umsetzung sauerstofffreien, glasklaren Grundwassers beim Kontakt mit Sauerstoff und Umsetzung der gelösten Stoffe für Farben erzielt.

Es ist erstaunlich, was die Umsetzung sauerstofffreien, glasklaren Grundwassers beim Kontakt mit Sauerstoff und Umsetzung der gelösten Stoffe für Farben erzielt.

Dieses Jahr schien mir der Wasserstand des Quelltopfs deutlich niedriger zu liegen als ich das bisher sah, die vielen kleinen und größeren Einzelschüttungen wirkten schwächer - wenig Grundwasserneubildung und Grundwasserentnahme im Umfeld, Quellschutz fordert Aufmerksamkeit.

Dieses Jahr schien mir der Wasserstand des Quelltopfs deutlich niedriger zu liegen als ich das bisher sah, die vielen kleinen und größeren Einzelschüttungen wirkten schwächer – wenig Grundwasserneubildung und Grundwasserentnahme im Umfeld, Quellschutz fordert Aufmerksamkeit.

Wie üblich bin ich stark beeindruckt von diesem Naturschauspiel.

Und schon muss ich weiter. Wir wollen ein Stillgewässer für eine 3 D-Kartierung vermessen lassen und einen Eindruck über die Tiefenverteilung der Wassertemperatur und des gelösten Sauerstoffs erhalten. Mehr dazu demnächst hier im Blog.

Sehr schön, die Belegschaft hat an den alten Elbe-Spezi gedacht und nach der Alternativen Hafenrundfahrt 2016 wieder eine Tour durch den Hamburger Hafen vorgesehen. Dieses Mal fahren wir „Immer der Ware nach“. Mal gucken, wie mir erstmals als Gast beim Betriebsausflug zumute ist.

Mit der S-Bahn aus Wedel angereist - Ausstieg Landungsbrücken.

Mit der S-Bahn aus Wedel angereist – Ausstieg Landungsbrücken.

Nun muss ich zum Treffpunkt Baumwall gehen - "Heimat-Hafen-Hamburg".

Nun muss ich zum Treffpunkt Baumwall gehen – „Heimat-Hafen-Hamburg“.

Als ich den Strom- und Hafenbau Richtung Wandsbek verliess, meinten manche „Ohne Deine Elbe kannst Du doch gar nicht …“. – Von damals bis Mitte 2015 traf dann meine Antwort zu „Beim Pendeln sehe ich die Elbe zweimal täglich von den Norderelbbrücken aus. Das reicht, um zu wissen, wie es dem Strom geht.“. Natürlich tragen Abflussdaten sowie das Wassergütemessnetz ihren Teil zur fachlichen Stütze dieses optischen Eindrucks bei.

Vorbei an der beeindruckenden Baustelle Hochwasserschutz, die die touristische Begegnung mit Elbe und Hafen mit eingeplant hat.

Vorbei an der beeindruckenden Baustelle Hochwasserschutz, die die touristische Begegnung mit Elbe und Hafen mit eingeplant hat.

Hoch, in der Tat - muss sein! So sieht das ganze von Land also fertig aus.

Hoch, in der Tat – muss sein! So sieht das ganze von Land also fertig aus.

Immerhin, die Elbphilharmonie guckt drüber.

Immerhin, die Elbphilharmonie guckt drüber.

On top - der Hafenblick gen Ost.

On top – der Hafenblick gen Ost.

Fast an Bord - fast Tideniedrigwasser, oha, steil hoch geht der Blick! So ein Hafen mit in grossen Teilen tief liegenden alten Zentrumsteilen muss schon allerhand Sicherheitsaufwand gegen Sturmfluten treffen.

Fast an Bord – fast Tideniedrigwasser, oha, steil hoch geht der Blick! So ein Hafen mit in grossen Teilen tief liegenden alten Zentrumsteilen muss schon allerhand Sicherheitsaufwand gegen Sturmfluten treffen.

Wir durchqueren die Speicherstadt, sehen neben Altem auch aktuellen Bewuchs - interessanter Anblick für den früheren Periphyton-Forscher.

Wir durchqueren die Speicherstadt, sehen neben Altem auch aktuellen Bewuchs – interessanter Anblick für den früheren Periphyton-Forscher.

„Periphyton-Forscher“, das ist lange her – zum Glück liegen die „Abwasser-Jahrzehnte“ hinter uns.

Wir durchqueren die Speicherstadt. Lange Strecken der auf Pfählen gegründeten Bauten sind zu sanieren - wieso?

Wir durchqueren die Speicherstadt. Lange Strecken der auf Pfählen gegründeten Bauten sind zu sanieren – wieso?

Zum Einen liegt das am Zahn der Zeit.

Zum Einen liegt das am Zahn der Zeit.

Wir haben aber auch wieder ein Wetterchen!

Wir haben aber auch wieder ein Wetterchen!

Wir queren die Norderelbe - Blick gen Westen über die Elbphilharmonie Richtung Landungsbrücken.

Wir queren die Norderelbe – Blick gen Westen über die Elbphilharmonie Richtung Landungsbrücken.

Rein in den Hansahafen.

Rein in den Hansahafen.

Und im Osten wieder raus, in den Saalehafen - Blick auf ein Zeugnis grausamer Vergangenheit. Hier waren Inhaftierte des KZ Neuengamme für Arbeiten im Hafen untergebracht.

Und im Osten wieder raus, in den Saalehafen – Blick auf ein Zeugnis grausamer Vergangenheit. Hier waren Inhaftierte des KZ Neuengamme für Arbeiten im Hafen untergebracht.

Der Spreehafen bei Tideniedrigwasser - da wächst wat - Süßwasserwatt ...

Der Spreehafen bei Tideniedrigwasser – da wächst wat – Süßwasserwatt …

Kleine Erläuterung zu „Süßwasserwatt mitten in der Stadt“.

Vorn stand "Zum Einen ...", hier also "Zum Anderen ..." - das durch ständige Elbvertiefungen weggelaufene Wasser (Absenkung des Tideniedrigwassers) lässt die Pfahlgründungen trocken fallen. - Sauerstoffkontakt führt zu optimalem Kompostieren der früher wassergeschützten Pfahlgründungen.

Vorn stand „Zum Einen …“, hier also „Zum Anderen …“ – das durch ständige Elbvertiefungen weggelaufene Wasser (Absenkung des Tideniedrigwassers) lässt die Pfahlgründungen trocken fallen. – Sauerstoffkontakt führt zu optimalem Kompostieren der früher wassergeschützten Pfahlgründungen.

Handlungsbedarf ohne Ende …

So kann dann ein saniertes Ufer aussehen. Zweifellos nicht mehr "schön romantisch", aber sicher.

So kann dann ein saniertes Ufer aussehen. Zweifellos nicht mehr „schön romantisch“, aber sicher.

Auch mitten im Hafen - man wundert sich! So sah früher mal das gesamte Elbe-Ufer aus. Pflanzensukzession mit beeindruckendem dreidimensional großem Tide-Auwald.

Auch mitten im Hafen – man wundert sich! So sah früher mal das gesamte Elbe-Ufer aus. Pflanzensukzession mit beeindruckendem dreidimensional großem Tide-Auwald.

Inzwischen sind wir in der Rethe - Blick gen Südwesten auf das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg. Eine Politikerin riet Vattenfall, wenn schon, dann gleich doppelt so groß wie zunächst geplant zu bauen. - Kohleausstieg, nein danke?

Inzwischen sind wir in der Rethe – Blick gen Südwesten auf das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg. Eine Politikerin riet Vattenfall, wenn schon, dann gleich doppelt so groß wie zunächst geplant zu bauen. – Kohleausstieg, nein danke?

Kohlekraftwerk Moorburg mit aufgezwungenem Flach-Kühlturm. Immerhin benötigt das riesige Kraftwerk bei niedrigem Elbeabfluss mehr als die Hälfte der Süderelbe-Wasserführung zum Kühlen.

Kohlekraftwerk Moorburg mit aufgezwungenem Flach-Kühlturm. Immerhin benötigt das riesige Kraftwerk bei niedrigem Elbeabfluss mehr als die Hälfte der Süderelbe-Wasserführung zum Kühlen.

Containerterminal Altenwerder. Der gigantische Ladekran bringt ein Sportboot zu Wasser.

Containerterminal Altenwerder. Der gigantische Ladekran bringt ein Sportboot zu Wasser.

Natürlich floriert der Containerverkehr, die großen Schiffe können - erkennbar auch ohne weitere Elbvertiefung - abgefertigt werden. Ganz klein staunen wir hinauf.

Natürlich floriert der Containerverkehr, die großen Schiffe können – erkennbar auch ohne weitere Elbvertiefung – abgefertigt werden. Ganz klein staunen wir hinauf.

Noch nicht allzu alt - und schon hinfällig? Wir sind gespannt, wie die weitere Planung für den Ersatz der Köhlbrandbrücke weiter geht.

Noch nicht allzu alt – und schon hinfällig? Wir sind gespannt, wie die weitere Planung für den Ersatz der Köhlbrandbrücke weiter geht.

Hier mündet einer der größten westdeutschen Nebenflüsse in die Elbe - das weitergehend gereinigte Abwasser der Stadt Hamburg. Möwenschwärme kennzeichnen den Auslauf.

Hier mündet einer der größten westdeutschen Nebenflüsse in die Elbe – das weitergehend gereinigte Abwasser der Stadt Hamburg. Möwenschwärme kennzeichnen den Auslauf.

Die Dunstglocke der Großstadt, wir erreichen die Norderelbe.

Die Dunstglocke der Großstadt, wir erreichen die Norderelbe.

Wie gut, dass es große Schwimmkräne gibt.

Wie gut, dass es große Schwimmkräne gibt.

Schwimmdock mit Schutznetz zu den offenen Seiten.

Schwimmdock mit Schutznetz zu den offenen Seiten.

Hafenfähren vor dem Alten Elbtunnel und den Landungsbrücken - Bilderbuchwetter.

Hafenfähren vor dem Alten Elbtunnel und den Landungsbrücken – Bilderbuchwetter.

Langsam geht die Hafenrundfahrt ihrem Ende zu - Cap San Diego und Elbphilharmonie.

Langsam geht die Hafenrundfahrt ihrem Ende zu – Cap San Diego und Elbphilharmonie.

Und zur Begrüßung - Seifenblasen!

Und zur Begrüßung – Seifenblasen!

Günstige Winde unterstützen den Meister seines Fachs.

Günstige Winde unterstützen den Meister seines Fachs.

Die Seifenblasen erfreuen auch die Passanten, hoch oben auf der Hochwasserschutzanlage.

Die Seifenblasen erfreuen auch die Passanten, hoch oben auf der Hochwasserschutzanlage.

Nun müssen wir wieder runter - ist aber auch irre hoch, dieser Schutz für die Stadt.

Nun müssen wir wieder runter – ist aber auch irre hoch, dieser Schutz für die Stadt.

Beim Portugiesen warten die reservierten Tische - Essen und Trinken.

Beim Portugiesen warten die reservierten Tische – Essen und Trinken.

Ein schönes Dunkles.

Ein schönes Dunkles.

Wenn ich schon die Möglichkeit habe, esse ich gern Lammkoteletts. Sehr zu empfehlen.

Wenn ich schon die Möglichkeit habe, esse ich gern Lammkoteletts. Sehr zu empfehlen.

So geht für mich ein wieder einmal interessanter Betriebsausflug zu Ende. Mal sehen, wann es wieder so passt.

Mal wieder Küstenwind schnuppern?

Es gibt kaum eine bessere Idee, als sonntags um 9.30 Uhr an Wedels Küste zu fahren – zumal nach einem Viertelfinale: da spaziert man entlang Badebucht und Hafen ganz allein. Wenn man fertig ist, kommen die ersten „Frühaufsteher“.

Ich begehe übrigens mein 45. Elbe-Jahr – nach Vorstudium gen Norden ins Hamburger Tidegeschehen gedriftet, die Elbe kennengelernt als studentische Hilfskraft, Diplomand, Doktorand, ökologischer Fachberater der (damaligen) Wasserbehörde für die Hamburgische Elbe, erster Gewässerschutzbeauftragter des Strom- und Hafenbau (heute „HPA“), Ökologe im Team Baggergutuntersuchungsprogramm. – Wichtiger Lehrmeister in Sachen Elbe waren dabei immer die Gewässerorganismen – schliesslich müssen diese „Einheimischen“ die Wechselhaftigkeit des Gewässers ständig ertragen und überleben. So geben sie Auskunft über tägliche, saisonale sowie Jahrzehnte betreffende Veränderungen der Elbe. Der Wanderfisch Meerforelle hat dabei eine besondere Aussagekraft. (Was einem so winddurchpustet durch den Kopf geht …)

Schön, dass hier die Vielfalt der Bäume in Arten und Größe im Deichbereich erhalten blieb!

Schön, dass hier die Vielfalt der Bäume in Arten und Größe im Deichbereich erhalten blieb!

Wedels Badebucht - Westende.

Wedels Badebucht – Westende.

Wedels Badebucht, mittendrin.

Wedels Badebucht, mittendrin.

Wir liegen zeitlich etwa eine Stunde vor Tideniedrigwasser, also „Ebbe“ – bei 3,60 m Wasserstandsdifferenz zwischen Ebbe und Flut also „ganz schön wenig Wasser“.

Ganz nebenbei sei gesagt, dass man sich den Begriff „Badebucht“ nicht zu euphorisch einverleiben sollte – wir befinden uns an einer seeschifftiefen Bundeswasserstraße. Neben den Kräften der Hydraulik im Tidegeschehen, treten ganz erhebliche Turbulenzen und zusätzliche Strömungen, Druck und Sog, auf. Wer was auf sich hält, geht lieber nicht ins Wasser.

Badebucht Wedel, Ostende.

Badebucht Wedel, Ostende.

Zwei Lachmöwen an der Wasserkante - das Ding vorn ist kein Kunstwerk, sondern ein sich nach Baden in einer Pfütze putzender Rabe, man glaubt es kaum.

Zwei Lachmöwen an der Wasserkante – das Ding vorn ist kein Kunstwerk, sondern ein sich nach Baden in einer Pfütze putzender Rabe, man glaubt es kaum.

Badebucht Wedel, an der Wasserkante - hier Schlickwatt an der Ostkante - auflaufende Sportbootwellen.

Badebucht Wedel, an der Wasserkante – hier Schlickwatt an der Ostkante – auflaufende Sportbootwellen.

Badebucht Wedel, jetzt bei Tideniedrigwasser erkennt man die waltenden Erosions- und Sogkräfte an der starken Böschungsneigung.

Badebucht Wedel, jetzt bei Tideniedrigwasser erkennt man die waltenden Erosions- und Sogkräfte an der starken Böschungsneigung.

In unzähligen Rinnsalen entwässert die Sandfläche bei Ebbe.

In unzähligen Rinnsalen entwässert die Sandfläche bei Ebbe.

Blick gen Osten von der Hafenmole aus: Hamburgs Containerkräne der Westhäfen grüßen.

Blick gen Osten von der Hafenmole aus: Hamburgs Containerkräne der Westhäfen grüßen.

Maritimes auf dem weissen Beton der Hafenmole - dem Kampfdackel gefällt und schmeckt es.

Maritimes auf dem weissen Beton der Hafenmole – dem Kampfdackel gefällt und schmeckt es.

Wind und Wellen (bei höheren Fluten) tun, was sie nicht lassen können: Sandeintrieb auf die Westseite der Hafeneinfassung.

Wind und Wellen (bei höheren Fluten) tun, was sie nicht lassen können: Sandeintrieb auf die Westseite der Hafeneinfassung.

Sandeintrieb - mal als LandArt betrachtet.

Sandeintrieb – mal als LandArt betrachtet.

Im Übergang zum Grün sind ca. 30 schon hohe Pappeln gepflanzt worden. Mal sehen, wie sie sich ins Gesamtbild einwachsen werden.

Im Übergang zum Grün sind ca. 30 schon hohe Pappeln gepflanzt worden. Mal sehen, wie sie sich ins Gesamtbild einwachsen werden.

Pappel-Detail vor Spielplatz.

Pappel-Detail vor Spielplatz.

Dränproblem am Fußballplatz - hier ziehen die vorn gezeigten Entwässerungsrinnsale offenbar gar nichts weg. - Im Hintergrund: Anregung für Freiluft-Geburtstagsfeier.

Dränproblem am Fußballplatz – hier ziehen die vorn gezeigten Entwässerungsrinnsale offenbar gar nichts weg. – Im Hintergrund: Anregung für Freiluft-Geburtstagsfeier.

So, wir ziehen uns wieder in den bebauten Raum zurück - der Roland begrüßt uns in der Altstadt.

So, wir ziehen uns wieder in den bebauten Raum zurück – der Roland begrüßt uns in der Altstadt.

Wer bis hier zum Schluss durchgehalten hat, bekommt als Belohnung eine kostenlose Information: Nächstes Wochenende von Freitag bis Sonntag, 8.-10. Juli 2016, findet das Wedeler Hafenfest statt.

Wenn man schon so eine Einzigartigkeit wie die Liether Kalkgrube in der Nähe hat, sollte man sie sich doch angesehen haben. Bereits die Homepage, s. vorstehender Link, ist ausgesprochen informativ – aber das Erlebnis vor Ort ist nicht zu toppen.

Parkplatz und Rastbereich, nebendran eine halboffene Hütte - gut bei jedem Wetter, besonders bei Dauerregen.

Parkplatz und Rastbereich, nebendran eine halboffene Hütte – gut bei jedem Wetter, besonders bei Dauerregen.

Ich habe mir den richtigen Führungstermin ausgesucht. Statt der üblichen 60 Teilnehmer sind 15 Unentwegte erschienen. Angesichts mehrerer fachlich ausgesprochen qualifizierter Führer wird das eine „Privat-Exkursion“, auf der man besonders viel mitnehmen kann.

Seenlandschaft, von Fliessgewässern durchzogen - Parkplatzzufahrt zur Liether Kalkgrube, ein Modell für die Nordamerikanischen Seen.

Seenlandschaft, von Fliessgewässern durchzogen – Parkplatzzufahrt zur Liether Kalkgrube, ein Modell für die Nordamerikanischen Seen.

Schön nass und schön bunt, Stein-Schönheiten im Findlingsgarten. - Bei Trockenheit wird der Farbeindruck durch Besprühen mit Wasser hervorgeholt.

Schön nass und schön bunt, Stein-Schönheiten im Findlingsgarten. – Bei Trockenheit wird der Farbeindruck durch Besprühen mit Wasser hervorgeholt.

Dunst liegt über der steilwandumgebenen, tiefen Grube. Ohne Wasserhaltung wäre hier ein Baggersee.

Dunst liegt über der steilwandumgebenen, tiefen Grube. Ohne Wasserhaltung wäre hier ein Baggersee.

Die Höhen- / Tiefenverhältnisse werden verdeutlicht.

Die Höhen- / Tiefenverhältnisse werden verdeutlicht.

Die Zuwegung über Glensanda-Kies ist ausgezeichnet. So ganz ungeschoren haben die Gewitterschauer den Weg allerdings nicht gelassen. Demnächst sind die Erosionsrinnen wieder beseitigt.

Die Zuwegung über Glensanda-Kies ist ausgezeichnet. So ganz ungeschoren haben die Gewitterschauer den Weg allerdings nicht gelassen. Demnächst sind die Erosionsrinnen wieder beseitigt.

Nachdem wir das Ende der Gewitterfront abgewartet haben, können wir die Grube in Ruhe besuchen.

Nachdem wir das Ende der Gewitterfront abgewartet haben, können wir die Grube in Ruhe besuchen.

Pflanzensukzession schützt unsere Böden trefflich. Hier sollen aber Geo-Besonderheiten präsentiert werden. Scharfe Beweidung eignet sich für das Freihalten der wichtigen Flächen.

Pflanzensukzession schützt unsere Böden trefflich. Hier sollen aber Geo-Besonderheiten präsentiert werden. Scharfe Beweidung eignet sich für das Freihalten der wichtigen Flächen.

Im Gewässerschutz bin ich ein konstruktiv-kritischer Begleiter der sogenannten „Halboffenen Weidelandschaft“. Allzu oft zeigt die Realität über die Zeit, dass selbst zunächst gut geführte Herden zahlenmäßig ausufern und keine Ziellandschaft für Gewässer und Aue liefern – sondern eine Überweidungswüste. – Genau das, nämlich das Offenlegen des Bodens, zum Sichtbarhalten der geologischen Besonderheiten ist hier das Ziel. Und die Burenziegen leisten dazu ihr Möglichstes.

Burenziegen halten den Pflanzenwuchs, hier um die "Gips-Berge" kurz.

Burenziegen halten den Pflanzenwuchs, hier um die „Gips-Berge“ kurz.

Laubgehölze sind nach Verzehr von Gras und Stauden schnell entrindet.

Laubgehölze sind nach Verzehr von Gras und Stauden schnell entrindet.

Nadelgehölz stört auch nicht weiter - passt gut in die Burenziege rein.

Nadelgehölz stört auch nicht weiter – passt gut in die Burenziege rein.

 Gut klappt auch das flächenhafte Abfressen ansonsten stark dominierender Brombeerdschungel. - Eine kleine Pause zwischendurch.

Gut klappt auch das flächenhafte Abfressen ansonsten stark dominierender Brombeerdschungel. – Eine kleine Pause zwischendurch.

Was die Tiere nicht schaffen, wird im Herbst maschinell per Hand beseitigt.

Das Offenhalten bringt nicht nur der Geologie, sondern auch Fauna und Flora die Möglichkeit, hier Besonderheiten zu präsentieren.

Das Offenhalten bringt nicht nur der Geologie, sondern auch Fauna und Flora die Möglichkeit, hier Besonderheiten zu präsentieren.

Beeindruckende Formationen bis hin zu uralten geologischen Schichten - mal senkrecht nebeneinander, mal schichtweise "ordentlich" übereinander - auch verdrehte, gar umgekehrt liegenden Anordnungen sind hier auf begrenztem Raum zu bestaunen.

Beeindruckende Formationen bis hin zu uralten geologischen Schichten – mal senkrecht nebeneinander, mal schichtweise „ordentlich“ übereinander – auch verdrehte, gar umgekehrt liegenden Anordnungen sind hier auf begrenztem Raum zu bestaunen.

Steilwand vor Ockersee - nicht fotografiert befindet sich nebendran eine Karstquelle mit klarem Wasser, bevor auch dieses sich ins Ockerfarbene einmischt.

Steilwand vor Ockersee – nicht fotografiert befindet sich nebendran eine Karstquelle mit klarem Wasser, bevor auch dieses sich ins Ockerfarbene einmischt.

Für den geologisch laienhaften Angler ergibt sich neben dem hiesigen lokalspezifischen Erkenntnisgewinn das optische Erlebnis eines „trockenen“ Baggersees. Die Steilwände zeigen das fischereibiologische Dilemma der ultra-begrenzten belichteten Bodenschicht, sobald die Nährstoffsituation intensives Algenwachstum zulässt (Die „Sichttiefe“ verringert sich auf unter 1 m). Die sommerliche Temperaturschichtung bei ca. 3-4 m unterhalb der Oberfläche lässt die wesentliche Fläche eines solchen Sees sauerstoffarm bis sauerstofffrei werden. – Also, liebe Anglerkolleginnen und -kollegen, Besatz mit standortfremden Fischen vermeiden, genau so Überbesatz durch falsche Berechnung der „Seefläche“. Die sommerliche Sauerstoffbegrenzung lässt aus einem 40 ha-See bezogen auf die für Grundfische nutzbare Bodenfläche (oberster Steilhang!) leicht 4 ha Lebensraum werden.

(Pardon, liebe Leserinnen und Leser, da ging gerade der gewässer- und fischereibiologische Lehrbeauftragte am Ende eines Semesters mit mir durch.  🙂  )

Nicht eingegangen bin ich in diesem Beitrag auf die ausgezeichnete fachmännische Erläuterung all dessen, was sich in der Liether Kalkgrube bietet, sei es Geologisches, Botanisches oder Zoologisches. - Dazu verweise ich auf den o.g. Link, viel besser noch: auf eigene Teilnahme an diesen empfehlenswerten Führungen.

Nicht eingegangen bin ich in diesem Beitrag auf die ausgezeichnete fachmännische Erläuterung all dessen, was sich in der Liether Kalkgrube bietet, sei es Geologisches, Botanisches oder Zoologisches. – Dazu verweise ich auf den o.g. Link, viel besser noch: auf eigene Teilnahme an diesen empfehlenswerten Führungen.

Mein herzlicher Dank gebührt Herrn Prof. Dr. Vinx, Herrn Dr. Heikendorf sowie dem Diplom-Geologen Thomas Voß.